Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1628 (24.8.1923)
- Date
- 1923-08-24
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Sekts 8_ Me«, Frswy_Wiener; MorgLnzeüuns. Zweifelhafte private Aaheiheverfmhe österreichischer Firmen in der Schweiz. Merkwürdige Aaimierannoncen unbekannter östeneichischer Bankfirmen. — Warnungen der schweizerischen Preffe. — Schweizer Mütter gegen die Abwanderung des Schweizer Kapitals. Die ,^vfeler Nationailgeitung" bringt unter dem Titel „Aufreizung der Spekulation im Auslände" folgende Ausführungen: „In der schlve-izerischen Presse erschien vor einiger Zeit ein Inserat „Wiener Kreditbank sucht Vertreter". Auf eine Eingabe auf diese Annonce folgt ein gedrucktes Zirkular einer Wiener Firma Alfons van der Lye u. E o., Bank- und Handelsgesellschaft m. 13. H. In diesem Zirkular wird ausgeftihrt, daß die Firma einen großen Betrag von Schweizer Franken (eine siebenstellige Schweizer Frankenziffer) sofort benötigt, Lezw. placieren kann. Auch kleinere Beträge werden entgegengenommen. Als Sicherstellung wird die Eintragung vou Hypotheken ans „Wiener Realitäten und Fabriksobjekte" und die Lombardierung von Wertschriften, nnd zwar von an der Wiener Börse kotierten Wien offeriert. Interessant ist die in diesem Zirkular enthaltene Mitteilung, daß für die geliehenen Schweizer Franken nicht weniger als 12 bis 16 Prozent Zinsen erzielt werden können und daß für die Heröeischaffung des Kapitals ein..- Placierungskomnttssion von einem Prozent bezahlt werde. Die Auslegung von Geld für derartige Zwecke erscheint uns in verschiedener Hinsicht als nicht in unserem Landcsrnteresse gelegen. Abgesehen davon, daß sich die vorerwähnte Firnra als ,pBank und .Haudetsgesellschaft" bezeichnet und dieses Institut offenbar nicht das ist, was man im gewöhnlichen Sprachgebrauch als Kreditbank bezeichnet, scheint es uns gewagt, Zinsen zu so horrend hohen Sätzen, wie die angeführten, ins Ausland anzulerhen. Wir fragen uns vor allem, ob die Geldgeber nicht riskieren würden, daß die österreichischen Schuldner früher oder später gclterch nrachen würden, daß die Zinsen eine wucherische Höhe erreichen und infolgedessen eine Nichterklärung der bezüglichen Verträge erfolgen könnte. Nicht ausgeschlossen dürfte es auch sein, daß sogar eine strafrechtliche Verfolgung unter dem Gesichtspunkt des Wuchers erfolgen könnte, dies wäre jedenfalls zu prüfen. Fernsprecher 83-73 und 45-2-48, zu wenden, wo täglich von 4 bis 6 Uhr einwandfreie, legitimierte sprachen- und banienkunülge Handelsvertreter kostenlos zur Disposition gestellt werden. Jeden Samstag um halb 3 Uhr nachmittags im Wiener Ringcafe, 1. Bez., Stubenring 18 (Souterrain) Verbandstrefftage. wo sich die Bewerber persönlich cin-sinden. Vier Börsentage in der Woche. Die Wiener Börsekammer teilt mit: Ab 27. d. finden die Börseversammlungen der Effektenssktion viermal wöchentlich, und zwar am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag, statt. . Der gestrige Wiener Finanzmarkt. Die schwerwiegenden Enff che: düngen der deutschen Reichsregierung, die in der Sicherung der Lebensmittelimporte und in einer Verriegelung des _ weiteren Marksturzes gipfeln, haben vorläufig eine günstigere Beurteilung der politischen Situation gebracht. Die feste Haltung des Prager und Budapester Effektenmarktes schufen bei einer Reihe von (Metten gewisse Kursanomalien. Die Arbitrage ist bemüht, diese Differenzen auszugleichen. Des-!^llb zeigte sich gestern im Privarverkehr von Bankbnreau zu Bankbureau rege^ Nachfrage nach ungarischen und tschechoslowakischen Effekten. Dies gilt vornehmlich für die in dem Schranken gehandelten Papiere. Die Kulissewerte profitierten von der freundlicheren Gestaltung der Tendenz. Trotzdem muß bemerkt werden, daß cs zu keinen nennenswerten Umsätzen kam. Das deutsche Goldagio. Aus Berlin, 23. d., wird gemeldet: Für die Zeit vom 25. bis einschliesslich 31. d. betragt vas Goldaufgeld 87,189.900 Mark vom Hundert. Geltendmachung von Ansprüchen gegen tschecho-slowakische Zentralen. Die Gesandtschaft der tschecho-slawakischen Republik in Wien macht die Interessenten aufmerksam, daß in der Sammlung der Gesetze und Verordnungen des tschechoslowakischen Staates unter der Zahl 121 das Gesetz vom 8. Juni 1923 verlautbart wurde, welches die Geltendmachung von Ansprüchen gegen Zentralen, Kommissionen, Anstalten^ bezw. ihre Zweigstellen (Exposituren) und andere Kollekt-ivpjebilbe, die bei der staatlichen Bewirtschaftung von Berbrcmchsgegenständen mitgewirkt haben, betrifft. An demselben Tage wurde in der Sammlung der Gesetze nnd Verordnungen unter der Zahl 122 die Kundmachung der Regierung der tschechoslowakischen Republik vom 14. Zun: 1923 veröffentlicht über die Anwendung. -des genannten Gesetzes auf die Liquidation der Staats-Getreide-Verkehrsanstalt in Prag und ihrer Zweigstellen, der Landes-Getreide-Verkehrsanstalten in PracpBrünn, Trapp au. Bratislava und Ilzherod. die sich gleichfalls in Liquidation befinden; ferner die Kundmachung der Ministerien für Volksverpslegung, der Finanzen, des Handels, für Landwirtschaft, für öffentliche Arbeiten und des Innern im Einvernehmen mit dem Iustizministeriinn betreffend die Fristen, in welchen die Ansprüche anzumelden sind. Diese Kundmachung wurde am 21. Juni l. I. im Amtsblatte der tschecho-slowakischen Republik Publiziert. Dieses Gesetz und beide Kundmachungen sind von großer Bedeutung für diejenigen, welche außerhalb des Gebietes der Lschechofflowakischen Republik wohnen und ihre Ansprüche gegen die Staats-Gctreide-Verkchrsanstalt oder ihre Zweigstellen geltend machen wollet'., sofcril cs sich nicht^ um hie Ansprüche handelt, bei derer: Entstehung der Berechtigte seinen Wohnsitz int Anslande hatte. Paßvisaerteilungen und Fremdenverkehrssürdernnq in anderen Landern. Wie die „Kaufmännische Korrosponbeuz" aus SüdMröl erfährt, haben die Regierungen Italiens und der Schwei« zur Förderung des Fremdenverkehrs, insbesondere des Touristenverkehrs, jüngst Abmachungen getroffen, denen qufolge Durchreisevisa für das Schweizer Gebiet vor: setzt ab kostenlos an alle Fremden erteilt. die V-isacpbühr für alle anderen Visa für die Angehörigerr beider Länder aus drei Franker: herabgefttzt werde::. Was aber rwch viel wichtiger ist — es werden für den Reffeviarkähr zwischen beider: Ländern etfleue Tour-istenkarteu ohne Photographie und Ditzum Heber die Frage der BorvW der Deckung, soweit diese in Immoblien besteht, vermögen wir uns in keiner Weise inr. einzelnen zu äußern, da wir diese Realitäten natürlich nicht kerrnen. Was nun aber die Sicherstellung durch österreichische Aktien anbelangt, so erheben sich hingegen Bedenken, da uns die finanziellen Verhältnisse in Oesterreich noch keinestvegs dermaßen konsolidiert erscheinen, daß schweizerisches Kapital derartige Titel tu größeren Mengen beleihen sollte. Lontbaivdkredite auf österreichischen Aktien stellen, selbst bei großer Marge, in der Regel spekulativr Engagements dar, zu denen schweizerisches Kapital nicht greifen sollte. Wenn wir derartige Austnuntemngen zn Kapitalanlagen im Ausland hier besonders orlvähnen, so geschicht dies auf Grund unserer inrmer wieder gemachten Erfahrungen, daß übermäßig hohe Zinsen das Schweizer Publikum direkt blenden und allzusehr davon abhalter:, die Frage der Bonlität der zu gewährenden Sicherheiten auch nur halbwegs gebührend zu prüfen. Auch bei dieser Gelegenheit halten wir es für unsere Pflicht, grundsätzlich darauf hinzuweifen, daß hohe Zinsen stets zu erneu: mehr oder weniger erheblichen Teil die Eigenschaft von Rffikopvämieu für die Ueberlassung von Sparkapital darstellen. Irn übrigen halten wir dafür, daß derartige Investitionen in fremden Laichen zurr: mindesten in: gegenwärtigen Zeitpunkt nicht angebracht sirch, weil die Schweigerffche Nationalbank mit besonderer Sorgfalt auf stabile Valutaverhältnisie der Schweiz hinarbeitet, diese Bestrebungen aber nicht durch Kapitalsausfuhren der besprochenen Art durchkreuzt werden sollten." Hiezu wäre nur zu bemerken, daß eine Banffirma oberwähnten Namens auf den: Wiener Platze ganz unbekannt ist und auch inr Bankierbuch des Compaß von 1923 nicht enthalten'ist. Es dürfte sich hier um eine unkontrollierbare Unternehmung handeln, der die österreichische Behörde im Interesse des Ansehens der österreichffchen Wirtschaft in der Schweiz ihr besonderes Augenmerk zuwenden sollte. ■BBBHnnnnsanBBBMBBnHnnBnHBHHni einHeführt. die bei allen Gemeinden erhältlich sind nnd die zum nneingoschränkter: AnferckhM in beiden Staaten auf di,: Dauer eines Mon-ates vom Tape der Gveingüb-evschroftmrg an gerechnet sowie zur beliebigen Uvberschreitu-ng der Grenze tvährend dieser Ze.it berechtigen. Eine solche Karte, die für zwei Franken erhältlich ist. genügt für eine qanze Farnilie. Ja sogar Fwurde, die weder Schweizer noch Italiener sind, erhalten diese Karten für einer: fünftägiger: Aufenthalt! Im wesentlichen wird — in anderen Ländern Mo gehts — das durchgeführt, was seit mehr als droiv-iertel Jahren das Gremium der Wiener Kanfmannfchaft unter stetem Hinweis auf die Notwendigkeit der Fördernna des Fremderwerkehves für Handel inüd Gewerbe einerseits und der vieHachrn Schlwierigksiten oNderevseitL, die bei uns der Einreise entgegengesetzt werden, verlanstt hat. Wir haben es bis heule zwar nicht zn Erloichterungen. aber wohl zu einer „Enquete" gebracht, auf der nach der: ZeitungMerichten das Anßenamt di>e toiliweilse. wie man sicht; ft: anderen Ländern schorr verwirklichte, Aufhebung des Paßvisums als unmöglich bezeichnete. Vielleicht hilft das ausländische Beispiel üvenigsterrs den Bcfucherr: der W iener Messe nnd dann der Kaufmannschaft nnd dem österreichischen Gewerbe. Vom brasilianischen Kasseemarkt. Arrs S a n t o s wird berichtet: Aus dem Kaffeemarkt ist eine gewisse Entspannung zu beödachtei:; ob sie vor: Dauer sein wird, läßt sich zur Zeit noch nicht beurteilen. Die Preise Type 4, die seit Mitte Juni, dem Beginn der Krise, urn mehr als 20 Millreis Pro Sack gefallen warer:^ sind in der erster: Augusthälfte wieder von 108 auf 120 Millreis gestiegen r:nd die täglicher: Verkärrfe halben sich von 12.000 auf 45.000 Sack am 10. August erhöht p sie sind allerdings seither wieder gefunken. Als Ursachen tfür diese Wendung -kommen verschiedene Umstände in Betracht. _ Auf Einschreiten der brasilianischen Landwirtschaftsgesellschaft undder Produzen-tenverbärtde rrnd Regierungen der arn meisten an: Kaffee interessierten Staate:: Sro Paulo und Miuasgeraes hat sich die Bundesregierung, die angesichts der aus der letzten Balorisation rwch vorhandenen großer: Vorräte urrd der reichen diesjähriger: Ernte die Kosten einer neuerlichen Balovisatiorrsaktion scheute, doch bereit gezeigt, zrrm Schutze des Kaffees zu interveniererr. In welcher Weise dies geschehen wird, steht zwar rwch nicht fest, es ist aber immerhin schon eine gewisse Beruhigung unter den Produzenten ei getreten. Es wird erwogen, die zu erwartenden Ernteüberschüfte vor: Staats wegen zwar reicht anzukauferr, äber doch einzulager-n und der: Produzenten durch ylnsgabe von Anweisungen ihren An« teil cm späterer: Verkäufer: zu sichern. Auch über die Llufnahme einer Anleihe irr London wird verhandelt. Zur Ueberü) ach ring der Opera-ioner: ans /dein Kaffeemark-t wurde vor: der Regierung eine Komnrission eirrgcsetzt. Zur Erleichterung der Situation hat auch beigetragen, daß ein Teil der alten Valor-is-ationsbostände rreuerdings -verkaiis-t wurde. Ueberdics haben die -letzter: Fröste das Ergebnis der Errrt-e eirrigerrnaßen beeinträchtigt. Bon den Warenmückten. (Eigenbericht der „Wiener Morgerr-zvituirg".) Rohseiöe. Der Lyoner Markt war merklich belebtz und die Preise haben sich erhöht. Dabei ist zu erivarten, daß sie rwch mehr steigen iverden. Nachrichten aus den: Osten melden, daß die Ernte beeinträchtigt ist, besonders was die (Mte des Erzeugnisses anbetrifft, und auch die Ergebnisse der Kokons sind sehr bescheiden. Unter diesen Verhältnissen sind höhere Preise auch unabhängig von den Äursschwankuuger: tiorauszuseheu. Aus Zürich wird gemeldet, daß dort die Nachfrage etwas lebhafter geworden ist, ebenso auch in Mailand. Preise haben sich, insbesondere für nahe Lierer-Lit. fe£t gehalten, hierzu kam. daß 34. ÄuWfl 1923 Nr. WU eine vorübergehende Besserung des Lirekurses in Zürich ihre Einwirkung auch auf die Preisgestaltung auSübte. Garn. Am Bamnwollgarnmarkt in M.-Gladbach hatte das Geschäft in der: letzten Wochen einen äußerst ruhigen Verlmrf. Die starke» Preissteigerungen am Nohbaumwollrnarkt imd die wieder eingesetzte rückläufige Bewegung haben die Verbraucher au erneuter Zuruckhaltung veranlaßt, infolge dessen die Umsätze äußerst gering waren. Die durch den Rückgang der deutschen Währung hervorgerufene Teuerung hat zu Lohnstreitigkeiten geftthrt, die Arbeitstätigkeit ruhte daher in fast allen Betrieben. Die geringe Zuftchr an Rohstoffen, welche infolge der Verkehrssperre anhielt, hat zu erheblichen Kürzungen der Arbeitszeit geführt. Kohle. Die Verhältniffr auf dem Kohlemuarkt sind für die ftan. zvsische Industrie von vi.aler Bedeutung, insbesondere auch deswegen, iveil ja Frankreich ein ausgesprochen kohlenarmes Land ist. Seine Kohlenförderung bezifferte sich im Jahre 1913 auf rund 40 Millionen Tormen, wahrend es in den Vereinigten Staate» von Amerika 400 Millionen Tonnen nnd in Deutschland etwa 170 Millionen Tonne:: betrug. Der Krieg hat die französischen Kohlenbergwerke arg mitgenomnien, sie würden in überwiegender Mehrzahl von deutschen Truppen okkupiert und bei deren Rückzug fast überall aufs gründlichste zerstört und unbrauchbar gemacht. Um die Schächte wieder zugänglich zu machen und ihre Wiederherstellung in Angriff nehmen zu können, mußte man zunächst nicht weniger als 02'/» Millionen Tonnen Wasser auspumpen, was sehr große Aufwendnuger: an Geld und Zeit erforderte. Die von den deutschen Tnippen im Kriege außer Betrieb gesetzten Schächte hatten im Jänner 1913 mehr als 1'/, Millionen Tonnen Kohle geliefert. Im ganzen bleibt die ftanzösische Kohlenförderung um 22% hinter derjenigen von 1913 zurück und wenn man die durch den Friedensvertrag von Versailles neu hinzugekomrnenen Gebiete in Abzug bringt, ergibt sich der sehr beträchtliche Rückstand von über 30%. Durch den Friedensvertrag war Deutschland verpflichtet worden, jährlich 7 Millionen Tonnen Kohle an Frankreich zu liefern. Die Reparationskommisston hatte auf Deutschlands Ersuchen dieses Quantum um etwa ein Drittel herabgesetzt, aber seit dem Beginn des Ruhrkonfliktes sind auch die reduzierten Kohlenlieferungerr sistiert, so daß Frankreich sich auf diesen Poster: seines Kohlenvefforgungsplanes keineswegs verlassen kann. Die Situation auf dem franzöMen Kohlenmarkt ist durch einige englische Streiks noch verschlimmert wordem denn es mußte der englischen Industrie durch ftanzösische Koylr ausgeholfen werden. Die ftanzösische Kohlenerzeugung beMn:te sich vom Jännee bis Mar 1922 auf 13 Milloneu Tranen, 9'/, Millionen Tonnen wurden emgestihrt V, MMacken Tonnen ausgeführt, so daß den ftanzösische:: Konsünrenten 22 Millionen zur Verfügung siande::. Im selben Zeitramn des Jahres 1923 förderte Frankreich 14.8 Millionen Tonnen, führte 9.8 Millionen Tonnen ein, exportierte aber wegen des ertvähnten Streiks 1.1 Millionen Tonnen, so daß dem inländischen Markt 23*/. Millionen Tonnen verblieben, dt« gegenüber 1922 erzielte Vermehnmg der Fördeung war zum großen Teile England und nicht Frankreich zugute gekommen. Man hofft, daß es gelingen wird, die Kohlenförderung den Bedürfnisten der Industrie entgegen zu kommen. Biehmartte itt Et. Marx. ' (Eigenbericht der .Miener Morgenzeitung".) N i n d e r m a r k t. Der Auftrieb belief sich auf 247 Stück inländisches, 51 Stück ungarisches, 6 Stück tschecho-slowakisches. 644 Stück jugoslawisches, — Stück, dänisches und 314 Stück rumänisches, zusammen 1262 Stück Schlachtvieh, wornnter sich 946 Stück Mastnnd 313 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach waren 844 Ochsen, 168 Stiere, 250 Kühe und — Büffel. Es notierten: Ochsen se nach Qualität 9500 biß 14.800 K., Stiere nnd Kühe 9500 bis 13.000 K. und Beinlvieh 5800 bis 9500 5k. vro Kilogramm Lebendgewicht. Bei völliger Stagnation infolge spärlichen Käuferbesuches blieben die letzten Montagpreise schwach behauptet. Ein Großteil des Auftriebes wurde erspart. S ch w e i n e m a r k t. Ausgetrieben wurden 548 Schweins darunter 336 Fleisch- und 212 Fettschweiue. Es notierten: Fettschweine 22.500 bis 24.000 5k. und Fleischschweine 23.000 bis 27.500 K. pro Kilogramm Lebendgelvicht. Verkehr auf Basis der Dienstagrwtierungen. S t e ch v i e h m a r? t. Die Olesanrtznfuhr belief sich aus 1919 Stück Kälber, danrnter 1055 lebende, 587 Weidnerschweine, 94 Weidnerschafe, 542 lebende Schafe, — Ziegen, — 5kitze und 47 Lämmer. Es notierten: Lebende Kalbet 19.000 bis 26.000 K., Weidnerkälber 22.000 bis 30.000 K.. Weidnerfleischschwcrne 24.000 bis 32.000 5k., Fettschweinl 26.500 bis 28.000 K., Weidnerschafe 7000 bis 18.000 K., lebende Schafe 6000 bis 14.000 K., Zieger: —.— bis —St., Kitze bis —5k. und Lämmer 12.000 615 16.000 K. Alles pro Kilogramm. Kälber erlitten im Vergleich« zur Vorwoche einen Preisrückgang von 1000 5k. pro Kilogramm Fleisch- und Fettschweine Haber: sich gleichfalls um 1000 5k. pre Kilogranm: in: Preise verbilligt. Vew-Vl>Ll:> 22. August. Barrmwollzrlsrchren in den atlarck. und Golfhäfen 8000, in: Innern 9000, Ausfuhr nach Großbritannien -, nach dem Kontinent . Lokalrnarkt r/iidälinp: 25.25 (gestern 25.75). Tendenz 1 Unregelmäßig. — Termine: August 24.82, September 24.40, Oktober 24.—, November 23.90, Dezerrlber 23.93, Jänner 23.61, Februar März 23.67, April Mai 23.62 Juni Juli 23.30. Prag, 23. August. Obwohl in: vorbörslicheu Beirftchr durchwegs niedrige Kurse gun: Vorschein k-anreu, eröffuet-e di« heutige Börse -wieder in sehr fester Stimmung, die sich auf alle Unrastzgebilde erst reckte. Besonders -mff^ dem -Industrieaktienmarft .zeigte sich ibe'ocn-i-eude lKauslust . -bei, anziehender: Kurse::. Nur Äl.piire-, Siuurwriuger- und Tcxtilaltier: lagen im Einkl-angc mit Wien fchjvüchcr. Äl-uch Bankpapiere stellte,: sich höher, wogeger: die Wiener Baukeu z-u Wog im: schwach lagekc. Transpovttverte zeigte:: keine gleichmäßige Kursgestaltung. Ans den: Aulagemaickie gaben die Kurse der beitender: Werte bis ein halbes Prozent nach. Ar:f dein: Exoleumarkte wäre:: anfangs Reatisat-ioner: ibemerk-bar. doch -machte sich später wieder eine Erholung geltend. Die Echlußteudeirz war sehr fest. S ch l u ß k n r s e: Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken —Böhm. Urüonbcmk 440—, Böhm. Eskomptebank 424.—, Böhm. Jndnsirialbank 443.—, Zivnostenska Banka 430.25, Anglobank 170.—. Oesterr. Kredit 153.—, Wiener Unionbank 207.—, Wiener Barrkvereir: 108.—, Buschtiehrader Eiserchahn Lit. A 574.—, Lit. B 220.—-, Ferdinands-Nordbahn 9400.—, Prag-Duxer —.—, Aussig-Teplitzer Eisenbahn 1440.—, Nestomitzer Zuckerrrrdrrstrie 1560.—, Vereinigte Elektrizität Wien 205.—, Brosche 1.540.—, .K'oliner Spiritus 1315.—, 5königshofe« Zement 1248.—, Breitseld-Danek 519.—, Ringhoster 825.—, Simmeringer 188.—, Rothkosteletzer Textil 335.—, Alpine ' Montan 367.—, Poldihütte 600.—, Prager Eisen 1290.—, Oesterr. Berg u. Hütten 34ÄK).**?* Skoda 594.—^ Jnwald 600/--> /