Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1628 (24.8.1923)
- Date
- 1923-08-24
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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SSfgtte« MörMüztzMms. M. 1628 Men, Freitag __ Bühne und Kunst. Bevorstehende Lohnerhöhungen in de» Theatern. In einer gestern stattgefundenei: Versammlung der BekviebZräte des technischen Personals der Wiener Theater wurde angeregt, eine fünszehnprozentige Erhöhung der Löhne für das bevorstehende neue Spieljahr zu verlangen. Diese FoiL>erung, die dem Umstande Rechnung trägt, das; den Angestellten anderer Kategorien Erhöhungen bis zu 25 Prozent bewilligt wurden, dürfte von der Arbeitsgemeinschaft aller B!ühnenangehörigen ausgenommen werden. Die jüdische Theatergesellschaft Habimah unter der Leitung des Direktors S t r a m e r. welche in Transsylvanien mit großem Erfolge ständiges jüdisches Repertoiretheater spielt, wird einige Tage im Intimen Theater (2. Bez., Praterstraße 84) gastieren. In: Ensemble der Habimah wirken während des Wiener Gastspiels auch die Herren Isaak Deutsch und Nathan sowie andere Mitglieder der früheren Freien jüdischen Volksbühne mit. Das Gastspiel wird heute, 8 Uhr abends, mit „Chaskele Kolbojnik" eröffnet. Morgen gelangt „Der Tiger" von Leon Kob rin zur Aufführung. Sonntag den 26. d. veranstaltet das Ensemble einen Possenabend. Montag den 27. d. geht „Geld. Liebe und Schande", Dienstag den 28. d. Schumers „Die Mode" in Szene. Ans den Matern. Volksoper. Heute letztes Gastspiel Aba Poliakotva Violetta in Verdis „T r a v i a t a". Morgen „Tose a". - Im Deutschen Volkstheater gelangt morgen Samstag Jerome K. Jeromes Legende von heute „Der Freund" neueinstudiert zur Aufführung. Im Neuen Wiener Stadttheater findet heute die 100. Aufführung der Operette „E i n I a h r ohne Liebe" statt. Morgen und die folgenden Tage geht die Operette „S ch w a r z w a l d m ä d e l" in Szene. Gerichtssaal. Monarchie, und Npublik. Der hier Teilt mehreren Jahren woymMte Kaufmann Samuel Go Idstein war im Jahre 1888 von der Wiener PoBiMidirelktion, da er der Stvmipelsälschung verdächtig war, für bestämidig aus Wm ahg e sch afft worden. Cr kchvte in seine H-oimai nach Galizien zurück, kam alber nach Ausbruch des Krieges wieder nach Wies:. Ms die PBizei vor kurzen! damius kam, daß G. seinerzeit <rbgaschaifft worden war, wurde gegen ihn die AnUaige wogen verbotener Rückkehr erhöben. In der k<Wt Strafbe- Hirksgericht Innere StM dnrchgofilhrten BeühaMnng erklärte der AngMagte, daß er hier seiner: ordentlichen Eriwerb höbe und hicher zn>rück>getkchrt sei. weiil er der Meinung war, daß .das unter der Monarchie ausgssprochone Absch^a ssungser>kennin i s in der R-ePinMk nicht mehr gültig und überdies mitt Rücksicht aus den Adlmilf von W Jahren bereits c rl o sch e n sei. Der Richter sprach auch den Angeklagten unter Annahme c'ines stvafausschließonden Tatirrtums frei. Verzicht auf den Meterschutz ist imzulässig. Die Geflügellw-ndlerin Sofie K o h n hatt^e mit ihrün: Untermieter Iösef Einhorn vereinbart. daß er die ihm vormieteien Räume, o h n c E iot w'e n d n n g e n gegen dreiinoiratliche Kündigungsfrist zu räume::, halbe, ivenn die Geschäftsiinhaiberin diese an ihr Lokal anischlteßendei: Räume anlderiiveibig benötigen sollte. Als nun Frau iiohi: den: Einhorn: mit der Begründung kündigte. daß sie ihr Geschäftslokas vergrößern wollte, brachte der Gekündigt,e dennoch die Cinwendnn:g nach den: Mvetevschutzgeseh-e ein. Das Beziirlks^erichit Loopo'Ldstadt erklärte die Kündigung für unwirksam, weil ein Veracht aus den Mieterschutz unzullässig sei. Allerdings Werder: in: nenen M>ieter.gosetz BeriMbarungen für zulässig erklärt, womit bei UnternrieterverhÄtnissen c>me bestinimt bch-ichnete Da-tsache, die als bedeutsan: für den Vermieter arrznerkennen ist. von vorncherein als 5kiündi,gungsgrund> fastgesetzit wr-rld. MM die beabsichtigte Vevg-rößierunlg des Geschäftes sei keine solche bedeutsame Tatsache. Be>i der gestern über die Berufung der Klägerin vor emum Fcrial!seu>ate des IiiviKan:desgerich.tes stattgohabten Verhandlung bostvitt der Bevuifunigspertroter, daß eine derartige BereiiOarmia einen Verzicht ants den Mieterschutz bcidmte. Es müsse einen: GcschästslirchaLer, der sein ganzes Lokal nwlnett'ban reicht ausnützen kann, gestattet sein, sein Geschäft in Bedarfsfälle z>: vergrößern:. Eine Veveiinbarunig Wie die in Rede, stch.'nde, müsse als eine „hostinÄnt beKüi-chnede, bedsutsaine Tatsache" anerkannt wefiden. Der Berusungssenat gab der Berufung keine Folge und bestätigte das erstrichterHliche Urteil. Darf der Hausbesitzer die Annahme des Mietzinses ver^ weigern? Nach den:'neuen AdietebgÄsetzo mnß der Atieter den -Metzins. auch wem: er ihn für ,;u hoch ansieht. entrichten- und kann dann die Eirtscheidung der Aiiet-kommission an rufen, lieber den umgeik-chrten Fall, ob der Hausherr herechtiigt ist. die Annahme des M-ie.tgins.es zu V.eviveigeren, sind keine Besliimmnngen getroffen. Ueber diesen Fall hatte gestern das ZivMandesgericht als Rielknrsger-'.cht zu entscheiden Der Hausibesitzer Adolf KrunMnbesn hatte die Am:«hme des Mietzins es von der, Mietern Gin:che und Adassa Kranz verweigert und ihnen die Wohnung wegen N-rchtentricht n n g d c § 3 i n s e s g c k ü n d i g t, weil ihn: das Rtäinigungsigeld zn gering erschien. Die Eheleute deponierten den MieUns bei Gericht und nborisendeten die Neibengelbühren dein: Hausbesitzer. Das Vezirksg.'-richt erklärte die .Kündigung für nnwirksam. Bei der BernsnngsverhaMnttg vor dem Iivillanldesgerlchte evMntie der Klagovertreter die Weiige-vu-nsg der Aunaihnre des MieWnses durch den Hausbesitzer für berechtigt, da nach der ausdrücklichen Bestimmung des neuen Mietergesetzes der Mieter auf jeden Fall vevpWichtst ist, den begehrten Mietzins zn bezahlen. Der Meter sch däher nicht berechtigt, den Mietzins bei Gericht zu erlogen. Der Geklagte wendet durch seinen Vertreter ein. er habe den vichiigen Mietzins und die richtigen Nobengeibühren anigeboten. Der Hausherr so: nicht berechtigt, de:: Mietzins zn rofüsieren. Anderfalls könnte er Willkürliche Phantasi eizinse ver° Langen und ans der Uuntöglichkoit der Bezahliwng denselben oinen KünldiguugsgMmd schmieden. Ein sttzititiger Miehzins Liege hier überhaupt nicht vor, da Iins und Neibengieibühren den Festsetzungen der Miet-konrnrisfion entsprechen. Die Bestin:mun!g des nsuen Mieitergeifetzes, daß der Mieter aus joden Fall den bezahlten MieDins flu bezahlen trabe, sei nicht dazu da, lülbermntige HauZbositzek zu schlitzen. Der Vorsitzende gäb bekannt, daß das Uvtoil den: schriftlichen Woge Vorbehalten bleibe. Volkswirt. Gestrmvelte Krone - Auszahlung Wien --- In Zürich notierte die österreichische Krone . . . die österr. gesten:pelte Krone . die tschechische Krone .... die Dtark... Holland .. . . . New-Nork.. . . . London.. . . Paris. Mailand «,».»»»»«» Belgrad Bukarest »,»,.».«»» Sofia »,.«.»»,»». Budapest « Warschau . .. - 0.0078 Sentimer. 0.0077V. kentlmrs. 23./8. 22./8. 0.0077% ' 0.0077% 0.0078 0.0078 16.20 16.17% 0.000103 0.000110 818.- 217.76 863.25 553.- 25.21 25.17 81.- 81.55 23.80 28.92 5.80 5.77% 2.60 2.55 4.86 4.75 0.03% o:o3% 0.0023 0.0024 [selten Mlonalbank; 1923. vsvissn (Lciieeics unä ^U8 rslllunxeo) ^msterckam k. i holl. Gulden Agram 1 ]ug. Kronen . » , Belgrad 1 Dinar ..... Berlin 1 deutsche Reichsmark BrQssel 1 belgische Francs Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei ...... Chrlstianla 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor London 1 Pfund Sterling . . Madrid 1 Pesetas ..... Mailand 1 Lire . . ... » New York 1 Dollar ..... Paris I Francs. Prag 1 tschecho-slow. Kronen Sofia 1 Lewa . Stockholm I schwedlscheKronor Warschau 1 polnische Mark . Zürich 1 schweizerische Franca Noten Amerlkan, Noten v. 5 Dollar aufw, , „ kleinere . » . Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva . * m » 100 , , „ „ kleinere. . , Dänische Noten 100 Kroner , . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . . . <100 ... „ , kleinere. . . . Engl. Noten von 5 Llvrest. aufw, » „ kleinere. Französische Noten 100 Francs , Holländisch^ Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw, „ „ kleinere . . . Jngosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar . . . „ 100 . * „ „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw, „ » kleinere.... Rumänische Noten zulQQOu.5QOLe! , ,' kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel » » » n 100 „ ... kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.lOOOaufw. , . kleinere Ungar. Noten (neue Eni.) zu lOOOKr. » , zu 10.000 Kr. . . . » . kleinere. vom 23. Ai Kurs vom ","5r Geld Ware Seid fuß 4 27970.- 6 738.- 6 738.- 8 0.013*/» 4'/, 3124.- 6 3.85 6 319.— 8 11530.- 5 13280.— 3 323200,— 5*/i 9380.- 6 3049.- 4 70935.- 5 3982,— 5 2077.- 7*/, 598.- 4‘J, 18820.- 6 0.30 3 12825.- 28070.- 27970.- 742.- 733.— 742.— 733.- -«■0.015*/» 0.012 3138.- 3144.- 3.95 3.85 321.- 334.- 11570.- 11530,- 13300.— 13260,— 324200.-323000.- 9420.- 9380.— 3061.- 3054.- 71185.- 70935.- 3978.- 4017.- 2037.— 2077.— 602,— 608.- 18880.- 18770.- 0.31 0.29'/. 12875,- 12825.— 20. Ang. Ware 28070.- 737.- 737.- 0.014 3156.- 3.95 336.- 11570.- 13300.- 324000.- 9420.- 3066.- 71185.— 4033.— 2087.— 612.- 18830.— 0.30'/, 12875.— 7C560.— 70960.- 70560.- 70960.- 70460.— 70860.- 70460.— 70860.- 3085.— 3115.- 3105,- 3135.- 576.- 584.- 586.- 594.- 556% 564'.- 666!— 5741— 13110.- 13190.— 13110.— 13190.— 0.013»/» 0,015*/* 0.012 0.014 32140o!— 323000'.— 321200.- 322800*.- 321200.- 322800.- 321000.- 322600.- 3915.— 3945.- 3970.— 4000.— 27770.— 27970.- 27770.- 27970.- 3025.— 3045.- 3030.- 3050.- 3005.— 3025,— 3010.- 3030.- 729.— 735.- 724.- 730.- 72l!— 727!- 716% 722!- 11390.— 11470.— 11370.- 11490.- 0.29'/. 0.31'/. 0.29 0.31 0.24'/, 0.26'/, 0.24 0.26 203.- 302.— 223.- 227.- 278.- 282.- 303.- 307.- —!— -!— 18I60I— 18710.- 1856ü!- 18660*.- 12710.— 12790,— 12710,- 12790.- 9260.— 9340,— 9260.- 9340.- 2059.— 2075.- 2059.- 2075.— 2054.- 2070.- 2054.- 2070.- 2.10 2.30 2.10 2.30 2^05 2.25 2^05!’» Sie Kreditanstalten Rußlands znm 1. Mai 1823. Die von der Devifeuverwaltung herauSgegebene Gesamtb i l an: z der KreditanstaltenRußlands für den 1. .Mai 1923 umfaßt 34 Anstalten statt der in der Bilanz vom 1. April aufgeführten 28 Anstalten. ES find dies 9 Aktienbanken (Prombank, Roseombank, Moskauer Gosbauk, Wsekobank, Dalbank, Südöstliche (Kommerzbank. Ukrainbank Arbeiterbank in Honnnel und — ersünalig — die Communalbank in Wologda), -eine Gesellschaft für landwirtschaftlichen Kredit (in der Krim), 22 Gesellschaften für gegenseitigen Kredit (von diesen erscheinen 3 zun: ersten Male in der Bilanz) und 2 Pfand- und Leihanstalten (in Moskau und Petrograd, ebenfalls erstnialig). Der Gesamtumsatz der Kreditanstalten erreichte nach der Zeitschrift „Das R u s s i s ch e B a n k lv e s e h" zum ersten Male die Höhe von 3770 Mill. Solvjetrubel (Ausgabe 1923) oder 8,249.646 Tscherwontzy nach dem Kursstände vom 1. Mai. Im Vergleich zu den beiden vorhergehenden Monaten zeigt der Umsatz eine sehr erhebliche Steigerung, wie aus folgenden Ziffern zn ersehen ist: Bilanzabschlnß an: 1. Rtärz 1. April 1. Mai in Millionen Sowjetrubeln.... 963.3 1.930.2 3.770.0 in tausend Tschw. 4.013.6 6.391.4 8.249.6 Die Steigerung des Umsatzes. während des April, welche relativ langsamer als tu: März vor sich ging, geschah hauptsächlich durch das Anwachsen der Mittel der bereits früher bestehenden Kreditanstalten. Die im April neu hinzugekommenen sechs Institute sind von geringerer Bedeutung und machen 0,6e/o des Abschlusses aus. Das Anwachsen der Mittel im April geschah vornehmlich durch Heranziehung von .Kapital auf dem Wege von Kontokorrenten und Depositen und in bedeutend geringeren: Maße durch Vergrößenmg der eigenen Kapitalien. Die eigenen Mittel m:d die Einlagen machten aus: in tausend Tscherw. 1. März 1. April 1. Mai Eigene Mittel (Kapital u. Gewinn). 1.815.8 2.041.7 2.237.6 Depositen.♦ . 1.007.6 2.362.2 3.831.3 Der Anteil der Depositen cm: Umsatz wächst von 25°/, im März auf 37,5°/, im April und auf 46,4°/, zum 1. Mai. Während ß WerhetAbomeuteufürdie f 1 „Wiener Morgenzeitung" 1 24. August 1923 Seite 3! des April überholt das Anwachsen der Depositen das der eigem Mittel um ein Bedeutendes. Das .Kapital der Banken, da8 ai 1. Alärz 37°/, der Bilanz betrug, finkt bis 1. April auf 29°/, uri bis 1. Mai auf 25°/,. Jin Verhältnis zu den eigenen Mittel (Kapital und Gelvinn) belaufen sich die Depositen in den dü von uns erwähnten Bilanzen auf 66°/,. 115°/, und 174°/,. Die Heranziehung ftemder Gelder gelang den Bank« während der ersten Monate des laufenden Jahres dadurch, daß si diese Kapitalien gegen Entwertung versichert hatten. ES ist anzv nehmen, daß gegenwärtig nicht mehr als 10°/, der Gesamtsumm aller Depositen in den Kreditanstalten in Sowjetrubeln ang« geben worden sind. Seit April ist, besonders in Moskau, di Umrechnung der Mittel in Tscherwontzy vorherrschend. Die Gt samthöhe der herangezogenen Kapitalien ist noch geringfitgii zirka 38 Millionen Goldrubel (bei einem Umsatz von 82 Milliony ~ Goldrubeln). Auch die Vermehrung der Depositen war im Apri etwas langsamer als im März m:d im Februar, nämlich nur 61^ gegen 145*/, im März und 92°/, im Februar. Was die aktiven Operationen anbelangt, so muß Lemer) werden, daß die bereits für die Aprilbilanz festgestellte Bei langsamung im Vergleich zum Umfang der eigenen Mittel fit auch im Mai bemerkbar macht. Während die Depositengeschäfj um 61°/, gestiegen find, haben sich Wechseldiskont und sonstig Forderungen nur um 30°/, (in Tscherwontzy) vergrößert. (Del entsprechende Verhältnis im März betrug 145 °/, gegen 75%j In tausenden Tscherwontzy find Wechseldiskont und sonstig Kredite von 1,809,8 (44°/, des Umsatzes) zum 1. März 3,001,8 (47°/, des Umsatzes) zum 1. April und auf 3915 (eben falls 47°/, des Umsatzes) zum 1. Mai gestiegen. Etwas gestiegen ist auch der Besitz an ausländischen Geld sorten und Devisen (von 16,5°/, auf 18,1°/, der Bilanzsummei Das Gleiche gilt für die Warenbeleihung (von 2,2°/, aus 4,8%j Die Rolle der Moskauer und der Vrovinzkreditanstalts geht aus folgendem hervor r Wechseldisko» Gesamtumsatz Depositen und Lombari in Will. in Will. in Mill. S.-Rbl. tn% S.-Rbl. in°/, S.-Rbl. in«/ 4 Moskauer Banken (mit 5 Filialen) . 3403 90,2 1621 92,7 1653 92,4 6 Provinzbanken. . 254 6.8 100 5.6 72 3,9 insgesamt. .3657 97,0 1721 98,3. 1725 96,3 Sonstige Kreditanstalt. (22 Gesellschaft, auf Gegenseitigkeit, 2 Pfand- und Leihanstalten,! Gesellsch. für landw. Kredit). 113 3,0 30 1,7 64 3,7 Insgesamt. .3770 100,0 1751 100,0 1789 100,0 Aus dieser Tabelle geht hervor, daß die vier großen Mos kauer Banken (Prombank, Roseombank, Gosbank und Wsekoban mit ihren 35 Filialen) den weitaus größten Anteil am Gesaust Umsatz der Kreditanstalten haben. Die Zunahme der Deposits ist bei ihnen nicht nur absolut, sondern auch prozentual stärker auch der Wechseldiskont und der Lonward ist hier stärker entwickell Diese Tendenz verstärkte sich im April noch: zun: 1. Mär bildeten die Abschlüsse dieser vier Banken 88,1°/, des Gesamt abschlnsses, znm 1. April 89,6°/, und zum 1. Mai 90,2°/,; dst Verhältnis ihrer Depositen zur Gesamthöhe der Einlage^ wuchs während der gleichen Zeit von 86,9°/, auf 92,7°/,. Wechsel diskont und Darlehen dieser Banken sind dagegen etwas wenige stark im Wachsen begriffen (93,6°/, der Gesanühöhe dieser Gs schäfte im Abschluß von: 1. April und 92,4°/, im Abschluß von 1. Mai). Die Erhöhung der Valuta- und Warengeschäfte komm auch auf Rechnung der genannten vier Banken. Die Kreditanstalten in der Provinz, mit Ausnahme de DalbMk in Tschita, die unter besonderen Lerhültnissen arbeite! sind keine. bedeutenden Jnsttüste, mit einen: Umsatz von insgg samt 400 Millionen Sowjetrubeln. Was die an: < meisten verbreitete Art der Kreditanstalten die Gesellschaften Ms Gegenseitigkeit, anbelangt, so ist deren Um satz in: Laufe des April von 59,3 Millionen Sowjetmbeln ast 92,6 Millionen, d. h. um 55°/, gesttegen (im März betrug di! Steigerung des Umsatzes in Sowjetnibeln 136°/,). Da aber di Anzahl der in: Gesamtabschluß eingerechneten Gesellschaften au Gegenseitigkeit stark gewachsen ist, so mnß festgestellt werden, das im Laufe des April das Anwachsen der Geschäfte dieser Kredit anstalten merklich langsamer vor sich gegangen ist. Die Einlage) in die Gesellschaften auf Gegenseitigkeit sind im April nur voi 25,4 Millionen auf 29,5 Millionen Rubel gestiegen, d. h. um 17°/, die entsprechende Steigerung betrug im März 152°/,. In reale Einheiten umgerechnet, sind somit die Einlagei der Gesellschaften auf Gegenseitigkeit im April sogar etwas geringer geworden: die Einlagen in 19 dieser Gesellschaften bo trugen 840 Tausend Tscherwontzy am 1. April und nur 64! Tausend am 1. Mai, und zwar in 22 Gesellschaften. Der Gesamt abschluß der (Gesellschaften auf Gegenseitigkeit ist nur von 1,9! Millionen Tscherwontzy auf 2,02 Millionen gestiegen, d. h. de, DurchschnitiSabschlns; der Gesellschaften ist sogar etwas heruntev gegangen — von rund 100,000 Tscherwontzy auf rund 91,000 Dieses Stocken in der Entwicklung war besonders bei den NtoK kauer Gesellschaften deutlich fiihlbar, welche den größten Teil dy Bilanz ausmachen. Der Abschluß der vier Moskauer Gesellschaftei auf Gegenseitigkeit ist von- 68°/, auf 64°/, des Gesamtabschlusse! dieser Gesellschaften gesunken; ihre Depositengeschäfte — von 84°/ auf 66% der Gesamtsumme der Einlagen. In Tscherwontzy unv gerechnet ist die Summe der Einlagen bsi den Moskauer Gesell, schäften von 713 Tausend Tscherlvontzy ans 459 Tausend heruntev gegangen. Sogar die größte russische Gesellschaft auf Gegenseitig, keit, die Moskauer Gesellschaft für Handel und Industrie, berei Bilanz 29 Millionen Sowjetrnbel übersteigt, hat den Druck diese: ungünstigen Konirmktnr zu spüren gehabt. Zum Schluß sei noch darauf hingewiesen, daß der Man abschluß der Kreditanstalten eine erhebliche Steigerung der Ver< schuldnng an die Gosbank aufweisi. Bei den Gesellschaften aus Gegenseitigkeit ist diese Verschuldung von 12% auf 21% bv Gesamtsumme ihres Bilanzabschlusses gestiegen. Beffernng l» der Lodzer TexMlndAftrie.' Lodz, 23. August. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung") Die Lago der hiesigen T e x t:l i u d n st r i e hat sich in den letzten Tagen dadurch einigermaßen gebessert, daß große Bestellungen aus dem Anslande, vornehmlich jedoch ans dem fernen Osten (Schanghai und anderen chinesischen Städten) eingelausen sind. Diese Aufträge ermöglichen es einigen Fabriken, die in der letzten Zeit nur dreitägig gearbeitet haben, sechs Tage wöchentlich zn arbeiten. Tie Aufträge sind vornehmlich den großen Fabriken S ch e i b l e r und G r o hm«nn xagute gekommen. Handelsvertreter, Wiener Mcffea.iSsteller, Innnd AuSlandskäuser und -Verkäufer lverden von: Schutzbund der Handelsvertreter ersucht, sich bei Bedarf v o n H a n de l svertreter n, Reisenden und Äommi'sisi onär en stich an die G es ch äfk sste lle deS Reichsbnndes der HandelsverLmtrr Oesterreichs. Wien, 1. Bez.. Salvotorgasse 12,