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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-19 · Heft 1623 (19.8.1923) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1623 (19.8.1923)
Date
1923-08-19
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 Wien, Sonntag Wiener Morgen^itunK. 19. August 1923 Sämtliche Otaphchagcbiete in Polen weisen im erste»: viertel dieses Jahres eine Erhöhung der Prodnktioi: auf. In: Boryslaw-er Gebiet stieg die Produltion ans 15.431 Zisternen, das sin- 87 Prozent der gchamten Erdölgewinnung Polens, was auf neue erfolgreiche Bohrungen in Tnstanowice zurückzuführen ist. Das Jasloer-Gebiet lieferte 1365 Zisternen, das sind 8,9 Prozent, das Stanislauer Gebiet 631 Zisternen, das sind 4,1 Prozent. Die Verarbeitung des Rohöls verringerte sich in dieser Periode um 918 Zisternen. Auch das Quantum der exportierten Produkte verringerte sich um 1240 Zisternen gegenüber dein ersten Viertel des Jahres 1982. Dagegen trat eine Zunahme des inländischen Verbrauches um 1837 Zisternen ein. Letztens erwarb die Aktiengesellschaft in Lemberg Onminm von der Niaphthagesellschast Angela in Wien sämtliche Schächte n.nd Naphthaterrams in Tnstanowice, Boryslcvw und Mraznica. Die Leitung der obigen Aktiengesellschaft liegt in Drohobyez in Händen des tüchtigen Kenners der Naphthaindustrie, des Herrn Jakob Horschowski. Die Wiener Ilnionbanl kaufte soeben 20 Prozent der Aetien von dem Naphthakonzern Dabrowa ab. Es verlautet, daß die obige Bank, die »»och viele Jahre vor dem Kriege mehrere Naphrhannternehmungen im galizischen Naphthagebiet finanzierte, weitere Transaktionen im Boryslawer Naphthagcbiet zu realisieren beabsichtigt. In den letzten Tagen erschloß die Wiener Aktiengesellschaft Jriag den Schacht Baku mit einer Tagesproduktion von 1,5 Zisternen Rohöl. Tie Preise der Bruttoantcile erfreuten sich erhöhter Notierungen'.. Die Nachfrage ist groß und das Angebot gering. Tie letzten Rohöltransaktionen wurden ans Grundes Dollar realisiert (1,59 pro 100 K ilogramm). Auf die in der französischen Kammer vom Deputierten Zaron eingeörachle Interpellation wegen des französischpolnischen Erdölübereinkommens (die sich gegen dasselbe richtete) ripostrerte die polnische Regierung mit der Einbringung eines Gesetzentwurfes im Sejm, aus Grund dessen die Ausfuhr von Erdölprodukten aus Polen untersagt werden soll. Wie nur aus Warschau erfahren, hat die französische Regierung sich an die polnische mit dem Ersuchen gewendet, sie möge den diesbezüglichen Gesetzentwurf zurückziehen, nachdem auch sranzösischeufeits von keiner maßgebenden -eite mehr irgend welche Einwendungen gegen das sranzöstsch-polnische Ilebereinkommen erhoben werden. Die polnische Regierung beschloß nunmehr, den enrs das Erdölvcrbot abziclenden Gesetzentwurf im Seim nicht oinznbringcn. Der neue Lchnvcrtrag in der Metallindustrie. Es wurde fsenneldet, J-aß die Arbeitgeber m der Metallindustrie eine Besprechung rn Aussicht genommen haben, um im Hinblick auf den eben aogelausenen Lohn-Vertrag in dieser Frage neue Entschlüsse zu fassen. Die Beratung hat vorgestern statraciundeu. und nach chrem Verlauf sei als voraussichtliches Ergebnis mügetoilt, daß das bestehende Abkommen mit der Arbeiterschaft auf zwei Monate — bis Ende Qktober — unverändert verlängert werden durste. In dem geltenden Vertrag fehlte sede Beziehung zum Inder. Die Arbeiter hatten ihn damals in den Verband-' bangen verlangt. die Arbeitgeber sieb dieser Ford-rnng jedoch ivrdersetzt. Schließlich wurden feste Lohnsätze ohne die Jnderklausel vereinbart, wobei die Löhne als Ersatz für den Index kleine Besserungen erfuhren. Tatsächlich war der Index fei: dein Vertragsabschluß nur einmal positiv und in den übrigen Monaten feit dem Mai negativ, so daß die Arbeitnehmer durch die Ausschaltung des.Inder nicht verkürzt lvnrden. Jrn Abkomnren waren Wochenlöhne von 250.009 ^Minimum, bis 409.000 K. rnd für die Llugestellken Beamte usw.l Monatsbeallge von nmdestens 500.000 und 4.4 Millionen Kronen (für akademisch Gebildete) festgesetzt. ' Der lschechisch-srainösische Handelsvertrag. Ans Paris wird gemeldet:^ Tie französisch-tschechischen Handelsvcrlragsoerhandlnngen sind abgeschlossen. Das Abkommen wurde unterzeichnet. . Internationale HolJonfercnz. In B r a i i s l a v m findet am.81. August ult!) 1. Srprember eine internationale Holzkonferenz statt. Olach den letzreit Mitteilungen werden nicht nur alle Fachorganisationen der Tschecho-Slowakei. sondern auch die des Auslandes an der Konferenz teilnehmen. Es sind ver- 'chrodene Kommissionen vorgesehen. So sollen behandelt Weeden: Internationale Holzstatistik. Fragen der Forstwirtschaft vom Stand-Punkte der Interessen des Holzhandels, einheitliche Regelung der Ilfancen des Holzhandels. Tarif, Ein- und Anssuhrfragen, Zolle. Valuta. Kredit- und Finanzsragen nsw. Ferner soll geprüft werden, ob eine Vereinigung aller. Holzverbände geschaffen -werden soll. . Die Ernte Jugoslawiens. Aus Belgrad wird uns geschrieben Dst Ernte der Fel-dfrüchte ist bereits eingebracht, sie ist quantitativ und analsta-tw sehr gut ausgefallen. Das Gewicht des Weiz.'us ist d-urch-schnittlich 82 Kilogramm Pro HektoMer. Gerste und Hafer gefangen auf den Markt mit vollem und kernigem Korn. Gerne ist groß, in einigen Gegenden erreicht sie das Gewicht von 70 bis 78 Kilogramm pro Hekioliter. Jugoslawien wird nach dem Stande dg- Ernre in diesem Jahve eine bedeutende Menge aller Arten Feldfrüchte arrs- Dhr-sn können. Der Weizen wird entsprechend dem Zustand der Entwickl-nng der Mühlenindnstrie meistens als Mehl ansgssWhrt werden. Die Kapazität der Mühlen ist derartig, daß sie auch die ausgiebigste Ernte vermahlen können. Ein großer Tisil der Mühlen, die für den Export arbeiten, gehören zu den modernst konstruierten und vermahlen das Getreide auf die vollkommenste Art. Das Mahl aus diesen Mühlen wurde vor beim Kriege qukn größten Teil <75 Prozent) nach Böhmen, Oester reich, Deutschland, Schweiz. England, Holland. Brasilien oifito. aiusgesührt. Es wird auch jetzt seiner Qualität nach die strengsten Anforderungen des Weltmarktes befriedigen können. Die befriedigende Ernte wirlo zur Folge haben, daß auch die Tergfalbriken und Fabriken für verschiedene Mahlprodnkte die Prodükti-on und den Export vergrößern werden. Aufschwung der russischen Textilindustrie. Aus -Moskau, 16. wird gemeldet: Das Mitglied des amerikanischen Kongresses MH ist zum Besuch der Messe in Nischni-Nowgorod nach Rußland gekommen und hat einem J-ournalisten ein Interview gewährt. Fish sprach sich sehr lobend über den ausgezeichneten Eindruck ans, den das Textilsyndikat mache, dessen Gewebe vom Aufschwung der russische Textilindustrie zeugen. Mb fügte hinizu, das nächste Mal werde auch Llmerika an der NowMroder Mesie teiilnehmen. Russische Einrmd Ausfuhr im Juni. Wie „Qst-,Expreß" auS Moskau meldet, betrug die Ausfuhr nach den vorläufigen . Daten der Zollverwaltung im Juni 250.000 Tonnen Waren i ä- Werte von 16 Millionen Gbldruibel und die Einfuhr i«rSMv. k-lMven lim Maode fom A WWyM KMvchol, gefegfe Zum Neuen Jahre Gratulieren Sie Ihren Verwandte sa, Freunden (Gästen, Kunden) In der ROSCH- HASCHANAH Nummer unseres Blattes Sie sparen Geld, Zeit und MUhel Preis für das EinheiSsinserat: Für Wien und Deutschösterreich.K 50.000 Für die Tschechoslowakei.Kc 20 Für Polen.. poln. Mk 100.000 Für Jugoslawien.Dinar 50 Für Rumänien.Lei 75 Schweiz und das übrige Ausland.Frcks. 2 MUSTER: Ignaz Bodenslein Mähr.-Ostrau, Schlossgassc 13 gratuliert allen Verwandten, Gesinnungsgenossen und Bekannten zum Neuen Jahre! mittel wurden aus Rußland für 8 Millionen, Rohstoffe und Halbfabrikate für 7 Millionen Goldrubel ausgeführt-, in der Einfuhr stehen au erster Stelle Metallwaren mit 7, Textilwaren mit 5, Chemikalien mit 2 Millionen Goldrubel. Zollerhöhung in Polen. Die Speditionsfirma Jos. I. Leinkauf, A.-G., Wien, 1. Bez., Helfcrstorserstraße 9, gibt bekannt, daß am 18. d. in Polen eine süuszigprozentige Zollerhöhuug in Kraft getreten ist. Nähere Auskünfte werden kostenlos seitens der „Abteilung Polen", Telephon N. 08-203. erteilt. ' (Entgeltlich.) Oesterreichische Baulose. Ter Nationalrat hat dem Bundes-Wohn- und Siedluugsfonds die Aufnahme eines neuen Lotterieanlehens im Nominalbeträge von 0.000,000.000 Kronen bewilligt. Die Verlosung der Anleihe, welche in 150.000 Lose zu 40.000 K. Nominale cingeteilt ist, erfolgt innerhalb 40 Jahren. In den ersten 10 Jahren wird jährlich ein Haupttreffer von 250,000.000 K.. in den weiteren Dekaden jährlich ein Haupttreffer von 150,000.000 K., bezw. 100,000.000 Kronen, bezw. 75,000.000 K. ausgelost. Infolge der zahlreichen Nebentreffer bieten sich dem Losbesitzer auch nach dieser Richtung hin große Gewinstchancen. J-edes Los muß mit einem den Zeichnungspreis ansehnlich übersteigenden Gewinne gezogen werden. Tie Gewinne auf Banlose sind voll sämtlichen Steuern und Gebühren befreit, insbesondere auch von der Einkommensteuer. Gleich wie in den Jahren 1921 und 1922 hat sich auch diesmal ein Konsortium, dem das Postsparkasseumni. die Generaldirektion der Staatslotterieu. das Haus S. M. v. Rothschild, sämtliche großen Wiener Banken, das Bankhaus Schelhammer u. Tchatiera, foiüic die Bank für Oberösterreich und Salzburg angehören, und dessen Führung der Oeslerreichis-Heii Bodenkreditaustalt in Gemeinschaft mit der Oesterr. Kredit-Olnstalt und dem Wiener Bank-Verein zusteht, bereit erklärt, die Emission dieses Losaulehens zn übernehmen. Zeichnungen auf Oesterreichische Banlose zum Preise von 50.000 K. für jedes LoS nehmen alle österreichischen Banken, Bankfirmen. Wechselstuben, sowie das Postsparkasseuamt und die Generaldirektiou der Staatslotterieu entgegen, bei denen ausführliche Prospekte kostenlos erhältlich sind. (Entgeltlich.) Mitteilungen -es Kredttorenvereines von 1870. Die g e r i cki t l i ch e 0) e s ch ä f t s a n f s i m t w u r d e bestellt: O e st e r r e i ch: Schottola Anton, Kanfman, Angern. Das gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde e i U'g e l e i t c t: Oesterreich: (5'ifert & Eo., Garage und Reparaturwerkstatte, Wien, 17. Bez., Iörgerstraße 50. Schorr B. (Schampansky & Eo., Inhaber Bernhard Scharr sSchampansky'I), Wascheerzeugung, Wien, 2. Bez., Nembrandtstraße 18. „Schwegroth", Handelsgesellschaft sür technische Bedarfsartikel m. b. H., Wien, 15. Bez., Turnrrgasse 5.. Weinhofer Heinrichs Wwe. Handelsfrau, St. Andrä a. d. Traisen. Anegg Siegfried und Akarie, Kaufleute, Olraz, Schützenhofgasse 21. Steiermärkische Handelsgesellschaft für Landesprodukte und Futterartikel, Ges. m. b. H., Graz, Siegmnndstadtl 10/14. Tiefenbacher U. & Eo., Kaufleute, Graz. Hauptvlatz 15. Trost Valentin jun., Kaufmann, Klagenfurt. „Elma", Ges. m. b. H., Elektromotoren und Material, Salzburg. — Tschecho-Slowakei: Hampel Karl, Kolonialwarenbandlung, Asch. Bauovskp und Dohnanyi, Kolonialwaren, Bansta Bystrica. Winkler Ignaz, Kaufmcnm, Beregszasz. Oulehla Johann, Kesselschmied, Brünn-Czernowitz. Antonin Anton, Kohlen- und Holzhändler, Brünn-Königsseld. Zalabek Franz, Korbmacher, Caslau. Pollach Margit, Handelsfrau, Franzensbad. Handelsgenossenschaft sür Groß-Bittesch. Lanrm Anton, Kmismann, Oäroß-Hammer. Kraus Michl, Fleischhauer, Hackerhäuser. Nozsival Karl und Ludmilla, Kaufleute, Hatschein-Olmütz. Fiser Johann, Kaustnann, Kolm. Graser Albin, Kaufmann, Kommern. Buresch Johann, Schuhmacher, Mahr.- Nenstadt. Hanel Ernst, Tapezierer, Mähr. - Schönberg. Janeschitz Rudolf, Friseur, Marienbad. Landay Josef Wwe., Handelsfrau, Michalovce. Kallus Ludwig, Kaufmann, Munkacs. Hausner Marie, Handelsfrau, Olmütz. Klemperer Benedikt, Kaufmann, Prag. Mayer Karl und Friedrich, Bäckermeister, Preßburg. Kaufmann Samuel, Kaufmann, Presov. Kapitan & Broull, Damenkonfektionär, Proßnitz. Celechovsky Bohnmil, Wäscheerzeugung, Proßnitz. Winkler Salomons Wwe., Säge- und Mühlenpächterin, St. Lubovna. Nösler Rudolf & Frau, 5üasfeehausbefitzer, Trautenau. — Jugoslawien: Kokos Ivan, Kaufmann, Djakovar. — Italien: Borin Nicolos Wwe. Antonie Borin, Handelsfrau, Zara. — Der Konkurs wurde verhängt: Tschecho-Slowakei: Ottinger Julius, Kaufmann, Nove Zamky. Vckgo Emannel, Kaufmann, Uzhorod. Gubics Jakob, 5kaufmann. Neutra. Seyfferts Karl, Wachswarenerzeuger, Dörfel. «Luna", Ges. m. b. H., Glühlampenfabrik, Brünn. Zlamal Sophie, Kurzwarenhändlenn, Prerau. Kolbe Ferdinand, Kaufmann, Weidenau. Scheithauer Karl & Söhne, Kaufleute, Leitmeritz. BernaS Johann, Kaufmann, Cabuza. Kytnar L Co., Kaufleute, Brünn-Kumrovic. Wagner Heinrich, Schnittwarenhändler, Pomeisl. Aussiaer Brannkohleu-Gelverkschast „DettuSpZechs", PrSdtttz. NetBar Karl, Schuhmacher, Kpmotcv». Bo« den Warenm'lirtte«. (Eigenbericht der „Wiene^,Mlorgenzoilmr^.) Chemikanen. Im'Gegensatz zu der ellwas lMhchtersrr B-Ävegunp der Vovwoche zciigte der EhamKalienmarkt diesnt^l e-me rrchiigere Tender. , _ .. . In Wachsen erschien Paraffin aiMbohem, oyniö l«doch drän-gend zu sei»:, woiboi es sich meistens mm Angebote hreiiger Hänldlor halndclle. während die REmevim nai twch mtmcr *1*._« .....\tr._ c\i\r. ._Q Eärnauba- und JapanNmchs, ist der Markt passiv. Re.ge gc° froicrt erschien auch diese Wache wieder Aäon^nwachs, veisen Preisniotierrnng 4600 K. transit Wien lcrrntet. . . , . Schellack blieb mit 100.000 K. behauptet. Ans K>aUul«U werden jedoch für MlÄdnngÄware ansteigendij äekabclt. Oktdbcrperschilsfnn.g nvtiert derzeit zirka 276 Schmnva pro Ewt. Im Voolvöchigen Bericht ist an dieser Ev.vahrnuu^ getan worden, daß bc>i falleirder Torrldonz Vtä franMrlschen Franken die Mliener-Otenstädtsr Terpentinöls varan.snchtllch eilten Preisrückgang erfahren werden. TatsächHch haben die miländischen Raffinerien der neuen -Situation Mchnn'.dg gerragen und ihre Preise reduziert. Die.NotievU'Ng lautet derzerl seitens der maßgübcuden illgsfincrien 22.000 K. Nnsfoches ^erpentmol sieht sich gezwnngan, ebenfalls i-in Preise Mchzngebrn und notiert je nach ProbenieNlZ. Qnglität und Falbe non 13.d00 K. aufwärts. Aetzka l i 88-92 schwächte sich um 1000 'K. ani ll.oOOK., Salmiak salz nm 8-00 K. ans 8600 ^.. 'VÄwef'elnatrinm l>0-62 mit 100 K. aus 4400 K-. Weinsteinsanre mm 2200 .K. ans 45.800 K. . . Befestigt halben sich Glyzerin 28 Grad Be. chemii»ch rem N'm 500 K. aus 28.500 K. und AmmoniMdda 06-98 um 100 K. ans 2700 K. Kaffee. In der Berichlswoche sind hier wesentliche Veränderungen nicht zu verzeichnen. Zn Markte kamen Santrs PrimeÄ M 38.000 K.. San tos superior zu 36.000 K.. R>w 7 John',ton zu 31.300 K.. Snl de Minas zu 31.000 K. . Wie ans Rotterdam gemeldet llcn der Aap.g 'im Juli viel zn wünschen übrig. Einerseits/treib o.e Un!,ich..rhe-it über die Ver-Häbtnisse in Brasilien bestehen, nehmen die Zustände in Mitteleuropa nnmek drohendere For *n Die Seeplätze halben immerhin mit Geschäfte äbg.schloss-cn: es wurden zum ™ lMun gen am spätere Sichten. ge kamt. Ä Kaffees blieb das Arrgcbot gering. Die aus der neme.n Ernte in Santos ankamen, löllen^ h scheu übrig, und es wird noch oinige Zeit dauern, bis gute Kaffees in: Brasihafen evivartet )mide-u Görine-»!. In Brasilien wurden gegen Dconatsm'ttc dw gen für Kost und Fracht auif spate Uhladung^a^^M^g^ nnd es san') ein ziemlich umfangreiches W {,1 “Ät belfchrickbenen Typen statt. Ziemlich viel wurde m den mw regeNbeschädigten Kaffees aus neuer Evnte^ Sorten sind sehr schön ausgefallien und «»0lichen Ersatz für die im Geschmack zehr lbustas. Die Ernteschatznngen pur 1923—24 MwA E ra 14.5 Millionen Sack Santos, 5 Millionen RwBchva^Vctorm. 6 Millionen Lllilds. Die Salvator-Ernte hat f'KiT «Meten (500.000 ©od); «s war «nt A,c foVnmenfce «mk iä,«M man «i 8TO.OOO .W« 90M» Minil, denn die Aussichten sür eine gute Ernte ntzb gegeben. Gummi. Ans stärkere amerikanische Nachfrage ^'rpte -spatere Liesernna reagierte der schon vorher «r N« Mr p. l« Hamburger Atarkl. Die Preise zogen ^m ke'chlrch 0.5 Peimh an. Auch die Preise sür b rasilian :!, He Sorten, wie Para nnd Pernvian Ball, zogen infolge b^mtender amer-cka« Nischer avnS> solwietrnssischer Orders bddenJnd an. Dw ^^oiodorräte in diesen Sorten sind ganz n.ngeNüüenld. Das dupscy« GsiMt ii! durch Me veninhte»»«« SBS6«t*WJ“fJfl}m+n .)ic, au toten «m T« » D-a N» »-«wd- (Ve»o1tv« treten, fast ganz zum St'illstand gekonin'.en. Kohle. Die derzeitigen -deutschen Kohlenpreise, und Sorten (Kohle, Koks. Braunkohle) sind über das Weltmarkt. Niveau hinansgekommen. Zurzeit stellt sich ddr engl-pche Kohlem .preis ab -dortigem Hafen auf rund 23 Schillmg. Die Fracht m. Harnb'nrg beträgt etwa 4,5 Schilling. Das »nacht etwa.20 WotV lionen Rkark pro Tonn-e stöhle. Ter Preis für weitsalpche Feto förderkohle hingegen stellt sich setzt -inklusive Ste-uer nsw. ans über 23 Millionen Mari. Das gleiche Vsphä-ltms liegt -M die polnisdien Kahlensor-ten vor, zva-hreird bohnnicki^ Braunkohle sich ebenfalls billiger stellt als d-'s. dent,chen kohlenbriketts. Trotz alledem und trotz des -Umstanden, dag dv I-n.dustr.i-e neuerdings sich vielifach Beschränkung um K-oh.ew verbrauch anfzuerlegen -bcstrübt ist. muß fsstgestellt ivevden. das die Kohleneinfuhr nach Deutschland durchaus nicht 1ve>en-trlch abnimmt. Die Einfuhr englischer Kohle dürste-nach dc-in ersten Dekadenansweis für den Monat August weitechm snr,d-u lau-fenden Monat 1,5 Mill-ianeu Tonnen betragen die Polmsche -etwa 900.000 Tonnen, tvä-hren-d die üschechssthe Koylenemfuhr allerdings einen geringen Rückgang aufwesten Durfte. Das Haupt kontingent mit einem Drittel der Gesamtnnfnhr en-ts ä llt immer rroch ans die Re>ichseisenbcki),i, -die bis suns Sechsteln ihrer Bckdarfsdeckimg ans das Ansland angewiesen 'ist.. Man rechnet mit verstärkten ausländischen Zufuhren. A)as die Bevsorg'.rng aus Polen betrifft, so beabsichtigen die dortigen Steller: eine Preiserhöhung nm -etwa 30 Prozent, n-w ben Rückgang der polni'sü)en Mark wettzn-:rlachen. Wolle. Die ungeklärte -internat-ionale Lage hckr «,§ Geschäft cm* Bradforder und Tonrcoinger W-ollmarkt bceinslnsst. Für Export wurden nur vereinzelte Abschlüisfe getätigt, dagegen hat der hoim'ische Konls-uu: größere Decknugskäuse in u:ittleren und fe-rnen Croßbreds vorganouMien. Die Kam.>n-zügpre:se sind nu-verän-dert fest behauptet. Zngabvisse nnd Mmmlmgc nnispei: Börse sür landwirtschaftliche Produkte. (Eigenbericht der „Wiener Morge-nzeitun-g".) An i>en amerikanischen Märkten haben sich die Preise stabilisiert. Der Bezug von Getreide oder sMhl über Hamburg rst gegenwärtig zufolge der Evhöhmrg der deutschen Frachttarife mlsgeschaltet. Das Geschäft auf dem Wiener, Platze nahm einen sehr unbefriebigeubeu Verlauf. Die Ermäßigung der Zölle in Jugois-lowien komnlt Wohl in den Preisen önm Ausdruck, genügt indes noch immer nicht, nm -ein Nendement herzustellen, da die Weizenpreise im Inland zu hoch sind. Die Forderungen für Bacskaer, Theiß- oder Baltater Weizen Tn schweren Qualitäten stellen sich auf 3250 K. ex Schlepp Wien, doch werden seitens der Mühlennoch immer Untergebote gestellt. Oesterreichischer Weizen fand in bescheidensten Mengen Unterkilnst zu 2900 bis 3000 Ä. Das Arrgebot in Roggen ist zwar genügend, doch spricht sich die Tendenz in diesem Artikel etwas freund-. %Wß, ans. stowattscher (rätzttz 2AD0 K, ex Schlepp Wien«

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