Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1623 (19.8.1923)
- Date
- 1923-08-19
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1623 Wkn, Sorrntag Petta. die RuineastM. Der erste GchAfc des Gouverneurs von Jerusalem, H. C. Luke, veröffentlicht in ben „Times" einen hochinteressanten Artikel über die Ruinenstadt P. e t r a, denr wir sollendes entirehmen: Nach einer längeren Fahrt (5 Stunden Motorwagen, 12 Stunden, Bahn), immer südwärts von Jerusalem durch die Wüste, erreichten wir die Höhen von Nas al Khor. Von diesem Punkt, der mehr als 6000 Fuß über dem Meere liegt, überblickten wir zun: ersten Mal den ungeheuren Krater, aus welchem sich die Sandsteimnasse erhebt, die Petra umschließt. Ztvei Stund'er: später ritten wir durch den ,Mk", den einzigartigen Eingang zu der einzigartigen Stadt, eine lange, eng gewundene Schlucht im Felsen, von Oleandern fast erstickt, zu unserem Lager am Fuße des Tempels, der „Pharaos Schloß" genannt wird, mitten in der „rosen-roten Stadt". Wer waren die Erbauer von Petra und warum entstand diese große und reiche Stadt, auf denr halber: Wege zwischen dem Toten und dem Roten Meer in einer abschreckenden Wüste, aus der längst alles Leben geflohen ist? In der Frühzeit lag Petra im Territorium der Edomiten, seine Bedeutung aber verdankt es der: Nabatäern, die plötzlich Ende des vierten Jahrhunderts v. Ehr. auftauchten. Sie tvaren Araber, und ihr Erscheinen im Laude Cdom war nur ein Beispiel jener vielen nach Norden gerichteten Wanderzüge, die seit unvordenklichen Zeiten. aus den wüsten Hinterländern vor: Hedschas und Ae men kamen. Währerrd aber die anderen Stämme Nomaden tvaren, errichteten die Nabatäer bald ein festes Königreich, und von ihrer .Hauptstadt Petra aus bcherrschterr sie einer: Distrikt, der sogar Damaskus zweinml einsch'loß. Daß Damaskus jemals von Petra ans beherrscht werden konnte, erklärt sich nur daraus, daß Petra nicht durch einen natürlichen Prozeß die Hauptstadt eines Landes wurde. Die Nabatäer waren eine Nation von Kaufleuten und Vermittlern, welche die arabischen Gewürze, Weihrauch ur:d Myrrhen, nach Norden weiter verhandelten. Petra war geographisch das Berteilungsizeutrurn dieses Handels, das Ziel der Karawanen von Süden, der Treffpunkt der Händler von Osten und Wösten. Strategisch war es fast unangreifbar, in Felsen, von denen es seinen Namen hat, verborgen; und so wurde es ein idealer Stapelplatz für die Schätze, die die Nabatäer rasch ansammelten: Petra war für feine Herren, ihre Handelstätigkeit wohwöllend beurteilt, eine sichere Schatzkammer, kritisch gesprochen eine glorreiche Räuberhöhle. Ans jeden Fall war es der Platz, wo sie ihre Reichtümer berÄargen und ihre Toten prächtig begruben. Den« Petra ist nichts als eine weite Nekropole — von Wohngebäuden findet sich fast keine Spur. Seine in den Fluß gehauenen tempelartigen Monumente sind Grabmäler, durch welche die Schieber von Petra einander zu Übertrumpfen suchten. — Petra fiel so rasch wie es stieg — einige Generationen größten Reichtums unter seinen Königen, dann Römerherrschast und mit der Ausbreitung des Christentums und dem Nachlassen der Nachfrage nach arabischen Wohlgerüchen, zusammen mit der Verlegung des Handelstveges über Palmyra völliger Verfall. Vor der arabischen Eroberung im siebenten Jahrhundert war die Weissagung des Propheten Jeren:ias erfüllt. — „O du, die du auf den Klippen der Berge wohnst und die Höhen - rnne hast, obgleich tu: dein Nest hoch wie die Adler machst, werde ich dich stürzen, sagt der Herr. Keiner soll dort wohnen —Wahrscheinlich liegen nicht mehr als sechs Ja>hvhmü>erte zwischen der Errichtung der frühesten und spatesten Bauwerke von Petra, zwischen dem primitiven Pylonengrab mit den charakteristisch abgestnften Zirmen einerseits und den überladelwr: Beispielen römischer Dekadenz, wie dem ,/Schatzhaus bß Pharao" und dem „Deir" andererseits. Dean Stanley vergleicht diese riesige, in die Felsen gehauene Fassade mit einer Londoner Kirche des 18. Jahrhunderts, des entartetsten Stils, die in eilte:: Bergwrnkel, wild wie der Splügen, verpflanzt ist. Doch verleiht ihr Mer und ihre Einsamkeit, ihre geheimnisvolle Umgebung nnd die, fast unglaubliche Farbenpracht ihres Materials diesen Bauwerken eine Würde und Schönheit, die ein Gegengewicht gegen die Ueberladenheit der Architektur bildet. An manchen Stellen ist der Stein einfarbig, an anderen bunt gestreist — die vorherrschende Farbe ist rot, in unendlichen Abstufungen —, oft wie Blut, oft scheint eine rote Tintenflasche über einen weißen Kalkfelsen gegossen. Wo die Eingangslschlncht mündet, liegt das Theater —- seine 33 Sitzreihen sind in den lebenden, dnnkelpurpurroten Fels gehauen, das Proszenium ist eine duftende weifte Ginstermasse. Von dort führt ein fast verschütteter Pfad zu dem eindrucksvollsten Platz in Petra, der großen Edoinitischen Höhe, die 700 Fuß über dem Theater, 3700 Fuß über den: Meere liegt. Diese ehrwürdige Kultstätte ist eine künstlich abgeflachte Bergspitze, wo die für den semitischen Ritus nötigen Gegenstände geformt und völlig erhalten geblieben sind. Erinnerungen an eine Urzeit, wo die freie Berghöhe noch nicht für den Teuchel aufgegeben war. Man findet dort einen vertiefter: Hof, eine Grube, einer: Altar für das Blutopfer und einen nach Westen gerichteter: Mar, vielleicht für die Brandopfer. „vnbestekbar." Aus Budapest wird uns berichtet: Der ungarische xüdische Schulverein erhielt dieser Tage einen Brief zugestellt, der eir: trauriges Dokument in der Geschichte der Jude:: von Ungarn bilder: wird. Es tvar cigentich keine Briefseudung, sondern eine Retoursendnng. Der Schnlverein richtete an sämtliche K u l t u s g e m e i n d e n des Landes ein Rundschreiben, in welchem er die Gemeinder: aufforderte, bekanntzugeben, welchen jüdischen öffentlichen Schulen daS Unterrich 14 mi ilun dis Wiener MorsenMtimg. ZEICHNET Österreichische BauLose HAUPTTREFFER K 250,000.000 JEDES LOS GEWINNT Sämtliche Gewinste vollkommen abzugs- und EINKOMMENSTEUERFREI Kein Legitimationszwang ZEICHNUNGSREIS; K 50.000 FÜR JEDES LOS entzogen und damit ihre weitere Existenz unmöglich und j ü d ische Lehrer brotlos gemacht hatte. Der Schnlverein benützte hierbei offenbar einen älteren Amts- oder Vereins- und Gemeindekalender, und so sandte er auch an die jüdische Gemeinde in I z s a k einen solchen Fragebogen. Denn in den alten ungarischen Amtskalendern wird noch in der Gemeinde Jzsak eine jüdische Kultusgemenwe verzeichnet. Diese Nachschlagebücher sind wahrscheinlich noch vor der Etablierung des Regimes Horthy-Pronay-Hejjas entstanden. Jetzt aber kam das Rundschreiben des jüdischen Schulvereines an die Kultusgemeindc vor: Jzsak mit den: himmelschreienden Postvermerk zurück: „Unbestellbar. In Jzsak gibt es keine jüdische Kultus gemeinde." Fürwahr, in Jzsak gibt es keine Judengemeinde mehr. Ivan H e j j a s, dieser magyarische Jwall der Grausame, hat mit seinen Bluthrmden die Jzsaker Judengemeinde ausgerottet. In Jzsak gibt es nur noch einen jüdischen Friedhof, dessen jüngste Bewohner die Opfer des ungarischen weißen Terrors sind, und die wenigen, die sie überlebten, mußten Haus und Hof, Geschäft und Gewerbe den Plünderern zurücklassen und mit dem nackten Leben das Weite suchen. Trotz aller Versprechungen und Versicherungen der Vethlen-Regrerung dürfen diese Vertriebenen nicht mehr nach Jzsak zurückkehren. Die Henkersknechte des Ivan Hejjas haben von ihrem unter schwerer Arbeit erworbenen Vermögen Besitz ergriffen. Niemand stört sie in dem Genuß des Raubes, deshalb kommen die Briefe an die jüdische Kultusgemeinde von Jzsak als unbestellbar zurück. (Hx Festbankett für eine Knh. Die Psychologie des Bauern bleibt sich überall gleich, ob er nun in Niederösterroich vom verschuldeten Landwirt zum übermütige:: Milliardär avanciert ist oder ob h: Kanada als Farmer nicht nur reich geworden, sondern in der Nach-, kriegszeit auch auf die Politik des Landes einen mitunter entscheidenden Einfluß nimmt. Alte und neue Anekdoten sonder Zahl beleuchten die Denkungsart des Bauern über den Wert von Mensch nnd Vieh, wobei das Bich immer besser wegkommt als der Mensch. Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet, gewarnt die folgende Geschichte, die wir amerikanisch-englischen Blättern entnehmen, sehr stark an Wahrscheinlichkeit, sogar an Wahrhaftigkeit, obwohl die Nachricht aus Ameviika kommt. Sie konnte mit anderen Dimensionen auch in irgendeinem europäischen Ländle sich ereignet haben. Nach dieser Meldung aus Kanada soll vor kurzem auf einer der kanadischen Regierung gehörenden Farn: in Britisch-Kolumbien einer Kuh zu Ehren ein Bankett veranstaltet worden sein, wie ein solches, wenigstens in jener Gegend, noch keinem Menschen zu Ehren gegeben worden ist. An dem Bankett, das in dem großen, festlich dekorierten Stall stattfand, nahmen dreihundert Ehrengäste teil, unter denen sich angesehene Farmer, Professoren, Regienmgsbeamte, Experten aus allen Gegenden und die Vertreter der Bevölkerung, der Farmkolonie mit ihren Damen befanden. Die Leistungen der solenn gefeierten Kuh waren allerdings danach angetan, um ihr die Ehrung:: der Farmer zu sichern. Wir erfahren dies aus der Rede,,mit der der Toastmaster das Bankett eröffnete: „Ladys und Gentlemen! Dieses Bankett, an dem teilznnehmen wir die Ehre haben, ist gewidmet der Miß Maja Ako, der berühmtesten, wertvollsten und geschätztesten Kuh in Kanada. Miß Maja Ako ist eine Kuh, die uns in einem Jahr 30.886 Pfinvd Milch und 1681,25 Pfund Butter gespendet hat. Ich bitte Sie, mit nur zu trinken auf das Wohl und die Gesundheit unlseres berühmten Ehrengastes; ich erhebe mein Glas Milch von dieser unschätzbaren Kuh!" Die Anwesenden erheben sich von ihren Sitze::, die Gläser stoßen aneinander und in diesem feierlichen Augenblick. wird Miß Maja Ako in ihrer höchst eigenen Kuhperfon in den Saal, pavdorr Stall, geführt. Die Gefeierte war mit Blumen, Seidenbänderrr nnd wertvollen Federn geschmückt und versetzte durch ihre blendende Weiße selbst die ans der ganzen Umgebung zu diesem Fest herbeigesttömten Farmer in Staunen. Noch niemals wurde einen: Schlachtengewinner solche Ovationen bereitet, als dieser Miß Maja Ako von den dreihundert. kanadischen Bauer::. An einem eigenen Ehrenplätze wurde diesem „Stolz von Kanada" ans feinen Geräten auserlesene Speisen verabreicht, aus denen sie dann wieder Milch und Butter spenden wird. Einer der Bankettredner eMhlte die Geschichte der Miß Maja Ako^ und hob hpHox, daß m Wmetka bevtitä «me AtWhl von Kühen 19. August 1923 Seite 7 gebe, die ettva 20.000 Pfund Milch im ,Jahre geben. Schon eine solche Knh hat eimn Wert von 26.000 Dollar, aber unsere Miß Maja — rief der Redner enthusiastisch ans— ist für 25.000 Dollar nicht zu haben. Interessant ist auch der Hinweis darauf, daß aus der Milch der Miß Maja 13 der gesündesten Kinder, die das höchste Kindern zulässige Quant::::: Milch trinken, vollkommen ernährt werden könnten und noch immer würden etwa 1700 Pfund Butter übrig bleiben, die man aus der fetten Milcl der Miß Maja erzeugen kann. Der Vorsitzende der Veranstaltung mochte wohl die Empfindung haben, daß dieses Kuhtheater die ganze Gesellschaft in der ganzen Welt lächerlich machen ivüvde, wem: man ihm nicht eine ernste Unterlage gibt. Deshalb betonte er, daß die Ehrung dieser überproduktiven Kuh eigentlich eine Ehrung u:vd einen Triumph der Wissenschaft darstelle, über Ivelchc sich die meisten Bauern und Farmer so gerne lustig machen. Diese Miß Maja Ako wurde nämlich naä) den Rezepten der landwirtschaftlichen Theoretiker großgezogen und wird :vach ihnen gehalten. Heimkehrer-Katzenjammer. Bis zn einem gewissen Grade ist der Heimkehr-Katzen» jammer schließlich in der Natur der Sache begründet, und hat immer den Abschluß der Sommerferien gebildet. Man hat sich ein paar Tage, aller Berufsnnd Hanshaltungspflichtcn ledig, in voller Freiheit getummelt, war von keiner anderen Sorge geplagt, als festzustellen, ob man auch nur alle vom Baedeker vorgeschriebenen Sehenswürdigkeiten gewissenhaft abgegrast hatte, kannte keinen anderen Kummer als zu erfahren, daß in dem Restaurant, an den: man gestern abends vorbeigcgangen war, die Fleischportion um ein gutes Stück größer gewesen war, und keinen anderen Kampf als den Kampf um ein« bevorzugte Badekabine oder Aussichtsbank. Die guten Hausfrauen richten ihre Hände aus und schwelgten in der Herstellung gänzlich überslüssiger Handarbeiten, die violgeplaglen geistigen Arbeiter lasen täglich drei Stunden lang die Zeitung und beschäftigten sich mit dem Studium des Baedekers. Kehrte man dann zur Stadt zurück, versank das Paradies sommerlicher Behaglichkeit mit seinen spitzfindigen Fahvplan-Kombinationen, Tarokpartien, Jansenstationen, Tanzabenden, Dialektstudien, mit seinem Vokabularium des Kletterrrs, Sögelns, Städtedurchstreifens ins wesenlose Nichts, um dem Lärm, Staub, der Plage und Unrast des Großstadtalltags zu weichen, dann erfaßte die betäubten Heimgekehrten immer ein Gefühl des Uebevdrusses, der Angst und Verzweiflung. Wenn aber diese Erscheinung auch nicht neu ist, so tritt sie jetzt, da der Abstand zwischen dem erwünschten Dasein und dem wirklichen größer ist als in besseren Tagen, da das Gewicht des Alltags schier unerträglich schwer auf uns laste:, stärker hervor als jemals. Es war auch früher nicht angenehm, aus dom fröhlichen, unbeschtverten Dasein des Sommerfrischlers ins Geleise der Berufspflicht heimzukehren. Jetzt aber preßt banges Zagen das Herz zusammen: werd ich's ertragen können? Da ist vor allem das Rechnen. Man hat ein paar Wochen im „Reich" verbracht, ist also gegen Ziffern abgestumpft. Die 250.000 Mark-Gerichte auf der Speisekarte sind einem zur Selbstverständlichkeit geworden. Aber man hat dabei zu unseren Preisen das Verhältnis verloren, und wenn man jetzt heimlich die Fleisch-; Eier- und Butterpreise wieder in Mark umrcchnet, erkennt man, un: wieviel billiger die „wahnwitzige" Teuerung Deutschlands für uns gewesen ist, als die heimische Stabilität. Die Männer berechnen die Tabakpreise und gehen von der Zigarette zur wohlfeilen, wenn auch keineswegs syn:pathischcn Pfeife über. Ein Glas Bier zum Abendessen, auf der Reise daS selbstverständlichste Ding der Welt, in Bayern sogar der natürliche Preismaßstab für den gesamten Bedarf, ist mit einemmäl ein Luxus geworden, und das Gasthaus mit seinen vier bis acht Diensttuenden und sorglich abgestuftes Trinkgeld heischenden Kellnern wird ein verbotenes Lokal. Wenn das Restaurant an der nächsten Straßenecke ans dem Monde läge, könnte es nicht unzugänglicher sein. Es ist ausschließlich für „di" andern" da. Diesen anderen bleibt ziemlich viel von den Auuchmlichkeiten des Daseins Vorbehalten. Die Delikatesse:: in den Schaufenstern, die eleganten Kleider, die Theater und Vergnügungen, das alles hört mit den: Ende der Ferien ans, für uns zu existieren. Statt dessen erfreut man sich an verschiedenem Berufs- und Hauswirtschaftsärger. Der Stellvertreter hat im Bureau alles in Unordnung gebracht, und seine Eintragungen in Hieroglyphenfchrift vorgenommen. Der Wasserleitungshahn ist abgebrochen, die Gemüsehändlern: behauptet, noch eine Forderrmg zu haben, ein Schlüssel ist verschwunden und der Schlosser verlangt ein Herzogtum fiir die Herstellung eines neuen. In der Wohnung sieht es wie in einer Scmdwnste ans, weil das Haus „getveißingt" worden ist, und behaglich schaukeln sich Spinnen in allen Zimmerecken in ihren Netzen, tvährend die Motten mit den: unfehlbaren Mottenmittel Gclage veranstalten. Sechs Briefträger empfangen den Heimgekehrten mit Vorwürfen, tveil er sich nicht rechtzeitig an-, ab- oder sonst gemeldet hätte. Alle Bekannten erzählen einem, wie sonnenverbrannt n:an sei und wie gut :uau es habe. Das Töchterchen der Nachbarin übt immer noch „Bögleins Erwachen" und spielt immer noch an der bewußten Stelle d start des. Und joden Morgen ersteht vor dem entsetzten Auge ter Hausfrau riesengroß und gebieterisch die Frage: :vas soll ich kochen? Am ersten Sonntag entflieht man der Hitze, den: £:cu:& und den: Speisezettel ins Grüne. Und erfährt, lvas :nan in Potsdam, St. Pauli, Blankenese völlig vergessen hat, daß ein Sonntagsausflng immer eine Lebensgefahr in sich schließt. Man rauft in der Straßenbahn, in: Bad, in der Jansenstation, der Wirt verrechnet sich (natürlich zu seinen Gunsten, der Gute), die Nachbarn im Zuge beschließen einmütig, die Juden auszurotten, und schwanken nur zwischen Hänge:: oder Braten. Außerdem schwanken sie arvch noch, aber das kommt