Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1619 (15.8.1923)
- Date
- 1923-08-15
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Stt.MD Wien, MitliwoH Wienev Morgettzettuttg. Lolkswirt. vestonpelte Krone --- 0.0078V2 ßentirne,. Auszahlung Men --- 0.007« Sentlmer. In Zürich notierte 14./8. 13./8. die österreichische Krone. 0.0078 0.0077V4 die österr. gestempelte Krone . . . . 0.0078Va 0.00777, die tschechische Krone ... , 16.20 16.20 die Mark. ... 0.000190 0.000145 Holland . . . .. , 213.- 217.50 New-Dork.. . . . . 563.50 562.50 London . . 26.25 Paris .. 30.40 30.76 Mailand. 23.50 23.45 Belgrad ............. 5.877, 5.85 Bukarest .. 2.50 2.60 Sofia .. 4.80 4.80 Budapest.. . . . 0.037, 0.037, Warschau. 0.0024 0.0025 Das Wöhrnngschaos im ferne» Lften. Chinas Währnttgsleiden. Während in Deutschland das Wähvungschaos bis zum äußersten gediehen, ist es nicht nninteressant, zn erfahren, daß ein Großstaat im fernen Osten ebenso stark unter den zerrütteten Währungsverhältnissen, leidet. Dieser Staat ist China. \ Der Konsularattache der Schweiz in Schanghai berichtet hierüber: Die Geldeinheit Chinas ist der Tael. Da der Tael ausschließlich eine imaginäre Geldeinheit darstellt und in Handel und Verkehr bloß zur Preisbildung und als Preisausdrucksmittel dient, tritt für den täglichen und lokalen Gebrauch der Dollar an dessen Stelle. Es führen deshalb alle Banken und Geschäfte außer dem Taelkonto noch ein Dollarkonto. Der Kurswert zwischen Tael und Dollar ist m jeder Provinz ein ärgerer und ist wie der Tael andauernden Schwankungen unterworfen. In Shanghai variiert er meist zwischen 71 und 73 (100 mexikanische Dollar gleich 71 bis 73 Shangheitaels). Der Grad dieser Fluktuation hängt nicht nur vom Metallwert oder von Angebot und Nachfrage ab, sondern auch von mannigfachen örtlichen und zeitlichen Umständen. In den einzelnen, eine oder mehrere Provinzen umfassenden Gebieten zirkulieren neben den chinesischen Dollar verschiedene Arten von ausländischen Dollar: zun: Beispiel der Hongkong- und der Straitsdollar, der spanische oder Carolusdollar und der mexikanische Dollar. Der letztgenannte ist der wichtigste und auch heute noch der verbreitetste. Ende 1914 wurde der neue Einheitsdollar mit dem Bilde des ehemaligen Reichspräsidenten Aun Shihkai gemünzt und, gestützt aus das im selben Jahre erlassene Gesetz, als offizielle chinesische Einheitsmünze bezeichnet. Das Budget des Staates und alle seine Konti, mit Ausnahme derjenigen des Zolles, sowie alle einheimischen Bankinstitute benützen heute als Geldeinheit den Imrbollar. Trotzdem ist der Tael im Handelsverkehr noch immer vorherrschend, ungeachtet der wiederholten Versuche, ihn abzuschaffen. Immerhin hat der Auan Shih-kai-Dollar den Umlauf der fremden Dollarsorteu stark eingeschränkt. Als eigentliche Verkchrsmünze der Einheimischen ist das Kupfergeld zu betrachten. Die Ueberflutung des Kleingeldmarktes mit Kupfermünzen rührt in erster Linie daher, daß nicht nur die einzelnen Provinzen, sondern auch eine ganze Anzahl von H?er- und Bandenführern stark entwertete Kupfermünzen in Zirkulation setzen, sich auf diese Weise den unermeßlichen Reichtum Chinas an Kupfer zu Nutzer: ziehend. Seit 1915 hat die Zahl der zirkulierenden 1 Cash-Münzen um mehr als. drei Milliarden Angenommen. Um das Chaos zu vervollständigen, werden von den einheimischen Banken in den Provinzen in Massen Banknoten emittiert. Die Emission chinesischer Noten ist häufig cm keinerlei restriktive gesetzliche Schranken gebunden im Gegensatz zu derjenigen der ausländischen Banken, die sich an die Emissionsvorschriften ihrer Landesregierung und an ihre eigenen Statuten halten. Es taucht im Innern und im Norden andauernd neues Papiergeld aus. .In den einzelnen, von Räubrrhorden besonders heimgesuchteu Provinzen ist es sogar als ausschließliches Geldmittel übriggebliebcn. Bezeichnend für die heutige Finanzlage der chinesischen Republik sind die periodischer: Ausstände der Beamten und Angestellten in den verschiedenen Bevwaltungszweigen des Staates, hervorgerusen durch nwnatelauge Nichtbezahlung der Gehälter. Große Hoffnungen setzte China auf das sogenannte „Neue Konsortium", das sich Ende 1920 aus amerikanischer:, englischen, französischen und japanischen Fmanzgrupper: gebildet l)at. Dieses Konsortium verfolgt den Zweck, irr gegenseitigem Eiiwernchmen - und unter staatlicher Mithilfe dem chinesischen Reiche finanziell beizustehen, .Handel und Industrie zr: fördern und das Laach mit brauchbaren Verkehrswegen urch Mitteln zu versehen. Diesen: Konsortium gehören unter anderem an: /die Kanker: I. P. Morgan u. Co. (Amerika), Henri Schvoeder U. Co., Rothschild u. Sons (Engand), Credit Lyonnais ^Frankreich), First Bank Ltd., Dasuda Bank Ltd. (Japan). Die bloße Existenz des Konsortiums hat sich bereits -insoweit als wützlich erwiesen, als der skrupellosen Anleihe- Politik Chinas zum mindesten im Ausland mit seiner Gründung ein Riegel vorgeschoben wurde und' damitausländische Finanzinstitute vor weitere:: Verlusten bewährt achtzeben sind. Hätten sich die einheimischen Banken m den letzten Zähren nicht durch aonorme Zinsansätze verführen lassen, der Regiermrg in Peking weiteres Geld vorzustrecken, so würde die Konjunktur-Wende von 1920—1921 sie nicht so unvorbereitet gesunden haben. Im Zeitraum der letzten zwei Jahre ist ehre ansehnliche Zahl von chinesischen Bankhäusern eingegangen. Die sich fortschreitend verringerte Kaufkraft des einheimischen Kleingeldes, insbesondere des Knpsergeldes, das geztvungenermaßen das Verkehrsgeld der breiten Massen ist, und in welchem der chinesische Arbeiter auch entlohnt wird, macht sich um so nachteiliger fühlbar, als die Preise für Lebensmittel und Bekleidung in stetem Steigen begriffen sind. Das lohnavbertendr Volt wird von den einzelnen Münzherren durch diese Entwertung des Metalls und einheimischen Papiergeldes systematisch ausgesogen. Die andauernde Inflation zwingt aber den Staat und die einzelnen Ncbenrrgierimgen wieder zur Einführung neuer und empfindlicher Stenern oder zur Erhebung von allerhand mehr oder weniger legalen Taxen. Den Prosit aus diesem ganzen Kreislauf ernten einzig die verschiedenen, sich gewöhnlich in rascher Abwechslung folgenden Besitzer der staatlichen und militärischen Münzstätten. Zu Beginn des letzten Jahres ist von der Regierung ein Versuch genracht worden, die schwebende Schuld durch Herausgabe eines neuen Anlehens, das sich aus die ohnehin über und über verpfändeten Erträgnisse des Salzregals stützen sollte, zu konsolidieren. Das Unternehmen ist aber an der Untauglichkeit der mit der Durchführung des Planes betrauten einheimischen Persönlichkeiten gescheitert. Aehnlich erging es der Zentralregiewrng mit ihrem Versuch, mit der auf Grund der Washingtoner Beschlüsse erfolgten Uebernahme des gesamten chinesischen Postdienstes eine Taxerhöhnng zu verbinden. Nachdem der neue Tarif einige Wochen in Kraft war, erklärten verschiedene Provinz- und Lokalgouverneure, unter anderem auch der Milrtärgouveruenr von Sungkiang und Schanghai, auf Vorstellungen der einheimischen.Handelskammern und sonstiger Interessenten hin den neuen Tarif für null und nichtig und setzten den alten Tarif wieder -rin. Peking sah sich daher gezwungen, post festum den billigen Tarif offiziell wieder einznführen. Glearingfewse der Österreichischen Nationalüank vom 14. August 1923. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Amsterdam f. 1 holl. Gulden Agram 1 jug. Kronen .... Belgrad 1 Dinar . Berlin l deutsche Reichsmark , Brüssel t belgische Francs . . Budapest 1 ungarische Kronen . Bukarest 1 Lei. Chrlstlanla 1 norweg. Kronen , Kopenhagen 1 dänische Kronor * London 1 Pifand Sterling . . . Madrid 1 Pesetas ,,,,,, Mailand 1 Lire ........ New York 1 Dollar ...... Paris 1 Francs. Prag 1 tschecho-siow. Kronen , Sofia 1 Lewa ....... Stockholm 1 schwedischeKronor , Warschau 1 polnische Mark . , Zürich 1 schweizerische Francs . Noten Zinsfuß Kurs vom 13. Aug. Geld Ware Geld Ware 4 27950.- 28050.- 27975.— 28075.- 6 743.- 747.— 743.— 747.- 6 743.- 747.- 743.- 747.- 8 0.024 0.026 0.018 0.020 4'l, 3194.— 32U6.— 3104.- 3116.- 6 3.75 3.85 3.75 3.85 6 319.— 321.- 325.- 327.- 5 11400,— 13000.— 11440.- 11430,— 11470— 13040,— 13030.— 43070— 3 324000,- 325000,-32400Ü.- 32500C— 5Va 9580.- 9620.- 9680.— 0720— 3031.- am— 71185,- 70935— 3908.- 3932— 2087.— 2077— 602.— 618— 18830.- 18750— 0.29V, 6 3019.- 4 70935.- 5 3892.- 5 2077.- 7*4, 598.- 4’Jj 18770.- 6 0.28V- 3 12825— 0.29 12875.- 12835— 3011.— 71185— 3918— 2087.— 622— 18810.— 0.30 12885.— Amerikan. Noten v. 5 Dollar aulw, „ „ „ kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . » R R 109 W » _ » » kleinere. . . Dänische Noten 100 Krotver . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . « . r 100 ... _ » , kleinere.... Engl. Noten von 5 Livrest. aulw, -n i, kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v, 100Lire autw. r » kleinere . . . Jagosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar . » . » 100 . «rr kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aulw. » „ kleinere.... Rumänische Noten zulO0Ou.5OOLei r » kleinere . . . Russ, Noten (Roman.) zu 500 Rubel * R R R 100 » » . » kleinere . . Schwedifc'ie Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow; Not. v.lOOOnuIw. „ - „ kleinere Ungar. Noten (neue Em.) zu lOOOKr. , „zu 10.000 Kr. , . . » , kleinere. 76560.- 70960— 70560— 70960— 70460.- 70860— 70460— 70860— 3155.- 3185— 3065— 3095.- ■ 5761.- 584— 596— 604— 556!- 564— 576— 584!- 12850.- 12930— 12880. - 12960— 0.029 0.031 0,025 0.027 322200*.- 323800*.- 322200*.— 323800— 322000.- 323600— 322000.— 323600— 3845.- 3875— 3885.— 3915— 27750.— 27950— 27775— 27975— 2995— 3015— 2975— 2995— 2975— 2995— 2955— 2975— 734— 740— 734— 740— 726— 732— 726!- 732!- 11260— Ü340- 11290— 11370— 0.28 0.30 0.28 0.30 0.23 0.25 0.23 0.25 308— 312— 314— 318— 288— 292— 294— 298— 18560*.- 18660*.- 18550*.- 18650*.- 12710— 12790— 12720— 12800— 9470— 9550— 9560— 9640— 2059— 2075— 2059— 2075— 2054— 2070— 2054— 2070— 2,10 2.30 2.10 2^0 2!05 s!25 *2*05 Ü25 Sefterrelchifche Rathmalbank. Weiteres Anwachsen des Barschatzes. — Abnahme des Banknoteninnlaufes. Nach dem letzten soeben veröffentlichten Ausweis der österreichischen NationaWank vom 2. August 1923 hat der Barschatz eine neuerliche Zunahme um 48 Milliarden erfahren mb beträgt nunmehr 3068 Milliarden. Hingegen hat sich der Banknotenumlaus um 40 Milliarden verringert .und beiläuft sich jetzt auf 5643 Milliarden. Auch der WechseleÄkomPt hat eine Verringerung uw 15 Milliarden auf 643 Milliarden erfahren. Ser Kurssturz des französischen und belgischen Franle«. Frankfurt, 13. August. Wie die „Frankfurter Zeitung" aus Paris meldet, ist die. Mwärtsbewegung des französischen Franken trotz der eingeleiteteu Stützungsaktion noch nicht zum Stillstand gekommen. Pfund imd Dollar haben heute eine neue Kurssteigerung erfahren; das erstere ist von 79.85 auf 80.36, der letzter« von 17.48 auf 17..58 gestiegen. Dagegen hat der belgische Franken heute zum ersten Male eine gewisse Widerstandsfähigkeit gezeigt. Er ist an der Pariser Börse von 76.80 auf 77.80 gestiegen, dürfte also den angelsächsischen Währungen gegenüber ziemlich stabil geblieben sein. Der Grund dafür ist vielleicht tven'iger noch in den von der belgischen Regierung 15. August'1923 Seite 9 angekündigten sehr scharfen Maßnahmen zur Reglementierung und U-eberwachung dos Devistichandels als vielmehr in einer^ französischen Hilfsaktion zü suchen, zn der man sich in Paris ans das Drängen Brüssels trotz der Schwierigkeiten, die eigene Währung zu stabilisieren, aus politischen Gründen entschlossen hat. Die belgische -Negierung hat bereits vor einigen Tagen an die französische das Ersuchen um eine Anleihe in der Formt eines Bankkredits oder eines vont Staate gewährten Dar^ lehens gestellt. Die Verhandlungen darüber werden seit gestern in Paris von den Direktoren der Belgischen Nationalbank ge< führt. Nach einer Brüsseler Meldung des „Journal des '5)C' bats" soll es sich dabei um einen Krebkt in der Hohe Vo77 5M Millionen Franken handeln. In den hiesigen Finanzkreisew fürchtet man, daß eine Transaktion dieser Art die ohnedies schwache Position der französischen Währung noch mehr gefähr» den müsse. Die französische - Regierung aber scheint dieses Opfer nicht für zu groß zu halten im Vergleich zu den politischen Wirkungen, die sie mit dieser Geste in Brüssel zu erzielen hofft. Ueber die von der belgischen Regierung geplanten Maßnahmen wird ans Brüssel gemeldet, daß den: König heute eine Verordnung zur Unterschrift vorgelegt worden sei, die jede Devisenspekulation verbietet und die lediglich eine beschränkte Anzahl von Banken ennächtigt, mit Devisen und fremden Zahlungsniitteln zu handeln. Diese Geldinstitute müssen eine sehr beträchtliche Kaution hinterlegeu und sich verpflichten, Devisen künftig nur gegen Vorlage fälliger Fakturen zu liefern. Jeder private Devisenkanf wird streng untersucht und Znwiderhand^ lungen unter schwere Strafe gestellt. Wie der „N. Rotterd, Courant" meldet, hatte eii: Mitglied der Brüsseler Börsenkommisfion eine Unterhaltung mit dem Finanzminister Theunis über die Entwertung der belgischen Valuta. Theunis ist fest entschlosseir, alle Mittel anzuwenden, die ihm laut Gesetz vom 25. Jänner 1923 zur Verfügung stehen, uv: die Frankenentwertung auszuhaltenl Durch dieses Gesetz werden die Bankiers verpflichtet, ein spezielles Register siir Geldwechselgeschäfte zn führen. Im äußersten Falle wird der Minister von seinem Rechte, die Börse zu schließen, Gebrauch machen. Der schlechte Stand des belgischen Franken sei vollkommen unbegründet, da das belgische Budget günstig stehe,-die Kongokolonie sich sehr gut rentiere nnd die des sonders gute Ernte Minderemisuhr von Getreide ermögliche. Auch werbe Belgien nichts versäumen, um Deutschland zur Reparationszahlung^ zn zwingen. Der gestrige Privatverkehr. In: pvi-vät-en Eifekieuhandel hat sich die Stinimung wchenklich bermhiHt. Aus Berliner Berichten war zu ersehen, daß die dortigen Finanizkreife Vertrauen in den neuen Reichssinanzimtuister HiGerdina setzen und eine Stützuntzsoikt-ion finn-die—Mar? evwart-en. Much die Erholung des R-eichsmärkkurses in Zürich Abte besestioond.'n Einfluß auf die Tendenz; vornehEch die 'Mlen, welche vorgestern am emPfiM-rchsten in Mitleidenschaft gezoaen waren, waren bei den tiefen Kursen begehrt. Aus Budapest liefen Kaufan'fträg-e auf Itinmnrurantzer und Sa'lgo-Kohlenaktieu ein. Durchschnittlich wurde eine .Ausbesserung bei den Effekten um 20.000 bis 30.000 K. gegen vorgestern zugestatlden. Die Mener Messe im Messepalast. Die a-usaedehnieu Räume des Messopalast.'s snkd für die heurige' Herbstmesse Wieder bol lifo m me.it beste hi, es mußten sogar zahlreich? Aussteller äbgeiwieisen' werden, insibefon>dere in den Gruppen LedergalanterilÄoaren, K>unstgei>verbe und Spielereiwaren. Für die letztgenanr4e Gruppe wmde ein neuer Saal cingeräumt, der einen eigenen Einganlg ton der Burggasse hat. Jtvei Säle, gleichfalls in dam gegen die Burggasse gelegenen Trakt.', wurden für die Bnchmesse ittflt gewonnen. In der internationcvlen Buchmesse stellen alle österreichischen, Verleger aus. die Leitung der Beschickung hat der Verein "der österreichischen Buch-, Kunst- und MusikalienhäMer ülbernominen, ferner fast alle rgNthaftei: deutschen Verleger. Von fremden Ausstellern sind sehr viele Reichsdeutsche erschienen, insbesondere in der ^LlÄevgalanterieiwlareubrgnHe <Osfenbach, Frankfurt am Main), in der Gruippe der Pgilsumerieitvaren. ferner in der. Gruppe JMeleir. Gold-, Sr!>bernrch Schmuchvaren (Psorz4 Helm. Stuttgart). Die Tsche cho-Slow aket stellt in: Messe- Palast haupÄächlich Glas- und Pomellanwaren, GMo'uzerwarew Lund Raucherartikel gus. Bon anderen Nationen seien die Franzosen mit PavsMierien und die Schwerer mit Markenuhrew erlwÄ>nl. In der Gruppe Gold, Silber, JMvelen wird znm e-rstenmal eine Diamanioarschleiferet im Berriebe vov güführt werden. Waggottbestellungen in Oesterreich. In den nächsten Mo^ naten werden für die polnischen Eisenbahnen von innnd ausländischen Firmen 35 neue Lokomotiven für Personen- und' 210 für Güterzüge nnd 235 Personen- und 14.000 Güter- und' Kesselwagen, geliefert werdet:. 13 Lokourotiven und zehn Personenwagen wurden in Oesterreich bestellt. Der Außenhandel Polens. Im polnischen Handels- und Finauzministerimn werden gegenwärtiig die Arbeiten zur Festsetzung der Redaktion 'der polnisch-englischen Hcw^elsalbmachnarg geführt. An den Arbeiten n>ehmen Vertreter der polnischen Regierung sowie der Handelsrat bei der englischen Gesandtschaft in Warschau teil. Die polnisch-englische Handelsäbmachung soll dsm nächst rchgslsch,lassen werden. Nach dem Berichte der Fachpresse.entwickelt sich der Außenhandrl Polens in der letzten Zeit sehr gün,stig. Vor allem verminderte sich die Einfuhr von Luxus- und Kousumartiküln, wogegen die Einfuhr von Produktion swaren und Rohstofiftn gestlegeN ist. In erster Rache stieg die Einisiuhr von Banmüvölls und Wolle. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres ist im Vergleiche mit demseliben Zeitramn des Vorjahres die Ausfuhr des beapbeiteten Holzes, und ztvar Eiscuibahuischtvetlen und Schnittnmterial, um das 5 fache, die Ausfuhr'd« RohAabfälle um das 60 fache, der Textilwaren nur das 6 fache, der Ledererzeugn-isse um das 3 fache, der Metalleuzeugni'se um das 1,5fache und der Chemak-alien um das 38fache gestiegen. Der Kampf zwischen dem ungarischen Lederkartell m:d de« Lederhandlern. Die ungarischen Lederhäudler führet: mit dem Lederkartell, welches seit eurigen Wochen kein Leder auf der Markt.bringt, einen schweren Kainpf. Das Lederkartell bestiimnt stets die Marktpreise und die Händler-sind verpflichtet, zn diesen Preisen die Ware zu verkansen. Das Lederkartell hat diese:« Tage neue Preise herausgegeben, die um mehr als 100 Prozent höher sind als die alten Richtpreise des Kartells. Die Lederhändler haben auf diese Weise einen Schaden von mehreren Milliarden Kronen erlitten. Diese ctffeue Aushungernngspolitik des Lederkartells verbittert die Kanfmannschaft sehr und es wurden alle Händler des Landes und dü