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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-12 · Heft 1616 (12.8.1923) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1616 (12.8.1923)
Date
1923-08-12
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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«Srtte ID Men, Sonntag Wienirv Morgenzeitung. 12. August 1923 Nr. 1616 ---;---- leb« (Sinftciiinui rOO AI. lostet. Gerade schaut citt kleines Mä« bcr( durch mtb der Mann erklärt ihr die Dinge, die -da öu sahen sind. Es ist ein sehr leutseliger Mann, der Herr, der ganz Wen in [einem Fernrohr hat. Denn als ich mit menwr Begleiterin Wien sehen will, sagt er: „Msdann gut. Euch ztva nimm i glei z'sanun. . Wirklich. „Euch", hat er gejagt! Ist das nicht nett von bent Mann? Wir schauen also durch das Fernrohr. Eigentlich sind es Ztoei: ein großes utiö ein Zeißseldstccher, zusammen auf ein Stativ montiert. Sie sehen ans wie Baker und Sohn. Es ist etwas Eigentümliches, die Welt durch solch ein Ding zu betrachten. Du legst dein Auge a>n die Linse und Hist mi: einem Schlage zwanzig Kilometer weilergerückt. Akan tritt in eine ferne Welt ein, die einem eine Sekunde vorher sremd und verschlossen war, belauscht fremde Menschen, die keine Ahnung davon haben, in ihrem Tum und Treiben. Der Roman von Lcsage, in tvvlchem der Tonfel die Dächer der Pariser Häuser abhebt, um die guten Bürger am häuslichen Herd zu beobachten, wird hier fast Wirklichkeit. Nur hat man es hier bequemer irnd das moderne Präzisionsiustrunient erspart einem die zoitraudenbe, mühevolle Arlnit des Dacheraühobens. Zehr: Monicter vom Türkenischauzpark fahren die Leute auf der Alteil Donau ine Boot; m<tu kann cs genau schell. Das Rohr ist zufällig aus ein Hans, irgendwo in dem Häuserinen Wiens gerichtet und rnan ist mitten drin in einer fremden Häuslichkeit: Ein Kind spielt im Zimmer, die Mutter ist mit einer Arbeit beschästigt, eine Türe gcht ans, ein kleiner Junge koni-mt herein. . . . Eine kleine Wendung — man ist auf der großen Floridsdorfer Brücke. Menschell gehen, ein roter Wagen einer Brotfabrik zottelt daher, die Elektrische fährt und ein Mann springt während der Fahrt ab. Eine kleine Drehung 'und man lmt den aücn Steffel gerade vor der Nase, mit allen Schnörkeln, Figuren und Verzierungen. Weiter. Auf dem Kahlenberg arbeiten Menschen in ben WeiM'rgen imb bereiten künftige Räusche, vor, ein Mädchen weidet Ziegelr, während im Luftbad Krapfeibwabdl skindcr hin- und herlaufen; mair kanll 'sie fast jubeln hören. Alles kann inan seherl, das Präzrsionsinstruinent verbirgt nichis. Fast unhennlich ist es, wenn -der Mann erzählt, daß man bei Korn- Luft ans zwanzig Kilometer einen Menschen sehen kann. Gut, daß es an diesem Nachmittag llicht ganz klar war. Aber ich hätte nichts erzählt. Denn, Diskretion — Ehrensache. g—d. Sie fiitdjettfllfltfett von „Grob-Gmain". Man schreibt uns: Es gibt in Oesterreich noch einen Ort, an. dem die Revolution offiziell nichts geändert hat. Gegenüber der bayrischen Grenzstange, die noch ehrfurchtsvoll aus „Königreich Bayern" lautet, gibt anch die österreichische Grcnztafeit auf schwarz-gelbem Grund mit Doppeladler kund vom „Kaisertum Oesterreich" uttb „Herzogtum Salzburg". Dieser landschaftlich schöne Ort „Äroß-Gmain" war bis Anfang Juli von den Urlaubern sehr vernachlässigt und fast vollkommen leer. Auch der dortige Großwirt Vöiterl hatte deshalb schon ziemliche Kopfschmerzen. Erst die Teuerung der in der Nähe befindlichen bayrischen Ortschaften, insbesondere in Reichenhall, bewirkten ein Hinübcrströmen von Kurgästen in den österreichischen Ort. Dies wurde nicht allgemein günstig ansgenonilnen, zumal es sich ja auch um viele jüdische Sommergäste handelte. So wird unter den dortigen Kurgästen auch der Ausspruch der Wiener B u r g s ch a n s p i euerin Frau Akuay kolportiert, die anscheinend inr Fahrwasser - der Milenkovich, Höbling usw. segelnd, „schon gerade genug von Judäa hätte". Herr Vötterl will jedoch beweise», daß er seinen jüdischen Gästen gegenüber viel toleranter ist und sie sogar der Ehre würdigt, von ihnen Spenden für die Wiederanschaffung einer Kirchenglocke für Groß-Gmain, entgegenzunehmen. Es entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie, wenn man die Spendenliste zur Hand nimmt und als führenden Name», den eines Herrn „Max Dukatenzähler aus Wien." liest, der mit einer Million Kronen stolz die Führung hat. Nicht nur als erster, sondern auch was die Höhe des gespendeten Betrages anbelangt. Denn zu einer derartigen Summe haben sich auch nicht nur annähernd, die dortigen „reinarischen" Kurgäste aufgeschwungen. Der Name wäre jedenfalls in Erinnerung zu behalten und die jüdische Wohltätigkeit wäre ganz besonders auf diesen Herrn aufmerksam zu machen! Fntemallonale Hochschrrlkurse in Wie». Die Internationalen Hochschulkurse in Wien finden in diesem Jahre vom 11. bis 28. September statt. Aus der Zahl der Vorträge seien hervorgehoben: Pwf. Gmda Adler (Wien): „Internationale Ausstrahlungen der Wiener klassischen Musikschule." Prof. Beth (Wien): „Die jüngste Gestaltung der deutschen Religivnsphilosophie." Prof. Bonn (Berlin): „Ae Krise des modernen Staates." Pros. Brückner (Wien): „Klimaschwanknngen und Völkerwanderungen." Pros. Florenz (Hamburg): „Ueber das klassische Drama und» Theater der Japaner." Prof. Tietze (Wien): „Die Stellung Wiens in der Kunst." Prof. Halm (Rußland): „Ueber das heutige Rußland im Spiegel seiner Literatur." Prof. Gomperz (Wien): „Sokrates im Lichte der deutschen und englischen Forschung." G. P. Gooch (London): „British foreign policy." Prof. Grünberg (Wien): „Das Werden des Sozialismus." Prof. Oncken (München): „Deutscher Staat und deutsche Kultur in den neueren Jahrhunderten." Pros. Pridranl (Wien): „Europäisches Allianzsystem 1879 bis 1914." Pros. Gygax (Zürich): „Französisches Geldwesen der Nachkriegszeit." Prof. Wilhelm (Wien): „Die staatl. Wirtschaft $n Aegypten zur Zeit der Ktolomäec." Arvf. EnglM (Brünn): „Die Logik der Wivtschaftsbegrifst." Prof. Bnday (Budapest): „Neue Staatsbildungen'in Osteuropa." Prof. Uebersberger (Wien): „Die russische Märzrevolutiou 1917.'" Rektor Grnnzcl (Wien): „Freihandel und Schutzzoll." Prof. Heiderich (Wien): „Die politische und wirtschaftliche Gestaltung von Mitteleuropa." Die Teilnehmergebühren wurdeu folgendermaßen festgesetzt: Einschreibegebühr 25.000 Kronen, jede einzelne Bortragsstunde 7500 Kronen, Karten- Tie.ftc a 10 Stunden nach freier Wahl 60.000 Kronen, b i Inskription über 10 Vortragsstunden jede weitere Vortragsstllrrve 5000 Kronen, Pnuschalgebühr für sämtliche Vorträge 250.000 Kronen. Die Eröffnung der Internationalen Hochschulkurse und die Vorträge werden an der Universität stattfiildeu. Im Falle rechtzeitiger Anmeldung kann für billige Unterkunft und Verpflegung Vorsorge getroffen werden. Ausländische Teilnehmer geniesten Ermäßigung der Paßvisumsgebühr, Studenten, die in Gruppen reisen, auch Fahrpreisermäßigung, beides nur gegen VorweiS' des Einschreibescheines. — Alle Auskünfte durch das Sekretariat der Internationalen Hochschulkurse, Wien, 9. Bez., Boltzmauugasse 16, Konsularakadeinie. PrUimgr» für Abgeordnetenlandidaten. Dieser Tage hat eilt konservativer Abgeordneter des englischen Unterhauses, namens Benn, einen Gesetzentwurf vorbereitet, nachdem jeder Abgeordneten k a it b i b a t eine Prüfung in den Fächern Geschichte und Geographie sowie in ben Ansangsgründen der Mathematik und der Orthographie ablegcn müsse. Ob der Gesetzentwurf vor das Unterhaus kommt imb ob er in diesem Falle zur Annahme gelangt, bleibt natürlich fraglich. Solche Prüfungen für angehende Volksvertreter wären übrigens auch für manchen kontinentalen Staat keine übliche Sache! Der Verfasser des englischen Antrages ist, wie es heißt, durch gewisse, gegen: den guten Ton verstoßende Exzesse einiger frischgebackener.Abgeordneter auf den Gedanken dieses Entwurfes gebracht worden. Was für einen Gesetzentwurf würde er Ivohl in Vorschlag bringen, tvcnn er den Ton getvissec festländischer Parlamente studieren wollte? Mriigensche Pfundwechsel. Der Staatsanwalt greift ei». Den gestrigen Verhören bei der Wirtschaftspolizei hat bereits der Staatsanwalt beigcwohnt. Der so schwer kompromittierte Sekretär der britischen Handelskanlmer Hamilton stellt nach wie vor ellergisch in Abrede, irgendwelchen materiellen Nutzen ans der Wechselbetrugsaffäre gezogen zu haben. Die Verhöre und Erhebungen, die mit besonderer Sorgfalt geführt werden, stellten fest, daß Plcß sieben Wechsel zu tausend Pfund bereits abgesctzt hatte. An Öbut Wechselvcrkauf waren verschiedene Zwischen per so neu beteiligt. Vier davon, „angeblich" Kauflente, wurden gesterrr vou der Wirtschaftspolizei verhaftet. Man hofft, zu Beginn, der nächsten Woche mit den Erhebungen fertig zu sein. Das von der Wirtschaftspolizei znsammengetragene Aktenmatcrial wird hierauf dem Untersuchungsrichter übergeben werden. Hamilton und Plcß werdet! dem Landesgerichte eingeliefert Der Betrrig mit den Wcchscli: hat eine Vorgeschichte. Vor einigen Monaten tauchte Pleß mit der Idee auf, eine Wiener M o d cnsch au tu verschiedenen europäischen Großstädten zu veranstalten. Er reiste nach London, um dort eine solche Modenschau zu arrangieren. Mit Hilfe Hamiltons gelarrg es Pleß, Geld für sein Unternehmen aufzutreiben. Bei den ersten Wiener Firmelt kaufte er Modelte ein und fuhr mit einer Empfehlung Hamiltons in der Tasche nach London, wo er in seinem Hotel den Verkauf der Waren arrangieren wollte. Der Hoteldirektor wollte dies aber nicht dulden und Pleß wandte sich nun an die beiden Londoner Firmen Weber & Weber und Denis &' 23 c a b i s, die ihm die Waren gegen fünfzehn W echsel zu l'OOO Pfund abkanften. Beide Firmen waren zu dieser Zeit schon zahlungsunfähig. Mit diesen wertlosen Papieren kam Pleß nach Wien zurück und versuchte sie zu verwerten, was ihm auf Grund der guten Auskünfte, die Hamilton über die beiden Londoner Firmen gab, auch zum Teil gelang. Ler Wien« Fremdenvrrkehr im Juli. Wie zur Bestätigung all der Klagen, die auf der eben abgelaufenen Fremdenderkehrsenquete geführt wurden, wird heute die offizielle Fremdenstatistik des Monats Juli publiziert. Danach haben im Juli in Wien insgesamt 36.232 Fremde in Hotels, Pensionen und Sanatorien geweilt, darunter 14.364 Passanten. Unter den Fremden waren: 8934 Oe st erreiche r, 54 Albaner, 107 Belgier, 727 Bulgaren, 204 Dänen, 1734 Deutsche, 966 Engränder, 547 Franzosen, 286 Griechen, 288 Holländer, 992 Italiener, IM Polen, 21 Portugiesen, 1688 Rumäne,!, 307 Russen, 32V Schweden, 88 Norweger, 464 Schweizer, 1712 Jugoslawen, 81 Spanier, 267 Türken, 8708 Tschecho-Slowaken, 12 Ukrainer, 4476 Ungarn, 163 Afrikaner, 1811 Amerikaner, 172 Asiatett und 34 Australier. Es ist überflüsiig zu sagen, daß diese Fremdenverkehrszisser für eine Großstadt wie Wien eine geradezu lächerliche ist. Noch dazu iim Juli, einem der stärkstett Reisemonate. Diese 'statistischen Daten zeigen deutlicher als alle Reden und Enqueten, ans welchem Tiefstand sich der österreichische Fremdenverkehr befindet und wie notwendig es sei!t wird, mit allen bisherigen Methoden, die die Fremden mehr abgeschreckt als angelockt haben, vollständig zu brechen. Jas Familendrama aut der Landstraße. Die Erhebungen über die Bluttat, bei der der Arbeite^ Josef Kren n seine CSktttin, sein Döchterchen und sich selbst schtrer verletzt hat, evgahen, daß Kremt sich schon seit längerer! Zeit mit S e l b st nt o y d « 5 s i ch 1en trug. Durch die Sichel dtmgsklage, die die Statt vor einiger Zeit cirigebrach: hotte^ wurde er in maßlose Wut versetzt, die vorgestern Zur Katastrophe lÄhrte. Bei seiner Einver-nahnre gab Krenn au, er habe seiuert Frau „nur einen Denkzettel" geben wollen und l>estraUet,s das; er seine Gattin töten wollte. Es wurde jedoch festgcstcllt^ das; er Aeußerungcn getatl hatte, er werde seine Frau itmw bringen. Die Tat spielte sich in der Weise ab, daß die Schwägttini Kreints, als dieser den Ziumiecherrn bedrohte, •um einen Wachmann lief. Seine Frau lies ihr -mit dem Kinde, ans dem Ärm aus den Gang nach, doch Krenn erreichte sie und schrie W zu: „Kanaille, dn mußt hin werden!" Dann stach c.r aufsi c, ’Uttib, ohne cs zu wollen, ans das Kind Io 8. Blutüberströmt flüchtete die Frau über 2>ie Stiege in das erste Stockwerk tmft brach dort bewußtlos znsainmen. Darauf eilte Krenn in die' Wohnung und brachte sich mit einem Rasiermesser schwere Berletznugen bei. Krenn war arbeitslos und seine Fraa bestritt den Unterhalt. Er -wurde gestcrtt dem I-ngnisitenipital übergeben. PreksSnderunsen vo« Rauchforte«. Einzelne Zigarettensorten billiger. Ab heute treten einige Aenderungen im Preise von Rauch» waren ein. Billiger werdet!: Die Negälia media, die nur mehr 2100 K. (bisher 2600 K.), die Havannavirginia, die 2000 (bisher 2200 Ä.), die DamaSzigareite 400 K. (bisher 500 K.), die Harun 550 K. (bisher 600 8t), Anubis 500 K. (bisher 600 K.h Jusnsf 350 K. (bisher 400 K.), Damen 300 K. (bisher 350 K.), Drama 200 K. (bisher 250 K.), Azur 150 K. (bisher 180 K.), Ungarische 100 K. (biber 150 K.), die Cigarillos 400 K, (bisher 500 K.). Bon den Pfeifentabaken wurden Knaster und- Landtabak (sein) nur je 200 K. billiger. Teurer werden: Der superfeine türkische Zigaretten-, tabak in Kartons, der nun 72.000 5t., der feinste türkische, der' mit 64.000 K. angesetzt ist, der rnazedonische mit 8000 K. (bisher 6000 5k.) und Herzegolvina nüt 6000 (bisher 5000 St.). Die Schnupftabake erfahren per 10 Gramm eine Lerteuerung vc>^ 50 bis 60 K. Die Hitze löbt nach. D-er vorgestern über Deutschland Feb-i-tdetc Wctterja-.l hat gestern auch am Nordostra-nd der Alpen ans das Wetter ci-nge* wirkt. Während cs im Wchtcil und Süden Oesterreichs noch heiter und tvarm war (Innsbruck 31, Graz 20 Grad), zog' über Wien in den Mittagsstundeü ein schivaches Gewitter hin-: weg, welches Ulästige Abkühlung und 4 Millimeter Regent brachte. Bmn Anslattd fehleMeldungen. -Voranssage: Ke in< tu es en tli ch-e Ae ndernng des hcrvscheMn Hochdruckwetters, obn-chmende Bewöl-nng,' nicht mehr so warm. Gestern nachmittags ging über Wien ein. Gowitt-er miii: Regenschauern nieder. Dic erwartete Abkühluttg hat baS1 schwache Gewitter ntcht gebracht. Ae LebenrmMelMrkte. Gemüse billiger. — Flchsth teurer. Gegenüber der Vorwoche ist auf deir Grünwarcnmürtteid eine erfreuliche Entspantlikiig emgetreten, itldem, der gut««! Ernte und der günstigen Witterung entsprechend, die Preise der incifteu Gemüscarken h ertlnter gesetzt wurden. Von besonderer Bedeutung ist namentlich die Preissenkung der Kartoffeln. Auch O b st kommt reichlich auf die Märkte, > doch sind die Preise noch iminer hoch. Ganz ungerechtfertigt! sind die P re i sh i tl a n ssetznngen bei Butter untz! das Anziehen der Eierpreise. Die Preise Hatzen im all-! gemeinen keine Aenderttng erfahren. In der Grvßmarkthalle wareit Weischvormte während!, der ganzen Woche irr genügenden Menget: vorhandetk. Inr Vergleiche zur vorigen Woche blieben die Rntdflcischpreise! int Kleinhandel unverändert, Kalbfleisch hat sich dagegen tut»! 2000 Kronen verteuert. Kleine Lokalchronlk. Gütern rmchmittags wurde der Kutscher Johann May er in der Tr-testerstraße durch einett Hnsschlag seines Pferdes in« der HüftengGend schwer verletzt. Der Metallarbeli'ter Johann Bart «er stürzte mfolge,' -Unwohlseins von der Plattsornt cittes St-raßenbahntvagens nnd verletzte sich schwer. Int Arbeiterstra-n-dbad sich -der Setzer HuAo S ch a d t erhebliche Berletzturgett zu, in'>nl er 'frei einem Kopssprnng auf den Grund aiuMeß. Der Zuschn-eider Friedei-ch Mahella ist am 10. d. beim Baden -nächst der Reichsbrücka ertvtncken. Der petOotüerit-e Postbeamte Georg Baumgartner tau 10. Bezirk wohnhaft, weckte am 9. d. abettids im Gasthaus Spira auf 'dem Biktor Adler-Platz und wird seither v e r >t>. > \\ t. AonderunK der StrasteichMlinieu 57, 58 und 60. Wegen Geleise- und Stmstenavbeiteu wird von Montag den 18. d. ander St-raßenb-ahttlverkehr in der Lmketr Wie-tr-zeile Mischen WittMlna-nnstvaß'L, und Schäubrutmer Schloßallee eitMstelll. Die Züge der Lnt-ien 58 tuw 60 werden Ätzer die Mariahtlfe»» straße und Schönbruinner Schloßallee Mr Hadikgasse weiterae« Mrt navd alle Züge der Linie 67 werden tmr bis zur Wittckel«' iinatrnstmße verkehren. * Zur Statistik der jüdischen Bevölkerung ■' itt Rußland. Die jüdisch-ckomm-unistische Zeitung „Etn es" bri-wgt folgende Ziffern über das BeryMniS her sitdifchen BövALernng zn-r Gesamtbcvblkemng Rußlands: Weißrußland 15,9 Prozent. Gonvernement Odessa 16,03 Prozent, Gonvernement Nifolaiew 9,4 Prozent, Gonverttemettt Podolien 9,1 Prozent, Gouverne- ■tiw.itt Kiew 11,8 Prozent, Gouvernement Iovaberinoslaw 6,8 Prozent. Gouidernement Kvoirtentschu-g 6 Prozent. Gouvernement Poltawa 3,7°5 Prozent. Gouvomement Tschrriug'?, 2,9 PrELM. .GEüWNEMM-DolN-letz 2B Pvozmt. .

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