Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-08-12 · Heft 1616 (12.8.1923) · p. Seite 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1616 (12.8.1923)
Date
1923-08-12
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980697--15770-3002623
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

«r* y* ti Nr. 1616 Wien, Sonntag Ser TWa-BeM des SabhWwNM. Eine wahre Geschichte. Es gibt henk wohl keine Anhänger des Sabbatha:!Zwr mehr, jenes falschen Messias, welcher unter der Judenhell der ganzen Welt eine, so ungeheure Bewegung entfacht hat, daß er nicht nur in die Historie, sondern auch in die Älge und Legende eingegangen ist. Außerhalb des Judentums ist in gewissen Sekten feine Autorität wenigstens irr der Erinnerung noch lebendig, im Judentum ist sie durch den Barm des Gesetzes völlig verschwunden. Und doch taucht da und dort einmal ein Jude ans, welcher Sabbathai Zwis Idee:: und des falschen Messias Gedenken noch in sich trägt. Eine solche Begegnung, die in einen: kleinen Städtchen in der Ukraine stattfand, sei nach der: Erinnerungen eines anonymen Schriftstellers, der sie in der New-Aorker „AewiH Gazette" veröffentlicht, hier erzählt: Auf der Wiese vor der Stadt, wo sonst die Zigeuner ihre Zelte aufzuschlagen Pflegten, trafen einst kleine Junger: und Mädchen unseres Städtchens einen gedeckter: Wagon, der eine jüdische Familie beherbergte. Das Familienoberhaupt trug einer: langen Kaftan, einen Hut und hatte außergewöhnlich lange Schläftnlocken. Seine Frau trug eine Stirnhaube, die zwei Kinder, Mädchen, waren in vielfarbige Kleider, die denen der ukrainischen Mädchen ähnelten, gehüllt und zöge:: durch ihre Schönheit alle Augen ans sich. Die' Jugend des Städtchens, welche bei der Wiese lustwandelte, blieb stehen, nur'der: Wagen mit den sonderbaren Ankömmlingen zu betrachten. Es schienen Wanderbettler zu sein. Darüber wurden unter den neugierigen Gaffern allerhand Bernerkungen ausgetauscht. Indessen kanten die Insassen des Wagens hervor, voran der. Mann, nach ihm die Frau und die zwei Mädchen, und begarmen mit den Zuschauern ein Gespräch, das bald auf das Städtchen und seine Bewohner kam. Die Bekanntschaft mit der Jugend des Städtchens wurde bald näher, die Fremden setzten sich mit ihren neuen Bekannten auf das Gras und erzählten ihnen allerhand Geschichten von ihren Wanderfahrten, welche unsere Jugend erst recht neugierig nach der Herkunft der Fremden machten. So wurde es Abend. Der svenrde Jude nahn: eine Geige aus dem Wagen, setzte sich auf die Wiese ititb begann, wunderbare Wersen zu spielen. Seine Frau und die beiden Mädchen sangen dazu mit angenehmen Stimmen. So verbrachte wir die halbe Nacht mit den Fremden, aber «niemand brachte heraus, wer und ivas sie seien. Einige Tage später durchschwirrte das Gerücht die Stadt, ein fremder Rabbi sei angekommen; ein sonderbarer Rabbi, da er am Ende des Städtchens bei den Garten mr einem kleinen Häuschen abgestiegen war, das einem Bcmernehepaar gehörte. Dieses verbreitete auch zuerst die Nachricht im Weichen, es sei em heiliger Rabbi cmgekommen, und dabei gaben Re Bauersleute ihrer Verwunderung darüber Ausdruck, daß die Juden nichts davon wußten, und den Heiligen nicht kannten. „Er ist rin heiliger Mann, em frommer Mann, selbst wenn er im Garten sp^reren geht, fcetet er," erzählte der alte Bauer. „Und er Welt so schon und seine Frau und die Kinder Argen dagu," vollendete die Bäuerin. Die Neuigkeit durchlief das Städtchen mit Windeseile, und bald erzählte jeder eine Legende eigener Er- - zeuguug über den neuen Rabbi. Endlich beschlossen einige der besten jüdischen Bürgersleute, dem Ankömmling einen Besuch M machen und zu erkunden, wer er sei und weshalb er gerade außerhalb der Stadt, wo keine Juden wohnen, abgestiegm war. Ein ansehnlicher Zug ging zudiesem Besuche aus. Der „Rabbi" saß im Garten und rauchte eine lange Pfeife, seine Frau stand nicht weit von ihm und kochte auf offenem Ferwrxstber einem Dreifuß. „Friede mit Euch!" „Mt Euch sei Friede!" „Woher kommt der Rabbi?" ,-Aus Gottes weiter Welt!" „Woher stamurt dev Rabbi?" „Bon den Erzvätern." „Doch wir Chassidim dürfen es doch wissen. . ." ' „Ach was, alle Juden sind Chassidim!" „Mein Gott, man kann doch fragen und man kann doch antworten." „Ach, da wäre viel zu reden." „Welchen Weg des Chassidismus schlägt der Rabbi ein?" „Alle Wege sichren zun: Himmel." . * So fragten die Besucher und der Rabbi antwortete ein Wort auf zehn Fragen. Die Besucher zogen ab, zuckten mit den Achseln und waren fest entschlossen: Das ift ein Narr. Kurz nachher kamen die Aufklärer des Städtchens, die auch neugierig waren, zun: Rabbi.Auch sie zogen unverrichteter Dinge ab und kugelten sich vor Lachen: Ei): Verrückter, ein kompletter Idiot! Und das Städtchen ließ den Rabbi in Ruhe. Die einzigen, welche zn ihm fanden, waren die Handwerker. Sie mnschwävmten ihn wie die Fliegen den Honig, saßen Tag lu:d Nacht hausenweife bei ihn: und freute): sich des Rabbi. Geld wahn: er von ihnen nicht. Wenn jemand ein Geschenk brachte, so nahm es die Frau des Rabbi a)). Wenn sie zu ihm kamen, so setzte sich der Rabbi mit allen im Garte): nieder und erzählte ihnen wunldechave Geschichten. Er suchte ihnen klar zu machen, daß Gott die Welt erschaffen hatte, um fröhlich in ihr zu laben. Dort, wo Freude ist, ruht die Gotteshervlichkeit. Gott kann man Mit jeder Melodie, mit jeden: Dang und mit jeder freudigen Bewegung dienen. Auch mit einem Glas guten Weines. Tann pflegte er sich plötzlich mit gekreuzten Beinen aufs Gras zu setzen, die Geige zur Hand zu nehmen und mit ' geWWM «WÄtz. 'wWdevvoll w _Wiener Morgenzeitung._ Letzte Nachrichten. Der Lionistenkongreß. Aus Karlsbad' berichtet man uns in später Nachtstunde)). Es spreche): W: l k a n s k i, Kurt B l u ::: e nfe'ld und Dr. Emil Margulis. Um dreivtertel 12 Uhr nachts wird die Sitzung geschlossen. Nächste Sitzung Sonntag, halb 4 Uhr nachmittags. England bestreitet die Gesetzmäßigkeit der Anhrbesetzung. London, 10. August. (Havas.) Wie die Blätter melden, bestreitet die britische Note in ausführlicher Darlegung die Gesetzmäßigkeit der Besetz u n g d e s R u h r g e b i e t e s. Männer wandelte:: im Tale auf und ab, wo das Häuschen stand. Die Frau des Rabbi und ihre Mädchen saßen mit leuchtenden: Gesicht neben ihn: und sangen mit süße): Stimmen mit. Alles war gebannt. Dann echoben sich alle und tanzten miteinander. ,ßBh tanzen mit den Engeln!" — rief die Frau des fremden Rabbi — „mit den Engeln tanzen wir!" Bon Tag zu Tag wurde die Schär der Handwerker größer und dem Fremden anhänglicher. Seine Wohnung zog sie geradezu magnetisch an. SEts herrschte dort FröMichkeit, man konnte lustige Stunden verbringen. Einige der angesehensten Handwerker waren so verliebt in den neuen Rabbi, daß sie daran dachten, ihre Söhne mit seinen Töchtern zu verheiraten. Die Bürgerschaft des Städtchens lachte über den Handwerkerrabbi und seine Jünger. Endlich aber kam der Tag, da man erfuhr, wer der Fremde war. Es war zur Zeit des Tischa-Beaw. Gin heißere Sommertag. Das ganze Städtchen «war in die Trauer des Tischa-Beaw versunken. Scharen von Juden mit zerrissenen Kaftanen, in den Strümpfen, auf die Gumm-igalofchen gestülpt waren, wanderten schmachtend vor Hitze mit ^stenbleichen Gesichtern aus den Friedhof. Einige saßen im Hose des Bethanridrasch und lernten gemeinsam, andere erzählten einander Legenden von der Tenchelzerstörung. Schwer trug das ganze Städtchen den heißen, bleiernen Fasttag und alles schaute immer wieder ans die «Uhren und beerechnete, wie lange er noch dauern würde. Plötzlich kam eine Schar von Knaben gelaufen und erzählte im Schulhof, daß beim Handwerkerrabbi jetzt ein Freudenfest gefeieret werde, ein Freudousost am Tischa- Bealw; alle Lehrlinge hätten sich stört versammelt, es werde getanzt, gespielt, getrunken und gegessen. Alle Juden sprangen auf als wäre ein Erdstoß gekommen. Ein Ehäos herrschte sofort im ganzen Städtchen. Graß und klein, alt ::nd jung eilte wie rasend vor die Stadt hinaus — dorthin, wo das fCetrnc Häuschen in den Gärten stand, zum Handwevkerrabbi. Das 'fröhliche Festtreiben war auf. seinem höchsten Gipfel angelangt. Geschrei, Getümmel von allen Seiten: Lästerung, uneHörte Lästerung! Ein Sabbatianer, ausgelöscht werde fern Name, ein Anhänger des Jakob Frank! Pfui! Die wilde Menge brach gewaAsam in das Haus ein, die betrunkenen Lehrlinge werfen sich ihr entgegen, eine Schlägerei entstand'. Daß sie nicht blntig verlief, ivav nur dem Geschrei der Frauen aus beeiden Seiten zu verdanken. Noch in der gleichen Nacht verschwand der Wagen mit dem „Rabbi." Als die Handwerker nüchtern wurden und sich über das Geschehene Rechenschaft gaben, erzählten sie, welche Lehren der Rabbi ihnen gepredigt hatte. Seine Geschichten von Sabbathai Zwi hatten sie so in Bann gehalten, "daß sie nicht wußten, was sie taten. Und lange noch seufzten sie, wenn sie von ihrem „Rabbi" sprachen: „Ach, welche Macht hatte er über uns!" _ Me Relchenberger Messe. Ans Reichen bor g, 11. d., wird gemeldet: Die Reichenberger Messe wurde heute vorrnittags eröffnet. Bei der Eröffnung touren die Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden zugegen. An der diesjährigen Messe beteiligten sich tausend Aussteller. An der Spitze stehen wie in: vorigen Jahre die heintische Textilindustrie, die technische Messe, die Akvschinenmdustrie, die Möbelindustrie und die Gablonzer Bijouterie. Aus de:: Nachfolgestaaten der ehemaligen Monarchie sowie aus Deutschland und, den Nordstaaten sind Käufer eingekroffen. Ebenso ans den überseeischen Ländern. Nach der Zahl der bereits oingetroffenen Käufer n-nd nach den Berichten der Messeauskunftstelle ist auf der Messe ein guter Geschäftsgang z:r erwarten. Der Slivenonbau in PälWna. ~ Die allgemein übliche Methode §es Landes zur Forderung der Olivenbauntpflanzuir^l besteht in der Anwurzelung von Setzlingen, die wem' aus wilden oder veredelten Bäumen nimmt, und zwar setzt man sie mit einem Teil der Wurzel des Mutterbaumes entweder in einer «Pflanzung oder gleich direkt in der Dauevsiedlung an. Dort werden sie iami mindestens ein Jahr lang gepflegt, bewässert und gedüngt, um, wenn sie sich genügend ent- Wickelt hüben, gepfropft zu tverden. ' Ir: der Pftantzung gepfropfte Bäume sind frühestens nach zwei Jahren so weit, daß sie in ein« SteNüugmmgepflanzt werden können. So aufgezogene Oliv-enbäume können erfahrungsgewäß nach HM viertm Jahre zmn 12. August 1923 Seite 9 Die Landesvevwaltung gibt sich viel Mühe, den An» bau von Edel-Olivenbäumen zn fördern, führt ihn in den StaatAwaldnngeu, besonders in den Nordgebieten, auch mit' Erfolg durch. Ebenfalls mit Erfolg, jedoch unter Anwendung anderer Aufzuchtmethoden (Verwendung einer Speziakmaschine) zwecks Verbilligung der Kosten und Erhöhung der verfügbaren Gdelstöcke sind in verschiedenen anderen Teilen des Landes private Versuche gemacht worden, so zum Beispiel in den Landwirtschaftsschulen B e i 1» Jemal und Mikweh. . Im Norddistrikt sind Waldungen mit Hunderttausenden von wilden Olivenbäumen, so in Jaabid bei Jenin, in Ebria bei Haifa, in Kowhab bei Nazareth, ir: Alma bei Safed. Die Behörde): sind angewiesen, Pflanzern gegen eine geringe Gebühr die Extraktion der Setzlingwurzeln zr: gestatten. Die Regierung ist nicht nur bemüht, die Aufforstung «und Anpflanzung vor: veredelten Olivenbäumerl z): fördem und zn schützen, sondern sie sucht auch nach Methoden, um die Ernte der Olivenftucht zu mehren und di« B lä t t e r z u v e r w e r t e n. Auch die Einführung besserer Olipenärten ist gepla))t, die ein hochwertigeres Produkt liefern, das besonders für der: Export in Frage kommt. Zu diesen: Zweck wurde bereits der Vorschlag erwogen, zur nächsten Saison- Probeexemplare der verschiedensten Olivenarten, die in anderen Ländern sich am besten bewährt haben, einzuführen, um ihre Verwendbarkeit für die einzelnen Gegenden Palästinas zu erproben. Die Regierung hofft mit Hilfe der Privaten und Kolonisten, eine erstklassige und hochwertige Olivensrücht zu erzielen in Mengen, die für den Export in Betracht klWMN. . Wien durchs Fernrohr. Im Lürkenschanzpaek. Gewiß, zu den schönsten Dingen, die Wien besitzt, ge hört der Türkenschänzpark. Das ist sicher keine große, erschütternde Neuigkeit, die erst in der Zeitung stchen muß, aber es gibt Dauisend-e von Wienern, die es trotzdem noch nicht wissen. Viole kennen diesen prachtvollen Wiener Garten nur bei Nacht, wenn sie nämlich ans der dort befindlichen Bar oder aus dem Tanzlokal konunell. Zweifellos hat der Tnrkettschanzpark auch z)l dieser Zeit seine intimen Reize, die allerdings weniger mit den landschaftlichen Schönheiten znseiMmerchängen. Bei Lag dagegen kom'nien diese nt-cf)r zur Geltung. Wunderschön ist dieser Park. Große Wiestnslächen mit samtenem Rasen, Wasserbecken, an deren.Ufern Trauerweiden ihr« .Zweige wie grüne Wasserfälle herabricseln lassen, uralte Bänme in prachtvollen Gruppe)). Dazwischen entzückende Ausblicke, bei jeder Wenitemg des Weges neue, Überraschende, reizvolle Partien. Vvn künstlich arlsgetimnten Felisei: springt in silbernen Kaskaden ein munteres Bächlein herab. Zn jeder Jahreszeit ist dieser Park unvergleichlich schön: Im Frühling, wem: Syringen, Krokus rmd Flieder bMen. Wern: der Hang beim Wasserfall bunt ist vo,n Blumen und wemr die Wanze:: mit den lateinischen Täfelchen davor ihre Pracht entfalten, »Md auch jetzt, wenn alles satt ist vor: der Farbe und der Melodie des hohen Sommers . . . Ein Geruch von Reife und Erfüllung liegt aus den Wiese::. Heiß und segnend schaut die Sonne herab. Träge steht das Wasser ir: der: Becken rrnd die gwßei: Blätter der Seerose:: dehr.er: sich puf ans der Fläche. Zun: Greisen nahe sehe,: die grlünen Hänge des Kahlenberges und des Leopolldsberges herüber und über den BEmIwipstln steigt wie ein grauer Lnstiballon die Kuppel d-er. Stevnwarte empor. Selige Ruhe liegt über den: Park, «nichts stört den Frieden, nur manchmal ein Heller Kinderschrei, h-ie rmd da flattert ein frohes Ki-nderlacheri durch die Stille des trägen Sommernachmitia-gS . . . Mitten in Gebüschen, ans einem Felsen, steht aus Bronze der Erfinder des!Prießn'itz->Uin>schla!ges n>nd blickt den Hellen Wellen teines Bächleins zr: feinen Fußen sinnend nach. Man sieht sofort, daß der Mann etwas mit Wasser zr: im gehabt hat, denn es kommt aus seinen Füße:: gaslossen, um fvühlich über die Felsen, die den Sockel des Mannes nvit den: Prießnih-iNnvjchlag bilden, zu Hüpfen. Es ist also gleichsam ein Deüknial mir eigener Wasievspülung. Ja, es geht oben nichts über Hygiene mwb Saüberteit . . . Dann kommt man« zu einer Lichtung, aus der sich ein hiHer Tuvnr echebt. Bor: dieisarn Durn: aus kann mair ganz Wien sehen, toenn man nänllich vorher an der Kassa ein Billet löst, das zun: Ausstieg berechtigt. Es lohnt sich rvirklich, lda hinaufzusteigei:. Es ist ein schr merkwürdiger Turm. Die Wände der Treppe sind über und über mit Nainei: bodccki. Ldanren, i.ichts als Namen. Meist treten sie paaMeise ans: Ein «nmnn'licher und ein weiblicher, oft von e'nmrr mit viel Sorgfalt gezeichneter) Herzen »rmschloss-en. Ja, es ist doch etwas Wunderschönes nur die Liebe... Auch Gedichte findet man, Poetische Ergüsse üöerooller Herren. Aber das alles ist nicht das MeEvurdiae an den: TttM), nein. Sondern das, daß rnan nicht ein mnzigrs Hakenkreuz sieht, nirgends die KebenSwürdige Arrfsovserung: „Juden Mnans!". So gewöhnt ist man an diese Zeichen eener neuen Kultur, diese Ausdrücke dentschvölkischer Gesimnmgstüchtig- Mt, daß ma-n sie — fast Vermißt. Aber nirgends ein solches Zeichen, WiMch nicht. Ist das nicht rnerllvürdig? Schon deehallb ist dieser Ausisichtstuvin sehenAvert. Meht man üben ans der Plattfornr, darin liegt 'das riesige Panorama Wiens breit, gewaltig, in riesigen Linien da. Bis weit, weit »gegen Norden, wo sich m grauem Dunst die Ebene in der Ferne verliert. Ein Manu hat hier oben ein großes Zaißfern-rohr awfgestelli und durch eine Ta-fÄ wird man VMrt, daß mon dvacch diches Jnstvument Wien scher: könne rmdP.wtz %

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.