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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-12 · Heft 1616 (12.8.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1616 (12.8.1923)
Date
1923-08-12
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, Sonntag Wasserversorgung Berlins vollständig unterbrochen wird. Die Redaktionen rechnen auch damit, daß die große Mehr- Ml der Druckereien nach den wenigen Arbeitsstunden neuerdings zum Stillstand kommt. Beschlagnahme der „Roten Fahne." Berlin, 11. August. Die heutige Nachmittagsausgabe und die ReichZgusgab: der „Roten Fach ne" wurden heute im Verlag der „Roten Kühne" von Kriminalbeamten bes ch lag nahmt. gusammenMe in der Provinz. Blutige Unruhen in Aachen. Berlin, 11. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") In der Nähe von Aachen ist es zu s ch n> e r e n 1t e b eu s m i t t e l- Unruhen gekommen. Cs kam zu Zusammenstößen mit der Landbevölkerung, wobei an zahlreichen Orten Plünderungen vorfielen. An einigen Stellen kam es zu Schießereien mit Jagidwafseu. Elf Personen wurden getötet und mehrere verwundet. Neurode in den Händen der Kommunisten. Berlin, 11. August. Aus N e n r o d e bei Glotz wird gemeldet, daß die Stadt seit gestern in hellem Aufruhr stehe. Schon vorgestern fanden Hungerdemonstrationen statt, wobei der Landrat auf der Straße benvahe zu Tode geprügelt wrrrde. Die Schutzpolizei wurde entwaffnet. Die Verstärkungen, die mittels Sonder§ügen nach der Stadt gebracht werden sollten, wurden unterwegs anfgehalten und zur Umkehr gezwungen. Nachmittags kam es zu heftigen Zusammenstößen zwischen Arbeitern der Polizei, di« zu einer regelrechten Straßeuschlacht führten. 12 Tote und 28 Verwundete Woben auf dem Platze. Die Stadt befindet sich in den Händen der Auf- Dührerischen. Auch in Glatz ist es zu schweren Unruhen und blutigen Zusammenstößen gekornnien, wobei mehrere Tote Und Verwundete zu beklagen waren. Die Arbeiterschaft in Glatz wird in Sonderausgaben der kormmrnvstifchen Mütter zum Generalstreik aufgefordert. Die Demonstrationen in Ratrbor. Ratibor, 11. August. Im Vierlaufe der gestrigen Demonstrationen wurden ein Polizist, ein Arbeiter und zwei Mädchen getötet. Dreißig Personen wurden verwundet. Wöhren der Tumulte wie auch rm Verlauf des Nachmittags und des Abends verhandelten Vertreter des Magistrats, der Großindustrie, der Bauern und der Arbeiterschaft zwecks schleuniger Beschaffung von Lebens mitteiln und eventueller zwangsweiser Eintreibung von Viehbeständ LN. Sperrung bet Stettiner Vulkan-Werft. Stettin, 11. August. Die Vulkan-Werft hat tragen Aussionldes und passiver Resistenz eines Teiles der Arbeiterschaft ihre gesamten Betriebe goschlossen und die Belegschaft entlassen. Auch andere große Unternehmungse« haben den Betrieb eingestellt. Re Bersaffungsfeker. Berlin, 11. August. Bei der heutigen Verfassungsfeier im R e i ch s t a -ge, an der der Reichspräsident und der Reich slkanzler sowie die Reichsm i n i st e r und die preußischen M i n i st e r, Ter Geist der Mischen Kultur und dar Abendland. Ein ketzerisches, ein erlösendes und letzten Endes doch nicht befriedigendes Buch ist das unter diesem Titel erschienene, vom Geiste Lamprechts überschattete Werk des Geschichtsphilosophen Friedrich Mückle.*) * Ketzerisch, weil es, lwseits von der Bahn der zünftigen Historiographie, wandelnd, die reine Empirie zu meiden sucht und nach dem Smn der Geschichte fragt, erlösend, weit hier ein Eigener, obischon er in der Herboischafsung des Materials aus die Fachleutp angewiesen war, vieles aufgehellt oder klarer gesehen hat als die im Wüste des Details erstickende Zunft, und unbefriedigend, weil die Frage nach dem Wesen jüdischer Kultur schließlich nicht voll beantwortet wird, vielleicht auch nicht beantwortet werden kann, weil dieses Problem in seiner Totalttät über die Aufgabe des Verfassers hinausgeht. Der erste, von dem Autor vorausgesehene und mit Recht abgewehrte Eindruck ist der, daß man es mit einer neuen „Spenglerrade" zu tun hatte. Indes dieser Eindruck täuscht. Mückle hat seine eigene Methode der Ergründung der geschichtlichen Erscheinungen aus einem Urphänomen, dessen Wesen Gegensätzlichkeit, Zusammenziehung und Ausdehnung, Licht und Finsternis, „Systole und Diastole" (Goethes Farbenlehre) ist, eine Methode, die sicherlich weit zulänglicher ist als Spenglers Versuch zum Verständnis der Geschichte, insbesondere der abendländischen Kultur, in der er ausschließlich den Willen zur Macht betont, obschon dabei Spenglers Leistung als Versuch zur Gewinnung eines Gesamtbildes des historischen Lebens nicht verkannt werden soll. Seine Methode bringt der Verfasser an zwei „erleuchteten" Beispielen zur Antvendung, Goethes Faust und Zarathustra, die'er aus „eine vom Urphänom ausgehende Stvahlenbahn" (Chaos, Machtwille, Erlösungssehnsucht) zurücksi'chrt. Und ähnlich erörtert er den Geist der indischen und babylonischen Kultur, der letzten mit dem Ergebnis, daß erst aus ihrer Atmosphäre mit ihrem Macht- und *). Rikola-Verlag, - Wien, - Leipzig. München, . 1923. 659 Sr-r-'i'.-i. ' Wiener Moraenzeitung._ Vertreter der Behörden und der tv i r t s ch a f t- I i ch c n Verb ä n d e sowie Vertreter von K u n st, Wissenschaft und Literatur teilnahmen, wies der Rektor der Heidelberger Universität, Professor Doktor Ans ch ü tz, auf die Bedeutung der Weimarer Verfassung und des demokratischen Gedankens für das staatliche Lebetl Deutschlands hin, während der Duisburger Oberbürgermeister Dr. Iarres das Bekenntnis unerschütterlicher Treue des besetzten Gebietes zum Vaterland'zum Ausdruck brachte. Mit der Msingung des Deutschlandliedes und mit einem vom Lehrerverem zum Vortrag gebrachten Chor schloß die Feier. Nach der Feier fand eine Kundgebung vor dem Reichstag statt. Dort hatte eine Ehrenkompagnie der Reichswehr Aufstellung genommen undßauf den-Treppen befanden sich Vertreter der Verbände von Rhein und Ruhr, darunter zahlreiche Ausgewiesene. Eine ungeheure Menschenmenge umschloß den weiten Reichstagsplatz. Am Schluffe defilierte die ausgerückte Reichswehr vor dem Reichspräsidenten. Auch in den meisten Landeshauptstädten wurden Verfassungsseiern abgehalten. Rundschau. Wilson Wer die Weltlage. Aus London wird uns gemeldet: Awm ersten Make seit seiner Erkrankung hat der frühere Präsident Wilson eine EnunKiation über die politischen Problerne Amerikas und der ganzen Welt von sich gegeben. In der Angustnummer der Zeitschr-ift „A t l a n t i c M o u -n t 1 y" veröifferiEcht er einen längeren Artikel, dessen Hauptgedanke sich dahin zusammenfassen läßt, daß der Weltkrieg die Demokratie in der Welt durch die Veru'cht'u-ng des „Kais erismus" gesichert habe, daß aber die Demokratie gerade jetzt von der Gefahr einer Revolution bedroht werde, die auf ihre Vernichtung ansgeht. Wilson warnt deshalb die heutige Zivilisation inüt den Worten, sie werde nicht bestehen bleiben können, lvenn nicht „ein neuer Geist die Wett beherrsche". „Die wirklichen Ursachen der Unruhe in der ganzen Welt" — schreckt Wiffon weiter — „sind tief im geistigen Leben unserer Zeit verwurzelt und führen zur .Revolution." Ans die russische Rewolnti-on übergehend, die er als das merkwürdigste Ereignis dieser Art in unserer Zeit bezeichnt, sagt Wilson: ,ßkx Angriff der russischen Führer zielte gegen den Kapitalismus und gegen, den Kapitalismus treten jetzt alle unKlxfriode-n-en Volksschichten m der gangen Welt auf. Es sei freilich richtig, daß die Kapitalisten oft ihre Arbeiter als Werkzeuge angesehen haben, mittels deren man Gewinne erzielen und die man explvitieren darf. Der Expräfident HM den heutigen W e l t zu st a nd für unhaltbar und warnt die Führer der gegenwärtigen Weltordn ung davor, sich von dam neuen Geist der Unruhe, der letzten Endes die Vernichtung der so teuer erkauften Demokratie mit sich bringen müßte, leiten zu lassen. Er endigt mit den Worten, die er an die Führer der 'Welt richtet: „Fürchtet Gott und liebet euer Land." Generalstreik i« Danzig. DckWg, 11. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg.")' Der G e n e r a l st r t i t in Danzig ist allgemein. Der Senat hat V e r h a n d l u u ß e it zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern eingeleitet, die die Einführung von G o l d l ö h n eit zunr Inhalt haben und Aussicht ans Erfolg bieten, so daß _12. August M3_SdkMH man hofft, am Montag die Arbeit wieder mthrch-wW zü können. In der Stadt herrscht R uh e. Die VvrortvbrMk nach Neufahrwasser toird durch die technische Nothiffe aBrechterhalten. Ae britische Antwort wird Montag veröffentlicht. London, 10. August. (Amtliches Midro)' Die bwa». trsche Antwort auf die MMch übevnrAiÄte MgiW? und französische Note wird movgen den beteWgten Londoner Botschaften übernMelt, m Druck gelegt am Montag veröffentlicht weadm. MchS NüiWge, fehr au s führI i ch e diplomatische MenftAck, das pW« die Sitttation bchaudÄt, die durch die RHMibchetzmrg errtt,- standen ist, schildert die Repa va^i-onsf r-argo in dexi Weise, wie sie die britische Rvgiemug auGaßt, spvW sich femer über den britischen StandpnM zur Frage der interalliierten Schultde u aus, verlbwitet sich über die Frage der Legalität der Ruhrbvsetzung und erteilt auf alle von der fmnMischvn und der bebgischeu Regierung in der letzten Rote gaftMen Fragen Anb« wort. Gleichzeitig werden der britische Fwgsbogen, der Entwurf der Antwo-rt an Deutschland au^ sein letztes Angebot sowie die Begl-ertrrote an die Verbündeten veröffentlicht werde«. Durch die bereits veröffentlichten fvauzösvschen und belgischen Noten wird di« Serie der D^tmnente ergänzt. Der Leidensweg eines HortWSpfers. Aus Klausen bürg wird >ms berichivt: Bor dem hiesigen Strafgericht tvar dieser Ea,ge eines dev vielen Horchy-' Opfer wegen unbefugten Grenzübertr-ittez ange-' klagt. Dos Mnränische Strafgesetz geht in solchen Fällen «nt großer Strenge vor und bestiinint als Mindeststrafausmaß einen Monat Kerker. In besonders berücksickstigenswürdigen Fällen wird der Angeklagte nach Verbüßung feine« Strafe dem Amt für öffeutttche Sicherheit überstellt, welches ihn: darm, tvenn er dessen würdig ist, die Austuthaltsbewilli-- gurrg erteilt oder ihn, Wemu er als uuverläßlich gilt, über dia Grenze schasst. Julms Balazs, der wegen eines solchen Deliktes vorgesührt wurde, rührte die Herzen der Richter, als er.seinen Leiderrsweg schildevte. Er ist Jude, zwcrntzig Jahre alt, war Schüler eines Budapester Gymnasium s Znr Zeit des Karl-Putsches wurde er gegen seinen Willen in die Horthy- Armee eingeoeiht, wo er gjweieinhaD Jahve diente. Während dieser Zeit wurde er regelmäßig an einem bestimmten Tage in de« Woche unter Vorhalt seines Judentums furchtbar verprügelt. Im Juni dieses Jahres, als er dä« wöchentlichen Schläge nicht mehr zu ertragen vermochte, floh er über die Grenze nach der Dscheck)o-Slvwoker, wo et jedoch große Not litt und vor Erschöpfung zustmrmenbrach. Da er in Rumänien We rwandte hat, verLaüfte er seine Kleider und flüchtow weiter nach Rumänien. In Halm i wurde er von der Gvenzpolliizei verhaftet und der Staatsanwaltschaft emgeliefert, wo er sich feit 17. Juli i n Hasit Der Gerichtshof zog sich zu Lurtzer Beratung zurück und fällte dann das ihm vorgeschriebene WvteA, welches auf seinen Monat Gefängnis laavtet. Mit Rücksicht aus die mildernden Umstände wurde diese Stvase als durch di« NMeTjuchungshast verbüßt erklärt und Balazs dom Amt für öffenÄiche Sicherheit überstellt, welches nunmehr über sein werteres Schicksal entscheiden wird. Hofstn-tlich -wird dieses Amt, wie schon oft, Einsehen halben und dom Leidensweg dieses unglücklichen Horchy-Opfers ein Ende bereiten. Erlösnngswillen „die nmchttgen Loistungen des kleinen jüdischen Volkes verständlich tverden." ■ . In ausführlichen Darlegungen, die sich allerdings vielfach ans überholte Ergebnisse der Bibelkritil stützen, sucht er den Geist der jüdischen Kultur von der Heldenzeit bis zum Siege des Christentums zu ergründen mittels der oben skizzierten Methode, „die Fülle der gegensätzliche Erscheinungen deutend als Offenbarungen eines Grundphänoenens, einer Idee im Goothescheir Sinne." So glaubt er das innerste Wesen der jüdischen Seele zu entschleiern und „unjsere Kultur gegenüber cmdeveir Kulturen gbzngrenM, aber auch, hjor waltende gleichgestimmte Klänge festzuhglten". Die . jüdische Kultur, den . Geist e der babylonischen fortsehend, hat nicht mehr deren imperialistischen'Machtdrang ztz einem Weltreiche, auch nicht ihre Wärmigfaltigksit, sondern konzentriert sich in der Religion. Die großen Künder dieser LMe, hie Propheten vor allem empfinden-in ihrer Seele den Machtwitten nicht „als eine für sich bestehende Kraft der.Seele,- sondern als LAmdgebimg der. Gottheit." . Gewiß hat auch das jüdMe Volk heldenhafte -Kämpf«- geführt mit dem Zieleder Vo'lk^-, ja, später „der. Weltherrschaft, , aber dieses Machtstreben fthbd im nressiamschen Ideal- „religiöse VerNärmch". Die „jüdische Kirche" bannt den Machtwitten. Esra und Nehemiä wollen „ein .Herrenvolk züchten, in dem der Wille zur Macht mit der. ganzen Energie eures nicht zu.entwurzelnden Instinktes sich-äußert, und wenn sie auch die feine Geistigkeit der-jüdischen Kultur zerstört haben: erreicht wurde doch, daß Juda von den übrigen-Völkern — in-seinem Bewußtfeiu wenigstens sich abhob mls. ein erwähltes Volk, das. mit einer Zähigkeit, Äneyr nicht zu überbietenden Heroismus, feinen. Weg.ging". Die Ausrichtung eines „Weltreichs d e s G e i si e s" isttrotz aller imperialistischen Gelüst die. als roher Herrschert'riöb zunr Vorijcheiu kommen, das Ziel, und durch das messianische ^>eal wirdder Imperialismus vergeistigt.- „Der nach WeltbeherrschUng lechzende Geist empfängt seine letzte, alle A-eußerungen der Seele rechtfertigende Weihe im Bilde. Jahwes ,. des Gottes der Natur, des Helfers im Wafsenkampf, des Schutzgeistes der Revolutionen, des -Gottes der die Mächte des Awsruhrs bändigenden Gerechtigkeit, des Gottes des.^Gerichts über die Sünder, des dionysisch-titankschän Gollcs', *>!>■!■., ■»i!g»»E!!lig!iI!!5li]BiS!.Wigg' „!, 'Hfff »«, Jü!"l... , Mit Bowunderimg erfirllt der Schicksalsgang des jüdischen Volkes, das „als das leidenschaftlichste vielleicht aller Böller sich im Gckvoge des Völkerbundes bcharrptet hat, in einer geschichtlichen Entwicklung, die von Katastrophen förmlich durchzogen ist, und diese Katastrophen hat eben entfessÄt sein unbändiger Macht-Wille, der in die Weite drängte, mochten auch wdbvingerwe Abgründe sich auf-tnn." Denr Chaotischen irr, der jüdischen Seele steht das Streben nach Er^ö-sun-g gegenüber, die Sehnsucht nach-Harmonie, die sich in der Stimmung der rnachtvollen Persönlichkeiten offenbart; durch das Ausharren ^des jüdischen Volkes in atten verzweifelten Lagen, trotzdem es „Sieg an Sieg gereiht", ist es ,-eine der stärkstes Lebensmächte der Weltgeschichte" geworden. In der Geschichte des Abendlandes, dessen Seele der jüdischen wahlverwartdt ist, lebt der Geist der jüdischen Kultur fort, am deutlichsten in der Kulturgeschichte der Deutschen, in denen der okzidentale Geist sich am reinsten äußert. Den Drang nach dem Unendlichen, den „Nythnms eines nie rastenden Wevdeus" in der Religion, Philosophie, Kunst, Politik und dem Wirtschaftslobell, dieses „nrit Schmerzen untermischte Wohl» gesühl ewiger Bewegung", dieses Chaos der Seele braucht der Abendländer, „um seinen Machtwillen ausströmen zu lassen zu können". Dieses ttupwialistksche Hochgefühl in der abendländischen Kultrrr eMärt, daß die gleichgestimmte jüdische Kultur in mächtigen Strömen in das Mendland eindringt, lind wie der Babylmn-er und Jrrde, onipsinidet der AbeMänder das Aufregende eines immer neue Pvoblonre cmstverfcnden Lebens als Qual und sucht nach einer fviiedlicheu Harmonie in der Re», ligion und Philosophie. Jvrsozialen Leben vor allem erstrebter Erlösung, indem hier das messianische Ideal in verschiedenen i Formen die Geister in den Bann zwingt. „ViÄMtiger, reicher' veranlagt ist die abendläMsche Seele als tita' des jüdischen | Volkes" und sie hat gerade aus Gebieten, die dem Juden dev». schlossen blieben, Musik (?), Architektur, Malerei und Plastik! Großes geleistet. Zu allen Zeiten, von der versinkenden germanischen Heldenzert M in unsere Tage, und aus allen Gebietes hat der jüdische Geist Bausteine gelivfert. „U-vbevall wirkt da§. jüdische Cckbr als befruchtende, ja zuweilen als eine geradegn überwältigende Macht fort. Mag auch die indische Kultur wr« ' ein -besänftigender Hauch über' die Gesilde des MbendlmdeS^

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