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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-12 · Heft 1616 (12.8.1923) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1616 (12.8.1923)
Date
1923-08-12
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung. 12. August 1923 Nr. 1616 ober er muß sich eine Leitung wählen, welche in ihrer Gesamtheit an ihn glaubt und dann wird er zustande kormnen. Bisher tvar diese w i ch t i g st e Bedingung in der Exekutive nicht gegeben. Meine Meinung ist: Wenn wir keinen Gegensatz schaffen wollen zwischen uns und den Chalnzim, zwischen uns nwb dem Iischub, so ist die CnÄveiternng der Jewish Agency nur aus dein einzigen Weg über den jüdischen Weltkongreß möglich. Betreten wir einen anderen Weg, so muß cs zu einer Spaltung in unseren eigenen Reihen komnre». Die Jewish Agency darf nicht nach dem Prinzip gebaut werden, nach welchem das K o m i t e e der jüdischen Delegationen beim Friedenskongreß gebildet wurde. Der mchtzionrsüsche Teil der Jewish Agency nutß sich so zusarmmnsetzen, daß die einzelnen Mitglieder nicht die MprLsentanten einzäner Länder sind. Deshalb ist es notwendig, daß das Mittelglied einer Konferenz geschaffen wird. Diese hat den Rat zu bilden, welcher mit unserer Instanz, dem Zionistischen Aktionskomitce, zur Wahl der obersten gemeinsamen Instanz zusammenzutreten hat. Nur diese Form der Bildung der Jewish Agency hAt der Referent für zweckmäßig und möglich. Zum Schlüsse behandelt Dr. Solowejffchik die Frage des Provisoriums. Er erinnert daran, däß das Aktionskomrtee eine Sttudienkommission eingesetzt hat. Diese hat davor gewarnt, die Spitze zu schaffen, bevor der Unterbau gesichert ist'. Hauptaufgabe dieses Kongresses ist: er muß der künftigen Leitung genau Vorschrevben, w i e Lüe Jewish Agency zu bilden ist. Der Redner warnt davor, sich mit allgemeinen Anweisungen zu begnügen. Er sagt: Ich hoffe, daß der Kongreß sich einstimmig ausfprechcu wird gegen das'SY.steM der Carte blanche. Namens des Permanenzausschnsses beantragt sein Vorsitzender Stricker, den Peruttmeryausschuß als Ausschuß für die Frage der Jewish Agency zu bestellen. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Der Kongreß beschließt sodann, da bisher 37 Redner für die Frage der Jewish Agency Vo-vgemerkt sind, die Redezeit mit 20 Minuten festzuisetzen. 11 Uhr nachts. Die Sitzung dauert fort. Gründung einer Fndnstriebunk in rel-Awiw- Karlsbad, 11. August. (Spezialtelegramm d. „Wiener Morgenzeitung".) Heute abends findet im Hotel Gtattauer eme öffentliche Versammlung statt, in der über die Grmttnrng der Industrie bank i n Tel-Awiw berichtet werden wird. Diese Versanrmlung ist von: Verein der amerikanischen Juden in Palästina und dem Verein der jüdischen Industriellen in Erez Israel eintbevrstrr. Die politische Kommission. In der politischen Kommission, die sich Freitag konstituierte, wurde Delegierter Dr. Isidor Schallt (Wien) Vorsitzenden, Dr. Robert Weits ch als Vertreter der Linken und Dr. Lug i als Vertreter der „Misrachi" zu Borsitzenden-Stellvertretern gewählt. Lar PMstinenstfche Wirtschastsgeöiet. Karlsbad, 1l. August. Der Leiter des Handels- und Jndustriedepartemcnts der Zionistischen Exekutive in Jerusalem, Herr Nach um Tischbh, der gegenwärtig am Karlsbader Zionistischen Kongreß teilnimmt, hat einem unserer Kongreßberichterstatter sie Wirtschaftsmöglichkeiten in Palästina und im nahen Orient in folgenden Mitteilungen geschildert: Die biographische Lage Palästinas und die Anwesenheit einer bedeutenden und immer wachsenden Zahl der jüdischen Bevölkerung gibt diesem Lande eine ganz besondere Zukunft in kolonisatorischer Hinsicht. Palästina hat kaum eine Bevölkerung von 800.000 Seelen,- davon zirka 100.000 Juden. Aber die Nachbarländer geben diesem Lande seine ganz besondere Bedeutung. Alle Nachbargebiet-e produzieren eine große Menge Rohprodukte, welche regelmäßig nach fernen Märkten exportiert werden. Dieselben Länder importieren eine gewaltige - Summe Fabrikate aller Art und die Liste der Rohmaterialien sowie die Liste der importierten Fabrikate ist sehr lang. Die große ökonomische Einheit, welche man als Levante bezeichnet, hat kaum Industrien entwickelt, die einer Erwähnung wert wären. Palästina allein hat in der kurze,i Zeit der letzten vier Jahre eine höhere Stufe der Entwicklung erreicht. Wenn dieses scheinbar arme Land mit den nadren L-evantegebicten verglichen wird, dann sieht man, daß die Anwesenheit des j ü d i s ch e n Elements eine große Wirkung gehabt hat. Palästina importiert jetzt für zirka 6 Millionen Pfund Wcrlvn pro Jahr. Der Export ist relativ Rein, aber er wird mit der Entwicklung der Lcinidwirtsaft mifo Industrie sicher steig e n. Dagegen importieren Aegypten, Syrien und andere Levantel ander für mähr als rund 100 Millionen englische Pfund jährlich. Jaffa und Haifa liegen rund 200 Kilometer von, Duezkanal entfernt, den ungefähr 4Ö00 Schiffe jährlich pafferen. Vom Kanal gibt es direkte Verbindungen mit den Hauptpunkten der ganzen Erde, so daß die Frage des Weiterexportes der Waren gelöst ist. Durch den Ausbau der Häfen von Haifa oder Jaffa oder beider — diese Frage steht jetzt auf der Tagesordnung des Programms der Palästina-Regierung — wird Palästina an die Kanalzone angegbiodert. Es ist vollständig sicher, daß die britische Regie-rnng ferner ein ganz besonders Interesse für den Ausbau elner direkten Eisenbahnlinie zwischen Mesopotamien und Palästina hat. Diese Linie wind kvahr« scheinlich von Bagdad durch die Wüste nach Haifa gehen. Dam:: ist eine jwcitcs sehr wichtiges Projekt verbunden, und znxrr die Herstell nng von N ö h r e n l c i t » n ft c n für Iaffa und Haifa. Durch die Aufführung dieses Projektes wird ermöglicht, daß inan Rohöl in Haifa direkt auf Schiffe ladet, anstatt daß es 8000 Meilen weit von Basso ra za geführt wird. Es find Projekte, die schon öfters m leitenden Kreisen besprochen wurden und die sicher irr der nächsten Zlt- ’fluuft ihre Realisierung erfahren werden. Wenn wir die anderen wirtschaftlichen Möglichkeiten in Palästina selbst beiseite lassen und nur die Berkehrsmöglichbeiten betrachten, so wäre Palästina in der sehr günstigen Lage eines Zentrums, von dem aus Massenartikel vertrieben werden können. Als Großbritannien Aegypten besetzte, sdapellden die Engländer große Depots von Waren in Alexandrien und Kairo, in Port Said und anderen Städten ans. Jaffa und Haifa sind jetzt in derselben, wenn nicht sogar besseren Lage, weil das Hinterland Palästinas viel größer ist als das Aegyptens. Voir Agr. I. Wilkanski. Ans der letzten Konferenz des palästinensischen H apvc 1 Hazair, welche vom 9. bis 13. TamuS in Nahalal stattfcmd, hielt der bekannte palästinensische Agronom Wrlkanski ein Referat über Kongreßsragen, aus dem tvtc den sollenden auf ' ' Mjah und Kolonisation bezüglichen Abschnitt veröffentlichen. , Wenn auch der ganze Zionismus aus der Grammatik der Völker als Ausnahme von den Regeln herausfällt, so muß doch innerhalb des Zionismus alles nach den erprobten Erfahrungen und Ausbaumethoden der anderen Völker vor sich gehen. Ohne Kräfte, ohne Mittel und auf morschem und zufällig zusammengetragenem Fundament können wir nicht festbegründete Positionen schaffen. Und so wird auch niemals ein Aufnahmereservoir für eine breite Einwanderung entstehen. Deshalb muß der ü berwi eg e n d e T e i l der Mittel, die von jetzt ab uns zur Verfügung stehen werden, für die Schaffung realcr landwirtschaftlich er und handwerklicher Position e n eirxgesetzt werden. Und diese Positionen selbst müssen nach den physikalischeil Gesetzen der Welt und nicht nach der besonderen palästinensischen Physik, festbegründet, massiv von Grund aus, produktiv und mit einer natürlichen Resorptionssähigkeit aufgebant tverden. Die anderen Positionen, deren. Schaffung wir uns nicht entziehen können, weil die mächtige Chaluzbcwegung, die keine Hemmnisse sehen kann, hinter uns herdrängt, müssen an zweiter Stelle stehen. Das bedeutet nicht, daß wir stop imurigration sagen. Ein großer Teil der neuen Olim wandert jetzt sowieso nicht mehr mit Hilfe des zionistischen Budgets ein, und auch der Chaluzimstrom, nach dem wir lechzen, braucht nicht gestaut zu werden. Es ist nicht richtig, wenn man sagt, daß das' jüdische Volk kein Geld geben wird, sobald sich eine vorübergehende Einschränkung der Alijah bemerkbar machen wird. Das jüdische Volk als solches gibt ja kein Geld. Es gibt einen gewissen Teil des Volkes, der aktiv und regsam ist unb in dem das Volksbewußtfein, eine richtige Bewertung der Bedürfnisse und eine gesunde Erkenntnis von den Wegen, die zum Ziele führen,.lebendig ist. Auf der anderen Seite haben die amcctfcuüfdjcu Juden auch in der Zeit, wo sie geglaubt haben, das; cs in Palästina schon einen jüdischen Staat mit Ministern gebe, ihre Taschen nicht geöffnet. Das Volk, das die Mittel gibt, ist nicht wie König Davids Harfe, die selbst spielt. Es hängt alles von denen ab, die das Heft in der .Hand halten. Wenn man das Volk daraus hinweist, das; für die Schassnug eines A u f n a h m e re s crv o i r s für eine große Alijah die Schaffung bestimmter, fester Wirtschaftspositioueu uotweudig ist, so wird es dafür gebeit. Man soll die Palliativmittel nicht gering schätzen, aber mau kann aus ihnen auch kein ständiges System schaffen. Das Aufnahulcreservoir der Landwirtschaft ist nicht groß, wir können cs nur durch eine Erweiterung der F lache u vergrößern. Diese Erweiterung der Flächen stelle >, ich in die erste R e i h e. Meine Gründe sind bekannt. Jeder verlorene Tag bedeutet für mW) eine verlorene Position, und es ist die wichtigste Position, die wir hier verlieren! Ans diesem Grunde müssen gerade iutr den jüdischen Nation also nds tu den Mittelpunkt der Aktionen stellen und seine entschiedensten Träger sciiu Dazu utuß man auch die Gefahr sich vor Augen halten, die in der a n t i l a u d Iv i r t s ch n f t l i ch e n S t r ö m u )t g liegt, welche in der zionistischen Bewegung jetzt einen gewissen Anklang findet. Es gibt Leute, die glauben, daß ein Warschau in Palästina mehr ist als ein Warschau in Polen. Aber eine solche Auffassung ist unserer Meinung nach gar tticht diskutabel. Die Welt ist überall die gleiche und auch die Luft ist überall die gleiche, fei sie unter dem auserwählten Himmel oder unter der: trüben Wolken des Galuth. Bodenmangel ist unser Zusammenbruch, der Boden ist unsere Rettung. Eitle Selterlvasser-Alijäh läßt wohl viele Blasen aufsteigeir, aber sie hat keine genügenden Voraussetzungen in sich. Wir nehmen keine Rücksicht darauf, daß es lieben uns im Lande eine Kraft gibt, die mit dem Boden verbunden lebt uitd wächst und mit der mir zusammen leben und wachsen, müssen. Die Ostmark und die Tschecho-Slowakeisind ernste Warnungen. Dort lebt eure Herrenschicht in der Stadt und die unterdrückte Bevölkerung in den Dörfern. Aber die Knechte von gestern sind heute zu Herren geworden. Die Auffassung, daß wir an Bodenbesitz gesät t i g t sind, ist von Grund aus falsch. Die höchste Intensität der landwirtschaftlichen Betriebsführung, auf die sich diese Auffassung stützt, ivird die übertriebenen Hoffnungcn zunichte machen, die mair mit ihr verknüpft. Die Landwirtschaft, ist ein organisches Wesen und so kann auch ihre Eutillicklnng nur langsam wachsen uuö ohne plötzliche Sprünge vor sich geheir. Dagegen gehen nationale Bewt gütigen, gleichgültig, ob ihre Wurzeln itt Reinheit ode> in Unreinheit liegeil, mit dem Sturm und Drang de» Zeit lveiter. Dazu konlnrt, daß ein. jüdisches Warschau von» fremdeir Dorfe leben Fautt, weil dort Kaufkraft Vorhände» ist; Jerusalem und Jaffa können es tticht, 'well die Kauft kraft der Dorfbewohner unseres Landes gleich null ist Ohne eilte Volkswirtschaft, die sich auf die weitverzweigten Kräfte der Urproduktion stützen kamt, komnten wir hier nicht weiter. Nun neigt der Jude zu leichtenr Erwerb, zur Stadt uitd er fühlt sich nicht zur Landwirtschaft hingezogen und gerade deshalb fürchte ich alle die Losiutgev so sehr, die eine Illusion von Landwirtschaft schaffen werden und im Grunde nur die fremde Landwirtschaft kräftigelt körtnen. Genug, daß ein Städter eU paar Hühner besitzt und er hält sich schon für einer» Landwirt. Landloirtschaft und Gewerbe steheit in keinem Mderf|)i*ud), zu einander. Im Gegenteil, das eine bildet die natürliche Ergänzung des atldercn. Der sicherste Gewerbezweff wird der sein, der sich auf Rohstoffe aus der einheimischen Lan d!oirtfcha ft stützen kartn. Di, Landwirtschaft kamt sich nicht entfalten ohne Städte. Abc: eine kaufkräftige Stadtbevölkerung kann nur durch eit: gesundes ttttd festbegründetes Gewerbe entstehen und du solche? Gewerbe sangt seine Kräfte aus der landwirtschaftliche» Entwicklung, und wenn diese Entlvicklung auf manchen Gebiet sich im Anfang extensiver Methoden wird bedienet müsse», so wird sie doch schließlich und endlich beit Ucbcr gang zur maximalen Intensität finden.. Nachtsitzurrg. Karlsbad, 10. August. Es ist kein Regisseur da, aber sie gehört schon seijeher zum Zionistenkongreß, die Nachtsitztlug, als drcmw tischer Höhepmtkt der VcHandlmtgen. Bei Beginn sin! bloß HorchPosien der Landsntannschafteir und Fraktkoucr zugegen. Mr die Galerie ist schon vor dem akademischer Viertel dicht gefüllt. Sie fiebert der Rede des Führer.» entgegen. Den Neigen eröffnet ein Fachmann, der Gehm sittden müßte. Vatt Frteßland, der Fina-nzreserent der Zionistischen Leitung in Palästitta, der Schatzmeister der. Exekrttive. Er hat vor drei Monatelt resigniert und begrün det jetzt, waruni. Gewiß eitler, dem mit Spannung zu folgen wäre. Aber die Telegiertenbällke silch fast noch lee.' ntld die Galerie sucht zu ermitteln, wieviel Redner vor gemerkt sind, zu welcher Stunde die „Sensation" ztt ae wärt igen ist. Es ist kein Regisseur da. Aber es hätte keiner anordnet können, was der Zufall nach zwei bleierneu Berhandlungs stunden zur Belebung der Stimumug, zur Aufntu-itterum der Ermüdeten verattläßte. Auf dem Umwege über em Interpellation, welche die Anhättger- Weizmantts mitunter schrieben Hattert, gelang es dctn Senator Dr. Ringel, Raun für eine gepfefferte Oppositionsrede zu gewinuen. Da» brachte Leben in die Brrde. Die Weizmantt-Anhänlger, dil das Jnternrezzo mitveranlaßt hatten, bekanten rote Köpft Die Mitterrtacht rückt heran. Und es sürd 30 Redne' vorgernerkt. Ein amerikamscher Professor liest ein um sangreiches hebräisches Manuskript vor. Er ist so begeistev von seinenr Elaborat, daß er die Einladung des Vovsitzett dert, die gründliche Arbeit dent Protokoll zu überantworten statt sie ntültdlich vorzubringen, mit Entrüsttutg zurückweist Seitt Nachredner, der Hebräer Wilkansky, muß e> büßen. „Die Stunde drängt und wir wüssett Sprung tnachen. Aber tticht jeder Spmng kannuns dovthitt brilt gen, wohin wir kommen' wollett," ruft er. Das Publr fitm ist ganz seiner Mieinung, nur findet es, daß jus Chawer Wilkanskys Sprünge den Kongreß irr dieser dräw gendcu Stunde nicht dorthin bviltgen, wo er schott gern» loäre: bei den Reden der beidett Führer. So gräbt sich der Mann selbst den Boden ab. Das Kongreßprotokoll stellt fest: „Infolge großer Um nt'he im Saale verläßt der Redner die Tribüne." Es ist kent Regisseur da. Dentroch wird ztlr rechtet! Stunde verkündet, daß die Generaldebatte ohne Anhörung der massenhaft voqgemerkten Redner geschlossen ist — wi schon tritt, mit brausenden Rufen empfattgen, Sokolow av das Rednerpult. Er steht seit Jahren neben Weizmanu in) vordersten Tressen. Tritt er für die Forderungen Wci^ manns wirklich „voll und ganz" eilt, Ivie die schöne Tri bünenphrase lautet? Beileibe tticht, sollst dürste er nick/ erklären, daß er Grütrbauuts, des Oppositionsführers Rede, „mit beiden Händen N'ltterschreibe". Sonst hätte c* tticht daran erinnern dürfen, daß Chainr Weizmatttt eins der Grünbaunt der Herztttttd Wolffsohn-Aera war. Jettes feine geistreiche Wort, das in der deutscher Fassung etwa lautet: „Wer Fraktionett sät, wird Frall tronen ernten!" — er hätte es itt dieser Rede nicht saget' sollen. Ich glaube auch, daß Sokölows Rede, die man dp. Fürsprache, Rechtfertigung, Verteidigung Weizmattin nennen tat als Idenüsiziermtg mit ihm, die doch auä hinübergriff zu Grünbaum —, daß diese allgeltehme, gv müttiche, humorvolle Rede kein genügettder, kein geeignete' Stimmungsakkord für Weizmanu war. Gleich zu Beginn seiner herrlichen und Eschen Re-» zag dieser dst Grenzmark gegenüber^ Sokololw: Ich tat nicht mit der Leichtigkeit Sokolows über ernste Dillg' sprechen. Und wahrlich: diese leidenschaftliche, wuchtig, Archprache war wicht die Rechtfertigungsrede, die Vev teidigungsrede des kritisiertett Präsidettten, sondern eint Enttüsttutgsrede. Begreiflich, daß em Mann mit der zioni, stischen Vergangenheit Meizmanns den Vorwurf des ifaitismus, des Komvror.iiffcs, der Kapitulation vor de»

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