Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1615 (11.8.1923)
- Date
- 1923-08-11
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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' -'- ' *r' ax; ,;ö,wt'«s« M* 8 «m, Cttfflftafl _ Wiener Morgenzettttns. , 11. August 1923 Nr. 1615 Lolkswirt. Sestempelte Krone 0.0077 V2 fimtlme» ÄnszOlung Men --- 0.0070V, ßeuftme» führnngSverordnur^ zur Vermöge nsabg albe, semer eine Deroridniwng des BundeSbrnzle-vamtes Wer die GMHren der Gefchworven und Schöffen, soSvve eine Verordnung des BmrdeSminiftevmms für Frnansen über die Besetzung und Kündignrg der DabakMrschlvihgeschaftie, Zu Zürich notierte 10./8. 9;/8. Me österreichische Zkroue . * 0.0076V, 0;0077 He öftere, gestempelte Krone .... 0.0077»/, 0.0078 die tschechisch« Krone . . . 16.05 16.— die Mark......... .... 0.00010 0.0001 ^Holland ... .... 216.50 216.- New-Ior!.. . 549.- 548.- London ......... 25.11 25.02 5kw8 »»»,»»»,»» .... 3L30 31.20 9R<tiIxmb »•••••*•• .... 23.85 23.42 Belgrad. .... 5.85 5.95 Bukarest. 2.75 Sofia.«... 5.— Budapest.. .... 0.08V, 0.03 V, Warschau ........ 0.0025 0.0025 Sie Wirtschaftslage Lefterreichs in den Augen des SenerallommlMr» de» »Mlerdnnder. Soeben wird der sechste Bericht des GenerÄkommiffärS >* BiWevbundes für Oesterreich, Dr. Z immermau, verösfenrucht. Dieser ist etwas mnstmgreicher Äs die früheren schalten und gibt mehr eine Uebersichl über die Mtionen, welche zur Sanier-nwg Oesterreichs unternommen wurden als über den Stand der Wirtschaftslage Oesterreichs als solcher. War der frühere Bericht mehr als Vorbereitung für' die bevorstehende VölEerbundanleihc gedacht, der in gewisser .Hinsicht einen guten Eindruck über die Verhältnisse in Oesterreich im Auslände erwecken sollte, so ist dieser Bericht, der die Verhält wisse vom 15. Mai bis 15. Juni behandelt, mehr referierend und kritisierend. Es wird hier der österreichischen Negierung gar manches vorgsworfen und die V^rantwortuna dafür, daß einzelne Mtionen nicht wunschgemäß vor sich gehen, der österreichischen Regierung zugüschoben. Dabei werden auch,. wie zum Beispiel bei der Echöhung der Personen-, tarise in der letzten Zeitlöhne genau zu detaillieren, die Vorwürfe, di« indirekt - in einem Teile der Presse gegen den Völterbundkonrmissar erhoben wurden, als ob er die Erhöhung der Tarife gefordert hätte, zurückgewiesen und als V e rschulden der österreichischen Regierung dargestellt, d'e deswegen, weil sie sich nicht vollkommen an die Weisungen des Generalkommissärsnamentlich nicht in bezug aus den Mbau, gehalten hat, spontan zu solchen Maßnahmen geschritten ist, um ein Defizit, das größer war als im Bölkerbunidprogramm vorgesehen, zu vermindern. Der erste Teil des Berichtes enthält eine ausführliche Darstellung der letzten Wlkerbundanlerhc, chre Charakteristik, wobei setzt die Tatsache bekannt wird, daß sich die Nationalbank verpflichten mutzte^ nicht zu Spekulationszwecken das Geld aus der Anleihe zu verwenden. Ter Generalkommissär selbst gesteht, daß der glänzende Erfolg, den diese Anleihe im Ausla-nde gefunden hm, indem sie überall mehrfach überzeichnet wurde, gar-wicht vorausgesetzt wurde, und daß selbst die Emissäre der BMerbundanle'hc den durch die Genfer Protokolle gestärkten Kredit des österreichischen Staates bisher voMommen unterschätzt haben.' Aus dieser Anleihe find der österreichischen' Verwaltung neue 372 Millionen Go-lbkronen zugeflvssen, die sie zur Deckung des Defizites für die nächste Zeit verwenden soll. Der ' Generalkommissär ist wrchl mit. einzelnen Refomnmaßnahmen, so mit der Reorganisation des Verwaltungsdienstes, m't der vergünstigen Interpretierung des Achtstundentages, einverstanden. Andererseits aber ist er gerade frei den E i s e -rb ahnen nicht ganz mit dem Gedankongang-e der österreichischen Regierung zufrieden, die die Sftaformen der Bunldesfrahnen immer aufschiebt und infolge dieses Unterbleibe.is der Reorganisation gezwungen war, die Pevsonentarste za erhöhen. > Schr unzufrieden ist Dr. Z i m ui e r m a n mit der Entwicklung des Personalabbaues. Dom Qktoifrer WS bis 90. Juni 1923 hätten 50.00 0 A nge stellte abgrba nt werden sollen. Bisher sind aber im ganzen nur 3 6.0 00 äbgebaut, während 1 3.400 noch abzubauen sind. In dieser Hin-, sicht wird der österreichischen Regierung ein lässiges Vorgehen vorgeworscu umd der GkmrMoinmissär erklärt, daß er, falls die österreichische Regierung den Mfrau nicht beschleainigeu iverde, er die Summe zur Deckung der Defizit» betröge nicht freigeben werde. Das österreichische Budget hat sch stank gebessert. Gegenüber den Voranschlägen des ViMerbundes sind mi ersten Vierteljahr die Tesizitbeträge um 5 0 Milliarden ge-, ringer als se'm-erge'ii vorgesehen worden ist. Die Ausgaben als solche waren um 68 Milliarden im ersten Viertel- 61eartogkiirse der OsterrelehlscbenKationalliaift vom 10. August 1923. 28125.— 28000.- 772.— 763,— 772.— 763.- 0.019*) 0.014 3056.- 3074— 3.85 3.75 343.- 341— 115ÖO,— 11400— 12970.— 12930.— 324800,—323700.— 9840.- 9830— 3026,— 3089.— 71185.- 70935— 4038.— 4022.- 2090.— 2075— 642.— 628.- 18930.— 18870.- 0.31V, 0A)'/, 12985.- 12955.- Devlsen (Schecks unid Aus- Zins. Zahlungen) nus 0eld Amsterdam f. 1 holl. Oiilden ,1 4 28025— Agram 1 jux. Kronen . . , , 6 768— Belgrad 1 Dinar . ...» , 6 768— -Hin 1 deutsche Reichsmark . 8 v.017 Brüssel 1 belgische Francs . . 4'/, 3044— Bndapest 1 ungarische Kronen . 6 3,75 Bukarest 1 Lei. 6 341— Christianla 1 norweg. Kronen . 5 1146".— Kopenhagen 1 dänische Kronor . 5 12930— London 1 Pfund Sterling ... 3 323800,— Madrid 1 Pesetas ...... SV, 9800— Mailand 1 Lire 6 3014— New York 1 Dollar. . . , , \ 4 70935— Parls l Francs ....... 8 4022— Prag 1 tschecho-slow. Kronen , 5 . 208».— Sofia 1 Lewa .7V, 638— Stockhotm 1 schwedlscheKronor . 4*fj 18870.— Warschau 1 polnische Mark . . 6 o.30'/, Zürich 1 schweizerische Francs . 3 12935.— Noten Amerikas. Noten v. 5 Dollar aufw, , kleinere .. , . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . » » » , 100 « . . kleinere . . , Dänische Noten 100 Kroner , , Deutsche Noten zu 1000 Mark, , m'w 1.90 » . » „ » kleinere. . . . Lugl. Noten von 5 Llvrest. aulw. » , kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufvr. , , kleinere . . . Jagosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar m . m » 100 n . , „ kleinere . , Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 5Q0 Mark aofur. , » kleinere.... Rumänische Noten zulOOOu.SOOLel .» , kleinere . . . Runs. Noten (Romas.) zu 500 Rubel » » 100 ■ . , kleinere . . Schwedische Notes 100 Kronor. . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten MO Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.lOOOaufw. . , kleinere Ungar. Noten (neue Ein.) zu lOOOKr. . »zu 10.000 Kr. ... , . kleinere . . . . . *) Aus AuslandSabgaben nichts übernommen. Kurs vom 9, Auf» Ware Geld Ware 28100,- 767,- 767.- 0.016 3086.- 3.85 343.- 11500.— 12970.- 324700.- 9870,— 3941.- 71185,— 4038.- 2o85,— 632.- 1893«.— 0.31V, 13005.- 7C560.- 70960.- 70560— 70960— 704«0.— 70860.- 70460— 70860— 3C05.- 3035.- 3035— 3065— 616.- 624.- 606— 614— 506!— 604!- 586*— 594— 12780.- 12860— 12780— 12860— VL24 0326 0.0215 0.0235 32200o!- 323600— 321900— 3235ÖÖ!- 321800.- 323490— 321700— 323300— 3975.— 4005— 3975— 4005— 27825.— 28025— 27800— 28000— 2990.— 3010.- 3005— 3025— 2970.- 2990— 2985— 3005— 759.— 765— 755— 761 — 752!- 753— 748— 754— 11320.- 11400— 11320— 11400— 030 0.32 030 0.32 0.23 0.27 9.25 0.27 332.- 336— 332— 335— 312.- 316— 312— 316— 18ßS— 18760— 18680— 1876ß!- 12820.- 12900— 12840— 12920— 9680.— 5780— 9710— 9790— 2062.- a)78— 2057— 2073— 2057.- 2073— 20S2.- 2068— 2.10 230 2.10 LZo ÜÖ5 a!25 2!o5 2^25 Bom Geldmarkt. Gestern war das GeD reichlich angeboien nnd Koar zu erwam Satz von 1.63 bis 2 Pro^nt, je wach der Quialität der Hände. Es zeigte sich aber mich domentshrechende Nachfrage. Stinnes und die Glasindustrie. Bor kurzem wurde geme-idet, daß der Konzern Hugo Stinnes im Hivschberger Dal ein großes Unternehmen -ur Herstellung von Glas- und Bismlteriewaren nach Gablonzer Art errichten tverdc, und daß dort mit dem Ban der ersten Glasfabrik bereits begonnen worden sei. Nun soll in dem Städtchen Stroiphen ebenfalls vom Stikrnes-Kontreru eine Glasfabrik erbaut werden, zu Wvlch-M Zweck der Kvuzent von der Stadt 10 Morgen städtischen Ackerlandes erworben -ha^n soll. Die Kreditpolitik der deutsi^n Großbanken. Die Maßnahme der RsichsbWt, Wochi-el?qüs erster Hand, nicht mehr Äl-diskontiierLn-, sondern mir noch wect^tänvig zai lombär- , Vieren, mutzte natuM-mätz weitreichende Konlsequenrnen auch für den privaten Bankverkohr nach sich ziehen. Da bisher RUchtstnien über das Dorgchen der Peichsfra-nL n'icht Vorlagen, so steht die. endgültige Stellu-rMahMe^ der Privatbanken noch nicht scst. Die Großbanken sind sich darüber klar.,daß sie die auf st.' angewandten Maßnahmen der Reichsbank auch aus ihre Kwnden übertragen müssen. Technische Schwierigkeiten werden sich besonders dadurch Herausstellen, daß die Banken nicht von vornherein wissen können, welche Weä)sel die Reichsbank noch ldiskor-ticrt und, welche nur wertbeständig lombardiert werden. Es wird deshalb als notweMg bezeichnet, daß die Reichsbank imviglichst bald ein Bemeichrvis, etwa nach Branchen, auifftellt, denen noch PadiermaEredite gegeben werden können. Wie die .^ossiische Zeitrmg" erfährt, sind einzelne Berliner Privatbanken bereits vollständig zu viner tverib^tändigen Berechnung der von ihnen gewä'-lirten Kredite WergvWngen. Belgische Devisenmatznahmen. Aus Brüssel toivd telegraipliiert:'Der tiefe Sturz des belgischen Frankens hat die Regsrerung z-u energischen Maßnahmen veranlaßt. Ministerpräisident Theunis ist entschlossen, alle Banken und MaAer zu Mmgen, ihre Dervisenumsätze inbeson'dere Bücher viWutragen. Der Kauf und Verkauif ausländischer Devisen und Wcrtpcch^iere soll verboten und Mr gegen besondere Bewilligung des ^inawzmimistcrs erlaubt werden. Gegen Zuwiderhandolnde sollen schwere s^reihvits- und Geldstrafen angÄVendet lverden. Man wird angeblich selbst vor der Schließung der Börse nicht nu* rückschrecken. Erhöhung des Mienkastitals der Steana Romaua. AuS Bukarest wird gomÄdet: Gemäß den. von der außerördent- Uchen GenevalversammLung gefaßten BeschWse schritt dies- GelseUchcht riumnchr Mr Emission von 810.000 neuen Aktien von 60V Lei. deren Zvichmmg am 7. August evöfst'et worden, ist. Die- Inhaber alter Aktien genießen ein Ieichnungsvrcht im Verhältnis einer neuen Aktie M Ävei alten Mie,>. Eierausfuhr aus Ungarn. Die Aulstvo-MnMvische Handeilskammer töllt miit. daß wach einer Verordnung des ungarischen splnaminir/rstevilmns die Eyporteure von EierseMwgen. gegen deren Ausfuhr sie dein Budapester Lebensmitielbetriel die Exvootabgabe in Barym äbgÄicisert hoben, die Sendnngen innerhalb zwei Wochen vorn Tage des. TatumA des die Einlie-fevung der Ethortabgabe lecrchwciifenlden T'.i^fnisscs behufs Ausfuhr in das Ausland ausMaöben liaben. Den nach dieser strist onfgegebenen Transporten ist die Austritts hewillignng von den Zollämtern zu verweiigern. Wer die Iht dieser Äewr>dMl!r,g Vorgeschvickbeneversäumt, kann die Mckstelümg der als Ansifuhralbgabe abgelieferten Eier ode.' die Vergütung ihres Wertes wicht fordem. Revision der Ausfuhrzölle in Jugoslawien. Aus Belgrad wird gemeldet: Eine Kommission im Haudelsmnristevmm ist M der Revision des AussuhmolltacktzeS beawftvagt, welche bik 15. d. beendet werden mutz. In dem neuen Darif sollen die ÄusfuhvMlle stark herahgeffetzt werden, daamt sich der Exhork hebe. Die Stütmna der Poienmark durch die obrrschlesische Montanindustrie. Die schon vor Wochen angekündiigte Mit- Wirkung der ostoberschlesischen Montannudustrie bei den Matz.' nahmen der polnischen Regierung für die Stützung der Polen mark ist setzt durch ein ALLommen festgelegt worden, das der DÄegisrbe des ^marWMnistorirvms Dr. Leon Baranskt iv Kattolwitz mit dam Verbände der vstoberschllcsischen Berg- und Hüttemrvdustviellen abgeschlossen hat. Danach werden von Devisen. die aus dem Export von Kohle und chemischen E>MU!g nissen verrühren. 50 Prozent an die polnische Regievu-ug der. kaust, von den Devisen der Eisen- und Bleiindustvie 35 Prozent, der Zinkindustrie 20 Prozent. Das Abkommen trar a» 10. d. in Kraft und wird sich aus alle Devisen evstvecken, die nach diesem Zertpiunkt einlaufen. Der Kohlenvevkaus nach Deutschland soll neuerdings r.<ur noch gegen Zahlung m Polenmark erfolgen. Die Autzenhandelsbilan; der Veramigten Staaten füt 19*22—23. Wie im Juni, dem letzten Monat des R-echnungsja!hrcs, die Außenhandelsbilanz dar Bergmigten Staaten bei 'etwtcr Ausfuhr im Werte von rund 329 Millionen Dollar uno einer Einfuhr im Werte von 328 Millionen Dollar im Gegensatz xu den Vormonaten wieder Mw geworden ist. so war auch die Bilanz des gesamten Iinarqiähres (1. IuLi 1962 bis 30. Juni 1923s aktiv, wenn auch in weit gevingevem, Mäße als im Borj-ah-re. Die Ausfuhr in dem gchamten Zeitraiuim hatte einen Wert von 3,905.967,460 Dollar, die gleichzeitige Einfuhr einen solchen von 3,789.002,114 Dollar, so daß das Ialhr mit einem Ausfuhrüberschuß von nur 176,965346 Dollar abschliietzt. gegen öinen Ausfuhrüberschuß in der Höbe von 1,123j977,481 Dollar im vorausgegangemn Nechnuugsjah, bej eirer damaligen Ausfuhr im Werte von 3,771 ^lM,489 Dollar und einer gleichzeitigen Einfuhr im Werte -von 2,608.079,008 Dollar. Ae Einfuhr an Gold hatte m Rech« ilungssabre 19Ä—S3 einen Wert von M.089M) Dollar, die gloichieiiige Goldaussubr einen solchen von- 49,0A.N5^ Dollar; diesem Ems'uhrü'berschutz an GoLd in dcr Hohe von 3M,067.573 Dollar steht ein solcher des Rechnungsjahres 1921—28 m dev Htzhe vor. 444,972.991 Dollar bei einer Goildemfuhr von 468^18.273 Dollar und einer damaligen Goldausmhr v»« 23M6L82 Dollar gegenüber. An Silber wurden rin.letzten Nechirungssahre für 65,320.583 Dollar ein- und für 35,906.956 Dollar ausgesührt. im Vorjahre für 70,684.298 Dollar' W” und für 62,691.677 Dollar ausgcsAhrt« Wiener Börse. Der gestrige Verkehr zeigte eine gewisse ruhigere Autz sassuug über die Verhältnisse in Deutschland. Zu Beging der Börse waren günstigere Nachrichten über den Stand der Mark aus den ausländischen Plätzen und auch über eine Ermäßigung der Devisenpreise in Berlin in Wien eingelangt. Diese. Aust sassiwI sowie die Meldung, daß auf den ausländischen Plätzen sich spontan Interesse für die Mark gezeigt hatte, ließ die Börse zu Begigsln die schwierige Wirtschaftsgestaltung Deutschlands günstiger beurteilen und so kehrte eine gewisse Berichigung ein» die am Geschäfte des Vortuges zu vermissen war. Ällleroings h.n das Geschäft dennoch dabei nur einen engen Nahmen au-fzu« weisen gehabt. Der Geldsatz hat sich aus Anlaß der Prolongation verschärft. Es wurde für Noportkredit bis zu 2 Prozent gefordert. Außerdem war auch infolge der heißen Jahreszeit ein Teil der Spekulanten, der sich sonst mit Betve dem Geschäfte widmet, ferngsblieben und befindet sich auf Urlaub. Trotzdem konnten mit Rücksicht auf die gebefstrte Siim.'.nimg sämtliche Effekten 4m Verhältnis zum Vortage Deutlich höhere Kurse austveisen, dst allerdings knapp vor Schluß der Vorst kleine Abbröckelungen zeigten, ohne aber bis auf das niedrige iliiveau des Vortags zu sirlken. Von den Bankwevten der Kulisse profitierten Ländevbank 10.000, Angloöan>! 5000, Oesterrcichische Kredit 5000, Nngarische ^Kredit 36.000 K., Hin- An unsere geehrten Abonnenten in Deutschland und Polen! fahr geringer, als sie der Generalikommissär seinerzeit im Auge hatte. Sehr ungehalten ist der Generalkvmmissär jedoch über. das Defizit der Bunde sb ah non und der übrigens Staatsbetriebe. . Aeutzerst optim-istüsch spricht sich der Generalkommisfär kiber die Währu ngsverhältnisse und die Wir!-, schafrskage' Ossterreichs aus, und sprich'die Erwartung ans. daß. sich die Vechäiltnüsse noch weiterhin bessern tverdru. SchliWich betont er neuerdi-ngs, daß die internationale HAse bewiesen habe, wie em 'Land wieder zu seinem Selbstvcrira ^cn konlmen könne. Sie Bermfigcnsabgabe. Das heutige GundesMsetzblatt verläut-bart eine Berord- IwW des Bundesnrinrsti.'riums für Finanzen und des Bundrs- ‘ ftaipwahttteS betreffend Abä nderung der ersten Dnrch- Die fortgesetzte Entwertung der deutschen und polnischen Währung nötigt uns, eine Erhöhung der für diese Länder geltenden Bezugsgebühren Vvrzunehmen. Die bisherigen Preise tvaren so niedrig angesetzt, daß sie nicht einmal die Ausgaben für Porto und Papier gedeckt haben. Abon'nementsbedingungeu ab 1. August: Deutschland . . . . 1Ü0.VV0 Mark Polen . .... . 45.000 Mark - Die Erhöhung gilt rückwirkend ab 1. August. Wir ersuchen daher unsere Abonnenten, die Differenz auf die bisherigen Preise sofort uachzuzahlen. Jur Sinne unserer Verlatttbavung am Kopf des Blattes sind wir berechtigt, bei Preiserhöhungen Nachzahlungen zu begehren. Die Einzahlung hat so zu erfolgen, daß wir spätestens am 15. August über die Gelder verfügen können, da wir sonst zu unserem Bedauern genötigt tvaren, die Zusendung der „Wiener Morgenzeitung" an säumige Zahler einAustellen. Polnisches Postsparkassenkonto: Warschau, Nr. 19&227 (,Wiener MmrgerMÄMg"). Deutsches Konto: Berlin N W 1, Nr. 108.722 -(,Mener Morgenzeitung"). Ne Berwaltnm» der uRißner.? Na»- *£&**&**&*