Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1609 (5.8.1923)
- Date
- 1923-08-05
- Page
- Seite 22 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 22 Wien, Sonntag Wietter MorgenzeituAg. 5. August 1923 Nr. *609 Ludwig Sperlinger I. Wollzeile 34 * Atelier für feine engl. Herrengarderobe in vornehmstem Genre * Teleption 71-4 "7 9 29. Juli Internat. Klausenpass-Rennen Das grösste und schwierigste Bernrennen Mitteleuropas. Strecke JJnthal* Klausenpasshöhe 20-5 Kilometer. Steigung bis 8 5 Prozent Sensationelle STEYR Xäpiolge Hermann RüSzIer auf Pneus Continental Cord (20 Min. 24 4 Sek.) Absolut beste Zeit des Tages Sieger der Rennwagenklasse gewinnt Spezialpreis für beste Zeit und schlägt die Bestzeit des Vorjahres um 1 Minute 18 6 Sekunden Kategorie IV der Sporiwagenkfassei _ VELADINI auf Erstes* DEIMAR auf Pneu Continental Cord Kategorie IV der Vourenwager Belasse s _ Y/lNTSCti (Zürich! auf S T E Y Mt, Erster Preis der Amafeurffahrer Sämtliche gestarteten Steyrwagen preisgekrönt. Sechsundachtzig Konkurrenten allererster Internationaler Marken. Qisterreiehisclte Waffenfaferiks-Sesellschaft Generaldirektion und kommerzielle Direktion: Wien, I., Tein“ falt8tras8e 7. Zentralgarage und Reparaturwerkstätte („Oefag“): Wien, XX., Hannovergasse 2t. — Eigene Verkaufsbureaus: Wien, I., Kärntnerring 7 (für Wien und Niederösterreich), Graz, Joaneumring 14 (für Graz und Steiermark). Inlandsvertretungen: Oberösterreich und Salzburg: Internationale Auto-Handels- und Verkehrsanstalt, Inhaber: J. Waltl, Wels, Hans Sachstr. 1. Kärnten: Thomas Bohrer,' Klagenfurt. T:—1 und Vorarlberg: Köthy & Wiedaer, Innsbruck, Heiliggeistsl Sportartikelfabrik STADION Sportwaren-Ges. m. b. H- Wien, 18. Franzensbriickenstraße 34 Erzeugung von erstklassigen Sportschuhen ffiusshall-, Lauf-, Radfahr ^ng er schuhe etc*) * Größtes Lager sämfl. Sportartikel I ft ins gesamte ■r—r Zum 13, Zionistenkongrest. In Karlsbad werden in den nächsten Tcia-'n die- Besten unseres Volkes die Vergangenheit kritisch belonch'.-en und -Ruht» Tinten «für die Zukunst sestlegen. Unser Altneuland Palästina lDtrb den Mittelpunkt des Interesses emnchmen, und das Streiben unserer Führer wird dahin gehen, unseren innigen Wunsch, die Besitzergreifung des Lmtdes richtig vorznberorten, in die Wege fru leiten uittb durchzufAiren. Für uns Turner und Sportler bedeiitet die Ta-MNg des 16. Kongresi'es ebenfalls einen Markstein in unserer Geschichte, da wir den hchren Zwecken, die die Führer des Volkes ifeftigeTegt haben, dienen. Dem MakkM-Wollverbcmd obliegt die Aufgabe, unsere/Jugend für die Einwanderung kn PaWina reif zu machen, Wir haben B0rberei tung sar'bsit zu leisten, die «der von Haus aus dazu verurteilt ist. Stückwerk zu bleiben. Wir stellen nur die Armee, die sich in Bewegung sehen kann, wenn sie Leuker findet. > Der 13. Kongreß bildet für die Delegierten der jüdischen Turn- und Sportvereine den Anlaß, in Karlsbad in der Zeitj vom 12. bis 15. d. Beratungen zu pflegen. Auch sie werdest» untersuchen, ob dir geleistete Arbeit Mt war und ob sie dem Endzweck gedient hat. Weit wichtiger als die h\i erwartende fruchtbringende Kritik wird aber die Festlegung^ der Zukunftsarbeit sein, äderen hauptsächlichstes Stäben sein muß. de'n Kontakt mit der Zionistischen Partei fester, staffer und innerlicher An gestalten. Unsere bisherigen Leistungen haben manche berechtigte Kritik geftntibett, häufiger noch gaben sie aber zu Meck- und auch sinnlosen Nörgeleien Anlaß. Bei aller Bescheidenheit glauben wir feststelleri zu können, daß wir auf die bisherigen Erfolge stolz sein dürfen. Die jüdische Turn- und Sportbewegung blickt im wahrsten Sinne des Wortes culf einen Siegesz-ng über die ganze Welt, wo Juden wohnen, zurück. Von Finnland bis Australien, und von Amerika nach Osten «bis China zeugen die südischen Turit- und Sportvereine von der Lebenssähigkrit und vom Lebenswillen des jüdischen Volkes. Wir haben wohl noch nicht die gesamte jüdische Jugend, doch einen großen Teil von ihr erfaßt. Diese Tatsache steht fest. Unsere Propaganda >der Tat hat die Jugend unseres Volkes gezwungen, zrun nationaljüdischerr und zionistischen Problem Stellung zu nehmen. Unsere Erfolge und Mißerfolge, die von außen kommenden Fveundschaftsbezeugungen und Anfeindungen haben itnfcflc Jugend gestoßen, gedrückt, aus der Lethargie geweckt und letzten Endes seelisch erschüttert. Sie war 'bnnnsfigt. sich mit unseren Idealen zu befassen, es gab keinen Ausweg. sie mußte irgend welche Perspektive Wahlen und sich mit unserem gewaltigen Problem eingehend befassen. Viele haben den Weg zu uns gefunden, ebenso viele stehen noch abseits. Von mancher Seite wurde uns nun vorgeworfen, daß wir die jungen Menschen, die wir in unseren Bannkreis gezogen haben, nur körperlich, aber nicht geistig regeneriert haben. Es wurde auch nicht gutgeheißen, daß die Aufnahmen wahllos erfolgen. ohne auf die Gesinnung Rücksicht zu nchmen.. Gerade letztere Tatsache soll so manchen bewußten jungen Zionisten veranlaßt haben, sich von uns obzuwenden, wodurch die ganze Bewegung eine Verwässerung erfuhr. Wir geben gerne zu. daß die geistige Erziehung mit der körperlichen" nicht Schritt gehalten hat. doch ist dies nur zum geringen Teil unsere Schuld. Zahllos waren und sind die Bemühungen unserer Vereine, in kultureller Beziehung Ersprießliches zu leisten. Erfolge sind wohl aufzuweisen. doch stehen Liese in keinem Verhältnis zur aufgewendeten Mühe. Wir können uns auf Grund unserer Erfahrung des Eindruckes nicht erwehren, daß die Turn- und Sportvereine mit Rück sicht auf ihre Struktur in geistig erzieherischer Hinsicht nur Unvollkommenes leisten können. Sie machen ihre Jünger zn bewußten Inden, es geht ihnen aber bei bestem Willen die Fähigkeit ab. die höchste Potenz zionistischer Reise heranzubilden. Es-ist wohl möglich, daß die Vereine bei inien'' sivster Verinnerlichung der geistigen Erziehungsarbeit das vorläufig gesteckte Ziel erreichen. Dieser Erfolg wäre aber allzu teuer erkauft, da er auf Kosten der Breitenentwicklung der Bewegung, und auf Kosten der so wünschenswerten körperlichen Regeneration erreicht würde. Was den Vorwurf der wahllosen Aufnahmen anbrtrifft, so können wir nur auf das Beispiel Hinweisen, das uns die Zionistische Parteileitung gibt. Im Interesse des Aufbaues von Palästina sucht sie ein Zusammenarbeiten mit allen Schichten des Judentums zu ermöglichen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, wohlgemerkt, das jüdische Volk Körperlich gesund und sta-k zu machen. Wir haben also allen Zutritt Beigehrenden die Tore zu üjfiptwit. Ueberdies darf nicht vergessen werden, daß die Menschen zu uns im entwicklu-ngsfährgsten Wer kommen, so daß die Erziehung und Einflußnahme van Mann zu Mann aus Unreifen, Unvorbereiteten und Desinteressierten Volli-nden'macht. Wir glauben gerne, daß ein intelligenter junger Zionist.bei uns wenig geistige Nahrung findet. Es erscheint uns aber ganz verfehl!. deshalb das Weite zu suchen, da er es als Pflicht erachten müßte, durch persönliche Einflußnahme daran mitzuhelfen, feinem Verein den erstrebenswerten Inhalt zu geben. Die Vereine haben die Grenzen ihrer Fähigkeiten >er- &mnt. Sie wissen, daß sie. der geistigen Erziehung nicht genügen können, weshalb sie mm die Pflicht haben, mit der Zionistischen Partei in engste Fühlung zu treten. Bei der Eröffnungssitzung des Makkabi-Weltverbandes werden die Führer unseres Volkes zugegen sein. Ihnen sind unsere Bitten und Wünsche vorzutragen und wir sind überzeugt, daß sie sich unseren ^berechtigten Forderungen nicht verschließen werden. Wir Turner und Sportler erwarten vom 13. Kongreß Impulse und Direktiven für unser künftiges Streben/ Ml ein sind wir zu schwach, um unseren Aufgaben restlos nachzukommen. Wir brauchen dringend die Unterstützung der Partei. Wird uns diese gewährt, dann wird -die jüdische Turn- und Sportbewegung allen Anforderungen gerecht werden. Wir grüßen den. Kongreß und geloben den Führern unseres Volkes rückhaltslose Gefolgschaft! i_ Fritz Baar. KWall. Red Star—Slowan. Red Star beginnt .heute seine Iübilänmswoche mit einem Wettspiel gegen Slovan. Die Wiener Tschechen, die S: die ErMassigkeit erraMen, haben eine anstrengende merreis«-y!nts^/sich/Me'lWtzn.?mH in-den KnoGm lregm sollte. Dieser Umstand sdüW'^es inst sich brirvgmfdaßK-ie. ZweitklaMen dem SpoiMEMovau einön zuMirckest Mchwertigen Gegüer abMen follkeni MMchichtiK man noch die . Mlesstimmnng, des, .'MyrtKübs.'' Red Star und -den Vorteil, . den ihm der eigene'Platz gewährt, so ist man'^-ckst geneigt, den OttakriMrn hie besseren Siegesäüssichte'n em-Mäumen. Auf alle Fälle'wird Slovan gut tun, den Kampf vom Anfang an ernst'zu nchmen. Es würde keineswegs überraschen, wenn die Iübilare' heute die Oberhand bchalten Würden. Schi-chsrichtör Pchak. __ ' Die Sommerreise der Hakoah, (Von einem ReiscteikrchM'er.) 5. Aan Dienstag dm- 31. Juli kainen wir in Stamslau an, wo Häusler van einer Deputation seiner Landsleute empfan» gen wurde. Von diesen wurde der Ha-koahner sofort zur Traullug seiner Cousine mftg-enommen. Häusler; mußte sich sofort einen Smoking anzichen, um als Trauzeuge fungieren zu können. Fünf Mnuten vor Beginn des Wettspieles war, er noch nicht zurück, so daß wir schon schr beunruhigt waren., Endlich erschien er knapp vor. Zlnpfiff. Seine Kollegen machten ihm ,-die Mauer", damit er sich gleich auf dem Spielfeld umkleiden konnte. Der Platz hatte weder, eine Abgrenzung noch eine Kabine. Nun stellten wir uns in. folgender Ausstellung dem Gegner, der aus einer kombinierten MannschÄst! von Hakoah (Stanisla'u) und Sokoll bestand: Halpern; Herlistger, Scheuer: Kerr, Weiß, Duldig; Häusler, Neufeld, Hunter, Grünwald, Heß. Das SpielfM war uneben und hart. Der Ball erwies sich als zu schwer. Obavohl unsere Mannschaft schr müde war, siegte sie mühelos 10:0 (4:0). Halpern hatte keine andere Arbeit zu Verrichten, als vor Beginn des Tressens vor seinem Tor weidende Kühe wegzutreiben. Die Tore fielen in folgender Reihenfolge: Neufe-ld (6. Minute), Grünwald (14. Minute),' Häusler (42. und 44. Minute). In der 26. Mnüte wchrte der gegnerische Tormann einen von Neufeld durchgelsührten Elsmeiersiotz ab. Nach der Pause waren folgende. Spieler erfolgreich: Hunter (4. Minute), Heß. (12. Mimite), Grunwald (Ä^' Minute), Häusler (40. Minute), Neuseld (41. Minute), Hunter' 43. Minute). Die Stanislauer Elf hat sich seit dem Vorjahr gewaltig verbessert. Hier wurden wir. Überaus herzlich auifgenommen. __ Der Fußballverband ülbersiedeA morgen in« sein neues Heim, 2. Bez., Taborstraße 1. Aus diesem Grunde finden Montag. Dienstag und MitLwoch keim Sitzungen statt.; Der W. A. F. in Lemberg neuerlich geschlagen! (Bo» unferenr iKorrespoudenten.) Im RetouÄsiPiÄ W. Ä. F.—Wgov konnten die Wiener für die 1:8-M>iederlage keine Revanche nchmen. Sie wurden neuerlich, und M-ar 1:2 (0:2) gsschlggem In der ersten Spielzeit unternahm Pogon heftige Angriffe, ^ie ouch in der 5. unld 16. Mnute zu zwei Toren durch Kuchat führten. Nach Seitenwechsel waren die Wiener überlegen,' < da sich die Lemberger vor der Panse zu stark ausgegLbon hatten. Das Spiel wurd>e nun -zeiitweise derb, doch konnbe der W. A. F»! - <m§ einem Freistoß nur einen Treffer aufhÄen. Der W. A. C. trügt heute ein Wettspiel in Bad.?,; gegen den einheimischen AthletMlub ans. Die Menna spielt heute in Himberg- Leichtathletik. Von der Hakoah-Leichtathletiksektion. . Die Hakoah bealisichtigt in der nächsten Zeit an mehrere^ auswärtigen Meetings teilznnehmem Heute startet sie in Linz, am 12. d. beim internationalen Meeting des W. A. F., am 15. in St. Pölten, am 19. in Agram als Gast des H. A. S. K. und am 26. beim südifchen internationglen Meeting in Franks furt am Main. Bei letzterem wird die Hcckocch mit eine? |chr starken Mannschaft bon rund 16 Mann antvüen und alle Wettbewerbe besetzen. Damen entifendet die^ Hakoah nicht.. Dagegen beabsichtigt der Makkabi 9 eine Damenistdffell nach' Frankffuvt zir schicken. ' . Schwaiger, der zweitbeste Sprinter der Hakoah, zog sich beim Meeting der Hakoah am 15. Juli einem. Muskelriß nn Oberschenkel zu, der ihn auf 4 Wochen außer Gefecht setzen dürfte. Einige Blätter brachten die Nachricht, daß Dr. Fried-' mann nicht mehr im Vorstand mitgrbeite und daß mchrere fM Leichtahtleten ausgetreten seien. Beides/ ist nnvichtia.^ r. FriÄMann arbeitet nach wie vor im Sektionsvorstarw und-als Trainingsleiter, nur ist Dr. Krenberger jetzt SektMs-" leiter. Ebenso hat sich nur ein Mitglied abgemeldet, und' zwar Scheu, der zu Rapid geüvandert ist. Der Settions.au &»' schuß beschloß, Scheu nach Crifüttuna seiner Verbindlichkeiten sofort noch sur diese Saison freizugeben. Andere Athleten sind nicht ausgetreten. Im Gegenteil hat die Hakoah in letzte« Zeit em^elne neue, recht gute Athleten bvkomMen. Der leichtathletische Klubkamps F. A. C.—Wacker firdek heute um 10 Uhr vormittags auf dem Mieidliniger Sportplatz statt. Folgende KaUturren^en gelangen zur . Austragung: 100 Meter. 800 Meter, 3000 Meter, Stafette 100 plus 200 chlns 400 plus 800 Meter, Hochlsprung.mit Aulwulf, Kugelstoßen.! In Budapest vercmrstaltete Sonntag die Technische Hoch-' schule ein Meeting. Die Er>geibnisse der Hauptbewerbe wären i 200 Meter: 1. Gero 26,4 Sek. — 400 Metier: 1. KuvuneZy 60^ Sek. — 1500 Meter: 1. Besczp 4:14. — 5000 Meter: 1. Dr. Bavadi 16:06,6. — Weitspvung: 1. Boncze 6,49 Meter. — KngeWoßen: 1. Gördögh 16,22 Meter. ' Schwimmen. Wttsserbttll-Ländeekampf Oester veich— Ungarn. Heute fiüdet in Budapest der Läudevkampf Oesterreich —Ungarn staft, bei dem einander folgende Manufchaften ent.' gegentreten: .Oesterreich: Tor:- Wackler (W. A. C.); Verteidiger: Morberger, Hager (W. A. C.); Mitte: Naffay (W. B. C.): Stürmer: Brociner.(W. B. C.), Redlich, Worell (W. Ä. C.)/ — Ersatz: Schaich (W. B. C.). Ungarn: Tor: Barta (V. A. C.); Verteidiger: Dr. Gaspar, Rndas (3. Bezirk); Mitte: Kcherü 2 (F. T. C.); Stürmer: Wenk, Fazekas (F. T. C.), KSseru 1 (8. Bezirk). — Ersatz: Dr. Mbner (F. T. C.), Hlavac^ck' <öt BrziÄ Die Ungarn haben im Hintertreffen das' UMvgewicht. Uns scheinen die beiden österreichischleu Verteidiger als zu alt,' um mit den gegnerischen Stürmern fertig werden zu können. Eine knappe Niederlage wäre für unsere Vertreter Mroits ein / AuS den Vereinen. . iKadjmah. Dienstag den 7. d. nm 8 Uhr i ''MllbsrfmidMml«.' Dohnerstoä den 16. d. um 8 Uhr . KlübhÄm autzewrÄmMche GenevakvePsMrnrlu u-g. Essen bis 10. d. schvWch ei^Wreicht werden.