Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1609 (5.8.1923)
- Date
- 1923-08-05
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1609 Wen, Sonntag * Eine fiolmtte Prüfungskommission.^ Aus Reims wird berichtet: Zu der heurigen Madara am hlchligen Ghmnafimn hatten sich zwemnddreißfg Kandidaten gemeldet. Bloß acht von diesen Meiunddreißig bestanden die Prüfung und diese waren — acht junge Damen! Nicht,ein einziger der jungen Männer konnte den Anforderungen entsprechen, die für den Mutritt in die höheren Schulen gefordert werden. * Lenins Schriften im Regen. Die ersten' Kopien der ge. jjtm'mel'teit Schriften Lenins können in Moskau nicht zum DerEmife gelangen, da die ganze Ausgabe durch heftige Regengüsse, die die Anifbewahrun^srännie der staatlichen Druckerei überschwemmt-en, vollkommen unbrauchbar gemacht wurde. Die Sowjetpresse schätzt den Schaden aus 30.000 Pfund Sterling, wie die „Daily Mail" mittetlt. — Mit diesen Arbeiiten Lenins find auch viele kommunistische Propa-gandafchriften zerstört worden. * Der Sonnenfinsternis-Reisende. Zwei merkwürdige Steckenpferde besitzt der Chicagoer Bankier E. Francis Hyde, der sich seit einiger Zeit von seinen Geschäften zurückgezogen hat. Eines seiner Hauptvergnügeu ist es, von Amerika nach Europa und wieder zurück zu fahren. Obwohl er schon 81 Jahre ist, gewährt ihm das die größte Erfrischung und er ist kürzlich das hundertstemal über den Atlantischen Ozean gefahren. Noch wunderlicher aber ist «ein Bestreben, möglichst, jede Sonnenfinsternis an dem dafür geeignetsten Punkte zu beobachten. Selbst nach Japan ist er schon zu diesem Zwecke gefahren. Nunmehr reist er eine Strecke von 12.000 Kilometer von Europa nach San Diego in Kalifornien, um dort von der großen Sternwarte aus die Sonnenfinsternis am 10. September sich anzusehen. Wenn er dieses Schauspiel. genossen hat, wird er sogleich seine Vorbereitungen treffen, um bei der darauf folgenden Sonnenfinsternis rechtzeitig an Ort und Stelle zu sein. * Die Auswanderung aus der Tschecho-Slowakei. Aus Prag wird uns geschrieben: Die Staatsanstalt für Statistik bringt -interessante Daten über die Auswanderungen aus der tschecho-flowakischen Rchmblik im vierten Vierteljahr, das ist vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1922. In dem angeführten Zeiträume wurden im ganzen 8500 Personen, davon 6120 Männer und 3080 Frauen, mit Auswanderungspäfsen beieilt. Von den Auswanderern waren 6631 Personen tschechoslowakischer, 1203 deutscher, 274 ungarischer, 212 russischer, 13 0 jüdischer, 43 polnischer und 7 Personen anderr Nationalität. Die Mehrzahl der Auswanderer ging nach Nordamerika (3885 Personen). * Die Waremtmsatzsteuer siir Bücher und Musikalien. Ndach den bisherigst Vorschriften war die PhasenpauischMe-- rimg der Warennmisatzsteuer für Bücher und Milsikaliem in der Werse geregelt. daß bei der Sicherung durch den VerleMr oder bei der Emtfuhr ein Pauschale von 1,8 Prozent des Verlagsöder Einfuhrpwifes zu entrichten« war; im Emfnhrivevkchr enfoWe die Girchebnna des Pauschales bei der Zollabfertigung. Für den EinflchrveMhr von Büchern ergaben sich hierher erhebliche Schwierigkeiten, da die Bücher an der Regel wicht von den erforderlichen FMuven oder sonstigen für die Versteuerung erforderlichen Belegen begleitet waren und die Fertigung bei den Zollämtern sich daher verzögerte, ein Zustand, der dem Buchhandel zum Nachteil gereichte, aber auch den Interessen der BnndeKfvnan;- verwaltuing abträglich war. Die VertrvtuM des..BnchharMs machte dccher den VrM'chlag, die Eirhebnina des Pauschales Wiener Morgenzeitung. hmsichtlich aller an Buch-, Kunst- und Muisi'kaii-cntz"-::- Icr gerichteten Buch- und Mnsikalienhandlungm in den Kieinb ande.l zu verlegen und das Pauschale mit 1 Prozent, des Kleinhandelspreises festznsetzen. Diese,n Wunsch wurde durch eine gestern im Bnndesgcheflblott verlantbarle MinUeriaÄerordnnng Rechnung getragen. , * Hebräisch als Unterrichtsgegenstand in einer ägyptischen Regierungsschule. Die ägbpt'ische Neaienurg hat beschlossen, im L e h r e r s e in i n ar in Kairo H elb r ä i s ch a'.'s Unterrichtsgegenftand einzuführen. (I. E. B.) » Stellen siir Ordinationsgehilfinnen. Durch den Ausbau der städtischen Schulzahnkliniken ist die Aufnahme mehrerer Ordinationsgehilfinnen notwendig geworden. Bewerberinnen um diese Stellen müssen sich mit der österreichischen Staatsbürgerschaft und mit Zeugnissen über eine mindestens einjährige Praxis bei Zahnärzten, in einer Zahnklinik oder in einem zahnärztlichen Ambulatorium ansiwnsen können. Die Beschäftigungsdauer dieser Ordinationsgehilsinnen beträgt vier Stunden an Wochennachmittagen. Gesuche um diese Stellen sind bis längstens 1. September d. I. an das städtische Gesundheitsamt in Wien, 1. Bez., Rathausstraße 9, zu. senden. Kne MMÄe Verbindung aller . Vorzüge eines hygienischen Schnhwerkes, bei genauer und äußerst eleganter Paßform, stellen Dr. Lahmanns Gefnndheitsschühe — der ideale Schuh für Danken und Herren — dar. Der alleinige Fabrikant ist die Schuhfabrik Eduard Lingcl, A.-G., Erfurt. Der Ruf dieser Firma bietet Gewähr, daß die in den Handel gelangende Ware zu den Glanzleistitngen deutschen Schuhgewepbes zählt und bürgt für Qualität des Materials, und größte Vollendung in der Fornrgebnng, so daß die Bchchnhung nicht nur den Anforderungen des Gebrauches, sondern der hierfür als Käufer anftretenden Gesellschastsschicht auch ersten und letzten Blickes wohlgefällig erscheint. Der Dr. Lahmann-Stichel wird für Herren und Damen hergestellt. Die Formen sind besonders ausgewählt. Sie haben indes nichts mit den sogenannten Naturformen zu tun, die man vor Jahren einmal getragen hat, sondern geben' dem Fuß eine dem Auge wohlgefallende Erscheinung. Die Abstufung der Größen und Weiten erfolgt nach dem bekannten Lingelfchen Gradualshstem. Es sind somit für jeden Fuß genau passende und denselben elegant kleidende Stiefel vorhanden, selbst wenn er außerordentlich schmal oder breit, mager oder fleischig ist. (Entgeltlich.) 3»r Herbstmode. Daß Wien seinen internationalen Ruif zumindestens bei der Damenwelt größtenteils seiner Schaffenskraft uud seinem hervorragenden Geschmack auf deur Gebiete der Mode verdankt, ist eine Tatsache, die am besten wirch den'starken Zuzug von Ausländerinnen zur Reisezeit bewiesen wird, welche nur zum Zwecke ihrer Gavoerobeanscha-fsungen' sich dort aufhalten. , Der zionWschen Damenwelt, welche aus diesem Anlaß nach Wien fährt, wird es sicher angenehm sein, zu erfahren, daß die Inhaber eines der allerersten unld führendsten Modehäuser fett Jahrzehnten zu den eifrigsten Gesinnungsgenossen gehören'. Es ist dies die Firma E. Bojko, 1. Bez., Kärntnerstraße 34, Eingang Maysedergasse 2, welche uns mitteilt, daß sie allen Gesinnungsgenossen in jeder Weise ganz besonders entgegenkommt, was wir gerne allen Damen bökanndgeben. Gleichzeitig teilt sie uns mit, daß eine auserlesene Kollektion von Pariser Originalmodellen von Kostümen, Straßen- und . Wendkleidern. Mänteln, und Pelzen Mähren -Salons ab Mitte AnMt zur HPchtigün^ bereit U > 6. August 1923. Seite. 1^ Las Wiener Dorotheum. Seiner Bedeutung als Handels-- und Verkehrs,zentrum entsprechend besitzt Wien im Dorotheum ein Kunst- und Mobiliarkreditinstitnt ersten Ranges. In ihm verbindet sich ein groß angelegter, sich auf alle Kunst-, Luxus- und'Gebrauchsgegenstände erstreckender Versteigerungsapparat mit einem den Krsditbedürfnisscn aller Stände, und sozialen Schichten weitesrgehend Rechnung tragenden, jede Art von mobilen Sachwerten, einschließlich Wertpapiere, znm Unterpfands nehmenden Belehunngs-fÄombard-Weschäfte. Daran gliedert sich eine zur Bequemlichkeit des Publikums bei Inanspruchnahme der vorstehenden Geschäftszweige sowie auch '.zur selbständigen Durchführung aller bankmäßigen Agenden bestimmte Verinögrnsverwaltungs- und Depot-lVerwahruugs-Wbteil'Nng. Diese enge Vereinigung der bezeichneten Geschäftsgrrtppen innerhalb einer großen die Deckimg der verschivdenartigsten wirtschaftlichen und Luxusbedürfnisse des bemittelten sowie nnbemittelten Publikums in einem und demselben Hause bezweckenden Geschäfrsorganisation verleiht dein Dorotheum den Eharockter eines ganz eigenartigen Instituts, wie ein solches -mit seiner sich über 200 Jahve erstreckenden reichen historischen Entwicklung selbst in den bedeutendsten Plätzen des In- und Auslandes nicht wieder anzutreffen ist. In den Kreisen der Kunstinterchseuten des In- und Auslandes ist das Dorotheum vorwiegend durch seine großen Kimstauktionen bekannt, deren gegenwärtig — abgesehen von den. allmonatlichen kleinen Kunstauktionen — bereits 338 gezählt werden. (Entgeltlich.) Ziese TeMchpreise offeriert nur das Teppichhaus Weitzner, 6. Bez., Mariahilfer» straße 105. 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Abt. 19-96 Filialen: Brod a. 8., Osijek und Djakovo Üebettfiimmt Bmlagen aöf Spa^büehen and lauf ende f^eehnuttg zutn besten Zinssätze Erteilt Wechseln und ^ofitowi^oiritefitwl^iredite Finanziert Handels« and Indastiriegesehäfte za den günstigsten Bedingungen Besorgt alle ööpsengesehäfte l^aaft and vefrkaaft Laszahlungen and Devisen aaf alle Plätze ifamib and verkauft Effekten and Valaten Effektaie^t alle Ra£ti?äg$ promptest and kulantest : * Ost-Bank A.-G. Banque da l’Est S. A. Cernauti (Romania) VolleingezaliBtes Kapital Lei 21,000.000 Reserven ■ ■ ■ Lei 69000«000 c Zweigniederlassungen: Gampulung, Gotmani, Gurahumorului, Radauti, Siret, Storojinet, Suceava. Vatra-Dornei (Bankkommandite Jakob Schieber & Go.), Vijnita ns! Autorisierte Devisenbank Inkasso / Akk reditive / Auszahlungen Warenabteilung / Warenbelehnung Lagerhäuser / Einlagen / Dlpots Alle bankgeschäftliöhen Transaktionen. Kulanteste ßediniun&en C8-A