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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-05 · Heft 1609 (5.8.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1609 (5.8.1923)
Date
1923-08-05
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Jjg. 1609 Wien, Sonntag Der K o ng r c ß mögebesch l t e s; e n, daß dies \ btt letzte Gang zum Grabe Herzls in Wien werde. Am zwanzigsten Todestage Herzls mögen Wien- Juden seine Gebeine holen vom Döblinger Friedhof und sie auf ihren Schultern durch die Stadt, des Judenhasses hinaustragen ßur Bahn, die nach Erez Israel führt. Zeichen und Sinnbild unseren Feindeu: Noch ist nicht der letzte Jude heimgek-ehrt. Aber der /rste, der größte, reinste Jude unserer Zeit — als Toter verläßt er die Verbannung und kehrt heim — seinem Volke voran. Dr. Wolfgang W e i s l, Jerusalem. Der M in den Bergen. /Zum Andenken der am 2. August 1823 von der Jungfrau abgestürzten Hakoahner.) Die Mitglieder der Touristen- und Ski-Sektion des Sportklubs Hakoah stchen '(und dies ist wahrhastig keine Phrase) bis ins Herz erschüttert, fassungslos vor dem furchtbaren Geschehen. Drei ihrer .besten Kameraden, drei ihrer hervorragendsten Alpinisten, drei junge, fröhliche Menschen aus dem Kern der Sektion, schleuderte der Bergtod in das Nichts. Nur der kann ermessen, wie tief die Wunden sind, die uns geschlagen, der weiß, wie innig, wie unsagbar fest die Bande sind, die sich um Menschen schlingen, welche in Sturm und Not hoch droben im Gebirge vereint, gewesen. Wenn im nächtlichen Schmesturm, auf schmalem Grate die Erschöpfung einem zu Boden schlägt, wie herrlich überströmt da die Liebe, die Energie des Kameraden, wie gewaltig wird da die selbstlose .Opferung für den Nächsten. Solche Freundschaft geschlossen zwischen Himmel und Erde, kann keine Macht des Alltags trennen — nur kr Tod. Urid nun ist d!er Tod zwischen uns getreten. Jda Reumann war uns, die.wir seit einem Jahrzehnt, seit der Gründung der Sektion, gemeinsam aus. der Frohrl der Großstadt in die Freiheit Leer Berge flüchten, die beste und treueste Kameradin. Wie eine gütige Schwester ging sie mit uns, teilte Leid und Freud, als mutige, aufrechte Genossin. Ihr Frohsinn, der aus dem Herzen kam, war uns ein girier Stern auf allen Wegen. Die Fveundesliebe, die uns mit ihr verbunden,-, überall und immer, im SonnenglaH der Gipfel sowohl wie am rauchenden Lagerfeuer der schneevergrabenen Almhütte, oder im gesellschaftlichem Beisammensein der Stadt,. diese Liebe höret, nimmer auf! Und über den Tod hinweg..sind, wir einander zugchörrg. Franz Heller stach in derselben Sekunde au ihrer Mte. Das Seil, das sie auf ihrem letzten , Wege verband, ist. Symbol, der ah>inen und Menschlichen Treue, die, sie bis ans Gnde einander gehalten haben. Als die' drei Gefährten vom Karmn der JNNgfvcm in die grenzenlos abfallenden Wände und Firnfeltzer abweichen. mußten, da wußten sie wohl, daß wenn auch mrr einer stürzt, sie gemeinsam im Bodenlosen zerschellen müßten. Denn auf fast senkrechtem Eis den Stürzenden zir 'hÄtäts itMöBch.^Abetz/hiLsÄ^,fäst", Seife’ Möglichkeit, daß dennoch dieser-Kamerad vom sichernden Gefährten gehalten werden kann, dies war es, was sie am Seile verband. Wer. von ihnen der Unglückliche war, der zuerst den Halt verlor, wird wähl ewiges Rätsel bleiben .. . Franz Heller war, wie Jda Reumann, unter, den Gründem der Sokdion,war wie sie durch Jahre.im Ausschuß tätig. Sein köstlich sprühender Hrrmor half uns, in den Bergen sowohl wie im Sektionszmrmer, .unzähligemal aus der Ber- Mm Schwänke der Khoja ißt» Mi» ifendi. Bor kurzem erschien, in London eine wette Sammlung bon Schwänken des türkischen Hofnarren Khoja Msr- Eddin EseNdi, welche der ehemalige Generalkonsul in der Levante, Henry Baruhmn, gchammek und heranSgegehen hat. Nasr-Eddin bedeutet Sieg des Glaubens, ei« Name, den der angeMche Autor aller jener unter seinem Namen im Orient kurstovenden Anekdoten und Schwänke von seinen glaubensstarken Wern echiolt. Im Volke ist er einfach als Khoja, Aas heißt Meister und Lehrer, beibamrt. In der LiLsrvÄwgsschichte wird seine Geburt in das Ende des 14. Jahrhunderts vevlegt und als sein Geburtsort ein Städtchen unweit von Angora angenommen. Naöv-WM wurde ztmr wohamnM'Mschtzn Priester erzogen mvd es O von ihm bekannt, daß er ein solches Amt auch bekleidet^ Sein Leben Mt in die furchtbare Zeit der großen- KämM mit den Tataren. Jen Jahre IM, zur Zeit, ds- BajagK» ,/der Donnerkeil" Wer die Türkei hetuqchte, brach Mmrw auch TamarVan genannt — ein Gpvoffe des Dfchvngjhä-KhüG mit seinen Tataverchorden in das türkische Reich «in. Es :var gerade um jene Zeit, da Bajazid den Haiibwond W an die Donmmser vortrug. Bon Nmur sagt einer seiner Biographen farckasAch, er sei sin ebenso guter Mdihcmmtedaner gewesen wie BaßaM und trenn er an mcmchsm Bormittag sich -damit vergnügte, aus den Kopsen, die er mit peinlichster UWnüMDrit den gefangenen Türken Bajazids genau so abhacken ließ, wie die Häupter der christlichen Ritt«, die in der BerbMgung votr Smyrna stÄen, Phvautiden zu barmt, so Mt er in edlem Gleichmaß das größte Gewicht -daraus, am Nachmittag Pi'mMch zum Gebet in der Moschee p erscheirten. Nasr-Oddin wurde Hofnarr am Hose Tamevlans. Mer er gshörte nicht zu den Unterwürfigen ftdrwr EMe, sondsm machte von dem Rechte des Hofnarren, die Mchchsit zu sagen, mitunter^ rsM Mtig Gebrauch, wie dj-e folgende Geschichte beweist: $ der HostMe wurde xtfw schwere MM». MM«. M> »»» » Wie«« Vto«gen»eÜ»»g. 'uhc'.t. Oft, we:w?'wir''in deä''GefähM dktWpen (> wurden und verzagt, da brachte uns ein trockenes Scherzwort Hellers nicht nur bildlich auf den richtigen Weg. Immer war er vom edelsten Geiste , der Kameradschaft erfüllt, war der Mutigsten einer und war ein herrlicher Mensch. Alfred Wolf war an Klubjahren der Jüngste unter den Dreien. Bald aber erwarb er sich das Vertrauen der ältesten Mitglieder und überall war er ein gern gesehener, liebwerter Kamerad. Auch ih>n war der Alpinisntus nicht Sport schlechthin, sondern Freistatt des wahren Menschentums. Auch er war ein Bruder unter den Geschwistern. Franz Heller und Jda Neumann warett. außerdem Mitglieder der Hokey- Sektion, Wolf und 'Heller bei der Schach-Sektion. Auch diese Sektionen beweinen den Tod von treuen und guten Kameraden. Die sterblichen Reste unserer Freundin und unserer Freunde werden fern der Heimat, am Fuße der Schweizer Alpen, bestattet. Sie liegen im Schalten der Berge, nach deren Freiheit ihre Sehnsucht zog, im Bannkreis jener .Berge, denen sie sich als Opfer darbvachten. Und uns, die wir an der Seite der Angehörigen gebrochen Zurückbleiben, uns bleibt nichts als die Erinnerung, als das schmerzlichste aller Gedenken. Möge der Gedenkstein, den wir an der Unglücksstelle errichten wollen, Zeugnis geben: Hier starben Jda Neumann, Franz Höller und Alfred Wolf auf dem freiesten Felde der Ehre den Heldentod. Sie starben, Soldaten im Kampfe des jungen Judentums, als mutige, treue und vorbildliche Führer. Denn sie kämpften und fielen durch die Tat! Fritz Karpfen. Die Juden in Jugoslawien. Bon Odo» Para. Unter den Slawen haben die Südslawen Nie geringen Judenkolonien. Statistiken, geben die verhältnismäßige Stärke der jüdischen Kolonisation in Serbien ungefähr in derselben Höhe an wie in Italien und Frankreich (1 bis 5 Prozent), -während ht Kroatien und Slawonien der Durchschnitt größer ist (5 bis 10 Prozent), bei den Slo-; werten aber geringer (weniger als 1 Prozent), im Duvch- schnitt jedenfalls weniger als bei den übrigen Slawen. Die wechisoldolle staatliche Vergangenheit des 'jugoslawischen Geibietes bringt es naturgemäß mit sich, daß auch die stets , mit dem Stande der gegen sie geübten Rechtsordnung in engster Verbindung stehenden Schicksale der Juden in diesen Gebieten sehr verschieden waren. In altrvmifcher Zeit, also noch vor Eintritt der Sla-; wen in die Geschichtsschreibung des Westens, bildeten die Juden in . den römischen Küsten- und HaWolsstädten an der 'jetzt jugosba'wischen Küste (in Salona, Spalato jSplitj) Wm Kolonien. Als das. Nikaische Konzil unter . Kaiser; Konstantin im Jahre 325 die Juden als ein von Gott Verstoßenes VE erMrte, weil sie das.Christentum nicht an- - nehmen.wollten, wurden sie von Christen aus ihren Siedlungen Pertviebew. Es ist zu betonen, daß sie bis dahin im römischen Reiche gleiche Rechte genossen hatten. Dies nahm NM ein Ende und die Inden flüchteten zu den Barbaren,! namientlich nach dem Norden,' in deutsche Gebiete, Dort entstand. Ihr spezieller ,Mchkenasi" genannter WestFweig. Diese Aschkenast kolonisierten später, als sie von deutschen Herzögen. Vertrieben wurden, die entstehenden und wach- . senden Städte des übrigen Zentralmropa, bei den Jngo- ' slawen die Gebiete der Slowenen, Kroaten und Slawonien, künftigen Welt und des jüngsten Gerichtes stand zur Diskussion. Tamerlan, der neben Nasr-Eddm saß, hörte dem Disput zu, und wandte sich Plötzlich mit einem schweren Seufzer an seinen Hofnarren: „O, sag' mir doch, Khoja, loas wird aus mir werden, wenn der Tag des großen Gerichtes kommt? Werde ich im Himmel sitzen oder iu der Hölle braten?" ,^Fch bin", antwortete der Khoja mit tiefem Ernst, ,^ehr betrübt, zu sehen, wie Eure Majestät Ihr königliches Herz mit solchen Grübeleien guälen. Meiner gcrttz ergebenen Meinung nach sollte es .für Eure Majestät in dieser Frage keinerlei Zweifel geben. Als Dschinghi-Wan und Hulaju starben, da war es ganz klar, daß sie geradenwegs in die Hölle fahren mußten. Majestät können nun ganz sicher sein, daß Sie einen Ehrensitz an der Seite MmroÄS,. Pharaos, Alexanders und Dschinghi-Khans zugewiesen erhalten werden." Sehr verbreitet ist der folgende Spaß Nasr-Eddins: Eines TMs lieh sich der Khoja von einem Kupferschmied einen Kessvl aus, trug Gr nach Hause, legte eine kleine Pfanne hinein, und brachte ihn dann dom Eigen- Öer zurück. Der Kupferschmied sicht die Pfanne iw tt mtb fragt erstaunt: ,MS soll das bedeuten?" ,Marmn so erstaunt?" rief der Khoja, „der Kessel hat ein Mein-eS bekommen." Der Kupferschmied, gewohnt, den Worten des Meisters WMhen M schenken, nahm den Kessel mit der Pfanne in Gnp^ug. Nach einigen Tagen lieh Ver Khoja wieder den Kessel beim Kupferschmied ans. Der Besitzer des Kefftls wrvtßie emige Tage, Khoja brachte den Kessel nicht zurück. Mtz Se»M sine Woche vechLlchen war, chm daß der Khoja Wme MsG Me, bwsein GgerAm zuMchiHM«, suchte drsfer bm MeGer auf. * ,,Wtts wünschest du?" ftug NaSr-Eddin fem'eü Besuch. ,Ms soM^, (Mvortek dieser unwirsch, „als armnen Uvemch, fasse Met md tröste dichs" «MtzsÄe der Khoja tmnrig. „Der Kchckl fft gestorben." . „Großer Meister, säge mir doch, kann dvnn ein Kessel ' .8. AüM'ISZF ‘ ’ «-tz t'ic Woiwodina und in kleinen Kolonien auch Bosnien uni Serbien. In Dalmatien wurden die Reste des Ursprunglichm Judentulns aus den Römerzeiierr durch einen.Zufluß aus Spanien zu Ende des 16. und 16 Jahrhunderts verstärkt. Damit entstand in Dalmatien der Typ des febatt* tinischelr und pontischen Inden. Diese numerisch schwachen Kolonien assinrilierten sich bald an die Jtailiemr oder Ingoslaiven. Die Assimilation der slowenischen und kroatischen Juden ging dagegen unter gMfsen Schwierigkeiten vor sich.' Die in Steiermark (Mavibor, Ptuj, Radgona) ausässigeit Juden wurden im Jahve 1469 von Maximilian km Ersten und aus Ljubljana (Lai'bach), wo Balvazor im Jahre 1217! " ihrer Synagogen gedenkt, int Jahre 1515' Während einer starken antijWischen Bewegung der Bürgerschast vertrieben. Einige erhielten sich aber durch Christianisierung und assimilierten sich. Ans Kroatien und Slawonien Vertrieb das Gesetz vom Ja/hre 1729 die Inden. Aehnliche Versos gungen erlebten die Juden auch anderwärts,' so daß als Folge dessen unter den Aschkenast sehr schwache Verbindungen bestanden und ihre Tradition sehr .starken Störungen' unterworfen war. In Ungarn genossen die Juden, ebenso wie in Kroatien und Slatwomen, bis zu Geer Verweisung die gleichen Rechte wie die übrige Bürgerschaft. Dies war Anziehungspunkt für eine starke Immigration. Die Assimilation war hier sehr bedeuten- und es scheint, daß hier auch Mischehen öfter waren als anderwärts. - In den anderen jugoffalwischen Gebieten, in Bosnien und Serbien, wurde die Zahl der Balkan- und Ostjndestaus den Römer- (byzantinischen) Zeiten zwar ebenfalls! durch' Verweisung vermindert (sie strömten nach Rußland ab, wo sie mit kn Cihazaren Verbindung erhielten), in der Zeit der Dürken'hervschaft fanden sie aber den Weg zurück. Unter Sultan Bajazid dem Zweiten wastderten die sogenannten Sephavdim, Juden aus Spanien, Träger kr West-! knltur, in größere Städte Serbiens u-ich Bosniens ein. Sie hatten eine ihrer Sprache enger verivandte Kultur als die Aschkenasi und lebten auch mehr gesonkrt von der übrigen BevMernng, während sie rigoroser ihre Konsessiost »befolgten. Dies verlieh ihnen einen ziemlich reaktionären Charakter, in der neuesten Zeit organisieren sie sich, als die am wenigsten Assimilierten, namentlich in sozialen Instituten und knüpfen Beziehungen mit dein übrigen Jndenium an, besonders im Königreich S. H. S. Die Aschkenasi erneuerten -und verstärkten sich, durch neue Jmmigrationien,' im vergangenen Jahrhundert besonders nach Oesfnung der' Grenzen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus ' Oesterreich und Ungarn. Die kroatisch-slawemsche Statistik gibt im Jahre 1860 9900 Juden an, im Jahre 1880 13.600, im Jahre 1890 17.300 und im Jchre 1900 20.100,; im Jahve 1910 Wießlich 21.100; dies namentlich in deck' Städten Qsijek (Esseg), Zatzveb (Agram), Bukovar, Barasdm, Bjelovar und Karlovee. '! . In der Zeit der Wiedergeburt taucht unter der jüdischeu Intelligenz die Frage ihrer nationalen Zugehörigkeit! auf. Sie erfährt eine sehr verschiedene Lösung: In UngaW wird ihnen unter dem Einfluß der Theorie vom Territo-: rialpatriotismus der magyarische Nakionaliswus verkündet. Sobald sie aber zum BeäMel über die Dran wandern/ wird ihnen der kroatische Rationalismus veMndet. Dies verbreitet ^naturgemäß ^Mralisation und einen naKr- ' lichm Hang zum Anationalismus und Internationalismus^ Die Familiensprache dieser Juden ist entweder das '.Deutsche oder das assimilierte Ungävifche. In Kroatien meldeL „Aber, guter Freund," antwortete der Khoja, „hast du daran geglaubt, daß ein Kessel Kmder gebären kann, warum sollst du nicht daran glauben, daß er auch stevben kann?" Zn den populärsten Spässen Nasr-Eddins gHören. seine KindergeWchten. Zwei von diesen seien hier erzählü Einmal gab der Khoja seiner Tochter einen Glaskrug in die Hand, damit sie etwas hole. Gleichzeitig versetzte eö ihr zwei tüchtige Ohrfeigen und fügte hinzu: ,Menke daran, daß du den Krug nicht zerbrichst!" Nach'6drn> die Zeugen dieser Sz-ene waren, hielten mit . ihrer Errtrüstmrg über diese Roheit nicht zurück. „Ist es' nicht eine Schande," schrien fie ihn an, „ein Kind ohne jeden Grund so zu mißhandeln?" „Nein," antwortete Nas-Eddin, „ich mußte ihr die ernsten Folgen vor Augen führen, bevor sie den Krug bricht>! damit sie immer daran denke. Es wäre eine schlechte Erziehung und eine unverdiente Strafe, würde ich sie züchtiger:, nachdem sie den Krug zerbrochen hat." Bei einer anderen Gelegenheit traf er auf seinem Wege eine Gruppe von Kindern, die über einer: Korb Wallnüsse in Streit geraten lvarer:. Der Khoja ivar ei)i gvlchW Kinderfreund und bot sieh den Bfe'rnfctt- Streitender: als Schwdsrichier an, rmr die Misse unter ihnen zu verteilen. Die Kinder stimmten zu. „Wer", fragte er vorerst die Kinder, „soll ich die Nüsse unter euch vcrterlün, wie rs Gott täte, oder wie es Menschen zu tun Pflogen?" „Wie es Gott täte!" schrien die Kirider einstinunio. 9^un schritt der Khoja an die Berteilurrg. Er gab ein l^aar Kindern eine große Me:rge Msse, einigen anderen , KiMvn teilte er gleichfalls eine ansehnliche Zahl z-u, an> ' dere wieder echielien bloß je eine bis zwei Misse, während tfc emiae ga-iH leer ansgchen ließ. Die Kinder starrte:: ihr: dsMtzt und wtznig >beftiediat <ür. Rasv-M>m klärte die Kistdor darüber ans, daß w in der Welt, die Gott ge»' schasten habe, auch nicht ar^nws zuache . . . Jin Orient dienen die ErzMimgsn über die Ans. siwüche des Kh-M si^r-Män nicht nm zur Belustigungj sondem auch a« die uatürsirhe, vom aM Mystizismus fveie Dvltmstchmrrlng. Und m kr Ttzä wiÄei der ursprüngliche Witz urw selbst der Zhnisinur d»r Le,! bensphrlosophie NaSr-GdLiris erguicken^ wie der frische ■ll MMN

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