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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-05 · Heft 1609 (5.8.1923) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1609 (5.8.1923)
Date
1923-08-05
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Sekte 2 Wen, ^. s: mm lsss Nr.kM W BetzMWA W Kapitals für Le« Aufbau PaMiaas. Bon Dr. Fritz Georg Steiner, Direktor der Britisch-Oesterreichischen Bank (Wien). Die Krise, in welche die Verwirklichung des zioltistischon Ideals in den letzten JahveN geraten ist, hat zuäinvitt starken Teil ihren Gründ darin, daß die Bedeutung unterschätzt wurde, welche dem Fakto-r^KaPi täl für dm Fvrtschritt des Aufbauwerkes zukommt. Die berechtigte Fronde Wer die' Erringung des Mandats, der Stolz und die Betvmlderung für die Leistungen unserer Ghaluzim ließen. Ms eine Mtlvng daran vergessen, daß das Tempo unserer Ardort sich unablässig verlangsamen muß, wenn es uns nicht gelingt, größere Kapitalien nach Palästina zu leiten. Seit dies erkannt wurde, haben die Führer unserer Organisation bewundernswerte Anstrengungen gemacht, das, Wische Kapital für das Aufbauwerk zu gewinnen und der Kongreß, der jetzt begrünt, wird nach dieser Richtung wichtige wertere Möglichkeiten zu eröffnen'haben. Eine MassenLosi-edlung im größeren Stil, wie sie Heozl in seinem „Judeustav^ konzipiert hat, wmde Kapitalien erfordern, die bei der Mutigen politischen Lage 'des Zionismus weder innerhalb noch außerhalb, unseres, DMes aufgebracht werden können. Aber auch oin befcheidener Plan, der eine suk-rWe, shstematische Bchedlüng des Landes nach einer einheitlichen Leitung von ödest her ins Auge fassen würde, läßt sich mit fcfert .heutigen Gäldsammelmitteln unserer Qrgau isc^ion nicht siMnzietzen. Hier waren Summen erforderlich, die Mv^cuzf dem Wege einer Anleihe beschafft werden könnten. Mft solche AMD hatte sich aufboingen lassen, wenn die enWche oder PMstintnIsifche Regierung in konsequenter EvWuug ihres Bevspre^ cheys der Ervrchtzrng einer Heimstätte M Las jüdische Voll eine solche Anleihe mit ihrer Gawntie gestützt histte. Wie,die Dinge. augeMicklich. politisch liegen, ist damit nicht zm rechnen; so^te sich der politische Wind in London drehen, Hnn Ware dies ein Ziel, besten Erreichung das .Palästina-' Hevk um ein Gewaltiges vorwärts bringen. - würde. Bis dahin nrüssen wir daran denken, ob wir Viäleicht einen wtipgm Körper schaffen könnten, der als tragfähiger Garant für eine größere, einem weitsichtigen BefiMungsPüm unserer Organisation dienende Anleihe in Frage käme, Ein solcher Garant kann vielleicht einmal in einem späteren Zeitpunkte ein Verband sämtlicher jüdischer Siedlungen im Lande werden, was aber voraussetzt, daß, diese jüdiMn Siedlungen einzeln zu einem, geordneten, ohne Mft von außen balancierten Budget gelangen. Es verbleiben uns nur Zwei Wege für die Mfbri-n- M, -der für unser Aufbauwerk notwendigen Kapitalien: AeBe st euer u n g und die p-r i v a t.w i r t s cha f t li ch e Anlage. Zw der Richtung der Besteuerung ist^eine. Reihe von Institutionen tätig, und unsere Leitung hat gerade in den letzten Jahren viel Verdienstvolles getan, um die Zuflüsse -in die vörhandesten Fondszu stärken. 'Da. .es sich'bei uns leider einstweilen nur um freiwillige Beistm-ern handelt, wäre es besonders wichtig, die Steuevwillig-leit durch augenfällige Verknüpfung der Ga-be mit dem Zweck zu heben und ein Versagen der Steuerwilligkeit in einer augenfälligen Reduzierung der korrespondierenden Budget- Post auswirken zu lasten. Deshalb/haben diejenigen unter uns recht, welche zum Beispiel die Erhaltung des palüsti-. nensischen Schulwerkes auf einen 'besonderen Fonds verwesten wollen, damit diejenigen, welchen das Schulwerk am Herzen liegt, zu diesem Fonds beisteuern, und derart ein st^ichtausreichen dieses Fonds denen deutlich zum Bewußtsein gelangt, denen dieser Teil des Aufbauwerkes besonders wichtig erscheint. Vielleicht ließe sich auch ein« starke psychologische Verknüpfung der. Beitragsleistungen mit dem Werke dadurch erbeten, daß m stärkerem Maße ein MionMr Zusammenhang zwischen >bestimmtm Teilen Erez Israels und bestimmten Sammelgebieten geschaffen wird, etiva so, wie im Kriege einzelne österreichische Städte den Wiederaufbau zerstörter deutscher Städte übernahmen und umgekehrt. Was unsere Regierung, das ist unsere Ovgamsaüons- Iritung, nicht leisten kaum, da sie Anleihen nicht erhalt und ihr eine entsprechende Besteuerung durch Zwangsmittel fehlt, das muß auf pri v atw irischaftli chem Wege aufgebracht werden. Wer dies negiert, treibt Vogel Strauß-Politik, und wer der Phantasie nachjagt, daß man das Privakkapital auch, oder vor allem in Erez Israel expropriieren soll, der sollte sich klugerweise sagen, daß man solche Ideen nicht laut werden lassen soll, solange es sich darum handelt, zunächst dieses Kapital nach -Palästina hineinzubringen. Die Aufgabe, Privätkapital zu Investitionen in Palästina zu veranlassen, obliegt unseren wirtschaftlichen Institutionen, deren entsprechender Ausbau von größter Wichtigkeit für jeden Fortschritt des KolowssatronsweÄes ist. Wir haben, da es HerzV. genialem BW, gefasten hat, unsere Geldinstitutionen in CDaud zu veran'kern^das Glück gehabt, deren Mittel uneingeschraM 'Wer denWelt--' .krieg hinaus zu erhalten. Es wäre nun zu wünschen, daß diese.Institutionen, die Bänken und..die' Pälestine/Land' Development Company, ihre Kräfte entsprechend regen.,Alle diese Institutionen sind in ihrem Zweckündmih'rerÄvMnisation richtig konzipiert. Sie müßten nur mehr für die Aufbringung von neuem Kapital für die Palästina-Wirtschaft tun, als es bisher geschehen ist. . , Ich möchte hier auf das Beispiel Mäst e rpefchs verweist!:, das kaum ein Jahr, nachdem es.allerorts in der Welt durch seine eigene Schuld als ein Bettlerstaat verschvien war, dessen Wirtschaft bankrott und lebensunfähLg sei, ein Land geworden ist, wohin von allen Selten das Kapital strömt, um hier investiert zu werden, und dies nur öurch eine große, von politischen Sympathien — die ja m: die/ ntwick- 'ftn ' W: hinsichtlich Jnvostit-wuen in Palästina bei einem größrrev Teil des jüdischen Kapitals vorastsgeW werden können — unterstützte intensiv^ WechßtäHkftt// dev österreichischen Banken und iihrerKonzW^M WtzHeMeht in dieser Richtuyg Hr Palästina! Wie wenig wird über die Arbeit Mliserer Banken und anderen Institutionen fortlaufend Wchftt, unp wepu Pies geMchtwie.-wenitz eMpvicht. dieS,... den Formen,/.Ätz änökvwart8 für d^r-Hge hingen üblich sind/. Es Mre twr ÄMst M eigenen Mittel unfever BauleN'Und uMrer '^ lungsKftllschüft stärken.,Zn Äeschr Hweche Miensammlungen für diese UnftwäMmMir ^,_ von den Sammlungen für unsere Fonds getöeülM werden. Es darf nicht der Anschein bestehen, daß Mienzeichnungen oder Einstigen M, unsW, GeLdinststuwa foyh PeM. .gegeben Werden. Wir mustert trachten, M der BerichtersMtung über diese in Ae neMüe'internationale Presse einzudvintzen Äd die BeMaltu-ng die-sär tvidtschaftlWen JnftituKontzN muß eme solche/sein, daß-sie einer MMstanHäLt/ Auch! nutet uns widmetber,v Ostchiwill, seinen Beitrag einem Fonds. Wenn er Mien zeichnet, mu| er über die Pvivatwirtschaftliche Rentabilität des investierten Vermögens Gewißheit haben. - Es wäre törrcht, davor .pi-e ZWn W vevsMetzm, daß aMrS iMnAM ÄmtewSwevte MPtejl stir miWe Hn Ä für ünseve LandentMMngsgeW^ MM den Zio-. nrsken oder außerhalb -ihrer Reihen -rMt zu finden sind. Dagegen erscheint eS:Mr außer ZlweM/ daßim Mtzen»-' bsiE' in dG.FWMg unferÄ Mrßeni nÄd her ein** der^w.,Hr.den.wiMchaMchen AusbanKalässiE wistkenden wirtHrftlrchen 'Msmtntionen prMtwirtfchaftli'W, Ärnnd» fätze maßgebend' werden und sich die UeberMtzung, daß diese Gvüstdsätze vorherrschen, nach außen hin verbreitet, eyw gswaltige Steigerung der für nufer AllHSatÄverk notwendigen . Mittel auf dem Wege von Aktien'fN'bskriPtionen und'Einlagen erreichen läßt. Ist vielleicht di« Bank von C n g-I äjn d eine Pvivate MtiengesÄlschaift, ..derm Diveftoren, als sich im Jahre 1914 die englische Regierung wegen Staatsvorschüsten an dieses Institut wandte, diDe Vorschüsse Mehnten, nicht eine der lvichtigsöen Grundlagen für die Wohlfahrt des englischen Volkes? Wirjemand leugnen, daß die Bank von England unbeachtet ihrer streng privatwirtschaftlichen FÄHrrmg ihre Gelder eminent im nationalen Sinne verwendet? Hat viellercht die Deutsche Reichsbank, ein nach gemeinwirtschafillchen Prinzipien geführtes Institut, dem deutschen Bolle einen besteren Dienst erwiesen, als..sie von Kriegsausbruch angesangen der RegieMng willfährig die Gelder zur Verfügung stellte, die diese auf anderem Wege aMubringen unterließ? Hosfenllich' wird dieser Kongreß, dem wir alle mit einer durch die Bedeutung seiner Aufgaben verstäMichen Err gung entgegensehen, auch in der Richtung-dtr AustbvingU'Ng der für das AuMNwerk nottvendigen > Kapitalien neue Wege weisen.^ ' ‘ * : DerWUMAerA BalMim. Von Hugo Bergmann, Jerusalem. Werrn einmal die Geschichte der Palästina-Siedlung der letzten drei Jahre geschrieben lverden wird — diese Zeit, die, obwohl ihre Resultate uns nicht gang befriedigen .'mögen, doch eine Zeit immenser schöpferischer Leistungen war,!vie sie Palästina im Laufe von Jahrzehnten nicht gesehen hat —, so wird die, Kooperative für öffentliche Arbeiten, der M i srad Laa w a b o t Z i buvioth, an erster Stelle genannt werden müssen. Sie ist diejenige Organisation, welche den größten Teil des Ansturms der neuen Eiuiva>nderer aushalten nmßtr und in immer erneuter schöpferischer Anstrengung Mittel und Wege gesunden Hatz um für die huuderke neu Angekommener Arbeit zu schaffen. Arbeit zu schaffen! Denn es ist das Charakteristische der Lage des Arbeiters, des Immigranten in Palästina, daß er sich selbst erst die Arbeitsgel-rgenheit schaffen muß, von der er leiben kann. Denn es ist ja nicht so,' daß die Arbeitsplätze für den Immigranten bereit lvären und auf ihn tvarteteu — auch wenn die Regierung, in sonderbarer Verkennung der Wirklichkeit, von den Immigranten verlangt, daß -sie von vornherein de-n Arbeitsplatz Nachweisen, ehe sie sie ins Land läßt. Vielmehr ist unsere palästinensische undunsere zionistische Wirtschäft nun einmal so beschaffen, daß erst unter dem Druck der arbeitslosen Einwanderer die Möglichkeiten geschaffen, die Kredite' bei- ■! gestellt, die Arbeiten eröffnet werdenwelche die ueuen Einj lvaudwer beschäftigen. Und es ist das- Werk Ver Kooperativ« l für öffentliche Arbeiten, daß" sie, besorgt, für i>M Genosse«!Arbeit zu schaffen, die Initiative ergriffen hat und : jene Arbe itsgelege n h e i ten schuf, welche den Cini Wanderern, .ihre EMeftz gesichert und zugleich das jüdische Palästina mit einer ganzen Reihe schöpferischer Leistungen /bereichert haben. . .. - > . ' '7;! Als 1920 die ersten Ghaluzim ins Land Eamen, dachten i sie nicht anders,/als daß sie alle landwirtschaftlUch. ange- - siedelt werden. Bald lehrte aber die WiirllWeit, Äaß unsere l Fonds nicht güsMchw,. um.eine: Mikulttzrelle SiodlUng im i Umfange der stellgtz« GnwandermG>dilrch!^^ Mm ' mußte für die Challvzim mne.-ArbMSmKMchWn^ schaffen. Es ist das große Verdienst H e rL e r.t S aw u etÄjgewesen, daß er i«-f^L.MtjscheN'^t;eiWviff-.MÄ>.jrm,Sitraje n- ' a.r b e ist e n. öÜrcM'hvLn -Wß, em. vosies Jahr Unidurch die Mnwandörer MchästsMu. /Hre jene ^lraßen-! bauten. Zustande Aamens P selbst ei« Märchen. Ähne. technische Kräfte, ohne geschulte Arbeiter. Und dennoch wurden .sie^volsbücht.'Einige Monate...nach Peginn der Straßen. vMiteji,.äitf der Haifaer Hbnfe-chD der Ärbeitevschaift im ^WiNW', 1920,' wurde' die Kooperative -für Men^ beiten ins Leben gerufen, welche der Regierung'' als Unteruehmerm für alle GtvatzeMrbäiten dkr''GhccktzD austrat. Mit einem Schlage war sie damit eine der größten Unternchmerfirmen des Landes, denn die^Straßenarbövtep hatten einen Umfang, der am besterWahurch Wemtzoichn-et wird, daß vD 26hM Pfund handelte. AlS divnn im..Spmme?4M die Regierung,„die Siraßenacheite« Mwcherv muDe, flitmd'.hie Av« Schaft vor' dem PrMem ermuler AvbeiiMsMit. Da der Misrad die Initiative/ viß die bestommendle« Faktoren in der zionistischen Leitung mit sich fort, erreichte diestoÄpe'nWn Kredite für' einen.§ä ßent Sti'be und schuf damit Dcmfertden von ÄvbMvn, welche m ihm vereinigt waren, die MbeMgBegMeit. Der Keren Hajeffvd und die HypochÄenibanik der ByandskS-^ Gvjlppe bewilligten Baukrsdite, Md «8 enMndeAmit deren Hilft die neuen Viertel in DelMw^/ ^rmsä lern, Haifa, .Ti be riaD. ' '} .. Die große Bedeutung der Tatsache, Laß alle diese Arbeiten nicht von Privaten Unternehmern, sondern von einer K o o p,e.vä k'i b e durchgefichvt wuchert, liegt in Wwidom: Ein privater Unternehmer kar^n immer nur Avheiten übernehmen, die ihm.eine«'.'G«witKd aitzweDk. Er fft an dem Gewinn und nicht an der Arbeit stWft interessiert. Anders die Kooperative. Sie erstrebt als UntevnehMevsivmä keimen Gewinn, P betrachtet sich Mr als das Jnstniment, 'Um ihre MpM zu beWWen und damit den Fortgang Bestehens Mevnahm und de^n Gesamtwert weit über eine halbe Mill-io-n Pfund beträgt, ist oime große A^zcchl Von solchen gewesendie von^ vornherein gar keinen Gewinn versprachen, ja manchmal schar mit «iwm-sicheren Defizit belastet waren. Aus der ganzen'Mtur s-smer/Ovgamsätion heraus mußte dev Misrc^ auch fökche Mböittzn übernch^reir und deren Risiko durch andere, besser bezahlte-Arbeiten auSgleichen. Nur so konnte den Einwanderern- Arbeitsmöglichkeit geschaffen werden. Und so entständen durch den Misrad eine ganze Anzahl von Unternehmungen, .die sonst niemals zustande gebracht worden wären. Und noch eines. Der private Unternehnree ist-nicht daran interessiert, den Arbeiter fachmännisch zuschulen, im Gegenteil. Der ungelernte Arbeiter ist -für ihn bequemer und billiger. Die Arbeiterschaft als Ganzes aber hat ein Interesse, das Niveau ihrer Tüchtigkeit zuerhöhen, und eS war nur natürlich, daß der Misrad der fachlichen Ausbildnng seiner Genossen rin« besondere Aufmerksamkeit zuwendvte. Im Sommer 1920 hatten wir . keine .Facharbeiter für Straßenbau. Heute ist die Einlage eines „Kwisch" für den jüdischen Arbeiter in Palästina ein Kinderspiel. Und ebenso ist auf dem Gebiete des B a uw e s e n s, im S t e i n h a u e n, in Bohrung mit Hayd und Maschine, im Graban, im. Pf lastern, in her Aufsührung von S ch u tz m a n e r n, .in K.a n a.l iLf^,r im, Bet0üb.an, in Zeme«tanlagen,.' ins. D'ifM le rei, S chlofsere i, kurz in ällen Teilen E.Muz Handwerkes durch den Misrad eine große ÄnzM von'AtH' männern erzogen worden. So ist für uns ein großes Wirtschaftliches Aktivum in der Stadt geschafftn worden. Der Kongreß wird darüber zu entscheiden haben, wie die wirtschaftliche Position der sMtischen Arbeiter gefestigt werden kann. Dies kann nur durch Festigrtng unserer großen B a u L 0 0 p e r a t i v e, des Misrad, geschehen. In anderen Ländern werden die Kooperativen!dtlrch di« Gewerkschaften der Avbeiter und durch den Staat untevstützt; denn der Staat erkennt leicht die große regMerestde Bedeutung, welche das Erscheinen des Arbeiters als Unternchmer auf dem Arbeitsmarkte hat. Für uns hat/ dieses Erscheinen der städtischen Kooperative eine besondere Bedeutung; denn nur'sie sichert eine entsprechend hohe'Aortfühnmg der Einwanderung. Bei uns aber kann nur der Keren Hajessod die Aufgaben des Staates übernehmen. Der Misrad sieht sich, wie jede Kooperative, der Frage des Kapitals gegenübergHellt. Denn ifc Palästina, wie übrigens auch anderswo, muß der Bauunternchmer dem Bauherrn bis zur Fertigstellung des Baues, ja oft noch Jahre darüber hinaus, Kredit gewähren. Auch die'Regierung zahlt für die Arbeit, die sie bestellt,' erst nach deren.Fertigstellung, und unterdessen muß die Kooperative den. Arbeitern Arbeitslöhne zahlen, für BmrmateMlien und Arbeitsgeräte sorgen.. So entsteht die Frage deS Unffatzkapitalß. Die Kooperative' hat beschlossen, zur'Aufbringung dieses. Kapitals..-Vorzugsäktletl anchugOen, sind sie. tritt an den Keren Hajessod mit drir Forderung' heran, daß er von -den 60.000 Pfund Aktienkapital,' welche die Kooperative sich nunmehr . sichern' Will, den Betrag wo« 26.000 Pfund an V0rZngsaklien übernehme, wogegen die. Kooperative sich verpflichtet, die andere' Hälfte durch A n t e i l s ch e i n e aufzubringen. Diese Ant-eilscheitt« sollen, z-nm großen Teil von den in -der Kooperative selbst '{ beschäftigten Genossen eingMhlt, bezichungsweist von deren Löhnen abgezogen werden,' womit nebenbei erreicht 'werdest wird, daß der Arbeiter pevsönliH äm geschäftlichen ErftSg seiner Kooperative interessiert wird. Das Bertvaü^n, das ", sich per Misrad in Palästina als Bauunternchmer erworben \ hat, ist so groß, daß nicht daran gezweiftlt werden. kaNn, i dflß auch aitdere. Teile der -palästinensischen BchMevstng - gewillt.ftin werden, Anteilscheine aiSzunchmem Hat man. ja - doch dem Misrad die.Dur chfüchrun.g fast des ga.n- 'z.en-. Äufbanes des .neuen städti's'chen.PalL? \ Ksi.«a/äiMiW^t. ^«hMch.scheMt. ja der richtige Äch M sein, den.der Keren Hajessod einschlagen muß, wenn.'er in . produktiver Weift Geldzins .Landbringen will. - damit ander« Geld geben, die Bevani'woriung der PäWi- ,uensischen. Bev^lkerulig so hoch spannen, als nur'mWH. 'Es/War dex Mler des alftn KownisatwinsUtems, daß..es 'omsach Geld 'Aw.'ÄuGaues 'ist,- daß ' wir. die fchb-N bestHeMtt'' «nv' ^WötEN^n' Unternch^

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