Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1607 (3.8.1923)
- Date
- 1923-08-03
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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:H WWM MM , WKW Rundschm. Si Mw tflWtoe fttteUnnym „Weltv-laft Me das Komitee der jüdifchtt» Debsga-iomen berichtet, A ta dem atS Symbol der yviedenS und der Svböbavität unter feto VMern «ingrrichlstM Meltpalas^ zu Brüssel ein« sondere Wische IMervMg eröffnet worden. Diese AbtMung blicht cmS einer BWioHek, Änöm Museum mV einem Saal Pr VibffogvapHie, ©te enthält oim reiche Sammllung von DoSument-en über die jüdische Geschichte von der Zeit der Bibel bis auf dm heutigen Dag sowie auch aine besonders grotze. ©chvlsitensaMnllnntz über die zionistische Bewegung Der hebräischen Universität in Jerusalem ist ein hervorragender Platz eingeräumt. Cs ist auch sin« besondere Meinung für Material über dir antisemitisch« Bewegung eingerichtet, (I. C. B.) Was iu Leutschland Ms möglich ist. Msammevaehe» stoischen Deutschvölkischen und Kommunisten. -Berlin, 2. August. der hertü-gen Abendpresse siegelt sich daS grosie Aussehen wieder, das durch einen A r -t i M des Grasen Reventlow, einem der her v orrage wd'st rn Führer der dsutschvölkischen Gruppen, in der heutigen „Roten Fahne" hrrvovgerufeu wurde. Dieser Artikel ist betitelt: ,Min Stück Weg" und bespricht die Möglichkeit einer teilweise gemeinsamen Taktik der DmtschvöMchen Partei und der Konummistischen Partei. Der Artikel wird rm ZHlM-merchMg mit der vielbesprochenen Rede, die R ader seinerzeit für Gchlageter gchalten hat, als ein Sympathie-eichen für „geistige" Annäherung der Heiden radikalen Parteien gewertet. Und schießen dennoch aufeinander. Berlin, 3. August. Gestern abends kam es in Berlin sei der Kieler Brücke und in der Chauseestrahe zu Z u s a mmen stötzen Krischen Mtgliedern des deutsch nationalen GiSmarck-Jugendbundes und ihren politischen Gegnern, anscheinenid Kommunisten. Bei dem Zusammenstoß bei der Kieler Brücke wurden mehrere Schüsse abgegeben, durch dte eine unbeteiligte Frau leicht verletzt wurde. Welche Partei die Schuld an dem Zufmnm-en« stoß trifft, stcht bisher noch nicht fest. -Drei Nngchörige des Iugendbnudies sind bei -den Zusammenstößen in der ChaMseestvaße von der Schutzpolizei festigen o mm en worden. Die Teuerung in Veutschlmd. Reichsindex: 81 Prozent. Berlin, 2. August. Der heute veröffentlichte Re ichS« k-nbe; stellt «in« Steigerung von 81 Prozent in der letzten Jul'iwoche fest. Jur Juli war die Lebenshaltung fast zehnmal so hoch wie im Juni. Demgegenüber sind die JuliOhne im Durchschnitt nur dreimal so hoch wie die vom Juni. Der letzte Ausweis der R-eichsbanE gibt eine Steigerung des Notenumlaufes von mehr als sechs Billionen in einer Woche, auf 82 Bill- ^cn, au. Hardiug« Befinden gebessert. San FrMcisco, 1. August. (Reuter.) Das Befinden 5eS Präsidenten Hardiug bessert sich, doch ist noch große Sorgfalt notwendig, um Komplikationen zu verhindern. San Fmiceisca, T. August. (Reuter.) Nach dem nach^ mittags über das Befinden des Präsidenten Harding ausgegebenen Bericht ist die Temperatur normal. D« Zusammenbruch der gnduftriebauk von Wna. Berthelvt verurteilt. Paris. 2. August. (Del. der „Wirrer Morgenzeitun«".) M Pvozesi der Jndustrr^bank von China ist heute daß Urteil gefällt worden. Der Direktor der Bank Penvtte ist wegen Ausstellung einer falschen Bilanz zu sechs Monaten Gefängnis und 3000 Franken Busie verurteilt worden, der Präsident deS Verwaltungsmirs B >erthelot zu 3000 Franken Buße, und die Übrigen Mitglieder des Verwaltungsrotes zu je 300 Franken Buße. Der AMrgeakt spricht von der abenteuerlichen Verwaltung der Bank, die im Jcchve 1019 einen Gewinn von mehr als zehn Millionen Franken veyzerchnete. während im Gegenteil ein Defizit Von amMernd drei Millionen Franken bMmden Me. Me neue Tagung der MMungskommission. Die Frage Bims allgsmeinen gegenseitigen Garantie- Vertrages. Parks, st. M< (Del. der ,M. Morgenzeituntz".) Morgen wird in Paris -eine nem Sessiion der AbrüstungSko-mmission des Völterdu-üdes eröGne-t werden-. In der Kommission sind 19 Lander vertreten. Die Komnifsivn wirb sich insbesondere mit einem englischen md einsm sranzösischen Projekt eines allgemeinen gegenseitigen Schutzvertrages beschäfttgeu. Ferner wird sie sich mit dem Gaskrieg, der Statistik Über die RüstungsauSgaben, der privaten Fabrikation von Waffen und dem Massen beiAWW' Tagesbericht. Ser „ameritanische Menschrutypus", Schon feit längerer Zeit beschäftigen sich amerikanische Gelehrte mit der Untersuchung der Frage, vb und in welchem Mäße daS Leben in Amerika auf die Eirigew-nderten in dem Sinne einen Einfluß übt, daß sich aus ihnen ein eigener neuer „amerikanischer Typus" entwickelt. Die Frage, welche, die amerikanische Regierung, auf deren Initiative die Forschungen unternommen werden, den Gelehrten vorlegte, lautete präzis: „Welche psychologischen und physiologischen Aenderungen weisen die- Kinder eingewanderter Eltern diesen gegenüber auf?" Die Gelehrtengesellschaft nahm ihre Untersuchungen an einigen tausend Einwanderern der verschiedenen Nationalitäten, wie Polen, Tschechen, Slowaken, Italiener, Magyaren, Juden nsw. und ihren Kindern vor, wobei auch darauf Rücksicht genommen wurde, ob diese Kinder in Europa und in Amerrka erzogen oder ob' sie auch in Amerika geboren wurden. Auf Grund dieser Untersuchungen kam das Forschungskomitee zu folgendem interessanten Schluß: 1. Tschechen, Slowaken, Magyaren und Polen repräsentier-n fast alle einen einheitlichen Typus, der unter dem Samyxlnamen „mitteleuropäischer Typus" zusammrngefaßt werden kann. Ihre Kinder, die in Amerika geboren und erzogen 'wurden, weisen in der Regel durchwegs dieselben Aenderungen in ihrem Körperbau gegenüber demjenigen ihrer Eltern auf. Ihr Wuchs ist durchschnittlich größer als der ihrer Eltern. Auch der Kopf zeigt eine größere Länge. Hingegen ist das Gesicht kleiner als bei den Eltern. 2. - Dieselben Aenderungen sind auch bei den Kindern eingewanderter Juden zu beobachten. Beim größten Teil von ihnen tritt die Aenderung der äußeren Gestalt so stark hervor, daß er nach seinem Aeußeren nur sehr schwer äks Jude erkennbar ist, weil er sich nicht im mindesten vom Durchschnittsamerikaner unterscheidet. 3. In entgegengesetzter Richtung zeigt sich eine Aenderung bei den Kindern der eingewanderten Italiener ans Sizilien uud der neapolitanischen Gegend. Diese Kinder sind nicht 'mehr so gut entwickelt wie ihre Eltern. Sie sind von kleinerem Wuchs und geringerem Körpergewicht. Auch der Umfang ihres Kopfes ist kleiner, das Gesicht schmäler. stluf Grund dieser Feststellungen will man nun eine Widerlegung der Theorie von der Unveränderlichkeit des menschlichen Kopfes konstruieren, weil die Erfahrung gelehrt habe, daß bei allen Einwandererkindern eine Aenderung des Kopfmaßes in der einen oder anderen Richtung eintritt. So kam man nun in Amerika zur Lehre vom „amerikanischen Menschentypus". Da jedoch diese Behauptungen in den Gelehrtenkreisett, die an der Untersuchung nicht beteiligt gewesen waren, lebhafte Kontroversen hervorriefen, hat die Regierung ein neuerliches Gutachten eingeholt, welches nun gleichfalls vorliegt. -Diesen Untersuchungen tagen Vergleiche zwischen den in Amerika lebenden Nachkommen der Pilgrims, der ältesten Pioniere Amerikas, der Deutschen in Pennsylvanien sowie der französischen Hugenotten mit den in Europa lebenden Nachkommen dieser Stämme zugrunde und der Bericht weist darauf hin, daß zwischen der Nachkommenschaft ln Amerika und derjenigen in Europa sich in der Entwicklung kern Untersch ied zeige, selbst dort nicht, wo Mischehen zwischeir diesen drei Gruppen stattfanden. Auch! der neue Bericht gibt die im ersten Bericht konstatierten physiologischen Aenderungen zu, doch schreibt er diese mehr -der. Erziehung, der Liebe des Amerikaners zur freien Luft und zum.hygienischen Leben als irgendeinem anderen 'Grunde zu. -Die -Verfasser des ersten Berichtes wollen nunmehr feststellen, daß der zweite Bericht ihre Behauptungen iit keiner Weise widerlege und bleiben dabei, daß die Einwanderer mit der Leit sich zu einem eigenen „amerikanischen Menscheutypus" entwickeln. Mwsndemngswirrwarr in Ms Zsland. A>uS New-Bork wird uns berichtet: Die Zustände -aiuf der EinwcmdeMrgKmsel Ellis Island wevdvn zu« fchends -urchaMaver. Der NMvanÄMlngsikonAnissär 5>er Insel fa'h sich veranlaßt, nach Washington zu melden, daß die bisherigen Maßnahmen ungeeignet feien, die Auswanderer vor der Gefahr zu schützen, die Uebecheefahvt .umsonst gemacht zu Halles Er schlägt daher vor, daß jeder Damps-er vor feiner Abfahrt nach Washington telegraphisch wcfübeit solle, wieviel Auswanderer er an Bord hat und welcher Nationalität sie aargchöveir. Erist wenn die zustmmr-rnde Antwort ans Washington zurück-langt, soll der DanM'er bei sonstiger Strafe i-n See stechen dürfen. Nk-tniell wurde diche Frage wieder durch stnon peinlichen Vorfall mit dem Dampfer ,/Balt-ic", der ttiit 62t englischen Einwanderern au Bovd in New« Aorrk landete. Die englische Quote für den Monat JnK war jedoch bereits vor Aickmlst der ,/Baltic" ganz erschöpft, st daß nach den bestehenden Einw>anderungAgesetzon keir.« einziger dieser erMchm Einwanderer zur Landung Mgelassen werdo» Konnte. Noch veÄvorre-ner ist die Affäre jener 8 8 Einwarider e r, die aus dem Dodekanes nach Nrw-Dork kamen. Bei diesen ergab sich folgendes Problem: Die Einwandevu-ngsbchörde wußte nicht, w elcher Quote sie diese ZrÄvanderer zuzuzählen halbe, der griechischen oder der türkischen Quote. Als sie von ihrer Heimat w-ogfuhren, glaubte.» sie, den Griechen zuMählt zu iM:rde>r.'. JnKwischon wurde jedock der türkisch-igriechiische Frieden abgeschloss-en und der Dodskanes fiel der Türkei zu. Jni Sinne dieses Friodensvevtrages Müssen sie nun der türkischen Quote zur Last fallen. Es ist er« iklä-rl-ich, daß der griechische Gesandte in Anrevika im Interesse feiner Landsleute dagegen Stellung uinrnut, daß die griechische Quote durch die Zuzählung dieser 88 Emigrar'ten, die keine griechischen Staatsbürger mehr sind/veMrzt werde. Bis alle diese komplizierten Fragen gelbst werden, machen aber die Einwanderer auf -den Dampfern oder auf Ellis JsAnd die -MrchOaMtM MischM Qualen wirch- Sie Bukowina« Bauernschaft gegen dm Antisemitismus. Aus Czernowitz wird uns geschrieben: In jüngsbev Zeit hat die Bnkare-ster An-tifemitenzentrale ihre Werbetätigkeit -unter der Bukowinaer Bauernschaft mit großem Appavat in Angriff genommen. Der Hauptagitator des Mvmnäwischen AntisemiieMm'des Codreanu bereist mit einem großen Stäb von Hakenkreuzlern und bezahlten Provokateuren daS Bukowiwoer flache Land, um die Bauernschaf-t gegen die Juden aufzuwiegeln. So kam er dieser Tage auch -nach Dorna« Watra uard lud durch riesengroße Hetzpla-kate die Bauern zum Besuch einer von ihm veranstalteten Pwpagandaver« -sammlurrg ein. Der zu diesem gemietete große Mnchaal blieb jedoch »roch lange nach >der für -die Eröffnung der BevsomMlung anberaumten Zeit fast g-antz leer, da die Bauernschaft es von vomcherei-n ab lehnte, an der Hetzverstmmlung teilzu- -nchmen. Aber -selbst die unter äußerst geringer Beteiliyung abgchMene Versammlung veTief nicht ohne Zwischenfälle. Schon das Hauptreferat Codrean-us Wunde von den wenigen Bauern, die aMv-esend waren, unausgesetzt durch provestrerende Zwischenrufe unterbrochen. Als aber der antisemitische Ber« ltrauensmann in Dorna-Watra, A. Medie, zur 'Unt-e^tützung Codreanus das Wort evgriff und diesen an verleumderischen Ausfällen gegen die/Juden zu übertrumpfen suchte, machte sich der Unwille der Bauern in heftigen Worden Lust. Ans den Ruf Medie': „Kaufet nicht beim jüdischen Kaufmann-, Venn der Jude vergiftet euch!" — riefen mehrere Bauern: „Wohin denn sollen wir gehen? Vielleicht etwa zu dir, der du Bbuunenwass-er für Sodawasser verkaufst? Womit hast du dir -in den letzten Jahren deine vielen Millionen erworben, etwa durch deine Schustevwerkstätte? Dn bist der berüchtigteste K r i e g 8 g e w i n n e r, der überdies die Gelder der Witweun-d Waffen veruntreut hat!" Die Versammlung mutzte schließlich vorzeitig abgebrochen werden, ivvfür, wie gewöhnlich, wieder die Juden das Bad ausgießen »nutzten. Denn die hakenkreu^lierischeit Gchutztru-ppen Codroa-nus, die mit ihm auS BMveft gÄmmren waren, nahmen für den Mißerfolg an den Juden Rache, indem sie bei ihrem Abzug aus Dorna-Watva sämtliche Fenster der Synagoge zertrümmerten. - / Sterttisservng vo» Mensche». Ein Antrag im sächsische« Landtag. Aus Dresden wird uns berichtet: Im sächsische« Landtag hielt vor kurzem der bekannte Kriminaklplshchologe Ministerialrat Dr. Wnlffen eine lange Rede, in der <1 auch auf den Antrag zu sprechen Lam, den der BeAirkSarzt Regieru-ngsmediKmalrat Dr. Boeters in -ZMckau an das sächsische Gesamtürvinister-ium gerichtet hat. In dem Antrag wird -die Anregung gegeben, einer gesetzlichen Regelung über bas llnfvuchtbärmachen von blind geborenen, tanbstumM geborenen und bMsinrstgen Kindern von Möd« sinnigen, Epileptischen und GeisteSkranikm, von SsiMchboitS« Verbrechern, von wüMichen Personen, die zjwe-i oder; mchr un« chMche Kinder gebovM haben, deren Batechhaft zweifelhaft ist, von Verbrechern risiv. nähenzwtraten, um die Dcheugung einer minderwertigen NaMommWschtzfit znIchchiMw. Wörtlich lauten die AnveWMn des ÄsyirikSopzteS wie folgt: 1. Kinder, die bei ihrem Gintvitt in -das schulpflichtige Wer als blind (blind geboren), taubstumm (taubstumm geboren), oder blödsinnig und somit ÄS unfäih!g er>kannt worden sind, an dem normalen VoMSschnluntvvvicht Mit Er« folg teilzunchmen, sinld einer Operation zu untechichen, durch die die For tpflanzungSfähigikeit beseitigt wird. 8. Bei der Operation sind Re für die „innere Sekretion" wichtigen Organe zu echaltivn. 8. Den Wern dars die Bezahlung der entstehenden -Kosten nicht angff-onnen werde». 4. Zuständig für die Erteilung der Geu-ehwigung zur Vornahme der Operation ist neben den Mern das Bormund« schaftSgericht. 5. Bei den in Lanidesanstalten untergebrachten Blindgeborenen, Taubstununmyebovenen, BWsiunigen» Epileptischen und GeisteAranLen ist die sterilisierende Operation jedenfalls vor der Entlassung vorHunehmen. 6. Der Operation sind zu unterziehen Gittlichkeitsveribrecher und solche Personen, die zwei oder mchr uneheRchs Kinder geboren haben, deren Batevschast zweifelhaft ist. 7. Zur Eheschlietzung sind Blindgeborene, Epileptische, Mvdsinnige und GeisteskranLe erst dann zuzulassen, wenn bei ihnen eine sbrrilisierendL Operation vorg-enonrmen worden ist. 8. Verbrechern kgnn ein Teil ihrer Straife erlassen werden, wenn sie sich freiwillig einer sterili« sier-enden Operation unterzogen halben. 9. Damit nicht die sterillifierten blödsinnigen Vtädchen zu einer besonders großen sittlichen und gesuM-eitkichen Gefahr (GeschllechtskranDheiten) für die nlänn-liche B-eMkerung werden, ist über die siattgestlndene Operation Stills-chtveigen, besonders auch von seiten de: Fami-lienangehörigen, zu beobachten. Sie Baroa Hirsch-öchvlen k« Polen. Aus Warschau wird uns gemeldet: Wie bekannt, hat die polnische Regierung vor kurzem dem Kuratorium der Baron Hirsch-Stiftung die Erlaubnis erteilt, einen Teil des Stiftungsvermögens zu veräußern, da das Kuratorium vorgebracht hatte, es sei nur dadurch in der Lage, die Schulen, die es zu erhalterr habe, zu sanieren. In. Wirklichkeit ist aber nichts geschehen und die Lage der Baron Hirsch-Schulen und ihrer Lehrer ist nach wie vor eine trostlose. Daher sprachen, die jüdischen Deputierten Frostig und Dr. Silberschein beim Unterrichts- .minister Glombiuski vor, um ihn über die Sachlage aufzukläreu. Sie legten dem Minister dar, wie in der letzten Zeit beinahe das ganze Vermögen der Stiftung zugrunde gerichtet wurde, und wiesen darauf hin, daß die Erlaubnis einer Veräußerung von einem Teile des Stiftungsvermögens eine einseitige Maßregel sei, da vor allem die jüdische Oeffentlichkeit, die am dem Bestände der Stiftung und ihres auch für den Staat wicktiaen SLulzu^ckes inter-