Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1605 (1.8.1923)
- Date
- 1923-08-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nv. 1605 Wien, Mittwoch ' ---- .- ' i ■'!■'■■■ --------« •«*• — . Die Palästinensische Dilikatfebttk. Die Palestine Silikat Conppany in Jaffa teilt mit, Latz mit der <2ili!alfyeiiM(mKj nach einer Paufe von einigen wenigen M<nrat-en, während welcher Zeit eine allgemeine Ü^beriprufung -der Maischinen vorgenommen Wochen war, wieder begannen wurde. Man ist nunmehr von dem bisherigen Feuerullgsisystenl der Fabrik, nämlich mit Kohle, zur Mssigen Heizmethvide.Mazut) Werdegängen. Die Eonchany hat fMende Preise für ihre Produkte festgesetzt: Einfache SMatziagel 360 Piaster für 1000 Ziegel ab Fabrik, rote Sililatziegel 475 Piaster für 1000 Ziegel ab Fabrik. Ter- «M-MsbeUchiefer 840 Piaster für 100 s. o. r. LÄ-Awiw. Die Orangensaiso» in Palästina. Ans Jaffa wich uns mibgetoM: Die in der! letzten Saison auLaMhrte Orangenmenge War befriedigend, wenn auch die Preise niedrig standen! In aissein Jahre wurden 1,404.698 Kisten i,ir Werte von 374.708 Pfund Sterling ausgeführt, gegenüber 1,188.000 Kisten im Werte von 263.306 Pfund Sterling im vergangenen Jahr. Der größte Teil der Ausfuhr gmg nach England und Aegypten. Die niedrigen Preise in Englauid sind den allgemeinen ölonmnifchen BediiMngen in diesen Lande zuzuschreiben, die sämtliche Oibstpreise heruntergadrückt haben, außerdem ist die Konkurrenz der spanischen Früchte schuld. Es ist dringend notwendig, daß die Jaffacr Orangen^üchter und cherschisfer ihre Sendungen nur nach einigen wenigen bedeutenden Häfen exportieren. In Aegypten wurde der Preis der palästinensiischen Orangen dadurch herabgedrückt, daß dorthin große Mengen Achsel aus Jtaliennnd Tirol zu niedrigen Preisen infolge der niedrigen Valuta ein geführt wurden. Ein Depot der Firma Kremenctzky in Tcl-Atvtw. Aus Jaffa schreibt man uns: Die Wiener Firma Kremenetzky, bekanntlich eine der größten europäischen Fabriken der Elektrizität sbranche, hat in Jaffa ein Depot kür ihre Produkte und in Te1--Awew eine kleine Fabrik in «der Nahe des Hadassah- Hospitals eröffnet. Die Fabrik, die im Oktober 1222 eröffnet wurde, konzentriert ihre Tätigkeit gegenwärtig ans die Fabrikation von Meiallmnbatterien für elektrische Lampen, Ar die dl Palästina, Syrien und Aegypten große Nachfrage besteht. Die Fabrik beschäftigt zurzeit gegen zwanzig junge Mädchen, außer einem Vorarbeiter und Hrlfsvoranbeiter. Die gegenwärtige Produktion der Fabrik beträgt täglich 600 Batterien. Das untern ahmen hofft fedoch, in nächster Znkumlft schon das Personal auf 40 bis 60 junge Mädchen zu erweitern, bei einer tägMen Produktion von insgesamt 1600 bis 2000 Batterien. Ein Petroleumtrust in Pole«. Berichten aus Warschau zufolge haben die polnischen Petroleumindustriellen in Krhnica eine Konferenz abgchalten, anläßlich welcher der Plan der Errichtung eines Petroleunistrustes besprochen, wurde. Der Trust soll die Preisgestaltungen auf den in- und ausländischen Märkten beeinflussen und regeln. Das Schicksal der Dovsschmiede in Rußland. Die russische Industrie hat in der Dopfschmiede eine Schicksalsgenossin. Lcruit Bericht des Statistischen ZeretrMmtes war die Anzahl der Dovsschmisdsn im den 33 Goilvernemerrts der Russischen SowIjedrapWM (nicht zu vevwechWn mit der Sowlsietfödeivatitm). bereits im Jahre 1931 oulf 5091 zuvück-gaganger», um sich dann weiter in einem Maße m vermindern, welches zu einer Katastrophe für die vussischL LmMvirtschaft wird. Die DvlUchmiede ist gegMiwärtig in Rußland eine Rarität geworden und muß der Bcmer, der Dnm Pflug ausbessern will, oft meilenweit hilgew. Der DorsschMläd, dem die Eigen-! fchaft und der Ehrgeiz. ein Spezialist in di-etsem Fache m sein, Mit, ist m der Regel ein kommuner Bauer wie die anderen Donfinsassen und übt das HanIdweiÄ gewöhnlich nur nebstbei,, als Neibonbeschäftiguidg, aus. Aber die Ür.MögAch>keit, seine Instrumente m erneuern, weil die russische Jmdustvie fiir die Erzeugung bettelben nicht sorgen kann, machte seinem Hand-, werk den Garaus. Die Steuerschraube trug zum Untergang des Schmiedestar.des in Rußland das Ihrige bei. Denn der Dorfschmied, dessen HanvIbeschÄft-iguria das Ackern und Säen ist. wird verhalten, növen den laMvirtschastlicheu Stenern auch eine volle Gowc-rbeftener zu entrichten, als wie wem: er om Professionist tväre. So begann eine Dovsschmiede nach der -anderen zu schwinden, aber auch die noch beftchenden werden Nannr frequentiert, nachdem auch die wwcirÄosean Sowjot>geld vevlengten Preise — das Beschlagen eines Rades kostet beifpiÄlsweise 60 Millionen Sowjetrübel — die Zahlungskraft der DovsiuMchäft WeOvigw. Die Folge ist aber die Rückkehr zum HoWflug und zur Hoh-ögge und ein erschreckender Verfall der LÄMv>ir1fchg>Wchen Kvllltnr, w>elcher sich, nach der Wngabo des Lowseirussifchen Wirtschästsorgans. beispielsweise darin äußert, daß i« manchen Gvgerden die Verunreinigung des Getreides bis auf 40 Prozent heranreicht. , <Üop7nxkt 1088 Nachdruck verboten. dpL.L8v!t-Vorl»e,wr«ll-i.«lp-!s. (b2. Fortsetzung.) 8« Polens Wäldern. Raman von I. Opatoschu. Autorisierte Uebertragüng aus dom Jüdischen von S i e g f r i e d Schmitz. So muß man. zus-chen, wi>e ein Volk von Tag zu Dog mehr in Dummheit versinkt und untergeht; kann man da gleichgültig bleiben? Alles jüdische Wesen ist für die Chassidim im ,/Thron" beschlossen und um ihn schlügt man sich fortwährend -herum, denn jeder will Rabbi werden. Wenn du nur wüßtest, was Dowidl a-u'fgeführt hat! Er war doch einer von der Sippschaft, die ihre Frauen untere'münder ausgetauscht haben und es heißt ferne älteste Toch-!te«, Daniels Frau, sei nicht von ihm. Und DairiÄ? Glaubst hu, der bloßfühige Israel -hätte gelogen? Nicht im mindesten. Mehr als ein Chassid kann dir sagen, daß Daniels Frau «me halb Verrückte ist, ich kenne sie, rmd nicht, wie Daniel sagt, ein Abbild der Göttlichkeit, und daß man, wenn inan iS mit ihr zu tun hat, einr-r Unreinheit dient; ist Daniel Mo besser als Jakob Frank? Der hatte eine heilige Aävatscha und Iorrathan Eibuschitz' Nrenkol hat eine Fvan, die er für ein Abbild der Göttlichkeit erklärt . . .! Und frische Leute sollen uns den Weg zeigen, sollen die ganze 'Jindenheit an der Nase herumsühren?" Fm Eifer hatte ssich Schmiel von feinem Sch erhoben, fetzte sich aber wieder nieder und klatschte in die Hände: „Hinaus ans diesem Sumpf muß man, fort nach Berlin oder nach Frankfurt am Main. Dort gibt es auch gwße Lchrhäuser und in ihnen kann manaußer den jüdischen Wissenschaften auch anderes lernen. Nach wenn -wir zurückkommen, müssen wir uns an die Jugend -machen. Die Mtey sind schon verloren, sie brauchen keine Innerlichkeit, wenn nur Schnaps da> ist! Wir müssen mit der Jugend beginnen, vorher aber nrüssen w ir selbst -viel lernen. Es gibt 'hier einige aufgMrte junge Leute, wir kommen einige Male in der Woche zusammen, lesen und debattieren mitiMnmen. Wenn du willst, kannst du auch hinkommen. Ist m nicht zum Lachen? In Kozk unter der Nase des Rabbi Wiener MMtzMMMS. Wiener WareMrse. . (Drahtbericht der „Mener Morgenzeitung") An den wichtigsten Chemikalienmärkten wie Hamb.urg und Berlin veranlagte die starke Markverschlechterung ein sprunghaftes Anziehen der Chemikalienpreise. Steigerungen, die teilweise mehrere 100% betragen, sind bisher noch nie zu verzeichnen gewesen. Den geringen Angeboten staub eine große Nachfrage gegenüber?. Interesse bestand namentlich für Lokopartien. Das Exportgeschäft war .in einigen Artikeln lebhaft. Die Preise in ausländischer Währung waren mit wenigen Ausnahmen etwas ermäßigt. An der gestrigen Warenbörse war geringfügiger Verkehr und nennenswerte Abschlüsse wurden nicht bekannt, In Chenükalien war die Tendenz, trotz mäßigen Ausgebotes, eher etwas matter. Offeriert wurden Aetzkali 88/92 zu 12.600 K. Wien, Aetznatron 128/190 zu 7160 K. Wien, Alaun in Stücken zu 4000 K. ab Wien, Chronmatron zu 16.000 K. transit Wien, Dextrin zu 7000 K., Glaubersalz kristallisiert zu 820 K. transit Wien, inländisches Harz dunkel zu 4200 K., Minium Bleiberger zu 11.000 K>, Naphthalin in Schuppen weiß zu 7300 K., Oxalsäure zu 16.300 K., .Pottasche 96/96 .zu 10.600 K. pro 100 Kilogramm. Salmiaksälz zu 8500 K.. Weinsteinsäure zu 47.000 K., französische Kreide zu 1600 K. pro Kilogramm. O e l e und Fette. Technische Oele undauch Fette blieben unverändert, nur Schweinefett pure lard Faßpackung ermäßigte den Preisstand Um 66 Punkte auf 28.10 Dollar transit Wien. Kolonialwaren. Zum öffentlichen Verkaufe gelangten 25 Meterzentner tschechischer Mehlzucker zu 12.260 K. Preise sind um 5 Punkte tiefer, es/ notieren Kristall und Würfel 4.30 tschech. K. prompte Lieferung sowie 8.25, respektive 2.90 tschech. K. pro Oktober-Dezember ab Grenze. Ab Lager Wien sind Preise bis 50 K. billiger, Kristall notiert 12.250 K., Würfel 12.200 K. Kaffee ist um 600 K. billiger. Santos Primes Wille 40.000 K., Santos superior 38.000 K., Rio Hl Wille 36.000 K., 1/11 Johnston 32.000 K., Sul de Minas 34.500 K. Tee ist um 50 K. fester, es notieren Panyong Suchong 77.500 K., Pecco Ceylon 80.600 K. Wien. Holländischer Kakao wurde zu 6200 K. transit Wien offeriert und holländischer Kümmel zu 54.000 K. Wien (— 2600 K. gegen Vorwoche). Zum exekutiven Verkauf gelangt am 3. August um 12 Uhr mittags Speisefett (27 Kolli mit 1633 Kilogramm). Diehmärtte in St. Marx. ' (Gigenbericht der ,Wieuer Morg^situn-g".) B o r ft e n v i e h m a r k t. Der Auftrieb belief sich anf 3992 Schweine, darunter 943 Fleisch- und 2949 Fettschweine, Außerdem wurden noch 965 Schweine angemeldet, die erst am Donnerstagmarkt einlangen dürften. Der Provenienz nach waren 437 inländische, 640 ungarische, 1737 jugoslawische, 466 niedekländffche und 32 Stück dänische. Bei schwerfälligem Absätze, infolge der Stagnationauf dem Fettmarkte, tendierten Fettschweine flauer und haben gegenüber der Vorwoche um 1000 bis 1500 K. pro Kilogramm im Preise nachgegeben. Fleischschweine, blieben behauptet. ES notterten r Fettschweine schwere 22.000 bis 23.000 (23.500) K., Bauernschweine 23.000 bis 24.000 (25.000) K., alte Schweine 21.000 bis 22.000 K. und Fleischschweine 24.000 bis 30.090 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. P f e r d e m a r k t. Zum gestrigen Markte wurden 208 Schlächter- und 920 Gebrauchspferve. gebracht. Es notiertent Zugpferde leichte 3,500.000 bis .8,000.000 K., schwere 6,000.000 bis 13,000.000 K., Kutschpferde 4,000.000 bis 9,000.000 K., Pferde für Schlachtzwecke 5000 bis 10.090 K. (18.000 K.) pro Kilogramm Lebendgewicht. Verkehr lebhaft. Baumwollmarkt. Aew-Nvrk» 30. Juli. Baunlwollzuftlhren in den atlant. und Golfhäfen 4000, im Innern 3000, Ausfuhr nach Großbritannien 1900, nach dem Kontinent 13.000. Lokalmarkt rvickätin«: 22.50 (gestern 22.45). Tendenz: Ruhig. Termine: Juli —, August 21.65, September 21.90, Oktober 21.29, November 21.19, Dezember 21.15, Jänner 20.96, FeLrtrar —.—, März 21.06, April —, Mai 21.21 Juni —.—. Prager Börse. Prag, 31. Juli. Die EiÄsifmuly der heutigen Börise war wiodevunl fest uwd lcblhaft. Die Auf-nr-evkismn-k-eit war hauptsächlich ans öi-e schstveren Marte des Schranken gerichtet, welche auch auf Wiener Rechnung g-eckanft wurden. Hervorzuheben ist heute die kräftige Steigerung der NorAöah-naÄien, die um haben wir deir sichersten Platz. Keinem fällt es ein, u/is in Perdacht zu. haben. Weißt du, es ist ein schlechtes Zeichen, daß die Mischen jungen Leute nicht mehr in die Welt gehen. Einstntals strömte man von Poleir in die Lehrhäuser Frankreichs und Spaniens, von Deutschland nicht zu reden! Jede große Stadt hatte ihre Gavnim, Gelehrten lut-b Lehrhäuser. Oft glaube ich, wenn ich heute mch Metz Nme oder nach Worms, so würde ich dort noch bekannte Gesichter treffen und die Gassen und Häuser und die Lehrihäwser so kennen, als käme ich in meine Geburtsstadt Zurück, die ich als Kind verlassen habe. UnL> ich bin noch nie dort gewesen. Jeder Stein, jeder Friedhof ist ein Stück jüdischen Lebens..." Mordechai sah einen andern Schmiel vor sich und wunderte sich, woher dieser Mensch so viel. Liebe und Ehrfurcht vor einem Friedhof und so viel Haß und Wut gegen das Lebendige hatte. Schmiel schwieg und warf ab mrd . zu cmen Blick auf Mordechai; er -war sicher, ihn gewonnen zu haben. Plötzlich stcht er auf, als hätte er was vergssM: „Ja, ich habe eine kleine Bitte an dich!" ,/Was?" „Da dein Großonkel Reb Jossol ein alter Anfflärer ist, wäre es dir vielleicht möglich, von ihm einen Empfchltmgsbriöf für mich nach Berlin zu bekommen, zu . . . könntest du mich vielleicht bei ihm einführen? . . . ,Dut." Mordechai Uvar froh, etwas für Schnriel tun KU können. ,Ich will noch Heute mit ihm über dich sprechen." Beim offenen- Fenster stand die Tochter des Schänkwirts und plauderte mit zlvei Mädchen. Eines der Mädchen, welche vor dem Fenster standerr, zeigte auf Mordechai mit dem Finger: . . . ,Min schöner Bursch!' Fangen wir mit ihm ein Ge-- sprach an!" - „Er schrint r/.cht orm zu sein," fetzte des SchMkwirts Tochwr hinzu. Mordechai Lächelte; ohne es zu Wollen, Aopfte er mit der Gabek .au den Teller. Das Mädchen'trat Hinzu. „Wieviel habe ich zu zahlen?" fMte Mordechai, t Sfttöitff IW ‘ Selber 2000 K. sii<gcn. Auch die meisten Judustri-eesiakten zogen zum Großteil ibetrüchllich stu Krwse an. KitlisftnLverte vermochten ebenfalls' ihren Kursstand zu echohen. He-Wifche Banken lagen fest, die Mtien der.Wiener un-ftleichnrWg...Auf dem Anlagenvarkte herrschte wiäder n>ach StaatApaipstren rege Nachfrage, die mit Ausnahnie von Mähl an leiste gleichfalls höher lagen. Die Schlußiendenz war ungemein fest. S ch l u ß k u r s e r Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken —, Böhm. Ünionbank 448.—, Böhm. Eskomptebank 423.—, Böhm. Industrialüank 458.—, Zivnostenska Banka 434.—, Anglobank 173.—, Oesterr. Kredit 179.—, Wiener Ünionbank 237.50, Wiener Bankverein 123.—, Buschtiehrcider Eisenbahn Lit. A Lit. B 217.-, Ferdinands-Nordbahn 11.000.-, Prag-Duxer —, Anssig-Teplitzer Eisenbahn-, Nestomitzer Zuckerindustrie 1545.—, Vereinigte Elektrizität Wien 189.—, Brosche 1326.—, Koliner Spiritus 1196.—, Königshofer Zement 1035.-. Breitfeld-Danek 507.-, Ninghoffer 740.-, Simmeringer 173.—, Nothkosteletzer Textil 343.—, Alpine Dkontan 427.—, Poldihütte 510— .Prager Eisen 1176.—, Oesterr. Berg u. Hütten 3420.—, Skoda 606.—, Jnwalo 585.—. Die Devisenkurse. Berlin, 31. Juli. (Devisenkurse.) — Amsterdam 428.925.- (428.925.-), Belgien 52.867.60 (52.867.50), Chri^ stiania 175.560.- (175.560.-), Kopenhagen 195.510.- (195.510.-); Stockholm 290.272.50 (290.272.50), Italienische 47,880.- (47.880.-), London 4,987.500.- (4,987.500.-), New-York 1,097.250.- (1,097.250.-), Patts 63.840.- (63.840.-), Schweiz 194.512.60 (194.512.50), Spanien 165.610.— (155.610.-), Wien 1571.- (1596.-), Prag 33.166.50 (33.166.50), Budapest 44.88 (44.88), Sofia 10.174.60 (10.274.-), Belgrad 15.610:- (16.610.-). Berlin- 31. Juli. (Notenkurse.) — Noten Dollar I, 097.250.- (1,097.260.—), Pfund 4,987.600.- (4,987.600.-), Italienische 47.880.- (47.880.-), Polnische 486.- (605.-), Tsch echo-slowakische 32.418.60 (32.668.—), Oesterr. gestempelte 1396.50 (1396.50). Prag» 31. Juli. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tschecho-slowakischen Finanzministettums.) — Berlin 0.27V, (0.28V,), Zürich 612.75 (608.75), PattS 200.75 (200.25), London 154.50 (154.12), New-York 34.05 (33.80), Belgrad 35.75 (35.62), Bukarest (-.-), Wien 4.68 (4.63), Warschau 1.84V, (1.35), Agram —. (—.—), ' Budapest 17.— (14.—), Jugosiawische —(—.—), Oesterreichische gestempelte Krone 4.63 (4.62), Polnische 1.64'/, (1.35), Ungarische 9.- (8.-). Budapest, 31. Juli. (Kurse der Devisenzenttale.) — Amsterdam 7800 bis 3000, Bukarest 100.- bis 107.—, Kopenhagen 8644 bis 9644, Chttsttania 3180 bis 3290, London 90.620 bis 92.620, Berlin 0.0280 bis 0.0420, Italien 861.- bis 895.-, Patts 1166.- bis 1190.—. Prag 586.- bis 606.-, Stockholm 5267 bis 5437, Zürich 3535 bis 3635, Wien 0.2785 bis 0.2965, Sofia 182'.- bis 189.-, Belgrad 206.- Li8 213.-, New-Aork 19.805 bis 20.305, Warschau 0.0990 bis 0.1130, Brüssel 953.- bis 987.—. Agram. 31. Juli. (Devisen.) Wien 0.1340 bis Berlin 0.080 bis Budapest 0.35 bis , Bukarest —bis —, Italien 416.— bis —, London 437.— bis —, New-Wrk 9450.— bis —.—, Patts 565.— bis —, Prag 284.25 bis —, Sofia —bis —, Schweiz 1710.— bis —, Brüssel —bis —, Warschau bis —.—, Amsterdam 3725.— bis —, Stockholm —. Belgrad» 31. Juli. (Devisenkurse.) London 438.— bis , Paris 560.— bis —, New-Dork 9540.— bis —, Geirf 1710.- bis-.-, Saloniki-.- bis Mailand 416.- bis Prag 284.76 bis Berlin 0.0076 bis Wien 0.1342 bis Bukarest 48.- bis Sofia 86.- bis Budapest 0.30 bis Brüssel 486.- bis , Amsterdam 3750.— bis —, Warschau —bis — Warschau, 31. Juli. (Devisen.) Berlin 0.14, London 888.000, New-York 194.000.-, Prag Wien 2.73'/«. Amsterdam» 31. Juli. (Devisenkutte.) London II. 61 bis Brief, Berlin 0.0002'/, bis Bttef, PattS 14.82'/» bis Bttef, Schweiz 45.17'/. bis 45.27'/,. Wien 0.0036'/, bis Brief, Kopenhagen 45.15 bis 45.35, Stockholm 67.45 bis 67.55, Chttsttania 41.10 bis Bttef, New-York 253.62 bis 254.12, Brüssel 12.15 bis Bttef, Madttd 36.10 bis 36.20, Italien 10.97'/, bis 11.07'/,, Budapest bis Helsing, sors 6.97'/, bis 7.02'/,. Prag 7.60 bis 7.63. hattet eine halbe Ente, einen Krug Wern, sonst noch etwas?" Das Mädchen sah ihm so fest in d'ie Angen, daß Mordechai ganz verlegen wurde. „Semmel." „Fünf Gulden," sagte das Mädchen mit kokett gefpitztem Mund. Ein Jude mit einem Korb Erbsenschoten trat anS Fenster. Eines der Mädchen, welche auf dem Hofe standen, kaufte für einen Groschen Schoten und rief: „Fang auf, Tenrre!" Ehe sich des SchanÄvirts Tochter noch mndreheN konnte, fl^en etliche Schoten Mordechai ins Gesicht. Die Mädchen versteckten sich lachend. Au^ dem Alkoven trat ein alter Pole. Sein Gan§ schwankte; er trat der Wirtstochter in den Weg. „Panna Rachela, ich muß dir einen Kuß geben!" „Ich werde dem Herrn die Augen auskratzen." „Du. willst nicht?" Der Alte glotzte sie Wem an und griff nach ihr. — „Es muß dir eine Ehre fein, wenn ich, der hochwohlgeborene Herr KarpinÄi, einer jüdischen Krämevstochtrr einen Kuß geben will!" Mordechai trat inzwischen: „Bcfosfene haben schlafen zu gehen!" „Du Kastanträger, du wagst es? He, Stach!" Aus dom Alkoven trat ein junger Pole. „Schieß' ihn nieder, Stach, schi-eß' ihn nieder, den krätzigen Juden, er Hat deinen Vater beleidigt und dtts alte Wappenschild der Kv-rpinski, schieß' ihn nieder, Stach, wie einen Hund! Ich gebe dir Geld, daß Vn nach Amerika flüchten kamst, schieß'ihn. nieder!" Der Wirt bat den jungen Mann, er woge den Vater 'wegführen, Nßte ihm -je Hand und war 6% über Mordechai. Mordechai erbebte; ex gckß dom Schenker einen Stoß, daß er cm die ' Warch flog. Er Hatte Lust, mit dem jungev Polen anWbinden, und wiederholte einige Male: i „Wenn man einen versoffenen Vater hat, so hält man ihn zrt Hause!" Fortsetzung folgt.)