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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-01 · Heft 1605 (1.8.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1605 (1.8.1923)
Date
1923-08-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seile 8 Wien, Mittwoch Gestempelte Krone --- 0.0079 Sentimes.. Auszahlung Wien ---- 0.00787s Centimes. In Zürich notierte r-‘ 30/7. die österreichische Krone .. 0.0078V« 0.00783/. die österr. gestempelte Krone .... 0.0079 0.0079 die tschechische Krone . 16.57V, 16.60 die Mark... 0.0005 0.0005 Holland. . . . 221 — New-Iork. 560.75 560.25 London . 25.64 25.67 Patts. . 32.70 32.92 Mailand.. 24.30 24.37 Belgrad... 5.80 5.85 Bukarest.. 2.82 2.85 Sofia... 5.15 5.30 Budapest. 0.02'/. *0.03 Warschau.. 0.0028 0.0028 Sie Generalversammlung und die Vanken- " gesetze. Von Dr. Heinrich Schreiber. Eines der wichtigsten Organe der t?(ftngefcILjd;c.fi ist die Generalversammlung de,r Aktionäre, in der sie im Rahiwen -es der Hauptversammlung gostecklu: Wirkungskreises autonom ihre Beschlüsse fassen. Da die Geueralvecsam>n:lun-g nach Gesetz und Statut (Gesellschafisüertrag), von dem Majoritätsprinzip gelenkt und beherrscht wird, so äußert sich der Wille der Gesamtheit der Aktionäre nach der Mehrheit der Stimmen, die in der GeneralversmuMlung abgegeben werden. Grundsätzlich genügt zur gültign: Beschlußfassung die einfache (absolute) Mehrheit der Antoesenden; ausnahmsweise ist für gewisse gewichtigere Beschlüsse,;um Beispiel über die Kapitalsvermehrung, Statutenänderung, Fusion und Liguidcrt-i-on eine qualifizierte Mehrheit, etwa vom zwei Dritteln oder drei Vierteln der abgegebenen Stimmen, Mar nicht zwingend, aber. doch seckultativ vorgeschri-eben. Dieses Erfordernis der qualifizierten Mehrheit rst, wie Begebenheiten in letzter Zeit belehren, unbequem: geworden -und die großen Aktienbanken zumal söchtteln es ab, indem sie an die Stelle der qualifizierten Mehcheit durchwegs die einfache Stnmnenmehrhe-it fetzen. Sie erblicken in dieser > Aendorung ihrer Ber-fafsumg einen wirksamen Behelf, sich gegen Ueberfremdung und Machtkampf zu rüsten und zu schützen. Natürlich ist unter einer Generalversammlung, mag sie auch die Gesamtheit der Aktionäre. verkörpern, nicht eine Vollversammlung in dem wörtlichen Sinne zu verstehen, daß sie nur zustande kommt, wenn alle Aktionäre (Teilhaber der Gesellschaft) erscheinen. Bei der großen Zersplitterung des Aktienbesitzes, die ja ein begriffliches Merkmal der Aktie und ihrer wirtschaftlichen Funktion bedeutet, ist auf eine Vollzähligkeit der Aktionäre, lvenn sich nicht gerade, wie etwa bei einer Familiengesellschast, große Aktienpakete in wenigen Händen konzentrieren, iw der Generalversammlung nicht zu rechnen. Es genügt daher zur gültigen Beschlußfähigkeit einer Generalversammlung, wenn auch nur ein gewisser, kleinerer -Teil der Aktien daselbst vertreten ist. Nach dem Aktienvegulatto (§ 45) ist die Beschlußfähigkeit schon gesichert, wenn auch nur der zehnte Teil des Aktienkapitals zur Generalversammlung erlegt und vertreten ist. Diese Mindestgrenze kann natürlich im Statut auch strenger -und höher gezogen werden. Freilich kann sie, was angemerkt werden muß, auch herunbergelassen werden, wenn eine Generalversanmr'lung, die infolge ungenügender Beteiligung beschlußunfähig blieb, wiederholt werden muß. Eine solche abgelegte Generalversammlung ist beim Zweiten Dermin unter allen Umständen, auch wenn die Vovbeftimmte Zahl der Teilnehmer nicht erscheint, befchlußkräft-ig. Diese — nach der vorherrschenden Popularisierung des Aktienstvesens — wohl allgemein geläufigen Normen zeigen aber, daß es dem geltenden: Rechte und seiner Anwendung darum zu tun ist, der Abhaltung der Generalversammlung keine sonderlichen formalen Schwierigkeiten gu -bereiten, gleichermaßen, ob es sich um die reguläre Einberufung durch den Vorstand (Verwaltungsrat) der Aktiengesellschaft handelt, oder um eine Generalversammlung, zu deren Anberaumung der Vorstand über Antrag der Aktionäre verhalten werden kann. Diese Richtlinien werden nunmehr durch die von der Bankenlommis-sion in ihren Gesetzesanträgen geforderten Maßnahmen sichwar verschoben. Es sind insbesondere zwei B e st i m m u n g e n, welche -der bisherigen Tendenz, die Beschlußfähigkeir der Generalversammlung an keine enge Fessel zu spannen, einen Stoß versetzen. Was -die Bastkenkommfsion vorschlägt, soll füglich für die Aktienbanken gelten; allein es kann kein Zweifel sein, daß jeder neue Brauch sich alsbald aus die illktieniZesellsch-aften überhaupt verallgemeinert, mag auch die eine' B-estmunun-g grunidsätzlich nur für Banken eine Bedeutung haben. Dafür ist die andere Bestimmung um so leichter extensiv zu dehnen. Diese erschwerenden Feststellungen sind -ober die folgenden: § 10 des Gesetzentwurfes über die Organisation -der Banken verfügt -daß die Bank die sogenannten D e p o t st i m m e n der bei ihr erlie-geuden Aktien nicht ausüben darf, wenn ihr dies nicht -in jedem einzelnen Falle ausdrücklich -gestattet ist. § 13 -desselben Gesetzentwurfes verordn t, daß die Stimmfähigkeit einer Aktie an ^inen mindestens hal-6jährigen Besitz gebunden ist. Dünnt wird M Kreis ccc Aknen, -der zur Generalversanimlung zugelcrssen wird, sichtbar und wesentlich zugefchwürt, das Requisit der Beschlußsähigteit ebenso erschwert und dem vorwaltrnden Zuge der Entwicklung, die Erfordernisse der beschlußsähigen Diehcheit eher zu mildern, als zu verschärfen, MtgegwtMÄeÄet. Wobst noch der ominöse § IS die gewiß _Wiener Morgenzettrms. _ unerwünschte und vielleicht gar nicht -beohsichttgte Wirikmug hätte, daß m: ersten Halbjahre einer neu-gegründeten Aktiengesellschaft (Aktienbank) einet beschlußfähige Generalversammlung, wie sie zumeist für ebne Vervollständigung des Gründungsherganges und die Kapitalsanreicherung unentbehrlich ist, von vornherein unmöglich wäre. Ser internationale Balutemnarlt. Stabile Haltung der Reichs- und Polenmark. — Abschwächung der Devise Budapest. In -dem Abwärtsgleiten der Reichsm-avk ist gestern aus den internationalen Plätzen ein Stillstand ein-getreten. Es -scheint, daß -die Entwicklung der politischen Situation in Deutschland -beruhigend aus die internationalen Märkte gewirkt hat. Die unveränderte Haltung aus den ausländischen Märkten hatte zur Folge, daß auch in Berlin auf dom Devisenmärkte nur geringfügige Aenderungcn zu konstatieren waren. Die Devisen- London und Ncw-Aork notierten ebenso wie an: Vortage, und zwar notierte Ncto-Aor-k weiter 1,007.250 und London 4,087.500. In Zürich hat die Devise Warschau sich auf demselben Niveau gchalten. Hingegen ist eine neuerliche merkliche Mschiwächun-g der Tevi-se .Budapest fcstzustellen. Dieselbe notierte 0.0275 gegen 0.03 am Vortage. Es scheint, daß die ungarische Krone weiter sinken wird. Di« ausländischen Märkte bekunden zu dieser Währung -kein Zutrauen, trotzdem die Konferenz der Kleinstaaten der Entente in ^inaia ihre Bereitwilligkeit zur Gewährung einer Völkerbnndauleihe an Ungarn unter gewissen Modalitäten zugestanden hat. Im Wiener Clearing sind nur geringfügige Aendcrungen festzustellen. Nachstehend die offiziellen Kurse: Glearingknrse der Österreichischen Nationalbank vom 31. Juli 1923. Devisen (Schecks und Aus- 2jns. Zahlungen) Amsterdam f. 1 holl. Gulden . Agram 1 jug. Kronen .... Belgrad 1 Dinar .. Berlin 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs . . Budapest 1 ungarische Kronen . Bukarest 1 Lei. Christiania 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor . London 1 Pfund Sterling . . . Madrid 1 Pesetas. Mailand 1 Lire. New York 1 Dollar ...... Paris 1 Francs. Prag I tschecho-slow. Kronen . Sofia l Lewa . Stockholm 1 schvedischeKronor . Warschau 1 polnische Mark . . Zürich 1 schweizerische Francs . Noten Amerlkan, Noten v. 5 Dollar aufw, , „ kleinere . . , Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . ü " kleinere.",! Dänische Noten 100 Krorier . . Deutsche Noten zu 1000 Mark.. . „ . „100 ... „ „ kleinere.... Engl. Noten von 5 Llvrest, aufw, „ „ kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. „ » kleinere . . . Jugosl. Noten ungest. zu 100Q Dinar „ „ » „ .100 . „ . „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. „ „ kleinere.... Rumänische Noten zulOOOu, 500Lei » „ kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel „ „ » „ 100 » » „ „ . kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.1000 aufw. „ „ kleinere Ungar. Noten (neue Eni.) zulOOOKr, . . zu 10.000 Kr. . . . . . kleinere. *) Aus Auslandsabgaben Stellung. _ Kurs vom 30. Juli Geld Ware Geld Ware fuß 4 27920— « * 28020.- 27920— 732.- 731.— 732_731.— 0.051 0.061*,») 0.047 728— 728.- 4*f, 3374.- 3486.— 3394. 3.05 344— 11280.— 12480— 3.15 2.70 346.- 344— 11320.- 11330.— 28020.— 735— 735— 0.067 3406— 2.80 346- 11370— 12470— 12520.— 12430— 3 324500.- 325500.—325000.— 326000— 5*/, 9930.- 9970.- 9930.- 9970— « 3r64— 3C76.— 3074.- 3086— 4 70935.- 71185.- 70935.- 71185— 5 4132.— 414?.— 4152.- 4168— 3 2095.— 2105.— 21C7,— 2117— 7*/, 636.- 640.- 648.- 652— -4*/, 18720.— 18780.— 18720.- 18780— 6 0.31V. 0.32*/, -) 0.31 0.33 3 12655.- 12705.- 12665.— 12705— 7C560.- 70960.- 70560— 70960— 70460.— 70860.- 70460— 70860— 3335.— 3365.- 3355— 3385— 614.- 622.- 626— 634— 594!- 602!- 606— 614— 12310.- 12890— 12290— 12370— O.C5‘/z 0.97',, 0.04V, 0.08V, —.— 322700!- 324300*-. 323200— 324800*— 322500.- 324100.- 323000— 324600— 4085.- 4115.- 41L5— 4135— 27720.— 27920— 27720— 27920— 3040.— 3060— 3050— 3070— 3020.— 3040— 3050— 3050— 719.— 725— 722— 728— 71l!— 717— 714!- 720— 11150.- 11230— 11100— 11180— 0L1 0.35 =) 0.30 0.34 0.26 0.28 ») 2.25 0.29 338.— 342— 343— 347— 318.- 322— 323— 327— —!— -!- -!- -!- 18520*.- 186M— 18820— 18620— 12540,- 12620— 12540— 12620— 9810.— 9890— 9810— 9890— 2077.- 2C93— 2089— 2105— 2072.- 2088— 2084— 2100— 2.65 2.85 2.15 2.35 2!w 2Ü80 2!l0 Ü3Ö nichts übernommen, *) geänderte Der ©olbmorft. Wesentliche Erleichterung des Reportscches. Nach Beendigung der M'imoanspvüche war Geld wieder in größeren Mengen vorhanden. Der Reportsatz, der am Ultimo noch 2,76 bis 3 Prozent pro Woche betvcvg-en hat, fiel rapid bis 1/37 Prozent. Ursache dieses Umsttmdes ist, daß die Barken mit den Kapitalien nicht mehr so zurückhaltend sind und dem Markte größere Mittel zur Verfügung gestellt halben. Die deutsche Goldauleihe. Berlin, 31. Juli. Zur Goldanleihe teilen die Blätter mit, daß sie sich nicht ans die Summe von 100 Millionen Dollar beschränken wird, sondern -unMnrlievt ausgegeben iverden soll. Auch sollen die kleinsten Stücke nicht fünf Dollar betragen, sondern wahvscheinllrch bis zu einem Dollar heralbgchen. Diese Goldanleihe soll im weitesten Maß eine Art Ersatz für das Geld bi-eten. Boraussichtbich werde sie sowohl von der Börsen-nmsatzsteuer wie von der Erbschaftssteuer befreit werden. Da-mit soll der Wirtschaft die Möglichkeit zn vorübergchMder Anlage gege-ben sein; insbesondere a-ber soll sie dem ges-anrbei'.' Mittelstand, den Beantte-n und Familien- Vätern zur Anlage eines steuerfreien Erbes für die Kinder zugute kommen. Milderung der polnischen Devisenordnung. Aus Warschau wird uns berichtet: AufhGrund der neuen Verordnung über den Devisenverkehr erhalten alle Banken. die Aktiengesellschaften sind, automatisch die vollen Devisenrechte. Die übrigen Banken können sich nach 'vorheriger' Anmeldung als Kömmiffionärbanken betätigen und erhalten das Recht des-Anlaufs von fremden Valuten und Devisen. Die 1. August 1923 Nr. 1608 Kommissionärbanken und die einzelnen konzessionlerten Devisenkominissionäre dürfen weder unter einander noch an der Börse Valuten- und Devisentransaktiouen abschließen, sondern sind verpflichtet, die Deviscnbcstände und Valuten entweder der polnischen Darlehenskasse oder -einer Devisenbank abzuliefern. Die Stimmung in Finanzkreiseu war gestern überaus fest. Die Evi-eichterung der GelÄverhältuisse — der Wochenzinssatz siel bis 1.376 Prozont -- regte vielfach zu Käufen an. Lebhafier begehrt waren Alpin e-2Lk t ieu, ferner zeigte sich erhöhtes Interesse für omzeln-e B-an5enwerte wie österr., Kredit, B-anlkvereiu und der« Mtie-n der Unionb a n k. Auch D a i m l e r -Aktie n stunden in Nachfrage und wurden höher bewertet. Bon den Schrankeulverten zeichneten sich Petrol -e u m p a -p i e r e und di-e Aktien der Waffenfabrik durch höhere Taxationen aus. Gegen die Gleichstellung der Posttarife im Orts- und Femverkehr. Während die Postgebühren für den Briesverkehr. innerhalb Oesterreich von 400 K. auf 600 K., also um 5V Prozent erhöh' ünrden. wurde der Briefverkehr rru-erhalb Wien durch die Aufhebung der Begünstigung für ihm Ortsverkehr von 320 K. auf 600 K., also nahezu um 100 Prozent verteuert. Da bereits die allgemeine Verteuerung der Postgebühren, die ohnehin von der Kausmannschaft schwer empfunden wird, durch die Erhöhung der Gebühren im Ortsverkehr noch -ganz besonders empfindlich wird, hat sich das Gremium der Wiener Kaufmannschaft an die Generalpostdireltion mit dem Ersuchen gewendet, die Gebührenbegünstigung für den Ortsver»! kehr wieder herzustellen. Verkehrssteuer ausländischer Firmen in Ungarn. Die Austro-ungarische Handelskammer teilt mit, daß der für den 1. August d. I. festgesetzt gewesene Termin zur Zahlung der von den Kommistionären ausländischer Firmen mit rücklaufender Wirksamkeit für die Zeit vom 21. September 1921 zu entrichtenden Verkehrsstenr durch oine Verordnung -des ungarischen Finanzministeriums neuerlich bis zum 16. September erftfedt; wort en ist. Tschecho-flowakische Einfuhrregelung. Seit dem 23. Zuli ist die Einfuhr nach der Tsch-ech-o-SlowLkc.i insofe-vn rm geregelt. als eine Liste jeuer Ware-n au'sgcstellt wurde, deren Einfuhr ohne jede Bewilligung und ohne Einsuhrgebühr Mog-: sich ist. Die bisherige Liste der gegen bloße EiüfuhramneAunq -vinführba-ren Waren wurde ci'.eich^eittg erweitert. In die Mitten, kann ir.. der Zollab-t-eilurrg der Handelskammer Einsicht genommen werden. Tschecho-slowcckische Einsuhrgebiihren. für MinercMe. Mit Gülti-gk-ert vom 23. Zuli sind, wie die Wiener Handels-- kammer erfährt, die in der Dschecho-Sloavakei neben den Einsuhvzöllsw eiir-gehobenen Manipulai-ior.-spebühren für Mineralöle nachstehend festgesetzt worden: Aus T.-Mr. 166 Petroleumpech 7 Heller pro Kg., aus 169 Pet-roleumasphalt 7 Heller pro- Kg.. 176 Rohöl (Naphtha) gebülhrenfrei, 176 Rohöl, zu Beleuchttm'gsOv-ecken ohne vorausgegangene, mit Destillatnon ver». bundene Raffinierung verwerdbar, 20 Heller pro Kg.. 177 raffinierte oder halibraffinierte M-ineraWle, leichte, deren Duchte 790 Grad oder weniger beträgt, 40 Heller pro 1 Kg.,, über 790 bis 880 Grad 20 Heller Pw 1 Kg.: Anmevkung M' 177: MinerMle der T.-Nr. 176 und 177 zur Rchfinievung für weitere industrielle DerarbeiitlUing auf Erlaubnisschein 7 ^Heller pro 1 Kg., 176 Mineralöle raffiniert oder ha-lbrcchf-ini-ert/ Mvsre, deren Dichte 880 Grad übersteigt, ferner Schmieröl, auch mit tierischen oder vegetadililschrn Oeben oder Fetten gemengt, 50 Heller pro 1 Kg-, 179 Rückstände von der MineraVidestilbcvtion oder Reinigung, AU-r Verwendung als Schmieröle über Schmiersotte nicht mdfjr geeignet, mit Ausnahme der festen Rückstände. 40 Heller pro 1 Kg. Annrertkung zu 178 und 179: Schwere OelhaGerzeugrisse. auch Paraffinol und Rückstände der Destlllaition ode-r MinevcrMwinigu-ng Kr Raiffineirien zur weitersn Verarbeitung auf beisonldere Be- Willigung -und unter Aufsicht 7 Heller pro 1 Kg. LehenSvei^ichermrgsgesellschaft Phönix in Wie«. Am 36. d. far.d die 40. orden-ttiche Gen-erällvertsammlung der. Lebensversichernngsgesellschaft Phönix in Wien statt. Aus dem Geschäft Sbsvicht ergibt sich, daß die Gesellschaft in ihren: inländischen Betrieb sowie rm Ausland (Belgien, Holland, Süddmtfchland, Tschscho-Glowakei, 1l-ngaM, Pöleu. Neu- Ztalien, Dü-ckei, Bu-lgavien und Aieghpten) im abgel-aufenen 'Jahre einen sehr bedsutenden Zuwachs ar.< Dvvsicherungen zu verzeichnen hatte und daß sich ihr Bev'sicherungs'bestand derzeit aus 1646 Milliarden österreichischer Kronen beläuft. Die Ge-! sellschaft bat im Berichtsiahre die KvEsfion zum GeschätftS« betvielb im Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen erhalten und neben den wieder in Betrieb gesetzten Geschäfts stellen in Laibach, Agram und Saraifeva eine Fllialdireiktion in Belgrad neu errichtet. Auch in Haifa (Palästina) wurde eine Geschäftsstelle neu eröffnet. Die Gvs-ellschaift hat im Fahre 1922 die österreichischen Versicherungsbestände der New-Hork, Ungarischen Militärdienstversicherung. Gothaer, Alten Stuttgarter und der Wen Leipziger übern cunuren. Die Ueberuahme der hierländischen Versichernngslbestände des Grefham, Gidardian. des,Star, der Niederländischen und der Stettiner Germania ist im Zuge. Die Prämieueinnahmen haben ftöv nach den Kurswerten von: Jahresabschluß umgerechnet, auf 72,08 Milliarden Kronen belaufsu, die Prämiienveserven, Prämienübwi-räge und Dividendenreserven auf 239,60 Mill^ liarden Kronen erhöht^ Der Reingetwiim betrug 73,784.384 Kronen, wovon 35 Millionen Kronen zur Bezahlung einer IL^Prozent-iger, Dividende des Mttenkapitals verwendet -und de>r Rest dem Reservefonds zugeführt worden ist. Durch diese Zuweifungm ^erhöhen sich die Gavaniimvit-tel der Gesellschaft aiu>f 6092 Millionen Kronen. Die gesamten Abschlußimd Benwa-ltungskoste-n, sind zu Lasten: der Fahresvechnuu-g albgeschvielben, die Prämienreserven-, Prämieriüberträge und Dividendenreservoi: sind ftir der: gesamten Ve-rsichevuUgZbestcmd ungeLürzt in die .Passiven der Mlauz eingestellt und sawckhl für das Ilittandsgeschaist als auch fitt die BevsichevimgSbOär.de im alten Ausland und in den Nachfölgestaatei: durch Aktiven in den betreffenden Originalw'ähMngen voll bedeckt^ Die' Generalversamml'ung beschloß, das Akti-eiEapital der Gesellschaft vm: 200 Millionen Kronen aus 400 Millionen Kronen zu erhöhen, die Durchfüihoung dieser Kapita-lsephöhung fedoch sinem späteren Zeitpunkt vor>zubehalten und . den Verwaist tungsr-at mit der Dürchiführung der e-mfchlägigen Maßnahmen» zu betvauen. (>GntgMiich.) Große Elektrifizieruiigspläne der Sotvjetregierunz. Zu den großartigen, selten begonnenen und noch seltener dMoyge-, führten wirtschaftlichen Plänen der Sowjets gesellt sich eint neuer. Es ist dies der Plan eines Systems großer Hydro-; eliektvischer Stationen an: unteren Laufe des Dryepr. Man soll! mit dem Bau am 1. Jänner 1926 beginnen und mit demselbenj mit dem Auswande von zirka 200 Millionen Goldrubeln im Laufe von ungefähr zehn Jahren fertig werden. Das Finanz kommissariat erklärt sich bereit, 16 Millionen Goldruvel ftve diesen Zweck jährlich zu kreditieren. Die elektrische Energich welche auf 660,000 PfevLekräft-' ns^!l vor alH'm dst bnv4i«2n Industriezentren bedieneü.

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