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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-01 · Heft 1605 (1.8.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1605 (1.8.1923)
Date
1923-08-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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asieififtf MöegMMMS. " .. t. August 1923 . T«°» Ä«s dem Bericht der NmWchen krekutive an dm IS. Noniftmtongred. Die Bibl-iochok echKIt »leHach -UmckmMügm >md « , WM, MMSdH Bor dem 13. SioMenkongreß. Geweinscrmr Sihung -er Lknchsmamrschasten tu zrarlsvad. Stof Anvognug der wsstgali-ffchen: ÄMMramWvft hat fax AaU-deMnlstaM der Zionistischen Boveiniguug Kr Deuischlaud die Landesverbände zu einer am >1. August in KarlS- M stcMftndenden Kvufevenz Äinbemfen. Jede Bcvndsmann« schaff soll zu dieser Konferenz für dis ersten gehn Kongreßdelegierten einen umd sür ft wsit-sve sechs Wieder ft «inen Vertreter entsenden. Besonderer Wert wird aus die Anwösenhsit der amerAarvischen Delegierten, wie aus die eines -bevollmächtigten Vertreters der Execku-tive gsleigt. Diese Kon- ^erely soll MmvittÄb-cvr nach den Referaten der Exekutive, also vormrssichtlich am 7. Stopft «unter Ausschluß der OefsenNch-!--LM und in Abwesenhstt der SmÄerveMnde ihre zweite Sitzmrg avihMen. Me kamMschen Zionisten für die lMterkka-> nischen Vorschläge. Aus einer Sitzung der Exekutive der -Zionistischen Föderation von Kanada wurde.ei«stimmig beschloffen, die von der Balltimover. 'Konvention angenommenen Vorschläge zu akzeptieven. Die kanadischen 'Kmrgreßdelegierten sind beauftragt, in dieser Frage sich -den amevckanischen Dele-gievten «mzu- .Meßen. Poststempel mit hebräischem Anfbruck. MÄ Msdrücklicher Genehmigung der ffchecho-flowcckischen PosLbehörden werden auch -diesmal aus den» Postamts des Zwn-Penkongreffes in Karlsbad ein oder zwei -Kongreß- Spegialstmnpel mit hebräischem Aufdruck M Verwendung gegangen. Die Keren Hajessob-Berichte. Sämtliche K. H.-Komitees werden ersucht, ihre Korvespondenz, 'soweit sie Ovgcmffation und Propaganda betrifft, während her Kongreßzei-t Herrn Leo Herrmann, Sekretär des Keren Hajessod-DirMor-i-ums, Bureau des 13. ZionistenkongrchseS, Schützenhaus, Karlsbad, zu senden. Korrespondenzen, dft Geldüberweisungen oder UnauiM-gelegenheiten betreffen, Wunen wie gewöhnlich am das Hauptbuwau in London adveffievt weiden. (Mo.) Die Wahle« in Oftgalizien. Lemberg, 30. IM. (Del. der ,Mierrer MorMgertung".) We vor einigen Tagen ftattgesundenen Wahlen für den M. Kongreß ergaben nachstehende DÄögierteMsto aus Lp- HalDen: 1. Klll-gsmeino Organisation: «) GeWÄ LomLerg: Dr. Alexarwer Hausmann, Abgeordneter Dr. Leon Reich, Dr. Max Laser, Abgeordneter Frostig, lAbgeordneter Dr. Rosmarin, Dr. Ignatz Reiß. b) BHitLStamÄau: Dr.G.Schmora-k, Dr. Siegmund Horowrtz, Senator Dr. Ringel, Ing. Nalftäb» Landau, Senator Rottenstreich. 3. Mrsrachi: Rabbiner Schmelckes (P^emrysl), M- Veordueter Dr. Hausner, -Abgeovdweter Dr. Federbusch, Abraham Brückner, Rabbiner Mendell Hager, .Moses sHochmanu^ Jakob Beck. . Hitachduth: Jona Ro-se-Mzwe'vg, I. H-etlim-am Wiya), Ubyemdnetvr Zwi Heller, Dr. Nathan Meltzer, Sch. Kölker, Abgeordneter Dr. Silbvrschein, Menvchem Gelehrter, Dr. Jakob Thon (PMstina), Jftaeil Skwirski <BeEn), U-viÄ Friedl-an d (BsÄtrr), David Swerdler (Palästina). DaS jüdische Schulwevk in Palästina. (SSttc Resolution der Czernowitzer Zionisten. Bei Behandlung der 5bongretzftagen seitens der eirrzeitoen Fraktionen wurde vielseitig, insbesondere aber in der Denkschrift der amerikanischen Zionisten gefordert, daß der Keren Haftssvd (her Aufbaufonds) lediglich, für -s-einen „ursprünglichen Zweck" das ist für Jmm-rtzration und Kolonisation verwertet werden darf. Demgegenüber stehen Forderungen anderer Gruppen, welche besorgen, daß das Schulwerk vernachlässigt oder gar e n t n a j i o n a l i s rer t und hierdurch bLe n e u-e (Siedlung ans das schwenste geschädigt werden ckönnte. Die Brckowinaer Zionisten faßten in diesem Sinnedie nachstehende Resolution: In Anbetracht der politischen, kulturelle» und kolonisatorischer» Bedeutung der jüdischnationalen Erziehungstcitigkeit in Palästina jsür den Wiederaufbau eims jüdischen Volkstums in seiner nationalen Heimat; in Anbetracht ferner des Umstandes, daß die Judenheit Palästinas zum gwßen Teile noch aus armen und kultnreill-Lonservattven früheren Chalukah-Elementen. besteht, die für <äne rationelle und nationalmodeme Erziehung ihrer Kinder noch selbst zu erziehen sind, andererseits der neue Jischub zum großen Teile -aus ökonomisch noch nicht gefestigten, vor kurzem erst einaewanderteu Bolkselementen bestcht und fnr Jahre lang noch, durch die stetige Zuwanderung vornehmlich arbeitssählger aber mittelloser Volksschichten, bestehen wird; in Anbetracht ferner des Umstandes, daß die Judenhert Palästinas zurzeit, noch nationalvolitischals unorganiisierte Volksmenge dasteht und seitens der Regrerung Palästinas nicht als. national-autonome Einheit anerkannt ist; in Anbetracht schließlich des Umstandes, daß die Zionistische Exekutive vor einem Jahre das Schulhudget Palästinas um 3v Prozent bereitsgekürzt hat, eine Rodurtion, die dem palästinensischen Schunvesen in jeder Beziehung geschadet hat. In ^Anbetracht -all dieser Tatsache,»: und Amstände beschließt-die am 86. Juli tagende Versammlung der Zionisten m Czeruowitz und erteilt den Delegierten tzMr 18. Zionistenikmgveß den Auftrag, -dafür mit aller Eneraie einWtreten, Jan' FvÜhjchr I960 faßte die Zionistische Exekutive -den Entschluß, an der -Reorgau-ifierung der Jüdischen Nationalbiblliothek «in -Jerusalem zu schreiten. Schon - vorher hatte die Zionistische MommMon mi der Jerusalemer B'ner B'rith-Lo!ge — die 1892 die Bibliothek gegründet hatte — einen Vertrag geschloffen., demzusolge die Loge den Bücher« schätz der VWivtlhek der Zionistischen Ovganisation als Grundstock der Nationallb-iblivther überließ' und nur:, die Dotzpelexionchlare Kttrückbehalten soll-te, um sie, sobald e'MMal die WMiothek in einen würdigen Neubau überführt würde, im jetzigen >Mbäude für die >Errichiu-ng einer städtischen Bibliothek zu verwenden. Dafür nahm die Zionistische Kom-- mWion die Finantzierung der Bibliothek auf sich. Am 1. Juni 1620 übernahm die Zionistische Organisation die gesamte Verwaltung der BMiotheik; pm Bibliothekar wurde Herr Dr. Hugo Bergmann <bis dahin Bibliothekar der UniversitäbsbMioth-eL in Prag) ernM-ni. Er erhielt -die Äivfgahe, unter F-esthaltung der bisherigen Aufgabe der Bibliothek — als NationaMiWoth.clk Saimm-e-Wite des gesamten jüdischen, litemrischen Schaffens zn soi-n — sie auch zugleich in der Richtung austzubcvuen, . daß sie die künftige Üniver-sttäts-bWbiothok sein könnte, also die für Palästina notige wissenschaftliche Liieratm in allen Sprachen enthalten sollte. Wir übernahmen die GiAivthek in einem vielfach beklagenswerten Zustande. Wohl hatte Dr. Josef Chas-anowitsch, der unsterbliche Förderer des GedamEens der Indischen NaOoualbMWthÄ, große Bücheöschätze -nach Jer-usalam ^übersandt, -über Von den etwa 80.000 Bänden, die sich M Zeit der Ueibernahme in Jerusalem befanden, lag ein erheMcher Teil »mauSgepackt in Kisten, ein großer Teil der aufgestellten Bücher war nicht katawMiert, wertvolle Maimflr-ilpie und Dokument lagen vergraben unter Bücherstöße»». Die angelegten Kataloge waren feit 1600 nicht ergänzt worden. Im Kriege war eine große Zahl von Büchem verloren gegangen. Da außerden» die BMivthek feit Kriegsbegirm ihre Berbindungen mit dem -Auslande verloren hatte und weder Bücher noch Zeitschriften zugesandt echiÄt, war die Zahl der Besucher auf ein Minimum herabgesunkm. Die LeritlMg der BMiothe-k mußte -die vorhaudeuen Micher katalogisieren, die Propaganda für die BMiothek -neu organisieren, mit der VoMreitung für die allgemein wisservschvstli-che BMio.check begirmen, -die seit Kriegsbegmn erschienenen judäistifchen und ibesorr-ders -die hebräischen Bücher gn er-' Werben verstrchen, endlich für die Beschaffung von Zertschriften sorgen. Me Arbeit geschah unter immensen Schwierigkeiten. Wir krnvlkten -für der» AnLauf von Büchern kein Budget bewilligen, und auch das vom Kongreß b>MMgte Bnödgvt mußte mehr und mehr gMrtzt werden und gestcvtt-ete nur die AnMlung «miger Beamte»», außer dom Leiter noch zweier -weiterer Boanrt-er und Htveior Mterbe-am-ter. Für die Kosten der M- -rninistratwu standen fast nur die 8e.segebühren des Publikums zur Verfügung. Dsmroch gelvang .'es, die Aufgaben in FlLlMchen Maße zu -erfüllen. Es wurde nach Gvuud- . satzen moderner BGlivcheiKtechnÄk -sin Zetkelralalog angelegt, wnb zwar sowohl nach den Autoren der Bücher, als ein Sachkatalog nach den Fächern. Letzterer erwies sich als'besonders notwendig, da ' die BibliÄhek sich aus Gpe»iden cms allen WeLtvilen autsbaut u»td nur ein nach Fächern geordneter 'Katalog dem Leser die volle Ausnützung der BMi-othek -ermöglicht. Der KcckÄog der BMiothek umfaßt heute etwa 289,000 Bmhzetitel. Für die hebräischen Bücher wurde -em »rach Buchtiteln geordneter Katalog außerdem angelegt. Schr schöne Erfolge hatte die AuÄ<mdspropa>ganda für -die BiWoth-ok. Heute existiert eine zentrale SamiMlstelle für die MbLochek in MÄteVeW»^ unter Leitung von Pws-effor Hemrich Loewe in BerMr. In Oestev-reich, Dfchiecho-GlowaM, Manen, Poker», JtMen, Belgien, Frvulroich, Spanien wurde»» Beve-iue und Komtrteos zrWlinsten der MMothek -gegründet, in den Vereinigten Staaten hat das UnilveniitätAbMiothekÄ-omi-t-ce bei der Zionistischen Orgautbsation schon während des Krieges Arbeit! geleistet und setzbe"sie fort. In England hat sich die Jnter- UnivMfity Jewish Fedemtion mit -ihren 17 Zweigstellen die -Arbeit sür die BiMotheck zu einer ihrer HauptachAabe»» gemacht. daß der 1Z. Zionistenkorrgreß die Erhaltrrng und die Entwicklung des hebräischer» autonomen Schulwesens in Palästina als Aufgabe der Zionistischen Organisation proklamiere und,die Verantwortung für dieselbe, die Beschasfn»»>g der hierfür erforderlichen Mittel, sei es, durch Einziehung -o-er Lehrgelder und anderweitiger Beiisteuerung des palästiuonsischen Jischub und der palästinensischen Regierung, sei es durch Bewllliguug der Mittel aus dem Keren Haj-essod oder aus einem noch zu schafftnde»» speziellen Schulsonds, der Zionisttschen Exekutive auftrlege. und fernerhin das Bestehen der Schulen in Palästina nicht von der ökonomischen Lage und von der freien Opferwilligkeit des politisch nicht organisierten Jischub abhängig sein lasse. . Speziell für -die Zeitperiode Mischen de»n 13. und 1'4.Ko»mveß soll nrindestens wie im letzter» Jahre dieselbe Hohe des Budgets festgesetzt sein, mit der Bestimmung, daß die Exekutive Wohl berechtigt sem soll, den Betrag gemäß den - künftigen Gesamteinnahmen der Ovgäuisation zu erhöhen, kMessalls aber z>» schnrälern. Geschenke von Regierungen. Die pailÄstmonlsische Laudiesregievlmg erLamrte in einviv Schreiben au das Britische M»lseum die BMiothek als e-lm i'olche von ak-ade>mifcher BedMluing an, und Si-r Herbert Samuel sMst -chrde die BMioitheck durch mehrfache Zw Wendungen. Die Regierung von Frankrelch übwsa-ndie -mehrere hundert Bücher, die italienische -und diy tschech o-slowakische Regwvung bereiten großer» Büchensenduingen vor. Große BiÄliothvken, wie das Britische Museum in London und die New Bork Public Library, steuerten px Einrichtung -der Bibliothek bei. Der internatio» male Kongreß der Bibliothekare, der in Paris zu Ostern 1622 stattfand, empfahl den BMiotheken Europas und Amerikas mit der NatioualbMiothek in 'Jerusalem »n freund^ schaMche Verbindungen zu treten. Die jüdische Gnneinde-- biblioihek in Berlin beschloß, der Biblivthek >m Jerusalem ihre Doppelexemplare zu Werlaffen. Zahlreiche Privatpersonen, sowohl Juden toi« Nichtjude«, übersenden der Bi- Miothek unausgesetzt Bücher und Zeitschvffter». Dr. Jarcho Mew-Aork) und Fvau E. A. Gordou, elm in Kyoto (Japan) wohnende chvisüiche Dame, errichteten 'besondere 1terliMgen au der 'BMiochek. Der verstorbene Philosoph Josef Popper (Lynkms) in Wien -md der -verstorbene Chemi-ker Dr. Jakob Be-nenso-n in -London hinterließen -ihre vollständigen, sehr wertvollen Bi- Wocheken, bei einFÄnen Komitees find Legate zugunsten der NationalbMiothek angemeldet. Diesen vereinigten Bomiihuugen ist es gelungen, die Zahl der Bücher der Bibliothek mehr als zu verdoppeln, wt# heute zählt die NationalbMiochek 70.000 katalogifierte Bande. Viele Zv'hntauseWe von Büchern stnd außerdem im Auslände, gesammelt -worden im-d konnten nur mit Rücksicht auf die hohen Transportkosten noch nicht »rach -Palästina gebracht weiten. Eine besondere Förderung erhielt die Medizin t sche AL teil« ng der Bibliothek. Die anrevrkamschen Aevzte gemeinsam mit dem Verein der Mischen Aeuzte richteten eine besondere medWische Abteilung e-in, die im Sommer 1923 eröffnet und provisorisch im Hause des Pastsurinstituts unter« gsbracht wurde, da der Ra»».m im alten Häuft -nicht ousreichi. Die Raumsrage war überhaupt sine schwierige. Durch äußerste- AusnützWng der vorhandenen RäMnckichkeiten und -durch Miete von weiteren Räumen in der Nahe der MblivchÄ ist es wohl gelungen, sämtliche eiulangenden Bücher mtsM« stellen, aber es ist auf die Dauer unmöglich, den R-cmmmcmgsl ' durch Provisorien zn beheben. Es war daher eine Tat höchster Einsicht in die killtorMen Notwendi^Men Palästinas, als die Verwalter des David Wälffohn-Erbes beschlossen, die von -dem urüve-rgeßlichen Mhrer der Zwmstl^ scheu Qrganffaiiou hiutorlassme Stiftung dazu zu benützen, «m» in Jerusalem ein Haus zn bauen, das die BiMothÄ ausnehmen soll. -Hossentlrch wird der Bau noch in diesem -Iah« begonnen werden. . In den 'drei Jahren gicmistffcher BerweNnng der Bt- -Wothek ist es uns gelungen, für die BMliochek eine große Zahl wichtige« Handschriften <M Geschenke zu erwerben »md -einige historisch bedeutfame Archive -der nationalen Bewegrl'Ng, darunter das Odoffcver Archiv des Herrn Ussischkin, 'der Gibliochek amtzuverleihen. J>n Zeit-schrÄftenizimmer der BMiotheck liegen heute über 250 Zeitungen und Zeitschriften aus, -welche den Grundstock für -Äy» Zeitschristenarchiv an der BMiotheck äbgeben Werder». Entsprechenid den erweiterten Möglichkeiten der Benützung und des. Studiums, steigert sich - die Zahl der Besucher von Jahr zn Jahr.» Derzeit hat die BMoihek gegen 30M regelmäßige Besucher im -Monat. Die MMotheck konwbe außerdem d»»rch Schenckurr-gen und Tau>sch anderen Büchevsien Palästinas, wie der Gibt»otheck der -A r- -beiterschast mit ihren 60 Zweigstellen, der Bibliothek Schaare Zion in Tel-Awiw, den Bibliotheken des jüdischen archäologischen Museums in Jerusalem sowie den Büchereien von Hebron und Sased, zu Hilfe komuren. Durch wissenschaftliche Forscher sind einige Handschriften der Bibliothek, welche von großer historischer Bede»»tuug sind, in besonderen Veröffentlichungen p»Mitziert worden. Did Ausgaben der Bibliotheck in der nächsten Z-uLn-nft werden sein: Gau des -neuen Gebäudes — Tra»»sport der in verschiedenen Ländern gesammelten Bücher nach Palästina —, systematischer Ausbau -der einzelnen Fächer der Bibliothek. Unstein flr de» Eintritt DenMands in den Völkerbund. In einer der Berliner Friedensversarmnlnngen hatte sich in Begleitung seines Freundes Einstein der berühmte Physiker.der Pariser Sorbonne Prof. L a n g e v i rt, einer der Führer der französischen Pazifisten, eingefunden. Gr durfte aber »richt das Wort ergreifen. Der Berliner Polizerpräsident hatte es verboten, Keil die Dentschnationalen gedroht hatten, den fvantzvsischrn Redner mit Gewalt am Sprechen zu verhindern. Das polizeiliche Verbot wurde damit begründet, Äaß etwaige tätliche Angriffe aus den französischen Redner schwere außenpolitische rmd innerpolitische Verwicklungen herbeisichren würden. Die Rede Prof. LangevinS konnte also nur verlesen werden. Er sagt darin: Die große Mehrheit des französischen Volkes iftrlangt.dringei»d Abkehr vom Imperialismus und Militarismus, und fordert eine ehrliche V e r st ä n d i g n n g

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