Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1601 (28.7.1923)
- Date
- 1923-07-28
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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I Scfte 6 Wmr» Samstag weitere Lmveratumuahme. Nördlich der Alpen ist SeHitö wieder AuShkitemntz eingetreten. Graz meldete gestern mittag» «och trüb«» Weiter. Zunächst kann mit schönem Wetter gerechnet werden. Die Verschlechterung, welche nächste Woche Platz greifen wird, dürste von längerer Dauer und Intensität sein, als die eben vorübergegangene. Voraussage r Heiter, Temperatur z n «ahme, Nachlassen des WinheS. ' - f Di« vevchaeitttt für die Periode vom SO, d. bis 5. August istWMd mit Um K. festgesetzt. * Tödlicher Unfall aus einem SchirKrausflUL. A»n 10. d. unternahm der Lchrer Josef G. mit zirka 30 -Kindern euren Aufflug nach Kahle«v«r>gerdarf. Unter Kitter Aussicht spielten di« Kleinen aus den angesäiwemmten Sandhügeln ttt o«r Nähe des Danaustromes. Plötzlich entfernte sich der achtsÄrige BolfSschÜler AloiS Lahres, trotz des strengen Verbäte» der Aufsichtsperson. eigenmächtig voll der Gruppe der Spielenden. lief plötzlich gegen da» Oammufer. glitt aus und stürzte in den Strom und verschwand in den Welle«. * Explosion einer Patrone. Gestern nachmittags hantierte dar Zimmermann Lorenz Simacek in seiner Wohnung mit einer gefüllten Tewehrpatrone, um diese in ein Taschenfeuerzeug mnzuwandeln, dabei schlug er gegen den Kopf der Patrone, so daß diese plötzlich explodierte und die absliegenden SprengstUcke den Zimmevmann selbst und dessen Gattin erheblich verletzi en. * Wem gehört die Platinbrosche? Am 10. d. wurde in der Leopoldstadt ein Mann wegen Bedenklichkeit angehalten, da er bei sich eine in Platin gefaßte Brillantenbroche, in der Größe eine» Zwanzigheuerstückes, in der Mitte mit einer P«ls besetzt, im Wert« von zirka 10 Millionen Kwnen, trug, die er angeblich gefunden haben will. Das Schmuckstück wurde einstwellen beim Kommissariat Äeovoldstadt erlegt. Personen, dse über die Herkunft dieser Brosche sachdienliche Angaben «vchvr können, werden ersucht, sich beim Polizeikommissariat Leopoldstadt (Dr. Musil) zu melden. * Ehrung der Kriegsgräber durch das Bundesheer. Eine »mg des Munsters Bauaoin besagt: Wenn Truppen ndesheeres bei militärischen Uebungen oder sonstigen Gelegenheiten in Ortschaften außerhalb des Garnisonsbereiches rasten oder kcmtonieren, so sind etwa im Orte befindliche AxtegSgröLer von einer aus Ofstzberen, Unteroffizieren und Wehrmannern Mammengesetzten Abordnung zu besuchen, w«m nicht der Besuch der ganzen Abteilungen möglich ist. Beim Borbaimarsche vor Heldendenkmälern in Ortschaften außerhalb de» Äarnisonsbereiches hat die Truppe zu halten. Frönt zu machen und mit Gewehr bei Fuß einige Minuten zu verharren. Bor dem Weitermarsche ist die Ehrenbezeigung zu leisten und der Generalmarsch zu blasen. _ Eine indische Novelle Sedlmahrs. Der SchrMeller A. 0L Sedlmayr, durch sein« „Mtwiener Dck-ensdücke^ bekannt, hat eben eine neu« Novelle, vollendet, die er eine ,Msion in PmArr und Gow" nennt. Der Stoff ist der Bibol, und zwar den Mchern der Könige entnommen und bchandeLt de» tragWm BvudeÄamPf der Reiche Juda und Israel, flönfa Jahn, der Vertreter des hevoWen Judentums, und di» «ftatfo schöne als verruchte Königin JasebÄ. die Anbeterin der mateMWsHe«, sinnlichen Basl-. und SMrbekultus, sind die Hcmptgejstalten dieses in einer hiuve-iß enden Sprache geschrieenen echten MeifteÄveröes, neben denen in scharf um* fKenen Konturen der Jüngling EleaFar, der gottnahe Pro-- t Micch sowie der heldenhafte, unbesiegt steribende- Herrsche! stchen. Mit übevwÄtNender dramatischer- Kraft »' dem Axcrtor, die beiden MbepuMe der HaMuug, der sinnverwirrenden Jch-ehsl und den tragische» Mag JchuS, heraur-uarbeiten. Sedlmayr hat kürzlich die Novelle in einem keinen Kreise ««lesen und wir begmßen eS mit F««rde. daß er sie im Herbst öffentlich als sein m-gener unb bisher Interpret Vorträgen wird. Eine Ontsttlarffche Ausgestaltung soll dieser Dortrag durch WUisükalffche Untermalung i« Aulchmmg «r« alchebräische Melodien fiwden. G. F. Liefe Teppichpreise offeriert um bt® TeppichhauS Weitzmr, 6. Bez., Mariahilferstraße 105. Teppich für Villa- «nd Landwohnung 190 K., Speisezdmnertevpiche, Perserart 590 K., Bettvorleger 15 K., Clothstepp- Itätn 17V K., Lavsteppiche 18 K.. Flanelldecken 4b K., Wandteppiche 29 K , Letraarntturen hübsch gestickt 190 K., Leinentischbecken 65 K. Gute Qualitäten. Preise in Tausendern. _ (Entgeltlich). Beredte, BorttSgeuud Bersammltmgen. I « ae « dverein A h a w a t h Zion, Restaurant Menczer, 2. Bez., AuSstellunaSstraße 15. Heute um halb 8 Uhr abends Morris Rosenfelb-GedenkabenL. — Chug Jwri, Brigittenau. DienStaa um halb 8 Uhr abends im Vereinslokale, 20. Bez., Karl Meißlstraße 5, MitälieLerzusammenstmst. Vorlesung: Herr Kühn. — Zi ö n i stis ch e S ekti o n Z-w ip schenbrücken. Heute-, präzise 8 Uhr, Zusammenkunft. Vortrag der Herrn 9t SB t e rr „Die Juden und ihre Literatur^ — Jüdisch-akademischer Juri st e »der ein lTomistensektion). Morgen Taaesauflug zum Eisernen Tor über Bade». Die Verein-- und SektwnSmitgÄeder treffen sich pünktlich n« halb 8 Uhr vormittags beim Haupteingang zum SLdbahUhof. Proviant uud Badekostüme find unbedingt mitzunehmen. Urania. Heute, 6 Uhr (Großer Saal): König Dachstein. * Uhr (Großer Saal): Tiergeschichten. III. Kalif Storch. Bühne und Kunst. Ilmbl« des ZofeWdter Lheaters. Eine Lchördltche Kommission hat vorgestern daS Josefftädter Theater in allen Kämen besichtigt, mit dem Ergebnis, daß gegen die von Max Reinhardt projektierten Umbauarbeiten kein Einspruch erhoben wurde. Voraussichtlich werden, schon im Laufe dttnächsten Woche die AdaptterungSarbeiten in Angriff genommen' Max Reinhardt ist kürzlich in Salzburg eingetroffen.: Er hatte dort mit dem amerikanischen Manager Gest eine Zulammenuinp. Sie UrmWhmug des Balletts „Schlagobers". Die Urwfführung des neuen Ballets „Schlagobers" von Richard Strauß im Opernrheater ist.einebeschloffene Sache. Die Kosten für die Ausstattung sind seit wenigen Tagen bereits gesichert, die Skizzen.für die Kostüme uud Dekorationen fertiggestellt. Die Choreographie des neuen Ballett» stammt vom Ballett uteißet# röller. Die Aufführung ist für Dezember in Aussicht gemurmen. ■, „Nathan der Weise" in Esperanto. Ans dem vom 2. bis 8. August in Nürnberg stattfinbenoen Esperanto-Weltkongreß wird LesfingS „Nathan der Weise" in der Esperantaübersetzihrg von Minor im Stadttheater aufgeführt werden. Wkener Morgenzeitung. am-t Seftempelte fttone =» 0.D079 ßetttimes. Auszahlung Wien 0.0078V8 Centimes. In Zürich votierte S7./7. ' 20./7. die österreichische Krone . . . » « , 0.0078V« 0.0078» die österr. gestempelt» Krone . 1 » . 0.0070 0.0070 die tschechische Krone , . . . « , 16.65 16.67«/, die Mark......... . » , . 0.0007 ' .0.0008 Holland . § « , 210.75 21V:- . Aew-81ork «»«•*,,» , * , 558,50 658.- London 25.68 25.64 Paris.. . . . . . 88.22 88.10 Mailand ........ . . « . 84.55 24.42 53clfi£ßb . . 5.85 6.85 Bukarest »«»«»,«,» . # . 2.85 2.85 Sofia . . . , 6.20 6.25 Budapest ».»»»».»« . , 0 0,08 6.08 V, Marschau 0.0028 Sie Sevisenyreise. 0.0035 Geringere Abbröckelung der Reichsmark. — Stärkere Senkung der Polenmark. . In Zürich hat sich dm SdeichSmavk nur um ein Geringes, von 0.008 auf 0.007, gesenkt. Hingegen hat die Devise Warschau sine größere Senkung^ vm: 0.0088 auf 0.0086, er; fahreil. In Berlin waren die fremden Devisen unverändert. Im Wieiler Llearing notierten: Kurs vom 26. Juli zlus a°,d Ware Oeld Ware 4 27800,- 27900.- 27800— 27900— 6 731.- 735.- 738— 748— 6 731.— 735— 738— 742— B 0,066 0.086 0,07 V, 0.09V, 4M, 3434.- 3446— 3444— 3456— 6 2.15 2,25*1 2,55 2.65 "5 354.— 356— 334— 356— 5 1128a.- 11320— 11289— 11320— 5 12280.— 12320— 12280— 12820— 3 325500.— 326500— 32SOOO—: 32600C— H 0930,- 9970— 9930— 9970— ß 3094.- 3106— 3076— 4 70935— 71185— 71185— 5 4192— 4208— 4212— 4228— 5 2110,- . 2120— 2115— 2125.— vt. 638— 642— 648— 652— ti 18670,— 18730— 18670— 16730— eiearingfenrse der Qsterrelchiscttsn Rationalbank: vom 27. Juli 1928. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Amsterdam f. 1 holl. Gulden , Agram 1 jug. Kronen , Belgrad 1 Dinar ...... Berlin 1 deutsche Reichsmark < Bttiasel l belgische Francs , , Budapest 1 ungarische Kronen , Bukarest 1 Lei ....... Christian!» 1 norweg. Kronen , Kopenhagen 1 dänische Kronor , London 1 Pfund Sterling , . , Madrid 1 Pesetas Mailand 1 Lire New York 1 Dollar...... Paris 1 Francs. Prag 1 tschecho-slow. Kronen < Sofia I Lewa . , , . , , , Stockholm 1 scftwedUcheKronor , Warschau 1 polnische Mark . . Zürich 1 schwelgerische Francs . Noten Amerlkan, Noten v. 5 Dollar auiw. „ „ kleinere , , . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . * p , ^^0 * . „ kleinere» . . ONnlsche Noten 100 Kroner » . Deutsche Noten zu 1000 Mark, . > > » 100 n . . „ p .. , kleinere. , . . Engl, Noten von 5 Llvrest. aufw, „ „ kleinere . . . a. , Französische Noten 100 Francs , Holländische Noten 100 Gulden , Italienische Noten v. 100 Lire aufw, » „ kleinere , . . Jugosi, Noten ungest, zu 1000 Dinar ■ * * .100 n „ „ * kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. , „ kleinere.... Rumänische Noten zulOOQu.SOOLej „ , kleinere . . . Russ» Noten (Roman.) zu 500 Rubel » » » }00 » » . * kleinere . . -Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 France. Spanische Noten 100 Pesetas , . Tschecho-slow. Not. v.lOOO aufw. . „ kleinere Ungar. Noten (neue Em.) zu lOOOKr. . «zu 10.000 Kr, . . . . . kleinere. *) Aus AuSlandSabgaben nichts, von JnlandSaVgaSen 50»/, übernommen. __ 3 12685— 12735— 12705— 12755— 7C560— 70960— 70550— 70960— 70440— 70860— 70460— 70860— 3395— 3425— 3405— 3435— 616— 624— 628— 634— 596— . 604!- 608— 614— 12140— 12220— 12140— 12220— O.G6*/j 0.12'/. P.07V* 0.11'/» 323700— 325300— 323200— 324300— 323503— 325100— 323000— 324600— 4145— 4175— 4165— 4195— 27600— 27800— 27600— 27800— 3070— 3090— 3040— 3060— 3030— 3070— 3020— 3040— 722— 728— 729— 7»5— 714— 720— 721— 727— 11140— 11280— 11140— 11220— 0.30. 0.34 0.32 0.36 0.25 0.29 3,27 6.31 353— 357— 358— 362.- 333— 337— 338— 342— 18470— 18570— 184701— 18570*.- 12570— 12550— 12590— 12670— 9810— 9690— 9810— 9890— 2092— 2108— 2097— 2113.— 2087— 2103— 2092— 2108— 1.90 2.10 2— 2.20 ~L85 1IÖ5 l!fl5 "2! 15 Hotifetens der bMchm Staatsdimle«. Reval, 26. Juli. (SÄ. der ,Mr. Morgenzög.".) Anfanys Ssptembsr wird hier eine Kmvseosng -er BevtvÄer der SbaatS^ baniken sümüliicher baWscher Sbaaten statMLen. An der Konifevenz wird auch ein Vertreter der Sowjetstaats!b«Link tsi-lnchmen. Die Konfsvenz soll. Äer eime Zusamme>nar!bsit der Bauten in den -alftschen Staaten mit den ’ russischen beuoten. Die Wollindustrie iu den Vereinigten Staaten im Zahre 1922. (Bvn Miiseaem NÄv-AoMr Bemchtevstatter.) Die Textiliinbiuistrie rvtmmt in, den Vereinigten Staaten den dritten Platz aller Jrdustvien ein. Die WoMeraribeitu-ng 'wird nm noch, vor.« der MchrungSmittolevAmchong und nm ein Geringes van der Eisen-- und Gtchbrndnstvie Wer« - irchsen. Der Wert der gesamten DeMlipw-Eon in den Ber« HMigteiv Staaten wVhwnd des Jahres 1926 lbebisf sich auf rund 9 MMomn Dollar u>nd nvchr. als ein Neuntel hiervon entfällt aius die WoNmauluifaStur. Im verflossenen -Jchve wurden in den Mbriiken der Bersmigien Staaten 685 Millionen Pfu>nd Wolle vevaribN-tet. Die Beremtgten Staaten zMtön im. vergangenen Jahve S6 MiMnen Schche, eine Ziffer, die.nur ^noch von Australien übievtroffen wird. Trotz allodem pro» düpieren die Beremigten Staaten nicht ihren gesamten Bedarf an Wolle. Im Jckhre 1922 betrug die gesamte Wolbproduktion 861 Millionen Pfun-. Der Rest des Bedarfes nmhte aus Aiu-straliien, Ne u.-Sie eil and nnd Arger-i'inien. impartievt werden. Aus diesen Gegenden bezicht Amerika die fahren WollprodEe, während mindere Sorte aus Britisch- SüidalsriLa und aus anderen Landern bezogen wird'. Noch gröbere Ware kommt ans Asien si-nMießl>ich Kleina sie n. 28. Ml 1923 M.1W Anstraiien ist das größt« ivollprohuzmel.de Maid der Welk. Im.vorigen Jahr betrug die 'Msainte MWrüdMon an Schaffvolle 8.AQ.M.000 Pfund, ivodon ans SWEw allsin 618,476.600 Pfund entfielen. An Kvoiter Stelle stchen die Vereinigten Staaten von Nordamevika mit 261,000.000 Pfund, während A r g e n t i n i a 7., witt 30 Millionen wouiger Wolle prodnM. E» ist «in« int«.ressant« Beobachtung, daß mit fortschreitvnder Kultur rund Ko-lvu-ffation frM-er gering bevölbertrr Gebiete hie WolliprvdMon in deit betvHeKen Gelten immer inchr zurück gcht, weil insolg« de» MckvachsenS der BevMmWSzchl die Schasz-ncht inchr zum Zioecke>er Meffchgewinmmg als der WollprodMon betvieden wird. Dies Men Ursachen sind auch für die Ficststellung maßge'bend, daß in den Bevöiuigten Staaten selbst di« Schafzucht und damit auch die WollProdMion immer mehr vom Osten nach de>m Westeu wandert. Dietse Evsichvuttg hat di« WolffabManten vevan>l>aßt, hohe Preise für die Förderung der Schaifzucht znm Zwecke der Bermchrung der Wollprodiüktion INI Lande gilbst ausKufetzen. Dies« Berschieibnug von Ost nach West drückt sich am besten in der statistischen Feiststelluig ans, daß sich bk Zahl der Wollschafe int Lause der letzten 20 Jahre im Auwvlla uni nahezu 30 Millionen verringert hat. Engerer Zusammenschluß zwischen -eutschen rmd amerikanischen ElektrizitiitSgesellschasten. Berlin. 27. Juli. De enget, geschMichsn Beziehniiigen der A. >E. G. zur General Electro Comipaity in Nrw-Uork, drm größten an,erikamscheu Vloktri'zitätskonZern, find in vollein Auffang wieder beraestellt worden. Sie öezichen sich hauptsächlich auf >den Austausch von -Erfindungen und Erfahrungsn und gestatten der A. E. G. auch die Benützung der sehr ninsangreichen LaborakoriuiiistätigkÄit G. E. E-, 'die unter den ietzigen Beriliiiltivissen sin so großem Rmf-ang in Deutschland nicht ausgsübt werden tann. Hlnch die AnsglMMenarbeit im mehroron Ländern >i.st in dem neuen Ber« tvag vorgesehen. Notwendigkeit der Geldüberweisungen int Clearingverkehr der Postsparkasse. Im HiEck auf die LfstelMde Geldknapphe-it nnd den hchen Zinsfuß Epfichtt es sich, bei Zahlun-- gen aller Art. insbesonder-e bei Zahlungen in, We.ge der Geldinstitute. sich des Cleavingderkchres der PostsipaMsse zu bedienen. Dies hat ans die Wei.se zn erfolgen, .daß der «uSzchlen-den Stelle das Postsparkafsenscheckkonto des' Empfängers bekanniMge'ben wird. Die Postsparkasse ist bei derartigen l-leberWeisungen iilberanS entgegenkommend und schreibt die angewiesenen Beträge selbst Air den ^all gut, daß die Kontomummer übephaWt nicht oder mmtichtig anMeben wurde, vor- -auSgrsetzt. daß der Empfänger MerhMpt ein Postsparkassen, kentr besitzt. ' . Die B'örsentage der nächsten Woche. Wie wir erfahren, wird der Börsenverkehr in der nächsten Woche cmr Montag, Mittwoch und Freitag abgehalten werden. Die Petrokeumwerle. Ansfallend ist die in den letzten Tagen beobachtete blaue Tendenz in den schweren Petrolenmsverten. Diese Tendenz stcht in UeLereinstimmung mit der schwachen Haltung dieser Papich» auch an ausländischen Plätzen. Es verbautet, daß das ftanzösische Kapital, welcher bisher sehr stark in den gallischen Petwleumtmrten engagiert war, nunmehr einen Teil seiner Positionen löst. Ein zweiter Grund liegt in dem Bestreben der Beschaffung fremder Valuten durch die polnische Privatwirtschaft. CS werden die im ^polnischen Besitz sich befindliichen Petvoleumpapiere auslän- 'dtschen Märkten feilßeboten, um daurch fremde Valuten ins Land zu bringen, ein Vorgangs der bereits in Ungarn zu beobachten ist. .Hierdurch finden große Posten von Petroleumwerten aus Galizim ihren Wog nach Wien. Errichtung einer Devisenbank in Pole». Aus Warschau wird gemeldet: Der polnische Finanzmmister erklärte in der letzten Sitzung des Finanzausschusses, daß in den nächsten Tagen eine Devisenbank errichtet wird. Ein Kapital in der Höhe von 20 Millionen Franken sei sichergestellt. Ferner erklarte der Minister, daß die letzten Ereignisse auf dem Devisenmarkt die Regierung zur Wahl eiires Kompromißwoges nötigen, da die letzte Beschränkung des Devssenhandels auf die wirtschaftliche Situation keinen günstigen Einfluß hatte. Der mssische Getreideexport. Wie „Osteppreß" aus Charkow erfährt, wurde aus dem kürzlich albgeischlossMen all- .nkrainischen Getreidchandelskongreß von einem Vertreter des Kollegiums des LaMdwirLschMskammissariats aus die Verunkrautung des SommerweützenS hingeiwtosen, der daher für den Export weniger -in Frage kommt.' Ms Getreidekulturen, die gegenwärtig Kr den Export -in erster Linie in Fra>ge konnnen, wurden vom V-ertreter des Kollegiums des Landtvirtschasts-. . Lomnriss-riats RvMN, Malis. Sonnenblumen und OMnchen beKeich-ttet. Das russisch-deutsche Getreideabkommen. Wie der „Ostexpreß" von Mändiger vusstschrr SÄte erfährt, werden von der -ganzen Menge von 20 Millionen Pud, über die das russischdeutsche GetreidoabLo-mmen -abgeschlossen worden ist,. 5 Millionen Pud sofort gelilof-ert. Die Berliner sowjetrussische Hvndelsdertretung erhält vost. der Reichsgeiresdestelle einen Vorschuß -in der Höhe von 50 Prozent des Wertes -der -güsainten Liefevulüg von 20 Millionen iPu-d. Diese Vovschusizahlmrs, muß * sm rMsche Bestellungen' in Deutschland verausgabt werde». Für das Getreide gelten. Woltmarktpreife. Von russischer Seite wird erklärt, . daß bK Abschluß weiteret ähiklicher. Verträge die -Klausel über die Ausnützung der Porschußzahlungen für Bcst-elluugen im Abn-ehmerlaude nicht nrchr angewandt werden, soll. Berkehrsbank. Unter dem Vorsitze des Präsidenten Doktor Wchard' Skdne fand Heute die außerordentliche GeiKralversa-mmkl-ug' der Allgem-einen V-erkehrsba-uk statt. Ter durch den DivsVtor Adolf Po p p e r - A r t >b e r g der G-eneraliieüsanüin- ^lung vorgetr-ag-e-ne und von ihm begrimdete An trag des Ver« wcilt-uugsrates, die Statuten der Anstatt dahin zu ändern, daß für gewisse .B-sschsiußftrsffm-göit m,d Statuienänderu-iW» nicht rnchr die Zweiidvittelinchrheil. sonder-u die absolute Moforitär .'^genügen soll, wiwde eitzstunmi-g an-gvilom-men-. Die Gen.er-,l-rer' sant-mlm,-g hat' wei-t-ers den ihr Por-gsle.grmn Antrag auf Crs.Wung des Aktieukapitals von 7.0IX1MM St,', auf' 10.500,000.000/St, g-e-nehnligt und dem V-erwaltnuaLrat hie Vollinachterteilt, mit der Durchsühr-un-i nach Maßgiddes Bedarfes and der Zwcckmäsii-gket, '.'orn'i>tb.'':. > -; (ß.;• . _ ■'