Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1597 (24.7.1923)
- Date
- 1923-07-24
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener Morgen zeit«««. SL Mi ISA Nr. ISN lkvits 8 Wie«, DieoSiog ■" '■' -. —-—.. ■- - . — - ■—- oder Mer" mit den neuen Münz e»ffp»elen läßt, da wir doch dm und so muicheu anderen Kopf cingebüßt hckben. Uatkbedrngt ^rr tadekn ist aber, daß nur geringe Betrage in Hartgeld niedergelegt werden. ^Der wird Freude daran finden, mit den: Geld in der Tasche 31t klmchern, ioemt auch die geramnigste Lasche nicht mehr als eine lumpige Million fassen kann. Man sollte. dilliMrloeise der Ausgabe des neuen Hartgeldei' auf dieses unleugbare Bedürfnis der Volkswirtschaft Bedacht nchmeu. Kater Murr. ^Rücktritt des Chefarztes Dr. Samberg. Schon vor mehreren Monaten hat der Chefarzt und Leiter der Wiener Freiwilligen Retttmgsgesellschaft, Odermedizinalrat Dr. Lemberg, runter Hinweis aus seme mehr als 40;ährige Dienstzeit den Wunsch geäußert, sich von seiner aufreibenden Stellung zurückzuziehen. Der Verwaltungsausschuß der Rettungsgesellschaft hat mit dem Ausdrucke des Bedauerns und der dankbaren Ane-rkennung der großen Verdienste, die sich Chefarzt Doktor Lamberg um die Gesellschaft und den öffentlichen Rettungsdienst in Wien erworben hat, die Demission an g en0mm en. Gleichzeitig wurde Chefarzt Dr. Lamberg gebeten, bis zur Wahl eines geeigneten Nachfolgers ans seinem. Posten auszuharren. Chefarzt Dr. Lamberg hat sich hierzu bereit erklärt und wird sonach erst in einigen Monaten von der Stätte seiner vieljährigen verdienstvollen Tätigkeit Scheidern Die Ausschreibung für die Neubesetzung seines Amtes wird schon in den nächsten Tagen erfolgen. * Autounfälle. Gestern nachts wurde in der Iosüfftädterstraße der Handelsagent Adolf Tochlen von einem Auto erfaßt und erheblich verletzt. Mch Zeugenaussagen ist er an dem Unfall selbst schuld. —- In der Iosefstädterstraße stieß gestern nachmittags ein . Auto niit einem Straßenbahnzug zusammen, wobei Mi Personell verletzt wurden. — Auf dem Schwarzenbergplatz wurde der Arbeiter Rudolf Michael von einem Auto niedergestoßen und schwer verletzt. * Ermäßigung des Strompreises. Ter Stadtsemtt hat gestern den Preis einer Hektowattstunde Lichtstrom für die Zeit vom 24. bis 31. d. mit 509 K.. gegenüber 511 K. m der vegangenen Woche, und den Preis "eine'- -^'Gnvnttiuude Kraftstrom mit 307 K., gegenüber Mt? 51. in der letzten Woche, bestimmt. * Die Fremderisteuer für Orsterreicher in Bahre«. In den bayrischen Sommerfrischen beträgt die Fremdenstmcr für Oesterreicher: In der ersten Woche 34.000 Mark pro Versen; für 14 Tage 62.600 Mark; für 21 Tage 76.000 Mark; für 30 Tage 94.000 Mark. * Der Telephonverkehr. Die Orte Groß-Persth-.llz und St. Martin im Waldvicr-tel. Frohsdor-f, Ossiach und Steindorf am Ossiachersee sind in dorr T.-lePhonverl.-hr einbezogen worden. * Der geohrfeigte d'Annunzio. Ter Dichter Gabriele d'Annunzio wird seine Darstellerin. Frau Rnbinstein-Gelubew, wegen leichter Körperverletzung verklagen. Er geriet mit der temperamentsvolle,r Tragödin, die kürzlich seine Phädra verkörperte, in emen Wortwechsel. „Sie werden niemals erfassen, was wahre .Kunst ist," rief d'Annunzio aus. Ta sich die Szene im Restaurant abspielie, so fühlte sich Frau Rnbinstttn verpflichtet. die^ treffende 2lntwort zu erteilen. D'Annunzio bekam eine Backpfoiise. sprang ans und ließ beit Galten der Schauspielerin bezahle»,. Bor Gericht will er der schlagfertigen Tragödineinige bittere Wahrheiten, sagen. Sie scheint ihn nicht zu fürchten, denn ihr Anwalt hat bisher den Bergleichsweg nicht eingeschlagen. * Roosevelts Witwe — Kasfeehausbesitzcrin. Selbst in New-Aork wissen nur wenige Atenschen, daß die Witwe des einst volkstümlichen Präsidenten der 11. 2. A. Theodor R 0 0 sev e lt Kaffee h-an sinh ab er-in ist. Nun ganz zusäl-ig tvurde dies der Oeffeittlichkeit bekannt. Es brach nämlich dieser Tage in der 44. Straße ein Feuer aus. Während Angestellte und Gäste pan, ».irrig ans dem Lokal flüchteten, bewahrte allein eine Dame ihre Kaltblutigkeir und verhinderte dadurch, sowie durch ihre Schnelligkeir, mir der sie Anordnr'.nge'.l trat, eine größere Ausdehnung des Feuers. „Ich bitte, das Bild meines Gatten von der Wand abznbängen: der Rauch könnte vielleicht Schaden cmrichten'." befahl die alte Dame während der Löscharbeiten. Tie Feuerwehr nahm darar»- das Bildnis des ehemaligen Präsidenten Theodor Roofe n e lt von der Wand hernnrer, und durch diesen Borfall stellre.es sich heraus, daß die tatkräftige alle Dame die W i t tv e des Prädenten ist. Nach dem Ableben ihres Gatten hat ne viel gearbeitet und^ wurde schließlich Nciriuhaberiu des .Kaffe'Harnes in der 44. Straße. Ten Zeitungsberichterstattern. welche durch den Brand von dieser neuen Beschäftigung der Mrs. Rovsrvett erfahren, sagt die alte T-ame, Daß es sie ahn: besondere Uc6c\- Windung gekostet habe, das Weiße Hans mir dem Kaffeehaus in der 44. Straße zn vertauschen. * Eine englische Urberfthrmg von Maunonides' ..Mifchne Torah". Rabbiner Simon Glaser aus .Kansas City har Maimonibes' „Mischne Doräh" ins Englische überseut. Tic ersten zwei Bücher erscheinen in einem Bande. Das .Werl wird enthalten: den hebräischen Text von Maimouidech zusammen mit Joses Karos Bemerkungen und Rabs Kritik und wird im ganzen fünf Bände umfassen. * Der Ball n« Nilpferd. TaS große Nilpferd im zoologischen Garten zu Cineinatti, das auf den schönen Namen „Zeeloe" «sprich Siehko) hörte, ist das bedauernswerte Opfer eines der in Amerika so beliebten „practical jokes", einer seltsamen Art des Scherzes, geworden Ein Besucher warf ihm nämlich einen Tenrnsball in den Käfig. Das Nilpferd schluckte den Ball und starb daran. * Bombenatteutat gegen die Mailänder „Jtalia". Ans, Mailand, den 16. d., wird uns berichtet: Heute nachts um halb . B Uhr-drangen unbekannt gebliebene Täler in die Räume des Blattes jtalia" und schleuderten dort eine Brandbombe, die sofort einen ungeheuren Brand verursachte. Tas Feuer wurde -durch Karabinier, und Feuerwehren bekämpft. Die große Norationsmaischine und die Setzmaschinen konnten gerettei werde». Ter Wächter konnte keinen Ausschluß geben, bet er vollkommen betrunken war. Ter Chefredakteur der'„Jtalia" erklärte Journalisten, daß das Blatt trotzdem erscheinen werde. * Amtlicher Wetterbericht, lieber den, Kontineut fällt den Truck stark. Das Hoch ist zusammengeschrn.rloft. la* Tiefdruckgebiet, das ganz Nordcuropa beherrscht, dehnt sich gegen Mitteleuropa ans. Gestern MitlaaS war das Wetten in Oesterreich noch vorwiegend heiter, bei ziemlich noruralen Temperatur. Voraussage: Eintrübung, später Regen mit Gewitter, ^Temperaturabnahme, lebhafte nordwestliche Wiudc, fonschreitende Verschlechterung kes Wetterchirakt-rs. Vereine, Borttiige und Bersammlnngen. Urania. Heule, 6 Uhr' »Großer Saal»: Wild-Asrrka. 8 Uhr (Großer Saal): Tiergeschichten '!. — .Kalis Storcii. Zaire M i s r a ch i Wien. Dienstag den 24. d., 7 Uhr abends, Geueralveriamml:^. Erscheinen der Mitglieder Pflicht. Sühm Md KllNst. Gedenkfeier für Morris Rosenfeld. Heute den 24. d. wird int Saale der Tohnbee-Halle, 20. Bezirk, Denisgasse 33, eine Trauerseier zum Andenken des verstorbenen Dichters Morris R v s enf eld stattfinden. Mitglieder der Freien jüdischen Volksbühne, Frau S. Grünberg und Fräulein Weißberg »nd die Herren B. Sigall, M. Preis, Silberstem, Schwager und I. Grünberg werden, wie schon gemeldet, Mitwirken. Herr Vogel spricht die verbindende Charakteristik und besorgt die künstlerische Leitung. Beginn halb 8 Uhr abends. Herterich — provisorischer Leiter der Bnrgtheaters. Die in öen letzten Tagen gepflogenen Besprechungen haben zrt dem Ergebnis geführt, daß der Regisseur des Burgtheaters, Herr Franz Herterich, mit der provisorischen Leitung der Direktionsgeschäfte betraut wird. Für diese Wahl war vor allem die vielseitige Veranlagung Herterichs ausschlaggebend, weil sie. die Gewähr gibt, daß cs gelingen werde, das Theater in künstlerischer und technischer Beziehung auf der volleil Höhe zu erhalten, ungeachtet der weitgehenden materiellen Einschränkungen, die dem Betrieb in der nächsten Zeit werden auferlegt werden muffen. Aus de» Theater«. Volksoper. Heute und Donnerstag Doukosakenchor. Beginn halb 8 Uhr._ Was kostet ein Glas Hochquellenwasser. Vor 'dem SwffbezirksGericht 1 (Bezirksrichter Tr. Grün) hatte sich der Gastwir: Joses Ertl wegen Prcistrcib -rer mit Hochquellenwasser zu veraittworten, weil in seinem Gasthaus -dem Mittagsgast Dr. Früh Wirt ein Glas Wasser mit 500 Kronen angerechnet wurde. Der Angeklagte verantwortete sich dahin, cs' werde angenommen, daß ein Gast, der gu der MMzeit ein Mas Wa.-Äsr verlangt, damü ein Was M i ne r alwass'r r meme. Offenbar deshalb habe der Zchlkellner ein Glas Preblauer irr Rechnung gestellt. — Staatsanüvalrfchaft'lich-er Funktionär: Was kostet den», eine Flaischr Preblauer im Einkauf? — Aug e k l.: Könnte ich nicht sagen, ich führe es feit -drei Jahren -nicht. — R ichter: Das ist aber mertkwüvdrg. Sie 'führen kein Preblauer, rechnen aber dem Wasser verlangenden Gast Preblauer an. — A n gokl.: Ich führe aber aude-rr BUnera^wässer. — In der Aenßerung'der Preisprü'fnr.gsstelle heißt es. daß der Gastwirt für HochguelleNwasder grundsätzlich gar -nichts anrechn-en darf. Aus Billigkeitsrücksichten sei aber den GaMvirten die Anvechn-ung omes^ kle inen R eg-i e b,c -i t r a g e s zugestanden worden, der sich jedoch je nach der Größe des Gaftihauses höchstens bis aiff 100 K. für ein Glas Wasser stellen darf. Zur -Vorladung des Zahtkelliters wurde die Verhandlung vertagt. Die verschenkte Gattin. Ter Herr Anton S. halte eine bessere Hälfte. Tas kommt vor. Es kommt auch hänf-ig vor, daß sich fiu Gatte mit seiner Ehe-gatt-m nicht sonderlich Mt verträgt. Ta\w, Herr S. har-monirrte mit seü.or Rosa nicht. Herr S. hat ober auch ein weites Herz, eine große Seele, nud eine feigetnge Hand. Also ging er hin unid sagte feinem Fr.mud'K.: „Rünm dir die Rosa. Und die Möbel schenk ich dir auch dazu. Aber nnc so lange, als d:i mit der Rosa zusa:n:uenlebst." Diese nraunl-rchr Rede gefiel dein Freunde wohl; marsetzte sich h'n und machte einen regelrechten Vertrag. Eines schönen Dopes fühlte sich der S. einsam und -es kcunen ihn: so allerhand G-rdank-eu. Tic Rosa war -doch nicht die Schlechtst :n:d es iväre hal-t doch schön, toenn fie wieder dr wäre... Mir seinem Vertrag in -der Hand begab sich Herr,S. stehenden Fußes zu seinem Freunde K. -u-r.'d verlangte Weib und Möbel zurück. Shylock >K. bestand aus sein-em Schein, doch das Stt-e-rwbjekl erttschie) sich 'für den Exgatten. Dies gefiel nun dern st., -weniger, uns in seinem Zorn udjnrt er eine Hacke und verarbeitete die Möbel zu Brennthbiz. So, dannwar''ihm leichter. Wenn inan ihm schon die Frau w-r-guahm, tr-otzden: er einen regelrechten Vertrag hatte — werrWerS die Möbel sollie der andere n-icht haben. Die GerichisverhaMung vor l:m . Favoyiwner Bezirksgericht qestältete sich an-ßerorlde-rMch heiler. Cs ist iwch seilen im Gerichtssaal so viel gelacht wockerr. Und -weil sich olles so gut unterhielt, tvnrde -K. lvegen boshafter Sachbvsthädigung nur zu 300.000 Kromerl Geldstvalfe verurteilt. Ja, da sieht man wieder, daß Verträge nt'.r Fetzen Papier sirb. Der „Herr Hausmaster". Der Wiener Hansmeister der Vorkriegszeit war so eine Art russischer Zar im Neiuen: absolut er Beherrscher seiner Mieter-untertanen, Wächter über die guten Sitten stn Hanse, unbedingte Autorität iu -allen Fragen, die die Mieter betrafen. Wohl bcm, dem die Gil-adenfonne des Gewaltigen leuchtete und wehe dom Unglücklichen, bent der „.Herr Hausmaster" aufsässig »oar. Aus dieser Zeit der chrisrlichsozialen Hanstneisterhrrrlichke-it scheint der Adolf Englisch übrig geblieben zn sein. Er har sich ben unbedingten: Glauben air seine Macht mt-b Anborität auch in die neue Zeit htnübergen-ommen. Eines Abends wollte ein bljächriges Meschen beim Gaslicht der Stiegenbeleuchtung ein toenig lesen. Hie hätte dies vielleicht nngestört tun könne»» in einen: Hause, wo der Englisch nicht Hausmeister 'st. Das Hans, in dem der Englisch regiert, ist aber eine Kaserrw, n,rd so schlug der Btann auch gegen das Mädchen den Ton eines preußischen Feldwebels an, stieß uttt d-ent dbmde herum, bis fick) Frau Marw Scheu k iir die Sache drein mischte. Nun wanldte sich der Grobian gegen sic. „Hallen Sis die Fresse, sonA kviegens Watschen, dciß an der Wand picken bleiben-!" Darauf folgten einige andere grobe Schimpfwörter, und da die Frau de»t Hausbesorger vorhielt, daß er do<h ein Kind nicht Schlampen nennen dürfe, rief er: „Sie find selbbst ein Schlampen, eilt dreckiges Patpperl. Ich werde schon Jahren: Mann die Augen öffnen." Ueber .wlage der Partei.bestritt gestern der Hausbesorger die BefchimpiftlNflen und nGsttto, er habe nur die Au toritt ät a.nfr ech: erhalt eil wollen un-d erklärte, erdulde keine Sch -l a m p e r e i. Obwohl die Klägerin sich nui-t einer Entschuldigung begnügen toolttL, blieb der Hausmeister -dabei, -nicht geschimpft zu haben, und erklärte, trotz des Zuredens st-ines Verteidigers, daß cr sich nicht entfchuldige.n wolle, tvoraus Bezivksrichter Dr. Grün die VeHandbung zur Ladung der ange-botencn Zeugen, die nichts ge'hört haben sollen, vertagte. Ter Klagcanw'alt Tr. Walter Kon-itsch bemerkte dar- •auf zum Angeklagten: ,^Jch glaube, daß es Ihnen noch sehr leid tun wird, die heutige Bereitwi-lligjkeit der Klägeriit, .Ihnen verzeihen, nicht angenommen zn: halben.!" Bollswiü. Gestempelte Krone — 0.0080 keukimes. AusjMung Wien --- 0.0078 V- SentimeL In Zürich notierte 2S./7. 21/7. die österreichische Krone . . . * 0.0079‘/3 0.0070-/» die österr. gestempelte Krone . » » ck 0.0080 0.0080 die tschechische Krone . . . % » 16.90 16.90 die Mark. . 0.0016 0.0017 Holland . . .. ... 220.76 221.75 New-Aork .. . , , 661.— 564.— London . . . . » 25.82 25.94 Paris .. 33.27 33.35 Mailand . . . .. 24.50 24.45 Belgrad. 6.— 6.15 Bukarest ... . /2.95 2.95 @oftß »,»»»,»»»»« . , , 5.60 5.45 Budapest. . . . o.o1/* 0.05V» Warschau ........ 0.0037 0.0040 krlelchtemngrn im Jevifenvertlehr. Gesterr: erschien im Bundesgesetzblatt eine Verordnung die Erleichterungen im Devisenverkehr eiw führt. Zu gleicher Zeit hat das Bundesministernun für Finanzer: tveitere Erleichterungen durch Erlaß an die Unterbehörden angeordnet. Fortai: dürfen protokollierte Firmen» im In- und Ausland, im Inland selbstverständlich nur bei befugter: Devisenhändlern, Valuta kr edite zur Bezahlung vor: Warenimporten oder Transitwarei: und der mit diesen Geschäfteir verbundenen Spesen, wie Fracht, Zoll usw.. aufnehmerr. Eine Betvillignrrg der Oesterreichischen Nattonalbank ist hiezu nicht mehr erforderlich. Doch muß der Schuldner auf einem vor: der Oesterreichischen Nationalbank arrfgelegten Fornurlar der: Verwendungszweck angeben und erklären, daß er feine frei verfügbaren ausländischen Zah-- lungsrnittel besitzt. Dieses ausgefüllte Formular ist sodann au die Oesterreichische Nationalbank IBankabtellung) einznsenden, rrrtd zwar bei Kreditaufnahme im Ausland vom' Kreditnehmer, sonst vom inländischen Devisenhändlm'. Auch wird die Verpflichtung zur Ablieferung der E x p v r tvaluta nur mehr sür den Export von Wertpapieren inv Werte vor: mehr als 500.000 Kroner: anfrechterhaltcn. Ausländische Zahlnrrg'smittel, die aus artdercn Exporten, einschließlich der Holzexporte, eittgeheir, nuisseir von den Exporteure!: nicht mehr ar: die Oesterreichische Nationalbank abgeliefert werden, sondern können unter Beoüachtturg der Devisenvorschriften anderweitig verwendet tverdcn. Dies gilt auch für bereits durchgeführte Exporte, derer: Valutaerlös noch nicht abgeliesert wurde. Nur für jene H 0 l zexp.o rtc, die bis zum 15. März 1022 getätigt tvnrderl, ist die Valutw noch abzuführeu. Fürder: Reisendenverkehr wird die persönliche Berbringmtg von vier Millionen Kronen für jede Person ohne Betvilligung der Oesterreichischen Nationalbank freigegeben rurd der Betrag, bis zi: dem ausländische Zahlungsmittel ar:f Reisepaß be: Devisenhändlern gekauft werden können, auf fünf Millionen Krone»: Gegeirwerterhöht. Eine Erhöhmlg erfahren auch jene Betrage an ausländischen Zahlungsmittel»:, die vo»r Tevise»chändlern »tub --Einkäufern im Wechftlstubenverkehr prompt angekauft tverden dürfen. Hiefür werde»: als Höchstbeträge festgesetzt: sür amerikanische, dänische, englische, holländische, iwttvögische, schwedische und schweizerische Zahlungsmittel .zi; n W i ll io neu Kronen Geaentvert, für belgische, srinizösische, italienische, spanische und tschecho-slowakische Zahlungsinittel fünf Millionen' Krorren Gegcmvert. Bulgarische, deutsche, jugoslawische, polnische, rumänische und ungarische ZahlMgsmittel dürfen von den Devisenhändlern u»ll> -Einkäufer!: auch tmiterhin nur bis zum Gegenwert vo»: 500.000 Kronen pro Partei und Tag ailgekauft »verdau. Für ^lkkreditive und Kreditbriefe gelten bei alle»: drei Gruppen die doppelten Beträge. Schließlich »vird gestattet, daß Devisenhändler im Wechselstube»:verkehr allsiiindiische Zahlungsmittel bss zun: Gegentoert vor: einer Million Krone»: prompt verkaufen dürfen, luciti: ihnen der Bedarf vom Käufer glaubhaft gemacht »vird. Käufe m:d Verkäufe höherer als der genannten Beträge luerbctt »rach »uie vor von den Devisenhändler»: nird -Ei!nkä»»fcrn ko»u»»nffio»:s»veise im Eleari»»g? der Oestorreichischel: Natio»:albank durch geführt. Ne Zulassung aurlSndischer Firme» in Rußland. Die Voraussetzungen der Zulassultg. — Die Volllnachtcn der Vertreter. — Die Löschung der Kon-zession. Die J>»strnktio»: zur Anlvendung der Verordnung des Mtrilssischen Ze»»tral-Exekutiv-Ko»nitees urrd des Rats der Volkskommissare vo»»: 12. April. 1023 über die Tätigkeit »urd Vertretungen ansländischer Firmei: in der R. S. F. S. R. und der mit derselben verbündete,: Republiken »vird »mch. den Berichter: aus dei: neuen Staate»: iit der „Jswestia^ von: 26. Mai veröffentlicht. , Unter a u s l tt»: d i s ch e »t F ir ine»:, die ir: vorliegende,: Instruktionen behandelt Uierden, ist jedes einzeltu: oder, kollektive Ilttternchmen (offene und Ko»nmanditgesellschaft, Aktiengesellschaft »,sw.) zu verstehen, das außerhalb der Grenze»: der R. S. F. S. R. gegründet ist u»,d ü: seinem Heimatlande das Recht auf HandclZbetätigung ertvirkt hat. (!Bestätig!„»,g der Statuten einer Aktiengesellschaft, Enrtragtmg' i»t das Firmenregister, Lösung eines Ge»verbeschei»:es usw.). Ausländische Fir»ne»r, die in der R. S. F. S. R. Harrdelsgeschäfte betreiben oder Comptoir, Niederlass»nrgen usw. eröfsnen »vollen, sind verpflichtet, hierüber eine»: entsprechenden, mit der gesetzlichen Stempelgebühr bestenertcir Atlkrag ar: das Volkskommissariat für Außeichandel einzureichen, der folgende .Angaben enthalten mmtzH a) Benennung des Unter-