Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1597 (24.7.1923)
- Date
- 1923-07-24
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980678--15522-3002356- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 2 Wien, Dienstag Re Lüge» des Lord Douglas. Entlarvung eines antisemitischen Hetzers. Wir haben am 20. Juli über 1>cii in London durch - geführten Sensationsprozeß gegen den Lord Douglas, den aus der Geschichte Oskar Wildes bekannten Den»nzlauten, kurz berichtet. Unser Londoner Korrespondent sendet uns hierzu den folgenden Bericht: Ein interessanter Preßprozeß, der soeben zu Ende gegangen ist, beschäftigte zwei Tage lang die öffentliche Meinung Englands. Das Interessante an diesem Prozeß ist, daß er eine Reihe hochstehender Persönlichkeiten, wie Lord Balfour und Winston Churchill, mit einbezog und die Juden im allgemeinen, im speziellen aber bestimmte jüdische Persönlichkeiten Englands, wenn auch nur indirekt, nicht als Kläger noch als Beklagte, umfaßte. Das Hervorstechende an der ganzen Affäre ist aber der Umstand, daß die „Morning Post", das hochantisemitische Tag'blatt", durch die Umstände gezwungen war, einen Wahrheitsbeweis zu führen, der letzten Endes auf eine Verteidigung der Juden hinauslief. Die Vorgeschichte des Prozesses ist kurz folgende: Lord Alfred Douglas, der Herausgeber des fast unbekannten Revolver- und Hetzblattes „Psain Engl i s ch", ein würdiger Genosse der Hakenkreuzler in Deutschland, Äagte die „Morning Post", sie habe sich die Behauptung des Herausgebers des ,^5 e w ish Guardian", daß Lord Douglas entgeltlich böswillige Beleidigungen der Juden erfand und in seinem Blatte verbreitete, zu eigen gemacht,.. Der Anwalt des Klägers führte aus, daß die „Mornurg Post" doch selbst einen Teil dieser Beschuldigungen, die sie später als bezahlte Erfindungen bezeichnet hatte, öfters den Juden gegenüber erhob. Sie habe nicht nur einmal versichert, die Juden seien an allem Uebel schuld. Hat sie poch im Jahre 1920 eine Reihe von Artikeln veröffentlicht, in denen klar gesagt wurde, daß ein großer Teil der Mischen Raste seit Jahrhunderten sich.bemühe, die Vernichtung der christlichen Länder herberzuführen. Ja noch mehr! Sie erzählte Geschichten, daß die Juden seit einem Jahrhundert überall Verwirrung zu schaffen suchen, daß der Aufstand der Sinnfeiwer i n Irland auch eine Mische Mache war (!) Jetzt klagt dasselbe Blatt Lord Douglas der VerleumÄmg an. Die Frage ist: Hat Lord Douglas wirklich bewußt gelogen, oder, hat er geglaubt, daß alle seine Angaben richtig waren? Zur Erbringung des Wahrheitsbeweises berief sich' Lord Douglas auf die Seeschlacht bei Jütland (Skagerrack). Er behauptete, wie er es bereits in seinem nicht mehrexistierenden Blatte getan hat, daß die jüdisch e n Financiers bei dieser Gelegenheit die Heransgäbe eines falschen Berichtes seitens d e r A d m i r a l ität durchsetzten und dadurch eine Menge Geld an der Börse verdient hätten, welches Gelb ste mit der Regierung' teilen sollten. Bei dieser Gelegenheit sollte HerrC h u a*: chilI von Sir Ernest Cassel eine Summe von 40.00l) Pfund erhalten. Ueberhaupt sei dieser Politiker stets in finanzieller Abhängigkeit von den Juden gewesen. Da zu dieser Zeit Lord Balfour der oberste Leiter der Admiralität war, so fallt ein Teil, der Anklage auch auf ihn. Eine noch dümmere Anklage gegen dre Inden wurde erhoben, irchern Lord Douglas auf die Frage des Vertreters der ,Morning Post" offen erklärte, die Juden hätten Lord Kitchener ermordet und dadurch verhindert, daß er nach Rußland kommen und die Revolution unterdrücken soll. In diesem Falle wäre der Krieg zwei . Jahre früher zu einem Ende gekommen. Ferner bemühe, sich 0ir Alfred' Mond, mit allen Mitteln die christlichen Staaten zu zerstören usw. Als Zeuge lvurde Herr Churchill einvernommen. Er verneinte glatt alle Behauptungen des Klägers. Er' habe Lord Douglas nur deswegen nicht zur Verantwortung' gezogen, weil er ihm diese Ehre nicht erweisen wollte. ' Zum Schluß stellte der Richter an den Gerichtshof die Frage, ob Lord Douglas an seine Beschuldigungen geglaubt habe, oder ob es sich hier um bewußte Erfindungen gehandelt habe. Längere Zeit konnten sich. die Richter über den Begriff „Erfindung" nicht einigen. Schließlich verurteilte das Gericht die „Morning Poft" zu einem Viertel-Penny Schadenersatz. Das Gericht erklärte, es könne sich hier nicht um eine Erfindung 'handeln. Auf die Frage selbst, ob die Beschuldigungen wirklich wahr seien oder nicht, ist das Gericht nicht eingegangen. Es behandelte lediglich die Frage, ob der Kläger beim Verfassen und. Zeichnen der verschiedenen in Betracht kommenden Artikel wirklich an die Wahrheit seiner Behauptungen glaubte, oder ob er bloß die Beschuldigungen erfand. Ob sie wahr istnd und ob die Quellen, aus denen Lord Douglas seine Informationen schöpfte, zuverlässig waren, diese Fragen hatte das Gericht jetzt'nicht zu behandeln. 1 Internationale Sollreselnng. Paris, 23. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenzeit-ung".) Unter dein Vorsitz des bekannten amerikanischen Bankiers M. W'llis H. Booth und dem Gründer M. Cile.nlentel wurde soeben, die zwölfte Session des Rates .der int ern^ati y nal en Handelskammer eröffnet, die unter anderen wichtigen Fragen sich mit der Ausarbeitung von konkreten Vorschlägen emer internationalen .Zollregelung beschäftigt. Das Resultat soll der im Herbst tagenden Völkerbund- Versammlung vorgelegt werden. Der Präsident der japanischen Handelskammer, Raita Fujiyam^a, ist aus Tokio Hier eiwgetrvffen, mn den schloß der lapa.iischLn Handelskammer an die internationale Instiiiu'.?!« zu vcli-sikhen. ' ' Wiener Morgenzeitung. 24. -Juli 1923 ziouttmm md PalWrm. Aus dem PolWchen Bericht der zlo«Wfche« Exekutive a« den 18. NouksteUkME Die^LorrdolrerZ-ionistischtz EMutive hat an den 13. Zimristenkongreß einen undfangveichen Be- - richt erstattet, der bereits inPDmck Wllegt. Es ist ein stattlicher Bänd von?82 Se-iW, der in. .. sechs Dellen e-ine gut ge-vchtiete UebeMcht über die Tätigkeit der Mtung.Wt dem. M .KatlSbader -Kongreß gibt. An dm: -pMischen Bericht, -der das Buch .«inleitet, schließen sich die Berichte über Organisation und Verwaltung '(sieben. Abschnitte), über die Finanzen (Referate dm Londoner- und der PalästiM-ExekutzivL). über die Finanz- und Wirtschaftsinstitnte (evstattel dom Finanz- und Wirtschaftsoat und vom Jüdischen Rationalfonds), über die 'vielgesdÄtige A-rbeÄ- -m Palästina. Die Tätigkeitsbevicht-e.der Landes- und SondervierbällÄe., der HandeSkMPPen und der Franenorgantsvtion schließe« das Werk. Wir begin-mn im RaMo-lgenidsn mit der Veröffentlichung des politischen Gerichtes der .. Londoner ExMtive -Das wichtigste Ereignis in der Zeit seit dem 12. Zionistenkoirgretz war die Bestätigung dvs Palästina-Martdats durch den Bölkerbundsrat. Schon am 20. September 1920 war der Mandatsentwurf dem Generalsekretaviat des Völkerbundes mitgeterlt worden, UM dem Rat unterbreitet zu werden. Es bestanddie Hoffnung, daß das Mandat von dem Rat sofort behandelt werden würde. Es entstanden jedoch unvorhergesöheme Schwierigkeiten, mrd als der 12 Kongreß tttt Septzenrber 1901 zufanrmemrat, war die Mandatsbefbatigung noch nicht erfolgt. Zu keiner Zeit bestand arrch nur der geringste Zweifel darüber, daß die ^britische Regierung den Ämrsch hatte, die möglichst schnelle Bestätigung des Mandates herbeizufühven, aber solange noch über das Mandat beraten wurde, war es notwendig, die Situation cmfmerksam zu überwachen, und die zionistischen Interessen -mußten mit -uner- «Mdlicher Au.fnrerksamkeit gewahrt werden. In der zweiten SitzMg der Vensimimäung des Völkerbundes in Genf im September 1921 wurde die ganze Frage der Mandate nochmals erörtert.'Das Resultat der von der Versmnnllung mvgenlumnencn Resolut-ioneu »vor, daß der Völlerbundsra! am 3. Okwber 1601 die vsrschiedvwen Mandatarmächte einschließlich Großbritanniens ersuchte, dir Verwaltung der ihnen anvertrauten Gebiete im Geiste der Mandatsentwürfe auszuüben. Dieses foripelle Ersuchen des MtkerbunLsrades trug dazu bei, die Lage in Palästina, ebenso wie -in den änderen Mandatsgebieten, zu klären, aber es verging noch eine viel längere Zeit, als' man vermuten konnte, bevor das Mandat, selbst bestätigt wurde. .."'Es'ist nicht nötig,.die Schwierigkeiten, welche au-staachieir, hier lln einzelnen darzulegeü. Es.genügt zu sagen, daß sie in den ersten Stadien hauptsächlich mit der In t e r ve n t io n der a.m er i k a n i s ch e n Regier u n g zusarnmelchmgen, welche -darauf bestzarä», daß für die ämerikanischen Interessen Sicherungen geschaffen würden, bevor irgendein entschechonder'Schritt -mfolgte. Dieser Anspruch wurde .von derr anderen beteiligten Mächten bereitwillig anerkannt. In, den späteren Stadien driehtze sich die Erörterung hauptsächlich um einige schwierige Fragen bezüglich des Schutzes -er.heilige« Stätten : und. der Zusammensetzurvg der internationalen ÄonMifsion, '■ »Deiner gewisse Ausgaben wegen -der -heiligen Slätzen und wegen ' der Rechte der verschiedenen rellgiösen^Gem'si'nschasten andertraut werden sollten. In keiner diaser A'rgelegrttheni.rr tvaren die zionistischen Bestimmungcu des Mandats direkt bllcof^eru 'Die Vereinigten Staaten bekundeten ihre Synrpaübie für den s Zionismus sogar durch folgende Resolution, die auf Antrag des Senators Lodge l am 3. Mai 1922 vom Senat der VMinigien Staaten -einstimmig angenommen wurde: - . „Die Vereiniigten Staaten begünstLgen die Erricht-wng . eines jüdischen nationalen Heims in -Paläisti-na, vorausgesetzt, daß nichts geschieht, was die bürgerüchen und religiösen Rechte der Mchtsüdischen Gemeinschaften bÄinträchtigt, und porausge-setzt, daß die religiösen Gebäude uivd Plätze in angAnessener Weise geschützt werden." Eine ähnliche Resolution wurde aus Antrag des KongretziMitgliedes Fish am 30. Juni 1922 vom Repräse-ntenhau se anMnomureu. Die eindrucksvolle Beku-ndung des amerikanischen Wohlwollens war und blieb ein Ereignis von , außerordontlicher Wichtigkeit. Die Zioniskische Oqganisasivn schuldet den jWschen und nichtzMüschen FMiridon W Zionismus, die die zionistische Sachevor der amerikanischen öffentilichen Mommrg so loyal und energisch vevivo-ten und dieses ' austerovdemMche Resultat zustande brachten, aufrichtige Dank-? baickeit. Im.Mai 1922 wurden die langwierigen Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten zu einem befriedigenden Abschluß l gebracht, so daß seitens - der Vereinigten S t a a t t nkein 1 Arupd -nvchr vorlag, das Mandat nicht zu genehmigen. ES wurde veveinbart, daß die getrosfenen Abmachungen in ovnvnr Vertrag zwischen der britischen und der amerikanischen - gierung ausgenomnlen werden sollten. Gemäß.. einem, am -14.-Mai 1922 in Wafhimgton ptthlizievien. - EomMlNique . sollte der Vertrag den Mandatstext enthalten -und vorsehen, idaß in di-estm Text 0hne d ie Zust-immung... der Ber- -e,iniSten Staalen keine Aenderungen vorKenoytzmen /. werden -sollten. .k.— . , . Ms dieses Stadium erreicht >war, konnte.man.hoffen, daß 1 das Maardat nun ohr». weitere Berzög-eru-ng bestätiigt werdek . würhe. Die britische Regierung -unternahm, es daher, das Mau- ^ddt.'.vor M Sitzch^ M'MMÄöüMrÄÄ iM bringen, dir am i ll^-Mai '1922 eröffnet wuvde. Äus eimr Ämhe Von, Gründen! Wt es - dw. Rat Woch nicht für' möglich, bas- Mmdat/Mf dieser Sitzung zu behandln, und 'wach Rede Lord Balfours wurde die weitove BchanÄlumg «ine spätere Erörterung devschoben. JnzwWm Wavw Reihe neuer Schwievig-eiten entstanden. Gs hwndMe sich hrvchh^ sLchW nm Artikel 14 dies Mandats, der die hsrlktzm MaMennnd die Kommission für dWlLen -betraf. Es Lage», aber diesem Schwierigkeiten außerdienr die alligememm Emwendungen zugrunde, die von der römifch-krthlllischeu Kirche , gegen diejenigen Bestminmugen -des Mandats «vhvben wurden, .tvelche die Balsonr-Deklarativ« verwirAichen sollten. Der Widerstand des Vatükans, der An wesonit-' lichen aus irriger Beurteilung der Fwnistischen Ziele bevuhtie, wurde immer entschiedener. Dies mutzte BesorgwiS erwecke^ da im Bölkechundsrat eine echebliche Zahl römisch-katholischer Mächte vertreten waren. Allerldings hatten mck/reve dieser Mächte ihrer Sympathie mit' dein Zionismus bereits öffentlich Ausdruck. gegeben, und man durfte darauf vertrauen, daß sie ihren Znisicherun-gen treu bleiben würden. -Unterdessen erhielt ArtÄel 14 des Mandats, welcher den Hanptzgegeustaud der Diskussion bildete, eine neue Fassung, und in der, Zeit vom- Mai bis JE 1922 gab sich die britische Regrevung die größte Mühe, diesen Artikel in eine allen Beteiligten annel-mibaw Form zu bringen. Selbstverständlich hatte die Zionistische Orgamsation mit diesen Vvrha>ndluugen -nichts zu tun. Me Orgcmrisatzion hat. wiederholt erklärt, daß das Problem der christlichen und mohammedanischen heiligen Stätten sie nicht berührt, und daß sie keinen Anspruch hat oder erhebt, am der Aosun-g dieses Problenrs tvilz-mvchmen. Die zionistischen Interessen wurden nur insoweit berührt, als die Betätigung des Mandats. im ganzen wegen der Mein.ungsve.rschiedenheitsn bezüglich des ArtckÄs 14 aufgehälten wurde. Schießlich wurden diese Schwierigkeiten durch ein allen bete'lligten Mächten a-nnehnchares Kompromiß übsvwunden, und der Zvitpunkt für die Bestädigung des Mandats war schließlich erreicht, als die Sitzung des Völkerbundsrates am, 17. Juli 1922 in London eröffnet wurde. Kurz vor . dieser Sitzung kvnrde ein Memorandum, welches den zionistischen. Standpunkt ausführlich darlegte . und die Notwendigkeit, schlenniger Bestätigung des Mandas begründete, durch das Sekretariat des Völkerbundes allen Mitglidderu. .des Rates übevmitteilt. Am 22. Juli gelangte der Rat. zum Einverständnis über alle Punkt«, und am 24. Juli wurde, die Bestätigung des Mandats in einer öffentlichen Sitzung des Ratzes im St. Ja-yres PalaSe formell vtzMndet. Der schließlich bestatzigte Mandcckstzext'üMeM^'M' sich in.' einigen EmMiheiten von dem vndgültzigen Entwurf, der im August 1921 von der englischen Regierung veröffentlicht worden war. Die zionistischen Bestimmungen dS8 Ma-ndatS wurden jedoch, abgesehen von ein oder Avei rein stilistischen Aenderungen, dadurch nicht berührt. ' " Die BestätiMmg des Maudatstextzes durch den Völker-, bundsrat war endgülti-g. Es wurde deutlich erklärt, daß der Rat das Mandat ein für allemal erledigt habe. Jedoch entstand eine Schwierigkeit bezüglich des Zeitpunktes, an welchem das' Mandat als tatsächlich in Kraft getreten zu betrachten sei. Diese Schwieriigkeit ergab sich au- Umftön-dendie mit Palästina nichts zv tun hatten. Die - Mandate für Palästina und Syrien -ivurden zusammen behan^llt, und aus eurer Reihe von Grüwden wrrrde es Nr wü nscherswert erachtet, daß sie - glvichzsitig in Kraft lreben stillten. Srweit e§ stch um Palästina Handeltze, war ein. befrie-di^'rdec Vwdns vivendi hinsichtlich aller schwebenden Fra-j-n orrercht worden. Wegen Syriens dagegen Mdv es noch'-gewifte Angekcgenhe-ien, über deren RogelÄny BerhaMmrgen zwiich.'n den Regierungen von Frank r'e i ch- und Italien im Gange waren. Vor Mschluß bie-svr BevhaMungen kum:e das syrische d!andat formell nicht in ^Kraft treten. . Es wurde dah.r 'lwshrvsten. daß, nachdem der Text beider Mandate durch den Völkerbundsrat fovmkll bestätigt war^ beide Mandate automatisch und gleichzeitig in! Kraft treten sollten, sobald 'die srmizösisch-itzaliVmfchen Ver-> haMungen wegen Syrien be-friedigend erledigt seien. Mge»^ schen von diesem technischen Vorbehalt kann die Bestätigu-ng^ des PalMna-Mandats praktisch als erfolgt und wirksam belvachtet werden. Der Hauptpunkt ist, daß nach langer Prüfung^ Re Bestimmungen des Mandats, welche die Errichtung -des' sMschen. natzionalen Heims vorschen, durch die Auivrität des Völkerbundes fauktiionvert wövden sind. Die ständige Mandatskommisision des Völkerbundes hat der britzffchen Regiemüg einen ausführlichen' Fragebogen übermittelt, mit dem Ersuchen, «im« Reihe von Fragen bezüglich der Aussührnug der ve-rschiedmen MandatslbestrmnMngen zu 'beantworten. ' Eine werte« Entwicklung des Mandatssysteins bedslrtet der Beschluß des Böltevbunds-vatzes vom 29. Jän-ucr 1923 in Pavis betreffend die Ermöglichung von Dorstzellunigen -der Bewohner der Mandatsgebiete -beim Dölkerbelnd. Die diesbezüglichen Bestimrnmgen lauten: „Alle Petitwuen von Gruppen oder Teilen der Be- > völlevu-ng der Mandatsgebiete a-n den Völkerbund sollen' .durch die betreffende Man-datarregiernng> an d.as Sekr.etar-rat des Völikerbunides gefaucht ' Wenden; die Mandatarvegieriunk; soll diesen PetAonen -die v-on-- - ihr gewünschten Erläutemungeu beifügen. Wehm Petitionen n'bet-Mend die Einwohner -von Mandatsgebieten nicht von! diesen Einwohnern selbst, sondern von irgend. welchen . anderen Stellen «mgehen, so sollen dieselben ^dem- . - Vorsitzenden ' der ständigen ' MMdatsbwtmDüon - mstgeteAt^ werden. Dieser wird darüber entscheiden, ob dieselben. - welche davon wegen chres Inhaltes oder wchen 'der Defu . nis oder der 'A«ei>(MlrützkgM ~ ----- - ■