Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-07-22 · Heft 1595 (22.7.1923) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1595 (22.7.1923)
Date
1923-07-22
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980676--15506-3002338
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Gerte 8? Men, Sonntag HnevWan-ischen Lioniften die Politik mtd.DiDk der BrM^vis- Gruppe angenommun haben. Der KonMt mit, Brattdeis sei deshaW entstanden, weil Brandeisy'vine Vorschläge ohne, hie ZißtimmMg des Kongresses durchffchren wollte, was die Ma-. javttüt der amemivanffchen Movffwn.. WÄnffste,.da. Jie, Ms demoLvai-öscher UeÄerzerltgtM'g nichts ohne Zustimmung des zioniftischen Parlaments unternehmen lassen wollte. Bezüglich der Jewvsh Agonch gäbe es gsgenüvärt'ig drei. Vorschläge., Der eine veÄangt die Betramuiig der Zio-nisttschen^ Organisation mit der Jeüvffh Agemy, somit den Fortbestand des Status Wo. Die Anhänger dieses Vorschlages glauben auch nicht cm die Möglichkeit. eines Mischen WelÄowgresses. Die andere Gruppe, die für die Erweiterung der Jewiish Agency emtrrtt, will jedoch die nichtziorfftffchen Elemente nur im Woge eines Mischen Weltkongresses -ur Jewish Agency heran- Ziehen. Der amerikanisch« Vorschlag hingegen ist nach Ansicht GMbergs ein Kompromiß dieser Zwei Vorschläge. Die Amerikaner sehen derzeit keine Möglichkeit, einen Mischen Weltkongreß einzuberufen. Eber-sowenig sei auch die Zionistische Orga-misotion imstande, allein Palästina auZzubauon. Sie muß daher nichchionistische Elemente für den Wiedevausdan Palch'tinas gewinnen. Aus diesevr Grunde allem treten die Amerikar.er für die Erweiterung der Jewish Agency ein. Zur Teilnahme an ihr müssen verschiedene Körperschaften aller Äärvder eirvgeladen werden. In der Jewish Agency müssen die Zionisten 50 Prozent der Sitze halben. Die übrigen 50 Prozent stillen von einer gemeinsamen Konisevenh jener nichttzior-istischen Körperschaften, die am Wiederaufbau Palästinas Interesse haben, besetzt werden. Es soll auch ei« gemeinsamer Aufsichtsrat gewählt werden, dem die Jewish Agency verantworMch wäre. Herr GoGbevg bekämpfte auch in 'seiner Rede dm Standpunkt des Dr. Soloweitfch if, wonach eine gemischte Jewish Agency mit beschrankten Aufgaben geschaffen werden soll, da keine «irrige Organisation daraus emgehen würde. Herr GvlÄberg gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß der nächste ZümisteiÄongveß die Vorschläge der amerikanischen Zio-Nisten a-Mehmen werde. Neuerliche zMmduvgen an die Femsalemer Rationalbibliothel. Aus Jerusalem wird uns berichtet: Die Familie des vor einigen Jahren in Z l oczow verstorbenen Dr. Abraham.Jakob Igel übersandte der Nationalbibliothhek dessen philosophische Bibliothek, bestehend aus Ma 250 neuen philosophischen Werken. Nach dem Wunsche der Familie ist diese Bibliothek bestimmt, den Studenten dLs -künftigen philosophischen Seminars an der Jerusalemer Universität zu dienen. f Der vor wenigen Monaten in P r a g begründete Verein Pro Bibliotheka Iudaica,. dessen einziges Ziel die Sammlung und der Ankauf von Büchern für Palästina ist, übersandte seine erste Schenkung an die Bibliothek: die vollständige Sammlung „Aus Natur und Geisteswelt", bestehend aus über 600 Bänden. Dieser Tage hatte die Bibiothek den Besuch des bekannten amerikanischen Kinderarztes und medizinischen Schriftstellers Dr. Abraham Levinson aus Chicago, der es übernommen hat, auf seine Kosten an der Bibliothek eine besondere Abteilung für Kinderheilkunde einzurichten. Der Büderiüder. | Ein Gruß von der Ostsee. | Bei uns ist der Index im großen und gangen Me jympathifche Erscheinung. Steigt er, so bekommt man mehr Gehalt» ausgezahlt, und Mi er, so bekommt man gewöhnlich auch nicht weniger, weil der Abstand so gering ist, daß es sich gar nichtverlohnt, ihn auchurechnen. Der Index der deutschen Bäder aber ist eine Erfindung des Teufels und hatsich in kurzer Zeit den Haß sämtlicher Kurgäste, nicht MMinIwst der österreichischen, zugezogsn. Harmlos uNd im weichen Bevtrauen aufden Tiefstand der deutschen Mark ist man hergezogen, in seliger GöwMM, endlich das La nd gofuttdeu zu haben, das von fern« leuchtet und m dem die Krone noch etwas gilt. Da erhob sich - aus den Wellen der Ostsee das Meerungeiheuer: der Bäder- Index. Ende Juni war er noch klein und zart, aber Hitze und Dollarkurs ließen ihn gewaltig anlsteitzen. In der ersten Jttliwoche betrug er 11.000, in der zweiten 16.000 und in der dritte« -machte er einen Satz und sprang auf 23.000 hinauf. Samstag, auch Sonnabend geucmnt, ist der dies irae. Am Morgen kündigt sich das herannxchende Gewitter an, indem sich einige Bohnen in das Kaffee genannte GeträNk verirren — kein Mensch kann sich erAäven, was der Ostsee-Kaffee mit Kaffeebohnen zu schaffen hat —, urid die Wirrst ans den ,che>lächten Bröchen" (lies: belegten Brötchen) ' auch ohne' Mkvoffop sitMn ist. Der Wirt geht strahlenden Gesichtes umher, reibt sich die Hände und trompetet' se-w-,Mahlzeit^, ichne die mindeste Rücksicht darauf, ob irgend ein Mahl in. der Nähe ist, noch ein bißchen siegessicherer als bisher. Die viereinhalb Zeitungen des Lesezimmer benannten .Dampflämmerchens werden fieberhaft wach Kursen durchstöbert, und das blonde Mägdelein, das vom Ende des Wellenbrechers weltverloren über die Wogen blickt, flüstert träumerisch: ,L>ch Jott, wenn bloß der olle eckliche Dollar nich intmeM streichen wollte!" Das flüstert sie, denn die Jünglinge vom MänneMifanglverein fangen gar SU „uWch" im diefftMvwigvn Chor ♦ ' „Storni ist es am Meer so schön? Warckn ist es am' Meer, st ' schön?" Md antworten sich seWst: ,Meil die MAdeL immer lustig und die Burschen immer durstig, find" oder mit ähnlichen iOpevetieachögMndungen. ,; ■ . ■ , / NwchnÄttags beginnen besorgte FcchMdnpAsr das Häuschen der Badeverwaltung zu mnschlel^en.' Wenn' sie.' '.einander. 22. Juli 1923 M.1LSS bDMeU.MDn,A die' Harmlosen,, sprechen von MtM^Poli-'E tik,MLhräNö« ''ünd''anEn'''8ÄänM9siWitoü. Endlich erscheint der junge Aintsdiener, entfernt den alten Zettel und befestigt feierlich den neuen, nicht ohne mit einem - Mick des Triumphes die Wirkung der Ziffer füstzustellen. Diese Wirkung ist vehement. Ohne voneinander Abschied zu nehmen, stieben Hie Hausväter auseinander, als wäre eine Granate nieder gefahren. Und j6der betritt die Veranda des „Mt Hem", Hiisung oder wie die Billa solch benannt'ist, mit den Worten: Dann beginnt ein heftiges Rechnen. Der ganze Ort rechnet. Gründliche' besorgen es schriftlich. Äber auch das nützt nichts. Das Abendessen verläuft in godvückter Stirmunng, obwohl der Hirt, fteigebig wie Wirte schon einmal sind, eine „Speise" einschidben läßt. (Es ist llnnütz, für Speise eine Uebersetzung in unserer Sprache z-ll suchen, dieses Gemenge aus Sand, Seisenschamn, Krapprot und Sacharin hat im BogriffSvermögen, eines Wieners'keinen Raum.) Bcherzte wagen, einen Angriff aus den Herbergsvater. Gr Vevscharrzt ßch hinter dem Dollar und die Solidarität ivnd bleibt lärgerührt. Man erzählt ihm von den Reisestrapazen, vom Vertrauen mvd vom goldenen Wiener Herzen. Er antwortet mit der Schlächterrechnung und den Preisen von Linz. In seinen heiligsten Gefiihlen gekränkt, zieht sich der österreichische Kurgast zurück. Am nächsten Morgen ist g-voße Flucht. In banger Sorge sehen die . JndexfiüchG«ge aus der Landüngsbvücke immer länger wechen. Noch vom Dampfer erschallt die bange Frage der vierMmnigen Armingia: „Warum ist es am Meer nicht schön?" Und leise verhallend ans der Ferne: „Weil der Index 28.000 ist.,." K. M. Mffoliui «nd d'Amlmzis. Wie uns aus Rom gemeldet wird, hat der Abgeordnete Cvnstanzo Ciano dem Ministerpräsidenten Mussolini ein Geschenk Gabriele dMnnunzios, bestehend aus einer Kassette mit auserlesenen verzuckerten Früchten, überreicht. Die Gabe war von einem in den freundschaftlichsten Ausdrücken verfaßten Briefe des Dichters begleitet. Mussolini antwortete mit ’ einem Da nktelegramm in seinem und der Regierung Namen. veburte» und SterbefAle in den 8roßftii»te« der Weit. Die KÄßten Städte der Welt, auf die sich die stlgenden, her ZvHchrfft.^-Wirtschaft'und StatWk" entnommenen Äwgaden b^ichen, haben sich auch schon in der Vorkriegszeit durch eine ^besonders geringe relative (Murtenzahl ausgezeichnet; sie wurden Ms von den Aeineven Städten und dem platten Land an Geburtenhäufirgke-it übertroffen: Der Krieg bewiÄte allenthaDen. einen stacken Rückgang der Gebitrten. Der DiefpuM.wurde in Paris nn Jahre 1916 Bit 9,7 Geburten auf 1000 Einwohner erreicht, in Berlin erst im Jahre 1917 mit 9 und in Wien mit 9/8; die entsprecheniden Zahlen des letzten Friedensjahres lauten für die gleichen Städte 17,2, 19,4 und 17,8. Nach deyr Kriege setzte überall eine erhebliche Gsburtenvermehvuug ein, die in Paris und Berlin aber nur bis zum Jahre 1920 andauerte, währeud sie sich.in Wien.noch bis 1922, toetwt auch in gevingenr Maße, fortsetzte. Der Geburtenrückgang, i>en Berlin m den Jahren 1921 .upd 1922 erlebte, darf vielleicht bis zu einem gewissen Grade als symptomatisch für die Schwächung und die Not des deutschen Volkskörpers betrachtet werden. Berlin hatte im Jahre 1Q8& die geringste relative GelburtenMer von allen Weltstädten auszuweisen, nämlich nur 11,6 gegen zum Beispie! 36,2 . der Stadt New-Aork und 16I der vor dem Kriege ge birrtenürMsten Stadt Paris. . Auch London zeigt eine ähnliche Entwickluuy, um liegt, wie schon aus Obigem herdovgcht,' che Geburtenziffer auf höherem Niveau. Der große Streik des Jahres 1931 brachte einen schweren Rücksch-lag der Geburtenziffer;' neun: Monate nach Beendigung des Streiks aber zeigte sich ein uugewöhMcher Anstieg, der allerdings nur fünf Wochen andauerte. Jmuechiu ein nrt-ereffanter Beitrag zum Kapitel ,^AHne und Geburten". New-Vork hatte weniger vom Kriege zu spüren; der Geburtenrückgang ist dort geringer ge wesen. dementspvechend ^war auch der Anstieg der NachkÄegs^ M, der erst lÄM orusetzte, uuerlheblicher. De relativ größte Zunahme Mch^KriegSschluß weifen die mssffchen HaupffÄdte auf. Petersburg überflügelte^ sogar erheblich die relative Geburtenziffer des Jcchros 1913, was bei komer lder andewn WeAlftädte sorch der Fall war. : - Die Sterblichkeit in >den Weltstädten stand wejfmt lich unter dem Einfluß der Influenza (in der.Statistik sirch die Sterbefälle von .MMtärpersonen nach Möglichkeit ams- Mffchieden). Nach dem Kriege istParis. BserNn, London, R-Äv-Bock -und MMvgo. d« Mevbtzfffer MMche-r als im Jahve 1918, in W/i en fft sie, auf gleicher Höhe, belflndet sich dagegen m Petersburg, Moskau und Bombay über dem Fviedensstmvd des Jahves lM7 und das davcmfso Jahr «raffte mit der Influenza die meisten Menschen dahin. Beriliu zählte 1918 auf 1000 Einwohner W,7 . Todesfälle isgsg«n13F im Jahre 1913), in der NachkriMzeit . senkte sich dann die . Sterbeziffer «bis auf ihr bisheriges Mmchmm von. 13,3 im Jahve 19Ä^ stieg barm aber wieder «im ^Jähve ILW Mf 1,4-4.. SchveMch Wd die Zahlen dar russischen ^mgerstädie. Die Dodesewte ßes Jahves Mg in Psttrsoarg ülberbot Mach. der Statistik, die As ptt Jochre 1761 zurüchMift, sämtliche, auch die. furchtbarsten! V^lMStiahve' M,.: 1000.' PeseMMglM stcwbendichÄn ' ^..MuzKLnMMlMeit.^at $er" Ämjg M koimül Lmde- '.mvrÄich.. emgewätt. Nach - dem- Kriege trat. m, vielen ^tMen.«je^i«e;-r^crc|g^e4|e j Hy.-.' >-^ "'--ff v‘T^.7'0 . .k M MWh WW. ■ Ruy ist er wivder auferstanden, der wtgegkanbie Schach» Held, der Zauber wieder erwacht, dev einst ausströnrte vom Rmnen — Lasker. Wir ueigerr alle zur Heldenverehrung; aber keiner so, wie der Schachspieler. Wir wollen Äle ei« Idol; aber niemand so wie der Schachfreund. Und Lasker, der einst als Jüngling in die. Ferne zag, um den Größten, den,die Schachkunst kennt, Sieinitz, zu bssiegen; LäSker, der dann in Turnieren und Wettkämpfen alles niederschlrrg,, was ihm entgegentrat; Lasker, an dessen NärNen sich so viele' siegreiche Schlachten aus dem Schachbrette knüpften dieser' Lasker war den Herzen aller Schachenthusiasten teüec geworden. Und mit dem Gefühl dev Freude lasen sie alle täglich von einem neuen Sieg Lasters in Ostrau, nrit dem Gefühle der Freude sagten sie sich: 56 Jahre zählt Lasker, fürwahr - ein hohes Alter ftir einen Schachkämpen; aber „sein Auge ist nicht dunkel «geworden, nicht geschwunden sende Kraft". Wie horchte alles aus, als es hieß: Lasker spielt in M ä h r i s ch - O st r a ü mit. Das — matt kann sagett, improvisierte Turnier — erhielt plötzlich eine ungeähnte Bedeutung. Drei Turniere sind es, die feit deck Kriege eine be. sondere Stelle einnahmeu. Mögen andere Vielleicht stärker be» setzt gewesen sein, diese drei Turniere überragen att Wichtigkeit alle übrigen: Das Turnier zu Göteborg, denn es war das erste große Schachereignis nach den' Jahren der Dürre, nach den Kriegsjahren — dort siegte Reii; das Trwnier zu ' London, denn dort Nahm C a p a b l a n e a teil und wurde Erster; das Turnier in M ä h r i s ch - O st r a n, da spielt« Lasker mit und gewann. Der alte Ruf, der immer laut wurde, so oft er cmftrat, erhielt seine neuerliche Bestätigung: Lasker spielt? Nein, Lasker gewinnt: Richard Ret i. der Wiener Meister, der große neo-romantische Schachkünstler, mühte sich redlich ab, dem alten Helden den Erisolg streittg zu machen. Reti-war in einer Form, wie bisher noch nie, und was das heißt, weiß man aus Gotoborg und Teplitz. Der arme Reti! Zu einem überragenden Erfolge wäre dieses Turnier fiir ihn geworden — hätte Lasker nicht teilgenommen, ungeschlagen wäre er ‘ geblieben — hätte Läsker-nicht teilgenommen; als Welt« meiftevaspirant wäre er hervorgegaugen — hätte Lasker nicht teilgenommen. So aber diente seine hohe Form erst zur rechten Folie fiir Laskers Sieg, so gab der junge Meister erst den Rahmen ab, in dem das Bild des Lasterschen Triumphes um so Heller erstrahlte. Wenn ich ftüher sagte: Wir neigen zur HsDeuverehmn-g, wir brauchen ein Idol, wittd man mit Recht sagen: Wie ist eS mit Capablanea, dem Weltmeister, dem 'Bezwinger Laskers? Aber gerade jetzt, da dieser wieder aus dem Dunkel hervortrttt, wird es den Schachfreuttden klar:.Capablanca bedeutet ihnen nicht daSseWe. Sie bewundern seine unsehlbare Sicherheit, die Klacheit seiner Spielweise, /daS^ zahnradartige Jneinaridergreisen sein-er Züge. Aber dieses i über-, und daher auch unpersönlich Amnutende.seines Stils' erwärmt nicht «ihre Herzen, läßt ihre Pulse «nicht rascher schlagerü Sie behalfen sich, so gut sie konnten. Sie erwählten Aljechin zu ihrem LiMing, bei dem sie Glut und Leidenschaft fühlten. Sie schwärmten für die Reircheit urid Innigkeit der Partie» eines Rubin st ein; sie sprachen von R et i s .Tiefe. Aber mm ist L-asker wieder erschienen,^ der alles vereinigt: Kraft imd Größe, Feuer und Leidenschaft, Kampfesfvrude und dramatischen Schwung. Und so hat der große Hexenmeister alle Geister wieder in seinen Bann gezogen. „Das Heldenzeitalter der Schachkunst ist vorbei, Lasker; ist der letzte Hews der Schachgeschichte," schrieb einst Reti. Wenn aber Lasker der letzte Schachheros ist, so ist das Heldenzeitalter nicht vorbei. Noch lebt Lasker, -und hat seine Lebenskraft soeben unwiderstehlich dargetan. An hie Triumphe seiner Jugend erinnert sein jetziger Erfolg. Mit derselben Mühelosigkeit, mit derselben Untvüglichkeit errungen. Die. Modernen bereiteten «ihm keine größeren Schwierigkeiten, als feine, einstigen Gegner. Die Partie, die er gemimten mußte, gewann er, ob . ihm ein Großer oder Kleiner seiner. Kunst ent» gegeirtrat. So zeigte er, daß für den Kcmvpf tun die Welt-; Meisterschaft nur einer in Betracht kommt: Nicht Aljechin! oder Rubinste'in, nicht Reti oder Bogoljubow: son-! dern nur er; er, der die. Weltmeisterschaft verlor. Nun erhält sseiue bittere Klage anläßlich seines Wettkampfes mit C a p ä b l a n e a: „Ich konnte in der Glut Havannas keinen Gedanken fassen, die Hitze, machte mich krank", einen neuen Inhalt. Wird es dem entthronten Weltn:eister gelingen, das Königreich, das er verlor, zurückzugswinnen? Wird es ihm vergönnt sein, die Krone, die ihm entrissen, sich wieder aufs .Hcnipt zu setzen?! B. Me Mim für die Mische K»loniMank i« « DOerreich.; Die ösberreichische Mim zur Plaoievmtg von Aktien des'J. C. T. wird erfoligrM) forchesetzt. B'ishvr.ftud.M Wien allein übtzr tomf«Md Äktiien veckMift worden. Der Amtcmsch von Divideitdencoupons des I. C. T..iMen. neue Attien, bezichungsweise die MMsuwg gegen Bargelds erfocht wie bisher Men Mittwoch zwischen halb 6 Uhr, und 7 Uhr abends in den GursauväuMen. des Zionistische!: LaudoskomÄeos, 2. Btz.,' Daborstvahe S0a, 'Mmmsr T.. Beisetzung Ludwig A. KoMhs in Budapest. Me aus B u d äp e ft gennckdeL wirb; Mdct' nächsten Donnerstag im Beisein der. Mgieruirg und Won Vertretern der WidnalversammlunL im' KossÄhMMsoleÜm bie ftjerliche Beisetzturg der irdischen Ueberwste des während' des. Weltkrieges in Italien verstorbenen '^Lukswk^-' 'Ä-eäöör fT1 off n.tfi st^ttf A ''

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.