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Wiener Morgenzeitung · 1923-07-18 · Heft 1591 (18.7.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1591 (18.7.1923)
Date
1923-07-18
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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tfeite 8 Ae Wien, Mittwoch Wlerkee MvLtzkWeVttMs. von der New- Wie das I. C. B. erfährt, hat die Nc-v-Norker Staatsbank die Obligationen der Stadtanleihe von Tel- Awrw, soweit, sie noch nicht im Publikum abgesetzt worden sind, käuflich erworben. Der diesbezügliche Vertrag wurde seitens der )kew-?)orker Staatsbank von deren PräsÄenten, Mr. Richard, und in Vertretung der Stadt-- gemeinde Tel-Awiw von ihren: derzeit in den Bereinigten Staaten weilenden Bürgermeister Disengoff uttb dem amerikanischen Richter Bernhard Rosenblatt unterzei churt. Die Gesamtsumme beläuft sich ans 75.000 Pfund Sterling. Der oben von uns wiedergegebenen Meldung kommt eine grundlegende Bedeutung für die palästinensisch: Wirtschaft zu. Die Ausgabe der Stadtanleihe von Tel-Awiw ist die erste Kreditoperation, die eine palästmensische Konmrnne auf dein offenen Kapitalmärkte vornahm. Die Anleihe tvurde durch Vermittlung von Richter Bernhard Rosenblatt durch das Now-Z)orker Bankhaus Harveh, Fisk u. Sons aufgelegt und ivar zun: größeren Teil bereits von: Publikum gezeichrret (ein größerer Posten w::rde von einer anderen Bank aufgekauft), als die Transaktion mit der New-Aorker Staatsbank zustande kam. Nach alledem und unter Berücksichtigung weiterer Meldungen aus Amerika Hat es nunmehr den Anschein, als wenn sich allmählich engere Geschäftsbeziehungen zwischen Palästina und den Geldzentren der Welt anbahnen wollten. Sröndung eines amerikanischen Fivanziemnss« «nd KredMnftitntes siir Palästina. Wie wir erfahren, hat ein kleiner Kreis amerikanischsüdrscher Millionäre, darunter Louis Marshall, beschlösse!:,;m Frnanzrerungs- und Kreditinstitut siir Palästina ins Leb«: zu rufen. Es haben darüber bereits Besprechungen mit Dr. Artur.Ruppin, dem Leiter des Kolonisations- Departements der Zionistischen Weltorganisation, und Dr. Georg Holpern, dom Direktor des Jowish Colonial Trust, London, stattgeftmden, die das Tätigkeitsgebiet des zeplanten Unternehmens zun: Gegenstände hattem Als Grundkapital wurde der Betrag von 5 Millionen Dollar in Aussicht geuonunen. Me Stimmung in Finanzkreisen war eine ausgesprochen teste,- hervorgerusen durch den überaus flüssigen Geldstand. Im Vordergründe des Interesses standen Bankenwcrte, welche gegenüber dem letztgemeldeten Stande wesentlich höher taxiert vurden. Außerdem zeigte sich gesteigerte Nachfrage nach Alpine Montan und Elektrizitätsaktien. - ' Geschäftsverkehr mit dem Ausland. Da heimische Firmen in der letzten Zeit wiederholt durch nicht seriöse auswärtige Firmen geschädigt wurden, empfiehlt die Exportabteilnng der Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie in Wien neuerlich, vor Abschluß von Geschäftsverbindungen mit ausländischen Firmen BonitatSauskünfte einzuholen und stellt ihren lluskunstsdienst Firmen ihres Bezirkes gerne zur Verfügung. Ausbau der Kroatischen Bankverbindungen mit Amerika. Der „Agramer Morgen" schreibt: Eine Agramer Bank, die schön vor zwei Jahren Verbindung mit Südamerika gefunden hat, denkt' daran, ihre Verbindungen auch mit Nordamerika auszuüben. Um dies durchzuführen, reist der Generaldirektor im Hevbst nach Amerika Md wir dort höchstwahrscheinlich eine bereits bestehende amerikanische Bank offiliieren und in seinen Bankkonzern einbeziehen. Diese Bank liegt in dem Gebiet, in welchem hauptsächlich Kroaten und Slowenen wohnen. Dieser Schritt der Zagreber Bank ist gewiß sehr zw begrüßen und es erscheint als wünschenswert, daß auch andere kroatische Geldinstitute sich für das amerikanische Geschäft interessieren, da in letzter Zeit von kleineren Banken sehr viel Mißbrauch bei den Dollarüberweisungen getrieben wurde. Außerdem wäre dies auch deshalb von Bedeutung, weil die meisten unserer Auswanderer ' bei Dollarüberweisungen bisher dem Wiener Bankverein ansgeliefert waren und weil der Dollarzufluß nicht zur Gänze zu- -i grmsten der kroatischen Nationalwirtschaft ausgenützt werden konnte, da der größte Teil dieser Dollare in Wien und Paris umgewechselt purde. Kongreß der Schntzaktion für Kronenwerte. In dem am 15. d. stattgefundenen Kongreß der Schntzaktion wurde folgende Resolution beschlossen: Die im Alten Rathause in Wien am 16. Juli 1923 versammelten Delegierten der Besitzer von Kronenwerten aller Bundesländer -Oesterreichs erklären an voller Anerkennung der großen Verdienste des Bundeskanzlers Herrn Dr. Seipel um die Stabilisierung der -Krone, alle karitativen Lösungsversuche der Aufwertung der Kronenwerte ans das entschiedenste abzulehneu. Die Besitzer von alten Kronenwerteu sind keine Bettler, sondern fordernde Gläubiger. Auf ihrer Seite steht unzweifelhaft das Recht nach Sinn, Wortlaut und Entstehungsgeschichte des allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches. Die Opfer der Geldentwertung werden für ihr Recht bis zum letzten Atemzug kämpfen. Sie fordern daher zunächst -die Annahme des Antrages über die Sistierung der Bezahlung vou auff Kronen lautenden alten Wertpapieren und sonstigen Kronenforderungen in entwerteten Papierkronen noch 'in dieser Session. Die sprechen sich auch dagegen aus, daß einzelne Kategorien von Opfern dev Geldentwertung besonders behandelt werden. Sie fordern, daß das Gesetz über Einführung einer Ausgle-ichsabgabe und über die "Einlösung der Vorkriegskronenwerte unter Annahme dev im Zalinanschen Gesetzentwurf enthaltenen Grundsätze bis längstens 16. September 1923 erledigt werde. Die Annahme des Gesetzes über die Sistierung der Zahlung von Goldkronenfordevnngen in Papierkronen wird als erster Beweis des ernsten Willens des Nationalraves angesehen werden, die Lösung des überaus schwierigen und wichtigen Problems, in Angriff zu nehmen. Sollten die politischen Parteien diese Forderungen nicht erfüllen, so werden die Opfer der Geldentwertung anläßlich der nächsten Wahlen solche-Männer und Frauen wählen, die ihren berechtigten Forderungen das richtige Verständnis entgegenbringen werden, und es nie vergessen, daß die Mitglieder des Nationalrates ihren Wählern verantwortlich sind. Der Todesritt der ruffische» verstaatlichten Industrie. Die Sowjetregierung sah sich ve^mlaßt, die Entstaatlichung eines großen Teiles der Jndustrieunternehmunaen ins Auge zu fasse:?. Dieser: Entschluß der Sowjetvegierung motivierte der Präsident des Obersten Volkswirtschaftsrates, Rykow, in der dieser Frage gewidmeten Sitzrmg der Ökonomischen Sektion des Zentralexekutivausschusses in folgenden Ausführungen: Die systemlose Kreditierung der Industrie und die Nnwirtschaftlichkeit der' staatlicher: Verwaltungsorgane waren von unheilsamen Folgen für das gesamte Wirtschaftsleben der Republik begleitet. Um sich eine Kompensation zu. schaffen, dabei aber eine weitere Inanspruchnahme der Notenpresse zu vernreiden, hatte sich die Sowjetregieruug au,f die Einführung hoher Steuern verlegt, ein Versuch, welcher leider vollständig mißglückte. Die hohen Steuern überstiegen das Leistungsvermögen der Bevölkemng und drückten auch aus die um de:: Rest der verfügbaren Mittel gebrachte Industrie. Zumal man 'sich nach der Heranziehung des Privatkapitals für Jndustriezwecke viel zu spät orientierte. Da die Negierung außerstande ist, dem Bergbau und der Metallindustrie eine weitere ausgiebigere Hilfe zu gewähren, eilt unsere schwere Industrie in gigantischen Schritten dem Krach» entgegen. Die Produktion nimmt ab, es besteht keine Möglichkeit, die nötigen Produktionsinittel oder sei es nur das Heizmaterial zu beschaffen, geschweige denn an die Erneuerung des technischen Inventars zu denken, der Gärungsprozeß unter der Arbeiterschaft wächst. Dir unverhältnismäßig erhöhten Auslagen in den wichtigsten Zweigen der Industrie, ihve riesenhafte Verschuldung, welche in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres den Betrag von 83 Millionen Goldrubel überstieg, neben» der Aussichtslosigkeit, unserer Industrie aus den versiegenden staatlichen Hilfsquellen, zu Helsen, veranlassen uns, bei aller Wahrung der Kontrollrechte des Sowjetstaates uns auf den Wog der Entstaatlichung einer Reihe von Unternchmuugen der schweren Industrie zu begeben. Eine Prosrssorenbank. Aus A g t a m wird geschrieben: Auch von seiten unserer Professoren soll nun eine Bank gegründet werden, aber nicht zu Spekulationszwecken. Auf dem vor einigen Tagen abgehaltenen Professorenkongreß wurde die Frage der Herausgabe von Schulbüchern erörtert. Schriftsteller derartiger Werke machen sich mit aufopfernder Tätigkeit ans Werk und werden dann von ihren Verlegern mit einem lächerlich geringen Honorar..bezahlt. Professor Markovic, der über diese Frage referierte, hat vorgeschlagen, daß die Professoren diese Arbeit selber in die Hand nehmen sollen, das heißt, daß sio selbst den Druck und Vertrieb der Schulbücher besorgen. Dazu ist natürlich größeres Kapital nötig, daher zeigt sich die Notwendigkeit einer Bank, deren Aktie:: ausschließlich im Besitz der Professoren sein müßten. Nach kurzer' Debatte wurde der Vorschlag angenommen. . . Gewerbescheine sind stempelsrei. Der Hauptverband der österreichischen Kaufmannschaft teilt mit, daß Gewerbescheine, welche aus Grund der Anmeldung eines freien oder handwerksmäßigen Gewerbes ausgefertigt werden, stempelftei sind. Die Mindestbezüge der Handelsakbeiter im Monat Jnli 1923. Die Generalversammlung vom 27. d. har beschloffen, die wöchentlichen Minrdestlöhrre der Handelsarbeiter ab 2. d., erstmalig auszahlbar an: 7. d./wie folgt zu erhöhen: Für Arbeiter und Arbeiterinnen bis zum vollendeten 17. Lebensjahre 94.359 Kronen, für männliche Arbeiiter unter 22 Jahren 164.335 K., für-männliche Arbeiter über 22 Jahre 224.106 K., für weibliche Arbeiter unter 22 Jahren 117.952 K., für weibliche Arbeiter über 22 Jahre 153.836 K., Zehrgeld 5897 K. Die seit den: 2. d. ausgelaufenen 'Lohndisferenen sind ehestens auszuzahlen. Auf diese Lohnsätze wirkt in der Folge die gleitende Zulage. Die paritätische Komnrission des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft hat die Veränderung der Lebenshaltimgskosten gegenüber dem Monat Juni 1923 mit 5 Prozent minus festgesetzt. Die wöchentlichen Mndestlöhne der Handrlsarbeiter -beiragen demnach ab 23. d., . erstmalig -auszaihlbar Samstag den 28. d., für Arbeiter und Arbeiterinnen bis zum vollendeten 17. Lebensjahre 89.641 K., für männliche Arbeiter unter 22 Jahren 146.668 K., für männliche Arbeiter -über 22 Jahre 212.901 K., für weibliche Arbeiter unter 22 Jahren 112.084 K., für weibliche Arbeiter über 22 Jahre 146.668. K., Zehrgeld 6602 K. Priv. Lsterr.-ungar. Staatseisenbahn-Äesellschaft. Der Verwaltungsrat der ■ Staatseisenbahn-Gesellschaft hat von der ihm in der ordentlichen Generalversammlung der Aktionäre der genannten Gesellschaft vom 9. d. erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und 258.274 Stück neue Aktien mit Dividendenberechtiguug ab 1. Jänner 1923 an ein Syndikat begegben, dem auch hervorragende Banken und Firmen der Nationalstaaten angehören. (Entgeltlich.) Allgemeine österreichische Bodenkeditanftalt. In der gestern unter dem Vorsitz' dies Präsidenten Dr. Rudolf S4eg- 18. p 1923 Nr. WA hart abgehaltenen außerordentlichen Generawersammlnntz der B o d e n k r e d i t a n st a l t wrrriden. die vor: der Verwaltung beantragten Aenderungey der Artikel 46, 61 und 69 der aesellschaftlicherr Statuten nach längeren Ausführungen des Vorsitzenden, in welchen er die Vorschläge der Verwaltung ou&» ührlich .begründete, einstimmig angenommen. (Entgeltlich.) , Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Movgenzeitmdg".) Der Chemikalienmarkt in Deutschland, war gut belebt und bei geringem Angebot herrschte stärke Nachfrage'nach fast allen Produkten. Die weiteren Erhöhungen aller Favrikspreise konnten auf die Marktpreise nicht ganz ohne Wirkung bleiben. Zeitweise staute das Geschäft unter Einwirkung der Markbesserung im Auslande wieder ab, die Preise gaben etwas nach,, und man nahm allgemein eine abwartende'Haltung ein. Das Exportgeschäft war nach wie -vor sÄl, da das Ausland die Preise ständig zu drücken sucht. Am hiesigen Platze ivar das Ausgebot äußerst geringfügig : 1 Nachfrage machte sich geltend nach Weinsteinsänre, Glaubersalz und kohlensaurer: Kalk. Abgeschlossen lvnrdo Weiusteinsäure flach, kristallisiert zu 49.000 K. ab Wien. Ausgebotenwurden Aetzkali 80/82 zu 12.500 K. ab Men, Alaun in Stücken zu 3950 K. verzollt ab Wie::, Bleiglätte zu 10.300 K., Bleiweiß chemisch rein zu 12.800 K., Bleizncker kristallisiert zu 16.200 K., Chromkali zu 19.000 5k. transit Wien, Gummi Cord, zu 22.500 K., inländisches Harz dunkel zu 5000 K., Kupfervitriol 98/99 zu 8000 K. Wien, Minium Bleiberger zu 10.900 K., Oxalsäure zu 16.300 K., Stearin in Tafeln zu 20.800 K. Oele und Fette verzeichneten in den meisten Gattungen unveränderte Haltung, nur Sesamöl I. Preffung ist um 500 K. billiger und notiert 21.000 K., Agmispeiseöl wurde um 400 K. billiger zu 17.600 K. ausgeboten. Kolonialwaren hatten mäßiges Geschäft in Kaffee, Tee, Gewürzen und Reis. Amerikanischer Kakao (in Fässern ü 100 Kilogramm) verwohlfeilte sich um 2000 K. auf 23.000 K., Zucker tendierte schwächer, tschechischer ließ um 7T/* Punkte nach, sowohl Kristall und Würfel notieren prompt einheitlich 4.62 Vg tschech. K., pro Oktober—Dezember lauten die Noüeruugen für Kristall 3.15 tschech. K., Würfel 3.40 tschech. K. in Ganzwaggon ab Grenze. Ab Lager Wien ließ Kristall um 200 5k. nach und notiert 12.650 K., Würfel um 250 K. und notiert 12.650 K. Gezuckerte Kondensmilch pro 14 Unzen-Dosen I. Marke notiert 7200 K., ungezuckerte pro Dose (16 Unzen-Dosen) 7000 K. (- 600 K.). Zum äff endlichen Verkaufe gelangen an» 19. d., 11 Uhr, 3 Bezinaggregate und diverse Autozugehör- Materialien, um l/4i2 Uhr 15.000 Kilogramm weiße Holzpappe in Warschau lagernd, am 20. d,, V»1 Wr, 200 Kisten Corned Bees und zum exekutiven Perkaufe tschechischer, Würfelzucker. BiehmöMe in St. Man. (Eigenbericht der „Wiener MorgenseiAmg".) Bor st envieh markt. Der Austrieb belief sich aus 4664 Schweine, darunter 1377 Fleisch- und 3287 Fettschweine Außerdem wurden noch 481 Schweine angemeldet, die erst am Donnerstag einlangen. Der Provenienz nach waren 141 bt<* ländische. 476 ungarische, 2952 jugoslawische, 69 dänische und 926 holländische. Angesichts der fortwährenden Stagnation aus dem Fettmarkte war der Verkehr in Fettschweinen äußerst schwierig. Gegenüber der Vorwoche sind die Preise neuerlich um 2000 K. pro Kilogramm zurückgegangen. Fleischschweine begannen zwar relativ lebhafter, erlitten aber gleichfalls einen Rückgang von 2000 K. pro Kilogramm. ES notierten: Fettschweine je nach Qualität 19.000 bis 22.000 K., exttem 22.600 K., Fleischschweine 21.000 bis 26.000 K. (25.600 K.) pro KUogramm Lebendgewicht Pferdemarkt. Zrrm gestrigen Märkte wnrdev 146 Schlächter- Md 259 Gebrauchspferde gebracht. Es notierten: Zugpferde leichte 3,500.000 bis 5,600.000 K.. schwere 7,000.000 bis 13,000.000 K., Kutschpferde 5,000.080 bis 8,000.000 K., Pferde für Schlachtzwecke 4500 bis 9500 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. Verkehr lebhaft. > , Prager Börse. Prag, 47. IM. Obwohl sich das Goschaft <m -der heriüvgen Börse wesentlich r-uhiger Mst-a-ltete, -war die Grumdtendenz im -großen lun-d ganzen doch ziemlich fest. Bsmor-kenAvert waren die Sbeige-r-ungen der Wiener Bankpapiere. in denen nicht einmal bei Von erhöhten Kursen' genügend Ware vorhanden war- Die Steigerungen ^betrugen fast dmchwegs 10 "bis 20 Prozent; schwächer lagen nur UnioNbank-Mien. Don den heimischen Banken waren Böhmische älnionbarck-Äktlen ferst, die übrigen unverändert oder etwas schwächer. Von Transportuntevnchinen verloren NoEahn-Aktien 100 K. Aus -dem J-ichustrie-Aktienmarkte überwogen die Wschwächungen. Anilagewerten waren weiterhin fest. In Stadtu-Nd Landes-Änleihen kam es wegen Warenmangol zu keinen Notierungen. Auf derm Exotennvarkt öonzentrierte sich das Hauptgeschäft tmedär auf die gestern neu eingeführten Sellrer Bellot -Mtien, die gegen, 5V Prozent gewannen, jedoch .Mr >in kleinen Posten zugetei.lt wurden. Die Schlnßtendenz war behauptet. 0 Schlußkurs e: Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franke» Böhm. Unionbank 415.-, Böhm. ESkomptebank 406.-. Böhm. Jnduftrialbank 468.—, ZivnostenSka Banka 411.60, Anglobank 154.—, Oesterr. Kredit 195.—, Wiener Unionbaul 248.—, Wiener Bankverein 149.—, Buschtiehrader Effenbähv Lit. A 570.-, Lit. B 214.-, Ferdinands-Nordbahn 7400.-, Prag-Duxer 198.—, Aussig-Teplitzer Eisenbahn/ 1305.— Nestomitzer Zuckerindnstrie 1466.—, Vereinigte Elektrizität Wie» 186.—, Brosche 1246.—, Kolimr Spiritus 1125.—, Königshofe, Zement 1010.—, Brettfeld-Danek 489.—, Ringhoffer 745.—, Simmeringer 139.—, Rothkosteletzer Textil 328.—, Alpin» Montan 421.-, Poldihütte 630.-, Prager Eisen 1085.—, Oesterr Berg u. Hütten 2226.—, Skoda 547.—, Jnwald 590.—. Budapest« Börse. Budapest, 17. Juli. Infolge -des längeren Au-sfalbcs de: Börse -kamen die Banken -und Kommissionären fehr viele Kauf» auftrüge zu, so -daß die heutige Börse i-n fester St-inrmurrg eröffnete. Die schweren Werte Weben zwar in: Vergleich -zum rlehten Schluß größtenteils -unverändert (aiusgerrommen dis Zuckerwerte, die eine löprozent-ige Kurssteigerung erzielten), doch die nmtleren und kleineren Papiere vermochten -ihre:' Kurs wesentlich zu verbessern. Arbitragewevbe lagen -bchauptet Auf Wiener: iMeldungen waren die 'beiden iKvedit-Nktien sehr fest. In Ersen- und Bomkwerten ^betrugen die tKürsstvigemugen ÄurchschnltMch 30 vis 40 Prozent und darüber. 5O-ie /Schluß-' teüdenz war behauptet, der BerEehr lebhaft uiud die Stimmung freundlich. , Schluß! urse: Ung. Kredit 282.000.—, Oesterr. Kredi' 96.500.—, Britisch-Ung. Bank 89.000.-, Salgo Kohlen 328.000.- Nimamuranyer —, Südbahn 59.000.—, Staatsbahi 266.000.—, Gran-Szaszvarer 230.000.—, Oberungarische Köhler 800.000.-, Drasche-Ztegel 130.000.-, Ungarische All». Kohle» 1,025.000.-, Urikany Kohlen 670.000, Adria 860.000.- Clotilde chem. Fabrik 73.000—, Ung. Eisenbchnverkeh« 12.600— Anglobank Verein. Holz 24.000, KoSurg 85.000.— Spodtnm IW^OOO.

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