Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1591 (18.7.1923)
- Date
- 1923-07-18
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1514 Witz«, Mittwoch Wiener: Morgenzeitung. 13. Juli 1923 Seite L deutschen Diadem gemacht hat. Aus. den Worten Hitlers wird kkgr, ,daß beide, Hitler -m-nd die bayrische Regie- ] «mg,'immer'zusammen arbeiteten, und ddßsie vor-der'I Oeffentlichkeit eine wohleinstudierte Komödie aufst'rhrten, wenn sie einander nach guter bayrischer-Sitte- Grobheiten an den Kopf lvarfen. Man hat aus dem Prozeß gegen Fuchs und Munk allerlei erfahren, was den gewesenen Ministerpräsidenten Kahr und den gewesenen Polizeipräsidenten P öhner sehr schwer belastete. Aus dem. verbissenen Geschrei Hitlers ergibt sich MN, daß die Beziehungen der Hakenkreuzler zu den' offiziellen Stellen auch über die Amtszeit dieser beiden Genannten hinaus fovtdauerten, und daß die nationalsozialistischen Sturmtrupps als Notpolizei ihre cinfchnliche und wohl auch gut bezahlte Stellung im bayrischen Verwaltungsdienst hatten. Ist es unter solchen Umstanden denkbar, daß die Berliner Zentralregievung, selbst wenn sie es wollte, gegen die Mörderbanden Vorgehen kann? Das Zentrum so rgan „Gdrmania" nennt den entkommenen Ehrhardt das „Haupt jener gemeingefährlichen V e r s ch w ö r e r g e s et l s ch a f t, die bei der Ermordung Erzbergers und Rathenaus ihre Hand im Spiele hatte", und'sagt weiter: JSM-e Befreiung Ehrhardts aus dem Gefängnisse IbeweD erneut die rege Tätigkeit der rechtsradikalen Verschwörer. Daß die Exissten« und die Umtriebe der Gehe imv er bände, Äe die Rechtspresse als harmlos zu verteidigen Pflegt, in Wirklichkeit eine Gefahr für den Bestand des Staates bedeuten, hat die Befreiung aus dem Leipziger.Gefängnis erneut bewiesen. Dieses Ereignis kann von unheilbaren balgen sein. Bei der geistigen Verfassung GhrhaMs ist mcht damit zu regnen, daß er seine wtedererlongte Freiheit dazu benützt, sich rrgenldwo in einem verborgenen Mnkol auszuruhen. Er wird sicher bald wieder den MitttÄpunkt allerlei rechtsradikaler Umtriche Älden und die Gefahr ist nicht abtzuweisen, daß aus den Resten deutschvölkischer Berschwörerbanden. neues Leben erblüht. Für die innere Lage Deutschlands bedeutet die zu erwartende Wiederaufnahme der Ehrhardtschen Tätigkeit, und fei es'auch vom AuÄande ans, eine schwere Belastu n g. 'In diesem AugenWick, in dem alle Kräfte für den nationalen Daseinskampf angespannt werden müssen, ist die Flucht Ehrhardts ein Verhängnis, das die schwersten Felgen nach sich ziehen kann. Auf der einen Seite lauern die Kommunist en auf den günstigen Augenblick, um Losyuschlagen, und die «Rechtsradikalen, ihrerseits jschnen den Moment herbei, wo sie das Erbe der kommunisti- Wen Wühlarbeit antveten können. Die zur Wahrung der offeEchen Ordnung berufenen Stellen haben bei dieser Lage dre doppelte Wicht, mit Anftnerksamkeit die rechts- und tliuksvamkale W a h n s i n n s a r b e i t zu verfolgen. Trotz allen Geschreis, der sogenannten nationalen Presse dürfen sie sich mcht davon rbhMen lassen, die Gesetze rücksichtslos gegen die Störer der Ordnung und die Verschwöret - geigen dre Sicherheit des Staates arMwenjden." . Der „Vorwärts" teilt die Abschrift eines „Befehls" mit, den Roßbach aus der Unterfuchungshä ft am 26. April 1923 an seine „Tuwerschasten" gevichtet haben soll. In diesem 'Briefe ermahnt Roßbach seine Spießgesellen zur Wachsamkett g e g enden Feind in Berlin. Offener kann man nicht mehr sprechen und offener kann sich das Zusammenspie't der Verschwörer mit jenen Organen nicht mehr zeigen, die von Amts wegen damit betraut sind, über die Ruhe und Mchevhett des Staates zu wachen. Das ganze öffenbiche Leben Deutschlands steht unter dem Terror einer im geheimen wirkenden Gesellschaft, deren Angehörige von jedem Kind beim Namen genannt werden. Aber da ihre Verbindungen das ganze Reich mit einem Netz der pMtifchen Erpressung und der gomoingefährlichen Drohung überzogen haben, wagt es keine Regierung, die Häupter dieser Gesellschaft zu fassen und ihntzn das Handwerk zu legen. Hin und wieder sperrt man einen Schriftleiter ein, um ihn dann wieder frei zu lassen, hin und wieder verfängt sich ein subalterner Mörder m die Maschen des Gesetzes (es geschieht ihm nicht viel), aber die Hochadeligen, die Prinzen, die Mavschälle und die aus diesem Sumpf so.herrlich lebenden Jobber bleiben uickelästigt, well ihnen ein Heer von Bravos zur Verfügung steht und blind gehorcht. Deutschland ist ans dein Wege Ungarns gelangt. , Hakeukeuzler und Polizei. München, 16. Juli. Samstag abends gaben die NMonalfoAvalisten ein Flugblatt heraus,. welches hetzerische Angriffe gegen die bayrische Regierung und eine aufgeibmlfchte Darstellung des Zusammenstoßes in der Aruulfstraße enthielt. Wegen dieser Angriffe gegen die bayrische Regierung wurde das Flugblatt konfisziert, ebenso das Papteiorgau, „Der völkische Beob achter", das auf acht Tage verboten wurde. Für ldas Veralten der Nationalsozialisten ist es be zeichnend, daß einer ihrer Leute zu einem Polizeiorgan sagte: ,/6is heute haben wir die Polizei äuständig behandelt, aber von jetzt ab wird es anders werden." Im übrigen ist der Tag gestern wie heute ruhig verlaufen. Versammlung der Wiener 'Nisrachi eine Äi^pvache. Die .HuWigung tausender Männer.und Fvamn^Me in dem ehrwürdigen <Äveis den' alten Glänz der Hohepriester: lviederzue-rkenuen'glaübten,- machte' einen gewaltigen Eindruck. -Obervabbiner Kolonel Jakob M e i r, früher Rabbiner der Judengemeinde in Saloniki, lebt schon feit vielen Jahren in Jerusalem, und so ist es zu erklären, daß er, die Aufbauarbeit des neuen Jischuw mitansehend, ein begeisterter Anhänger des Zionismus wurde. Es ist dies Wohl der beste Beweis gegen die Anschuldigungen, , -welche von übelgesinnten Führern der Trennuingsorthodoxie gegen die zionistische Arbeit in Palästina vorgöbracht worden sind. - Wenn .man den greifen.Rabbiner sprechen hört, so begreift man die flammende Begeisterung, welche er auf seine Zuhörer überträgt, indem er das Wirken für den Aufbau der Mischen Heimstätte Äs wichtigste Mgiöse Aufgabe jedes Juden erklärt. Aus einem Gespräch geben wir cmszügMeife die bedeutsamen Erklärungen Obervabbiner Me-irs, der/Wohl auch durch seine Stellung als geistliches Oberhaupt des heiligen Landes als bedeutendste Autorität für alle rÄigiösen 'Juden gellen muß. Obervabbiner Met-r schilderte die Wichtigkeit der religiösen Institutionen -in Palästina und meinte: „Es nützt nichts, in den Ländern her» Zerstreuung über Irreligiosität der neuen Einwohner des Mischen Palästina zu klagen, wo man doch die Mittel "hätte, auf 'dem Boden des heMgen Landes große jüdische Massen, die in der Galuch ganz bestimmt vom Judentum abfallen würden, Mrückgugewirmen, Wenn irgendwo, so ist in Erez Israel der Ort, wo alle Juden religiös gemacht werden können. Nur um ein Beispiel zu erwähnen, besteht -ja in Palästina eine Gerichtsbarkeit nach' dem jüdischen Gesetze und also auch die gesetzliche Gewalt, um das Wesentlichste unseres Glaubens, die Gesetzesvorschriften, allgemein durWtsühven. Für die aschkermsifche und sephürdifche Gemeinde besteht ein gemeinsames Tribunal, wo gleiches Recht für alle in: Geiste der Thora gesprochen wird. Die Ätnnsasfigen Mischen Einwohner Palästinas sind bekanntlich gesetzestren und es wird kmurr großen Anstrengung bedürfen, auch die Neneinwandernden. in diesem Geiste zu erziehen. Das einzige Mittel dazu -ist allerdings die Unterstützung des PalästmwÄSerkes idnrch die gesetzestreuen Juden in der Galuth. Bei uns spricht man nicht bloß von den Mzwoth, man tut sie und das muß 'die Orthodoxie in der jüdischen Diaspora davon überzeugen, daß es eine Bedingung der uichtscheinheiligen Frömmigkeit ist, dem jüdischen.Werke im heiligen Lande zur Vollendung zu verhelfen. In diesem Sinne wirkt die Mas rachi. Sie kann aber nur mit Hilfe der G e s a m t h e i t der thoratvmtzn Juden ihren religiösen -Zielen.in der Mischen Heimstätte Nachkommen. - . Gin großer Teil, der. Orthodoxie glaubt sich: durch fadenscheinige Einwendungen der Mitarbeit - entziehen zu können. Die religiösen, kulturellen EinrichtiMgenndes jüdischen Palästina werden von ihnen nicht unterstützt. Wer soll denn in Palästina für fabc Einhaltung des Sabbat und der übrigen Gebote sorgen, wenn nicht die gesetzestveuen JuVen? Die aber sprechen bloß. Erscheinungen wie die A g ndas Jifroel sind ein Irr tu m, der für das ganze Volk verhängnisvoll werden kann. Wenn wir Palästina religiös -haben wollen, so müssen wir-es religiös machen und daran hindert , uns ja nichts. Darum hoffen wir fest, daß die Zeit zu dämmern beginnt, wo alle ftommen Jrwen sich einigen zur Vollbringung der großen Aufgabe im heiligen Lande. Als -bedeutsames Vorzeichen hierfür betrachte ich den Plan der Erweiterung der Jewifh Agency, . jener Körperschaft, -welche für den Aufbau richtunggebend werden soll. Daran teitzunehmeu ist ein R e ch t aller Juden, da ja Palästina dem gesamten jüdischen Volk und nicht nur einzelnen Gruppen gegeben wurde. Dieses Recht aber Laut sich auf Pflichten ans, die für jeden religiösen Juden heilig sein müssen. Die Erwerbung' des Boddens Palästina, die Erhaltung der religöfen Institutionen, der Schulen dort, sind heilige Pflichten. Wer >würde sich ihnen entziehen? Es ist ganz gewiß, 'daß das gesamte jüdische Volk seinen Teil an dieser heiligen Arbeit fordern wird und dazu ist zweifellos die Erweiterung der Jewifh Agency ein Mittel. , In tief bewegten Worten gedächte noch Qberrabbiner Meir der schauerlichen Lage der Juden in der Verbannung -im Osten Europas und auch in Persi en, von wo infolge der Judenverfolgungen in der letzten Zeit eine lebhafte Einwanderung nach Palästina einsetzte. Wohl keiner, der den greifen- Rabbiner -spreä-en hört, würde daran zwei fein, daß die Vernachlässigung der Pflicht, an dem Wiederaufbau Palästinas mitzuarbeiten, für jeden Juden glerchbedmtend mit einem Selbstmord ist. Wenn man -bedenkt, wie viel Menschenleben dem Moloch der Galuth. in den letzten Jahren zum Opfer gefallen sind, sollte man glauben, daß diese Erkenntnis weiten-Kreisen des jüdischen Volkes nicht noch erst beigebracht werden Mvß. tow. Sestemich. Eine Unterredung. Der Chef des Rabbinatskollegiums für Palästina, der gleichzeitig Obervabbiner der Jerusalender Sophardengemeinde ist, weilte auf der Durchreise nach Karlsbäd mit mehreren anderen bedeutenden Persönlichkeiten, wie denr Obemvbbinev von Kairo' und mehreren 'Mitgliedern der Jevusalemer ExMtive der ,Misrachi", in Wien. Er hielt vor kurzem, von großtzn Menschenmassen begrüßt, in einer k M Konferenz von Sinaia. Bukarest, 17. Juli. (Orintt-Radio.) Wie die Blätter -»neiden, tverden tm der Konferenz von S i n a i a bloß die Vertreter der drei Staaten der Kleinen Entente teilnehmen. Indessen werden die Kabinette von Athen und Warschau über die'Beratungen auf dem Lausenden gehalten werden. Die Konferenz dürfte drei Tage dauern. Eine tzrspamnsrlommisston in den Liindem Gegenwärtig nimmt eine staatliche Kommission, der anck ein Vertreter des Ersparungskommissärs angchört, eine Prüfung aller Amtsräunre in den Städtm Linz, Stechr, Welt und Ried vor, um in diesen größten Städten'Obervsterreicht dnrch ZusammenlegMg aller Bundesämter in siaatseigenev Gebäuden die Grundsätze der äußersten. Oekonomie m de» Unterbringung von- Staatsämtern zur Geltung zu bringen uut für den Wchnnngsmarkt Wohnungen frei zu machen. Ser Handelsvertrag mit Frankreich. -Wie die Korrespondenz Hevwei erfährt, wurde sofor» nach der parlamentarischen Erledigung des HandelsvertrageZ mit Frankreich im Natiom-alrate und im Bundesrate die fr an« zösische Regierung in Paris auf direktem Wege von -der Ge» n-chmigung dieses Vertrages seitens uus-erer parlamentarischen Körperschaften in Kenntnis,gchetzt. Nach .Wlauf der achttägigen JnformatEssrift stritt - der ^Handelsvertrag am Sonntag den W. d. in Kraft. «achschnlmgrknrfe für Arbeitslose. Amtlich wird mit geteilt: Montag den 16. d. wurden beim GewerLeförderuNgsambe sechs von der Jndusttiellen Bezirkskommiss-tvn Wien veranstaltete Kurse zur Nach schul u u g von Arbeitslosen -mit ISO Teilnehmern eröffnet, und zwar vier Kurse zur weiteren Ausbildung von Mechanikern, Drehern und Schlossern, zwei für Baunnd AMellischver. Diese Kurse sollen einerseits dem auch während der jetzigen Krise stark fühlbar gewordenen Mangel an qualifizierten Kräften abhe-lfen, andererseits aber jugeMichen Arbeitslosen, welche infolge der seinerzeitigen schlechteren Ausbildung während des' Krieges oft mehr als ein Jahr hindurch arbeitslos bleiben, die Möglichkeit der Rückkehr in das Wirtschaftsleben erleichtern.. tzrhShlmg der Taxen für Apothekerlonressionen. In der gesttigen Sitzung des Nattonalrates hat die Regierung einen Gesetzentwurf cingebracht, welcher zu den bisher vorgeschrielbenen Taxen zu der Erteilung von Apochokerkonzessionen Zuschläge einMvt. Die Taxen bewegten sich bisher in der Höhe von 1000 bis 5000 Kronen. Infolge der Gekdelvtwertung erscheinen diese Ansätze als unzulänglich. Die Vorlage verlangt bei neu zu errichtenden Apotheken eine Erhöhung um 10 Prozent, bei sonstigen Kontzessionsverleihungen eine solche um 20 Prozent jenes Betrages, der sich bei der Um-» rechnung -der Taxe von Goldkronen auf Papierkronen ergibt. Re neuen PostgMhren. Der offizielle Voranschlag über die neuen Tarife im JnlanÄveikehr - ficht folgende Echöhungen vor: - Briefgrundgebühr bis.20 Gramm im Lokalverkehr von WO auf 600 K.,> im Fernverkehr von 100 auf 600 K., so daß das Briefporto im Lokal- und Fernverlchr nnnmchr einheitlich festgestellt wird. - Postkarten von 200 Ms 300 K. Einschreibegebühr von 640 auf 1000 K. Briestvertgebühr für je 240.000 K. Von 400 auf 7000 K. , Drucksachen, nicht sperrige, bis 50 Gramm von 80 auf 100 K., sperrige von 100 auf 200 K. Blinde Drucksachen für je 600 Granvm von 4 auf 10 K. Geischästspapiere, nicht sperrige, bis 250 Gramm von 400 auf 600 K., sperrige von 800 aitif 1(200 K. Warenproben bis 250 Gramm von 400 auf 600 K-, bis 560 Gramm von 800 auf 1209 K. Im Paketberkchr werden die Gebühren folgendermaßen erhöht: Bis 1 Kilogranrm von 1600 auf 2400 K., bis 5 Kilo, gramm (76 Kilometer) von 2200 auf 5000 K., (150 Kilometer) von 4000 auf 6000 K., (376 Kilometer) von 5200 auf 8000 K., (Wer 376 Kilometer) von 6400 auf 10.000 K. Die neuen 20- Kilogramm-PaletgeWhren sind folgende: Bis 76 Kilometer 20.M K., bis 160 Kilometer 24.000 .K., bis 376 Kilometer 02.000 K., über 376 Kilometer 40.000 K. Paketwertgebühr für je 240.000 K. 700 K. AbfettigungsgMhr über 280.000 K. 3000 K., über 3-600M) K. 5000 K. Im Postanweisungsverkehr, sind die neuen Gebühren folgendermaßen festgestellt: Bis 50.000 K. 500 K., . bis 100.000 K. 1000 K., Vis 260.000 K. 2000 K., bis 500.000 K. 4000 K., bis 1M.OOO K. 6000 K., bis 1,600.000 K. 8000 K., bis 2M.OOO' K. 10.000 r".. 2/500.000 K. 12.000 K., bis 3,000.000 K. 14.000 K. Ungarn. Horthys Schlmdiustkz. Eine interessante Interpellation. Budapest, -17. Juli. (Del. der ,Mener Mvrg . In der Nationalversammlung erövtette heute im Laufe -er Jndemni-tätsdebattc Mg. G Yörk-i die Frage der R e ch: ssicherheit und zählte einzelne Fälle von Schandjustiz auf. So saß ein Mann zweieinhalb Jahre in m-ilitärischer Untetsuchnngshaft, mußte aber dann sreigel-asscn werden, weil nichts gegen -ihn dorlag. Statt auf freien Fuß gesetzt z» wer-- den, .kam er jedoch aus einige Monate.in das Schrlbhaus und von dort nach Zalaegerstzeg. Mes nur dechalv, weil er u rsch u ld i g befunden wurde. Der Richter S ch c ft a £ in BnLapest verurteilte einen Angeklagten, gegen den das Bdweisnlaterial zwar nicht einwandfrei: befunden wurde, der Richter jedoch die Schuld als gegeben annahm, und Mar mit der Begründung, daß der Angeklagte zur j ü d i s chen R a j s c' gehöre, daher besttmmt schuldig sei. Ein Oberstuhlrichter ließ einen armen Inden abschie ben, mü der Begründung, daß dessen-BernfiJude ist, der Mann daher eine Gefahr für das. Land bilde. Die Gerichte bringen grunldtverschiedrlw Regenmfintel . K 125.000Ifigroii Leinenwaren, Waschwaren J* “' In Stoffe, Wäsche, sehr billig ||9ilS II., Taborstraße 48 Telenhon 47-1-79 En »ros. En c?Qta5|