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Wiener Morgenzeitung · 1923-07-13 · Heft 1586 (13.7.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1586 (13.7.1923)
Date
1923-07-13
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Veite 8 _Mtt, Keertay öeanspmchten die Dividenden 78,6 Prozent, bei der: Gummiwerken nur 27,8 Prozent dos Reingewinnes, während der Anteil der Reserven zwischen 20 Prozent bei der Oel- und Textilmdnstrie und mrr 4,4 Prozent bei der Tabakindrrstrie differiert. Die Stimmung in Finanzkreisen. Die Stimmung lvar gestern ruhig. Die Taxationen bewegten sich ungefähr um die vorgestrigen Kurse der führenden Bank- und Industviepapiere der Kulisse: bei einzelnen unbedeutend niedriger, bei anderen, wie den ungarischen Werten, etwas höher. Die meisten Petroleumpapiere des Schrankens waren augeboten. Von den Cifenbahnwerten waren Südbahupviorttäten und Sta^tsbahnaktien zum gestrigen Schlnßkurse angeboten. Auch R>ima-Wtttranyer-Mien wurden niedriger taxiert, während Salgo-Tarjaner eine nach austvärts strebende Tenheng eiuschilugen. Das stürmische Kaufinteresse für Alpine, das an der gestrigen Börse zutage trat, konnte im heutigen Privatverkehr nicht beobachtet werden. Sitzverlegung österreichischer Petroleumgesellschasten. Einige österreichische Petrokleumgvsellschafieu sollen die Absicht haben, ihren Sitz von Oesterreich nach Polen zu verlegen. Als Ursache ihrer Auswanderungsabsicht gelben sie unverhüllt die jetzt gehandhabte Praxis der österreichischen Behörden bei Kapitalsvermehrrmgen an. Sie erklären, dadurch in der Vorrahme der für ihre Unternehmungen notwendigen Kap'talstränsaktionen insbesondere bei Kapitalsvermehrungen behindert zu sein. Sie sind mit der fixierten Höhe des Begebungskurses nicht einverstanden und fühlen sich auch sonst in ihrer Bewegungsfreiheit beschränkt. Sie haben trotz den von den einzelnen Nationalstaaten an sie gelangten dringenden Aufforderungen, ihre Unternehmungen in den betreffenden Staaten °.;u nostriffzieren, dies dennoch nicht getan und an Wien als Verwaltungssitz festgehalten. Sie taten dies weniger in rein wirtschaftlicher Absicht, alH vielmehr aus Vorliebe für den ' Wiener Platz und in der Hoffnung, hier in ihrem Wirken nicht allzu großen Beschränkungen zu unterliegen. Angesichts der neuen Praxis der österreichischen Behörden sollen diese Motive für sie weg und sie sind nun geneigt, dem Drängen der Nationalstaaten nachzugeben. Der letzte Grund ihres Wiener Si-tzes, die Erreichung der Kotierung an der Wiener Börse, fällt nunmehr weg, da diese Kotierung schon längst erreicht ist und durchs ihre nunmehrige Sitzverlegung in dieser Hinsicht keine, für ihre Effekten ungünstigen Folgen zu erwarten find. Vorläufig sind diese Auswanderungsabsichten nicht weit über das vorberatende Stadium gedie'heü. Die Industrie für den Zolltarif. Der Hauptverbaud der Industrie hat sich heute an die Parteien mit dem Ersuchen gewendet, im Hinblicke darauf, daß durch die von der Obmänn'erkonserenz des Nationalratesbeschossene Verlängerung der Sessionsdauer die technischen Schwierigkeiten für die Verabschiedung der Zolltarisnovelle aus dem Wege geräumt erscheinen, für die rascheste Verabschiedung der Vorlage innerhalb des laufenden Sessionsabschnittes Vorsorge zu treffen. Der Hauptverband sieht sich zu diesem Schritte in letzter Stunde, durch die Erwägung veranlaßt, daß sehr bedenkliche Anzeichen für eine Verschärfung der bestehenden Industriekrise zu beobachten sind und daß eine völlige Vertagung der Revision des Zolltarises auf den Herbst ein Fortschreiten der Produktionseinschränkung und damit ein Anschwellen der Arbeitslosigkeit befürchten läßt. . .Ausfuhrverbot für Rohhäute in Polen. Die polnische Regierung hat. wie die „Narodny Listv" melden, die Ausfuhr von Rohhäuten, namentlich von Rinder-, Pferde- und Schaffellen, untersagt. Trostlose TvarrsportverhAtnisse in Rußland. In Moskau fand eine Koufereny, der Vertreter aller Transportzweige st-nt, in welcher seitens der Vertreter der Eisenbahnen e>'n sehr erheblicher Rückgang der Eisenbahntransporte feftgestellt wurde. Die teuren Eisenbahntarife, die Langwierigleit des Ladungs- und Beförderungsprozeffes und die hohen Verladungskosten veranlassen die «interessierten Kreise, sich immer mehr von der Eisenbahn ab- und der Warenbe-förderung mit Hisie von Zugtieren zuzuwenden. Die Vertreter der südwestlichen Eisenbahnen teilten mit, daß die Verwendung von Zugtieren vielfach auch zur Beförderung solcher Waren bevorzuch werde, die emer raschen Verwesung unterlreaen, nachdem diese Art des Transportes vielfach nicht nU'- billiger sei, sondern auch flotter vonstatten geht. Es sei die Erfahrung gemacht worden, daß infolge der Schwerfälligkeit des Verladunasapparates bei dieser Art Ware bis zur Entfernung von 250 Kilometer e'ne Zeitersparnis erzielt werde, während die Beförderung aller mit gewöhnlichen! Fuhrwerk beförderbaren Waren bis zur Entfernung von mehr als 350 Kilometer (z. B. von Nman nach Odessa) überdies bedeutend billiger zu stehen komme. Für manche Strecken belaufe sich die Kostenersparnis bis auf 50 Prozent. Deshalb werde die Beförderung mittels Fuhrwerk auch für Waren minderen Wertes, wie Kalk und Steine, angewandt. Das Sonderbarste ist. daß ungeachtet her dadurch verminderten Einnahmen die Eisenbahnverwaltung sich eher der Erreichung eines finanziellen Gleichgewichtes nähert, dies deshalb, weil die Abnahme der Aufträge sie von der dringenden Instandsetzung des ruinierten Transvortparkes befreit, während die übermäßig Hohen Tarife bei Waren, die infolge aroßer Entfernungen oder infolge ihrer Beschaffenheit auf die Beförderung durch -die Eisenbahn angewiesen flach, die verminderten Verladunas- und Transportko'ten eher bezahlt machen. Daß diese Art Ersparnis und die Rückkehr zu der, Zeit der Postkutsche und der Karawanen ein sicheres Zeichen des fortschrittlichen Unterganges der rnsfifchen Voblsiwirtschaft ist, versteht sich von selbst. Italien kauft die ungarischen Wollvorriite auf. Me wir erfahren, haben italienische Stoffabriken ihre Vertreter nach Ungarn geschickt, welche alle Schafwolle, d'e an ungarischen Märkten aufzutreiben ist. zusammenkaufen. Die Folge davon, ist. daß die Schaswollpreise rapid in die Whe gegangen sind. Für prima Schafwolle werden 4800 bis 5000 Kronen'bezahlt. Außerordentliche Generalversammlung der Verkehrsbank. Dem Beispiele anderer Institute folgend, beruft nunmehr auch die Verkehrsbank eine außerordentliche Generalversammlung, und zwar für Freitag den 27. d. ein, deren Zweck cs ist, die §§ 50 und 51 der gesellschaftlichen Statuten dahin abzuändern, daß Kapitalserhöhnugen und gewisse Statutenänderungen, für welche bisher eine Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmcn notwendig war, mit einfacher Stimmenmehrheit beschlossen werden können. Damit soll den wiederholt zutage getretenen Bestrebungen außenstehender Kreise, durch Aufkauf größerer Aktienpakete einen maßgebenden Einfluß auf die Bank und ihre Konzernindustrien zu gewinnen, in wirksamer Weise Einhalt geboten und eine günstige Fortentwicklung des Institutes und seiner Industrien, unberührt durch unvorhergesehene Beeinfluffnugen ermöglicht werden.' Bei dieser Gelegenheit soll die Generalversammlung eine Erhöhung des Aktienkapitals von 7 Milliarden auf 10,5 Milliarden Kronen beschließen. Tie Durchführung ist vorläufig nicht in Aussicht genommen, cs soll jedoch dem Verwaltungsrate die Möglichkeit eröffnet werden, von der beschlossenen Erhöhung zu einem ihm geeignet erscheinenden Zeitpunkte Gebrauch zu machen und die neu auszugebenden Aktien zur Gänze oder in Teilbeträgen nach Maßgabe wichtiger Gründe zu placieren,, insbesondere zu günstigen Bedingungen im Auslande unterzubringeu. Damit will 'die Bank dem großen Interesse des Auslandes für österreichische Bantwerte entgegenkommen und die Beteiligung der ihr befreundeten ausländischen Kapitalskreffe bei voller Wahrung ihres österreichischen Charakters fördern. (Entgeltlich.) Wiener MortzenzeMms. 13. IM 1923 Nr. 1580 Anlässlich des XIII. Zionistenkongresses welcher am 6. August 1923 in Karlsbad beginnt, erscheint im Rahmen unserer Hauptausgabe eine ■ KONGRESS AUSGABE der »Wiener Morgenzeitung1 Direkte» verlässliche und rascheste Berichterstattung wird es uns ermöglichen, unseren Lesern während der Dauer des Kongresses täglich früh eine genaue» ausführliche und zusammen« hängende Darstellung aller Verhandlungen und Vorgänge des vorangegangenen Kongresstages zu bieten. Infolge raschester Expedition werden alle Bezieher die Kongressausgabe der „Wiener Morgenzeitung1' vor allen anderen In Betracht kommenden Organen erhalten. Die Kongressausgabe wird 15 Nummern (vom 6. bis 19. August) umfassen. Als erste Nummer wird am 5. August, am Vortage desKongressbeginn£s, eine KONGRESS FESTNUMMER erscheinen, welche Beiträge zionistischer Führer über die Verhandlungsgegenstände des Kongresses und aktuelle zionistische Probleme enthalten wird, Für die Kongressausgabe werden Sonderabonnements zu folgenden Preisen entgegengenommen: Oesterreich: K 15.000 Italien: Lire 5 Deutschi.: Mk.20.900 Amerika: Dollar 0.25 Jugoslawien - Dinar 20 Frankr. u. Belg.: Frcs.4 Tschech-Slow.: Kc 10 Rumänien: Lei 40 Polen:poln.Mk.15.000 Bulgarien: Lewa 30 Holland: holl. fl. 0.75 Schweiz u. d. übrige England: sh. 1.50 Ausland: Frcs. 1.20 Für ständige und neue Abonnenten wird die Ausgabe ohne Aufschlag auf die in Geltung stehenden Bezugsbedingungen geliefert werden. Bestellungen werden von den Verschleisstellen sowie von der Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung“, Wien, II.,. Taborstrasse 1, entgegengenommen und messen unter gleichzeitigerUeberweisung des entfallenden Betrages bis spätestens 3. August im Besitz der Verwaltung sein Der Geschäftswelt bietet die Kongressausgabe einebesondere,nichtbaldwiederlcehrendeGelegenheit, erfolgreich zu inserieren und neue wertvolle Auslandsverbindungen zu erreichen. Bei Anfragen wollen Grösse und Erscheinungstage des gewünschten Inserates angegeben werden, wo* dann äusserste Offerte erfolgt. Normaler Anzeigentarif Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung“ 81., Taborstr. 1-3 Telephone 44-0-38 und 43-3-19. Von de« Warenmärkten. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzvitung".) Holz. Das Platzgefchäft ist nach wie vor schwach, wenn auch eine kleine Besserung oder Zunahme gegen Vorwoche zu konstatieren ist. Die holzverarbeitende Industrie bemüht sich, Aufträge von: Ausland zu erhalten, es kommen aber hauptsächlich, nur Harthölzer in Betracht, da Weichcholg nur in geringen Mengen vorhanden und auch die Qualität minder gut ist. In der Möbelindustrie ist keine Besserung zu verzeichnen. dagegen weist die Bautätigkeit eine kleine Zunähme auf, es wurden auch einige Mengen Schmttmaterial aus dem Markt genommen. Das Exportgeschäft ist schwach, da der ursprüngliche Hauptabnehmer Deutschland momentan als Käufer, nur in geringsten Mengen in Betracht kommt, und auch mit Italien steht es nicht viel besser, da der Kurs der Lira bedeutend gesunken ist. Frankreich, Holland und England treten auch nur in spärlichem Maße als Käufer aus. Namentlich mit dem ersteren Lande ist das Geschäft erschwert, da durch die Rnhrbefetzung der direkte Weg versperrt ist und die Exporteure gezwungen sind, die Ronte über die Schweiz zu nchmen, was A tt unsere Leser in Polen Md Deutschland! infolge des neuerlichen starken Kursrückganges der sDolenmark und Reichsmark sind wir leider genötigt, in nur teilweiser Anpassung an die h o h e n S c I b fl f o ft eit dieBezugsgehühren der „Wiener Morgenzeitung" für p o I e n und Deutschland WW ab 15. Juli 1923 "HW wie folgt zu erhöhen: Polen: Monatsabonnement poln. Markt 30*000 Deutschland: „ v Reichsmark 50.000 LmiiGrlitioil der „Meer MorgeiizeitlW" eben die Ware bedeutend verteuert. Das Geschäft mit de» überseeischen Ländern ist bedeutungslos. In Deutschland find die Preise für Roh- und Schnittholz gewaltig gestiegen. Die Kauflust ist sehr rege. Alles beeim sich, Schnittholz #u beschaffen. Auch 5evsi.fr, die kein Material benötigen, Laufen aus Sveckuilation und suche» zu> verkaufen. Die großen Sägewerke sind schon heute in größter Sorge um die kommende Rohholzbeschaffung. Im Zeitraum von 14 Tagen ist der Jahresbedavf — am heutige«' Preisstand gemessen — für ein kleiners Wewk. das 4000. Festmeter jährlich einschneidet, von etwa 2,6 MMarden auf 5 Milliarden gestiegen. Den MöbeWndleon ist ein Dell dev, Effektengewinne zugeslosfen. StiMegende LaudhauSbaute« wurden beendet. Der Absatz an Eichenbrettevu und Bohlen ^in den besten Qualitäten ist gestiegen. Wan.spricht von Preise« zwischen 4.6 und 6/6 MillHoneu pro Kubikmeter, die im Klembeldavf erzielt werden. Englands Holgbedärf ist etwas aevingev geworden. Diese Tatsache wird Deutschland zugute jnmwtci», zumal es jetzt den Weltmarktpreisen an den Fersen U. Die Nachfrage nach Grubenholz ist etwas reger geworden. Papier-, holz ist sehr teuer. Man erzielte für Mchtenpapiechvl- 1. Klasse bereits 200.000 Mark pro Raummeter. Metall (Ausland). Der deutsche Metallmarkt blieb unverändert fest. Die an der Börse bezahlten Preise für Metalle hielten sich zunächst unter Schwankungen, ungefähr auf dem Niveau der letzte» Preise. Unter den: Eindruck der aus dem Anslande vorbiegem-' den erhMich abgeschwächten Notierungen für die Reichsmarl zogen Preise ziemlich stark an, so daß zeitweise Offerten überhaupt nicht zu hören waren. Die Londoner Metallbörse verkehrte dagegen ruhiger, Kupfer konnte eine geringe Befestigung erfahren, während Zinn, Blei und Zirm vorübergehend Preiseinbußen erlitten. Die allgemeine Laye ist jedoch unklar und die jetzigen Preise hält man für derartig'niedrig, daß man. ein weiteres Sinken, besonders für Kupfer, nicht für sehr wahrscheinlich hält. Das Alimetallgeschäft ivar bewbt, da bc*. .Konsum sich einzudecken sucht. Es notieren: Raffinadekupfer 52.000 bis 53.000 Mark,' Hüttenweichblei 20.000 bis 21.000 Mark, Bankazinn 148.000 bis 150.000 Mark, Hüttenzinn 99% 145.000 bis 147.000 Mark pro' Kilogramm. Hopfen. In Saaz ist die Lage fest. Der ziemlich starken Nachfrage steht fast gar kein Ausgebot gegenüber, man bezahlt 1500 bis 1650 tschech. K. pro 50 Kilogramm. Seit dem 1. Juli haben die Saazer Hopfeupreise eine Steigerung von 300 tschech. K. erfahren Die Platzlager sind fast durchgehends gesperrt und die Landeigner wollen wegen der ungünstigen Ernteaussichten überhaupt nicht verkaufen. In alter 1921er Ware zeigt sich etwas Nachfrage und einige Posten wurden zu 1000 bis 1100 tschech. K. pro 50 Kilogramm aufgekaust. Vorverkäufe wurden im Frühjahr von einige« geldbedürftigen Produzenten erst zu 800 bis 1000 tschech. K., zuletzt zu 1200 bis 1400 tschech. K. vollzogen. Auch der N ü r n b e r g e r Markt tendierte fortgesetzt fest und es hat zu neuen Preissteigerungen geführt, welche durchschnittlich 3 Millionen Mark pro Meterzentner ausmachen und als Ergebnis der anhaltenden Nachftage und eines sich durchschnittlich nur auf kleine Quantitäten gestellten Ausgebotes artzusehen sind. Wochenumsatz 80 Ballen, Zufuhr 10 Ballen. Es notieren; Prima 9.7 .bis 10 Millionen Mark, Mittel und Gutmittel 9.2 9.S Millionen Mark und geringe 9.8 bis 9 Millionen Mark. Biehmärkte ln St. Marx. (Eigenbericht der ,Miener MorgeWeitmtg^.) R i n d e r m a r k t. Der Auftrieb belief sichauf 73 StiiA inländisches, 231 Stück ungarisches, — Stück tschechoslowakisches/ 798 Stück jugoslawisches und 473 Sttick rumänisches, zusMnnen 1566 Stück Schlachtvieh, worunter sich 1170 Stück Mast- und 998 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach waren 1200 Ochsen, 115 Stiere, 249 Kühe und 2 Büffel. ES notierten: Ochsen prima 9.500 bis 15.000 K., Stiere und Kühe 9500 bis 14.000 St, Beinlvieh 5000 bis 9000 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. Bei. totaler Geschästslosigkeit mangels Käufern blieb der größte Teil des Auftriebes unverkauft. Gegenüber Montag sind die 'Preise neuerlich um 1000 bis 1600 K. pro KtloMmm gefallen.. Schwei nemarkt. Aufgetrieben wurden 1295 Schweine, darunter 227 Fleische und 1068 Fettschweine. Es notierten: Fettschweine 21.000 bis 23.600 K. und Fleischschweine 22.000' bis 26.000 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. Preise gegen DienLa tag um 1000t bis 1500 K. pro Kilogramm abermals riickgängig. ■ Stech Vieh markt. Die Gesamtznfuhr belief sich auf 2045 Stück Kälber, darunter 9%5 leheiwch 898 WeiduM schweine, 112 Weionerfchase, 165 lebende Schafe. 1$ Ziegen« 12 Kitze und 16 Lämmer. Es notierten: Levciüre Kawev 16.000 bis 22.000 K., - Weidnerkälber 17.000 «fc 23.000' L.> Weidner - Fleischschweine 22.000 bis 30.000 K., Hettschwmw 26.000 bis 27.500 K., Weidnerschafe 7000 bis 15.000 Ä.- lebende Schafe 7000 bis 12.000 K.. Ziegen §000 M 10.000 9'.„ Kitze 8000 bis 18.000 K. und Lämmer 8000 bist. 18.000 K. pro Kilogramm. Trotz venninberter Zuftrhr tendierte« Kälsier flauer. Lebende haben sich um 1000 K. verbilligt. Weidnerfalber erlitten in Primasorten einen Rückgang von 2000 K., iw allen anderen Qualitäten von 3000 K.' und Weibner-Schweius gleichfalls von 3000 K. pro Kilogramm. Berkehr infolge abnehmenden Bedarfes schwerfällig. Banmwoünrartt. Aew-Borsi»11. Juli. Baumwollzuftchren in den atlant. und Golfhäfen 4000, im Innern -^-. Ausfuhr nach Großbritannien 1000, nach dem Kontinent 7000. Lokalmarkt middling: 27.50 (vorgestern 27.65). Tendenz:, kaum stetig. Terminer Juli 26.94, August 25.60, September 24.50, Oktober 23.72, November 23.47, Dezeiv^^ 23.24 Jänner 22.95, Februar —, März 22.94, April —.—, Mai 22.77. Prager Börse. Prag, 12. Juli. Die heutige Börse eröffnete auf Reali» satiouen rn schwach-er Stimmung, welche sich jedoch gleich bei» den erster: Kurserr abwickelterr, so daß sich «im weiteren Verlauf eine allgemeine Erholung eirrstellte. Fest blieben Spiritus- und» teilweise auch Braueroipapieve. Bahnen lagerr insgesamt, billiger. Die heinrischen Banken bekrrnldeten eine feste Haltung, während die Wiener auf die dortige gestrige Abschivächrmg schwächer lagen. Der Anlagenrarkt verkehrte ebenlfalls in fester Haltung. In Exoten waren die Realisationen von gerirrgerier Ausdehnung. Die Schlußtendenz war nach der schwachen Er-. öffnung fester. S ch l u b k n r s e r Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Frarrkelsi —, Böhm. Unionbank 416.—, Böhm. Eskomptebank 409.—,; Böhm. Jndustrialbank 452.-, ZivnostenSka Banka 411.50, Anglobank 146.—, Oesterr. Kredit 155.—, Wiener Uniorrbank 163.60. Wiener Bankverenr 108.—, Bufchtiehrader Eisenbahn Lit. A —, Lit. B 214—, Ferdinarrds-Rordbahn 7500.—, Prag-Duxer 188.—, Aussig-Teplitzer Eisenbahn —, Nestomitzer Zuckerindustrie 1470.—, Vereinigte Elekttizität Wieir' 172.—, Brosche 1125.—, Koliner Spiritus 1000.—, KönigShofer' Zement-Breitfeld-Danek 497.-, Ringhoffer 700.-, Simmeringer 127.-, Rothkosteletzer Texttl 338.-, Alpine Montan 366.—, Poldihütte 490.—, Prager Eisen 1055.—, Oesterr. Bera u. Hütten 2300.—. Skoda 537.—. Jnwald 585.—.

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