Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1586 (13.7.1923)
- Date
- 1923-07-13
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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skr. KSS ®Hc«, föreftoä Wllswirt. Gestempelte Krone — 0.0081V2 Oentims. Auszahlung Wien --- 0.0081 Eentimer. In Zürich notierte die österreichische Krone . . 0.0081 (0.0081V8 am 11. IM) die österr. gestempelte Krone 0.00817a (0.0082 am 11. IM) die tschechische Krone . . . 17.10 (17.327a am 11. IM) die Mark 0.0027 ( 0.0023 am 11. IM) Holland . .. 223.50 (224.50 am 11. IM) New-Iork . 673.— (576.- mn 11. Juli) London . ......... 26.28 ( 26.38 mn 11. IM) Paris . ........ 33.95 ( 84.30 mn 11. IM) Mailand . ....... . 24.75 ( 25.- " am 11. Juli) Belgrad . ........ 6.— ( 6.25 am 11. IM) Bukarest .V 2.90 ( 2.90 am 11. Juli) Sofia. . . .. 5.30 ( 5.50 am 11. Juli) Budapest ........ 0.0679 ( 0.06*/* am 11. Juli) Warschm . . . ... . . 0.0047 ( 0.0040, am 11. Juli) Plan einer nenen MarkstfitzungiMon. Erholung des Schweizer Franken. — Besserung der polnischen Devisen. Ans den .iniMnationalen Märkten war gestern eine leichte Erholung iber Devise, Berlin zu beobachten. Sie stijrg in Zürich von 0.0026 auf 0.0027. Seit drei Tagen wird überhaupt die Situation der Mark viel günstiger beurteilt. Die energische Haltung Epglcmds, welches unbedingt die Repavationssrage und die Leistungsfähigkeit Deutschlands durch eine Dachoerständigenkomm.issMN.untersuchen lassen will, hat auf >den internationalen Märkten die Besorgnisse <des weiteren Slncksals Deutschlands und seiner Mark ein wenig vermindert, zumal immer klarer wird, daß in dieser' Hinsicht England in innigmn Kontakte mit Amerika Vorsicht. Auch irr Deutschland selbst scheint -eine gewisse Stützungsaktion in Borbe,rimung zu sein. Welchen Umfang diese Aktion nehmen wird, läßt sich momentan nicht Voraussagen, >doch sind geheime Kräfte am Mierke, mn hier in größerem Umfange einzuwirken. Dies bewirkte. daß auch in Dervtschlmrd die Nachfrage nach fremden Devisen «in wenig nachgelassen hat und daß infolgedessen auch im gestrigen Clearing die sremden Valuten sich stabil hielten. Der Dollar und'das Pfund wichen einen unveränderten Preisstand auf. Ebenso war der lLirekurs unverändert geblieben. Nur die österueichiische Krone war von 2.6,63 auf 2.716 gestie-gen. Allerdings ist noch immer der Devisenmangel ziemlich groß. kInfolgodessen konnten im Berliner Clearing 'gestern von den angefordeirten Dollavmengen SO 'Prozent, vom Pfund nur L Prozent, von den österreichischen Kronen nur HO Prozent und von der tschecho-slowaki'schen Kronenausorderung nur 2ö Prozent repatriiert werde«. Die Abschwächnng der Westdevisen. Zn Zürich haben die westlichen Devisen eine merlliche Nbschtvächnng erfahren. New-Aork senkte sich von 578 aus 573, L o n d o n von 26.38 auf 26.28, Paris von 34.30 auf 33.95, Mai lau d von 25 auf 24.75. Auch Prag bröckelte von 17.3250 auf 17.10 ab. Hingegen erholte sich die Devise W a r s ch au kräftig von 0.0040 auf 0.0047. Es scheint, daß die Warschauer Ftnanzkreise mit einer planmäßigen Intervention zugunsten der Polenmark eingesetzt haben. JnrWienerClearing war der Dollar unverändert. Das englische Pfund besserte sich von 821.700 auf 322.600, der f r a n z ö s i s ch e F r a n k e n von 4125 auf 4135, diepolnische Mark von 0.45 auf 0.54 und der rumänischeLeu von 3.63 auf 3.68. Nachstehend die offiziellen Notternngen: Cleariagkurse der Österreichischen Nationalbank vom 12. Juli 1923. Devisen (Schecks und Aus- Zlns. Zahlungen) - fuß Geld Kurs vom 11. Jul Ware Geld Ware Amsterdam f. 1 holt. Gulden Agram 1 jug. Kronen . . . Belgrad 1 Dinar ..... Berlin 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei. Christiaxila 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor London 1 Pfund Sterling . . Madrid 1 Pesetas. Mailand 1 Lire. New York 1 Dollar ..... Paris 1 Francs ...... Prag 1 tschccho-slow. Kronen Sofia 1 Lewa . Stockholm 1 schwedlscheKronor Warschau 1 polnische Mark . ürich 1 schweizerische Francs 4 27650.- 27750. 6 740.- 744, 6 740.- 744. 8 0.31 0. 4‘J, 3444.— 3456. 6 7.15 7. 6 359.- 361. 5 11280.— 11320. 5 12080,- 12120. 3 : 324300.- 325300. 5‘A 9980.— 10020, 6 3044.- 3056, 4 70935.— 71185, 5 4182.— 4198, 5 2127,- 2137,?'/, 623.- 627, 3414.— 7.35 4182.- 2135.- 41/. 18570.- 18630.— 18570.— 6 ' 0.57 0.59 0.53 3 12375.- 12425.- 12295.— 27800.— 742.- 742.- 0.29 3426.- 7.45 356. 11320. 11320. 324500,- 1C020,— 3056. 71185.— 4198.— 2145.- 632.- 18630.— 0.55 12345.- Noten Amerika,!. Noten v. 5 Dollar aufw, „ „ kleinere » . , Belgisch? Noten 100 Francs . , > Bulgarische Noten zu 1000 Leva , » » » 100 » , 1 „ „ kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner , , Deutsche Noten zu 1000 Mark. . » » » 100 n » » ,, „ kleinere.... Engl. Noten von 5 Llvrest. aufw, „ kleinere ... . , Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw, h „ kleinere . . . Jugosl, Noten ungest. zu 1000 Dinar » n n 100 n n » „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw, » i. kleinere.... Rumänische Noten ztilOOOu, 500Lei i, „ kleinere » . . Rnss. Noten (Roman.) zu 500 Rubel , » «» » 100 , » » u kleinere. . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten lOOPcsefcrs . . Tscheclio-slöw. Not. v.lOOOaufw. . , kleinere Ungar, Roten (ncueEm.) zu lOOOKr. . , ■ _ au lOJOOO.Kr. 70560;- 70960.- 70460.- 70860.- . 3405,- 3435.— 601.- 609.- .581!— 589!- 11940.- 12020.- 0.29'/s 0.357, 322500.- 32410QU— 322300.- 323900. — 4135.- 4165.— 27459.- ' 27650.- 3010.— 3030.- 2990.- 3010.— 731.— 787.- 719!- 725.- 11150_ 11320.- 0.54 0.60 0.49 0.55 368.- 372.- 348.- 352.- 70560.— 70960.- 70460.— 70860.— 3375.- 3405.- 606.- 614.- 586.- 12140.- 0.26 584.- 12220_ 0.32 321700. 321500. 4125. 27590. 30l0. 2990. 729. 323300.- 323100.— 4155.- 27700.- 3030.- 3010.— 735.- 721.- 11150.- 0.45 , 0,40 363.- 343.— 727.- 11230.- 0.51 0.46 367.- 347.- 1836t/.-. 13460,- 12260.- 12340.- 9860.- 9940.- 2109.- 2125.— 2104.- 2120.- 5.10 5.30 21‘i:ro 18450.- 12260,- 0940.- 2133.- 2123.- 5,30 5*1 Wiener Mvegenzettung. 13. Juli 1923 - Seite 7 Sie vaiMnenfische Arheiterbanl. (Bon unfeoem Jevufälsmer Korvchpondenten.) Bor einigen Wochen erschien in Palästina in hebräischer Sprache der RechensHaflsbrricht einer der interessantesten jungen jüdischen UrrternÄhmungen, der Arbeit erbaut. Es ist im Laufe der letzten Jahre schon zur Binsen- Wahrheit geworden, daß das System der atrf Spenden aufgebauten Arbeit m Palästina ergänzt, beziehungsweise «nach und nach ersetzt werden muß durch Ünternehmnngdn, Welche auf geschäftlicher Basis beruhen. Niemand hier ist so verblendet, daß er nicht wünschen würde, daß Kapital, privates Kapital, ins Laich strömt. Kapital bringt Arbeit und die Frage der Arbeit, derBeschäftigung für die neuen Einwanderer, ist die brennendste, Frage unseres Aufbaues. Aber das private Kapital kommt -langsam, zögernd, macht Fehler, belastet sich durch Zahlung hoher Gehälter an die leitenden Beamten von vornherein mit Spesen,, denen es -nicht gewachsen ist. Und wären wir nur aus dieses Privatkapital angewiesen, wir hätten niemals die 30.000 Menschen beschäftigen können, die seit 1920 ins Land gekommen sind. Da war es der Arbeiter, der 'das Kapital in Bewegung brachte. Arbeit bringt Kapital. Aus der Erwägung heraus, daß der Andrang der. Einwanderung schließlich auch, wenn auch unter Schwierigkeiten, die Nationalenevgien* auslösen und dadurch Geld für die Beschäftigung der Einwanderer herbeibringen wird, ertönte immer wieder ans den Reihen der Arbeiterschaft der Ruf nach neuer und erhöhter Einwanderung. Die, Arbeiterschaft hat sich selbst die Organe geschaffen, um dieser Einwanderung Herr KU werden. Sie schuf die Kooperativen in Stadt und Land,, welche Beschäftigung Loten und zugleich'für das Kapital die Garantie, welche der einzelne, mittellose Arbeiter nicht geben kann. Wer aber gibt das Kapital? Die Arbeiterbank! Am 1. April 1921 wurde zwischen der Zionistischen Organisation und ' der Arbeiterorganisation ein Vertrag abge- , schlossen, aus Grund dessen diese Bank mit einem Kapital von 30.000 Pfund — 30.000 Aktien zu je 1 Pfund — gegründet wurde. Van diesem Kapital waren 15.000 Vorzugsaktien. Die Arbeiterorganisation verpflichtete sich, 5000 Aktien abzusetzen und die Zionistische Organisation den gleichen Betrag an Vorzugsaktien zu übernehmen nnd dies innuer wieder zu tun, sobald die Arbeiterorganisation eine entsprechende Zahl von Aktien abgesetzt 'haben würde. Um den Betrieb der Bank zu ermöglichen, lieh die Zionistische Organifatioir der Arbeiterbank von Anfang an 39.000 Pfund gegen entsprechende Verzinsung, die allmählich in Vorzugsaktien umge-vandelt weichen sollten. Die . Arbeiterorganisation übernahm die Verpflichtung, im -Laufe von 12 Jahren für 40.000 Pfund Aktien abzusetzen. Die Ziele der Bank sollten'sein: Zu Helsen und' zu stützen. Die Arbeit von Institutionen, Vereinen und' Gruppen von Arbeitern, die aus kooperativer Basis organisiert sein würden. Die Leitung der Bank besteht aus sieben Mitgliedern, von denen vier von der Arbeiterorganisation, drei von der Zionistischen Organisation entsendet werden. Nunmehr berichtet die Bank über ihre Erfolge im ersten Jahre. Diese Erfolge müssen als befriedigend bezeichnet werden. Es ist der 'Arbeiterbank gelungen, 15.000 Aktien abzusetzen, an die Zionistische Organisation 750 Pfund an Zinsen abzuzahlen und mit einem Gewinn von 675 Pfund abzuschließen. Wichtiger aber als diese Ziffern, sind die Arbeiten, welche die Bank geleistet nnd. gefördert hat. Der Rechenschaftsbericht umfaßt die Zeit vom 1. Dezember 1921 bis zum 31. Dezember 1922. Diese Periode ist die Zeit der katastrophalen Geldkriseinnerhalb der Zionistischen Organisation gewesen. Die Verpflichtungen, welche der Karlsbader Kongreß gegenüber dem. palästinensischen Arbeiter übernommen hat, konnten nicht erfüllt werden. In diesem Augenblicke kam die Arbeitrrbank zu Hilfe. Sie hat im Laufe dieses Jahres an Krediten sür öffentliche Arbeiten 58.700 Pfund bewilligt, welche 47 Unternehmungen ermöglicht haben, die einen Umsatz von 294.^00 Pfund davstellen, das Fünffache also des geliehemn Betrages. Mit ihren 'geringen Mitteln konnte die Bank große Unternehmungen finanzieren, welche -vor allem von der großen Kooperative für Bauarbeit mit ihrm Lausenden von Genossen durchgeführt wurde. Die Koopewtive erhielt dadurch die Möglichkeit, größere Arbeiten zu übernehnien, den Bau von Häusern und Ställen, Essenbahnen und Dämmen, Kanalisationen, Austrocknung von Sümpfen, Bohrarbeiten, Bau von Brücken und Straßen, Anlage' von neuen Vierteln Lei den Städten usw. Alle diese Arbeiten werden in Palästina von dem Auftraggeber, der vielfach die Regierung ist, erst bezahlt, wertu sie fertiggestellt sind. Die Arbeiterschaft hätte sie nicht durchführen können, wenn sie nicht von der Arbeiterbank für die Zeit des Baues die Spesen, Arbeitslöhne,ufw. vorgeschossen erhalten hätte. Man kann ruhig sagen, daß ein großer Teil dieser Arbeiten, die für Palästina ein großes Stück neues Leben bedeuten,, nnansgefiihrt geblieben wäre, , tvenn nicht die Arbeiterorganisation in der Sorge um die Beschäftigung der Einwa-nderer zu ihrer Durchführung gedrängt und wenn nicht die Arbeiterbauk die, Kredite bewilligt hätte. So erstillte hier. £>ie Arbeiterbauk in einem kleineren Maßstabe die Arbeiten einer großen kolonisierenden Bank., Aber auch die landwirtschaftliche Produktion würde gefördert. Fast alle kooperativr-n landwirsschaftlichen Sie-dlrmgM -haben Kredite -bekommen. 51.000 Pfund flössen '' 6us diese Wesse in die landwirtschaftlichen Kolonien und wenn wir bedenken, daß die Landwirtschaft besonders daraus angewiesen ist, ihre Kredite zur Saatzeit zu bekommen und, daß der Landwirt nicht warten kann, bis die Spenden deN Keren Hajessod nach und nach ins Land fließen, wenn nicht seine ganze Wirtschaft zerstört werdest soll, so werden wir ermessen, wie groß das' Verdienst der Arbeitrrbank ist, wstthe im - KWtMen auf diese Mnsänse des. Kerey Hajessod den landwirtschaftlichen Gruppen rechtzeitig Kredit gewährte, Die große Konsumgenossenschaft Maschbrr und eine Anzahl von kleinen Kooperativen erhielten von der -Arbeiterbank Kredit. Und wenn heute die Zettel des Maschbir im Lande ein durchaus gebräuchliches und anerkanntes Notgeld davstrllen, das sogar auch von manchen Arabern genommen wird, so liegt dies zu nicht geringem Teile an dem Kredit von 10.000 Pfund, welchen die -Arbeiterbcntk dem Maschbir gewährt -hat. Dies Arbeiterbank -hat eben beschlossen, eine neue Emission ihrer Pfundaiktien herauszugeben und wird vermutlich die Zeit vor und -Während des Kongresses ausnützen, unr einen Teil dieser Emission im Auslände abzufetzen. Mögest diejenigen Freunde der Arbeiterschaft Palästinas, .welche auf diese Weise Gelegenheit haben, ihren Sympathien einen sichtbaren Ausdruck zu verleihen, wissen, daß sie eine der -wichtigsten Institutionen des jungen Paläfti-m damit fördern. Farbige Arbeiter in der amerttanische» Stahlindustrie. Washington, 12. IM. (Tel. der „Wr. MovgeM!ttllNg".d In den Jndnstriewerken des amevikamschen Stahltrusts sind 60.000 farbige Arbeiter ans den Philippinnen und Mexiko eingestellt worden, dawegen Mschaffung des 12 Stunden-Tüges mehr Arbeitskräfte benötigt werden. Die Einstellung dieser großen Avbeitevmasse hat jedoch eine Erhöhung der S t a hlpreis e um 15 Prozent zur Folge. Englische Zndustriebilanz. Aus London wird uns. geschrieben: Wenn die englische Industrie auch im letzten Jahre weiter mit großen Schwieniigkeiten zu kämpfen hatte, so ist die Entwicklung doch im Vergleich zum Krisenjahr 1921 im allgemeinen eine günstigere gewesen. Dies ist deutlich ersichtlich aus einer in den „Dimes" veröffentlichten Uebersicht, welche die Abschlüsse von 160 der bedeutendsten J-ndustrieunternehmungen des Landes mit einem Gesamtkapital von mehr als einer Milliarde Pfund Sterling, also 25 Milliarden' Schweizer Franken, umfaßt. Schon Ende .1921 war durch umfangreiche Abschreibungen auf den Lagerbeständen an Rohmaterial und Fabrikaten, infolge des Pre-isslurzes die Gru-Mage für eine günstigere Entwicklung geschaffen woiden, eine GruMage, die dann 1922, nach Ginkehr einer relativen Prsisstabilität durch Verminderung der Produktionskosten, vor allem durch.-radikalen Lohnabbau, verstärkt wurde. Die finanzielle Organisation der meisten Unternehmungen kann daher heute als gesund betrachtet werden, wenn auch die weiteren Aussichten vor allem von einem Steigen des Auslandsabsatzes abhängig bleiben -werden. Das Gesamtkapital aller von der Statistik erfaßten 160 Gesellschaften hat sich gegenüber den beiden Vorjahren n,rr wenig verändert. Dagegen ist der Reingewinn, der.von 67,4 Millionen Pfund Sterling im Jahre I960 auf 54,1 Millionen im Krssenjahre 1821 gefallen war, wieder auf 67 Mllionen gestiegen, so daß das. Anlagekapital sich 1922 mit 6,7 Prozent verzinste gegen 5,-5 Prozent im Vorjahre und 6,7 Prozent inr Jahre 1920. Dabei ist aber zu beachten, -daß sich unter den 160 Gesellschaften auch die Dmnsportunternchmungen, -die Eisenbahn- und Schssfahrtsigesellschaften befinden mit einem Gesamtkapiital von 760 Millionen Pfund Sterling, dessen Rendite sich nur von 4 Prozent auf 4,6 Prozent erhöhen konnte, wodurch das Gesamtresultcct wesentlich beeinflußt wird. Berücksichtigt .man jedoch nur die eigentlichen Jndustrieunteruehmungen mit einem Gesamtkapital von 240,7 Mllionen Psimd Sterling, so hat sich deren Reingewinn gegenWer dem Vorjahre von 24,2 auf 29,2 Millionen Pfund Sterling oder von 9,1. Prozent auf 12,6 Prozent des Anlagekapitals erhöht. Diese Gewinnsteigevnng beleuchtet die bessere Lage der englsscheu Industrie deutlich, wenn auch der Reingewinn von 1922 erst 80 Prozent desjenigen von 1920 beträgt, während im Vorjahre die Quote auf 70 Prozent gefunken war. Von den 14 Jndustriegvuppen, die die Ausstellung umfaßt, zeigten im Krisenjahv 1921 gegenüber dem Vorjahre 13 eine Verminderung des Reingewinnes, während 1922 neun von diesen Gruppen wieder ihren Reingewinn erhöhen konnten.' Gegenüber dem Vorjahre hat sich die Lage am meisten bei der Textilindustrie, ohne Baumwollindustrie, geändert, die ihren Reikgewinn von 1,188.297 Pfund Sterling auf 4,716.550 und die Kapitalsverziissnng von 3,9 Prozent auf 15,9 Prozent steigern könnte, sowie bei der Lederimd Schuhindustrie, die einen Reingewinn von 603.012 Pfund Sterling gegenüber 12.859 Pfund Sterling aufweist. Die höchste Gewinnrate erzielte die Tabakindüstrie mit 19,3 Prozent gegen 18,6 Prozent und die Oelindustrie mit 16,9 Prozent gegen 28,4 Prozent des Anlagekapitals im Vorjahre. Dagegen hat das ungünstigste Resultat die Motorenindnstrie aufzüwessen, die mit einer Verdoppelung des vorjährigen Passivsaldos auf,88.826 Pfund Sterling abschließt, während 1920 ein Reingewinn von über einer Million Pfund erzielt werden konnte. Gegenüber dem als „Normaljahr" bezeichneten Jahr 1920 zeigen nur die , „Sonstigen Textilien", die Eisenbahnen, die Oel- und Tabakindüstrie einen höheren Reingewinn. Bei den übrigen Jndustriegruppen bleibt das Ergebnis noch stark hinter dem von 1920 zurück, ein Zeichen dafür, daß die Rückkehr zu nornialen Zeiten noch, nicht erfolgt ist. So konnte die Schwerindustrie nur 22, Prozent, die Baumwollindustrie 70 Prozent, -die Maschineuindustrie 77 Prozent und die Leder- und Schuhindustrie 87 Prozent des Reingewinnes von 1920 erzielen. Dagegen ist die Besserung gegenüberdem Vorjahre daraus ersichtlich, dasz nur noch drei Industriezweige: die Schwerindustrie, die. Motorenindnstrie und die Fahrradindustrie ein schlechteres Ergebnis aufweisen. Was die Verwendung des Neingewinnes aiibolüngt, so wurden durchschnittlich 50 ...Prozent für die Divideudsnzahluttgeu und 20 Prozent für die DotieyMg dex'.-Retz-üM^ M.der-'-DaimnwoWnld^^