Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1584 (11.7.1923)
- Date
- 1923-07-11
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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€Wfe 8 Wien, Mittwoch ber Ursachen, die zum Zusanmrenbruch der Markstützungsccktton gvffchrt haben, machte der Vorsitzende Lange- Hegermann Angaben über den Devisenbedarf der Reichsbahn Kr ihre Kohlenkänfe im Ausland und erklärte hierzu, daß die Zusammenarbeit zwischen den cingelnen Ressorts der Reichsregierung bei dieser ganzen Transaktion nicht in dem wünschenswerten Maße stattgesunden habe und daß die maßgebenden Ressorts sich nicht darum gekümmert hätten, in welcher Höhe die Verträge abgeschlossen wären mrd wieviel Devisen man benötigte. Hievzui nahm im werteren Verlauf der Vertreter des ReichsfincmMMmstermws Stellung. Er hielt die Aeußeru-ugen des Vorsitzenden nicht für gerechtfertigt und ersuchte, vor der Presse festKustellen, daß ein endgültiges Urteil darüber erst abgegeben werden könne, wenn der Ausschuß seinen Bericht fertiggestellt haben werde. Es scheine, als ob nicht alle Unterblgen und Protokolle bisher dem Ausschuß zur Wü-rdiMng Vorgelegen hatten. Hierzu gab der Vorsitzende sodann weitere rechtfertigende EMrungen ab. Re Postsparkassen in Nenilalien. Rom, 9. Juli. Nach dom Friedensvertrag von Sain'k- Germain und gemäß den Abmachungen in Rom hat Italien die Einlagen der ehemals österreichischen Postsparkassenämter in den neuen Gebieten zu übernehmen. Der italienische Ministerrat hat nunmehr beschlossen, daß die italienische Postsparkasse binnen kurzem die ehemals österreichischen Postsparkassenamter zu übernehmen und in iäjsce Rechte und Pflichten eiuzu-- treten hat. Einlösung der Kriegsanleihen. Das Bundesministerium für Finanzen kündigt sämtliche im Umlauf befindlichen, kontrollbezeichneten Staatsschatzscheine der österreichischen Kriegsanleihen für die folgenden Termine zur Rückzahlung: Die Staatsschatzscherne der 2. Kriegsanleihe für den 1. November 1923, die Staatsschatzfchsme der 3. Kriegsanleihe für den 1. Jänner 1924, die Staatsschatzscheine der 6. Kriegsanleihe für den 1. November 1923, die Staatsschatzscheine der 7. Kriegsanleihe für den 1. Februar 1924, die Staatsschatzscheine der 8. Kriegsanleihe für den 1. März 1924. Die Aufkündigung gilt für die auf den Inhaber lautenden und für die auf Namen lautenden - (vinkulierten) Schuldverschreibungen. Die Schuldverschreibungen werden mit dem Tage, für welchen die Kündigung erfolgt, zur Zahlung fällig und von diesem Tage an gegen Rückstellung der Mäntel samt den Zinsscheinbogen und den Erneuerungsscheinen zum Nennwert eingelöst. Die Verzinsung der Schuldverschreibungen hört mit dem Tage auf, für den sie gekündigt sind. Die Inhaber kontrollbezeichneter Schuldverschreibungen der amortisablen Staatsanleihen der 4. bis 8. Kriegsanleihe werden aufgefordert, ihre Schuldverschreibungen an folgenden Terminen freiwillig zur vorzeitigen Rückzahlung zum Nennbeträge einzuliefern: Die Schuldverschreibungen der amortisablen Staatsanleihe der 4. und der 5. Kriegsanleihe am 1. Dezember 1923, die Schuldverschreibungen der amortisablen Staatsanleihe der 6. Kriegsanleihe am 1. Oktober 1923, die Schuldverschreibungen der amortisablen Staatsanleihe der 7. Kriegsanleihe am 1. August 1923, die Schuldverschreibungen der amortisablen Staatsanleihe der 8. Kriegsanleihe am 1. September 1923. Die nach diesen Terminen fällig werdenden Zinsscheine von Schuldverschreibungen, die nicht zur Rückzahlung eingeliefert worden sind, werden nur mehr unmittelbar bei der Staatszentralkasse in Wien eingelöst. Die Staatszentralkasse und die Steuerämter ftifb ermächtigt, die kontrollbezeichneten Schuldverschreibungen sämtlicher Gattungen der Staatsschatzscheine und amortisablen Staatsanleihen der Kriegsanleihen vom 1. August 1923 an auch vor den in den §§ 1 und 3 angeführten Terminen mit dem Nennbetrag einzulösen. Dabei ist der nächstfällige Zinsschein der betreffenden Schuldverschreibungen vorzeitig voll ausMcchlen, sofern er mit der Schuldverschreibung beigebracht wird. ErleichtermMn im österreichischen Devrsenverkehr. W-ie wir erfahren, wird die Exportvaluta für Waren voMommen freitzegeben werden, der Exporteur wird über diese ganz frei verfügen können. Infolge der Stabilisierung der Krone hat das Valuten-hamst-ern automatisch aufgchört, und da außerdem das Anbot an ausländischen Zahlungsmitteln ein genügend großes war — es wurden in der letzten Zeit mehr Valuten eengeliesert als vorgeschrieben war —, so haben sich die maßgebenden Stellen zu dieser Lockerung der Devisenbewirtschaftung entschlossen. Die KreditaewÄhrung in ausländischer Währung, die bisher an die Bewilligung der Nalionalöank gebunden war, wird jetzt frei-gegeben werden und nur eine einfache Anzeige an die Nati-onMank zu machen sein. Dadurch soll eine gewisse Kontrolle ausgeübt werden zur Verhinderung der Spekulation. Weitere Erleichterungen gelten dem Reisendenvevkehr. Bisher wurden auf den Reifepaß - ausländische Zaihlungsmitte'l im Gegenwert von einer Million Kronen abgegeben, diese Grenze wird aus fünf Millionen Kronen erhöht. Ohne Bewilligung der Nationäldcurk drlrsten bis 509.000 österreichische Kronennoten mitgefiihrt werden, auch diese Beträge werden erweitert. Hochwertige Valuten (zum Beispiel Pfund, Dollar usw.) konnten bisher bis zum Gegenwert vonfünf Millionen Kronen pro Partei und Tag, mittlere Valuten (p«n . Beispiel Lire, französische Franken, Aschechokronen usw.) bis drei Millionen Gegenwert im ' Wechselstnbenverkehr prompt abgerechnet werden, diese Grenzen werden nun verdoppelt. Bet minderwertigen Valuten (Mark, polnische Mark usw.) tritt keine Aenderung ein. Der gestrige Finanzmarkt gestaltete sich sehr freundlich. Man suchte leitende Bank-, Eisen-, ungarische, valutarische und Elektrizitätstverte der Kulisse, im Schranken bestimmte Petroleumpapiere. Wiener: Morgerrzeiturrg. Stellungrmhme der Handelssektion der Kammer zur Zolltarisnovelle. Am 9. d. hat die HaudelNs'ckktio-n der Kammer unter Vorsitz ihres Präsidenten V i n z l über die neue Zolltarifnovelle beraten. Es wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, in Zuschriften an das Bundesministerium für Handel und Verkehr und an den Nationalrat dagegen zu protestieren, daß diese Novelle überhaupt noch in dieser Session in Beratung genommen werde. Jede Novellievnng des Zolltarises verlangt eingehende Beratungen durch Vertreter aller berührten Jnteressenteirgrnppen, die sich im Vorjahre bei Ausarbeitung des neuen Zolltarifentwu-rfes ausgezeichnet bewährt haben. Derlei Beratungen zwischen den Erzeugern der Ware, der Nachindustrie und den Handel sind mit Rücksicht auf die kurze, zur Verfücjung stehende Zeit vollständig unmöglich. Auch befürchtet der Handel, daß, falls die vorstehende Novelle mit ihren außerordentlich hohen Ansätzen für einzelne Jndustrieprodukte Gesetz würde, dadurch ein Präjudiz Kr alle anderen Industriezweige geschaffen würde, einen gleich hohen Zollschutz zu verlangen. Es wurde jedoch ausdrücklich festgo« stellt, daß der Handel keineswegs auf dem Standpunkte stehe, grundsätzlich jede Zvllerhöhnng zu bekämpfen-, sondern nach wie vor bereit sei, an einer den heimischen Produktions- und Konsumverhältnissen entsprechenden Zolltarifreform Mitzuarbeiten. Die bevorstehenden Wahlen und der Zolltarif. In kaufmännischen Kreisen besteht die Absicht, falls die Regierung den Zolltarrferrtwurf tatsächlich einbringen sollte, in allen Bezirken große Wählerverfanunbungen einzubemsen. Zn denselben werden die Abgeordneten des Bezirkes eingeladen und die das Referat führenden Kaufleute werden an einzelnen Waren den Wählern die Preiserhöhungen durch den Zolltarif Nachweisen und die eingeladenen Abgeordneten zur Rechtfertigung auffordern. Für jeden Fall wird die Kaufmannschaft im Herbst eigene Wahlversammlungen einbemfen und von den Wahlkandidaten bindende Erklärungen hinsichtlich ihres Verhältnisses zur Zotterhöhung verlangen. Der Zolltarif bildet sowohl für die Kaufmannschast, wie für den Konsum eine Lebensfrage, und es muß daher bei den bevorstehenden Wahlen Wert darauf gelegt werden, daß die Kandidaten vor ihrer Wahl ihren Wühlern in dieser Richtung beruhigende Zusicherungen geben. Der Zolltarif wird also in dem bevorstehenden Wcchlkampf einen wichtigen Diskussionsgegenstand bilden. Die Kleinrentner. Montag abends fand im Saale des Men Rathauses eine Beritrauensmännerversammlung der „Schutzaktion für Kronenwerte" statt, bei welcher zum Schlüsse einstimmig folgende Entschließung angenommen wurde: „Die Vertrauensmänner sprechen der „Reichspost" ihre schärfste Mißbilligung wegen ihrer Angriffe gegen den Schöpfer der „Schutzallion für Kronenwerte" aus. Ferner wird der Leitung der „Schutzaktion" gegenüber dieser Schädigung der gesamten werllätigen Bevölkerung Oesterreichs das vollste Vertrauen ausgesprochen und insbesondere der verdienstvolle Schöpfer der „Schutzaktion", Dr. Zalman, gebeten, sich durch derartige Angriffe nicht abhalten zu lassen, sondern wie bisher für, die Rechte der Mehrheit der Bevölkerung einzutreten." Freitag den 13. d., 6 Uhr abends, findet in den Eichensälen, 10. Bez.. Favoritenstmße 71, eine Massenversammlung statt. Tagesordnung: Die vorzeitige Einlösung der Kriegsanleihen. Aufhebung des Visums für Messebesucher. Der Verband der Messe- und Exportvertreter hat über Anregung seines Vizepräsidenten E. Spitz beschlossen, von der Regierung die Aufhebung -des Paßvisums für Mefsebesucher zu fordern. Es ist zweifelsohne ein berechtigter und allseits anerkannter Wunsch, den Messebesuch nach Tunlichkeit zu fördern, und Oesterreich würde inraf) die Aufhebung des Paßvisums, für Mefsebesucher eine Begünstigung schaffen, die bisher in keinm Staat besteht, und sonach bei sämtlichen Interessenten viel Anklang finden würde. Da Oesterreich am allermeisten -am Transithandel Interesse hat, so wäre ein Vorangehen Oesterreichs bei Abschaffung des Paßvifums sicher begründet. Erhöhung der deutschen Kohlenpreise. Aus Berlin wird rmterm 10. d. telegraphiert: Die Kohlenpreise in Deutschland sind mit sofortiger Wirkung um rund 50 Prozent für das unbesetzte und um 58 Prozent für das besetzte Gebiet erhöht worden. Das feindliche Eigentum in Italien. Blättermeldungen aus Rom zufolge, hat die italienische Regierung angeordnet, daß die Liegenschaften ehemals feindlicher Ausländer auf nicht länger als drei Monate vermietet oder verpachtet werden dür- «fen, da der Verkauf dieser Liegenschaften unmittelbar bevorsteht. Entstaatlichung der russischen Industrie? In der Wirtschaftskommission des Zentralvollzuigsausschusses schilderte Kamenow die schwere Lage der russischen Staatsindustrie und führte aus: Die wachsende Arbeitslosigkeit, der „Mangel an Metallen und Heizmaterial sowie an Rohstoffen für die russische Textilindustrie. die stets sinkenden Geweidepveise haben uns naben den ungeheuren Ausgaben für die Erhaltung der Roten Armee, dem tristen Stande unseres Transportes und der illnvMommenheit unserer -Währung gezwungen, den Weg weiterer für uns wohl sehr unerwünschten Konzessionen an unseren Hauptseind, den Kapitalismus, emzuschlagen.Der Sowjetstaat, betrachte allerdings diese Konzessionen als einen taktischen Schritt, welcher an dem gemeinsamen Endziel des Weltproletariats nicht rüttle. — Die Kommission hat über das Regierungsprojekt betreffend Erweiterung der neuen Wirtschaftspolitik und Entstaatlichung der -Industrieunternehmungen zu beraten. Eine Landarbeiierbank in Jugoslawien. Im Jugoslawien wird die Errichtung einer LandarbeiterbanL zur Unterstützung -der Kst.incvgrarier geplant. Dickst soll dm Landwirten Kredite,, und zwar je nach Bedarf auf längere und kürzere Fristen ge" währen. Zur Vereinfachung der Kreditgewährung können -kleinere Kredite bis zu 6000 Dinar von einer sogenannten Bezirksverwaltung -der Bank gervchmigt werden. Größere Kredite gewährt die Landesverwaltung. Die Bank wird ein Kapital von 100 Millionen Dmcrr besitzen, tvelches aus^ verschiedenen Quellen alljährlich vermehrt werden wird. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Die C h e m i t a I i c n nt ft r! t c itt Berlin und Hamburg weisen unverändert hohe Preise aus. Der großen Nachftage stand nur geringes Angebot gegenüber, besonders Lokoware war schwer erhältlich. Auf dem Exportmarkte ist das weitere Anziehen der in auSländischer Währung gestellten Preise besonders bemerkenswert. 11. Mi 1923 Rr.'lW Der Verkehr an der gestrigen Warenbörse hatte rnhigei Verkehr bei zumeist preishaltender Tendenz. AuSgeboten wurden Aetzkali 88/92 zu 12.590 K. Aetznatron 128/130 zu 6100 K. transit Wien, Alaun in Stück« zu 3959 K. transit Wien, Antichlor kristallisiert zu 3909 K., Boras zu 9899 K., Chlorkalk 110/115 zu 2400 K., Chromkali zu 19.999 K, Dextrin blond zu 7809 K., Glaubersalz kalziniert zu 1999 K. Gummi Cord, zu 23.000 K. pro 100 Kilogramm, Minium Blei berger zu 10.700 K., Oxalsäure zu 16.300 K. Wien, Paraffü 52/54 in Tafeln transparent zu 5700 K. transit Wien, Pottasch 96/98 zu 75.06 Schweizer Franken transit Wien, Salzsäuv 19/21 technisch rein zu 1050 K., Schellack T. N. orange zi 119.009 K. transit Wien, Montanwachs zu 3509 K., Milchsäu« technisch zu 12.600 K., Eisenvitriol zu 1650 K., Abfall^piritul 8Q°/o zu 4000 K. pro Liter. Oele und Fette. In den meisten Arttkeln läge» unveränderte Ausgebote vor. Schweinefett (pure larä) Faßpackum befestigte sich um 76 Punkte auf 29.90 Dollar/ Kistenpackung is um 199 K. höher nnd notiert. 229.909 K. Zum öffentlichen Berk-a «f gelangten lau Art. 343 des H.-G.-B. 4209 Kilogramm gepöckelleS Schweins fleisch nnd 500 Kilogramm geselchtes Fleisch zu 8690 K. ab Wien Ferner 16 Fässer Speisetafelöl Marke Agmi (3078Z Wogramm) inklusive Baretts zu 15.800 K. Kolonialwaren verzeichneten mäßiges Geschäft zi wenig veränderen Preisen. Kaffee war -zu unveränderter Preisen erhältlich, ebenso Tee und Gewürze. HolländischerKakai in Kisten und Fässern wurde zu 7909 K. transit Wien ausgebote« (Geld gelegt wurde 6509 K.). R e i 8 ist schwacher, Burma II neue Ernte notiert 6200 K. (— 50 K.), ital. Ia Qualität 7600 K (— 100 K.), Bruchreis 1350 (— 100 K.). Zucker ermäßigt» dm Preisstand um 5 Punkte, Kristall notterte 4.80 tschech. K. Würfel 4.85 tschech. K. prompt sowie 3.30 tschech. K. resp. 3.6? tschech. K. pro Oktober-Dezember in Ganzwaggon ab Grenz, unverzollt nnd unverstmert. Ab Lager Wien sind Preise un 100 K. billiger. Es notteren Kristall 13.200 K., Würfel 13.350 K Kondensmilch schwächte sich um 200 K. ab, es notteren Kondens« Magermilch gezuckert (12 Unzen-Dosm) 4800 K., gezuckert pr< 14 Unzen-Dosen, Ia Marke 7700 K. nngezuckert pro Dos« (16 Unzm-Dosen) 7600 K. Für T e e Java MoSling bezahlt, man 2.60 holl. Gulden transit. Zum öffentlichen Verkauf gelmrgten laut Art. 343 de? H.-G.-B. 60 Sack Elemee Rosinen zirka 4700 Kilogramm zi 3000 K., transit, sowie 67 Sack Kiup Elemee Rosine» zu 3600 K. Bon de« Warenmärkten. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Seide. Die Kokonsernte ist, wie Ms Mailand berichtet wird, ii den meisten Provinzen zu Ende, in Mderen ist man noch mi! Ablieferungen beschäftigt. Ein leichter Preisrückgang ist auf der meisten Märkten zu verzeichnen. Die Spinner sind alle voll mL Ware, doch kauft die Spekulatton noch verschieden auf. Die Preist stehen noch zwischen 31 und 36 Lire, je nach Qualität. Der Rohseiden markt war nicht sehr rege. Der Konsuw weigert sich, dm allzu hohen Forderungen der Spinner nachzukommen und beschränkt sich hauptsächlich auf EinkMf der sogenannten Rencontre lots, die aus finanriellen Gründen 10 Lir« unter den Tagespreisen abgeschlossen werden. Man hält heut, Webgregen ex quis 13/22 auf 410 Lire, extra 395 bis 400 Lirg Klassische 390 Lire. Asien war flau und ist mit seinen Limiten etwas tiefer als die entsprechenden italienischen Qualitäten Japan fil 1»/, 13/15 wird zu 275 ft. Fr. ansgeboten, Kanton best 113/15 zu 255 Franken. Die Lyoner Fabrikation kauf! h uptsächlich asiatische Seiden. New-Aork ist vorsichtig und kaust nur von der Hand in den Mund. Tabak. In den süddeutschen und pfälzischen Tabakbaugebieien ist di, lang ersehnte wärinere Witterung im allerletzten Moment, aber doch gerade noch rechtzeitig genug gekommen, um die bereits ent> simrdenm Schäden noch auszugleichm. Ein Teil der Pflanzen is allerdings bereits ersoffen oder durch Schneckensraß stark beschä. digt. Die Frage nach süddeutschen Tabaken ist andauernd recht groß nnd I922er-Tabake werden per Zentner bereits mi! IV, Millionen Mark und mehr bezahlt. Die Pflanzer halten aber selbst bei diesen hohen Preisen noch zurück. Auch Nippen bleibe« bei steigenden Preisen gesucht. Eine Anzahl Fabriken hat der Verkauf ihrer Fabrikate gesperrt. Mehmörkte in Et. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzertung".) B o r st e n v i e h m a r k t. Der Auftrieb belief sich auj 4216 Schweine, darunter 1365 Fleisch- und 2851 Fettschweine Außerdem wurden noch 193 Fettschweine antzemeldet. Außei Markt wmdm 120 Sttick bezogen. Bei einer Mehrzuftchr vov 1700 Schweinen erlitten sowohl Fleischwie auch Fettschwein« gegenüber der Vorwoche einen Preisrückgang von 3000 5k. ptt Kilogramm. Infolge Stagnation auf dem Fettmarkte war der Verkehr in Fettschweinm schwerfällig, während Fleischschweine relativ lebhafter Nachfrage begegneten. ES notierten: Fettschwein« prima 22.500 bis 23.500 K., mittelschwere nnd Bauernschwein« 23.000 bis 24.000 'K., alte 21.000 bis 22.000 K. und Fleich. schweine 23.000 bis 27.000 K., extrem 27.600 K. pro Kilogramw Lebendgewicht. - P f e r d e m a r k t. Zunr gestrigen Markte * wurdet» 190 Schlächter- und 372 Gebrauchspferde gebracht. ES notierten: Zugpferde leichte 4,000.000 bis 6,000.000 K.. schwere 7,000.000 bis 19,000.000 K., Kutschpferde 5,000.000 bis 8,000.000 K., Pferde für Schlachtzwecke 5000 m 9.000 K. vre Kilogramm Lebendgewicht. Verkehr sehr flau. AaumwollmaM. New-Bork» 9. Juli. Baumwollzuftchren in den atlcm! und Golfhäfen 4000, int Innern —, Ausfuhr nach Großbritannien 1000, nach dem Kontinent 4000. Lokalmarkt middling: 27.55 (vorgestern 27.05). Tendenz: willig. Termine: Juli 26.84, August 25.60, September 24.30, Oktober 23.53, November 23.27, Dezember 23.07, Jänner 23.72, Februar —, März 22.66, April —, Mai 22.56. Prager Börse. Prag, 10 Juli. Die Eröffnung der Börse war heute ruhiger, einige Papiere neigten sogar" zur Schwäche. Später wirkten ausländische Kaufaufträge belebend auf den Verkehr und die Tendenz wurde fest. In der Kul'isse waren speziell Danek- und Skoda-Wien sehr lebhaft, im Schranken Berg und Hütten-, Texttl-, Bau-, Brauerei- und böhmisch-mährische Aktien sehr fest. Schwächer lagen chemische Werte rmd teilweise auch Zucker-Aktien. Von Transportunternchmunyen zogen Dux- Bodenbacher im Kurse an. Eine sehr Mlte Meinung herrschte für heimische Bankpapiere, die bedrüend im Kurse stiegen. Vo.n Wiener Banken waren Credit und Bankverein etwas bessert Auf dm Anlagemarkte lagen wieder Staatspapiere fest, speziell langfristige Anleihen. In Exoten wurde die Haltung nach einer vorübergehen-den kleinen Abschlvächnng wieder fester. Die .Schlußtende»- der Börse .war M.