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Wiener Morgenzeitung · 1923-07-10 · Heft 1583 (10.7.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1583 (10.7.1923)
Date
1923-07-10
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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; ‘-1 ch- /'iti& Mett, DLenAäg!kkmg finden wfid. Die Wen das Hakenkreuz, den Mriv-rrsLlMSPogwm und den Numerus clausus, und das genügt ihnen.. BfiDt also die Löse Mchtznattowafi Bewegung, die den Juden 'irm Wotan «ntz Deut herum fv viel zu schaffest macht. Jenen! Juden, die die deutsche Kultur des väterlichen Haufis, desfist »Oberhaupt sich in irgend einer mKhrrstheit Mfe noch brav und ^ehrlich zum Judentum bekannte, erhalten wollen, So ist es 'recht. Nur hochhaklrn die Fcchue des Deutschtums, die deutsche iKuttur des Datechauses erhaltest. Vis man es ihnen mit dem Gmnmiknüttvl üiwblaut, daß man sie dort, wohin sie gerne, mochten, gar nicht haben will. Und alle die, die fitzt dfi Studenten vor den JMschnattonafin so eifrig retten wollen, haben nichts gegen die Schmach des Numerus clausus zu sagen gewußt, von dem sie schliMich selbst bedroht sind. Davor wird sie — heil ihm! —^ auch der. Hilfsvevein nicht retten. Es sei denn, daß jhm Urban und Tschelnitz mit Bewilligung des No- Posat eine Subbention schicken, * OberraLbmer Jakob Meiet in Men. Wie bereits berichtet. trifft OLevvabiner Kvlouel Jakob Meier aus Jerusalem Mittwoch in Begleitung des Mitgliedes der Misvachi-WeLt- «enttxrfi, Rabbiner L. Fischmann, hier ein. Die Wiener Judenheit, wird Gefiaenhett haben, die Grütze unserer palästinensischen Brüder durch ihr geistrges Oberhaupt in einer von der Wiener Misrachi-Zentvarle Donnerstag, 7 Uhr abends, im Festsaafi des Hobel Eontinental, 2. Bez., Daborstraße 4, veranstalteten Massenversammlung eubgegenKunehmerr. Die beiden Gäste begeben sich von hier aus nächste Woche ails Del-egisrte pit ZioMsfi-nfingveß nach Karlsbad. * Leichenbegängnis. Unter starker BeteNigun-g wurde der plötzlich verstorbene ShnagageNsänger Dr. Leo Lamport letzten Freitags zu Grabe getragen. Aon Leichenbegängnis nähmen der Präsident der Kultusgemeinde Obevgenevalstabsargt Pros. Dr. Anis Pick, erster Sekretär Dr. Emil Adler, zahlreiche An-gesfillte der Kultusgemeinde urd Fvm-nde des Verstorbenen teil. Smntliche Chorsänger der Gemeindebempel waren in ihrem Amtsornat erschienen. Die kantovalen Furcklkiomn versahen die Herren Oberikantor Math äs, Margulies und Kogau mit verstärktem Chor. Nachruffe hielten Rckbbiner Dr. Fenchtwang. ferner namens des Bepbandes der Angestellten der Kultusgemeinde IM. Komsein, Armenrat Lembergen und Obevkantor Mathas, die' in ihren Reden den Mkichbeilfir, «die Ghavaikterpestigbeit und die Verdienste des BeMichenen tMrdigter', die er sich im Kampfe der Zlngestelltan um ihre materielle Besfirsfillung erworben hat. , ' % Aus dem Hause Rothschild. Freiherr v. Goldschmid t- Rothschrld, der Schwiegersohn der letzten Frankfurter Rothschrlds. heiratete in zweiter Ehe die Alleinevbrn des verstorbenen Herrn v. Fr.iedländer-Fnld, geschiedene Ladh Mrtford, geschiedene Freifrau v. Kuhlnrann. Es ist unbekannt, ob sie zum Judentum zurückgekehrt ist. Hingegen trat Komtesse Henkel-Donnersmark, Tochter des ver-- storbemn Fürsten, bei ihrer Heirat mit einem Bruder des Freiherrn v. Gokoschmidt-Rothschild zmn Judentum über. ' * Persottalnachrkcht. Der schweizerische Gesandte Doktor Charles D. Bourcart hat sich gestern auf Urlaub in die Schweiz begeben. Er wird voraussichtlich Mitte September auf feinen Posten zurückkehren. Während der Abwesenheit des Gesandten wird Legationsfikretär CH. v. Jenner als Geschäftsträger amtieren. * Die IM« sind an allem schuld.. In Paris ist ein Buch über den Versailler Vertrag erschienen, geschriben von einem gewissen Andre Cheradame, in dem hacrMein nach- > gewiesen wird, daß der für die Franzosen so überaus ungün< istitze FriedenLvertrag ein Werk — der Alldeutschen ist, die mit Hilfe der jüdischen Hochfinanz Wilson, Aoyd Heorge und sogar Clemenceau umstrickter^. Bei uns existiert für diesen „Charter os infistice", wie ihn kürzlich ein Engländer nannte, für diese Magna Charta der Ungerechtigkeit also, .eine andere landläufige ErAärung. „Der Frieidensvertrag ist das Werk haßerfüllter und größenwahnfinniger Fmnzosen, die imit Hilfe der Inden das deutsche Volk umstrickten."! In dieser GleichuM kommt auf beiden Seiten die bekannte Größe ,J>uden" vor. Man kann sie also auf beiden Seiten streichen. Das weiß sogar ein deutfchvÄMcher Tertianer. Dann ihat man das EvgMnis, daß dev VevsaiWer Vertrag das Werk chauvinifi'ischer Franzosen und der AHldent-., scheu ist. Damit kommt man der Wahrheit schon sehr nahe. * Prof. Einstein Berater fiir spezielle Physik. Alls London berichtet das I. C. B.: Prof. Mbert Einstein hat sich bereit erklärt, den Posten eines Beraters für spezielle PHM für die enMchen ZMchMen »Mrvsfiß Review" und i,Science WeMh" zu Übernehmer-. ' * EifinSahnkatastrophe inRumanien. Aus Bukarest wel- ^det I. C. B.: Auf der Strecke Bukarest—Jassy hat sich cm schrecklicher Zusammenstoß zwischen einem Personenzug!und einen: Lastzug ereignet. Es sind 30 Personen getötet und ‘50 schwer verfitzt worden. Sowohl unter den Toten Äs auch! zwischen den Verwundeten befindet sich eine größere Zahl l Juden. i * Wir leben länger! Die Statistik zeigt seit einem halben Jahrhundert. daß dre Menschen immer Äter werden und man!yat drese Zunahme der alten Leute auf die Fortschritte der i Heilwissenschaft zurückgeführt. Daß die Lebensdauer des Manischen tatsächlich, länger ist als im Wertnm, wird von einem Äen Statistiker dadurch bewiesen, daß er die Angaben c Spätzeit des römischen Kaiserreiches mit den heutigen! Ziffern vergleicht. Die durchschnittliche' Lebensdauer eines! Menschen von heute beläuft sich auf 46 Jchre. In Rom war; während des. dritten und vierten nachchristlichen Jahrhunderts ibic durchschnittliche Lebenszeit eines römischen Mirgers nur '22 Jahre. ,Rom muß damals ein besonders imgünstiger Platz . l gewesen sem, denn die durchschnittliche Löbenslänge eines i römischen Ansiedler in Spanien war viel höher und belief sich auf 87 Jahre., Noch langlebiger waren die Römer in Nordafrika, denn sie wurden durchschnittlich 47 Jahve, also ein Jahr älter als der beutige englische Bürger. Englische Kinder, die ihren fünften Geburtstag glücklich hinter sich haben, erreichen ein Durchschnittsalter von 60 Jahren. In Rom lebten! Kinder, die das fünfte Lebensjahr erreicht hatten vor 1700 -Jahren durchschniMch nur noch, wettere 22 Jcchre. In Spa!nien dagegen lebte das fürffjährige roMche Kmo durchschrmt - lich noch 34 Jahre und in Afrika noch 44 Jahve. Ein junger j.Engländer von 21 -Jahren darf erwarten, daß er durchschmtt-! lich noch weitere 42 Jahre lM. Ein junger Römer des gleii chen Wers, der im dritten und vierten nachchristlichen Jahr- : hundert in Rom wohnte, hatte nur die Aussicht auf durchischnittlich weitere 17 Lebensiahre. In Spanien dürfte der 121jährige Römer im Durchschnitt mit weiteren 24 Jahren in Nordafrika mit weiteren L4 Jahren Leben rechnen, EDiesc Bergleichszahlen beweisen, daß Kwder wrd junge SKm» von.honte im Durchschnitt länger leben, als die romi» Kvwvr und jüngeren Leute des späten Kaiserreiches. Wl * * * * * * lE ein Vergleich der voraussichtlichen Lebensdauer m choheren Mer. zugunsten der alten Römer aus. Ein EnglMer' vonchenfi zum Beispiel, der 66 Jcchre alt ist, darf im Durchschnm eme ^wettere Lebensdauer vvn 11 Jahren echoffen Kökttsev Movsenzertung. Mitteilungen aus dem Publikum. Kiiftus-ii. Jiistiztalare u. Barette 10. Juki 1923 GMV 23b Us5vrt la »sküostsr Aueftthran^ die bekannteste SpeztalBrrna DIIMtVC AM nf TEIN ZWl' und Uniformschneidor KllVULr UUUlälEin Wien,II.Taborstr. 54. Tel. 45-6-29 0egriindetlB66>' GroB» AuswahHelnster StofferfKr Maßbestellungen r m" ‘'•'•SÄ Ai (J>ÄP^^ShU«|ä3.tMS. ,'111 HALBSTOOK i^sys. MMeilungen der SchachsekNon Hatoah. Problem Nr. 16. Von M. HavA. (,Mada Praha", 3. IM 1W33 Schwarz (5). abcdefgh Weiß (4). Weiß fitzt in drei Zügen matt. SONDBB-WOCHE IN ALLEN ARTEN WÄSCHE UND APARTEN BADEKOSTÜMEN. In Rom und in Spanien konnte der 65jährige vor 1700 Jahren durchschnittlich mit weiteren 12 Jahren, in Afrika sogar mit 16 Aahren rechnen. Die „Aussichten fürs Leben" sind also bei den heutigen Menschen bei der Geburt, in der Kindheit und im jüngeren Alter besser als in der Antike, im späteren Mer aber schlechter. * Aufenthattssteuer in Deutschland. Die deutschen Maaimr; haben durch ein gegenseitiges Abkommen fistgefletzt. daß fed er? Ausländer nach seiner Ankunft in Deutschland sein vom' deutschen Konsulat im Ausland erteiltes Visum noch durch diesogenannte ÄufenthÄtsbewilligung ergänzen lassen muß. Für: diese BcwMgung höbt die Polizei bedeutende Beträge cm. And' zwar für die ersten drei Dag 3 Goldmark täglich, für die twcM folgenden 11 Tage 2 Goldmark täglich und für fitzen -weiteren: Tag 1 Goldmark täglich. Für 1-Goldmark werden gegenwärtG 30.000 Papiermark gezcchlt. .Ansnähnren können, nur in dringen- : «den Fällen, wenn die ^unbedingte Notwendigkeit der Reilse und-- die MittlÄofigkeit der Partei nachgew-ies-en wird, bewilligt-: werden. * Die Zollrevisivnsstelle in Karlsbad. Die amtlichen reichsldewtschen und österreichischen Zollrevisionsstellen werden Ende dieser Woche wieder ihre Tätigkeit im Bureau der Karlsbader Omnibusgösellschast (Obere Schillerstvaße), anfnehmen. Durch diese ausländischen Zollabfertigungsstelln in Verbindung mit: der tschecho-stowakischen Zollrevision wird es möglich, daß das Gepäck des abveifinden Kurgastes -schon in Karlsbad revidiert wird, was nrit Rücksicht auf die Führung direkter Züge nach Wfin und Berlin begrüßenswert ist. * Die Todesmsachen in Wien im Jahre 1922. In den - .Beiträgen zur Statistik der Stadt Wien" -ist auch der Antell der einzelnen Todesursachen an der Wiener SterAichkeit im Jcchre 1922 dargestellt. Es starben im Jahve 1922 in Wren 30.068 Personen, von denen 14.997 männlichen und 15.071 weiblichen Geschlechtes waren. Die meisten Todesfälle, nämlich 6704 oder 19,04 Prozent, entfallen auf die Krankheiten >der Kveislcmforgane, dann kommen 5652 Todesfälle, au Duberk'.rlsfi, also 18,46 Prozent, an dritter Stelle stehen die Todesfälle an iKvaukheitien -der Atmungsorgane; arrf sie entfallen 9916 oder 13,02 Prozent, dann kämmen 2769 Todesfälle an Kerbs oder sonstige bösartige Geschwülste, das sind 9I1 Prozent «der gesamten Todesfälle, die Krankheiten -des Nervenstzstems holten sich. 2723 DodesMe oder 9,06 Prozent, aus die Krankheiten der Berdauungsorgane entfallen 1958 Todesfälle oder 6,52 Prozent, sonstige Todesfälle wurden 1579 oder 5,24 Prozent gezählt, an Mtersschwäche starben 161-9 Personen oder 6,05 Prozent, an Lobensschwäche 1366 Personen oder 4M Prozent, gewalsame Todesart-en wurden 1101 oder 3,96 Prozent gezahlt, auf die sonstigen allgemeinen Krankheiten entfallen 946 nnd auf die epidemischen Krankheiten 916 Todesfälle. Gegenüber denr Jahre 1921 hat die Sterblichleit um 177-1 Fälle zugenommen. >da in diesem Jcchre nur 28L97 Stevbefälle gezählt worden sind. * Stadt Landes. Aus Innsbruck wird berichtet: AnläßMH der ErhebMg von L a n d e ck zur Stadt fanden Samstag und Sonntag in Landeck Festlichkeiten statt, denen Landes-' hauptmannstellvertre!>er Dr. Peer, der Bürgermeister von Jnr.sbrück Dr. Eder und zahlreiche Festgäste aus ganz Dirdl bettvvhnten.- Zusammettstotz eines Zuges der Preßbmgerbahn. Gestern vomrittags fuhr der Kutscher Karl Schmie>dberger mit seinem- Wasfirspvitzeniw-agen durch die NoltendoH'tvaße gegen den Donaukanal mtd übersetzte die, Landesbahnstrecke Wien—Pretzburg. Zur gleichen Zeit passierte ein Zug der Bundesbahn die StraßenLreuW'f.g und die Maschine streifte den Wagen am rückwärtigen Ende mit solcher Wucht, . daß der Kutscher vom Bock vor die Dchutzvorvichtung der .Maschine gMleudevt und mi t geschleift lvurde. Er wurde ' verfitzt. Auch dfi Werde des Wagens wurden verfitzt. Die SchÄd an dem Unfall soll dm Motorführer des Zuges trchfin, der, ohne SigM zu geben, die Kreuzung übersetzte. . * Amtlicher Wetterbericht. Die Wetterlage ist stabil. In Mitteleuropa herrsckst heiteres Wetfir bei nordöstlicher Luftströmung. Voraussage: Schönwetter anhaltend. Kongretzordner. Die Frage können wst leider nicht beantworten, tvollen Me sich -cm das Zi-on-istische Landeskonritee wenden. — I. Weiß. Ohne den Zweck Ihrer Anfrage zu kennen, ist eine Beantwortung -nicht möglich. Wir bringen heute, da Lasker die Schacharena wieder betreten hat. eine Partie aus seiner Weltmeisfirschast. .Sie gehört nicht zu den korrektesten und ist von ihm sDöcht angelegte Nichtsdestoweniger ha'ben wir sie gewählt, weil sie gewisse charakteristische Eigenschaften des früheren Weltmeisters besonders deutlich zeigt: seine uuerschütterliche Riuhe in^schfichfin Lagen, seine Erf-indungsgL-be, seine reiche,lPhantafie, ifehie; Kombinaitionskraft. kurz, alle Nnerschöpfiichkeit -der HÄfsmiifil, die ihm zu Gebote standen. Man sicht da . klar: Nfi wav'Lasfir so s-chr zu furchten, als weim er auf Verlust stand.' - Weiß: Dr. Lasker. — S ch w aa: zr.Janowskt. Gespielt im Wettkampf Lasker—Janowski 1910. 1. 62-64 67-65 I 10. Se4—c3*) 0-0-0*) 2. o2—c4 e7—e6 11. a2—aB A) S-g8—h6 3. Sbl—c3 , c7-c5 12. b2-b4 e5 4. c4>X45 ©6X65 , 13. S c3—B5 8 *) Sb6—fö! 5. 8 §1—13 Lc8—e6 14. T al—cl SI5Xe3 6. e2—e4 65Xe4 15. f2Xe3 DeöXe3>t 7. ScSXe4 Sb8—c6J 16. Lll—e2 L 18-e7«) 8. Lei—e3 c5X64 17. T cl—c3 L e7-b4.t 9. S13X64?' 0 D d8-a5f t 18. 82-83 l>e3— ei*) a b c. d e i g Weiß Stellung nach dem 18. Zuge , von Weiß. 19. 0-0 20. T.flXfß n 21. L©2-f3 22. S b5X»7 f 23. S »7Xc6 24. T c3Xc6f Lh4—16 g7Xf6 D e4—eß Kc8-c78) b7Xc6 Kc7-b8 25. T c6-b6f Kb8~c8 26. Ddl-cl f Kc8—d7 27. Sd4Xe610 *) 17Xob 28. Tb6-b7t Kd7-e8 29. L f3—c6 f Aufgegeüen.'l) *) War schon der 6. Zug des Weißen-ziemlich schwach, so ist dieser Zug ein grober Fehler. Lasker spielte offenkundig die Eröffnung ziemlich gedankenlos. Der Läufer mußte schlage». -) Auf Ld2 folgt D e5. *) Nun hängt bereits der Springer ä4, La Leb droht. Verhindert einstweilen -ll e5, da hierauf b4 folgt, ö) Schwarz darf hierauf nicht a6 spielen, da sonst Weiß mit v ei und Tausch auf «6 einen starken Angriff erlangt. Aber alle, die feinen Züge des Weißen sind ja dock nur Notbehelfe, der Springer 64 ist eigentlich nicht zu retten und so spielt Lasker förmlich mit Vorgabe einer Figur. Aber er verliert nicht die Ruhe und infolgedessen auch nicht die Partie. e) Um mit L f6 den Springer zu konfiszieren. Was soll Weiß jetzt dagegen erfürden? *) Hier konnte Schwarz mit 18. DXcS; 19. S bXc3, L16; 20. 0—0, LXd4f; 21. Khl, LXc3 seinen Vorteil bewahren. Er zog aber den anscheinend einfacheren nnd klareren Gewinnweg vor. Er wurde deshalb von allen Glossatoren heftig getadelt. T a r r a s ch schrieb sogar von unerklärlichem hypnottschen Einfluß, de» L a s k e r aus seine Gegner auSübe. Soviel mag da richtig gewesen sein, daß I a n o w s k i gerade gegen Lasker alle unklaren Kombinationen vmneidet und »das spielt, was, wiegesagt, den Gewinn anscheinend klarstellt. Wie konnte er wissen, naß Lasker gerade dagegen gewappnet ist? Weiß fitzt nunmehr mit einer prachtvollen 12 zügigen Kombination ein. Auf Kb8 folgt zweimaliges Schach auf c6 »mb Schwarz muß entweder in die Abzugslinie des Turmes oder des Läufers, so daß er seine Dame verliert, ohne die feindliche zurückzugewinnen. ») Aus K a7 oder c7 erfolgt das Matt noch schneller. T0) „Der Springer rächt sich fiirchterlich für die Todesangst, die er seit 16 Zügen ausstehen inußte, indenr er den schwarzen König seiner besten -Deckuugsfigur beraub." (Dr. Tarrasch.) n) Ms Kf8 folgt Dhöf und Matt im nächsten Zug. Es ist gewiß ergötzlich, daß Schwarz, der auf seinem Damenflügelplötzlich überfallen wurde, auf dem Felde - g8 matt wird. — Eine trotz der Eröffnungsfehfir L a s k e r s wunderschöne Partie voll tutenSpannung und dramatischen Reizes.

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