Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-07-08 · Heft 1581 (8.7.1923) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1581 (8.7.1923)
Date
1923-07-08
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980662--15346-3002164
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

T”*-* Seite 6 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung. Juli 1923 NL. IMK Da- St. Clara-Kloster übernahm drei Häuser neben der Jndenschule und die Baidestube. Die Synagoge wurde sofort vom Pfarrer von Si. Nikolaus für das Kl oft erdrück er Stift in Besitz genommen, und ein Jahr später, durch den Weihbischof Wilhelm von Olmütz als St. Bernhcwdin-Kapelle eingeweiht. Um das Jahr 1646 wurde aus dieser Kapelle das Malzhaus» später ein Wohnhaus gemacht. Den Friedhof übernahm die Stadt, aus dem Wiesen und Gärten wurden. Es läßt sich nicht eruieren, wo sich die Ausgewiesenen ansiedelten; wahrscheinlich in Sch aff a (Synagoge 1726 erbaut), Mißlitz, Kromau, Eibenschütz, Piesling, Pulitz Nikolsburg, Orte, die teils jüdische Gemeinden hatten, teils erst durch die Ausgewiesenen der königlichen Städte solche erhielten. Bis 1851 durjfte in Znaim kein Jude sich ansässig machen. ' Der ungarische Numerus rlaasar. Der Rechtfertigungsverftich des Professors yosr> Ein in allerweitesten Kreisen unLeAannter Herr, der sich ofö ungarischer Umvarffitätsprosessor Dr. Karl Hoor vorstelbt, ließ jüngst durch einen Leipgiger Bevlag ein sonderbares Büchlein» drucken, das den in der wissenschaftlichen Literatur emytzgartigen Drtol ,^Der Nnmerus clausns" fuhrt. Man kann sich schließlich dariDer trösten, daß ein UniveöfitÄsproftssor aus Budapest eine Einrichtung Preist, die mit den Prinzipien der Freiheit der wissenschaftlichen Forschung jÄeutfalls in Widerspruch steht, wenn man sich erinnert,, daß diese Sorte von Wi^nschaftlern in den letzten Jahren innerhoL und außerhalb der UMvevsitäten Mrrdechcmden führte (der jüdische Medtziner lÄmnevich Klein wmLe zum Beispiel vor Jahr und Tag in der Aula der Budapester Universität in Anwesenheit mehrerer Professoren erschlagen), wenn vrsn sich den Fall des Professors Meszaros vergegenwärltigt, der von der Wiener Polizei Äs Haupt eines Geldfälscherkochortrums festgenommen wuribe, wenn man an die Enthüllung des Abgeordneten Gaal in der ungarischen NationalverfammÄMg denltt, daß es m Ungarn Hochschullprafessoren mit viernndd-reißig Nebenberufen gibt. Dennoch gibt es zu de Een, daß derartige Leute einen wissenschaftlichen Verleger in Deutschland für ihre Propagandoschrift finden, also auf Keichgesimrte Leser rechnen Uirfen. Ohne dem Buch besondere Wichtigkeit beMmessen, dürften die gründe", mit -denen der Professor aus Budapest arbeitet, nicht ohne Interesse sein. Es wird zunächst geleugnet, daß sich der Numerus Äauses in Ungarn gegen die Juden richtet. Ne«»! Er richtet sich gegen die Zigeuner, welche laut MÄnsterialverordnung den Aeinsten Prozentsatz der Auft nahmeberechdigten bilden. Hat sich das Zigeunevvolk vielleicht im Ausland beklagt? Ganz inr Gegenteil. Die Zigeuner sind so loyal, daß sie'sogar nur mit zehn Prozent der schu-Ivflichtigen Kinder das Unterrichtsbudget belasten und die Ädrigen neunzig Prozent als Analphabeten aufwachsen lassen. Achnlichc Loyalität erwartet der Herr Universitätsprofessor auch von den Juden. Gegen die ZahlenbeschrärEwng hat außer den Juden keine andere Nationalität protestiert. Sogar-die kulturell hochstehenden Deutschen nicht. Es wild nicht bemerkt, daß es bei den deutschsprachigen Hochschüleru — die fast alle stark magyarisiert sind — ohnewsiters hingenommen wurde, wenn sie sich für Ungarn «Märten, was bei den Juden nicht der Fall war. Uebrigens konnten die Juden die von'den „erwachenden" Studenten auszustellerrden amtlichen Zeugnisse.über politische „Verläßlichkeit"' nur in vereinzelten Fällen — bei entsprechendem Geldaufwand'. — vvrweisen, was der genannte Professor als Beweis dafür betrachtet, daß die Inden — Kommunisten sind. Bon 58 von allen - ungarischen Universitäten ausgeschlossenen Studenten waren 54 Inden,.von den 46 verjagten Mitgliedern der LchrWrPerschaften waren 4Z Juden! Dies ein weiterer Beweis! Es wird sodann die Notwendigkeit des' Numerus clausus durch die Darstellung seiner Entstehungsgeschichte ansgefAhvt. Zuerst wurde die Beschrär.Tung der Hövergahl an einer Üttttversität, die sich zu Europa Men buche, durch den berühmten Wiener Mediginer B-il-lroth vovgeschlagen. Allerdings sollte damals (in den iAch'tzigerxchren) die Auswahl nicht nach Nassenyesichtsp-uniten, sondern nach den - geistigen Fähigkeiten vorgenommen werden. Merkwürdigerweise halben damals die M-ichtfuden protestiert. Es. werden -in dem Buche statistische Daten angeführt, um zu beweisen, daß die Ueibersülln-ng der ' ungarischen Universitäten die GmDhvrmg des Numerus clausus notwendig machte. Verschwiegen wird, daß an den „exilierten'" Universitäten christliche -Hörer durch staatliche Prämien gesucht - werden, wobei ' der Mangel m Studenten in emttgeu Fällen die Uebevschveittmg der für die Juden fchtgösetzten Zahlerrgventze erzwang. Das Erscheinen- -dieses Propagmrda-SchunÄ^ durfte nvrrgens nach vier Jahren Prügeliortur dsr in Ungarn aufgenommenen und nach vier Jahren öeiäxett der im Au-Slande hun^r-nden Anika viertausend jüdischen' Studenten nicht ohne ^ein' Die in Ungarn NpMch stattgefundene SüidentenEchchÄon-ferentz sollte der WM wieder eir.mal gttgen, wie konsolidiert Ungarn ist. Es wurde hier beschossen, die vertagten jüdischen' Studenten aus der den Flüchtlingsstudeniten gewährten Hülfe auHKuMießen, da ihre persönliche SichsvhM nicht gefährdet ist (?)'Das Buch dieses Hoor soll dies echärten. Es gchSrt.in das gleiche Fach der magyarischen Fälschungen wie Bechlens Mmömtätenvev-, tov. Der Mörder Novosat ist gestern r»suevlich vechört worden. Aussagen von Belang sind hierbei nicht gemacht wo'rden. Gegenwärtig geht die llnterisuchuWg der Wiener Behörden dahin, zu eruieren, wie weit der Einfluß der reichsdoutischeu rlechtslbolschewikischeu Organisationen bei der Wiener Gcheimbüudlerassäre sich fühllbar machte, und o>b direkte Aufträge aus München und Berlin für die Verhafteten Vorlagen. Die Mitteilung, daß es sich bei der Wiener Terrorgruppe tatsächlich um Fitialverbände der in Preußen verbotenen urid in Bayern geduldeten Geheimverlbände gchcmdM hat, wird nun r u s B e r l i« b estätigt. Die dortigen Behörden halben bestimmte Anhaltspur.Ete dafür, daß zahlreiche von Berlin aus steckbrieflich und polizeilich verfolgte Emissäre der viMischen Gcheimorganisationen sich nach Oesterreich güwendet haben, wo sie unter falschen Namen weilen, um chre in Deutschland unterbwndene Tätigkeit fortzusetzen. Die Nat-iomlsoiziMsten hatten, wie berichtet, am Fvcitag durch eine parlamentarische Korrespondenz eine Nachricht über eine zwischen ihnen uud dom Poli-zeipräfidenten stattgefundene AuÄjpvache den Zeitungen geschickt. Der Polizeipräsident g'übt nun ireiner amtlichen EMavung die foligende Darstellung: ,Mm Freitag sind beim Pobtziprälfidenten namens der natiöncüiMialWschen Partöileibung drei Herren unter der Führung des Inspektors Hof mann erschienen und haben die HUe des Präsidenten augerufen, damit den zwecklosen Hausdurchsuchungen bei am Mvüdsalle Karger gang unbeteiligten Personen Einhalt geboten werde. Sie erbaten auch eine Einflußnahme des Polizeipräsidenten ctuif die ionrnallistrsche Berichterstattung, da in den DageMättern ganz unwahre, die NationaHmicklistische Partei verunglimpfende Berichtiv enthalten seien. Der PölMipräsident, der diese Deputation vor einem Zeugen empfing, setzte den Herren auseinander, daß die Po'tzeidirektion, bekiehu-ngsweise das Mit der Durchführung der Amtshandlung b-traute Sicherheitsbuveau, diesen Berbrechensifall Wichtgsmüß, mit AusschließiNrg jeder politischen Rücksicht, bchaMe und alles aVtzuibieten habe, um die restlose AuU-arunlg des Falles zu ermöglichen. Seines Wissens seien -nur solche' PnLonen verhaftet und nur bei solchen Personen Hausdurchsuchungen Vovgenommen worden, welche entweder, wie Novosat, direkt als Täter, oder Wm Beispiel, wie. Freund, Brunner -und Konsorten, als M i t s ch u ld i g e in Betracht kamen. Ferner sei bei . solchen Personen geamtsha-ndelt worden, welche nach Angabe des Novosat und seiner Mrtvechaffteten tervoriMchen Geheimöiinben angehört und von denen -einige sogar die DorbeveMW oder doch die Absicht von Anschlägen gegen politische Mr sonst prominente Persönlichkeiten zugegeben hüben. Der Polktzeitpräsident hat den Erschienenen weiters mitgeteilt, daß soeben der zuständige Untersuchungsrichter und der kompetente Staatsanwalt aus St. Pötten im Sicherheitsbureau der PolttzeidiveLtion tätig seien, um nach dem Staude der poltzeittchen Erhöhungen die ordentliche Untersuchungshaft über eine RMe der verhafteten Personen zu vechärrgen. Von der Dersügnng des Gerichtes hänge die weiter« Behandlung der AnMögetcheit ab. Jedenfalls würden fremde Staatsangehörige, Ms sie durch die polizeilichen Echeibmmgen kompromittiert seien, abgescha-fst werden. Der Deputation wurde überdies vorgehalten, daß die Bestelkmg unreifer, noch daW vorbestrafter Burschen, v m Kommandanten von Ordivertruppen Oall^ Novosat) von denijenigen verantwortet werden Müsse, die diese Bestellung vollzogen hätten. . Was die Berichterstattung cm die Presse anbeilicmigt, so habe die Poli^eidirMion mit peinlichör Bedachtnahme auf ihre strakproMssuaLe Stellung nur das veoiHeMicht, was mit Rücksicht auf die begreWche Aufregung, die der Mordfall hervomeruffen IMe, der OeßfeEchkett nicht vorenthalten werden konnte. In den Aiussendwngen der PoliMdirMiM seien nur Tatsachen arvgeMrt. Für die Zutaten ojWcknor Blatter könne die PobtzöSdiEwm eine Berant- Wortung nicht Lberuehmen." . Diese neuartigen Dsmvkraten, die in den Interviews des Riehl in den ,/Judenyeitungen" so sreisrnnig tun, versuchen also beim Pobitzeipräsidenten eim Erpressung, damsi die Wcchchert über die Mörder vertuscht werde. Sie fordern Lar „rutaurha«en-Mrche»" der „Nowoje Di« Inden habe« Carnarpo» umgebracht. Die einst große „Nowoje Wrem-ja", das gewesem Regierungsovgan aller Mystischen Reyrerungeu/ echchemt jetzt in Belgrad äls Sprachrohr der russischen Monarchisten. Ist sie , auch in ih-vem Aussehen bescheidener, an Umfang unanföhnl'-cher geworden, so hat sie ihre ÄebensLufgoLe, die Hetze gegen die J-'ien, die Aufreizung zu Pogwmen und die Cvf>mdnug von Lügenmärchen Wer die Juden, nicht ausgegeben. So tischt sie jetzt ihren Lesern einen „authentischen" Bericht über die wahren Ursachen des Todes des armen Lovd Carnarvon. des Entdeckers des PharaoMNgvabes, auf. Laut dieser „aus sichever Quell?" stammenden MitMung ist ter arme Lord weder an den Folgen eines Fliegenstiches noch infelg: des Bannsluä)es gestorben, der jedem mit dem Tode droht, der die Riibi. Pharaos zu stören wag., sondern einzig nnd allrin. die bösen Juden^ >das Berbrechrrsolk Israel schuld. Welches i Jnr-evesse Härten die Juden an der Ernwrdung des emglnchen. Ku'.'.urforschers? Tie „sichere" Quelle W „Nowoje Wreurja" weiß eS ganz genau: Pharao ttrfcifjtc die Inden und h-si es; mrtürsich als -däß'dieser' sein MenscheHveuMicher RogiierMgsalt mit -gleichzieitigm ^uchentischen" -. Aufzeichnungen über die Verworfenheit der der Juden in Aegypten in seinem. königlich m Grabe verewigt wevde.'Liegt es da nicht klqt auf der -Hand, daß die JWen -das größte LMtevesse haben, die Aevfdeckung dieser Aufzeichnungen zn hinltertroiben? Und weil Lord Carnarvon - ein' aufrechter Mann war, der sich -von den verfluchten Inden, obglvich er von ihrem Vorhaben Kenntnis hatte, nicht aüfchveüen^ließ/ mußte er eine FMschnng der Ui-techlchnng und der Berichterstattung Es geibührt ihnen, daß sie der Polizeipräsident nur' / ' vor einem Zeugen enrpfängt. Herr Riehl benützt die'Gelegenheit. Die llniersuchun) scheint so weit abgeschlossen und er hat viele QU-ie Freunde die schon einer Ausibvoitung der Recherchen eutgegenwivker werden. Also droht er. In der „Arbeiterpresse" beschuldigt e> augerGvinlernd die jüdischer: Blätter, deren Arlssvager er vorgestern noch empfing, daß sie ,-wirklich gvsäl)Äiche Terrorakte züchten". Dein „8 UhrMatt"-Redakteur will er über dp Finger klopfen. Er kündigt M, daß di« Orbnertruppe in dennächsten Tagen auf Gvlmd eines geisetzl-lchen Vereinsstaiuts neu a-ufgebant werden wird. Dieser Riehl ist aber außerdem noch fahr nndarckbar. Di^ stunde", die ihm als erstes Blatt die Ehre eines Jntev viows erwies, böschmrpft er als „jüdisches Schwein' und stellt ihr Lhvfeitzen ln Aussicht. Da .er sie ein von der tschechischen- Regierung bestochenes Blatt nenn-t, wird ihm,.wi> es notwendig wäre, im Ger-ichtssaale die Antwort gegöber werden. Dieselbe Mmmrer der „Arbeiterpresse", der wir dies' Proben enlnehrnen, pmpfi-chlt die Lebens-v e rs i ch e r u ng s. .ges,e>l'lschaft ,/Janus" (Wien, 1. Beg., Wipplngcrstraßt Nr. 36), als ein ans arischer Grundl-age fußendes Institut, da.' bereit ist, von jedem Vernichevrmgsäbischlnß mit einern Parteigenossen einen fixen Anteil dem Hakenkrenz-Kampfschätz zulzuführen. Weiter werden ^osnnde, ledige Parteigenossen „bchufs späterer' Aufnahme in eine gute Stellung", anst gefordert, sich zu melden. Es handelt sich um die Neuwertbringen znm Bnndesh ee r, die im Sep t>enrber statHinden sollen. Einem jungen Mann, der sich meldete, wrwde laut „Mond" das folgende evAffnet: » ,Die NationalsoziaUten legen Wert darauf, ihre Gesinnun.qsifreu.nde m die Wehrmacht zu bringen, damit sie vom Staate begahilte und a-usgerüstete Mitgliedee für ihre Sturmtr-u-ppen bekämen. .Die leiten^, den Männe-r der M-Hrmacht sind schon fast alte.Na' tiona-lsozialisten. .Wir müssen mit allen erdenkliches Mitteln kämpfen, und wo die -Kraft nicht ausveicht, müssen wir mit Schlanhelit und Hir-tevlist arlbviten. Jetzt ist die Zeit noch nicht da; wenn Über der Moment konunt, dann, werden all -c ö f f entliche n Aemter bejsetzt,. die. Juden nie der gehauen und die Arier gefiangengcfetzt." Das sagte der Beamte wortwörtlich! Ue'ber die politi«' sche Lage klärte er den Burschen des weiteren ans: ,g)ii fetzige Regierung, ist zwar nicht natiional, sie ist uns aber nicht hiuderl'ich." Trotzdem müßten sie trachten, einen parlamentarischen SOtzPunikt siir ihren Kampf zu b5. kommen. Doch werde erst ihr Salizbu rger Pä rt eita g' - Wer die Frage -der WaMeteittgung entsMiden. Wenn nwf sie auch verfolge, wie MM Be-Wiel durch das Plakatierungsvertbot, so könne ihnen das nicht schaden. Es halben bereits. Alto®'If Hausherren ihnen die Mauern'ihrer Häuser zum Plakati-eren zur Berfügung gestellt." ■: . Das sind sehr kostlbare AeußeMNgen, die auf den Hinter- - grund der NovosatMfäre und. ihr« Behandlung ein sehr, grelles Licht werfen! Noch eine Lüge der Nationalsozialisten- In den heutigen Blättern ist ein Bericht Wer eine Borspvache der rationaüsoziattstilschen Parteileitung beim Polizeipräsidenten Schober enchMen, aus dem he-rvorgeiht, daß von der natioinälfoFialistiischen Partetteitu-ng bei diefer Gelegenheit auch darlülber Böschwerde gchührt wird,, daß mau sowohl bei den nat-ion-alsozialWschen Parteigängern als auch ingroßdeutschem Vereinen, ganz nntzerechtfertigte Hausdurchsuchungen vornehme. DvmgHgLnülber teilt die Parteileitung der Großdentschen Dollkspartei mit, daß sie mit aller Bestimmtheit feststellen könne, daß bei großdeutischen Vereinen überhaupt keine Hausdurchsuchungen stattgefuud'u haben. Hakenkreuzler in Bremen. Bremen, 7. IM. (DÄ.-GomP.) Nach einer Aii-tt-eilüng der PvHeidirckktion wurden mchvere Mitglieder recht sst-cheMder Organisationen unter dom Berdacht-e der Zugchöriglkeit -zu verbotenen Verbänden verhaftet. Ein Teil der Vechaftoten wurde nach eingehendem Verhör wieder in FveHeit gelsetzt. diesen Wagemut mit s-oinem Löben büßen. Na also, jetzt wissen wir's. So hat es »Mckvoje Wremja" rnmrer gemacht. So jahrizierte sie seinerzeit den B e i-I i s - P r o z e ß, so half sie in ihrer Glanzzeit an dem Zustandekonmr-en des „Protokolls über die Weifen von Z-ion" -mit und es ist ein wahres Glück, das; sie ihre Lügenfabrik nicht mehr im Reiche des russischen Zars^betreibt, -denn wer weiß,' ob - ihr Märchen vonr Lodens Lord Earnarvon im Heiligen Rußland nicht zu einem J-u-denpogwm geführt Wie. In Belgrad richtet sie vorläufig -nur -den Schaden an, daßsie das ihr gebotene Asyl da-nrit vergilt, daß sie das -jugoslawische Bauernvolk zu verdrinunen' trachtet, indenr sie es mit Ammenmärchen füttert. Man -sollte ihr doch das Handwerk legen! Der arische Langschiidel des Herr« Lesitsch Elektrische Wellen oder weiße Mäuse. Die Berliner „Kreu-zz-ei tung" berichtet über einev interessan'ten Beleidigungsprvzetz, der in Moaibit vechaudett lvuvde, und. in dem sich, wir das deutschnaiti-onale Organ sagt „verschiedene b e k a nnt-e antise m i t -is che P e r f v n- -lichke-iten gegnuiberstanden".' Kläger war Artur Tre bitsch, der 17 ant-isenvitische Schriften verfaßt hat, Auge klagter der pr-aktifche Arzt Dr. v. Oist i, Zeuge der anti-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.