Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1580 (7.7.1923)
- Date
- 1923-07-07
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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e*te2 Ms«, Samstag_ Kultur «yd Wirtschaft. Bon Dr. Jacques Adler, Leipzig. Wo heute lebendige WechseOoziehultgen Mischen der Mischen Diaspora und Palästina Vestchm ode^neu hergestellt ivecken, handelt es sich in der Hauptsache um Ducge der Wirtschaft: Baugestllschaften, BankgrüNdarngen, Ruthenberg-Un-ternehmen, Kolonisation. Mit gutem Recht, denn mir aus solider wirtschaftlicher Basis wird die Heimstätte sich behaupten können. Es ist auch, richtig, wenn wir nicht nur an den nationalen Qpfevsinn uns wenden, sondern darüber hinaus das PÄVatwirtschaftliche Kapitalisten- und Unternehmerinterefle auf Palästina zu lenken suchen. Denn dies entspricht sowohl den: allgemeinen Volkswirt-' schastlichen Entwicklungsprozeß, durch den auch Palästina wird hindurchgehen nrüssen, als auch den speziellen vkonornischen Notwendigkeiten — das Mische VölkMpital, das ' heute durch die Spendenfonds nach Palästina fließt, .er- . möglicht vielfach nur die Schaffung eines gemeinwirtschaft- Uchen Rahrr.enZ für die aufbauenden Terweltzen, die Privatinitiative erst füllt das Bild. Dies alles will nicht mehr sein als eine rein tatsächliche Feststellung; über das Wünschenswerte, mag es der eine auf dem Gebiete sozialistischer Gememschaftsformen suchen, der andere es mehr in privatkapitalistischer Betätigung erblicken, ist damit nichts ausgesagt. Wer daran etwas ändern will, der kann es nur durch praktische Leistung,, der Gomeinwirtschastler, indem er für die Stärkung der Spendenfonds (Jüdischer Nationalsonds, Keren Ha-jesfod, Jüdischer Palästina-Arbeitersondö) wirbt und die Finanzinstrtute der Gemeinwirtschast (Jowifh Cobmial Trust,- JÄische Palästina-Arbeitevbank, Misrachi-Gany ausbaut, der Privatwirtschastler, indem er Kapital zur Anlage und Untemehmungsgeist zur Betätigung nach Palästina zieht. Welchem Wege der wirtschaftlichen Arbeit man den Vorzug gibt, ist durchaus eine Entscheidung der Zweckmäßigkeit, ja sogar der persönlichen Neigung. Das eine schließt nicht das andere aus. Nicht etiwi- ,Mmeinwrrtschaft oder Privatwirtschaft" lautet die Alternative, sondern nur so: „Palästina-Auftau oder nicht". Ueberhaupt erst einmal die Mische Mrtschaft in Palästina zu wollen und die Frage chrer Form an zweiter Stelle, als ein spezielles Interesse, zu behandeln, ist das Kriterium des jüdischen Palästina-Willens. In der Sphäre des Oekonomrschen zwar realisiert sich dieser Mlle, sein Ursprung aber liegt in der Erkenntnis der nationalen Notwendigkeit. Dieses psychologische Moment darf nicht vernachlässigt werden. Selbst dort, wo^mr eine ausgesprochen Wirtschaft-' liche BeteAigung am Mlästina-Auf-au emgeleitet werden soll, genügt nicht die rem ökonomische Einstellung, sei es die eines privaten Gewitmittteresses, sei es die der Betätig gung persönlicher Vorliebe für d^MnsbMlNg'MtiMMter Wirffchaftssormen gelegentlich des Neubaues einer Volkswirtschaft. Zur Erklärung dessen, daß der Mische Unternehmer einerseits, der jüdische Wirtschaftsreformer anderer-. seits gerade nach Palästina geht und gehen soll und nicht nach einem anderen Lande, reichen alle wirtschaftlichen Argumente nicht aus und würde ihre alleinige Anwendung nur Mißverständnisse und Enttäuschungen mit sich bringen. Die Wahrhaftigkeit vielmehr gebietet zu sagen: Me jüdische Wirtschaftstätigkeit in Palästina resultiert aus dem nationalen Notstand in der Diaspora und hat zum Zweck die nationale Erneuerung vermöge der Rechts- und Wirtschaftseinheit auf dem Boden der Heimstätte in Erez Israel.. | Die wirtschaftliche Anteilnahme, der Juden, am Palästina-Aufbau ist wert schneller und starker, ccks es der rein wirtschaftliche Anreiz vermochte,, dadurch zu erzielen, daß man darlegr, wie eng unsere kulturellen Interessen mit dem Werden des Nationakhevms verbunden sind. Es läßt sich schr wohl denken,, daß die Werbung für ein Frnanzmstitut mit Ausführungen eüva Aber die Hebräische Universität und die Jüdische NationoWMochÄ zu Jerusalem eingeleilei wird. Wir möchten aber an dieser Stelle gar nicht etwa Ratschläge für Propaganda geben, sondern nur an den wichtigen Zusammenhang erinnern, der in Debatte und Praxis der ökonomischen Maßnahmen oft ein wenig zurücktritt und daher von Zeit zu Zeit immer wieder kräftig zu unterstreichen ist: Nicht Um der Wirtschaft, sondern um des Mischen Volkes und des Judentums willen bauen wir ein jüdisches Palästina auft In diesem jüdisch-kulturellen GesamGel finden , sich alle die zusammen, die in wirtschaftlichen, sozialen, politischen Anschauungen divergieren. Mag der eine besonders der hebräischen Literatur und Drache, der andere der jüdischen Mertumswissenschaft, . dieser der ToLmudforschung,. jener der jüdischen Kunstgeschichte zugetan sein — ein jeder Jude hat irgendeine solche kulturelle Herzensneigung —, in Palästina, auf dem Boden der Heimstätte, keimen alle , diese. Disziplinen in VeÄbimdimg mit dem lebendigen, kulturellen Schaffen des Volkes selbst in kräftiger Entfaltung aus, die in der Diaspora scholastisch verkümmern und vertrocknen, Die Einheit des Zieles schließt die Vielseitigkeit'der Methoden nicht aus. Die thotatreue Richtung mag anders verfahren als die. moderne, voraussetzungslose, kritische Forschung. Das ist durchaus nicht schlimm. Die Hauptsache ist, daß ein jeder kulturelle Wille zur Betätigung- .gelange/ daß auch m Palästina der Rechtsfatzgilt: Die Wissenschaft um» ihre Lchre ist ftei. , - V.. ■ Palästina als Heimstätte des jüdischen Geistes wiederhe stellen, als Basis neuer WÄtkultureller Leistung des Mischen Volkes., und als Gewähr dev freien nationalen _ Widttttr MotserrztzWlNg.__ Entwicklung, ist Sinn und Antrieb Micher tvirtfchaftlicher Benstlhnng. Wir wolle:: die Paläsüna-Wirtfchaft als Vorstufe der neuen Krllturcntwicklung. Der Fortbestand dev Mischen Kultur in allen ihren Aveigen, die uns hw volksftMrde Intelligenz der Diaspora nicht gewährt und auch nicht gewiihren kann, wird das Werk dtt furchen urspvünglichen Kräfte sein, dienusdeu:. durch unsere. Wirt-' fchasMHen Maßnahmen geschaffenen Mischen Bauern-, Arbeiter- und Handwerkerstand in Palästina mit Sicherheit auffteigen werden. Ans dem NaMnolrat. Nochmals dir Dnes mW-die Ostju^n, das Frffionsgesetz u. a. m. Da Präsident Werskirchuer mtpäWch fft und Doktor Ding Hofer gerade jetzt irgerildwo ratif der unteren Donau cknhergondelt, führte gestern wieder im Natiowalvat Prchident Seitz den Vorsitz. Die Sozialdynwkraten waren daher recht zahm, um ihren: Genossen das Auttieren nicht zu schwer zu machen. Die erüvartete Sensation, die Embringuntz des neuen Zollta.rises, unie rblieb, und so i wurde die Dagesockmmg ohne echMiche Debatten erledigt.! Zunächst wurde der für den abgesagten CihvWchsozialen Weigl einbevufene Ersatzmann, Mg. Bichl, ein geistlicher Herr, an-gelobt und.hieraus die Debatte Mer die Resoluttonsarrträige betreffend die BekäGpifung der Geschlechtskrankheiten fortgesetzt. Mg. Höilzl war von den SotziMlümoikraten, offenkundig mit RüDcht auf die kommenden.Wählen und lvegen der Mischen Stimmen, die die Sever-Parto: hierbei wiederum evgatteM will, dazu bestimmt worden, aus"die unerhörten Jnsamiei.» Ursins gegen die Ostjude^n zu antworten. Höltzl entledigte sich dieses Auftrages mit folgender etwas schwächlich geratenen Entgegnung: Der Abgeordnete Ursin, vm Arzt/ hat die Kverchsellerschütternlde Entdeckung gemacht, daß die Syphilis ein Morbus judaious oder ein Morbus galioiauns, sozusagen eine jüdische Rasseneiyentürnlichkei-t sei. Mn, meine schr gechrten Damen und.Herren, die Spirochaeten'und Gonokokken sind in»terkonfessionel!l und international. Heute kann man ebensowenig, wie etwa vor 700 Jahren von der FranzosenLvarÄheit. von der OstsiidenLraukheit reden. Die BoNffeuchen sind eine soziale Not; so irtuffen sie aufgefaßt und bekämpft werden. Die Demokratie verpftichtÄ uns dazu.' Da < kommt Herr Ursin mit der WassevmannischLN Wutprobe gegen die Mntwanbevuntz ans dem Osten, aber er vulft nicht: „Zuzug ist fernzuhalten", weil er glaubt, daß genug Material für die ürMche Wiffenschcfft. borharÄ>en sei, sondern um eine ‘ ernste. einer F a r e e zu gestÄten. Wie stellen Sie sich . das vor, Herr Uvsin, mit der WasstrmannHm Blutprobe? Wollen Sie eine Frage und Antwort in den Reisepäsien haben, so ähnlich wie Ihre Frage »ach der Rasse in den.VolkszähLiuintzsboyen,- oder sollen Grenzstationen, mit LrFtLiHxm Dienst im' eigenen Sande eingerichtet weü>en? Das müßte nötüÄich. überall geschahen, WM ja schließlich auch einer, der/aus. dem Osten stammt,. <mf dem UaMoege über -den Süden zu Ms kommen könnte. Wollen Sie auch kranke Menschen fevnhcckten, die Heibung suchend zu kommen? Ich sage Ihnen, Herr Ürsin: Wennrätche Ostjuden im Sleeping car hevkM-mrn, mögen sie auch die Spirochaeten und) Gonokokken des ganzen Erdballs in sich tragen, so . würde man ihnen Nicht znrmtten, sich der Wassermannschen Bkrtprobe zu nnterwechen, sondern es .würden wahrscheiMch Ihre. Würdenträger ihnen die Honneurs machen» aber der Wassermannschen Blutprobe würde nur der arme Teuf eil unterzogen wecken. Daraus ersieht man beglich, ' daß Sie Mch im Kampfe gegen die Bolksseuchen immer nur an Pokizeimaßn<chmen> dewken. Heffen und heÄen, das ist der hohe Beruf des Arztes, aber Dr, U. r s4u meint: „Auf den Schindanger mit ihnen!" Nachdem der: ÄesalutionSan^ag des Ausschusses gmehn:igi worden war, wurde die Novelle vom Bäckers ch utzgefetz in dritter . Lesung beschlefsen und hierauf das Fusi-2n sb r güusi igu n g s gp.setz in zweiter LchMg angenommen. Abg. A ll i n a bemerke hietzu, daß die Sozial« demokr-atett weder zur gegenwärtigen Retzieruug. noch zum Fmanzmimfterium, die durch dieses Gesetz ungeheure.Machtmittel in die Hand.bAommen, Vertrauen hcken- und daher s gegem das Gesetz stimmen wecken. Eine längere Debatte, in . der sich die EhrWchsozialen ' und-SoziaildemoKvaten tvechseffeitig Wahldemagogire zum > Worwmffe machten, ervtwickÄte sich danu überdie9.Novelle zum. Pensjonsversrcherungsgesetz,. nach welcher! den Rentnem <«n«t. August, am 1. Oktober und am 1. Dezem-! ber eine außerordeEche Notsta-Whiffe zugebWigt wick, Die Mrentuer werdm demnach am 1. August 500.000, beziähungsweift 600.000, im Oktober und Dezember gleichfalls 500.000, bezichMgskvÄjse .600Ä0O; Ätotien beziehen. Das Gesetz wucke in beiden Lchungen beschlossen, dosgleichen die Vorlage betreffend dje Liquidierung, der OesterrMngarischen BalNtk (Oestervoichische WchÄftsfichrung). Die So-. KÄhemokraten.stimmten Wohl gegen das Gesetz, ließen, aber die dritte Lesung, für die eine ZweidrAtelmajovliät notweMg gewesen wäre, widerspruchslos $u, WM der Referent bemerkt hatte, daß das Gesetz überaus dringilich sei, weil am L7. Juli die Generalversammlung der Bank stÄtsiNdet.' ... Nächste Sitzüng Mittwoch den 1ü. Juli, 3 Uhr nachmittggs. . . , , . VmderrU. Der Bumdesrat hat gestern folgende Gesetze verabschiedet: die steirische, Kärntner, obevösterreüchifche und Tiroler Schuluovette. zwölfte Novelle »mmn lU-nialkv'evsichevunas-aeietz, Pri- _7. Jttli W23_Nr. 1580 vatbchnangeftellieu-AÜbaugefttz. Gegen öden Gesttzesbeschlus bot'wssond die gjÄvecklicheu Fortbildungsschulen im Laicke Karn.' ten, wick auf Äntrag deS Berichderistatters Brrbau m.ecc. wegen eines im 8 48, Absatz 3, unterlaufenen textlichen Versehens Einspruch, erhoben. . Auf Antrag des Berichterstatters H u g e l-m a n n beschließt '-der BuNdes-rat,- errvem AuSliesevuutzsbe>gehven des L-andeSgerichtes Innsbruck gegen den Bundesrat Sturm wegen Bergeherls der EhreNbeleidigung keine Folge zu-gehen.! Sie neue Wahlordmng. , Der Berfäsfllngsausschuß hielt gestern eine Ditzmrg ab, in welcher zunächst die Jnnnnnitätsangelegenheit be- - treffend den Abgeordneten Austerlitz, zm Erledigung kam. Albg. Fink beantragte, da es sich mn eine rein politische Angelegenheit handle, gemäß der bisherigen Praxis des Hauses dem ArMesevungsbegchven keine Folge zu geben. Abg. Austerlitz beantragte mit Rücksicht darauf, -daß er persönlich das allergrößte Gewicht darauf lege, ausgeliefert zu werden, daß -das Haus unter Berufung auf; diesen seinen Wunsch, seine Auslieferung beschließe. Bei der Abstrmmung wurde der Antrag Fink angenommen. Hierauf erstattete Wg. Schönst einer namens des Unterausschusses Bericht über das Bundesgesetz, betreffend bv: Wahlordnung für den Nationalrat. Er wies daraus hm, daß es sich hier.um ein Kompromißwerk. aller Parteien, die im Unterausschuß vertreten waren, handle und enrpfahl das Elaborat zur Anuahnw. Namenß der Großdeutschen Parte:-erklärte Abg. E l c s s i u, daß seine Partei diesem Gesetzentwürfe, der naturgemäß nur ein Kompromiß sein könne, zu stim me: Im gleichen Sirme sprach namens der sozialdemokratischen Parte: Abg. Dr. Adler. Mg. Schön bau er .sprach sein Bedauern dar-! über aus, daß in der Gesetzesvorlage die Wahlpflicht nicht obligatorisch'für das ganze Bundesgesetz auffcheine, sprach sich gegen die Beibehaltung der WaWreisvxrbände undfür die Wschaffung der starren Liste bei den V^rhlvorschlägen aus, erklärte - jedoch, trotz dieser Anschauungen seiner Parte: keine ALä-nderu ngsanträge stellen zu wollen. . Der Gesetzentwirrf wu-rde schließlich zur Ganze zwn Boschliuffe echoben. «Zum Berichterstatter für das Haus wurde Mg. Schonsteiner bestellt. Der Mtze Bericht des Se»erakom«USrr. Die VeröffoNMchung deß fünften BevichiteS de8 I GeneraNowrpissärs des MlkerbuMs Dr. Zimme^ '' m an steht unmittelbar bevor. Er umfaßt die Periode bis ’ zum 15. Mai d. I., und in relativ kurzer Zeit soll dann' auch die Publikatton des sechsten Berichtes erfolgen, der bis zi:m 15. Juni reicht, und der vor kurzem nach Genf abgesendet worden ist. Dort erfolgt die Dmcklegung i.n; ' ftanzösischer und englischer Sprache und die PublikätioN Wick gleichzeitig in Wien mck in Genf veranläßt. Die beiden Berichte des Genewltommissärs befassen' sich in gründlicher Weffe mit den Fragen st aat sfr na nzi-eller und wirtschaftlicher Natur. In erster Linie wird die finaMelle Gebarung Oesterreichs besprochen^ Und im Zusammenhang damit die Bölkerbundan-' lcihe. Der Generalkommissär befaßt sich des weiteren mit der Frage der Reform der Bundesbahnen und der Wöaubvwegung. Im ganzen und großen sollen die Berichte des Oeneralkommiffärs von^einem zwbevsichMchen Ton getragen sein und den Bemühungen um Herstellung - eines normalen Budgets ein günstiges PrognosKon stellen. Nr neue Mtarif. BMrnnMch wird die Regierung dem Parlament eine Novelle zum Zolltarif unterbreiten. In diesem neuen Entwurf ist unter anderem auch ein Zoll auf Mehl und" eine Erhöhung des Zolles auf Textilien und Schuh- Waren vorgesehen. Unter ZutzvundebegMg der Berechnung der stvtisttschen ZentMKommiffion und der paritätischen Kommission pro^ Juni würde sich ausschließlich durch die Berücksichtigung der Preissteigerung für Mehl bei der Ernährung, von Wische und Schuhen 'bei der BeNeidung eine PreiserhoHung in den Kosten für die Lebenshaltung ergeben, die 2,16 Prozent betragen würde. Der Index von 2,16 Prozent aber würde ein« jährliche Belastung von etwa; 125 Milliarden Kronen ausmachen. ' Neue Verhandlungen «ult den Beamte«. ' Dach Achterkomtiee unterbreitete im Verlaufe 'der gestern im Bundeskan^leramte stattgef^uNdeuen Vechanidümgeu der Regierung einen gemeinsamen Vorschlag, her als die äußerste Grenze des EMgegerckommens der AngesteMnorganisatiouen bezeichnet wick. Dieser Vorschlag onthäilt folgende vier Punktes 1. ZehnproKentige Erhöhung von Gehalts- 'und OrtsklassenKnfchlag. 2.-50.000 K. für die Frau und-60.000 K. für jedes KM, inMusive Mer jetzigen Familienzulagen. Im September' imd "Dezember d. I. ist mit Wirksamkeit vom 1. Oktober di I., ibeziehungsweise vom 1. Jänner 1984 eine-' Bezngsregelung durch Erhöhung der Gesamtbeziige oder durch eine sofortige Erhöhung-von Gehalt und Ortszllschläge voM-. Nehmen. Der FinanMimster, der schon zu Beginn der Sitziu^g di« ' Erklärung abgegeben hatte, daß die iRegierung über den an«, fangs in Aussicht gestellten Betrag von 244 Milliarden n i ch t hinausgeheA könne, wwdecholte nochmals, -daß er von seinem SMpunkt nicht abweichen könne, I Dieser Miniinalvorschlog wurde dem noch im Lause deS.