Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1579 (6.7.1923)
- Date
- 1923-07-06
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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m. im Wien, $tetfatf Schach-Khrouik. Mitteilungen der Schachsettion Hakoah. Problem Nr. 15. GeLrÄdor Platow. Schwarz (4). mm W/M', MR abcdefgh Weiß (2). Weiß zieht und macht remis. ' Weiß: Ka8, Tc3. ©djlwatg t Kh8, Ldl, Bd2, d6. Obwohl diese Studie bereits vor längerer Zeit erschienen lst, bringen wir sie unseren Lesern. Sie erregte einst die Bewunderung eines L a 8 k e r und ist ein Musterbeispiel für Oeko- «omie der Kräfte. Eine Brittancypartis Aljechins. Weiß: Aljechin. Schwarz: Sämisch. Gespielt in Berlin im Februar 1923. i. e2—es c7—cB 12. Lcl-b2 L e7 -16 2. 8 gl—13 Sb8—c6 13. T al—dl a7—a6 3. Lfl—e2 h e7—e6 14. D f3—"3! D 68c7 4. 0—0 67—66 ») 15. Kgl—bl!5) T18-d8 5. 62-64 c5X64 16. t2-k4 b7—b6 6. 8 f3X64 8 g8-f6 17. 14-15! Ll6~e5 h 7. L e2—f3 S c6-e5 18. iBXeßü Le5Xg3 8. c2 - c4! S s5Xk3 19. e7Xf7f Kg8-h8 S. D 6lXl8 Lf8—e7 20. Sg4-e6 d6-d55> 10. Sb2—c3 0-0 21. Sc3X66! Aufgegeben. 11. b2—bS 816-67 Aljechin vermeidet den hier üblichen Zug 64 und spielt die Eröffnung gemäß den modemen Prinzipien, die Kräfte auf zuspeichern und sie im entsprechenden Zeitpunkt dorthin wirken zu lassen, wo sie erforderlich sind. Dem Läufer soll sowohl die Diagonale zum Damenals auch die zum Königsflügel Vorbehalten bleiben. *) Hier wäre wohl 55 vorzuziehen gewesen. Dem Schwarzen wird. dir modeme Spielweise irr dieser Partie zum Verhängnis. Ursache: Vernachlässigung des Zentrums, das er durch, üb in Anspruch genommen hätte. a) Zur Vorbereitung des folgenden Zuges, da sofortiges 52—f4 nach LXdi, TX<34, D c5 znm Damentausch führt. 4) Auf 17. . . . o5 folgt 18. S c2 und Schwarz hat auf 65 ein Loch, auf dem Weiß sich festsetzen kann (8 63—65); Schwarz wäre dann ganz hilflos. Auf 17. . . . 8 eb folgt 18. 5b><66 und der schwarze Läufer ist angegriffen. Auf den geschehenen Zug folgt ein unerwartetes und verblüffendes Damenopfer mit einem wunderschönen Schlußspiel. 5) Schwarz ist durch das Damenopfer offenbar vollständig überrascht worden und wählt einen Zug, der den Untergang am schnellsten herbetfiihrt. Aber auch andere Züge können den Verlust zwar verzögern aber die Partie nicht retten. Aus der Fülle der hochinteressanten Wendungen heben wir eine hervor und überlassen es dem Leser, andere ähnliche selbst zu analysieren. Also: 20. . . . Db8, 21. hXg 8 67-58, 22. 8X68 Lg4, 23. Se6 D e7, 24 T 65!! und gewinnt. (Auf DXc6 folgt T g5.) Aus der Schachwelt. Das Turnier irr Mährisch-Oftra«. Wie die Tageszeitungen berichten,. werden an diesem Turnier folgende Meiste teilnehmen : Dr. L a s k e r, Dr. T a r r a s ch (Deutschland) G r ü n f e l d, N 6 t i, S p i e l m a n n, T a r t a k o w e r; Wolf (Oesterreichs; Bogoljubow, Selesniew (Rußland)' Rubin st ein (Polen); E u w e (Holland); Hromadka, Prokesch, Pokoruy (Tschecho-Slowakei). Wenn die Meldung von der Teilnahme L a s k e r s richtig ist, so gestaltet sich dieses Turnier zu etitem für die Schachwelt hochbedeutsamen Ereignis. Dr. L a s k e r ist der erfolgreichste Turnierspieler, den die Schachgeschichte kennt. Nachdem er die Weltmeisterschaft erstritten hatte, errang er mit zwei Ausnahmen in allen Turnieren, an denen er teilnahm, den ersten Preis. (Petersburg 1895, Nürnberg 1896, London 1899, Paris 1900, Petersburg 1909, Petersburg 1914, Berlin 1916). Gewöhnlich ging er mit großem Vorsprung als Erster hervor, so in Petersburg 1895, London und Paris Sein grandioser Sieg in Petersburg 1914, wo er C a p ab laue A, der alle weit hinter sich gelassen hatte, in letzter Stunde den ersten Preis entriß, indem er im Siegerturnier gegen Großmeister vom Range eines C a p a b l a n e a, A l j e ch i n, M a r s h a l l und T a r r a s ch aus 8 Partien 7 Punkte erreichte und den siihrenden Capablanea in der Entscheidungsrunde schlug, dürfte ja allen in Erinnerung sein. Sein letzter Erfolg war sein erster Preis im Viermeister turnier zu Berlin 1916. (R n b i n st e i n 2., S ch l e ch t e r 3., Dr. T. a r r a s ch 4.) Seither ist Dr. L a 8 k e r den Turuierkämpfen ferngeblieben. Wie wird sich sein Zusammentreffen mit den Modernen (B o g o l j u b o w, G r ü n f e l d, R e t i) und mit feu.cv.i alten Rivalen R u b i n st e i n gestalten?' Wäre er noch in der Bliite seiner Jahre, so würde sich diese Frage von selbst beantworten. Heute aber fragt man sich: Haben vorgerückte Jahre und die inneren Erschiitterungen, denen er infolge feines Wettkampfes mit Capablanea zweifellos anSgesetzt war, auch diesen eisernen Mann bereits geschwächt? Wie dem immer sein möge, die Schachwelt sieht jetzt mit gespannter Ertvartung dem Kampf in Ostran entgegen. Wkermr MoiMnzeMns. 6. IM 1923 Gestemtzette Krone --- 0.008175 kenttmes. AuszahlungWien ---- 0.008162 kenttmes. I« Zürich notierte die österreichische Krone . . 0.008162 (0.0.681V, am 4. Juli) die östen'. gestempelte Krone 0.0081'/. (0.0681'/, am 4. Juli) die tschechische Krone . . . 17.40 (17.37'/, am 4. Juli) die Mark. 0.0030 ( 0.0634. ' am 4. Juli) Holland .. 226.26 (224.86 am 4. Juli) New-Iork ...... ... 577.60 (676.75 am 4. Juli) London . 26.29 ( 26.28 am 4. Juli) Paris . 33.90 (-34.30 am 4. Juli) Mailand.. 24.90 ( 25.- am 4. Juli) Belgrad. . .. 6.15 ( 6.20 am 4. Juli) Bukarest ........ 2.85 ( 2.85 am 4. Juli) Sofia.. 5.80 ( 5.80 aur 4. Juli) Budapest.. 0.06-/, ( 0.061/, am 4. Juli) Warschau.. 0.0053 ( 0.0645 am 4.- Juli) Die IHisenprelle. k wieder ge- , In Zürich ist gestern die R e i ch s m a r Volkswirt. Meister Ch a j e s i n d e r H a k o a h. Die Schachsektion der Hakoah lnd knrzlich den in Wien weilenden amerikanischen Schachmeister C h a j e s zu einer Simultanvorstellung ein. Meister C h a j e s leistete dieser Einladung bereitwilligst Folge und so fand denn die Produktion vorigen Doy-rerStag statt. Nachdern der Meister int Namen der Hakoah vom Sektionsleiter herzlichst begrüßt worden war, begann der Kampf. Er spielte gegen 25 Gegner. Meister C h a j e 8 siegte auf zwölf Brettern, acht Partien endeten unentschieden, während er gegen fünf Gegner unterlag. Reicher Beifall lohnte die Leistungen des Meisters. Z u s ch n i f t e u sind au die Schachscktion H a k o a h, Cafe Arlou, Wien, 1. Bez., Nytgaffe, zu richten. funken und notiert 0.0030 gegen 0.0034 am Vortage. Auch der französische Franken erfuhr eiue Abschwächung von 34.30 auf 33.90. Hingegen erhöhte sich die tschechische r o n e von 17.3750 auf 17.40 und die p o l n i s ch e M a r k gewann von 0.0046 auf 0.0053, die 8 st e r r e i ch i s ch e gestempelte Krone erhöhte sich um eiue Kleinigkeit von 0.008150 auf 0.008175 und Z a h l« n g W t e n von 0.008150 auf 0.008162. Das Sinken der R e i ch s m a r? auf de« internationalen Plätzen rief eine neuerliche Erhöhung der ftemden Zahlungsmittel in Berlin hervor. So stieg der D o l l a r von 161.096 auf 166.582, dasPfund von 729.172 auf 729.122/ der f r a nzösischeFranken von 9501 auf 9825. Der Schweizer Franke« erhöhte sich von 28.179 auf 29.127, die tschechische Krone von 4887.75 auf 5162.—. Die g e st e mpelte ö st erreichische Krone wies einen Preisstand von 239.40 gegenüber der Notierung von 239.40 am Vortage auf- Lediglich die polnische Mark erfuhr eine Mschwächung von 145 auf 140. Im gestrigen Wien e r Clearing schwächte sich die Reichsmark von 37 auf 32 Heller ab, ferner waren Pfund etwas billiger erhältlich. Die übrigen Valuten und Devisen hatten um geringe Veränderungen aufzuweisen, wie nach stehende offizielle Notierungen zeigen r Glearingknrse 9er Österreichischen Mionalhank vom 6. Juli 1923. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Zinsfuß Geld Kurs vom 4. Jnti Ware Geld Ware zu je 500.000 Pud bewilligt. — In der in Moskau <rbge« lhaltenen Konferenz des Zentralkomitees der Zuckerfabrikanten wurde festgestellt, daß die diesjährige Anbaufläche der Zuckerrüben 190.000 Desjatmen beträgt. Die Aussichten der Rülbenernte. in der Ukraine werden als nicht günstig bezeichnet. Die Zuckermdwstrie in Rußland ist m fünf Organisationen, in Kiew, Charkow, Winnica, Kursk und Moskau, konzentriert. Fümland, dessen Handelsbilanz in den Jahren 1919, 1920 und 1921 passiv war, wies im Jahre 1922 eiue aktive Bilanz (Saldo 497 Mllwnen film. Mark) auf. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurde die finnländische Handelsbilanz wieder passiv und die finnländische Regierung ist bestrebt, durch Förderung des Exports die Handelsbilanz wieder aktiv zu Mcheu. Die Haupte xportartitel sind Holzinatevialien, Papierfabrickate und Milchprodukte, hauptsächlich Butter und Käse.'— Die Bank von Finnland gibt bekannt, daß der Notenumlauf in der Woche vom 12. bis zum 18. Juni sich um 12,4 Millionen Mark verringert habe. Die Forderungen der Bank an ausländische Banken verringerten sich von 094 Millionen Finnmark auf 657,6 Millionen. Das neue russische Geld. Nach einer kürzlich erfolgten Kundmachung der ruft fischen Äaats>bank in Moskau wird für aus Tschervonzy lauteiche Wechsel keine Provision angerechnet. Dies geeht, um diese neue russische Geldeinheit leichter ins russische Wirtschaftsleben einzuführen. Der Gegenwert für den Tschervonzy muß jedoch der Staatsbank durch den ausländischen Korrespoiidenten ' in hochwertiger Valuta gutgeschrieben werden. Für die Umrechnung ist der. Moskauer Wechselkurs am Tage der Einlösung maßgebend. Am 11. Juni belief sich ein Tschervonozh auf 636 Rubel der Emission 1923 (ein Pfund Sterling entspricht an demselben Tage. 692 Rubel (1923) und ein Dollar wurde 160 Rubel gleichgesetzt.) Bisher wurden solche neue „Goldbanknoten" in Stücken zu 1, 2, 3, 6, 10, 25 und 50 Tschervonczy ausgegeben. Diese Banknoten sind vollständig gedeckt, 25 Prozent der Deckung sind wertvolle Metalle und hochwertige Valuten, der Rest hochwertige, kurzfristige Schatzwechsel. Ein Tschervonzy ist gleich 1 Solotnik 78,24 Doli Feingold und ist. gleichwertig mit einer früheren 10 Rubel- Goldmünze. 1 Solotnik ist gleich 4,26 Gramm und hat 96 Doli. Der Umlauf von Tschewonzynoten beträgt derzeit 90,000.000 Goldrubel, -und diese weit höher als vorgeschriv'ben, nämlich mit 49 Prozent, durch Gold gedeckt. Der Tschervonzy ist in russischen Geschäftskreisen gut ausgenommen worden, da er nicht nur eine stabile Geldeinheit darstellt, sondern seine Einführung auch eine Verminderung der Nachfrage nach ausländischen Zahlungsmitteln und daher naturgemäß eine Preissenkung derselben zur Folge hatte. 4 27630.- 27730.- 27500.- 27600.- 8 745.- 750.— 754.— 786.- 6 746.- 750.— 754.— 756.- 8 c>.325/. 0.361/,*) 0.38 0.^ 4% •3474.- 3486.— 3504.- 3516.- 6 7.75 7.85 7.75 7.6 6 351.- 353.- 349.- 351.- 5 1123».- 11270.- 11330,- 11370,- 5 11980.- ‘ 12020.— 12080,— 12120.- 3 321600.- 322600.—322209.— 323200.- 5'/, 9780- 9820,- 9880.- 9920.- 6 3036.- 3044.- 3056.— 3064.- 4 70935.- 71185.- 70935.- 71185. 5 4124.- 4136.- 4174,- 4186. 5 2130.- 2140.— 2132,- 2138.- 7'/, 718.- 722,- 699.- ■ 701. i’/i 18370.- 18430.- 18370.- 18430. 0.87 12235— 0.32 0.40 Amsterdam f. 1 holl. Gulden , Agram 1 jtig. Kroneti . . . . Belgrad 1 Dinar ...... Berlin 1 deutsche Reichsmark; Brüssel 1 belgische Francs . . Budapest 1 ungarische Kronen . Bukarest 1 -lei . . . . ... Chrlstianla 1 norweg. Kronen . Kopenhagen I dänische Kronor . London 1 Pfund Sterling . . . Madrid 1 Pesetas ...... Mailand 1 Lire. New York 1 Dollar ...... Paris 1 Francs ....... Prag 1 tschecho-slow. Kronen ,, Soda 1 Lewa ....... Stockholm 1 schwedlscheKronor . Warschau 1 polnische Mark . . Zürich 1 schweizerische Francs , Noten Amerikan. Noten v. 5 Dollar aufw, „ „ kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . » it t* 100 » . » » kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . » » i» 100 » . . » » kleinere.... Engl. Noten von 5 Llvrest. aufw. „ * kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden « Italienische Noten v. 100 Lire aulw. k » kleinere . . . Jugosl, Noten ungest.zu 1000 Dinar » * * * 100 » * » kleinere . , Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. „ , » kleinere . . . . Rumänische Noten zulOO0u.50OLei „ » kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel » » » n 100 „ „ , kleinere . Schwedische Noten 100 Kronor Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten 100 Pesetas Tschecho-slow, Not. v.1000 aufw » „ kleinere Ungar, Noten (neueEnj.) zu lOOOKr „ .zu 10.000 Kr, . . » kleinere . . . *) Von den Auslandsabgaben nichts, von 50% übernommen, 0.71 0.68 12285,- 12245— 0.72 12275— 70560.- 70960,- 70560.- 70960.- 70460.- 70860,- 70460.- 70860.- 3435.- 3465.- 3465.- 3495.- 696.- 704.- 678.- 682.- 676.- 634'- 658.- 662'.- 11840.- 11920,- 11940.- 12020.- 0,37 0.45 319800.— 321400— 319500.- 321200— 4075.- 4105— .27430,— 27630— 3002.50 3017.50 2982.50 2997.50 737.— 743.— 320400.- 322000— 320200.- 321800— 4125.- 4155— 27359.— 27550— 3022.50 3037.50 3002.50 3017.50 741.— 745— 729.— 735.— 11190.- 11170.- 733.- 11190.- 737.- 11270.- I Man-, Eisen-, Metall-, chennsche, Lebensnrittel-, Holz-, Ton-, II'II Z*“ Papier-, Wirk- und Strickwaren-, Tafelglas-,. Stock-, Verband- 0.63 0.71 0.63 0.71 0.59 0.67 0.59 0.67 361.— 363— 359— 361— 341.- 343— 339— 341— 1816o!— 18260*— 1816oi— 18260— 12120.- 12200— 12150— .12210— 9660.- 9740— 9760— 9840— 2112.— 2128— 2115— 2125— 2107.- 2123— 2110— 2120— 4.70 4.90 4.70 4.90 4^65 T.85 4.65 Ü85 AndMiernd günstige. Stimmung in Finrinzlreifen. Gestern war von Bureau zu Bureau Whafte Nachfrage nach den Aktien der Elektvizitätswevke zu verzeichnen. Auch für Petroleu'maktlen und Eiftnwerte bestand echchtes Juteressc.- Eastiglioni schließt einen L-Uftrungsvertvag mit Rußland. Me wir erfahren, hat Castigliöni in den letzten Tagen einen Liesevungsvertrag mit Rußland abgeschlossen. Der Konzern Eastiglionis soll Jndustrieprodnkte nach Rußland liefern und räumt hierbei Rußland einen größeren langfristigen Kredit ein. Nach unseren Jnsonnativnen soll sich vorläufig die BertrogssuniMe auf 300.000 Goldrnbe.l jährlich belaufen. Der Vertrag ist in Moskau Mitte Jnni persektuiert ivorden. Wahrscheinlich dürfte es sich ^dabei in erster Reihe um die Lieferung österreichischer Produkte handeln, doch ist auch' die Lieferung anderer Produkte in AuIsicht genommen. Kundgebung der Industrie zur Zölltarifnovelle. Im Hauptverband der Industrie traten heute die Vertreter von den Hauptverbande angeschloffenen industriellen Fachverbänden zu einer Beratmrg zusammen, um zu der von der Regierung vorbereiteten Teimovelle zum Zolltarif, insoweit dieselbe in großen Umrissen gestern den Spitzenorganisativnen zur 5tenntnis gelangt ist, Stellung zu nehmen.' Die vorliegende Mitteilllngen über den Inhalt der Teilnovelle ließen der Versammlung keinen Zweifel, daß bedeutsame und des Zollschutzes sicherlich bedürftige Gruppen der industriellen Produktion unberücksichtigt geblieben sind, und daß auch dort, wo ein er-« höhter Zollschutz platzgreift, dieser in vielen Fällen den wirklichen Erfordernissen nicht entspricht, wobei nicht einmal ersichtlich ist, nach welchen wirtschaftlichen Grundsätzen die Auswahl dev einzelnen Positionen erfolgte.' Wie. hervorgehoben wurde, bleiben .bedeutsame Industriezweige, wie die Por- Jnlandsabgaben stosf- 7ind' viele andere Industrien, ja sogar die Zementindustrie. deren Schutzbedürftigkeit erst jüngst in einer Enquete von allen Interess'entengvnppen dieses Staates rückhaltlos anerkannt wurde, unberücksichtigt Nur einer Minderzahl von Industrien sind gewisse Erleichterungen gewährt wordenweshalb der Hauptverbano der Industrie als Vertreter der industriellen Gesamtinteressen zu erklären bemüßigt ist. daß bei aller Anerkennung der industriefreundlichen Tendenzen des WiMastsnachrWe« ans Rußland. Nvch Angaben des VolkskonMissariats für Landwirtschaft ist der Saatenstand in Sibrrien ein durchwegs nngünstiger.. Nach dam Fünfftuffensystem geinessen, erreicht der Saatenständ in keinem Gouvernement die Mittelstufe (3), in mehreren Gouvernements erniedrigte er sich aber unter die Stufe 2. Im Buriatengebiet und im Jrkutsker Gouvernement weist die Frühjahrssaat den Stand von 0,5 aus. Die Hauhtarsache des schlechten Saatenstandes ist die Dürre. Das Zentmlexekutivkonritee beschloß, sich dem Beschluß des Moskauer Zentmllexekutivkomitees betreffend die Zuckerausfuhr anzuschließen. Im Einvernehmen mit die-- sein Beschluß wird die Ausfuhr von Zucker aus der Ukraine ■ nach dem Auslande, und ztvar nach Pevsien und Asglhanistan, nn^MMrcht der BepKehrWigGmer im Kontingent .Handslsmintsters der Entwurf in der vorliegenden Form mit 'Rücksicht auf die Außerachtlassung vitaler Interessen gänzlich unbefriedigend ist. Im Hinblicke darauf kam auch übereinstimmend die Meinung zum . Ausdruck, daß wir umso weniger in der Lage sind, auch nur den geringsten Teil unseres durch die Einfuhrverbote gegebenen dürftigen handelspolitischcil NüstMgcs abzulegen,' vielmehr dieses dort, ivo der Zollschutz nicht genügt, zu, ergänzen sei. Eine jüdische kooperative Kreditbank in Polen. AnS Warschau wird uns berichtet: Die bisher bestandene russischpolnische Bank, welche in enger Verbindung mit dem American Joint Distribution Committee stand und'an der jüdischen Aufbauarbeit großen Anteil hatte, wurde mit Bewilligung der Regierung in eine Genossenschastszeutralbank . umgewandelt. Die neue Bank steht mit 300 Wischen Bolksbanken in Polen in Verbindung,und hat vonr Joint die ganze Finanzierung der Medevaufbauarbeit unter den Inden in der Republik Polen übernommen. Es dürfte dies das größte jüdische Kreditinstitut in Europa sein, welches ausschließlich jüdischen Zwecken dient. BamaaiaBH 1—8 ä