Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1578 (5.7.1923)
- Date
- 1923-07-05
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Me. W78 Men, Donnerstag /----:- ÄLesw Kbcm — schavf entgegentmlt. Danach sollen Starrten, MwsLcmdsmttglwder, in einem Staatsregister anijgewwflbet, und Protokolle, Beschlüsse ufw. auf Verlangen Set Staatskon trolle unterwürfen sein. Gouverneur Smith hat diese Bill unterzeichnet, aber sofort tziMrte die Gippe, daß sie das Geheimnis ihr^r Mit- AÄdschast und ihrer Beschlüsse niemals preisgeibe, und 'Smith habe seine Chancen' für die nächste Präsident- 'schastswahl durch die Gene>hmLgmr.q der erwähnten Bill verwirkt. Es wird also m einer Machtprobe zwischen den GtaatZhehörden und dem Klan kommen. Die Propagandisten desselben haben in letzter Zeit vielfach in protestantischen Kirchen Reden gehalten, fast immer, mit einer einzigen Ausnahme. im Staate New-Iersey, .maskiert. Der maskierte Redner auf der Kanzel 'dürfte auch ein Novum fein. An der römisch-kathoUchen Kirche beanständet der i Klcm die Unterwürfigkeit unter ein ausländisches Ober-! Haupt. Gleichsam zum Trotz gegen den Man nahm Gou- >verneur Smith am 3. IÜni, am 37. Iahreskonvent des großen unabhängigen jüdischen Ordens B r i 1 h!Abraham teil und hielt dabei eine Rede, in der er 1 die Tätigkeit dieses Ordens als sehr segensreich ftir das Land erklärte. Der Ku Kux Klan Wird vermutlich in den nächsten - Zeilen in te Union noch viel von sich hören machen. Die Presse berichtete jüngst, daß Henry Ford den Klan stark unterstütze, und die Abwehvmaßnahmen richten sich daher auch gegen diesen Industriekönig. Ser rumümsche Fürstbischof gegen den AnttsemNirmus. Aus <Bm ka rest wird ims berichtet: Vor einigen Tagen empfing der Metropolit Kackinal Fürstbischof Miron Chriistea eine Abordnung . der rumänischen Judcufchaft, bestehend iaus dem Obervabbiner Dr. I. Niemirower, dem Prä--! fidenten des Verbandes der rumänischen Inden, Abgeordneten ^Dr. W. Fildermann nnd dem Sekretär des Verbandes! Adolf Magd er in Audienz. In der Aussprache, welche eineinhalb Stunden währte, wiesen die Vertreter der rumänischen Judenschaft darauf hin, daß Professor A. C. C n z a, der bisher schon so oft das Christentum kompromittiert hat, nunmehr, da ihm dies nicht zu der erhofften Volkstümlichkeit verhalf, mit derselben HeftiAeit, mit der er früher das Christentum 'bekämpfte, ' für dasselbe Stellung nimmt und sich dabei der verwerflichsten! Mittel bedient. Auf dem Umwege über ^bisher angesehene christliche Orgamfationen beschimpft CM die jüdische Religion nnd die Bibel der Juden, auf welcher die christliche Religion begründet ist. Zn den wirkungsvollsten Märchen, die von Cuza verbreitet werden, gehört das Märchen vom Riiuallmord, durch tvelches die Seelen des friedfertigen Landvolkes! vergiftet werden. In seiner Erwiderung «Märte der Fürstbischof, daß er : gegen die religiösen Fälschungen Kreits die erforderlichen Maß-! mahnten getroffen habe. Schon zur Zeit des Beilis-Prozesses 'm , Rußland, als er selbst noch Bischof war, habe «er öffentlich erklärt, daß der jüdische Ritualmord eine Verleumdung ist und daß ' jeder, der dieses Märchen verbreitet, bewußt den Bibeltext fälscht, da ja gerade die jüdische Religion die erste war, welche den Mord ausdrücklich verbietet. Die Religion einer jeden Nation, erklärte der Kirchenfürst weiter, müsse von jedermann geachtet werden. Nur das harmonische Zusammenwirken; der Führer der einzelnen konfessionellen Körperschaften kann zu l jener wahren Brüderlichkeit führen, ine er selbst stets angestrebt : hat. Zunr Beweise hierfür entsendet er auch KU jeder jüdischen ' Feier einen seiner Vertreter. Der Fürstbischof erklärte, daß er die antisemitische Agitationen für ungesetzlich und schädlich 1 hält, da sie die Konsolidierung des Landes verhindern und . gleichzeitig antichristlich sind. Die jüdische Bevölkerung ist der i Entwicklung des Landes außerordentlich nützlich. Er kenne -die! Vaterlandslrebe der Inden des alten Königreiches, und es müsse alles ausgeboten werden, um eine Annäherung zwischen .der Judenschaft und dem rumänischen Volk zu beschleunigen. Die Verdrängung der jüdischen Jugend aus den ülniversitäten habe aber das .gerade Gegenteil zur Folge. Zum Schluffe versicherte der Fürstbischof die jüdische Abordnung, daß ' kein Grund zur Annahme vorliege, daß das mmiänifche Volk dör unheilvollen antisemitischen Agitation Glauben schenken und einen Rückfall in das Mittelalter durchwachen loerde. Er selbst habe sich davon überzeugt, -daß auf hem Lände zwischen : den «Juden und .den rumänischen Bauern das beiste Einvernehmen besteht und die bäuerliche BeivAkevmrg durchaus nicht geneigt fft, «den Einflüsterungen einiger städtischer Hetzer aus 'den Kreisen der Intellektuellen Folge Fu 'leisten. - Ser Stadtbahnverkehr. Nächstes Jahr. . Nach einem gestrigen Abendblatt wird der innere Stadt. Hahn der kehr in diesem Jahre nicht wieder aufge- M>mmen werden. Dagegen sollen bis zum nächsten Frühjahr sowohl die Wientalwie die Donaukanal- L-inie in betriebsfähigen Zustand versetzt werden. Irr kurzer >Zeit soll mit den Jnstandsetzungsarbeiten auf diesen Linien -begonnen werden. Diese Arbeiten werden bis zum Frühjahr «dauern, so daß der Betrieb in einer Men Verkehrsbedürswissen entsprechenden Form wird geführt werden können, Der Brotpreis unverSndert. Nach der gesterrr vorgenommerren Errechmmg der GestehnngS- / kosten bleiben in der konimenben VeckrauchSwoche die Preise ftir fBrot und Weißgchäck..um,v er ändert. Wkettev Morgetdzettttwtz. MitteilMM W dem Publikum. BBBBBBBBBBWBBBBBWBSBBBBBBBBBBBBBDUBBBBBBBBWBBSBBBeBRl L. S C, HARDTMUTH’8 KOH-I-KOOR-BLEISTIFTE MEPHISTO-KOPS ERSTIFTE ANERKANNT UNERREICHTE FABRIKATE ZU HABEN IN ALLEN BESSEREN PAPIERHANDLUNGEN sss -STAUBMÄNTEL OVERALL-ANZUCiE Beruf skl eider f abrik Gpossbard UM. Burnsasse 8l,Tei. 34-0»25 ßloch-Mieder! VN., Neubausasse 28 : ■ u.16., Taborstrasse 18 ■ B Die altrenommierte Firma, welche das bekannte „BlOCha ■ Mieder11 erzeugt, eröffnet zur Bequemlichkeit ihrer ■ S Kunden eine Verkaufsstelle J \ n., Taborstrasse 18 ■ ■ am 3. Juli 1923 b ■ ■ ttBBBBBBBBBRBBBB B BBBBBB BBBBBBBfl BBBBBBBB Die LebensmittelMMs. Die Beschickung der Großmarkthalle fiel gestern weniger günstig aus. Infolgedessen sind die Preise für Rindfleisch um 1000 K. pro Kilogramm gestiegen. Die übrigen Fleischgattungen blieben im Preise vollkommen Mverändert. Gärtnergemüse hat trotz sehr geringer Nachftage feine Preisermäßigung erfahren. Billiger wurden nur heimische heurige Kartoffeln um 200 bis 300 K., Heidelbeeren und Himbeeren um 1000 bis 2000 K. pro Kilogramm. Kleine Lolalchromk. Geistern früh wurde in der DM des Professors Lorenz in Mteulberg ein verwegener Einbruch verübt, bei dem die Täter Beute von- Millionenkwert machten. Die Polizeii-nspeLtion Nockibahnhof brachte in Erfahrung, daß der Vorstand des Fundamtes inr Nockibahnhofe, der Qberofftzial Steinschneider, Funldgegerftände nicht abführe, sondern für sich behalte. Steinschneider ist flüchtig. Gestern würbe der Läschmeister Johann Christian verhaftet, da er sich in der letzten Zeit an drei zehnjährigen Mädchen in unsittlicher Weift vergangen hat. Gestern früh wurde in der Zelle des öffentlichen Teilephonautomaten in der Stiftgasse ein 8 Zentimeter- Schrappnell aufgefunden. Der Zünder war ausgebrannt und das Geschoß daher ungefährlich. In der Nacht zum 3. d. sind aus dem Gefangerchause des Bezirksgerichtes Floridsdorf zwei Sträflinge, der Hilfsarbeiter Rudolf Weinberiger und der Zimmermaler Franz P rechtl, entwichen. In der Blindengasft geriet geistern nachmittags der Fensterputzer Johann Pa che 'mit 'einem Burschen in einen Streit, in dessen Verlauf er von diesem durch einen Stich mit einem Taschenmesser am Rücken erhelblich verletzt wurde. Das Kommissariat Wieden gellangte zur Kenntnis, daß iw Häuft 4. Bez., Letbenfvostgasft 6, Mei Frauen dem freiwilligen Hungertvde entgegen,gehen, da sie schon seit einer Woche die Wohnung nicht verlassen haben und. auch niemand Eintritt gewährten. Kri-minalbeamte brachten die beiden Frauen trotz ihres AÄderstandes schließlich aus der Wohnung und führten sie unter riesigern Aufsehen ° zum Amte. Beide Fmuen wurden der psychiatrischen Klinik übergeben. * Was uns bis jetzt gefehlt hÄ. Wer bis jetzt nicht gewußt hat, was in dem rielsisgen Gelbäude auf dem'StlUlbenrinig, in dem die SoÜdatenväte-r Dag unld Nacht darWer angestrengt Nachdenken, nrit weichen Erlässen ur.d Vorschriften man das österveichffche Bundesheer beglücken könnte, vorgcht, der erfährt es jetzt aus einer Wimer Na chri chtenkorrefpoüdwnz, die dem erfreuten Bundesbürger MiAM, daß man sich im Bur.desminffterium für Heerwesen schon seit längerer Zeiit eifrig damit beischäftigt, ein neues ExerzierreglemMt für das österreichische Bundesheer §u schaffen. Wie froh mag dein Steuerzahler nach dieser MitteMung ums Herz sein'. Er weiß nun, daß, die Steuerfelder, die er zahlt, so vortrefflich angew>cndet iverdeu. Me sicher und geborgen muß sich der Mirger di'ffes Staates fühlen, wenn er erfährt, wie sehr Herr Baugom um die SicheHeit Oesterrxeichs besorgt ist, wie er alles so irchflich voübereitet, um — wmn der Dag eirnral kommen sollte — gerüstet zu sein. Me er doch ar> das Notlwündligste 'denkt, der brave Herr Viaugoin. Tag und Rächt fitzt er in fti-uenr Bureau, den sorgerffchweren '.Kopf in die Hand gestützt, und denkt über das nsue EMrziervegslement ftir das —- fast hätte mcrn gesagt — k. u k. Heer nach. Wie einst der große Schlachtenlenker und Qffonssivtccktilker, der vor ihm in diesen Räumen Oesterreichs Armeciy golenA hat. Ja, es geht sichtilch vorwärts mit uns: Me lauge noch und wir werden ein in allen DetaÄs ansgearbeitetes Reiglement für den eÄHÄnen Schützen, für die Gruppe (früher Schwarw) und eine allgemeine Gefechtsvorfchvist haben, neibst einer Exeriziervorschrift für alle Truppengattungen einiWi-eßkich der Lechner- Novolsatfchen 'Kaders. Jenen, die das Erscheineit dieses 8. Mi im ' _SM « für Oesterreich so unbedingt notwönditzen Werdes kaum mehe erwarten kömlen, sei zum,Tröste gesagt, daß sich «in Teil bereits dm Druck befindet. (Erleichtertes Auftrbmen.) Dabei P der Herr Vangoin so spavsam, denn er steht von einer Herausgabe^ des voltstastdigen Rogleimouts ans Erfpavumgsgrüuden ab. Dafür aber wird die neue Vorschrift einem Mauge-l abheffen, sie wird durchwegs deutsche Kommandos enchMen. Vielleicht -höben wir den Krieg nur wegen der freimdsprachigen Koumaudokworte verloren! Vielleicht koinmt der Oberst Bauer bald wieder mch Wien. Dem Mann muß . man eine Freüde machen. Es wird deutsch kormTMndievt wecken. * Das SVährifch.OskraNrr Schachturnier. In der vorgesttigen dritten Runde des Schachturniers nahm die Partie Hromatka-Dr.LaSker einen überraschenden Verlauf. Die Partie würde bereits im vierzehnten Zuge durch ewiges Schach rswig. Romia wurde nach beiderseitigem vorsichtigen Spiel auch die Partie Dr. Tartakower-Selezniew (eine Wiener Partie) und das Damengambit Grünfeld-Wolf. R L t i verteidigte sich gegen Bogoljubow ftanzösisch. Der russische Meister brachte eine sehr aggressive EröffnungSneuerung, doch gelang es Röti, sich aussichtsreich zu verteidigen und schließlich in ein vorteilhaftes Endspiel zu kommen, das er gewann. Die Partie Euwe-Pokorny endete rsmis. Die Partie Dr. Tarrasch- Sinbinstein wurde von Dr. Tarrasch aufgegeben. Abgebrochen wurde die Partie Spielmann-Walter. Stand nach der dritten Rnnde r Reti 2'/„ Lasker, Enwe 2, Tartakower, Spielmann, Bogoljubow, - Rubinstein, Grünseid 1'/-, Selezntew 1 (1), Wolf 1 (1), Walter 0 (2), Dr. Tarrasch, Hromatka, Pokorny * Eine Expedition durch die Wüste Sahara. Dieser Tage ist in Lonbou der englische Kapitän August Bnchau-a n eingetrofftu, der im Aufträge des britiischen Museums eine vierzchnmouMge' Reffe drrrch 'die' Sahara unternommen hat. Er' war ,von ^dem KiN'aopevazteur Glover beeiltet. Außer seltenen urd bisher unbekannten Vögeln und Wl-an-en haben die Forscher Filme mitgelb rächt, die von großem Wert für, die Naturgeschichte der Sahara sind. Buchanan durchreiste die. Sahara vom Süden nach Nocken, also vom MlantifchM ' nach dem Mittelineer, ruck legte insgesamt 37 00 Meilen zurück. Er kann behaupteu, daß er den Rekord einer Reise auf emeni Kamel geschlager.« hat. Die Karawane hatte manche Un'bill zu eckulden, die meiste Zeit ernährte sie sich von Gazellen-fleisch. * Eine' Lichtstraße für Flieger. Aus New-Aork wick der „Franikfurter Zeitung" geschr.ie'ben: Im Juli wird der direkte FluMoftvetkehr von hier nach San Francisco erösnet, der die Postzeit vom Atlantik zum Pazifik auf 28 Stuüden herabdrücken wird. Sie ist getzenwärtug per Bahn etwa 90 Stunden. Der Flieger steigt jeden Tag zur Mittagsstunde auf und kmwnt in Chicago bei SonnenuutevganH an. Dann hat er rreun Stunden Dunkelheit vor sich, er langt in Cheyenne (Whommg) bei Tagesanbruch an. Zwischen Gyiccvgo und Cheyenne hat die PMlbchörde nun eiüe regelrechte Lichtstraße Herstellen lassen, so daß der Flieger sicher sein kann, nicht vom Wage abzuirren. Es werden in Abständen von je 25 Meilen Äeuchttürme gebaut, die 30 Meilen weit gesehen wecken können. Dazwffchen Wecken aber alle drei Meilen kleinere Lichter unterhalten, so daß der Lustpostillon, der 7600 Fuß hoch ist. einen sich aus Meilen und Meflen erstreckenden Lichtstreifen sicht, dem er folgen mag. Bei unsichtigem Wetter wird er niedriger fliegen, auf jeden Fall ist Vorsorge getroffen, daß er sich nicht irren kann, -denn die Leuchtürme geben, wie die am Meer, Mink- und farbige Lichtfignale. Der PosGugVerkchr nach Chicago und anderen Städten ist schon schr entwiMt unld letztes Jahr vmcken 2,000.000 Meilen ohne einen ernstlichen Unfall zurückgelegt. * „Der Jude". Eine Monatsschrift. Herausgegeben von Dr. Martin Buber im Jüdischen Verlag. Berlin istW. 7, Dorotheenstraße 36. Das fünfte Heft des 7. Jahrganges ist soeben erschienen und hat folgenden Inhalt: Achad Ha am: „Wahrheit aus Palästina^; Abraham Schlesinger: „Die Frage nach dem Sinn des Judentums"; Samuel Rappapor't: „Aus dem reliaiösen Leben der Ostjuden". Bemerkungen: Eugen Höflich: „Zum Untergang der abendländischen Revotion"; Oskar Kar dach: „Eine neue Phase zionistischer Erkenntnis"; Oskar Baum: „Der ewige Flagellant". Umschau: Josef Asch ermann: „Der Sanitätsdienst beim Straßenbau - Liberias—Samach"; Chaim Tschernowitz: „Die Stellung der Frau in der jüdischen Tradition"; Abraham Hurwitz: „Die jüdische Literatur in schwedischer Sprache"; Heinrick Berl: „Zum Problem einer jüdischen Musik". Abonnent e n t s p r e i s e: Oesterreich 18.000 ö. K., Tschecho-Slowakei 10 tsch. K., Polen 11.000 poln. Mark, Bulgarien 40 Lewa, Rumänien 50 Lei, Jugoslawien 26 Dinar. * Die neuen Gas- und Strompreise. Der Stadtftnat hat vorgestern den Preis für einen Kubikmeter Gas für den Äbllesungsabschniti vom 9. bis 16. d. unverändert mit 2140 festgesetzt. Für den gleichen Zeitabschnit wurde der Preis einer Hektowattstunde Kraffftrom aiff 308 K. ermäßigt, während der Preis einer Hektowatfftunde Lichtstrom 611 K. beträgt. * Vergiftete Fische. Gesternt teilte das Gendarmeriepostenkommando Manns Wörth der Wiener Polizeidirektion telephonisch mtt, daß die Fische im Mitterbach, der durch Schwechat und Albern fließt, nach stattgefundener Untersuchung durch eine unbekannte Säure vergiftet wor>den und daher für den Genuß nicht verwendbar sind. Da eine Anzahl von Leuten aus Wien und Uurgebung wiederholt in die Gegend kommen, um. Fische zu kaufen und nach Wien bringen, wird vom. somtätspolizeilichen Standpunkte dringend vor dem Genüsse der Fische gewarnt. Die toten Fische sind auch für den Laien dadurch leicht erkenntlich, daß sie rote aufgesprungene .Gedärme haben und .daß . ihr Fleisch braungelb ist. Ob es sich hier etwa um einen -böswilligen Streich handelt .oder, ob die Fische durch eine aus einer Fabrik abflietzende Säure vergfftete. wurden, ist noch -nicht ßestgestellt. * Der Ausbau von Schallerbach. Die Regierung hat im Nationalrat einen Gefttzmtwurf eingebracht, wonach bestimmte Liegenschaften, die zur Ausnützung der neuerschlosftmrt Thermalquelle in S ch a l l e r b a ch notwendig sind, enteignet werden rönnen. Es handelt sich um vierzig.Parzellen der Katastralgemeinde Schönau. Die Enteignung kann vom Lande. Oberösterreich erfolgert. Die enteigneten Grundstücke dürfen nur ztlv Errichtung einer Kilr- und Badcheilanstält, zur Anlegung eines Kurparks, zur Umlegung des Tvattnachbaches, zur Herstellung der erforderlichen Weganlaigen und für im allgemeinen Interesse gelegene sonstige örtliche Kurzwecke verwendet tverden. * Reisen nach Deutschland. Die Deuffche Wirtschaftskammer für Oesterreich teilt mit, .daß bei Anträgen auf Ausstellung eines Sichtvermerkes vorgeschriebene Fotv, mular e auszufüllen und eigen händig zu . unterfertigen sind. Außer in der Paßstelle selbst sind diese Formntlare bei der Diensfftelle der Deutschen Wirtschaftskarnmer für Oesterreich, Wien, 1. Bez., Elisabethstraße 9, an Wochentagen von 9 bis 12 Ubr Vormittaas erüättlich.