Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1577 (4.7.1923)
- Date
- 1923-07-04
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Sie Lebensmlttelmiirttr. Wien, MNÄvvcy towr MuWMnId am hie PverSechöhnniaen auf dom montägigen zMÄWevmaM hat sich gestern im Gvoß>hainlde!l her Großjmarkt-- hÄle NvnIdMsch um 1009 K. pro KAogPailNim verteuert. Die . KlMhandÄ Liehen voMommen nniveranldert. Der Absatz war sehr gsring. Die GriünwicrrenlnräMv verfügen Wer ar-otze Melden voll jGvuMe. Die Pvsilse halben trotzdem keine Ermäßigung erfahren. Auls hem Nasschmariktes kam pnt erlsten MM grüner BapviVa aus BullMvim au. der 1000 K. pw Stück kostete. . '06IÜ ist weilt Über Bedarf angelboten, in beisonders protzen Mmgen kamen Pfirsiche Ms Jt,Men. Ein Kilogramm guter Pfirsiche kostete im GvoManldell 10.000 K. pro Kkloigminw, Br havarierte Ware wurde nur 6OV0 K. be^chlt. Gerichtssaal. HorrMionsbeschuldigungen gegen den Abgeordneten Weigl. Alles bewiesen. -- Faberfreigespwchen. Gestern lourde im Prozeß über die Ehrenbeleidignngs» klage des Nationalrats Weigl gegen den Schriftleiter der „Kremser Landzeitnng" Faber die Zeugeneinvernahme fortgesetzt. Die Fleischhauersgattin Holzer sagt aus, daß sie in Krems ein Haus gegenüber der Kellerei der landwirtschaftlichen Anstalt besitze. Es habe oft während der Nacht Lärm auf der Straße gegeben, und zwar immer, wenn sich Gäste aus dem Keller entfernten. Auch im Kriege sei es dort sehr lustig zugegangen. Es wird sodann Frau Wilhelm neuerlich als Zeuge vorgerufen. Sie bestreitet, daß vor der Verhandlung zwischen ihr und Weigl Verabredungen über ihre Aussagen getroffen worden seien. Der Verteidiger Doktor Gruber fragt sie, ob sie sich daran erinnere, daß sie Samstag während einer Pause in der Verhandlung mehreren Zeugen, darunter auch ihrem Prüder Müller, gesagt habe: „Es bleibt dabei, jeder erklärt, er hat gesagt, ich soll bei der Wahrheit bleiben." Die Zeugin bestreitet dies. Da auch der nächste Zeuge, der Schwager der Frau Wilhelm, der Lehrer Schimek, sich mr dieses Gespräch nicht erinnern kann, beantragt der Verteidiger Dr. Gruber, seine Stieftochter, die zufällig Zeugin dieses Gespräches gewesen sei, hierüber einzuvernehmen. Bevor noch die Zeugin einvernommen wird, meldet sich Frau Wilhelm neuerlich zum Wort und erklärt, sie erfahre soeben, daß während sie hier in Wien bei der Verhandlung weile, ein Pvlizeibeamter in ihre Mühle gekommen sei und einen ihrer Angestellten um die Maisgeschichte beftagt habe. Ihr Sohn habe den Beamten hinausgewiesen. Auch ihr Kutscher und aridere Angestellte werden ihn ähnlicher Weise ausgefragt. Der Verteidiger Dr. Gruber stellt daraufhin fest, daß Frau Wilhelm kurz vorher, während der Beratung des Gerichtshofes, über den Antrag auf Einvernahme seiner Stieftochter auf den Angeklagten Faber zugetreten sei und ihn beschimpft und bedroht habe. Herr Faber halte sich die weiteren Schritte vor. Mittags wurde das Zeugenverhör geschloffen. Das Urteil. Die Beratung der Geschwovnen dauerte anderthalb Stunden. Die erste Hauptfrage auf Vorwurf einer bestimmten unehrenhajften Handlung wurde mit 9 Stimmen Nein und 3 Stimmen Ja beantwortet. .Die zweite Hauptfrage lautete auf Vorwurf verächtlicher. Eigenschaften oder Gesinnung ohne bestimmte Handlungsweise. Sie wurde mit 7 Stimmen Nsin und 5' Stimmen Ja beantwortet. Durch dieses Stimnrenverhältnis entfiel die Beantwortung der Zusatzfrage Mf erbrachten Wahrheitsbeweis. ' Auf Grund dieses Verdiktes verkündete der Vorsitzende den Freispruch des Angeklagten, der vom Auditorium mit lauten Bravorufen ausgenommen wurde. Auszahlung Men ----- 0.608073 Centimes. In Zürich notierte die österreichische Krone . . 0.008075 (0.008012 am 2. Juli) die österr. gestempelte Krone 0.0081 (0,0080% am 2. Juli) die tschechische Krone . . . 17.17 ( 17.06 am 2. Juli) die Mark. 0.0034(^0.0082 am 2. 3utt) Holland.. . . . 228.75 (228.- am 2. Juli) New-Nork .. 572.25 (568.50 am 2. Juli) London ... . 26.12 ( 26.02 am 2. Juli) Paris .. 34.- ( 33.80 Mi 2. Juli) Mailand.. 24.80 ( 24.67 am 2. Juli) Belgrad.. 6.25 ( 6.16 mn 2. Juli) Bukarest ..V 2:87 ( 2.90 am 2. Juli) Sofia 5.60 ( 5.26 am 2. Juli) Budapest.. 0.06',„ ( 0.06V, am 2. Juli) Marschau ........ 0,0045 ( 0.0045 am 2. Juli) -Unter 'der Überschrift ,Me Deutsche Bank als anfistmit-ische Vrrstrgnn'gsaustM" bringt 'der Berliner „Borivärts" einen Musyug aus einem Briese, den ein Herr Kurt M. an Dr. Hel ff er ich gerichtet hat, um diesen zu bitten, für seine Besstirdevuntg bei der Den tischen Bank zu intervenieren. Der Grileffchretlber ist, wie aus dein Schreiben hervorgcht, Mit- .tfffefo dor deuWnat'ionalerl BoMspavielt in Bayern, hat sich Wierrev MovgMcheMtlkS. 4. IM 1923 Sorte % durch antlifemlitiWo Agfiativn beim bayrischen Jndustvtellenverband kompromittiert und ist nun von-der Deutschen Bank übernommen worden. Er 'beklagt sich in dem Schreiben an' Helfferich, daß ihur die LÄtung der WüuKuvgev FiNlaleder' Deutschen Bank „infolge Wischer Machenschaften^ Vovenchalten. worden sei. Er behauptet, daß Hm der Direktor dev Äeutischen i Bank Strauß und Herr Hilgenberg die Unterstützung bereits zugefagt haben. Der vorwärts" sWcht, es werde nicht wenige Leute überra,scheu, daß die Deutsche Bank ein' solches Interesse für antlisemitische Agitatoren belundeit, daß diese Leute, wenn sie - infolge ihrer vöMlschen Betätigung iu wwtschajfKlche Schwierigkeiten geraten sind, von ihr übernommen und versorgt werden. Bon Dr. Heinrich Schreiber. Nachdem die Erkenntnis allmählich gereist und durchgeürungen ist, daß die Liquidation der Oesterreichisch-ungarischen Bank keine Liquidation im Sinne unserer Gesetze bedeutet, sondern eine spezifische Maßregel, die der Friedens- Vertrag von' Saint-Gerrnain mit einem . einfachen Federzug verfügte, darf man nicht das Auge davor verschließen, daß die Beiziehung der Aktionäre zu gelegentlichen Generalversammlungen mchr Formsache als Erfordernis gesetzmäßiger Nottvendigkeit ist. Bon keinem anderen Gesichtspunkte ist daher auch der neue Gesetzentwurf über die Auflösung der Oestervoichisr^ungarischen Bank und über die Abfertigung ihrer Aktionäre zu betrachten. Man kommt nicht um die Tatsache herum, daß die nach dem Friedensvertrage eingesetzten Liquidatoren (man nennt sie treffender und strenger Liquidationskommissäre) selbständig entscheiden und verfügen, um inr gegebenen Zeitpunkte die Aktionäre vor eine vollendete Tatsache zu stellen und" es ihnen anheimzustellen, ob sie diese Verfügungen hinnehmeu wollen. Nehmen sie an, ist es gut und recht'; lehnen sie ab (was bisher noch nicht geschehen war), so mögen sie sich die Folgen selber zuschreiben, und zusehen, wo sie ihr vermeintliches Recht und die Wahrung etwaiger größerer Anwartschaften finden und durchsetzen können. Dazu kommt mit einem Male, daß es eine legitime Vertretung der Aktionäre nicht mchr gibt, weil die Zusammensetzung ihrer Generalversammlung, wie der besprochene Gesetzentwurf in feinen Motiven heraushebt, sich daran stößt, daß die Mitgliedschaft von der österreichischen und ungarischen Staatsbürgerschaft abhängt, diese aber größtenteils (durch die Zerstörung des Reiches) abhanden gekommen und zersplittert worden ist. Wie bchelfen sich mm die Liquidationsrommissäre und für sie das Gesetz? Es wird eine eigene neue Generalversammlung konstruiert, die mit dem Erfordernis der Staats-!/ Zugehörigkeit aufräumt und jedem Inhaber der Aktie den Zutritt öffnet. Es ist eine Generalversammlung extra statum und ad hoc, ein-Zweckverband, der einen bestimmten Zweck zu. er-, füllen hat. Dieser aber Mcht, wie aus der genauen \tnfc taxativ.en Aufzählung des Gesetzentwurfes hervorgeht, neben der Gutheißung der Liquidationsrechnung in der Mark, in Rußland weitevsank, well die ausländischen. Spekulanten .mit Rücksicht darauf, daß die Devisen in Berlin, in Mark berechnet, billiger notierten', Devisen gegen Mark in Deutschland anikanfen ließen und dadurch eine Verstärkung der Nachfrage für Devisen im Inland verursachten. Dies hatte weiter zur Folge, daß der Devisenschatz Deutschlands zu sehr in, Anspruch genomanen wurde, daß äbe.r andererseits wiederum die deutschen 'Spekulanten durch Markabgaiben im Auslände sich sür ihre Zwecke Devisen verschafften. Durch eine strenge Scheidung zwischen ausländischen und inländischen Devrsenanforderungen versucht nun die Reichsbank diesen ungünstigen Folgen für die deutsche Dtark zu entgehen. Andererfiöit-s aber verlautet, daß die Reichsbank auch im Auslände eine Stützungsaktion unternommen habe, indem sie dort Mark antfgMmft haben soll. Immerhin macht sich in den letzten Stunden eine gewisse Stabilität be-rneMar. Dies äußert sich auch in Berlin, 4tw im Clearing der Dollar' und das Pfund unverändert blieben, hingegen notierte der französische Franken 9496 gegen 9426, «die italienische Lira 6967.30 gegen 6254.80, die polnische Mark 164 gegen 132. Bemerkt muß werden, daß von den Dollaranlsordoungen in Berlin nur die Hälfte, von den englischen Pfundanfordeungen nur 10 Prozent zwgewiasen wurden. In Hinkunft sollen die ausländischen Dovistnanforderungen nur gum Teile berücksichtigt werden, hingegen sollen die inländischen Anforderungen voll berücksichtigt werden. In Z ür ich find gestern fast sämtliche westlichen Valuten in die Höhe gegangen. New-Uork notierte 672.26 gegen 568.60. London 26.12 gegen 36.02. Von den Balkandevisen war Bukarest schwächer. Es notierte 2.87 gegen 2.90, hingegen waren Belgrad und Sofia etwas scfter. Die Devise Warschau blieb uüberändert. Wien wies eine neuerliche Steigerung von 0,0080.12 auf 0,0080.76 auf. Ebenso besserte sich die österreichische gestempelte Krone von 0,0080.25 auf 0,0081. Im Wiener Clearing besserten - sich der bulgarische Lewa von 648 Mf 663, die polnische Mark von 0.54 auf 0.66. Hingegen waren der französische Franken von 4195 auf 4126 ab« gebröckelt. Nächst cherid die offiziellen Notierungen: Glearlngknrse der Österreichischen Nationalbank: vom 3. Juli 1928. Devisen (Schecks tmd Auszahlungen) Amsterdam f. 1 holl. Quldea , Agram 1 Jug. Kronen .... Belgrad 1 Dinar . Berlin 1 deutsche Reichsmark . Brüssel 1 belgische Francs . . Budapest 1 ungarische Kronen . Bukarest 1 Lei ........ Chrlstianla 1 norweg. Kronen . Kopenhagen 1 dänische Kronor , London 1 Pfund Sterling, ... Madrid 1 Pesetas ...... Mailand 1 Lire ....... New York 1 Dollar ...... Paris 1 Francs ....... Prag J.tgchecho-slow, Kronen ,. Sofia 1 Lewa . . . . . . Stockholm 1 schwedischeKronor . Warschau 1 polnische Mark .> . Zürich 1 Schweizerische Francs , Noten am 0e,d Kurs vom 2. Jnll , Ware Geld Ware 4 27699— 277CO— 27650— 27750— 6 759— 761— 759— 761 — 8 759— 761— 759— J61 — ib.41)*' 8 0.38 0.42 0.37 4'l, 3544— 3556— 3569— 3581.-'; 6 7.75 7.85 7.75 7.85' 6 356— 358— 364— 366— 5 11385— 11415— 11385— 11415— 5 12185.— 12215— 12185— 12215— 3 323100.- 323700.-323900.- 324500.- 5V. . 9985- 1C015— 10185,— 10215— 6 3046.— 3054.- 30*6.— 3054— 4 70985.- 71135.- 70985.- 71135— 5 4174.— 4186.- 4184.— 4196— 5 2128.- 2134— 2128.- 2134— 7'/, 684— 686— 669— 671— 4M, 18480— 18520— 18480— 18520— 8 0,68 0.72 0,60 0.64 3 12365— 12395— 12450,- 13480— Beratung und Beschlußfassung des den Aktionären zugesicherten Abfertigungsantrages. Mit dieser Abfindung selbst hat es aber eine eigene Bewandtnis. Sie erfließt Nicht' dem stvikten Recht, sondern, der bloßen, zuvorkommenden Billigkeit, die den Aktionären, um sie nicht ganz leer ausgehen zu lassen, ohne Anerkennung eines Rechtsanspruches gut- und freiwillig eine Wfertigung gewährt^ Sie besteht bekanntermaßen in etlichen Realitäten (Filialgebäuden mißerhalb Wiens, Bankrealität in der Bankgasse) nebst zugehörigen Einrichtungen und in der Notendruckerei, Objekte, die kraft früheren Bundesgesetzes ohnehin schon der neuen Nationalbank zum Gebrauch angewiesen/ sind. Dafür sollen nun den Mtionären je nach ihrer Wühl und Beschlußfassung an Zahlnngs Statt Aktien der neuen Nationalbank kt Verhältnisse von vier alten Aktien zu einer neuen Nationalbankaktie oder bares Geld im Betrage von 865.000 K. pro Aktie der Oesterreichisch-ungarischen Bank geboten werden. Die Besonderheit^ besteht mm weiterhin auch darin, daß die Aktionäve, die' auch hier vor einer vollendeten Tatsache stehen, die ihnen ohne ihr Zutun und ohne Mitwirkung ihrer Mandatare (wenn auch gesetzlich) oktroyiert wird, in letzter Stunde doch auch selbst, zu, ihrem eigenen Begräbnis geladen werden. Äe Verwertung der aus der Bermögmsmasse ausgesonderten Bermbgensteile ist zwar bereits entschieden, gehoben und gelegt; gleichwchl sollen die Aktionäre noch über die Art und das Maß der Entschädigung gehört werden; natürlich ist auch dies mir eine Formsache. Und wie steht es mit den übrigen Anwartschaften, insbesondere mit den durch das. Notenprivileg nicht erschöpften Zweigen des Bankgeschäftes, von dessen Fortfi'chrung sich die Aktionäre doch noch eine Aufbesserung ihrer Chancen versprechen? Bleibt diese.'den Aktionären oder erlischt auch diese Hoffnung mit dem durch die Liquidation besiegelten Untergange der alten Notenbank? Hierauf gibt der. Gesetzentwurf rpch keine bündige Antivort; Wohl aber wird sie die neuartige Genercckvevsaytmlung von den Geschäftsfühvern und Komnvissären. erftagen, um auch darüber schlüssig zu werden. Damit wird, der alten Notenbank rühmloser als sie es verdiente, dafirr aber von. wirklichen Leidtragenden die letzte Ehre erwiesen fern, 3er {tttemotionafe Bolutermmttt. Besserung der Mark in Zürich. — Neuerliches WbrAchr des Schweizer Franke». > Auf den MtemMo-Men Märkten ist vorläufög m> gewisser Stillstand in der KmSseMmg der Mark emgetveten. Sie notierte zwar in Zürich geistern 0,0004 gegen 0,0082 am Vortage, woraus auf eine gewisse Besserung geschloffen werde« könnte. Dem ist alber nicht st. Drüse Befserung ist nur scheinbar uu>d dar«f KuviläKU-führen, daß der Schweizer Franken aus den internationÄen Märkten eine ÄbschwäThimg 'erfahren hat.' Ob die .jetzige Stab Wevung der Mark auf den auswärtigen Witzen auf die innere Stützungsaktion der Mark durch die Reichsbank givrückzufkchven ist, ist schwer zu sagen. ^Tatsache ist, daß in den ätzten Tagen gerade als Folge der inneE Stübungsaktion die Amerlkan. Noten v. 5 Dollar aufw, 70610- 70910— 70810—. 70910.-* „ kleinere , , . 70510— 70810— 70510— ‘ 70810— Belgische Noten 100 Francs . . 3505— 3535— 3525— 3555— Bulgarische Noten zu 1000 Leva , 663— 667— 648— 652— . .100,, , » kleinere, , . 643— 647— 628— 632— iDänlsche Noten 100 Kroiier . . 12050.— 12110— 12050— 12110—: Deutsche Noten za 1000.Mark, , 0,365 0.443 0,36 0.44 . ' . » 100 , , , » „ kleinere. . , , Engl, Noten von 6 Livrest, aufw. 321400— 322400.- 322200— 323200— ' „ . kleinere . . . . . 321200—' 322200— 322000— 323000— Franzvsische Noten 100 Franca . 4125— 4155— 4135.- 4165— Holländische Noten 1ÖQ Gulden . 27450— 27650— 27500— 27700— Italienische Noten v. 100 Lire aufw. 3012.50 3027.50 3012,50 3027,50m h kleiner© »et 2992,50 3(X)7,50 2992.50 3007.50 Jugosl, Noten ungest. zu 1000 Dinar 75C— 754— 750— 754— » . » „ 100 , ... kleinere . . 742— 746— 742— 746— Norwegische Noten 100 Kroner . 11250— 11310— 11250— 11310— Polnische Noten v, 500 Mark aufw, 0.66 0.74 0.54 0.62 „ „ kleinere.... 0.62 0.70 3.50 0.58 Rufhänische Noten zul0OOu.50OLel 366— 388— 374— 376— , , kleinere , . . 346— 348— 354— 356— Russ. Noten (Roman,) zu 500 Rubel —— —— ... kleinere . , Schwedische Noten 100 Kronor , 18270— 18350— 18270— 18350— Schweizerische Noten 100 Francs, 12270— 12330— 12370— 12430— Spanische Noten 100 Pesetas . . 9870— 9930— 10070— 10130— Tschechö-slow. Not. v.1000 aufw, 2tll— 2121.- 2111— 2121— » » kleinere •, 2106— 2116— 2106— 2116— Ungar. Noten (neue Eni.) zu lQQOKr, . .4,70 4.90 4.75 4,90 , , zu 10.000 Kr. . , . , » kleinere. 4.65 4.85 4.65 4.85 9 n KIUIUCIC * p m t»\ßO ~t»\t *) Von den Auslandsabgaben nichts übernommen. 3er neue zoMrif. Begünstigung der Agrarier zum Schaden der Industrie. Morgen soll dem Nationalrat eine Novelle zunr bisherigen Zolltarif vorgelegt lverden,: der eine neuerliche Belastung des Wirtschaftslebens bedeutet. Daß die Jndustriezölle eine starke Erhöhung erfahren werden, ist ganz klar. Es wird damit auch dem Verlangen gewisser Jndustviekreist entsprochen, welche über 'Mangel'an Absatz in.den Nachbarstaaten klagen, woll die anderen Staaten Höhe- Schutzzölle haben und sich gegen die Einfuhr fremder.Produkte schützen, -während Oesterreich durch seine niedrigen Jndustriezölle die Einfuhr der fremden Produkte Mm Schaden derheinvischen Industrie nicht behindert. Ans diesem/ Aulasie haben aber auch die Agrarier die Fordernng gestellt, daß auch zum Schutze der heimischen Llgrarproduktion Zölle' aus Agwarprodukte eingeführt werten. Wie berechtigt die JndustriezMe find, so unberechtigt ist die Fordemng der Agrarier, da Oesterreich in erster Reihe ein Jndnstrieivnd kein Agrarstaat. ist und infolgedessen auf billige Lebensmittel für seine-Produktion angewiesen ist, lveil es sonst MMöglich .aujf dem Weltmärkte konkurmeren Kann. Die Regierung; -denkt nun einen. gewissen vermittelnden Standpunkt einzunchmen, sie will mw von Mchl, Margarine, Butter und Zuchtvich Zölle ainheben. Die Kaufmamrschaft wendet sich entschieden dagegen. Aus Branchekversen wird hierzu-mstgeteittr Sollte der Natiowlrat, wie beabsichtigt, tatsächlich einen Mehlzoll beschließen, so würde dies im gleichen Ausmaß eine Verteuerung des Mchlrs bedeuten. Die Tatsache, daß nicht auch auf Getreide sin Zoll beschlossen wiÄ>, würde diese Verteueru.ng nicht verhindern, da ja Getreide nur