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Wiener Morgenzeitung · 1923-07-03 · Heft 1576 (3.7.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1576 (3.7.1923)
Date
1923-07-03
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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/Btt BÄ6_« " i Wm, TWMjs _ Wlentt Movgr«reK«ns m BeschWe L« Sanzlnger „Srt">Konferenr. I> Der jSondevberichttrstatter des I. L. B. bei der OrtiKonftrenz telegraphiert: Dev letzte Konftrenztag her Gesell- Mast »Ort" war ausschließlich derLiSkussiorr über dke. Gründung eines „1 Mllon Dollar-Fonds" als Grundlage der 'DerselbstäMgung und der Produckttvierung deS jüdischen 'Handwerks Md der Mischen landwirtschaftlichen Betätigung i^geüniidnret. ES wurde eLnsKmnttg beschlossen, unverzüglich an die Gündmrg eines Fonds von mindestens 1 Million Dollar ' zu schreite«, mn die vornehmsten Ziele der Gesellschaft „Ort" ohne Behinderung erreichen zu können.'Es wurde ein besonde- ■ te$ fünfzehngliedriges Komitee eingesetzt, welches die alleinige MWbe HÄb/m srA, die Propaganda für den Fonds zu führen. Ser Mnmauer. Gestern hat die Disziplinavuntersuchimg gegen den gewesenen Kanzleidirektov der Universität Dv. Bl um an er begonnen. Das DiSiplinarverfahren gegen ihn wurde eröffnet, weil Blumauer anläßlich des Prozesses wegen der Gtojffaktlon den Prorektor Professor Riehl vor Gericht desavouiert hat. Dr. Blumauer, dessen Tätigkeit an der Univerfitöt Vielfach zu Unzufriedenheit Anlaß gegeben hat, wurde vor einiger Zeit beurlaubt, mit der bestimmten Absicht, ihn nicht mehr auf feinen Posten, auf dem er seit Jahren ein uimmfchränkes f Regime, nicht zum Borteil der Universität, führte, zmückkehven : zu lassen. Vor einiger Zeit hat Herr Blumauer stch daher nach einem anderen einträglichen Posten umgesehen und stch um die Stelle eines Börsensensals beworben, doch hat ihn die ' Prüfungskommission für diese Stelle als ungeeignet erklärt. Passive Resistenz im Ionanverkehr. Gestem früh hat in den Betrieben der Donau- Dampffchiffahrt s gvfellschaft die am Samstag beschlossene passive Resistenz eingesetzt. Gei der Doneu-Dmnpf- Wffahrtsgesellschaft satzte die Bewegung zunächst nicht mit voller Stärke ein. An brn passiven Widerstand ist bei diesem Unternehmen vorläufig nur das Schissspersonal beteiligt, während die Verladearbeiter und andere Bedienstete Ln normaber Eise fortavberten. Bei anderen Gesellschaften jedoch, wie bvi der Süddeutschen Douau-Dampsschiffahrtsgesellschft und dem Bayrischeu t8 l o y d hat die passive Reststentz die ganzen Betriebe ergriffen und sich sofort fühlbar gemacht. Die Schiffe konnten nicht rechtzeitig abgefertigtz werden, und schon gestern, am ersten Dage -des Widerstandes/ gab es Werlspätungen bis zu einer Wunde und darüber. Kleiue Lokalchronik. Der bei einem Automobilunfall am 29. v. M. in der Mhe des Parlaments schwer verletzte städtische Angestellte Leopold Rtchetzkh ist gestern im Allgemeinen Kvankenhause Astoröen. Dem Chauffeur trifft an dem Unfall kein Verschulden. Die Beamtensgattin Elsa Schützer stürzte in der Währrngerstvaße von einem Straßenbahnwagen und erlitt i fchwere Verletzungen. _ * Amerikanische Inden nach Palästina. Eine Anzahl ivon Kaufleuten, Farmern und Vertretem anderer Berdse beigaben sich an Bord der „Afia" am 14. Jmvi nach Palästina, wo sie sich dMernd uiederlasien wollen. Unter ihnen befindet isich Jakob Masv aus New-Aork, ein Kenner des Faviner-!wssms , der sich der Agrikulturstation der Zionistischen Exeskutive anschvießen wird. An Bord befinden sich auch 16V Stuck §AuchtgeflügÄ, ein Geschenk der jüdischen Farmer aus!New-Nerseh für die palästinensische Versuchsstation in -Tel-Awiw sowie dir Einrichtung des Ln der Urkaine ermordeten Dp. Israel Friedländer, die für dessen Witwe, die Schwester des Colonel Norman Bentwich, bestimmt ist. Eine Thora, ein Geschenk des Ameviean Zion Common Woakch, für die Coloma Balfouria, wird ebenfalls>mLtgefichrt. (I. C. B,) i * ZK demkttng Professor Spiegelbergs a« die Unil versttat München. Der Professor an der Universität Heidelberg, der bekannte Aegyptologe Dr. Wilhelm Spiiegetb epg. tWen Men Berufung 'die Völkische Finkenschaft der AniversitÄ München bei Rektor und Senat Protest eingelegt hatte und sich dabei auf das Prinzip des Numerus clausus gegen jüdische Professoren und Dienten berief, >rst numnchr definitiv znm ordentliche« Professor dev Aegyptologi« an der Winchewer UnmevsM j ernannt worden. * Nathan Mvantz der verdwnteste Mann , . ^. Der der von der Stadt N ew - V o r k Veranstalter Mstim umng, 'wer sich wähvmd der letzten 2 6 Jahre cmr meiste» mn die Stadt verdient gemacht hat, erhielt Mr. Nathar Strauß die Mehrzahl der Stimmen. Strauß ist einer de '.HMtm PWmthroven der Veremigten Staaten, der bevMs der schiedene vorbrMche Werke geschaffen hat. Ä v * Promotion. Mittwoch den 4. d. um n Uhr mittag Orwe im gwßen FMaale der Universität die Promotion de 'Gröuleins Givat.e Wo-Mr-am zum Doktor dm: Phllvjophi * »pfa! lm engtstchrn Parlament. Als m Saufe emtzr rtte im mgliischeu Unterhaus Dr. Shinewell, ein iude E Whitechapel, das Wort m, ließ Wr G. 'amiltou ein Wort fallen, das wie,Huve" kfang, worauf atze Aüfreguna entstand. Mr. Shinewell sagte: „Das ehvenfte Mitglied hat eine Bemerkung gemacht, die sich auf die ldurchführeu M wollen." Mr. Büchcman und andere Parla I memsnWWer verlangten mttßü großer AnftMng derr ^Ausschluß des Sir HamNo» von der Sitzung. Der Vorsitzende erklärte jedoch, daß er das betreffende Wort nicht getim habe und So-ckeZe Mr. Buchanan aus, feinen Platz einMen, M vissyr stch trotz ivisdecholtev AnffoMvmlg der AuWPdvrung qrMurommetl, wurde er von der Hü HämWsn ent schul Mteilunsen aus dem Publikum. Kultu8-u.1u3t!rtg!gfs u. Barette liefert in sehöntter AufilQttrang dl« bek&ntiteste Spstlalflrnm Sgb RUDOLF GOLDSTEIH Wi.«,SÄ Oegrattdet lseo - Oroßa Auswahl felnBter Stoffe fQrMaBbesiellutigen * Die Frankfutzier Gesellschaft für Sozialforschuna und die Judenfrage. Das auf Initiative der Gesellschaft fiir Sozialforschung gegründete Institut «für Sozialforschmg an der Univwsitat Franfurt o. M. hat eine Abteilung für das Studium der jüdischen Fragen und des AutisemitiSmus eingerichtet (J7C. B.) * Düs Schachturnier in Mahr.-Ostrau. Das Ergebnis des ersten Zusammentreffens im internationalen Schachturnier lautet: Die Partien WolsT-Selezniew und Tartakower —Rubinstein wurden unterbrochen. Remrs endeten die Partien Grünfeld—Dr. Lasker und Dr. Tarrasch—Reti. Hromatka gab die Partte gegen Euwe auf. Pokorny verlor gegen Spielmann, Bogoljugow wurde zum Sieger über Walter erklärt, der die vorgeschriebene Zeit üb^schritten hatte. * Die neue Telephonnummer des Wohnungsamtes. Vom 4. d. an, ist das städtische Wohnungsamt, 1. Bez., Bartensteingasse 7. unter der EiNschaltnnmmer Sevie 24.676 zu erreichen. * MederverlaWbarung des Personalsteuergesetzes. Das Bundesgesetzblatt bringt die in der letzten Personalsteuernovelle in Aussicht gestellte Wiederverlautbarung des Personalsteuergesetzes. Diese Wiederverlantbarung ist höchst aktuell, obwohl in naher Zukunft neuerliche Abänderungen des Personalsteuergesetzes bevorstehm. Denn diese zu erwartenden AenderuMN sollen sich erst auf die im Jahre 1923 durchzuisührende Veranlagung der Nnkommen und Erträge des Jahres 1923 beziehen. Jetzt aber handelt es sich darum, dem PuMkum und den Behörden den gegenwärtig' geltenden Gesetzestext für die Veranlagung 1922 zur Verfügung zu stellen, zumal moderne private Gesetzesausgaben fehlen. Die Wiedervorlautbarung gcht daher auch über den Rahmen eines bloßen Wdruckes des derrnalen geltenden Gesetzestextes hinaus. Alle seit der letzten. Verlautbarung im Jahre 1921 eingetretenen Aenderungen des Gesetzeswortlautes sind drirch besonderen Druck kenntlich gemacht. Anmerkungen enthalten den Wirksamkeitsbeginn dieser Aenderungen und die Angabe der Gesetze, auf denen sie beruhen. Ein''umfangreicher Anhang bringt die wichtigsten Gesetzesbestinrmungen, die — abgesehen von dem Text des Personalfteuergesetzes — für die Veranlagung der Personalsteuern gelten. Hierher gehören Bestimmungen der verschiedenen Personalsteuernovellen, die ohne in dm Wortlaut des Personalstsuergesetzes eingearbeitet worden zu sein, dauernd (wie die Bestimmungen über die Tantiemenabgabe) oder vorübergehend. (wie die Bestimmungen über die Beranlagrmg der Warmlayer und der Dimstbezüge für 1922) von Bedmtung sind. Werter bringt der Anfang die verschiedenm Steuerbegünsttgungs- und die sonstigen die Personalsteuern berührenden Spezialgefetze, eMich die nicht nur für die Personoilsteuern gellenden allgemeinm abgaberechtlichen Gesetze, wie das Fristen-, das Verjährungs-, das Einhebungsgesetz. Auch diese Gesetze sind in ihrer nmesien Fasiung wiedergagebtn. * Brand in einer Lackfabvik. Gestern nachmittags brach in der LaGabrik in der Jndustviestvahe ein Brand aus. Das Feuer drohte rasch weiter zu greifen. Den Berufsseuerwehren Floridsdorf und Prater sowie einer von der Feuerwehrzentrale ausgerckte Dampfspritze und dm fteiwilligen Feuerwehren Kagran, Stadlan und Aspern gelang es, nach zwoieinhalbstüudtger Arbeit dm Brand zu löschen. Der Schade ist sehr bedeutend, Bei dem Brande wurde der Hilfsarbetter Max Smolka durch das überlaufende siedende Oel derart verbrüht, daß er schwerverletzt auf die Klinik gebracht werden mußte. * Demonstration nach einem Meisterschaftsspiel. Am 1. d. fand am Sportplatz des Wiener Sportlubs in der Hernalser Hauptstraße ein MeistVrschajftsspiel zwischen dem Wimer Sportklub und dem Wimer Ahletikfportklub statt. Im Verlause des Spieles evlüten zwei Teilnehmer des Sportklubs derartige Verletzungen, daß sie aus dem Spiele ausfcheiden mnßtm. Nach Schluß des Spieles sammelten sich nun etwa 300 Anhänger des Wiener Sportklubs an, um gegen die Mitglieder des W. A. C. zu demonstrieren. Siä-erheÄswache forderte die Demonstrantm auf, sich zu zerstrmm und mußte hiebei dm Hilfsarbeiter Mfröd Hutterer, der die Teilnehmer aushetzte, arvetierm. Erst unter Hinzuziehung von Wachefutturs elang es, die Leute zu zerstreuen. * Wetterbericht. Der Himmel war hmte mittags in Oesterreich noch ziemlich stark bewöW. Das Dies bei Island brettete sich aus und vertiefte stch rasch. Voranssae: V o r^ wiegend heiter, Temperaturzunahme, südliche Winde. Dauer der Besserung noch unsicher. Arber Freund! Du weißt, daß zur Kundenwerbung Geld und immer wieder Geld gehört. Du weißt auch, daß Mr die ständige, stets wiederkchvmde Briefpropogmwa den Erjfolg mitbringt, warum also schveitest Du nicht zur Anschaffung meines DrsMWg- Typendruckers, der Dein bester Mitarbeiter wäre? 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Eine solche Küche gibt es im 1. Bez., Oppolzergasse. — Mi R. XX. Sie erhalten direkten Bescheid. — K. K.» Anhypany. Ast leider nicht zu verwerten. Dev Weg über die Administratiou ist in solchen Fallen Mt möglich. Besten Dank! — Stoßi* G. Besten Dank! Wir werden uns die Sache angelegen sein lassen. — E. A Hchövr, Wnrahumvra. Der Betreffende ist glücklicherweise frisch und gesund; die Parte, die Sie wohl zu Ihrer irrigen Annahme verleitet bat, bezog sich ans dessen M n t t e x! - An Mehrere Ginssn-rx. Znschriften ahne A'ückporto können keine Erledigung finden. Ausländer wollen den s>"' die 7(-rankierung hlnuenden Geldbetraa einsenken. 8. Juli 1923 Seite f Vereine. Vorträge und Berfommlnngen. Chug Jwri (20. Bez.. Mathiüdenvlatz 8). Hmtie um halb 8 Uhr abends Vortrag UngerfÄd im Cafe Mlgnst. Gäste WillkonMen, Zeche frei. - - - Schutzatdji o it ^ür ftrone nwevt«. DmnerStag den 6. d. unl Wb 0 Uhr abends «findet in den Eichmfälen, 10. Dez., Favori-tenftrgße 71, eine Bevsamwllung statt. Urania. Heute: Großer Gaoil: 6 Uhv:' Tieryaschlichben; halb 8 Uhr: Elsa, Berta und Martha Wteisen thal: Kam« mevtanzabe.nd. Kleiner Saal:' HM» 8 Uhr: KM KomnÄ« Lummstetn: Bergfahrten ln den Stubaüer Alpen. Kurssaal: HaW 8 Uhr: Univ.-Prof. Dr. Viktor Bibi: Franz GM. parzm als politischer Denker und Scher, . .. Anöhnmg. Me WenomMelmSrNe. Der Verkehr war auf allen Marktgebieten sehr schwach, die Preise haben keine nennenswerte Aendernng erfahren. Die Fleischpreise blieben auf der gleichen Höhe wie Samstag. Von Gemüse* wurden nur Paradeiser und Weißkraut etwas billiger. Die Beschickung lvar auch gestern durchwegs günstig. In der Großmarkthalle sind 28 Waggons Fleisch eingelangt, darunter mehr als 91 Tonnen Rindfleisch. Mm md Kunst. krl-BUne. (StyoDlMSM«.) -Eine gepfefferte, aber nOwchsitze Komödie, „'s Jungfer nw eh" von Rudolf B riix, gibt dem ausgezeichneten» Ensemble Gelegenheit, eine gMze Schar bäuerbichev Chavaktergeftalten auf die Beine zu stellen, kräftigen Humor zu entwickeln und — ein nicht zu uutevschätzender Vorzug — an den heikelsten Stellen unfehlbaren Takt zu erw-eifen. Wahre Lachstürme verursacht Lr.dwig Auer, der vinm vielgepllagten, aber Nugm, allen Lebenslagen gewachiseuen Vater mit ergötzlichen Zügen ausstattet. Alle Mttwirkenden, insbefondere Anna E xl. Cary Praßnigger und Eduard Kvck, haben vn dem üng» wöhnlichm Heiterkeitserfolg Anteil. An« den Theatern. In der Volkoper eröffnet Leute Jean Whanastn Äom Teatro Couftnnzr in Rom sein mchrabenWcheS Gaftfprel als Scarpia in „Tosea". Exl-Bühne. Heute: ,/Der G'wifsensMurm". Korruvtionsbeschnldinmg gegen den Abgr« ordneten Weigl. Im EhrenbeLoidigungsProtzeß des NMowcckvttes Weigl gegen den Hewusgeiber der Kremftr ,-8a»nItyöittmlg" Faber wurde das Beweisverfahren fortgrlsetzt. Ws echter Zeuge, wurde der Mwister des Avußern Dr. Grünbeixger vernommen, der im Jahve 1920 die Stelle des Ernährungsminifters imehatte. Bochitzender Hafoat Habietineik: Können Sie sich erinnern, Herr Zeuge, daß Nattonalmt Weigl im Jcchre 1920 bei Ihnen vorgesprochen hat, um Mais upd anldeve Lebens- > mittel für den Bezirk Krems um Mirgen Preis zu schalten? — Zeuge: Ja, es ist mir evinneMh, daß WeiK sich heim ErnÄMUgSamt bemüht hat, Lebensmittel upd. Futter für feinen BeUirk zu erhalten. — Verteidiger Dr. G r übe r: Um welchen Preis wurde der Mais abgegeben? — War er billiger als der Marktpreis? — Zeuge: JedenfMs bMiger als der allgemeine Preis im Handsl. Bundesmiwifter a. D. Zerdikk gibt wj, daß Nationalrat Weigl ihm den ftaglichen Artikel in der „Äandzertung" gegeigt habe und den Zeugen gchvagt habe,' was er tun soll. Da Weigl eMärte, daß er von Frau WiMbm als ihr landwirifchaWcher Berater 20.000 K. erhalten hatte, Hube der Zeuge geisagt, daß das keine Provistoir sei, und dem Naiionalrat den Rat gegeben, die ^audzeitting" zu klagen. Die NachmittagsverhaMung. Am Nachmittag wurde der PrivaMäger Nativinstra-. Weigl unter Eid als Zeuge vernommen. Er enzäW, daß er mit dem im Jchre IAO vechtoÄbenen Gatten der Frau Wilhelm gut befw)»-ndet tvvr- und darn die Witlwe, die dem großen Unternehmen allein vochtanld, in freundschaftlicher Weife unterstützt hat. Fvair WHelim sagte wi'checholt. sie verlange meine Arbeit wicht imsanst. Einige Tage vor Waihmchttn des Jahres 1920 kam sic zu Mir und überreichte mir ein Kuvert mit den Worten: ,MMich kann ich meine SchBd bezahlen, was Sie ftir mich gelmlsteit haben". — Doch.! Vorher lvar aber die Sache mit dem Mais, — Zeiuge' Ja, es \mt gerade damals Waße Futternot ur.d ich habe mich im ErnWungsministermm bemüht, ftir den Bezirk MÄs zu bekonnnen. Ich muh Keich betonan» daß beider Sache gar nichts verschleiert wurde. Ich habe angegeben, daß der M>is an die Firma Wilhelim zu liefern ist, und ich habe auch der Stadt Kwms Asbeusmittell verschafft. Us der Mais geliefert war, habe ich dem Geschäftsftihver Sgchs erklärt, der Mais dürfe nur im Bezirk verfvendtt werden. Weiters weiß. ich nichts. — Bons.; Sie haben gchürl, daß ein DM des Maises -licht an Landwirte, sondern an andere große Wmen ustd gr.« GutGeisitzer gelsngt ist?.— Zeuge; M ich dM»n gOört habe, war sch darüber sehr betMe't, nnd Hube anch Mgu WjWlm deWMn zur Rede gsstesA. SchlWich gW der Zelige all, daß die Frau WislhOm ihm geigellstiher geäußert habe, dir AuschlBdigiilWil seien nichts als ein Ra ch h? all lnch eine ErdiKung ihres früheren VerlMen Pr-ltch^

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