Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1576 (3.7.1923)
- Date
- 1923-07-03
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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....'VH' ."W^TTW^ "HUI ',-.'I.!ff«^,> ,1 H'I|<I gfefre’4 ^! :7 Men, MenLta-? r JSfafftt ©o&cmctit wurde ph-tograph'iert und dann. ^-Leopold AkrückgesteM; die Photographie befindet sich bei den MaHetzMen. Jedes -der deutschen Doluurent« trägt unten in MeWft den Vovmork: Gesehen L., weil die «französischen Behörden verlangten, daß Leopold alle Dokumente persönlich pavc>g«chhiere. Bvlgarie« und seine Rachbar». ffdsag, 2. Juli. (ITlschechv-iflvwcMsches Pretzburean.) Der vubgavffche Minister des AeußernKalow hat dem Sofioter Korrespondenten deS Dschecho-flowakischen PreMrrecms er- Kant, die neue Regierung werde so bald als «nllWch und in voller AnisrichtiMt an die Rogellwg aller schreibenden Fragen wirtschaftlichen und teilweif« 'auch «pülitiffchen Charakters Zwischen Bulgarien und den Nachbarstaaten herantveten. Diese Fragen Würden gewiß zur gegvnlsoitigm BefrieÄigunig geköft und dadurch die Grundlagen «für feste nnd a-ufrichti'tz« Beziehungen gewonnen werden, wie sie das gange bulgarische BoW «HMch wünscht. Noch Vieser Tage würden die V-erhündlungen Mit Rumänien und Griechenland beginnen, die, wie man in B-ulgavien wisse, von demsellbeat guten Millen beseelt seien wie Bulgarien. Fabotinsktz im „Raßwjet". Me das I. C. B. berichtet, ist Wladimir Jabo» tinsky in das RebaktionsSollegiuM der in Berlin erfchemenden russischen zionistischen Jeituny Maßwjet" emgstreten. Dieser Schritt JabotmÄys wirb in den zionistischen Aresen als seine Mckkehr zu aktiver zionistischer TätiKeK betrachtet. Meichgeitig miid JabottinÄy sdck in das RedMionSkolleginm' die Herren Dr. I. Brutzkiks, I. Kilinow, Dr. I. Triwus und Dr. M. Schwarzmann koopt-ievt Worden. Das Programm der neu-en Redaktion setztt sich aus den fachenden Hauptpunkten Zusammen. Auf dem Gebiete der äußeren Politvk: Gegnerschaft gegenüber dem heutigen Kurs der englischen Palastitno-Polij'A und - die Anerkennung der Novwendchkeit der Bildung jüdischer Legionen in Palästina. Auf dem Gebiete der inneveu Politik: Kamps gegen die Gewährung eines EinMlsieS auf das Werk des Palästina- Aufbaues an die sogenannten ^otabeln". Das neue PragranM bedeutet einen Uebevgantz der Zeitschrift zur scharfen Opposition gegen die heutige Zionistische Exekutive und insbesondere gegen das sogsnannte ReorMnffatiESProgramm Dr. Weizmanns. Tagesbericht. Gm» zum Srabe Herzls. Der diesjährige Gang zum Herzl-Grobe findet Sonntag den 8. Juki statt. SämEche Gefinnungsgsnossen werden ausgefordert, am «Gange zum - Grabe unseres unvergeßlichen' Führers teitzunehmen. Formierung des Zuges um 9 Uhr früh an folgenden SarmvÄstellen: Hochschule für BodenAMur sVordechöont): Mtglioder des A. E., Parteirat, Präsidium, Landes-, Lokal- und Prodinzkomitee, Palästina-Wmt, Keren Hüjessod, Jüdischer Nationcllfonds. (Lime 40 bis Endstation.) MrWeder der genannten Korporationen wollen sich hmm Passieren der an dieser Stelle postierten Ordnerketben durch daich Dienstag den 3. d. im Sekretariat 5*8 Zionistischen LanideKomitseS echMiche Abzeichen auNveifen. Hasenauerstraße, Ecke CoüiageycHe: BeMssektionen, HochschulijugeNd. (Linie 40 >bi§ letzte HaWstzelle vor der Eudstation.) Karl LMvig-Platz (rechte Gsite): HÄachbuch. «KM Ludwig-Matz (linke Seite): Ingen dverbaud, Dum- «und SportverbLnde. Gruppen oder Bereim, die «ihre Teilnahme am Inge noch nicht gemeldet heben, wollen dies bis zum 3. d. Wephovkisch nnter Nr. 45-3-25 tun, damit ihnen Plätze reserviert werden. Me Teilnehmer wollen bi s 9 Uhr auf ihrem.ÄuffiellungMatze ev- " scheinen, da sie sonst das Anrecht auf «den im Zuge reftÄMÄen Platz verlieren. Abmarsch halb 10 7lhr vo-rnMags. Das Friedhofstor bleibt bis zum Eintreffen des Zuges gchchkvsfen. Zionistisches KandesikonGee. 8m Aufruf der Aere« Hafeffrd. Bis zum Karlsbader Kongretz mich eiue Million Pfund erreicht sein. Das Londoner Hauptbureau des Keren Hajessod, des zentralen Finauzrnstitutes für den Wiederaufbau Erez Israels, versendet soeben einen Aufruf an alle Unterstellen, in welchem angeordnet wird, in den letzten Wochen vor dem Kongreß mit größter Anstrengung für den PaläMw-Grmrdsonds zu arbeiten. Seit Gründung des Keren Hcrjessod bis Ende Mai 1928 wurde die Gesamtsumme von 918.000 Pfurck aufgebracht, und bei einigem Eifer kann das geforderte Ziel, 1,000.000 Pfund, bis zum Kongreß gewiß erreicht werden.. Der Austuf weist aus die finanzielle und wirtschaftliche Depression hin, unter welcher die neue jüdische Weddmg in Palästina während des letzten JchvB gelitten hat, und erinnert an den Ausspruch Dr. WeizmannS auf der letzteu Jahreskonventron in Amerika: „Noch em Jahr wie das letzte, wäre unheilvoll für. unser Werk." Schließlich wird der Meinung Ausdruck gegeben, daß die Z ust a n d «bringumg Vieser Mind-ests..nun« als notwendige Vorau§Dtzung für Vre Bewilligung des neuen Budgetdurch den Kongreß b^etrcrchtet werden^so-'lie. Die Oesterreichische Keren Hajessod-Komai i f f i o n hat alle Veranstaltungen getroffen, um Mch in GWrr MorgenMMg. 8. Juli JJ23 Wt. 1578 Irr Nord In Reulengbach. Sine Hakentteuz-AKre. Im ÄMfe des gestrigeil Tages würde der 19jährige Mittelschüler Rudolf Nowosad als Mörder des Drogisten Karger verhaftet. ' Es verdichtet sich die Mutmaßunq, daß es sich um einen -politischen Mord handelt. Der Mörder und sein Opfer gehörten der ber ü ch t i g t e n O r d n e r a b t e i l u n g der Ration a l s o z i a l e n P a r t e i an rmd Rojvosad hat sich bis'yer geweigert, über die Motive der Tat zu sprechen. Hoffentlich wird die Polizei die Unterfuchrmg so rasch durchführen, daß alle in befifinmter Richtung versuchten Verbuschrmgsversuche vereitelt werden.' Es ist nicht ausgeschlossen, daß bei dem Mord ähnliche Motive eine Rolle gespielt haben, wie bei der Ermordimg des Münchner Studenten Banr und bei dem Mord in Parchnn. Der Mörder ein „Ordner" der Hakeukreuzler. Amtlich wird über den Mord verlauLbavl: Am 29. Juni teilte der GeüdarmertchostLn Neulengbach der Polizeidirektion mit, daß tags zuvor i-n den Mvryenstun^n im sogenannten Haspelwalde bei Neulengbach, in der Nahe eines von Raipoltenbach nach Würmla führenden Fußweges, die Leiche eines anscheinend jüngeren Mannes aufgefunden worden sei. Die Leichs zeige am Kopfe zahlreiche Wunden, die offenbar mit einem spitzen Instrument zugefügt worden seien. Zweifellos liege ein Mord vor, der nach dem Aussehen der Leiche vermutlich schon vor mehreren Wochen ausgeführt worden sei. Nach dem Ergebnisse der polizeilichen Erhebungen ist der Tote identisch, mit dem 19jährigen Drogisten «Korrrad Karger, der sich am 14. Juni, ckbends, mit einem Rucksacke aus der elterlichen Mohnu-u-g, 9. Bez., Severingasse IT, errtfernt hatte. In einem zurückgelassenen Briefe hatte er die Absicht geäußert, er wolle, um feinem Vater nicht länger zur Last zn fallen, >uach Deutschland fahren, und dort eine Stelle suchen. Seit diesem Tage haben die Angchörigen von ihm beim Nachricht schalten. Da der Verdacht nicht von der Hand zu weisen war, daß Konvaid Karger von Wien in den Haspelwald gelockt und dort getötet worden sei, wurden die Nachforschungen arvch auf seinen Wiener Bekanntenkreis ausgedehnt. Hiebei wurde ftstgestellt, daß Karger, ein nationalsozialistischer Parteigänger, in den letzten Wochen wiederholt unter anderem Mch mit dem Msitgiiliede der' nai>ionalr!soK>ia:Listischen O rdnertrnppe3. Rudohf Nowosad, 1904 zu Wien geboren und Mständig, kathÄffch, 18. Bez., KaÄ Beckgasse 1 wohuhaft, geschen worden war. Der Beobacht gegen Nowosad verstärkte sich, aks hervmkam, daß er in der Nacht zum 16. Juni nicht zu Haufe und seit dem Bekanntwerden der AuMduny der Leiche des Karger nicht mchr in feine Wohnung zurücktzÄchvt war. Er wurde am 1. d. nachts von KckminaVboamten im 4. Bezirk auZgeisortscht und verhaftet. Bei der Verhaftung warf er ein Dolchmesser weg. Dem Sichsrhellsburean der PoMtzeMrektion Werstellt, geftapd Nowosad schWeßbich ein, in der Nacht zum 16. d. mit Karger gemeinsam nach N^enfengbach gefahren zu sein und im Walde mit ihm genächtigt zu haben. In den MortzerWf.den habe er ihn im BeMnche oims tzsanidVem!enges getötet. Ueber das Motiv der Tat, sowie über die näheren Drtmnstänlde'machte er bisher wechselnde und wöderspvuchswovte Antzciben. Die «weiteren Schckbmgen Mr Klärung des SachverhallteS, insbesondere auch nach der Mchbung, ob NowosrL» die Tat allein oder in Gemeinschaft mit anderen Personen verübt habe, sind im Zutze. Desgleichen bedarf es auch der Fchstell'uir«g Wer die vom Vater des Getüteten geänhorte MntmaßMig, daß ein GchSbckvojg von mehreren M H00 K. aus. der Blächtasche seines Sohnes Me, den DcÄsvchen enGvicht. > Auch der Ermordete ei« H<ckmkvvu-ler. Won anderer 0ötte* eaftchmn wir: Schon bei dem Lokakautzenschein war festgesteÜt wmdm, daß diese Tat Lein ganz Fremder getan halben düchte, der viMicht zusälliiig in den Wald gekommen war, dm Karger angefallen und ermordet hat. Vielmehr «oigto mm -tm Gicherheitsbureau schon von allem Anfang der Mew-u-ntz zu, daß der Ermordete entweder schon aus Wien von einem Bekannten welgigekvckt oder mit diesem gemeiusam sich draußen getrvGen hatte. Hofrat Wahl ließ daher, sofort die eingehendsten Nachforschungen in dem BÄamüen. mrd FreNndesLosise des Ermordeten in Wien anstelle«, und durch die mühevollen EchebWgen der Kvintinalbeamten gÄoM-es, Mzusteller», daß der Ermordete der n-ät>«ioqvaS!ff o k ist is ch« n P a'rtt-vi, lbegichungsweise einer Ordn^rtruppe cmgehövt hakte. Man Motz » auch m bießtt Hinsicht Erhebungen nnd bckld wußte der mit der MMshaErrg bewauie Referent, ObörkommGär Maurer, daß der Mann mit einem gewi flen SkNdolbf Nowosad, Karl Beckgasse 1, -der MchMs der nalionolsoMisÄschen Partei angchövte, sich öfters in GeWschaft des Mmordeten befunden hat. . . , ... : .M-lVechchMA ' »« Als Oberkommissär Manrtzv erfuhr, daß dieser Nowostld, ein Mihriger Busche, dev gegenwarütz ohne Beschäftigung ist, bereits wegen Diebstahls mit sechs Monaten Kerker vorbestraft erschien, bestäMe sich die Annahme, daß er doch i-n der Lage sei, etwas über den Mord mitznt-ellen. Als man aber in seiner eltvrlichen Wohnung erfuhr, daß der Dmischo seit berrt BeVanntwerderi des Mordes verschwunden sei, ohne zurückznkehren, konnte man schon mit Sicherheit anniehmen, daß die Lösung dieses mysteriösen Verbrechens bevorstehe. Auch hatten die Kriminchbeamt-vn echvben, daß der Bursche in der kritischen Nacht zum 16. «Ju>>ui nicht in der elterlichen Wohnung gewellt hatte rnck erst anr 1>6. «Juni früh erschienen char rrnd «angegeben hatte, ev ha«be auf «einem nächtlichen Ausflug ge«weÄt. Auch war es.damals ausgefallen, daß der Bursche 'bei seiner 'Rückkchv an; Morgen die Oberlippe stark verschwollen hatte. Nungalt das ganze Streben dev Kr-ilminiMemrt'bn, feiner habhaft zu weriden. Es gelang, f-esttzustollen, daß Newosad im 4- Bezirk Bekannte habe und «da nmn Vevnmtete, er könnte sich vielleicht dort zu Besuche aushalten, wurde das H-rus scharf bewacht und tatlsächlich ist Vs heute nachts gelungen, den Mann zu vechafte-n, 'als er in der Nähe des WchnhanseZ auf der Straße mit zwei bekannten firngen Männern ging. JnfpeLtor Lehrer und Alppolt stürzten sich M erste, auf ihn, da man ja nicht wußte, ob er nicht eine Waffe bei sich trago und an Gegenwehr denke, und als man ihn bei «den Han-dgelenken faßte,, siel aus einem Aermol der bei der Leiche des Karger vermißte Dolch heraus. Er wurde sofort in das Sichecheitsbuveau gebracht nnd hier unter der Leitung des Hofrates Wahl von Lbevkommissären bis in die frühem Morgenstunden einvernonrinen. ' Das Geständnis. Er gastand nach anfäntzbichenr Leugnen die BevidbuNg der Tat einj nrachte aber über das Motiv der Tat keine verläßlichen Angaben und widersprach sich bei den (Einzelnen Verhören. Er gab an, er sei mit Karger, der ja in seinem Abschieds«brief-e mitgetail-t hatte, er fahre nach Deutschland, am 14. Juni mit dem Zuge um 20 IHr 58 Min. von der - StadtbahnhMestelle Westbahnhof nach Neulengbach gefahren. Nowosad tr-ug einen braunen Rock ünd Brecheshose, Win«d>jacke und Wickelgamaischen s-otvie braune Schuhe. Er gibt zn, daß er den Karger vevauLaßt hat, mit ihm zu gehen, ü«ber ddn Grund aber weichen seine Anga«ben stets ab. Nowosad trug, wie er erzählt, auch oine Hacke, Menageschale, Spaten, Beilpicke und Kompaß. Nach der Ankunft bsgaiben sich beide in der starken Finsternis nach Rappoltenkirchen, welche Gegend er von einem früheren Som«meva«usenthabtsehr gut kannte und daher auch keine Laterno be-nöbigte, marschierten dann zirka eineinhalb Stunden gegen den Haspelwalld, bis sie auf einer ■ Waldlichtung, die «ungefähr 80 Schritte von dem Fußwege, der durch den WaÄd führt, entfernt war, sich nieiderließen, um zu schlafen. Dort ist nun Mch die Tat verübt worde«. Nach Verübung der Lat hat danv Nowosad eine Grube gegraben, den Leichnam hineingelegt und «beim Schlagen auf den Kopf «des Karger fei dis Beilpicke abgeibrochen. Die Decke, dir st« mitgebracht haben, hat Nowosad aus den Kopf des Toten gelegt und mit dem Spaten einzelne Fichtenstämmchen abgehanen rmd Mf den «Körper der Laiche gelegt. Dann hat er das Dolchm«efser angeblich ■ zu seinem Schutze zu sich genonr-men und Me von dein Tatorte in der Richtung gegen Anzing, einer Ortschaft vor Würmba. Bei eiinem kleinen. Wasser reinigte «er sich vom Blute, ging dann gegen Würmla, passierte jedoch den Ort nicht, sondern HM sich weiter Mich auf einem Wege zur Straße gegen Wattendors, traf auf der Straße gegen Grabensee, die dann nach NvukenMch führt, auf der Strecke zwischen Walt-rndorf und Graben, einer kleinen Ortschaft, zeitlich -in der Früh vor r>nem Gehöft «inen Brunnen an, wo er seine Feldflasche füllte. Während er dies tat, sei, wie er sagt, aus dem Gehöft eine Bäuerin getrn?n. Aus feiner Wanderung mrs der Straße zwischen Nvuhen-gbach und Grabensee sei ihm ein Radfahrer begegmt. Nowosad ist dann, wie er sagt, nach Nerll-mgbach-Ort gegangen, fuhr mit dem Zuge um ö «Uhr 68 Minuten noch Wien und stivg bei der Haltestelle der Stadtbahn in der Währiuger strahe aus, nur in seine Wohmmg Mrückzukchren. ' Kein Raub, sondern ein politisches Verbrechen. Den Toten beraubt zu haben, stellt er entschieden in Abrede und auch semo Brieftasche will er nicht in der «Hand gehabt haben. Wichtig wäre es nun für die -Unterfuchnug, wenn sich Personen, die die beiden m «der Nähe oder auf der Wanderung dm Nowosad gesehen haben, sich im Sichevheitsbalveau, 9. Bez., Roßauerlände 7, melden wurden. Die Erhebungen werden fortgesetzt. Die ObdMion. In den späten Abe-chstunderr sind auch die BeMUteu de^ Sichelheitsbulreaus zuvückgekchrt, di« an der Obduktion, die anr OrtsfrieliHof« in Neulleuglbach stattgchundeil hat, teilbgenomnren halben. Die Obduktion, die von den Aerzteu Dr. Riehl und Leeb vorgenommen wurde, ergalb, daß die Leiche anr Kopse zehn Wunden, am Rücken eine Stichwunde, sMie -am rechten Zeig-eifinger und Damren Schn-ibtllouniden auftveist. Die Stichwunde am Rücken dürfte auf den Stich mit dom Dolche zuvüctzuiftihren sein. Unweit der Leiche, etwa 24 Schritte entlfernt, hat man imt auch int Grafe unter eirVm Bäume verborgen biegend, die Spitze der Psi'lpicke gefunden. Oesterreich in der Zeit bis zum Kongresse die Eingänge für - .S&o|l stich in den letzten Monnten rn Oesterreich günsfigeve Eingänge erzielt worden, aber die ErgLhuM stchen bei weitem nicht im Einklänge mit der LeistüngSfShigksjt und der Zahl der öfterrechifchen Juden. ' Die Lettitng der OesterrÄchischen Keren Hajessod-Kontmission wendet sich hiermit an alle Förderer und Freunde des Palästina-Aufbaues, insbesondere aber an ihre ständigen Mitarbeiter, mH dem Ersuchen, die letzten Wochen vor der Tagung des Zionistenkongresses mit allem Eifer zu benützen, damit die Oesterreichische Landsmannschaft am Kongresse auf eine enrsprechende Beitragsleistung Oesterreichs zuw Keren Hajessod Hinweisen kann. Das Bureail der österreichischen Keren Hcijcssod-Komuüssion befindet sich in Wien, 2. Bez., Täborstraße 20 a.