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Wiener Morgenzeitung · 1923-07-01 · Heft 1574 (1.7.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1574 (1.7.1923)
Date
1923-07-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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1« -v y asv ", i " ** , ' r ’ "TV ' IZ'S» M, IM MenerrMo^senzMuns« 1. Mi 1SSS ScikS OchWM Asm üOStz ktzMmes. Auszahlung Wien ---g. 967987 1 Sentimes. In Zürich notiert» bis österreichische Krone . . 0.007987 (0.007912 am 29. Slttil) die Ssterr. gestempelte Krone 0.00G (9,0080 am 29. Jimi) die tschechische Krön» ... 1$.96 ( 46,82 V, am 29. Jimi) die Mark . » . « , , » 0.0082 ( 0,0086 am 29, Juni) Holland 221.76 (220.60 am 29. Juni) NechHark 6Y7.60 (663,76 am 29, Jnni) London.f , , . » , , » » 26.91 ( 26,87 am 29. Jim) Paris 34.87 (34,50 am 29. Juni) Mailand ... » » - », » 24.86 ( 24.97 am 29. Juni) «»-»»».« 6.80 ( 6.18 am 29. Jiult) Bukarest , , , , » » »> 2.90 ( 8-90 am 29. Juni) Sofia» «».»», » » » » 6.10 ( 5.25 am 29. Jimi) Budapest «»••••«• 0.06V, ,( 0.06»/, am 29. Juni) Warschau . . . . , . 0,0050 ( 0,0045 am 29. Jimi) Ae Vk«r KSrse und der Wlihrungr- Wsammenbrnch Mitteleuropas. W d^n WM Wochen Hat es sich, gezeigt, daß Mens Bövse der MÄchnMdes mittMivoPäischen Bövsenikbens W 4ver8m övKdmkt. DbeR äußert sich nicht nur inrein WrsMechn-Wer BezichMg, indem von Mn mittekuvo- MMn PÄtzen von Dag zu Tag immer mehr Kvufimtd VeMufsaufträge auf der Wiener.Börse Hinlangen, Zjondevn eS üM wch deuÄtcher in dem Umstande zutage, daß die Wem« Börse auf fäimtkche, Währungen Mttel- -europas, WchmWwM ach ihre Gestaltung, in mchr «dev Mchep deuÄicher Weise veagiArt. . Wenn auch die Wisse der letzten Wochen in erster .MeW ach die AtMHung der Banken- und Jndustviejivevte an das Dvev GMLanz entsprechende Niveau zursick- MtWven ist, dwH auch gewollte oder gemachte oder nur fteätt Gersichbe nach erOstanidrm Majoritätstämpfe gar simauchem Werte znettmm höheren Kurs vetlholftn Wen, W WÄt doch Lei der veffe-ren Bewertung der Kurse auch der Umstand «Lue Rove, daß' der Zusammendvuch der lwWÄeurypüHcheü WAhvungen in Wien sehr deuÄich zum MrMvÄgeMnW igln meBoMiM WÄse Hai sich dies in Wien gejaiutzevt. Dev ZchaumverOmch der Mark hat die stürnriGe Mchsvage nach mMhen Wevveichifch'en ,Papieren vewr- Es P ldckmnch dich' ach dem Berliner Markt seit >er gewisse DovvMWe Wwtr gehandD . wurden. Ms. NvaNon ach dm MwÄstmtz die deutschen EffEn- Bovfen M wWdM WlffetamE reagierten, wurden auch die ach -en deutschen Börsenplätzen SchdudeLten EBÄtiett van dieser Hmrsststamme mitgerisien. WdeveüfottS oder wurden sie auch deswegen mehr begehrt, weit die PmvA vor dem MmWstMMjerchm'ch das JniLeresfe des PMWnMS och alle vEutavifchen Werte lerßkte sUnd weil Vre ästevvsichifchen Werte infolge der Stabilisierung und MPSgen» Wertung der Krone ebenfalls als Mche WMPenwerte angesehen wurden, die sich deshalb seiner besonderen Nachfrage erfreuten. Dies bewirkte, daß kdie MrreichWm Werte, nameEch Kreditaktren, nicht Wirr so Hoch stiegen, als es der Mavkentwevtung entsprach, Mondem viel Höher im Berhkllitnis zu dem enorm gewachsenen Interesse an diesem Papier. Die deutschen Märkte Hatten nMrkW nicht so große Mengen von österreichijschevl Werten, M gefordert wurden. Deshalb leiteten die deutschen BcUrBhächer ihre Aufträge nach solchen Werten ^ivekt nach Wien, wo sie sich mit diesen eindeckten. Dies ' t die steigende Nachfrage nach diesen Werten auch in ien verursacht und bewirkte eine bessere Gsstaltung des Wiener Kurses, M ste fonft der Nachfrage und dem Angebot auf dem Wiener Platze entsprach. Die weitere Folge des.immer reger werdenden Handels in diesen Papieren zwischen BeÄm und Men war aber, daß auch die Berliner -und Wiener BcmWuiser nicht mt mit der bloßen Durch- Mihmng dev ihnen von seiten des Publikums zukomrnerchen ^'IKauf-, beziehungsweise VerkaUfsaustrüge befaßten. Sie -wurden auch die Organe der.deutschen Arbitrage- Ipekulat ion, und je nachdem die deutsche Mark im Verhältnis der Umrechnung zum Wiener Kurs stieg oder fiel, ebenso wurden auch die einzelnen Papiere zum Gegeirstand des Avbrtrygehandels. Der Arbitragehcmdel in österreichischen Papieren ztvi- [ fd>eit Berlin und Wien wurde aber besonders stark, als die ' deutsche Regierung durch immer schärfere Maßnahmen den DevisenlMdel eiwschräWe und die deutsche Balutenspeku- Alation sich, als' sie nicht mehr in Dollarfchatzanweisnngen 'fpehEeren konnte,, mit der Spekulatton der Balulenwerte als Ersatzmittel für die reine Valutertspekulation begnügte. Hatte die ursprüinAich stärkere Nachfrage nach 'österreichischen WeMr eine Allgemein günstige Konsequenz -für diese Werte, so hat andererseits die Arbitrage in diesen Werten dem Handel in diesen Papieren den Charaktev der Solidität zum Teil genommen. Mit dem Moment, wo sie Arbitrageobfekt wuiÄen, mußten sie alle Saigerungen uyd Kursverfchlechterungen der Mark mittnacherr. Sy kam A, daß jedes «Äeigen der Mark auch ein Steigen dieser Paiiplere auf dwr. Meyer Markt verursachte, daß aber andererseits jedes Sheigen der Mark, das Angebot, dieser Papiete .hier verstärkte und Dadurch auch eine gewisse KursverlMMerung hervorries. Bei dien KreditaVtien ist dies ganz >gerMk zu bemerken. Es ist aber auch bei manchen anderen Papieren zu konstatieren. Diese Papiere sind jetzt so sehr an die Arbitrage gebunden, daß mit denr Monrent, wo tatisachlich eine energische NeMon der Mark näch oben eintritt, auch MM 'Äs. 'Werrjse 'M diese Hapkere aWaut und eine gewisse Baisse dersMen zu erWaMp ist. . . MMch. M nicht ganz so,, liegen.die. BerhAtmsse mit Ungarn. Bekanntlich leidet Ungarn sehr stavk am De-' visenmangel. Dies bewirkt, daß ungarische Effekten,, die auf dem MMer Markte gehandelt werden^ von den Budarester Banken auf dem Wiener Markte angeboten toerden. Auf diese Weise verschafft sich wohl die ungarische Wirt-!chaft das nötige Devisermiaterial, um die Rohprodukte 'amit im Ausland zahlen zu können. Diese starken ungarischen EfMeWeM-ufe Mecks Balutenbefchaffung bewirken aber, daß die ungarischen Effekten auf dem Wiemr Platze im Kurse sinken, und zwar viel stärker sinken, als es ifeu tatsächlichen Verhältnissen ihrer Substanzbe-wertung entsprechen wurde. Je stärker die ungarische Krone sank, desto nlehr ungarische Effekten ivurden auf dem Memr Markte angeboten. In dem Moment. aber, wo die ungarische Krone die Ten-deUz der Besserung zeigt, hört der Verkauf der ungarischen Effekten in Men auf und die Werte steigen wiederum. Wenn sich die BudaPesdWiener Arbitrage nicht so stark wie die Wierr-Berliner Arbitrage enttvickelt hat, so zeigt sie doch schon stärkere Ansätze zur Betätigung. Auch hier wird derselbe Erfolg wie ober - erzielt. Diese Werte bringen in ihren Kursen nicht das tatsächliche BevMtttts von natürlicher Nachfrage und Angebot zmnr AusdMÄ, sondern mehr den Stand der SpemlationstLIigkeit dev einzelnen Papiere ans Grund der valutavischen Betätigung. Ebenfalls kein gestmdes Symptom. Es sind, nur diese beiden Beispiele hemusgegriffen wovderr. Es ließe sich aber auch Aehnliches bei den Mehrungen anderer mitteleuroMfcher Staaten nachweifen. Eines läßt sich dar<n;s sicher seststellen. Solange die Wiener Börse nur dazu berufen ist, den tatsächlichen Bedarf an Wertpapieren zn decken, respektive dev Nachfrage zu entsprechen, solange sie also einen soliden Markt repräsentiert, ist m dieser Hinsicht, ihre GntwiKung nur zu, begrüßen. Wenn sich aber die ValuLenarbitrage in der Form der Wertpapievavbttvage auf dem Wiener Markte allzu sehr geltend macht, bekommt sie dann den Chawkter des Unsoliden und bietet nicht mehr die Gewähr des ruhigen Marktes. " . , . ^g. Auslösungder Buschtiehrader kisenbah» A.-8. Aus Prag wird berichtot: Der Mnerowerf>MMtl>ung der Buschtichrader Eisenbcchn wurde der mit der Regierung nur Än Entwurf vereinbarte Vertrag vorgeLegt,. wonach bei Uebernahmv der Bahn in staaMche VerwalMng der tschecho-slÄva» kische Staat von der bereinbavten VerkcmsssMwne AMZ.600 tschechische Kronen nach Unt-ersertigung des Kansvertmges und die restlichen 88,952.830 tschechische Kronen in zwei gleichen, unverzinslichM Ratenam 16. Jänner 1984 und am 16. Jänner 1W5, Lar bezahlt. Die Versammlung genchmigte den Vertrag und beschloß Linstimmig die Anslösung der Gesellschaft. Re Faffarr Sra«8en-Sais0K 1922—1923. Am 36. April haben die Sendungen der jetzigen Saison ein Ende gefunden, und zwar mit der Sendung von 40.000 Kisten, die zu gleichen Teilen nach Glasgow und Liverpool bestimmt war. Die'nachstehenden Ziffern vermffchaulichen die Kistrnanzchl und April 1923 von Jaffa verschifften Füchtir Bestimmungsland Kistmanzahl Wert in üghpl. Pfund England.. . 910.704 246.448 Aegypten . .. . 468.310 108.082 Holland . .. . 9.961 2,341 Türkei. . 4.630 1,134 Frankreich . .. , 1.088 264 Syrien .. 689 811 Aden . .. . 200 50 Jeddah. . 70 21 Totale. . 1,394.912 , 358.636 Ae Drvksenpreise. Die Mark sinkt weiter. Die Devise Berlin schreitet unaufhaltsam nach abwärts. Sie hat wieder einen Rekordtiefkurs erreicht und notierte gestern in Zürich 0,008 gegenüber 0,0036 am Vortage. Es ist der tiefste Kurs, den sie bisher aufzuweisen hätte. Wohl hat die Reichsbank mit starken Devisenabgaben eingesetzt, doch ist damit den tatsächlichen Verhältnissen wahrscheinlich noch nicht Genüge getan. Im Auslande' ist noch kein Vertrauen zur Mark zu bemerken. Die innere Wirtschaft Deutschlands scheint sich mit dem Verschwinden der Mark abgefunden zu haben. In immer mehr Gebiete des Wirtschaftslebens dringt die ^Döllarrechnung ein, beziehungsweise es wird in den meisten Fällen ein'Index berechnet, der der Senkung der Mark regelmäßig Rechnung trägt, so daß tatsächlich die Folgen der Markverschlechterung durch diese Jndexberechnung paralysiert werden. In Berlin notierte der Dollar 164.612 gegen 164.113. Das Pfund blieb unverändert. Der französische Franken notierte 0496 gegen 93-6,60 am Vortage. Die österreichffche gestemmte Krone 220,40 gegen 229,40. In Zürich wäre noch die Serckung der Devise BelgrÄ von 620 äuf 616 bemerkenswert.' Es scheint dies eine vorüber«, gcheNde Senfting zu sein. Än^h die Devise- Warschau seükte sich von 0,0Ä0 äüf 0,0V48. Gestern wurde ausnahnUveise in Wien ein Clearing abgehalten. Die Veränderungen her eiMlnen Kurse sind nicht wesentlich.' Die deutsche Mark notierte 0,86 gegen 0,42 anr Hortage, der französische Franken senkte sich von 4286 aus 4293, -die polnische. Mark von g^6 auf 0,49. Nachstchend, dieoffi-iWyDetzisenkürie: GleariDgknrse öer Österreichischen Nationalbank vom 80, Juni 1923, yevketi (Schecks und Aus- Zln8. iuD Geld Kura vom Ware Geld R. Juni Ware 4 27700.- 27860— 27740— 27840— V 766.—» 768— 774— 776— 8 700.- 768— 774— 776— 8 0.36 0.40*) 0.44 0.48 4*/, 3604— 3616— 3674— 3686— 6 7.75 7.85 7.75 7.85 6 361 — 363— 353— 357,-* 5 11485— 11515— 11535— 11565— 5 12435.- 12465— 12385— 12415— 3 323500.— 324100—325700— 326300— »'/, 10285- 10315— 10285— 10315— 6 3096— 3104— 3156— . 3164— 4 70985— 71135— 70985— im. s 4264_ 4276,- 4344— 8 ' 2123— 2129— 212t—?'/, 629— 631— 689— 691— 4‘lj 18580— 18620— 18580— 18620— 6 0,52 0.56 9.69 0,0 3 12495— 12525— 12625— 12658— 7C650— 70950— 70650—?«: 70550.- 70850— 70550— 3545— 3575— 3618— 3645— 608— 612— 668— 672— 588!— 5M— 648— 652— 12200.- 12260— 12240— 12300— 0,36 0,44 0.42 030 " IW— 321800- 322800— 324000— 325000— 321600,- 4205— 322600— 4235— 323&Q- 4285— 324800— 4315— 27550— 27750— 27590— 27790— 3062.50 3077.50 3122.50 3137.50 3042.50 3057,50 3102.50 3117,50 757— 761— 765— 769— 748— 752— 758— 76o— 11350— 11410— 11400— 11490— 0.64 0,49 0.57 0.56 0.46 0.34 0.53 0,61 371— 373— 365— 367— 351— 353— , 345— 347— *»— ■»— 18370— 1«4N— 18370— 18450— 12400— 1246Y— 12530— 12590— 10170- 10230— 10170— 10230— 2106— 2ue— 2W4,>-. 2114— 2101— 2111— 2095.- 2109— 4.70 4,90 4.75 4,90 ~4*65 *4!85 "iS zahlurigen) Amsterdam f. 1 voll. Gulden; Agram! lue» Kronen ♦ . . » Lelerad! Ulnar ...... Berlin! deutsche Reichsmark , Brüssel 1 belgische-Francs , . Budapest 1 ungarische Kronen , Bukarest 1 Lei » . . . . . . Ghrlstlanla 1 norweg. Kronen , Kopenhagen 1 dänische Kronor , London 1 Pfund Sterling « . , Madrid 1 Pesetas Mailand 1 Lire ....... New York l Dollar...... Paris 1 Franca.. » Prag 1 tseliecho-slow. Kronen . SoBu 1 Lewa . Stockholm l schwedlscIieKronor . Warschau 1 polnische Mark . . Zürich! schweizerische Francs . Noten Amerikan. Noten v. 5 Dollar aufw, , » kleinere . , . Belgische Noten. 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva , n » » 1QC » » n n kleinere, . , Dänische Noten 100 Kroner , , Deutsche Noten zu 1000 Mark, » » , . 100 , » , n „ kleinere. . . . Kogl. Noten von S Llvrest. aukw. , „ kleinere ..... Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten, 100 Guide» . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. » , kleinere . . , JngosI, Noten ungest. zu 1000 Dinar . , » 100 , „ „ » kleinere . , Norwegische Noten 100 Krönet . Polnische Noten v. 500 Mark aufw, „ » kleinere; . . . Rumänische Noten zulOQQu, 500Ul , * kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel » » ’P. » » » . kleinere . » Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . .' Tschecho-slow. Not» v.lOOOaufw, _ „ kleinere Ungar. Noten (neue Cm.) zu 1000Kt. , , zu 10.000 Kr, . . . , ■ . kleinere . *) Von den AuSlandsabgaben nichts, von den übrigen bloß 80«/, .übernommen. , „ Allzu starkes Devisenanbot in Wien. Infolge der Besserung der Krone werden mehr Devisen bei der Devisenzentrale angeboten, als die Wirtschaft Oesterreichs sie benötigt. Infolgedessen hat die Devisenzentrale den Einkauf von fremden Devisen eingeschränkt. Zum Beispiel wurden die ausländischen Markanbote überhaupt nicht berücksichtigt. Von den ausländischen Anboten an Devisen auf die einzelnen auswärtigen Plätze wurden im ganzen nur 80 Prozent berücksichtigt. Der Wiener Geldmarkt. Das Monatsende hat die Nachfrage nach Geld sehr verstärkt. Dies bewirkte, daß der Reportsätz, der in den letzten Wochen nur selten über 0,6 notierte, plötzlich, auf 1,76 Prozent die Woche hinaufgeschnettt ist. Nicht nur die Jndusttre. sondern auch der Handel nehmen den Geldmarkt , stärker in Anspruch. Dies verteuerte'natürlich auch die Gelhverhältnisse für die Börse. Die Spannung des Geldmarktes dürste zu Beginn des nächsten Monats wahrscheinlich schwinden. Die Schwierigkeiten eines neuen österreichischen Zoll- S's. In politischen Kreisen wird es für wahrscheinlich ten, oaß vorläufig die Zollftage vertagt werden, wird. Die Forderung der Agrarier nach Lebensmittelzöllen würde Hochschutzzölle für die Industrie unmöglich machen. . Die Zeichmmg ans die Völkerbunbanleihe beendet. Gcheyn um 12. Uhr mittags wurden die Zeichnungen auf die Völker-; bundanleihe in Wien und in der Provinz geschloffen. Die Höhe der gezeichneten Summen kann selbstverständlich noch nicht angegeben werden uitd dürfte erst in einigen Tagen feststehen, bis die Resultate von auswärts einlangen. Doch schon jetzt kann gesagt werden, daß der Erfolg ein sehr befriedigender ist. In den letzten Tagen war der Andrang de§ Publikums besonders stark. Gegen Ende der nächsten Woche werden die abschließenden Ergebnisse erwartet. Die gestrige Stimmung in Fiuanzkreisen. Nach der glatten Abwicklung der Prolongation war das Effektengeschäft wohl nicht groß, doch konnte im Verkehr von Bureau zu Bureau eine, feste Tendenz beobachtet werden. Kein« BetvievSchiSschllff« M tat Banken in der Tschecho-Slowakei. AuS Prag wird Wnelidet: Dev Oberste GerichtAYoif hat über eilm Beischweöde der BanLen entschieden, daß me Dauben nicht unter das Betvieb§M8is>chiutzgösletz fallen, da nach dem Wortlaut des Gesetzes WetviebSaMWssL nur!in - ProduktltMsibe-tvveden zu erdichten seien. Die Regelung der staatlichen Vorkriegsschulden. Aus Innsbruck. 80. Juni, wird gemeldet: Die von der Rettmfo ungarischen staatlichen VörMegsschMen gegenüber dem alben AÜÄaNd fft heute geschlossen worden. Das Ergebnis war, daß man sich Über die MmdsötzUchen Bestimmungen o'mes UebtzMinkonvinens geeinigt hat, das den Regierungen der ein« Ksbnen Nachfolgestaaten sowie den verschnedeneir Gläubiger- Wutzivsrbänden -nr Annahme empfohlen werden wird. Dar im Entwurf dieses UMreinbmwmens n-iedergelegte Grundgedanke Mt dahin, daß die ausläMschen Gläubiger durch ihre Schutztatbände.eins gemeinsame Organisation ins Leben rufen sollen» die bemstn sein wird, die. Zahlungen von den Schuldnerftaaten entgegenMnchmen Md deren BevtMvng unter die Titvesinhaber zu vernMeln. Die Konferenz beschäftigte sich bcsonders einMeNd. «uch mit dev Frage, in welcher WGrung und in welchem Ausmaße die Staaten ihre Zahkmgen gn leisten haben wmden. . ZollermLMungeu für Menwaren in der Schweiz. Wie die HandeWammör «rvtteM, tmten am l. tJNtt d. I. in der ©dMä AMe ErMtzigungen dm EtnfuhvKlle für verschiedLne Eisen- Weche.» Dach-, Quadratmid Fassonsisen in Kraft, die bis zu 60 Prozent /der bisherigen Zollsätze betragen. Nähere Ausdi^i^llMM^ der Kammer, Wien, 1 Bez., BiOtackchr M dem Memelgebiet«. Die Kammer 'für Hanta, Gewerbe und Wdustriia in Wien gibt bchÄM. daß im Zusammenhang Mit der AnMÄerung des MemÄgebietes an die Republik Litauen' der dortige Postdienst MWzehr der klit<vuischrn iMtverwaltimg untersteht. Für Brieffendungeir nach dc>m MEelge-biete gelten daher die PostvereinsgÄruhven. Für Post« «Pakete bis zu 10. Kilogramm gelten die gleichen Gebühren und sonstigen BerseMmgs'bvstimnMngen wis im We-rkehr nach Litauen. Wertangabe biI ßvt 16,000.000 K. Weich 1000 Franken)

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