Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1574 (1.7.1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 76% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980655--15269-3002080- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
■'t * / Seite 8 Wien, SonnW Wiener Moegen,eitun,. 1. «i 1823 LilÄsuSer Wortssrs kauten am vorteilhaftesten .erstklassiger Qualität und Ausführung bei ksWsvo. GammlmSntelfabrlk, Wien m III., Beatrixgasse 28 tel. 585 |l|,, Heumarkt 7 Mchereinlaus. FriÄrich Muchle. Der Geist der Machen Kultur und das WeMam». Rikoka-Berlag, Wien. Rnd. Le-onhard, Dre Insel. Verlag Die Schmiede» Berlin. Lmmas Pps zka, Der Ruhrkvieg. Verlag für Kultur- Theod. Heinr. Mayer, Rapanvi, Roman, Verlag ^^He^MÄ^es, Die Jüdin Levnoxa. Verlag Renarssanoe, Wien. Herrn. Blume nt-ha.l, Gilgnl. Verlag Renaissance, Berlin. « Joachim R i ngelmatz, Kuttel — Daddeldu. Kurt JBolfHSmafi, München. Kurt Sonnenf-eld, Hände, Verlag Frischen. Co„ Wien. S. I. A gnom, Der Verstoßene. Jüdischer Verlag, Berlin. S. M. Dubn-ow, Die nennte G^chichte des jüdffche» Volles. 3. JüLischar VeÄag, Ber6«.. , . Protokoll des 12. Za o nrstenkom g r ests e L Jüdischer Bveteg. BetKu, 880 S. M. Josef S. Bchoch, Israel mr dir Böller. Verlag B., Hmtz, Bekmr. Bühne «iü> Knust. M „Weke mm, SchfM der Ästchen BollSWhm in der RenatsstmEm. Diesmal: Anstosten Paul V aratostffs. Die übrigen halben bloß zu „belferten". Jede Bühne bringt solche Stücke einer Starwlle und nmß es Wohl. In dichem Kalte ist die Nchstckdrag doch angebracht. BorWg mO-AgMavt der Jüdischen Böhm ist 'ja GnstmAtewnst. Sie fchtte an dteffem Abend, auch dort, wo' fie mMch gewesen wäre. Wele Magck, der TechMeck, M dessen BeffeWNgsstiWkeÄ memand.flW&t, Ms craf Mster MMmäun, amen Wohltäter und MMscheustceuud, der — m diesem . Stück wenigstens — sich mit garUichts anderem bq'chLftigt, als Menschen zu bessern mch dahck -och mr strÄrreicher Mcmu ist, gibt- Paul Bmwtoff Anlaß zu bÄläutem Spick und zur Bwavour. Im ersten Akt unechört-er RÄhSmK im zweitem aufgeräumter SWAer, im drittei.i reuiger Sünder. Wes gelingt ihm stcmnrnNveÄ und, worüber d« Kemrer des KunstLens noch mchr staunt, ist' die Freude, die er davon hat. Mitunter kann auch dieses Dutzemdstück und dürfe Virtuoffeurolle nicht verhindern, daß Bavatoffz Seele spricht. Nämlich dann, wem.« er keinen Text sprechen muß und mit stummem Spiel ansikomlmt. Am «gvei>fsntzste>n in der letzten Szene des ersten Aktes, da den ckbMImrvpiften, verwÄderten Gauner 'die Ahnung, daß es Güte M, ans der Fassung bvinyt und echchcLiern macht. Auch im SchbuKifi zerbvicht er eüffach die SchMone der Rolle und hält Äle im Barm durch die EchcheÄ,. mit der er eines MemscheEndes SchuVdbewutztsckn Mid Schuisucht nach Reinigung äußert. Alles andere ist, wie gest^t, 'diesmal bloß Staffage. Dabei ist der sonst treffliche Simon Na «t an, dom neben dem Starawch der grWe Part zuffM, nicht gerade am Platz. Sehr angenehm, von einer kmAkchen Anmut mnstossen» die ihrer Mmeuvolle gut attstcht, weil man» schOeWch erfährt, daß diese in die Diese Geyvvrte innerlich Mverfchvt MK, Dolch Markow«. Daß dichtychMe Haus nahm Stück uckd DmstellMg, inÄvstMdeve aber We Leistung Paul Barawffs, mit großem Beifall ans. O. A, KaIdersm.,Lar große WeWeatr^'. Wir wohnten gestern einer benMteuswsrien Aufführung von Calderons Weihespick ,/DaS große Welttheato.^ bei, für die Bühne bearbeitet von Kaffpar Mayr-Frisch, Musik von Max Sprin.ye.r. Die MusÄ besorgte das ^mphouteorcheftsr m.d der Sängerbund ,/DrchchMnlden" unter der Leitung Professors Springer. Die JnfMievung leitete Dr. Hermann G o ja, die Regie lag in den Händen des BuvKchauMckvrL Hermann Wawra. Außer diesen wirkten mit die Damen Marie Mell (Burgtheater), Marie Eis (Neue Wiener Bühne), Wse Schilling (Renaissanoebühne) >und I. GM-lJMeber sowie dir Herren Franz HMäng (Puagcheater), Fred, SÄger (Neustädter Theater in Dresdön), Aurck Nowotny unfc FeNx KroneS (Deutsches BoNscheater) und Dheophvl Götz sNeue Wiener Bühne). Die Vorstellung, auf die wir noch näher MÄckkommen, wurde von der Kunststelle für chviMche VollsbAdung veeanstattet. ' Im Kuriheaier Bad Ischl wurde Freitag den Lg.Lfuni dre Saison eröffnet. Josef Jarno spickte die Hauptrolle in dem Lustspiel „Casanovas So h n". Im Laufe der * ersten Woche gelangen zur Aufführung:, „Der keusche Lebemann", „Heiraten Sie meine Frau". „Der ■ Wettlanf ttrit dem Schatten". Sfcrimuhtt» foitto*- ^Ledi^e Leute", „Die Freundin seiner,- Exellsnz" ten", „Die Mary^ Die Wilnaer Künstler. AuS Lenrberg meldet man uns. Die Wilnaer haben ein zweiwöchiges Gastspiel mit.großem Erfolg a-solckert und begsbett sich Mute Nach Rumänien, wo sie zunächst in Czernowitz längere .Zeit gastieren werden.-Die. vollendeten'Leistungen der beliebten Künstberschar haben auch diesmal'bescksterte s^stimmung. gefnnden. Aus de» Mratern. Volksoper. Heute. 2 Uhr nachmittags, zu bedeutend ermäßigten Preiisen „Der Frqstschütz". Dirigent: Herr Dr. Wemch. 7 Mr abend: Suppes Operette „Boeeaceio" Die Titelrolle singt Frau Besalla, die Übrige Besetzung ist die der Erstaufführung. Dirigent: Herr Leo Kraus. — Morgen eröffnet Mario Chamlee von der Metropolitanoper in New-Bork Mgev Oper. ten GMprck als ,Saust" in Gounods «leie Dirigent: Herr Dr- Kaiser. In den Kamm er fp teilen .tritt heute im Kechmen der NachwoWellung Mete WerbeztÄ zum letzten MM «in .Hpstetns Witwe" auf, Morgen stndet keine Nachtvorstellung statt. Im Carl-Tbeaier tindck dente abenvö um ibttkb 8 Uhv.M Laissnng" statt.' In der Menaiss-ancelbuhiu e wrM das GMVU Paul BsvatMs Miv-Zwj) mit hem EßsenWe, der ZöWym BoWAhjshne «bis .Wtesiipe Dienstag vsMigevt. Das Rsperivk» tift wie ifipitet: Sonntag: Mm^rsjck". Mmchag «mb DöMstag: ,,Gvtt dy-r Ru-che". VeiMvNmsrMk. dtzö Spitals der BarnchM^gM BWder Wd anderer wohWigev , Zwecke findet heute Sonntag ein groheß Sommwnachtsfest statt. Kolossales Festprogramm mst großer Koriandokischtecht und Danse puWe, Neger- und AycheMgu, MZMr'Whoffen. - (EntgeltW JVBvfltpi|Vll9vC((9illlP^9im BCBvU vvü geordnete« BeiÄ. * Gn Zdmr IMS erschien in der .Kand-ge'tßÄ.«^ (Krems) eine NotU, in welcher gegen tm chriMchsvtziaten NatiomL-rat Richard Weigl dw Borwwrs echoihen wurde, daß er seine SMung ails Dircktor dev Landwirtschaftil^ LchvanstoU Krems dazu benütze, sich zum Schaden des Landes und'der Angestellten persönliche m-atevielle Bovt«4le zu vesschaPen. WtwnÄvcrt WG, Per zuMch aüffgcfovde-rt wurde, , wegen dieser BeschuWgmy zu klagen, VeraavstMcke Beri^uenMndgBungen Ws sich. Nach Maust der McvAchrist und als Nationalrat^ Weigjl das Angeibot der ,^Landzettunjg", aUif eine Mederwahl im Hervst 1883 verachten zu sollen, wogegen fie die Sache nicht weiter verfolge, kurz a dgelehnt hatte, erschien im Auguist 1M2 m der ,^LanbKsitnng" ein AOM, in welcher Nationalrat Weigl beschuldigt wurde, für die BermitÄmiy vonfünf Waggons subventionier-/ t«m Ma is vom BoWeMuchrmiysaMt an die Bäckerei Ferd.^ WÄHckm in Krems ßn Frühfahr IM von dieser eine Provision von 48.0M- K. en^egengenommen zn halben, was nach dem GeNvert von heute einer Millionenprovilsion Aeichkomme.Meichwohl klagte Nationalrat Weigl noch immer nicht mi-'echvh die Kstvgv-orst, csis die.ch ristlichsvziale Landesparteilcitiung beschloß, er habe zu kte-gen. Seit September Mß stellte er vier Delegiar-ungsans-uchen, bis /das letzte von Erfobg begleitet war und nun das Schwurgericht Wien mit der Dotegievung betvant wurde. Gestern begann die Berhandlüng, welche Hostcat Doktor Habieiinelk, der Vizepräsident des Lemdesyerichtes, leitet, im großen Schwurgerichtss-aa'le. Die -.KcMldMnng" wird VM Wiener Rechtsanwalt Dr. Robert Gu-uber verteidigt. Cs erscheinen etwa 70 Zeugen Vovgckiaden, darunter auch Bürgermeister Dr. Stin-gl von Krems, LandtaMbyeordneter Dr. Mvtiermann, Minister Dr. Grün b erg er, sämtliche Mgejstellten und Lehrer der LanttvirtschaMichm Lchraustcklt KvsmS. Der angÄtegte Redcckteur bot den Wahrheitsbeweis an. Im Juni 19S1 habe Weiigll Frau Wklhckm gefragt, ob sie nicht wieder Mais brauche. Man käune es ja einem Beamten nicht verübeln, daß er Geschäft e mache, sein Gchalt sei ja so knapp. Falber wirft dem Nativnolrat Weigl auch vor, daß er die ErzeuMisse ^der von ihm geleiteten Anstalt, die in Landersdorff eine große Gartenanlago besitzt,' fast ausschließlich für sich verwendet 'und zu einem' außerordentlich niedrigen Preis bWllhbt halbe. Cr und seine Fvcm verlteuften auch Gemüse der^ Anstalt, während die Angestellten zumeist uichts, wenilge nur vom Obevgärtner BerghanÄmr einen Teil den gewünschtem Giemüst echielten. Weigl galt, wie der Geklagte behauptet, M dev schlampigste Direktor Nrederösterreiichs. Ms ev feine Stelle verließ, legte er nicht ordsnitlirch Rechnung, die Bücher mußten ne» angeteHt werden, Um OMAng zu schaffen, Am Nachmittag wurde die MWenbeffttzerin Frau Rosa Wilhelm als Zeugin unter Gid vernommen, von> der in DOROTHEUM Versteigerungs-Einteilung T*tflok (mit Att»nahmeS&nuiag:) , PmiMen) Jedes Dl Silber, und Chinwllber; Me» Bl Brillsnten- , und Pertefisdumjck. I M|ilvDVOvrUtQ|le|yfBBKInflwlin Ludwigstorff-, RöBsleru. Kolowrat-Saal; speziell jeden Bl Photo« ■pparate, FerneUUer, OptUr, .Schreibmaschinen; Pr 6. VILJagdwaff»i,8por»nusrflittttp,Fahrr8der Pelze; Frt3,VIJ.Bo*Huiv»trumentot MhsflcaUen ImLudwlgstorfT-Saat. ' Joden Po Im Franz*)o8ef>Saal: Sohöne BBbef, Pareertepplohe, Kttnilmwerbe; Jeden Di und Fr . im Hodi-Saal: Gemälde, Kunst* r«rbe,Teppjche,Ahtiquiiäten; t den 3. VIII. und jeden Fr fm Glashof: Möbel, Kassen, tpster, Bilder, Hausgeräte TigUoh, nwb m Felertag««,tt»t Ausnebue der Sonntage, 7 Ohr CU — abends: Antiquitäten, Oemfide, MiQiattuto,Penerteppidie,ktmst. gewerbliche Luxusgeoenstfinde im VeronlgtMfleitarfc im Prater. I Jeden Bl^Pa n. Fr BBoher im Bmlnger-Saati pn>Tronrge*f atrasseTS. «den Dl, Bl a. Fr “ Mmdattmer- Df 3. VH., 10 Uhr vorm.; 8486 kg Stabnahl verschiedener Dlraensloneau. Arten ln22 Posten bei Hauetein & Sohn. IX., Sensengasse S; Besichtigung Mo 2. VII. ‘von 10 bis 12 Uhr, ansfflhrlidhes Vstäelehnte im Korn.- Zimmer I, Dorotheum. Schaustellungen ab xUhr Bepriiifljr? ^Steigerungen ab 3Uhr fflähiresbd., ,MUtellungen'tu.„Nadirlchtehblättern<,d. Porotheums. AVISO an [unsere Leserl Heute , ap 1. J||111923 dsAMtMEMMMstWWMt auf dip „Wiener I4orgen»eitang“. Unsere P. Abonnenten werden gebeten, ölte Erneuerung des Abonnements und die Besghlung der Bezugsgebühren rechtzeitig voraunehmen, damit in dey Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintrete. Infolge des starken Kursrückganges ck»r fleichsmark und Polenmark sind wir leider genötigt, fjt Htw teflweiser Anpassung an die iiolwn Selbstfepatm die Bggngp» gebühren für Palen und Deulirftlstid ab 1. Juli tMS wie folgt su erhöhen : Deutschlan d, Moitatsabonnement, Rolcbsntarh 99*090 P Q l e nf Monatsshewiement, polnische Mark 99e999, Pie Bezugigebühren für fidle andsran Ulödsp ble{b»n unverändert. ADMpiSfMTlON „WIENER MORGENZEITUNO“ dev .Mudtzeitemg" bchcwptck worden war, daß ste dm Natiynalrat Weigl Wv friwe BarMMüng in'dev MaÄliHspWtz. eine Provision be-ahst hat. Ae ZeuM giHt au, sie hEs durch seine Bevmittllumg von der- KuiaigsgatrvibeverffHkhVsianstsll-d im Herbst I960 h WvWws Mais zugewtelsan erhalten. Bars.:. Hat Weigl Jhnan «Aws Allfgetvagen? — Zeugiru.: Ja..Ep hat geisagt. dev MckS soll füvdi« . BevWeWsvg im Bezick 'Krems verwendet werden. Gmo P a rpjfltchtUug hatte ich nicht. — Vo«s.: Au wen hqHm. M MÄK vovteust^ —^Z-eugin: .An das'Gut 'Hyrha W St. PMeu einen Waggon - und an. die Bü h l sv-Me v k- 3000 MoyrcmM. — Vorst: Auch an Schmied in RelWerg - wurde Mais alhgesülhrt, — Zeugin: Rchberg ist im Bezirk Krems. Bors.: War die Rede davon, daß NWoMvat WM für die Vermittlung ei-ive Provffiou erhalten soll? — Zeugin: Niemalls, es war nie die Rede von Provision. — V ovs: Vielleicht war nur das Wort Provision nicht gebraucht wMden. Wurde gesagt, daß WM ew — Gckdhrivcig erWptzN soll? — Z-eug'iN: Nein, Weigl hat nichts bokontmen und auch nichts verlangt. — Vorst: Ss wurde hier bchauptet, daß Sie 40.000 K. als Provision für WÄgsl vochereitethalten, daß er aber nrit dteisev Summe nicht znsrieden svgr, und Sie ihm dann 46.000 Kronen gegeben haben. — ZUigi n: Das ist alles unwahr. Viele meiner Bekannten hcchen damals Mr Herrn Falber Stimmung gemacht. Verwandte haben mir zugeredet, ich soll scheu, daß es zu keinem Prozeß kommt. Ich. war bemüht, die Sache anshutzteichen. Ich Hstni aber stur wiedecholen; Herr Weigk hat nie eine PrbMsion venlan-gt und auch eine solche von mir nicht erhallten. , KilciManwabt Dr. Zörnleilb: Halben Sie sich nicht einmal von dem Herrn Nationalrat Geld ausgelichen? —. Zeügin erklärt, daß sie nach den: Tode ihres B'Intnes m Geldverlogenhelt ivar und daß ihr der Privatankläger ausgehoffen habe. Erst im Dezember 1920 war sie so weit, nm Wer Geld zu verfügen, und sie, machte darum .dem NatwmlWV Weigl einen Besuch und übergab ihn: ein Kuvert,'in dem sich 20.000 >K. befanden. Wsigl nahm das GeW mit dem Bemerken, entgeigen, es wäre wiMch nicht notwendig gewesen. Kl ageanwalt: Hat die Hingabe von diesen 20.0001 Kronen irgend etwas mit der MaiSsache zu tun gehabt? «i! Zeug i n (entschieden): Nein, ganz gewiß nicht. Verteidiger Dr. Robert Gruber stellt uuu seinerMK eiue Reihe von Fragen an die Zengrn. Dr. Gruber: Wann ist chv Mann gestorben? — Zeugin: Im August 181)8. — Verteidiger: Und wie lange hat nun die Tätigkeit des Natiönalrates gedaueri? — Zeugin: Das kann ich nicht so genau sagen. Bis 1617. — Verteidiger: Und die 20.000: Kronen haben Sie ihni im Jahve 1920 gegeben. — Ze-ugi» (leblhast): Aber er hat ja die ganze Zeit sür mich, gear-l beitet. — Verteidiger: Die 20.000 Kronen haben Ste ihm im Dezember gegeben, wann ist Ihnen dann dev MaiR gckiefert worden? — Zeugim: Jur Rovembe« 1820. -^> Verteidiger: Na, schon Sie. Sie halbem 'ihm ein Kuveri ans den Disch gelegt, haben nicht gesagt, wdfiir es ist, und etz waren 20.000 Kronen drinnen. Ich glaube, der Zeiipuu-kt, in dem Sie das Geld gogebon haben, tvGt ckn. — Zeugi^ (uniWWg): Und? — Verteidiger: Und.das ist ein.schiü gwßer Betrag nach dev heutigen Goldparität. Es kommt zu heftigen Auseinandersetznulgen gwffchen' d-ev Zeugin und dem Verteilöiger. Die Zeugin bleibt dabei, daß drei 20.000 Kronen ein Honorar für Übe von dem PrilvaMiger geteisteteu Arbeiten waren. Zeügin: Sie wollen mich mir! i-r v e m a ch-e n, ich kenne das schon. — Borst: Ich temt es nicht Anlassen, daß Sie -solche BemerAugen^ machen. - > r. Dev Ing. Lev Bruckner gibt an, ev sei längere Zobb für Frau Wilhelm in Hvom Geschäft 'tätig gewesen. — Vo rsts War davon die Rede, daß Weigl, der das Maisgeschäft vermittckt hat,, cknd Prüvlistvn erhalten soll? Zange: J a,' Flr>un Willhallm hat gesagt, Weigl nvlüfffe einÄ Prvvischion erhalt, en und hat Mich gefragt, wievick sie ihm gelben soll. Ich meinte, 4000 Kronen für erneu WaW-ou wäre .genügend. Mso Wr ö Waggons insgesamt 20.000 Kronen.' Eines Tages sagte mit Frau Wiche-lnr, sie habe Weigl 20.000 Kronen gegeben. — Dr. Zörnlaib: Sie haben doch dem Herrn Faber mttgetM, daß Weigl 66.000 Kronen erhalte^ hat. — Z ein ge: Ja, ich hatte den Giivdvuck, daß Frau Wibi Helm dem Weigl mchr gegeben hat als sie mir sagte. — Bons. Sie waren damM mit Frain MHelim verlobt? Zange: Ja, die Verlobung ist aber Aurüchgegangen. Dr. Herdegen legt nun dem Gerichtshof mehrere Bricktz vor, ans'dttfm hervovgehen soll, daß"Brrickner^ einen.' “’x oHs Ach t>r g < n Ccha.v><t'<l-te vbchvtzt,