Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1574 (1.7.1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. ,1574' Wien, Sonntag Wiener Mortzenzritmrg. 1. Mi 1923 Seite 7 ■; * Kasseneinbruch. Bei der Firma Ullmann u. Müller ist heute nachts ein Kasseneinbrüch verübt worheri. Die Täter drangen mittels Nachschlüssels in die Räume der Firma ein, erbrachen eine Kasse, in der sie jedoch nur 5 0.0 0 0 Krone n vorfanden, und versuchten, die zweite Kasse zu sprengen, was ihnen jedoch nicht gelang. Die polizeilichen Erhebungen sind emgeleitet. * Amtlicher Wetterbericht. Die Wetterlage ist unverändert. Das Wetter in Oesterreich ist meist trüb, stellenweise sielen geringe Niederschläge. Vorgestern mittags erreichte die Temperatur nirgends 20 Grad.' Gestern morgens nur vereinzelt ly Grad. — Voraussage: Wenig Aenderung im herrschenden Wettercharakter, veränderlich, ziemlich reichliche Bewölbung, kühl. ■ Beispiellos siiMse Saumer-Mafion bei Brüder Wiffmam. Infolge vorteilhaften Ankaufes großer Warenbestände ist das Ilvegen seiner. Kulanz Lestrenommierte Kaufhaus Brüder Schiff mann, 2. 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Henriette IV. Margaretenstrasse Nr. 8 284 44 Berta Bergmann Jakob Gutherz Wie», H, Verlobte Wien, im Juni 1923 Wien, XX. Sala Fenichel Adolf Strich Tamow Wien Verlobte Wien, im Juni 1923 Statt Karten! Mizzi Stei Dr.Mi geh. Wein Vermählte TEPPICHHAUS DHACH & Co. VI., Marlahilferstraße 79 159 Stets größtes Lager in Teppichen, Vorhängen, Tischdecken, .'Bettvorlegern sowie echte Knupl- und, Smyrna-Tepptche J Anlässlich der Vermählung o des Herrn JOSEF GEIGER mit Fräulein ESTER SCHÖNFELD gratulieren wir herzlichst Josef Saul Herzberg u. Fraii Lubaczow Möbelfabrik J. Spira Feme W M. W.. MMM» 1—Z Wohmmgsßinriehttmgen. (Hcke Karl Zchweighofergasse Wichtig für In- und Ausländer! preiswerte Möbel“”g St! renommierte Kunsttischler- »nd Tapezierer-Möbelhaus Platschet & Co., Wien, IX,, Porzellansasse Rr. 49 a Besichtigung frei. 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Bez., Darwiugaffe 39. alls Mch ' in der FMalle, 8. Best- Aribeitevgaffe N, ersWaMe DapszierernMÄ aller Art m außerordentAch billigeu Praisen. _MchreMch.) Vereine, BottrSge und Bersamnüimgen. Zionistische Sektion für den 6., 7. und 8. Bezirk, Wien, 8. Bez., Bennoplatz 1. Heute: Nachmittags- Ausflug in den Wienerwald. Tre!l Punkt: Sievering, Endstation 99-Wagen, pünktlich 2 Uhr nachmittags. Führer an blauen Armbinden erkenntlich 1 Gaste willkommen 1 D i e n s t a g den 3. d., 8 Uhr abends, im Vereinsheim He^l-Feier. Gedenkrede: Doktor I. S ch a l i t. Dann Instrumental- »nd GesangSvortrage. — H ebraifcherKlub, Wien, 2. Bez., Taborstraße 1. Heute, 2 Uhr nachmittags, Ausflug. Treffpunkt Schottentor. — M i sr ach i. Morgen, 8 Uhr abends, 6. Bez., Amerlingstraße 19, Hoftrakt, Werbeversammlung. Referenten: Rabbiner H o r o Witz und Adolf P i n k a s. Gäste willkommen J" — Talmud Thora Misrachi. Anmeldungen zu den Ferialkursen täglich von 3 bis 6 Uhr nachmittags im Sekretariat, 2. Bez., Praterstraße 43. Urania. Heute: Halb 6 Uhr (Kleiner Saal) t Volksleben in Aegypten. 6 Uhr (Großer Saal): Tiergeschichten. Zweite Folge. Halb 6 Uhr (Großer Saal): Unser Alperwolk und seine Lieder. Halb 8 Uhr (Kleiner Saal): Fachlehrer Josef B tu stur a n n: Das Salzkämmergut. Vom Grundlsee nach Ischl und vom Trairnsee nach Salzburg. Jüdische Schuknchhrid^vtt. Jüdische BMKrrfchrrla fttr die Bezirke m m XV. Einschreibungen für die erste Klaffe, welche im September l. I. eröffnet wird, täglich (Samstag ausgenommen) von 9 Uhr vormittags bis 7 Uhr cchends, 15. Bez., Herllotzgaffe 21/lll. Die LebrWMittelmMe, Die Nachftage war gestern auf' den Märkten weit .schwächer als sonst an einem Samstag. Der geringM Kauflust stand auf dem Naschmarkte ein ganz besonders starkes Angebot an Gemüse und. Obst aller Art gegenüber. Trotzdem ist keine Ermäßigung der Preise eingetreten. Bon allen Fleischgattungen stellte sich nur Rindfleisch im Vergleiche zur Vorwoche billiger. Der Preisrückgang bei Rindfleisch betrug im Kleinverkaufe der Großmarkthalle bis zu 5000 K. pro Kilogramm. Alle übrigen Fleischgattungen notierten unverändert. LiterMr. Sagen auk> -dem Morgenland. Die 60 schönsten Sagen nach alten ovrentaltschen Qwillen. Bea'vbeite't von Jinli-us!K o ssarski. mit.einer Emfiiihvung 'von Masa Osterlohi Verlag, Bcirlinor Buchversand, WerlinE-Grunewa'ld. 1922. 104 Seiten, j Dieses Büchlein, eine der Empfehlung würdige I>nge-Ndschrift. i wendet sich nicht eigentlich an die ij.Msche lJugend. Es will dein j .dsutschen Leser ,-uralte Weisheiten fern Äwklungener Zeiten, durch -den Mund chrwürdigor Priester, 'frommer' Lehrer ihrem? Volke verkündet", vorlegrn, ihm irr iden-Sagen sromimer Länder ■ und Völker einen Schatz an Moral und SrtteMhren bietent es : will Mm Verstehen anderer Menschen erziehen. So; dient dieses Sagenbandchen lbewußt dem. was'der Epziehnngs-: Weisheit 'letzter Schluß.ist. Denn „dies Verstehen anderer lehrt; uns in Wahrheit erst, -uns selbst verstehen ’m lernen . . Daß s ein solches Unternehmen jederzeit löblich -ist, ibedarsnicht erst! vieler Wortzo. Daß es. aber in einer Zeit, in, welcher ein dervlendeter Haß die. trauriMe 'Erziehungsmaxime nicht selten gerade -der deutschen Jugend bildet, in dieser seiner Tendenz xr- : saßt werde, muß dar Wunsch! aller, herer sein.,die es mit der. sittlichen Kultur.der Heranwachsenden Generation gut meinen. Hoffentlich bleibt es nicht ein swmmer Wunsch! Erst ein schnch-' teruer Viermevk am Fuße -der letzten Seite.kündet. daß die vorstehenden Sagen, Perlen von uUwaridelbave-in ^Werte, jüdisches, zumeist talmudisches Kulturgut sind. Auch hatte es den lehr- ’ haften Charakter der Sammlung erhöht, wenn das Material nach stofflichen oder chronologischen Rücksichten geovdwet, dargedoten wäre. Ebenso wäre die Aivgatbe der Quelle ickines jeden Lefestückes von Nutzen gewesen. Doch auch in dieser Form eignet.sich diese in edler Sprache gehaltene Darstellung jüdischer Sägen gar« vorzüglich zur Lektüre sür unsere lJugend. Dr. R. . . I. Ä. Smrter. Unter Brahminen und Parias. K. F. KoichllM-Werlag, Leipzig, 1928. An dieser Stelle schrieb ich seiwer- K,it n'ber. Sauters erstes JMdieubuch : „Sauter hat Indien erich — in verstärktem Maße — bei der Lektüre dieses neuen Buches aufrecht. Hier handelt es sich um keine literarische .An-, gel-egenheit — StA und Diktion wird hier. Nebensache hier ist ein wehmütiges, aber Ekstatisches,, unerhört liebevolles . ÄÄmntnis Mn indischen Land und Mm indischen Menschen.,' Mit hinMungsvoller Farbensreudrgikeit, in einem unglaublichem Matze'wn MiigöfiWm' und aus feinstem MftschwinOn der Seele, abseits vom iEurohäertnm um dom widerlichen, vonc europä'ischen SchriWeller stets irgendwie ibetonten Gegensatz' zum ,I!atl^. zeichnet Sauter Skizzen aus ,/den fünfzehn glücklichen Jahren seines Äcibens". zeichnet-Indien besser als iM-ndem Reisender der letzten Jahre. Ob er von der erschütternden Tragik Bagdader Jüdinnen erzählt, deren Lebenszweck es ist, , von irgend einem enMchen Beamten um 200 Rupien e-ingchandelt M werden, um schließlich im Nationalbordell zu. enden, ob er vom Zauber hinduischer Wallfahrten .oder von 'der unbegreiflichen Herrlichkeit iudiischer DschungÄnächie erzählt, immer ist es dve gtoße veirstchende Gebe, welche Zeile p Zeile Manvmengefügt, Kr eimn^ wehmütigen Dank in der Erinnerung' an schöne, in der Ermnevung dreifach schöne Zeiten. Sanier-gehört^ m den wenigen . wahren Freunden des. Ostens von Hvarn bis Claudel; sein Buch als litevamsch.» Augolegenheit gewert>et, wird mit'den'Büchern dieser Autoren nicht Schritt halten: Äs' Zeugnis der lA^be aber steht .es ihnen nicht nach. ‘ ■ Eugen Hoeflich. , Dr. M. Bälaban, Dr. S. A. Poznanski. Warschau, 1922 (jüdisch). Diese kleine Schrift des'bekannten jüdischen Historikers Dr. Meier Balaban bietet eine-wertvolle biographische Studie über den im Jahre 1921 verstorbenen großen jüdischen Gelehrten Dr. Samuel Abraham Posnanski. Nebst interessanten biographischen Mitteilungen, finden wir hier eine Würdigung der wissenschaftlichen Arbeit Posnanskis. die das Gebiet der alten Lexikographie, der Gaonäerperiode, der Karäer und die Herausgabe alter Handschriften, umfassen. Nebenbei berücksichtigt auch der Verfasser oie zahlreichen Artikel und Auffätze Posnanskis, die in verschiedene« Zeitschriften und Enzyklopädien erschienen sind. Besonders interessant sind die Bruchstücke aus Posnanskis Testament, die seinen Mischen Idealismus am besten illustrieren Dr. M. Rosenmann, Isaak' Noah Mannheinrer. Verlag R. Löwit, Wien, 1923, Eine Monographie zur neueren Geschichte der Juden in Oesterreich liefert uns Dr. Rosenmann mit seiner Studie über Isaak Noah Mannheimer. Er. enttvirst hier ein Lebensbild des bekannten Predigers der Wiener jüdischen Gemeinde, wobei er besonders stark deffen politische Tättgkeit hervorbebt. Nach einer kurzen Schilderung seines Jugend und Studienzeit wieauch seiner Tätigkeit als „könig- Ucher Katechet", liefert uns der Verfasser ein recht anschauliches Bild von der Lage der Wiener Iudenschaft vor Mann- ^imers Eintreffen in Wien. Die folgenden Kapitel behandeln Mannheimers Tätigkeit als Prediger. Der Völkerfrühling 1848 zog auch Mannheimer in den Wirbel der Politik hinein. Als Mitglied der konstituierenden Reichsdersammlung wurde er zum Sprecher der Mischen Emanzipationsbewegung. Nach Auslösung des Kremsierer Reichstages widmete er sich ausschueßlich der Seelsorge. Die letzten Kapitel der Rosemnannschen Monographie snw dieser Tätigkeit, wie auch dem Kreise um Mannheimer 'gewidmet. Einige nicht uninteressante Dokumente aus Mannheimers Privatarchiv und eine Auswahl seiner polittschen Schriften und Reden beschließen das Buch, Zu bedauern ist allerdings, daß der Berfaffer. das in hiesigen Archiven befiMicherecht zahlreiche Material, welches auf Mannheimer und seine Zeit Bezug haben, nicht benützt hat. - - gr. Ab heute! Das kolossale nette Jäti-Programm: Ab heilte! INTERN. DAMEN - BOXKÄMPFE Gesdiwister Rösner am hohen Turmseil etc. etc. 2 WWWoOSSichv. - . VvvesbsluAÄLdAgSA vom Ssrlinölt-tmspLi-ß 4871499152