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Wiener Morgenzeitung · 1923-07-01 · Heft 1574 (1.7.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1574 (1.7.1923)
Date
1923-07-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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«wer Men, «onnlds MoMWWM 4. ®uSl923' mtm an den österreichisch« Volksschulen eingeführten Lesebücher lim allgemeinen als Lehrbücher für SimultünschElen nicht etwa ausgesprochen christlichen Lesestoff enthalten, so sprechen sie ja doch beispielsweise von den Schönheiten'des Meihnachssestes und nicht von jüdische» Festen, und ihre Heimatkunde führt -in den GtefchanSturm und nicht etwa ins Museum. Für die Mische Volksschule ist aber ein Mehr und ein Anderes erforderlich, daß sie erst riecht $u einer wirklichen jüdischen'Volksschule zu machen geeignet wäre. Es ist nicht gleichgültig, an welchen Stoffen das Kind Gedanken bilden lernt- und womit sich die Mandasie eines acht- oder zehnjährigen jüdischen Kindes beschäftigt. Die schönsten Grimmschen Märchen können in ihrem Werte für unsere Volkszuknnft nicht-an schlichte Atzaduth und Sippurim heranreichen'. Die Schaffung vin-:s deuschen Lesebuches für jüdische Volksschulen ist daher eine unabwerslrche Forderung der Zeit, und zur Vorbereitung eines solchen Buches müßten sich die jüdischen Volksschullehrer qu§ ganz Oesterreich vereinigen. Es wäre di« Aufgabe einer zu schaffenden jüdischen Lehrer- Verewigung. die auch die Mfassung eines LoseibücheS vorzubereiten und sich mit dm jüdischen Mernverermgungen, die in schönem Wachstum begrasen sind, sowie mit anderen am jüdischen ErziehungSwesen interessierten Faktoren über die Aufbringung der Mittel zu diese,» Zwecke zu verständigen. Auch die von einheitlich jüdischen Gesichtspunkten geleitete Einrichtung von Schülerbibliotheken an allen jüdischen Volksschulen müßte ÄMg» eines solchen Lehrerverbandes sein, dem so eine Mlle schön« Arbeiten offensicht, die bei einiger Energie und bei der Liebe zur Sache der jüdischen Erziehung, die unsere Lehrerschaft beseelt, vorbildlich gelöst werden können. - L. M. Ae unerforschte Naturkrast. Amtliche spiritistische Versuche. . „Giornkle AHtalia" berichtet über eine auf amtliche Anregung ävgehaltene spiritistische Seance, in Sß ö r i B, welche im Beisein des italienischen Gelehrten Prof. Santolrquido, Vertreter des Roten Kreuzes bei de-in Völkerbund, sowie anderen 34 herborragewdru Männern ftattfand. Die OeffenÄichkeit verfolgte den Versuch, abgesehen von der Bedeutung der kontrollierenden Vertreter der Wissenschaft, auch wegen angewandten strengen Kontrollmaßnahmen, wie sie -bisher in kernet spiritistischen Sitzung ergriffen worden find, mit lebhaftem Interesse. Das Medium Giovanm Guzik wurde in Anwefenhert der. Geladenen entkleidet und sodann nur mit einem tascheWosen Pyftmra bekleidet. Wahrend der Bersuche wurden die Häitde SuS ^DAmiahS W«!iJkuTa - .... irgend jemand berührt worden «wären- und auf Berührun*" gen und Schläge unsichtbarer Hände, welche «den kontrollierendev Amtsorganen versetzt wurden. Spuren -von Ab- ^t-mchen auf Ton und schließlich perschie-dene eigenartige' Lichteffekte. Uebev -Üe fpiriti'ftischen Wahrnehmungen wurde zum. Schluß ein amtliches Protokoll ausgenommen. Dieses besagt, daß may über die kontrollierten Erscheinungen derzeit nicht in der Lage ist, ein Urteil zu fällen, denn sie beruhen auf einer unerforschten Naturkraft. . IrreMase für ein Hoch auf Muds«. Wie -der Warschauer „R-obot-nik" aus T h o r n meldet, wurden drei Unteroffiziere, welche ans dem Bahnhof im Gespräch ihrem Bedauern über den Rücktritt des Marschalls Pilsudski Ausdruck gaben, von Polizisten mit dem Bemerken ungehalten, daß solche Gespräche verboten feien. Sie entfernten sich mit dem Rufe: ,M lebe Pilsudski!" Zlvei von ihnen bestiegen ihren Zug, der gerade abging, den dritten, Korporal D o m a n s k i, nahm ein Polizist fest und forderte seine Legitimation. Als der Ungehaltene verwundert fragte, ob es denn schon nicht mehr erlaubt sei, Pilsudstis Namen zu nennen, antwortete ihm der diensteisrige Polizist: „Polens Armee ist keine, jüdische mehr, der Jude wurde aus der Armee hinaus-, geworfen." Ter Polizist erstattete überdies die Anzeige gegen den Korporal und dieser wurde von seinem Kommandanten wegen ,Iävmrns auf dem Bahnhof" zu drei Wochen Arrest verurteilt. Um die Pikanterie dieses Vorfalles so recht zu verstehen, muß.man wissen, daß der Ruf: „Es lebe Pilsudski", noch bis . vor kurzem als eine Art polnische Nationallosung galt. Kleine Lokalchromk. . Beim Uoberfetzeii her Mariahilferistraße geriet der mm* iahrige Schüler Joses Wetschy unter tm Schutzvorvichtung cmc§ SraßenbahuwcrgenS. Seine Mutter, die ihn retten wollte, wurde ebenfalls nievebgcwünfen. Glücklicherweise haben beide nur leichw Verletzungen erlttten, da der Zug sofort zum Stehen gebracht werden konnte. _ Das neue städtische Lust- und Sonnenbad am Krapfenw aldl wird am 14. Juli eröffnet. .. Sieit dom 10. -b._ ist. der BevsicherungÄbeamte Adalbert Slchra, 9. Bez., Glasergaffe 4a wohnhaft, von seiner Wohuüngo abc^ängia. ohne daß ein Lebenszeichen von ihm «ingetroffen wäre. __ ,v ^,Die Goldparität. Die Ges^äftsleitung der Oesterreichi- __„_vv_ schen Nationalbank teilt mit, daß die Goldparität (Unr- »J&****..«#ÄftllÄWM Händen der Attwefenden verbunden, damit das Medium L den ift; tocfyunb der Sitzung «in Molut Passives Verhalten WX ■ ■ * Das größte Gasthaus der Welt. In London ist vor Kund schlugen in den jüdischen Geschäften und Wohm alle Fenster ein. Zahlreiche Juden wurden mitzhandE * Jüdischer Wiederaufbau in Litauen. Die Kownver Jointabtetlung teilt dem I. C. B.-Vertreter mit, daß der Joint! bis 1. Juni b. I. 1068 Baudarlehen erteilt und dadurch 6000 Menschen Wohngelegenheit verschafft hat. Außer dem vor einigen -Monaten bereit-gestellten' BausoM in der Höhe von 20.000 Dollar wurden neuerdings 60.000 Dollar bewilligt, die bis Ende 1923 ausreichen werden, worauf die Wiederaufbautätigtest in Litauen liquidiert werden wird. In Schauten soll ein neues jüdisches Viertel aufgebaut, werden. Für die jüdischen Bolrsbanken hat Joint 80.600 Dollar zur Verfügung gestellt..Die jüdische Zentralbank ist dadurch in die Lage versetzt worden, unter die in ganz Litauen verzweigten jüdischen Volksbanken Kredite in der Hohe von 90.000 Dollar (900.000 Lit) zu verteilen. (I. C. B.) * Die Ausgrabung der Davidstadt. In der Jahresversammlung der Palestine-Exploration Fund wurde müaeteilt, daß die Ausgrabungen am Berge Ophel au der Stelle, wo. die Davidstadt vermutet wird (südlich der gegenwärtigen Mauern Jerusalems), im S e p t e m b e r beginnen werden. Die bisherige Verzögerung wurde dadurch herbeigeführt, daß die palästinensische Regierung die Erlaubnis zur Ausgrabung' nur dann erteilen wollte, wenn mindestens oer Betrag von 6000 Pfmtd sichergestellt ist. Diese Bedingung ist nun e rfüllt worden. (I. C. B.) * Der rumänische Gesandte beim Bürgermeister. Der nev» ■ ernännte.rumänische Gesandte Herr Charles M. Mitilineu hat gestern dem Bürgermeister Reumann einen Antrittsbesuch abgestattet. Der Bürgermeister nahm die Gelegenheit wahr, um dem Gesandten in längerer Aussprache auch die Wiener Approvisionierunasverhältnisse, insbesondere hinstchtlich der Fleischzufuhren üus Rumänien, darzulegen. * Bon der italienischen Gesandtschaft. Der königlich/, italienische Gesandte Commendatore Orsrni-Baroni hat Wien verlassen und einen zweimonattgen Urlaub ongrtretnl. Während seiner Abwesenheit wird die italienische Gesandtschaft in Wien vom Geschäftsträger Commendatore Giacito Auriti geleitet. * Anläßlich einer Trauung im Seitenstettentempel. El» Leser schreibt, uns: Veranlassung dieser Zeilen: Eine Trauung im Seitenstettentempel. Ich kam einige Minuten vor der ans gesetzten Zeit und warf rn den wenigen Museminuten meinen Blick in alle Winkel des renovierten Tempels, um dir Men.orah zu entdecken. Aber die Wiener Modems vernachlässigt die Menorahpflege und die Tempelbesucher von der Sertenstettengasse Muffen mit denelektrischen- Kandelabern fürlieb nehmen. Sicherlich kein Unglück. Ich konnte mich nicht mehr mit diesem Gedanken weiter beschäftigen, weil indessen die Trauungsmusik — Gesang mit Orgelspiel — begann. Da fiel mirdie Polemik ein, die in Wien das Orgelspiel und de» Frauenchor in Tempeln auslöste. Diese Fragen scheint eben, falls zugunsten der Moderne. entschieden zu sein. Aber eines ärgerte mich und deswegen schreibe ich an die geehrte Redaktion Daß just im Tempel , anläßlich der Trauung eines ganz um wienerischen Paares Wagner-Musik gemacht wird. Ich er« innerte mich au einen Witz, der den MeyerLeer bissig tadelte, weil er als Jude die. Musik zu einem Kampfe zwischen Katholiken und Hugenotten machte. Wenn ich witzig wäre, würde ich es dem Rabbiner Vorhalten, unter den Klängen Wagnets hebräische Trauungsprediaten zu halten. Wollen Sie das jüdisch« Publikum aufforoern, einen Preis auSzuschreiben für einen |ii* bischen Komponisten, der einen Ersatz für den Lohengrim arsch angibt — es muß' nicht bon ihm komponiert fein; rprrr/t /m tvivriu» cn^.' ,..1. __w... «_• or’.o.rA.__ *** fertig a» den HLudew, tvÄche paarweff^chnr^ «intz Mtte mit Schloß vevbuuden waren. Die Wände ber MiumliHkeit wurden mit Papierbögen versehen, die mit Siegellack befestigt 4vaven. Der Fußboden.war Mit Sägemehl bestreiit, welches natürlich menschliche Schritte sofort verraten hätte. Die tvahvgenommer^n und kontrollierten Erscheinungen erstrecken sich in zwei Richttmgen:. Bewegung von Gegenständen bis auf zwei Meter von ihrenr ursprünglichen Standort, " werden eine Noii-stoP-Musik Vorträgen, Für die Ausstattung des Restaurants, sind ungefähr 100.000 Schüsseln und Teller. 24.000 Gläser, jes-26.000 Msfer Md Gavän, 64.060 LöffZ und 60.000 Taffen anaeschäsft worden. Eine besondere Ventilationsanlage sorgt''dafür, daß'die Luft im ganzen Haiffe alle vier Minuten vollstärtdia erneuert-wird. Dieses neue Restau«, raut ist. das größte Restaurant der Welt und erfüllt zugleich däS Ideal des englischen Publikums, der lustigste Aufenthaltsort in London zu sein. »» * c, r ... i * Aerztliche Hilfe durch Radio. Auf dem United States vhn« Laß die Gegeuitände vl>n,j^Stzipping Board Handelsdamper ,-GaNvesione" oeeiet ein Steuermann durch Unglücksfall-in die Gefahr, vollständig zu - eMinden. Sein Augenlicht konnte ihm nur erhalten werden nach alldem, waZ die europäische Kultur ihm durch affe die Jahrhunderte au Liebe und Erbarmen geschenkt hat,- sich eben falls nach einem Winkel sehnt, wo er von ihr ausruhen kann?. Er hat genug auf Scheiterhaufen gebrannt und Ritualmordprozesse und Pogrome durchgemacht, daß es natürlich ist, wenn er diesem heuchlerischen und mordlustigen Europa endlich sagen möchte: ich habe genug von dir. . ." „In England und Amerika, auch in Italien leben sie (die Juden) unangefoch Leu, so daß doch Gebiete vorhanden sind, , wo sie Menschen sind und nicht bloß ei» Wild, nach dem man schießt. Wenn sie. eben in Massen, und vielleicht gar mehrere Millionen stark, auf einer kleinen Schöffe beisammen sein werden, dann wird die jüdische Hydra für die Herüschasten nur einen.einzigen Hals haben, und'' wer sagt ihnen . .. ob man sie nicht ... in sogenannter völkerrechtlich uuanfechtbarer Weise... gleich zu Tausenden niedermachen wird? Pogrom? Pfui, das machen nur anttsemitische Haufen. AVer Krieg? ^O, das ist Glorie, und da darf man ruhig metzeln. Dies ist der Grund, .warum ich gegeu den Zionismus bin, und zwar ist es der einzige Grund." So ließ« sich noch sehr viel des Jntereffanten als Gelber- Buche mttteilen. Es wird zweifellos Pppper viele neue Verehrer gewinnen, denn er ist.ganz besonders geeignet, weiteren Kreisen das Verständnis für Poppers Größe, und für die Fruchtbarkeit seiner Ideen zu eröffnen. Poper gehört zu den Autoren, die man nicht einfach zu lesen hat, sondern in die man sich versenken muß. Und hierzu wird Gelber ein guter Führer sein. Von einigen kleinen Jrrtümern abgesehen, die sich bei einer Neuauflage leicht berichtigen lassen,—, auch das beigefügte Porträt ließe sich leicht durch ein besseres ersetzen 7-, ist es durchaus zu loben und es ist ihm die .größte Verbreitung zu wünschen. Zwar gehört heute ein ganz ungewöhnlicher OPtiniisuS dazu, an die Erfüllung der Geleitworte zu glauben, die Gelber seinem Buche mitgüb: „Das schwergeprüfte deutsche Volk soll aus den folgenden ZÄlen. erkennen, daß dem Türmer LynkeuS in der Tat ein Sehervlick zu eigen, war uud daß von seinen Voraussagen schon genug eingetrosfen ist, um lieber an Hu und seinen Trost zu glauben, al§ an das ewige Einmaleins' von impotenten Parteipolitikern." Der wahreund das ist auch der echt jüdische -^- Optimismus, aber, tyk nur auf die Macht der sittlichen Arbeit vertraut, darf sich der festen Zuversicht hingeben, daß PopperS Gemeinde stettg wachsen, daß seine Ideen immer tiefere Wurzeln schlagen . werden und daß die Nachwelt ihn das gartz geben werde, was ihm das Leben versagt". Dr. S i e g m u nd K o r n f e l d. . wenn solfortige Hillfe erfolgte. Da sich auf der ,^GallvÄstone^ : wohl eine Samtätsperson, aber kein Arzt befand, der eine ent - sprechende Operation hätte vornehmen können, befand man - sich m einer 'schrecklichen Situation. Der Dampfer befand sich ' mitten aus hoher See auf der Reise nach Amerika. Ringsumher auf der ungeheuren Wüste des Ozeans war kein arideres Schiff zu erblicken. Der arme Steuermann geriet in volleoiae Verzweiflung. In dieser allgemeinen Ratlosigkeit siel Beamten am Morseapparat Plötzlich der einzige Ausweg ein,' den Man in der Aufteaung bisher ganz vergessen hatte: die drahtlose Telegraphie. Cr sandte die enM spräche mit der Bitte um sofortige Hilselsfft licherweise befand sich in nicht allzuweiter Enffernuna der Pasiagieridampfer „President Fiilmvve", von dem nach kuryer Zeit eine Depesche einlies, die Hilfe versprach und gleichzeittl ein Rendezvous bestimmte. Die beiden Schiffe trafen 150< Meilen Von New-Aörk mitten auf hoher See zusammen lind der arme Steuermann wurde an Bord des PaffaaiwdawPferS gebracht. Hier nahm ihn der geschickte Schiffsarzt Dr. Irwin sogleich in BchandluUg und versprach vollen Erfolg der Operation. Nach Anikunift des Schiffes in NelwDovk wurde der Patent sofort in ein Spi-t-ql ivbers-üchrt. * Der Turm von Babel? Eine vom Chicagoer Museum ausgefandte- Expedition entdeckte unter der Leitung von M. Mackay 16 Kilometer östlich von Babylon, in Kich, den. Ort, wo einst die Hauptstadt der ältesten Könige stand, , die die Geschichte erwähnt. Ww die „Daily MaiI" mitteilt, wurde der geheiligte Stein des Tempels des Kriegsgottes Jlbaba und der Kriegsgöttin Jnnini (oder Jchtar), sowie der Turm SamsüllumaS,'des' siebenten Kömgs der ersten-babylonischen Dy-, nastie bloßgelegt. Der' Tempel war mit dem Namen Emeteurlag und der siebenstöckige Turm alS Umrikidurmah oder HauS der Bewunderung bezeichnet. Die Frage, ob Kich wirklich die Hauptstadt der ältesten, bekannten 'semitischen Herrscher war, wird ourch die Entdeckung eines Ziegelstemes mit folgender Inschrift gelöst: „Samsuila, der Nachfolger Hammurabis. der mächtige Koma, König von Babylon, Kömg von Kich,.Äömg der vier Religionen, hat den Unirrkudurmab dem Gotte Jlbaba und der Göttin Jchtar in Kich wiederaufgebaut und fernen Gipfel bis an den Himmel erhoben." Die Wände der Tempeldecke sind ausgezackt., Nach maßgebender. Meinung wurde der Tempel-um-2600 vor Christi , erbaut,. Eines der Haupttore des Tempels wurde, sreigelegt. und die Forscher hoffen, vis zur Bibliothek hes Tempels vorzudringen. * Ein jüdischer' Pwsesior an der Kownoer Universität. alanwaU Simon Beliaakrn, der iMMche Berater deS en Ministeriums für Litauen, wurde zum Profesior für Recht an der Universität in Kowno. ernannt.. (I. C. B.^ * Antisemitische AusschreitnngeN in Hust. Aus' Hust (MarmaroS) wird dem I. C. B. gemeldet: Der Direktor eines Kinos/ regung deS Einsenders hiermit der Oeffentlichkeit. Die Red,) * Ein fingierter Raubanfall. Gestern gegen viertel 7 Uhr früh wurde von Wachebeamten im Schweizergarten (früher Maria Josefa-Park) bet der Südbahn der Beamte Johanr Obermayer mit Verletzungen am Halse, die die Lmtröhr) eröffnet hatten, aufgefunden worden. Oberniayer gab lur; an, er sei vorgestern um zirka 12 Uhr nachts aus dem Heim. Wege durch den . Park von unbekannten Männern übersatten durch Meffersttche verletzt und seiner Barschaft beraubt worden. Durch die eingehenden Einvernahmen im Wiedens Krankenhause gab jedoch Obernrayer später zu, daß der Raubanfall fingiert gewelsen sei und daß er einen Selbstmordvev 'ach begangen Labe. Er gab an, daß er vorgestern im Dienst» as Unglück gehabt habe, beim Verschieben sechs Waggorrs ab rollen zu lassen, wodurch ein größerer Sachschaden entstand. * Zur Bekämpfung der Tuberkulose. Der Präsident de^ Uinionbcmk, KowWeMalrat Bolsel, hat dem BundeSPräisidenien der österreichischen Gesellschaft vonr Roten Kreuz, Dr. Ma,' Wladimir Beck, für. die Aktion dieser Gesellschaft . zur Bv kämpfung der Tuberkulose eine Spende von 600 Millionen Kronen übermittelt. * Sommerfrischen in Oesterrekch. Die Hatlptstelle der Landesverbände für Fremdenverkehr in Oesterreich hat aui Grund ihrer Wiener Pressekonferenz einen besonderen Dienst ar Nachweisung billiger Sommerfrischen in Oesterreich ir „eit österreichischen Alpenländern eingerichtet. In Niederösterreich bietet das Hotel Jnfichr in W a! o h o f e n a. r>. B v b» volle Pmsion um 60.000 K. Der Landesverband'für Fremdem vevkehr in Steiermark (Graz, Hauptplatz 12)' verschafft iß Admont (2 Hotels und 9 Gastyöfe) volle Pension un 60.000 K., in Bad Aussee (6 Hotels. 3 Gasthdfe. 10 Gasthäuser mw 2 Pensionen) volle Pension um 66.000 K. .bit 60000 K., im Älpenhotel Bävenkogelhaus Lei Mürzzuschlag volle Pension um 40.000 K.. in Bruck a. d. Muu (2 Hotels, 6 Gasthöfe) um 60.000 K. bis 60.000 K., in Bai Einöd (6 Villen und Kurhäülser) volle Pension 60.000 K bis 60.000 K., in Frohnleiten (6. Hotels, 4 Pensionen volle Pension.um M.00o K. Der Landesverband für Fremden verkehr in Kärnten (Klagenfurt, Burggasse 8) beschafft voll» Pension um 63.400 K. in Seeboden am Millstätter,ee M.000 K. bis 6O.O00 K. in Ob erd r au bürg, 56.000 K. btt 66.M0 K. in St. Georgen am Längsee. Der Landesverbaui für Fremdmverkehr in Vorarlberg^(Bregonz, Römerstraßc^ 8. beschafft volle Pension um 35.000 K. bis 40.000 K: m vor. branz, 50.000 K. bis 56.000 K. in Andelsbuch Schäepfau, Schoppernau, Schwa-rzenbera un» S ch rö a e n. Der LanDesvevband für Fremdenverkehr tt Oberösterreich (Linz, Landhaus) beschafft in. zahlreichen Ost« Oberösterreichs volle Pension um 80.000 K. bis.60.000 K Die Genossenschaft der Gast- und Schankaewerbetrelbenden u Zell am See beschafft in den guten Häusern dieser Sommev siilsche volle Pension um 60/000 K. bis 66.000 K. — Es war< nur wünschenswert zu erfahren, ob Juden rn den genannte» Orten jene Aufnahme zu gewärtigen haben, welche als ersti Bedingung einer Jnanspruchnahnre zu gelten hatte. Da die» tooffl rn den genannten Orten kaum der Fall rst. kann mar deren Besuch nicht empfehlen. * Reisegepäckverstcherung. Die Bundeseisenbahnverwaltun« hat die Einrichtung getroffen, das Reisegepäck am Gepäcksschalter bei der Mroväischen Güter- und Rersegepack-Vev sicherungs-Aktiengesellschaft versichert werden kann. Stitf _cuc]( Entrichtung werden die Reisenden rm Hinblick darauf, daß du Bahnverwältung für Reisegepäck nur mrt dem jewerls festge setzten Höchstbetrage für 1 Kilogramm hastet, besonders nux Haltung der jüdischen. Hochzest, vertrieben Hochzeitsge-

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