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Wiener Morgenzeitung · 1923-06-30 · Heft 1573 (30.6.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1573 (30.6.1923)
Date
1923-06-30
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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!. l> t r f I: r. Veite 6 Men, ScmiStag Wiener! Morrsrnzesiufts. 30 . Ami 1623 ' Nr. 1678 Antrag in fcutcu Grundbestimmungeu fcststeht und morgen dem Parlament vorgelegt werden wird. Der Entwurf bestimmt unter anderem: Die Vermögensabgabe sowie die Vermögenszuwachssteuer werden um 50 Prozent herabgesetzt, wenn das Endvernrögeu 50.000 tschech. K. nicht überschreitet. Bei einem Anfangsvernrögen bis zu einer Millon Kronen ist die Vermögenszuwachsstmer von 50 Prozent bis zu 5 Prozent abgestuft, so daß die Ermäßigung nach einer besonderen Skala progressiv geringer wird. Bei einem Vermögen bis zu 100.000 K. beträgt die Ermäßigung 45 Prozent, bei einer» Vermögen bis zu 200.000 fl. 40 Prozent, bis zu 300.000 K. 36 Prozent, bis zu 400.000 K. 80 Prozent, bis zu 600.000 K. 25 Prozent, bis zu 600.000 K. 20 Prozent, bis zu 700.000 fl. 15 Prozent, bis =n 800.000 K. 10 Prozent, bis zu 1 Million Kronen 6 Prozent. Diese Ermäßigung ist jedoch nur in dem Falle zulässig, wenn der Zuwachs nicht mehr als 200 Prozent des Anfangsvermögens betragt. Die Vorlage enthält weiters Bestimmungen, denen zufolge die Finanzverwaltung in Ausnahmsfällm eine Ermäßigung beider Steuern gewähren darf, wenn die Wirtschaftsunternehmungen des Steuerzahlers, oder seine oder seiner Familie Existenz bÄwoht sind. Ferner.sind einige Aenderungen des § 6, Absatz 4 und des, § 9, Art. 2, Absatz 2 des Gesetzes vom 8. April 19A) in der Vorlage vorgesehen. Die bisherigen Bestimmungen über die Zahlung der Vermögensabgabe und über die Zahlung der Verzugszinsen sind gleichfalls zugunsten der Steuerzchler in einigen Punkten abgeandert worden. Heute - Schluß der BMerbundzeichuuug. Die Silbskrigtionsfrist der Völkerbundanleihe schließt endgültig mit dem heutigen Tage. Um 12 Uhr mittags werden die Zeichnungsschalter gesperrt. Die österreichische Regierung hat sich nicht veranlaßt gesehen, die Zeichnungsftist zu verlängern, da sich angesichts der erfreulichen Tatsache, daß die Anleihe im Auslände so durchgreifende Erfolge errungen hat, das Publikum in den letzten Tagen besonders rege an der Zeichnung beteiligte. Es blieb daher nur mehr ein geringer Teil des in Oesterreich zur Zeichnung aufliegenden Abschnittes zur Subskription übrig. Es ist anzunchmen und zu erhoffen, daß auch düeser letzte Abschnitt bis heute 12 Uhr mittags voll gezeichnet weiden wird, so daß Oesterreich hinter der: Auslandsstaaten mcht zurückstehen muß. Zur Aufklärung des Publikums muß jedoch nochmals ausdrücklich betont werden, daß es in spaterer Zeit zwar möglich sein wird, Völkerbundanleihetitres zu erwerben, da die Anleihe an der Börse gehandelt werden wird, daß aber nach dem heutigen Tage den Zeichnern und Erwerbern die Steuerbegünstigungen, die die Anleihe auch für Oesterreicher so besonders begehrenswert erscheinen lassen, nicht mehr zugebilligt werden können. Es werden daher alle Ze-ichnungswilligen nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß sie unbedingt bis heute, 12 Uhr mittags, ihre Anmeldungen Vorhängen müssen, wenn sie alle Begünstigungen genießen wollen. Betriebserfoig der österreichischen Bundesbahnen. Für Len 'Monat April 1923 stellen sich die vorläufig e rm i t t elt e.n B e rkeh r S ei nn a h m e n im Personennnd Gepäcksverkehre auf 39.644,19^900 K. gegenüber den veranschlagte n Einnahmen (— 9.295,805.100-K.),.im Güterverkehrs auf 116.193,775.400 K. (— 23.486,224.600 fl.), somit zusammen auf 151.137,^70.300 K. (—- 32.782,029.700 fl.) und unter Hirizurechimitg der v e r s ch i e d e n e n Ei» n g h m e n im vorläufig ermittelten Betrage von 6:483,341..000K.- ('+ 1.072,544.000 fl.) auf insgesamt 158.221,311.300 fl. (— 31.709,485.700 fl.). Die endgültige Verrechnung der Verkehrseinnahmen im Monate Jänner 1923 hat mit 161.982,297.533 K. gegen die vorläufig ermittelten Einnahmen eine Zunahme um rund 71.6"/» ergeben. Die vorläufig ermittelten Ausgaben des - Bunde S-ba h n b et rieb es für den Monat April. 1923 stellen sich'auf 285.523,326.000 K. Sie erscheinen gegenüber dem entsprechenden Monatsvoranschlägsbetrage von 326.498,120.000 fl. um 40.974,795.000 K. günstiger. Das Golbzolleufgeld in Deutschland. Berlin, 29. Juni. Für die Zeit vom 4. bis oinschließM) 10. Juli 1033 beträgtdas GMzolla-UMld 2,588.900 Prozent. Abänderung der BalutenspÄulationsvrwrdntmg in Berlin. Berlin, 20. Juni. (Wolfs.) Der Reichsrat itotpm gestern eine Verordnung betrHend die Abänderung der WÄutashekulat'wnsiverordMn'g und des KaftstaHluchiMetzes . am. Es handelt sich dabei um das Verbot des' ÄrÄauifes von ausländischen Effekten von einem ausläMschen Verkäufer, ferner um fchänferes Vorgehen gegen den Notenhandel, weiters um eine Ausgestaltung der Kontrolle Mer den Devffenlbefttz und schlieMich ward in der Verordnung verboten, den. Ausländern BaMredite einzuräumen. Neue Stvafbestiwnvungen sollen ein schärferes Vorgehen gegen die Spekula-tion ermöglichen. Der Konkurs der Raggpndorftir Jndusbrüewerkgesellschast. Wie wir bereits berichtet haben, ist Wer die Raggendovfvr Jndustriewerkgese-llschast m. b. H. in Wien, AmerlitMtvaße 19, der Konkurs verhängt worden. Die Tags-ahrtStermine sind für den 28. Juli und 1-4. August angesetzt worden. „Kompaß", AllMmeme Kredit- und Gauantie-Barrk in Men. In der am 28. Juni abgehaltenen zehnten ordentlichen GeneraDersamjmlung wurde die Bilanz Kr das Jahr 1922 einstimmig genehmigt. Die Ban? hat eine bedeutende Zunahme ihres Geschaftsumsanges zu verzeichnen. Die Bilanzsumme beläuft sich aus fl. 140.639^88.410.— (tat Vorjahre fl. 5.741,680.686.—), der Reingewinn auf fl. 1.414,616.569.— (fl. 110,161.029.—), wovon für die Dotierung der Reserven fl. 682,922.714.— verwendet, eine 135protzentige Dividende ausgeschüttet, 100 Millionen Kronen dem Beamten-Pentsions- und Un-terstützungsfonds zugaführt und der nach Bestreitung der statutenmäWjeu Tantieme von fl. 60,822166.-^- veMcibende Rest von fl. 70,868.678.— autf neue Rechnung vorgetragen wird. , (Entgeltlich.) , Kapvi-alsverMchvung der BerkehrSbank. Auf Grund des Beschlusses der Generalversammlung der Allgemeinen Berkchrsban? vom 85. Mai d. I., das Aktienkapital durch Ne-nausgabe von 1,096.000 Stück Aktien a K. 1600.— Nominale aus 7 Milliairdeu zu erhöhen, wurde bereits anfangs dieses ALonats ein Teilbetrag von 440.200 Stück zu einem den Börsenkurs üLerstei^enderr Preise, freihändig an ein Syndikat begeben, das diese Stücke vereiubarungstzemäß tat Ausland placiert hat. Numnchr geht die VerLehrsbank daran, den Aktionären 665.800 Stück neue, ab 1. Jänner d. I. dividendenbevechtigte Wien im Verhältnis von- 6 alten zu einer neuen Wie zum Kurse von 80.000 tel quel a-nzubieten. Das Bezugsrecht ist in der Zeit vonr 2. bis einschließlich 11. Juli d. I. auszünben. Nach Lurchgeführter .KapitalSv.erntehrmt>g weridon Kapital-Md offene Reserven der BerkchvSbau? über 110, Mlliarden Kronen betragen. (EntgeMch.) ' Berliner Börse. Berlin, 29. Juni. Die U-rnwertung» bezichüingsiweise die flatastroipheuhausse setzte sich heute in verstäMem Ternlpo. fort, so daß «S für die schweren Montanurrd PekwlieumwMe und einige der 'führenden Industrie- und Schilffahrtsaktien M erneuten Steige.run»gen voit 100.000 bis 500.000. Prozent, und für die Mehrzahl der übrigen Effekten von 215.000 bis 80.000, Prozent und darüber kam. Das Geschäft hat einen außerordärtÄch großen Umfang angenommen, flenuzeichnend ist der aus allen' Marktgebieten hervoirtrelende starke Materialmangel bet geringfügiger, Berkanssneigung. Schlußkurser Türkische Lose 1,296.000.—, Oesterr.' Staatsbcchn 1,910.000, Nordd. Lloyd 460,000.—, Der. Elbeschiffahrt 350.000.—, Berl. Handelsgesellschaft 1,120.000, Kommerz. Privatbank 180.000.—, Darmstädt. Bank 260.000.--, Deutsche Bank 376.000, Diskonto-Kommarrdit 426.000, Dresdner Bank 280.000.—. Nationalb mtk für Deutschland —Oesterr. Kredit 32.000.—, Oesterr. Länderbank —.—, Reichsbank 125.000.—, Wiener Bankverein 27,000.—, .Wiener Unionbairk 210.000, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 464.000.—, Bochumer Gußstchl 2,300.000.—, Daimler Mot. 198.000.—, Deutfch-Lnxemb. 1,910.000.—, Deutsche Waffen ». Munition —, Dynamit Nobel 318.000, Felten u. Guilleaume 760.000.—, Gelsenkirchener Berg. 2,460.000.—, Th. Goldschmidt 610.000.—, Harpener Berg 3,800.000.—, Hirsch 5kupfer. 1,400.000.—, Höchster Farben 405.000.—, Hohenlohe-Werke 845.000.—,Laurahütte870.000.—,ManneSmmMrShren1,376.000.—, Phönix Bergbau 2,050.000.—, Schuckert u. Co. 1,410.000.—, Siemens u. Halske 1,400.000.-, Telephon Berliner 200.000.- Sie Iedifeilkurse. . Berlin. 29. Juni. (Devisenkurse.) — Anrsterdam 60.651.60 (58.653.-), Belgien 8095.50 (7855.—), Christtania 25.463.50 (24.638.50), Kopenhagen 27.418.50 (26.433.50), Stockholm! 41.002.50 (39.600.50), Italienische 6892.60 (6708.—), London- 711.175.— (688.275.—), New-Dork 154.887.— (149.625.-), Paris 9549 - (9226.50), Schweiz 27.569.— (26.682.-), Spanien^ 22.757.- (21.945.-), Wien 230.63 (211.96.—), Prag 4682.- (4538.50), Budapest 18.85 (18.45), Sofia 1403.60 (1396.50)/ Belgrad 1684.50 (1675.60). Berlin» 29. Juni. (Notenkurse.) — Noten Dollar 154.887.- (149.625.-), Pfund 712.778.- (688.276.—), Italienische 6867.50 (6683.-), Polnische -.- (123.—), Tschechoslowakische 4661.75(4498.60), Oesterr.gestenlpelte 230.60 (208.45). Amsterdam» 29. Juni. (Devisenkurse.) London 11.73V. bis Berlin 0.0017V« bis Paris 15.65 bis Schweiz 45.42V, bis Wien 0.0036 bis —.—, Kopenhagen 45.20 bis , Stockholm 67.65 bis —.—, Cbristiania 42.15 bis —, New-Nork 265.— bis Brüssel 13.35 bis Madrid 37.60 bis Italien 11.42V, bis —.—, Budapest —bis —, Helsingfors 7.-M 7.07V,. Prag 7.60 bis 7.62»/,. ' Belgrad» 29. Juui. (Deviseukurse.) London 417.— bis Paris 554.—bis —. New-Iork 9000.— bis —.—, Genf 1610.— bis —, Saloniki —bis —.—, Mailand 400.— bis —, Prag 272.— bis —.—, Berlin 0.060 bis . Men 0.1270 bis —, Bukarest 46.75 bis— Sofia 82.— bis —, Budapest 1.02 bis —, Brüssel —, bis , Amsterdam —- bis —, Warschau —bis —.— Anlässlich des Xlila ZiOllisteitkOligreSSeS welcher am 6. August 1923 in Karlsbad seinen Anfang nimmt, werden wir im Rahmen unserer Hauptausgabe eine ' erscheinen lassen. Die Kongreßausgabe der „Wiener Morgenzeitung" wird eine ausführliche, zusammenhängende, protokollariige Darstellung der Verhandlungen und Vorgänge am Z i o n i s t e n k o n g r e ß , enthalten. Verwaltung und Redaktion der „Wiener Morgenzeitung“ treffen alle Vorbereitungen, um die Berichterstattung aufs verlässlichste und rascheste durchzuführen. Diese Vorkehrungen machen es möglich, dass der Leser ausführliche Berichte über den Kongreß in der jedem Kongreßtage folgenden, in der Früh erscheinenden Ausgabe vorfinden wird., Durch rascheste Expedition wird Sorge getragen, dass die Bezieher die Kongreßausgabe der „Wiener Morgenzeitung“ vor allen ln Betracht kommenden Organen erhalten werden. Die Kongreßausgabe wird 15 Nummern (vom 6. bis 19. August) umfassen. Als erste Nummer wird am 5. August-—am Vortage des Kongreßbeginnes — eine KONGRESS-FESTNUMMER erscheinen, welche Beiträge zionistischer Führer über die Verhandlungsgegenstände des Kon^tesses und aktuelle zionistische Probleme enthalten wird. Für die Kongreßausgabe werden S©NOEB3ABONNEMENTS unter folgenden Bedingungen entgegengenommen: ist der Korn Oesterreich:K 15.009, Deutschland: Mk. 15.000, Jugoslawien:Dinar20, Tschecho-Slowakei: K510, Polen: poln. Mk. 15.000, Holland: holl.fl.0.75, Schweiz: Frcs.1.20, England:sh. 1.50, Italien: Lire5, Amerika: Dollar .25, Frankreich u. Belgien: Frcs. 4, Rumänien Lei 40; Bulgarien Lewa30, für das übrige Ausland: Schweizer Frcs.1.20. Gleichzeitig mit den Bestellungen hat die. Ueberweisung des Betrages zu erfolgen, da sonst die Versendung der Ausgabe 1 nicht erfolgen kann. [§r MW tiiiä W " ' wird i He 1 " auf die in Geltung stehenden Bezflosbedingoegen geliefert werden Bestellungen werden von den Verschleißstellen sowie von der Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung", Wien, II., Taborstrasse 1, entgegengenommen und müssen unter gleichzeitiger Ueberweisung des entfallenden Betrages bis spätestens 3. August im Besitz der Verwaltung sein. Der Geschäftswelt bietet .die Kongreßausgabe eine besondere, nicht bald wiederkehrende Gelegenheit, erfolgreich zu Inserieren und neue, wertvolle Ausflahdsverblndungen zu erreichen. Bei Anfragen wollen Größe u. Erscheinungstage des gewünschten Inserats angegeben werden, wo dann äußerste Offerte erfolgt. Normaler Anzeigentarif Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung**, Wien, II.,Taborstraße Nr. 1—3 Telephone 44-0-3D und 43-3-1S MiettJiiUfliai 426 24

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