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Wiener Morgenzeitung · 1923-06-28 · Heft 1571 (28.6.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1571 (28.6.1923)
Date
1923-06-28
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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GcheS Men, DpttnerStag Wiener Morsenzeitnns. S8. IM.1S23 Nr. l»i fd&umi «i»4 4£« dtirA XmfiuMmig v«n wirksam , »If4«n&5^ tfew&k*«M S ch l u ßkn rs er Türk. EisenLahn-Aultthe 400 Franke» —.—, Böhm. Unionbank 888, Böhm. Eskomptebank 889M Böhm. JndustrialLank 442.—, ZivnostenSka Banka 378.50. Anglobank 164.—, Oesterr. Kredit 141.—, Wiener Unionbäw 139.— Wiener Bankv«ein 107.—, Buschttehrad« Eisenbah» Lit. A —.—, Sit. B 200.—, Ftrdinarids-Nordbahu 6895.2-, Aag-Dux« 168.—, Anssig-Teplitz« Eisenbahn 1245—. Nestomitzer Zuckerindustrie 1145.—, Vereinigte Elektr^ität Wie» 147.—, Brosche 910.—, Koliner SpiÄtuS 635.—, KönigShvfer Zement —, Breitfeld-Danek 424.—, RineKojfi» 700.— Simmering« 119.-, Rothkosteletz« Textil 274.-, Alpine Montan 283.60, Poldihütte 428.—, Prager Eise» 1000.—, Oesterr Berg u. Hütten 1750.-, Skoda 459.-, Jnwald 520.-. Baumwollmmckt. AeW-Aork» 26. Juni. Baumwollzufuhren in den atlant. uiib Golfhäftn 7000, im Innern 1000, Ausfuhr nach Gwßbritmmien —, nach dem Kontinent 1000. Lokalmarkt middling r 28.25 (vorgestern 29.10). Tendenz: kaum stetig. 'Termine : Juli 27.03, August 26.35, September 25.55, Oktober 24.89, November 24.80, Dezember 24.38, Jänner 24.02, Februar März 23.95, April Mai Sowohl! Weizen wie Roggen fanden Unterkunft zu unveränderten Preisen. In Gerste ist das Geschäft stark eingeschränkt. In Mais war lebhaftes Geschäft nach der Tschechoslowakei zu 1L6 tschech. K. Wien. Die hier erzielten Preise für Mais stellen sich noch immer unter FmpovtparÄat, denn die Foderungen für Jugomais stellen sich gegentvärtvg auf 3,50 Dinar Wien. Da das Angebot in Hafer weiter NirüMaLtend ist, tendieren Preise weiter -fest. In Hlülisenfrüchten fehlt es an Material, die Pvmse sind als unverändert zu bezeichnen. In Mehlen erifoügten einige Spekulattonskäuse, die Tendenz bleibt weiter ruhig, da der Konsum noch immer nicht eüvgreift. Doppelgrkffiges Miller ungarischer He-Enft fand Unterkunft M L,50 bis 2/56 tschech. K. Erwähnt sei, daß die Vorräte dev Metten Hand -nicht mehr so reichlich frnfb, so daß ein Preisdruck von dieser Seite kaum mehr zur vollen Wirkung gelangen kann. In Kleie ist besserer .Umsatz aus Basis -unveränderter Preise. Es notieren pro Kilogramm ab Wien (exklusive der Pauschalwarenumsatzsteuer): Weizen inländischer 3550 bis 3650 K., bulgarischer 3700 bis 3800 K., Manitoba 4100 bis 4200 K., Roggen inländischer 2458 bis 2550 K., Gerste inländische 2500 bis 2600 K., tschecho-flowakische 2700 bis 2900 K., Futtergerste 2200 bis 2300 K., jugoslawischer Mais 2700 bis 2800 K., Hafer 2750 bis 2850 K., Reis italienischer 7800 bis 8000 K., Burma 5300 bis 5400 K., Hirse 2760 bis 2850 K., Hirsebrei» 4800 bis 5300 K., Mohn 14.600' bis 16.200 K., Weißbohnen imgarische 3800 bis 4200 K., Kocherbsen ungarische 3000 bis 4000 K., Großlinsen rumänische oder russische 11.000 bis 12.000 K., Kartoffeln inländische 420 bis 550 K., tschecho-slowakische 370 bis 420 K., Preßheu oberösterreichisches 1700 bis 1800 K. ab Station, ungarisches 1100 bis 1200 K. ab Grenze, Roggen-Rittstroh' gepreßt 1000 bis 1100 K. ckb Station, ungarisches 850 bis 950 K. ab Grenze, rumänisches Malz 4300 bis 4400 St., Malzkeime 1900 bis 2000 K., Biertrebern 1350 bis 1400 K.. Wicke 2800 bis 3100 K., Weizengrieß inländischer 6400 bis 6300 K., Maisgrieß 4000 bis 4100 K., Weizenmehl Null« inländisches 5900 bis 6000 K., ungarisches 6300 bis 6500 K. (2.45 bis 2.55 tschech. K.), Kochmehl inländisches Zweier 6200 bis 6300 K.. Brotmehl inländisches Ia 4600 bis 4700 K., Futtermehl Ia 2200 bis 2300 K., Roggenmehl inländisches I» 4200 bis 4300 K., tschecho-slowakisches 70»/,iges 1.60 bis 1.70 K., Weizeukleie 1250 bis 1350 K., Noggenkleie 1300 bis 1350 K. Berliner Börse. Berlin, 27. Juni. Dev heutige Börsenverkehr lbridete >e!inen neuen Rekord weniger hmsichttich des Geischästsulrchairges äls im Ausmaß der KurMigocklwAew Die GffeLtenkuvse paßten sich der katastrophalen Marwutwe-rtiung bezrehu-ngsweise den anziehenden Devisenpreisen an. Bei sehr füWarem Material- - mangel bewirkte dar Klausandrang Kurserhöhungen von 200.000 bis 700.000 Prozent für die schweren Montan- und Kaliwerte sowie die Spitzenwerte des Banken- Industrie- und SchMahvtsmarAes. - Sonst betrugen die Kursgewinne 30.000 ms 100.000 Prozent und darüber. Für Babttapa-piere waren die Kurssteigerimgen entsprechend dom Anziehen der Devisenpreise hoch. De« E-inheitÄndustviewaM wies bei großem KausaMrantz. ebenfalls fchv bsträchÄiche Kurserhöhnngen aus. S ch l u ß k u r s e r Türkische Lose 1,250.000.-, Oesterr. Staatsbahn 2,000.000, Nordd. Lloyd 230.000.--, Der. Elbeschiffährt 240.000.—, Berl. Handelsgesellschaft 1.000.000, Kommerz Privatbank 160.000.—, Darmstädt. Bank 210.000.—, Deutsche Bank 300.000, Diskonto-Kommandit —, Dresdner Bank 205.000.—. Nationalbank für Deutschland -.—, Oesterr. Kredit 32.600.—, Oesterr. Länderbank —, Reichsbank 110.000.—, Wiener Bankverein 25.000.—, Wiener Unionbank —.—, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 290.000.—, Bochum« Gußstahl 2,100.000.—, Daimler Mot. 112.000.—, Deutsch-Luxemb. 1,700.000.—, Deutsche Waffen u. Munition Dynanüt Nobel 300.000, Felten u. Guilleaume 525.000.— Gelsenkirchen« Berg. 2,050.000.—, Th. Goldschmidt 470.000.—, Harpen« Berg 3,500.000.—, Hirsch Kupfer 1,100.000.—,' Höchster Farben 350.000.—, Hohenlohe-Werke 780.000.—, Laurahütte 995.000.—, Mannesmannröhrenst,476.000.—, Phönix Bergbau 1,825.000.—, Schückert ü. Co. 1,250.000.—, Siemens u. Halske 1,300.000.—, Telephon Berlin« 160.000.—. Prager Börse. Prag, 27. Juni. Der Berlohr an der heutigen Börse war ruhiger. Die GvuMendenz bMb abar Kiemttch fest. Dre VeröfftLMichung des AusMyes des BmÄamtes wirkte ans den AnlagsmaÄt MUstig ein, auf dem besonders Staatspapiere rege gesucht waren,-doch konnte die Nachfrage jüiiti langfristige Anleihen mangels Ware nicht befriedigt werden. Auch -mährische und schlesische Werte wirsen gvoßientetts Steigerungen aus, doch herrschte auch hier Warenmangel. Tränsportwerbe lMN etwas fester, Bankpapiere stellken sich in der Mehrzahl hoher, wogegen Wiener Banken eher Ar Schwäche neigten. Auf dem Industrienenmarkte lagen MAUerekaktien fester, desgleichen Bau- und einzelne anderer W-srte. Im übrigen überwogen aber die Rückgänge. Exoten verkehrten nicht >ei,nyeMch. Die Schlutztendenz war fest. Copriyght 1333 Nachdruck verboten. byR.LSvnf. Verlag, Wien-Leipzig, (23. Fortsetzung.) Zn Polens Wäldern. Roman von I. Opatoschn. Autorisierte Uebertragung aus dem Jüdischen von Siegfried Schmitz. Surele erschrak gar sehr, das . Herz blieb ihr -beinahe stehen. In großem Mitleid mit dem Kranken, nahm sie ein Amulett vom Halse, auf dem stand: „Ich, Levi Iizchak, Sohn der Sosje, habe gesagt, daß die Krankheit schwinde"; das wollte sie dem Kranken unchängen, aber sie traute sich nicht recht und hing das Amulett über dem Bette aus. Kanrn hatte sie das getan, da öffnete sich die Tür und es wurde hell. Der heilige Levite, in einem Tallis bis zu den Füßen, mit breitem, silbernem Rand, trat leise ein, blieb an der Wand zu Häupten des Kranken stehen und aus seinen tränenerfüllten Augen leuchtete eine große Helle. In Schweiß gebadet, öffnete der Kranke die Augen und sah sich um. Alles schwankte vor ihm. Wo war er? Wer saß da an seinem Bett? Ach, er ist ja gestern krank geworden! Ist er dein Feind in die 'Hände gefallen? Nein, freundliche Leute haben ihn zur Nacht ausgenommen. So lauge hat er schon nicht in einem Bott geschlafen — ach, wie lvarm, wie wohl! „Wie fühlen Sie sich, Monsieur?" fragte ihn Snrele. „Ich danke sehr, Madame, besser, ich will me vergessen", die Worte des Generals kamen stamnvelnd aus seinem Munde; er 'betrachtete die schwere Wolldecke, unter der er schwitzte wie in einem Tantpfbad und lächelte. „Unter einer solchen Decke wäre es selbst in Moskau nicht kalt gewesen. Ich habe mich erkältet, bei Ihnen sind aber auch solche Fröste. A propos, Madame, haben Sie 'nichts von Napoleon gehört? Wissen Sie nicht, ob er den Krieg gegen Rußland gewonnen hat? Ich bin schon so lange krank." „Gewiß habe ich von ihm gehört," antwortete Surele, „rnan sagt, er sei schon We.r Moskau hinaus!" „Wer?" „Napoleon." Der General lächelte bitter und' bat Durele, seine Leute zu rufen. M Wlten W in, viele Mze -WWr itzn AWM; als er schon im Schlitten saß, drückte er Sure-le die Hand, dankte ihr und übevgab ihr seine goldene Tabaksdose; aus 'dem Deckel war sein Bild und seine Unterschrift. Es war Napoleon. So oft der Vater Mordechai diese Geschichte, erzählte, endete er inrmer mit den Worten: „Die Tabaksdose ist ein Berinögen ivevt, Magnaten 'haben sie mir Mausen wollen, aber das Wort -der Großmutter ist mehr wert — sie hat verboten, das Kleinod zu verkaufen!" Mordechai fühlte heimliche Liebe zu denr Wundermann, er fvmte sich über feine Siege, trauerte über seinen Fall und bedauerte stets, daß er kein Jude getvefen üvar. Mit dem Vater stritt er irmner und behauptete, Napoleon sei kein Schusterlehrling gewesen und in der Geschichte bon Armilus sei nicht 'er gemeint, da er nie in Ronr geboren wurde. Im tiefsten Innern aber war Mordechai der Ansicht — die er freilich keinenr Menschen sagte —, daß Napoleon einen Fehler -begangen habe; er hätte sich von seiner Frau nicht scheinen lassen dürfen. Mordechai erinnerte sich, daß er als Keiner Junge den Wald in zwei Armeen eiugeteilt ^hatte. Die Eichen waren Napolons Armeen uud^ die kleinen, krummen Kiefern — der Feind. Er — Napoleon — befehligte die Eichen, und Matzet — der Feind — die Kiefern. Ein lhölzernes Schwert in der Hand, eine Lanze auf der Schulter, ging Mordechai auf Watzek los und fühlte, daß die Eicheu: ihm nachliesen, mit ihren länglichen Früchten wie mit Kugeln schossen und die Kiefern zerschmetterten ... Als er jetzt durch den Wald ging, war Mordechai stolz, daß seine Großmutter mit -dem Kaiser gesprochen hatte, daß sein Bild bei ihnen im »Hanse war und daß auf demselben Wege, auf dem er, Mordechai, jetzt ging, Napoleon gefahren ivar. Cs wurde wärmer. Zu beiden Seiten des Waldweges blinkten die Tropfen, die vom Nachtregen geblieben waren, und leuchteten im Schein der Sonne wie kleine Regenbogen. Nackte Wrirzeln, die aussahen wie der Schweis eines abenteuerlichen Tieres, durchschnitten den sandigen Weg und verloren sich zwischen den Bäumen. Mordechai blieb stehen. Langsam fuhr ein Bauer auf seinem Mgen nttt -Holz .dahin. Er -war barfuß; mit einer .Hand Metz er den Wagen, Mit her anderen schwang er die Ae Levisenkmse. Berlin. 27. Juni. (Devisenkurse.) — Amsterdam 69.850.- (49.176.60), Belgien 8608.— (6608.7-), Chrlstiania 27.431.- (20.847.50), Kopenhagen 28.975.50(22.443:50), Stockholm 43.890.- (33.416.-), Italienische 7306.60 (5546.^-), London 708.225.- (678.560.-), New-Uork 152.617.- (125.685.-), Paris 9975.- (7755.50), Schweiz 28.927.50 (22.443.50), Spanien 22.942.50 (18.683.-), Wien 217.45 (180.04.-). Pray 4588.50 (3770.50), Budapest 18.95 (14.96), Sofia 1654.60 (1386.60), Belgrad 1695.60 (1416.-). Berlin» 27. Juni. (Notenkurse.) — Noten Dollar 152.607.- (126.685.-), Pftrnd 708.723.- (678.560.-), Jtalie- Nische 6882.60 (5546.-), Polnische <-.-), Tschechoslowakische 4538.50(3770.50), Oesterr. gestempelte 214.95 (180.-). Prag» 27. Juni. (Devisenkurse. , — Mitgeteilt vom Bankamte des tschecho-slowakischen Finanzministeriums.) — Berlin 1.62V, (2.45), Zürich 590.25 (590.76), Paris 203.28 (206.-), London 153.12 (153.12), New-York 33.25 (33.25), Belgrad 37.25 (37.12), Bukarest (-.-), Wien 4.45V, (4.45V-), Warschau 2.90 (3.25), Agram -.- (-.-), Budapest 38.- (37.25), Jugoslawische 37.50 (37.25), Oesterreichische gestempelte Krone 4.46 (4.46), Polnffche 2.90 (3.25), Ungarische 24.- (27.50). 1 Budapest» 27. Juni. (Kurse der Devisenzeutrale.) — Amsterdam 3256 bis 3376, Bukarest 44.— bis 48.—,,. Kopenhagen 1473 bis 1533. Ehristiania 1373 bis 1433, London 38.270 bis 39.470, Berlin 0.06 bis 0.0680. Italien 368.- bis -388.-. Paris 509.- bis 529.-, Prag 248 - bis 260.-, Stockholm2201 bis 2301. Zürich 1480 bis 1540, Wien 0.1165 bis 0.1265, Sofia 90.- bis 94.-, Belgrad 92.50 bis 96.50, New-Aork-8295 M 8695, Warschau 0.0610 bis 0.0890. Brüssel 434.- -bis 454.-. Agram, 27. Juni. (Devisen.) Die Börse bleibt infolge der Feiertage bis Montag geschlossen. Belgra-» 27. Juni. (Devisenkurse.) London 415.— bis Paris 564.- bis New-York 8950.- bis Genf 1600.— bis —, Saloniki —.— bis — f—, Mailand 398- bis Prag 271.- bis —.—, Berlin 0.063, bis Wien 0.1265 bis —Bukarest 47.50 bisSofia 96.— bis Budapest 1.02 bis Brüssel 470.- bis —.—, Amsterdam 3530.— bis —.—, Warschau bis —. Marschau» 26. Jmik. (Devisen.) Berlin 0.60, London 465.800, New-Mrk 101.000.-, Prag 3055.-, Wien 140-/,. New-Porft» 27. Juni. (Devisen.) London'461.25, Paris 613.50, B«lin 0.07, Mailand 443.25, Zürich 1785.-, Kopen- Hagen 1776, Stockholm 2650.—,Christiania 1656, Amsterdam 3932.—, Prag 299.75, Wien 0.14-/., Budapest 1.16 V», Bukarest 54.25, Warschau Madrid 1482.-, HelsingforS 277.-, Briiffel 528.—, Kanada —unter pari, Brasilien —.—, Argentinien — Belgrad 114.75. Peitsche und' jagte die aibgoarbeiteten, schläfvigen Pferde, als fürchtete er, sie würden auf dem sandigen Wege nicht mehr vorwärts kommen, wenn sie einmal stehen blieben. Mordechai fah dem Bauern nach, der mitffeinE Wagen Vevfchwänd. Es würbe noch stiller, noch wärmer als vorher, er schloß die Augen und ging Zweiter. Im Forstbuch, das mehr als hundert Jahre alt ivar, ävar verzeichnet, 'wann einer geboren wurde uttö wann er starb. Mordechai blätterte gerne im Forstbuch und 'betrachtete die einzelnen Handschriften. Dabei lächelte er immer; d'emr die meisten feiner Großväter und Onkel hatten kaum schreiben können, in ihren Niederschriften ivaren viele Fchler. Gleichzertig fühlte Mordechai stets, daß Generationen zu ihn: sprachen. Er wußte, i^lß die Abstanrnmng seiner Mutter eine vornehmere war, -ätz ihre Familie, wenn sie unter sich War, die Mutter bedauerte, daß sie unter unwissende Menischen geraten war. Die Mutter selbst schweigt wohl, wenn der Vater einnml sagt, Mordechai sei^auz der Großvater, aber dabei macht sie eine Miene, äls Mie sie: ^das ist ein rechtes Glück! Mordechai liebte die Familie der Mutter nicht; er hielt sich fern von ihr, als wären es Fveinde, und ihnen zu Trotz rühmte er sich'stets seiner Mkunft vmn Vater; darunr suchte und forschte er im Forstbuch, um etwas zu finden, womtt er Äaat machen könnte. Und es gab gar vieles. Jur Forst'buch tvar verzeichnet, daß der heilige als er zu Rabbi Meivl nach Scheps fuhr, 'bei ihnen iw Walde halt gemacht hatte zum Minchagebet. Seine zehn- Finger sind bis heute auf der heiligen Lade geblieben. Ms der heilige Levite sich vor die Lade stellte, um zu beten, da umfaßte er sie m seiner großen Inbrunst Mt beiden Händen; sie 'war äber ^frisch gestrichen. Dieser Fingerabdruck ivuvde seither tofe ein Edelstein beMtet und es ward daraus geachtet, daß er nicht Vevw'rscht werde. Und immer, wenn Mordechai krank wurde, führte ihn die Mutter zur Lade, legte seine .Hände auf den Fingerabdruck des heÄigen Levttt und weinte >dabei, erinnerte ihn an ihre vornchme Mkunst, an Rabbi Meirl und daran, daß er hier gebetet hatte; Motdechar war imni-er gesund geworden. 'Fortsetzung folgt.)

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