Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-06-27 · Heft 1570 (27.6.1923) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1570 (27.6.1923)
Date
1923-06-27
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980651--15224-3002031
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

W. IM» SBtot, MMvsH_ Jtetsevorberektung. Was für e-im IftLWche ArLeöt war das Rtziserüsten doch ryÄsm! In dev Wen Mm AM vor 1Ö14, da galten die BvrvettÄwrgM, daSKWe« und Bestellen, das Wahlen «und Suchen schon als M DeA des Vergnügens und die großen KaufhHuftr waren fiir die Framn yewüff«vmaßen schon die Hallen dev vevschvederven Hotels von Dirül, Salzburg, de-m sUdo uind . GdrvpMvchen in Medsvöstervsich, wo es am nitzderöster- «Wfchesten ist. So weit auch die Reiseziele, die Lebens» gewvhnheiton, die Kmftvast und der Geschmack von einander Mvichen — em-träMch dam man in den Geschäftsstraßen zusammen, jÄer mit eüner hcMmeterlangeu Liste von „KomrnWonen" in der Hand und mit der Sehnsucht nach dem Wunderbaren, nach dem unerhörten GEtztzeicheiitKkawf im Herzen. Kam man abends todmüde nach Hause, so stellte man mit Genugtuung fest, daß man zwar die Hälfte der Besorgungen erledigt hatte, daß einen aber dabei noch ein paar Dutzend weiterer Notwendiigkeiten e-vrvgefallm waren, so' daß man am nächsten Morgen getrost von neurur beginnen konnte. Zwischen den Einkäufen spazierte man ins Kaffeehaus oder pm Zucker» / backe« — die Ausgabe ilvurde durch die ,^Okkafivnen" bei weitem ausgeglichen — rnan wcmderte unter geputzten, vergnügten, angeregten Menschen herum und Mtifcherte sröhRch. in der all» gemeinen FesttoMümmung dahin. Wer eine weüevo Reise antvat, Meß sich wohl auch ein Rundreisebillet zusommenistellen, was dazunval eine sehr bchagliche Sache war, oder besorgte sich einen SchlasPLatz. Den Begriff ,Mß" bannte man m» aus den russischen Romanen, und was ein Konsulat ist, wachte man nur, weil man es in der Schule gelernt hatte. Jetzt ist das MnAmsen für die Mrevse ein schr verdrieMiches Geschäft geworden. Die Reisen nach MaricchvVf oder in die „Stadt" simd so kostspielig, daß nenn gezwungen «ist, sie aus das Mindestmaß heralbzchetzen und wo>niö>glich alles aNf einmal zu besorgen. Da heißt es, von einem Laden in den andren zu jagen.-, schnell, schnell, damit die sommerliche Fvüihsperve dich nicht Minge, deine Einkäufe an: nächsten Tage sortzüsetzen. Die Liste ist freilich unvergleichlich kürzer geworden, man besorgt jetzt wiMrch nur das „Notwendigste", uitfb das zu wählen, ist nwistens nicht sehr interessant. Viele ständige Nummern der Liste sind gestrichen, Lektüre — die Zeitung Wird genügen müssen, wer kann jetzt an den Luxus des Bücherbaufens denken? Eine kleine Handarbeit, um Rtzgenstuuden zu kürzen — das Material ist unerschwinglich teuer und ida die weißen Deckchen, die Lampenschirme, Sofakiffen, Fenstervorhange sich bei stvengever Beurteilung ja auch nicht als unentbchMch erweisen, heißt es auch darauf verzichten. Eine neue SsrfenschÄici, eine Füllfeder, Reffebviefpapier, hunderterlei Schnickschnack, mit dem wir gewohnt waren, den Sommeraus-- enthalt zu gmmioven — das alles gibt es jetzt nicht mehr. Oder richtiger gesagt: es gibt das alles noch, aber nicht mehr für den geistigen Arbeiter. Der muß sich damit begnügen, gerade daL -Unentbehrliche arMschaffen. Verzierung, kleine SchnovVÄ, der Ntzbenswirrdige Ueberfluß, das alles liegt nicht mehr in der Reichweite seiner Hand. Früher kaufte der Herr Professor, wenn er auf Urlaub ging, Reisehandbücher, Landkarten, er 'besorgte eine DhevmvSftafche und Zuckerwerk für Fm« und Kinder, ja, er schwang sich in übermütigen Augenblicken, sogar zur Erwerbung eines ,Feldstechers" oder eines ReiiMustpolsterS auf, der sich als vortrefflicher Beieiter erwies, weil er die ganze Familie unaufhörlich beschäftigte oder, wie hier besser zu sagen ist, in Athem hielt. Jetzt muß der Herr Professor zufrieden sein, wenn er für sich und die Seinen Kleider und Schiche besorgen kann. Alles andere ist gestrichen. Mvskäbi zabrali, sagten die polnischen Bauern achselzuckend. Der Krieg hat'S genommen, müssen tim sagen. Er hat Mch den Luftpolster deS Herrn Professor verschluckt. Die Besorgung des SdotweMgen gestaltet sich gleichfalls Wenig erfreulich. Gewiß, auch früher mußte man Soll und Haben in Einklang zu bringen wiffen, ja, man war dabei sogar in der Regel ängstlicher als heute. Mer es war auch für jeden Geschmack und jeden Beutel Vorsorge getroffen. Die Auswahl war unerschöpflich und gerade in den iMttelsorten besonders reich.'Wer das echte Rohseidenhemd nicht erschwingen konnte, fand hübschen Batist, wem die Naturleder-Bergschuhe zu kostspielig waren, für den gab «8 noch immer vollwertige Ware. Jetzt .sind nur die Streme vertreten. Mittelgut ist gestrichen. Die Auswahl ist sehr gering, mürrisch legt der Verkäufer die weinigen Gucke vor dich hin. Gr weiß ja ganz genau, daß du einen Schreckensschrei ausstoßen wirst, wenn er den Preis nennt. Dich zu überreden, fällt ihm nicht im Traume ein. Er , Jft sich ja völlig klar darüber, daß. du trotz deines Entsetzens --'kaufen wirst. Weil du nämlich schon in drei anderen Geschäften denselben Schreckensschrei ausgestoßen hast und Ml zu müde bist, tveiter zu suchen »md zu schreien. Also kaufst bit eine Menge Gegenstände, die dir mißfallen, deren Minderwertigkeit du von vorncherein erkennst Und die du hastest, noch ehe du sie in Gebrauch genommen hast. Sind die Einkäufe besorgt und näht der Tag der Abreise heran, dann heißt e8 «eine Nachtruhe opfern. Man muß ja 'eine Fahrkarte haben. In der Familie wird ein £Eumt£ eingsführt. Die männlichen FmAilienimitiglieder treten um vier Uhr morgens den Dienst an. Sie werden um acht Uhr von der Weiblichkeit des Hanfes abgelöst, um ihren Bevüssge'schäften nach» «shen zn können und erscheinen in der Mittagspause wieder aus -den: Kampfplatz. -Um vier Uhr ist man äwrnt in der Regel glücklicher Besitzer einer Fchrkavtej und ist meistens auch so!weit, eine Erholung wirklich zu brauchen. Man kann sich also ruhig zur Bahn begeben und sich über Packetträger, Haken-- krenzler, Fahrpläm» und alle anderen Reisearmehmlichkeiten ' fwuen. ' __ K. M. Re passive Resisten;. Auch gestem war die passive Resistenz der Beamten rviygtznds fühlbar. Die Beamten hielten in» mchalb der Organisationen Besprechungen ab, die sich auf hßr .BvvhaMwngen mit. der Regie- Wiener Moegenzettrmg. 27. Juüi 1923 Seite 5 Letzte Nachrichten. Ae Este Beratung der kleine» kntente. Belgrad, 26. Juni. Entsprechend dem Beschluß der klevuen Entente, daß die in ihr vertretenen Staaten jedes halbe Jahr zu einer Beratung zufammentvoten-, werden die Minister des Aeußern Jugoslawie ns, Rumäniens und der Tschecho?Slowakei in der zweiten -Hälfte des Juli in Sinaia eine Begegnung KSen, Re belgische Kabinettskrise; Paris, 26. Juni. Das „Jourml de DÄats" meldet aus Brüssel über den Stand der Kabinettskrise, in politischen Kreisen herrsche größter Pessimismus. Maustehe noch immer dort, wo man in den ersten Tagen der Krise gestanden habe. Dr. zimmerman über die steirische Industrie. Graz, 26. Juni. Auf >der heute erfolgten Rückfahrt ltach Wien beftrchw Geuera-likommissär Dr. Zi mm er mau in Vagleitung des LaudeÄlMptumit-rles Tr. R-intelen die ,>Phönix"-St>ahlwe-vk-c! der Mt>i-engeifelsschaft MeckUlamt in MürzzuMag wo ihin inslbrsondere die St-ah-'l- und StalMlechsowi-e die MierlzeutzfabriAlt-ion und eini-ge für Boamt-e und ArbÄi-ver bestimmte Baulichbeite,t der Faibriik gezeigt tmlvden. Vor der Meitevsahrt nach Wien sprach der GoneraPkoM-missär feinen wärmsten Dank dafür aus, das; .ihm dävrch die Ei-ul-adung des L-andeshMpiünamies und versch-iiode-uer hervorragender Unt-crUehm-nnigett Steiernwriks so reichlich Gelegenheit zu Teiil geworden fei, das industrielle und sonstiigr Wirtschaftsleben des Landes, in tcm sich Tatkraft, Intelligenz und Weiß zur höchsten LeistiiUUsftIhig--e.it vereinigen, kennen zu lernen. rung bezogen. Man rechnet damit, daß diese Besprechungen in den nächsten Tagen beginnen tverderr. Jur Parlament hielt das Achterkomitee der Beamtenschaft eine interne Besprechung äb. Zu dieser Beratung ivaven keine B e r t r e t c r der R e gier u n g zugezogen. Die Beamten beschlossen, keine neuen Vorschläge zu erstatten, da es Sache der Negierung sei, an die Beamtenorganisationen herauzutreten und die VerhaMungen wieder aufzunehmen. Die Negierung nmsse neue Vorschläge erstatten. Die Regierung tchrd die Verhandlnugeu heute nachinittags fortsetzen. Umtausch von Midendenronpons der Mische« Koionialbank. Der Umtausch von Dividendenkonpons der Jüdischen Kolionralbank erfolgt in Wien jeden Mittwoch inr Zionistischen Landeskbmitee,' 2. Be z., Taborstraße 20 a, zwischen halb 6 und 7 Uhr abends. Couponbögen und elbenfo die Wtien seWst wollen lnÄtgebracht werden. * Dk. Bür Gpflekn gestorben. Der verdienstvolle Nationalfondsmitarbeiter Dr. Bar E p st e i n, der in den letzten Jahren fast ausschließlich in A m e r i ka für den Nationalfonds tätig war, ist in New-Uork inr Alter von 50 Jahren an einer Gehirnblutung plötzlich gestorben. sche Staatsbürger, Doktoren der gesamten Heilkunde sein und eine güte zahnärztliche Ausbildung nachlvelsen können. Nach Wien' zuständige Bewerber genießeit unter Isonst gleichen Bedingirntjeil den Vorzug. ->- Kangretzwahlen in ber Kilachbuth-Orgauisation in ÄSi^n. Sonntag den 1. Juli 1923 findet im Lokale, 2. Bez., Glockeirjsasse 30, unter Leitung der Henen Dr. David H a l p e r n und Simon P i ck e r die Wahl der Delegierten zum XIII. Zionistenkouares; statt. Wahlbegiim 10 Uhr vormittags, Wahlschluß 12 Uhr mitias. Wahlberechtigt ist jeder, der den Hitachduth-Schekelbeitrag. für das Jahr 5683 entrichtet hat. Bisher liegt eine Kandidatenliste mit dein Listenführer Dr. Chainr Tartakotver vor. Eventiielle weitere Wahlvorschläge, von mindestens hundert' Hitachdüth-Schekelzahlern gezeichnet, sind bis spätestens 1. Juli, halb 16 Uhr vormittags, den Wahlleitem zu übernütteln. «- Wolkenbruchperheernngen in Kärnten. Wi-e das „KärN't^er Taigibwtt" meidet, ging üib-cr nrehrcrL Ortschaften am Nordiifer des Ossiacher Sees ein ° verh-or-r ender Wo'lk'Lnbrnch nieder, der di-e Ortschaft Tschören inn.erh<tbb weniger Minuten in eine Stätte der Verwüstung vertvoaiVMie. Die Wassermassen brachten Steine und Schutt'» massen mit, die in ein-cm AiuSmaßio von ciment Kilometer Länge und eiinem halben Klilomet.er Breite, stellenweise ein bi-s zw-^i Meter hoch liegen und die .Kulturen bedecken. Wasser, Steine und Schutt richteten an den Banlichkeiieu schweren Schaden an und vernichteten unter anderem ein Sägewerk vollständig. In der Richtung gegen. Villach hatder HagÄschkag eutfetzlich gehäuft. Bon Villach aus ging Mi-li-tär zur Hsiscleistuttg in das gefährdete Geibiet äb. * Amsticher Weltevberichr. Gestern herrschte in ganz Oesterreich Regenwetter. Die Temperatur blieb den ganzen Tag faß unverändert, allgemein über 10 Grad (Wien 15 Grad). Mitteluitb Vorddeutschland haben besseres, Süddeutschlvnd und die Tschechoslowakei regnerisches Wetter, die Nordadria Schirokko und N-gerr. Eine grundlegende Besserung läßt sich nicht vorausseheii. —Voraussage: Etwas besser bei veränderlichem Wettercharakter. Ins Kapitel: „Jas Mftzeug des modernen Kansmanner^. Kenr Bedtirfnis des großen Publikumgerecht werden, ist heute üicht nur eine Forderung der Zeit und Sache des guten Geschmacks, sondern unter Umständen auch ein sehr gutes Geschäft.. gerade der Kaufmann, der das weiß und darin Erfahrung besitzt ist in der Wahl der Hilfsmittel zur Erreichung dieser seiner Zwecke sehr vorsichtig. Er hat bereits die Ueberzeugung gewonnen,- daß zu guter Arbeit gutes Handwerkzeug notwendig ist. Zu diesem guten Rüstzeug zählt in allererster Reihe ein klaglos arbeitender Apparat, ans dem die richtige Propaganda, die Vorbedingung jeglichen Erfolges, erzeugt tverden kann. Die gute und vor allem sorinvollendete Propaganda ist der halbe Erfolg. Hier muß die Arbeit des idealen Typenflach-nickers r e g o z u g" einsetzen.! Wenn man Genaueres hierüber erfahren will, wende ntem sich an die Firma Kuno Wald, Wien, 6. Bez., Gumpendorferstraße 50,. Tel. 7599, die diesen Apparat auf Wunsch unverbindlich und kostenlos vorführt. Die drei hervorstechendsten Momente an diesem Apparst seien vorweg kurz erwähnt; einfache und solide Bauart, leichte Handhabung und der verblüffend Rllige Preis. (Entgeltlich.) Vereine, Vorträge und Versammknngen. JüdischeTischgesellschaftLandsiräße. Heute um 8 Uhr abends Zusammenkunft im Caf6 Ilion, 3. Bez., Löweitvasse 30. Vortragsthema Vorbehalten. Gaste willkommen. Urania. Heute: 5 Uhr (Großer Saal) r Das Leben im Waffel Halb 8 Uhr (Großer Saal); Das schöne Land Salzburg. HalbsUhr (Klubsaal); RobertFtiebmaintt Das Freiheitserlebnis. V. 8 Uhr (Kurssaal): Dr. Fritz Lieben: Ernährung uni» Stoffwechsel. 7 Uhr (Lehrsaal Ii)r Regierungsrat Dr. Karl K e i ß l e r r Pilzkunde. Ul. * Eh; mysteriöser Mord. In der Gegend von Uzhorod in Karpathorußland hat die Ermordung zweier Inden allgemeine Erregung hervorgerufen. Die Ermordeten sind zwei Kaufleute, die mitbells Wagens nach Traschet fahren wollten und a,uf der Straße ermordet aufgefunden wurden. Auf Grund der Angaben eines Kutschers, der bald nach der Tat an der Stelle des Verbrechens vorÄbersuhr. wurden Äs der Tat vevdächiiig ein jüngerer Bruder des einen Ermordeten, namens Trat tu er, und der Sohn des Synagogendieners von Traschek, also beide Inden, verhaftet. Da die Ermordeten nicht bestöhle;; wurden, handelt es sich augenscheinlich nicht um einen Raubmord. Dieser Umstand, Mammen mit der Verhaftung der beiden Inden, haben in der Ostslowakei und in KarpachoruUia-nid das grüßte Aufschen erregt. * Eine Milliardenerbschaft. Aus Bory sl>aw schirMt man uns: Var kurysm vMbaaü hier der Apotheiker C h o nt i n> s'! i. Bei der Durchführung der Verllassenfchaft fand man m seiiner Kasse mehrere Säcke österreichifcher und rnffi's cher Säle er münzen, etwa 16 Ksiogramm GM und Goildmünzen, viele Dutzende goldener Uhren, Ketten, Ärimibänder und dergl., überdies 16.000 Dollar, einige Hundert Pfund Sterling sowi>e eine große Zahl fremder, hochlvertiiger Valuten. Die ApotheLe war mit reichen Vorräten ausgestattet, darunter mehrere Kilogramm Kokain, Clhin>in und dergleichen. Da Chomünski keine direkten Erden hat, fällt ein großer Teil dor Erbschaft dem Staate zu. * Der Danskettub sor Wiener Börn veröffentlicht einen Bericht über die bisherige HiMtätigkeit der dänischen Wohl- .fahrtKakilon zugunsten der Wiener Kinder. Seit dem 16. Septienrber 1916 sind in 67 Sonderzügen 18.625 Wiener Kinder zu ein- und mehrmaligem Besuch auf die Dauer von drei Monaten bis Mt dveir Jahren ivach Dänemark gebrachsiwordon. Das dänische Volk hat rund 30.000 Liebesgabenpäkete und mehr als 600 Sacke mit Beklaidungsgegenständen nach Wien geschickt. Die Dänen haben auch getrachtet, daß die einst in Dänemark untergebrachten Pfleglinge weiterhin der Fürsvrgetütigkeit unterstehen. Diesem Streben hat eine TubeMülosenstiftamg ihre Entst^himg zn verdanken, deren Zinsen an Tuberkulose erkrankten Krnderit zugu>te komnien. Der Fortführung des dänischen LiebeSwerkes widmet sich mit besonoderem Eifer der genannte Klub, dem das Handtzlsministerium das Josef-Stöckl im Augarten zur Verfügung gestellt hat. Der Wiener Klu>b, der derzeit 6200 Mitglieder zahlt, gibt darin für die Kinder dänischen Unterricht und unterhält auch eine Ansspoffnng, für welche die Äebens'mitbel von Dänemark gesandt werden. * * Ausschreibung von Schulzahnarztstellen. Die Aurschreibung von vier Stellen für Zahnärzte an den städtischen Schulzahnkliniken wird verlängert und über zwei weitere Stellen ausgedehnt. Die Bewerber wollen ihre Gesuche bis 1. August im städtischen Gesundheitsamt, 1. Bez., . RMhausistraße 9, 1. Stock, eirbringen. Sie müssen österreichi- Mdische SchulnaWr:ritzt«r. Jüdische Volksschule für dieBezirke 12 bis 15. Einschreibungen für die erste Klaffe, welche inr' September l. I. eröffnet wird, täglich (Samstag angenommen)' von 9 llhr vormittags bis,7 Uhr abends, 16. Bez., Herklotzgaffe Nr. 2i, 3. Stock. — Heute Schlußfeier der hebräischen Schule. Eröffnung einerviertenKlasseander Jüdischen Volksschule, 20. Bez., Derrisgasse 33. Einschreibungen in die erste Klasse und im beschränkten Ausmaße in die höheren Klassen können nur mehr bis inklusive 2 9. t>> täglich von 12 bis 1 Uhr und außerdem Sonntag von 9 bis 'lL Uhr, Montag und Dienstag von 2 bis 4 Uhr nachmittags, entgegengenommen werden. „D i e jüdische Volksschule derBrigitt e ,t a it." Mit diesem Thema findet heute um halb 8 Uhr abends in der T o y n b e e h a l l e, 20. Bez., Denisgasse 83, eine Versammlung statt. Referieren werden: Herr Rabbiner H o r o w i tz, Herr Genieinderat Dr. P l a s ch k e s und Herr Löbl Taubes. Alle jüdischen Ellern werden zu dieser Ver-' sammlung eingeladen. Keren Kajemeth l'Fsrael jüdischer Rationalfondr). Wien, 2. Bez., Zirkusgaffe 33, Telephon Nr. 46-6-06. — AuS- .vris Nr. 23 vom 25. Mat bis 14. Juni 13,406.618 K., insaesawt 160,036.163 K. — Nahalalspenden (Kolonie Oesterreich): Zentrale: Heinrich Barb 1600, Stanislaus Gottesmann 1000, Heintüh Lederer 1640. Mödling; Sammlmg Gerstl 1600. — Zenitale: Nahalal: Dr. Moritz Pachtmann, Nathan Tartakotver, Dr. ^atz je 100. Paul Stricker 500 Sammlung bei der Landeskonieienz 429, Sammlung Felder 86, Sammlung Babad-Lehrer 400 M. M. 90. - 1. Bez. r Josef Fuchs 50. - 2. Bez.; Bettelheim für anonymen Brief 60. — 3. Bez.: Benzion Mirjam Zwerdling-Smol 500. — 6./8. Bez.: Berwaltungsgem. für Klaviermiete H. Bomse 60, Laura Knopf 50. — 9. Bez.: Dr. Max und Julie Jerusalem a. N. Euül Kornfeld 320, Rudolf Kornfeld a. N. Emil Kornfeld 50, Rudolf Komseld a. N. Ernst Schweinburg 50,; Georg Weiß, Novysad, a. N. Emil Komfelb 100, Karoline und Jrmä Bondy a. N. Emil Kornfeld 50. — 10./11. Bez.: M. Traub m -- 20. Bez.: Ver. Schomre Hadath 117, Einhom 50, Betbans Beth Israel 165; Erez Israel r Retsel Gmrgel 70; Hitachdutb. Adir r Armin Biel 80, I. Schattner 50, Arrtolü Neuwaldw 113: Landesverband: A. H. V. d. I. A. V. Kadimah' a % Dr. Bernhard Silbermann 1000; I. A. V. Emuncch a. N. Kerutann Gutter 360, Pratersprengel: Smlg. b. Hochzeit BartfeIh 214, Smlg. Sali Scherzer b. Hochzeit Adele u. Mendel Löscher 160, M. Alster 60. — Baden: Reingewinn b. Lichtbilde^'vortrag 100. — Innsbruck: Ernst Schnschny 100, S. Silber- «elit, Richard Schwarz, Frau Lötvensohn, Dr. Max Gärber je 59. Korncuburg r Smlg. Hans Lederer bei s. Barmizwah 210. Mödling: Thoraspenden 250. — Zistersdorf: Dr. Edmund Stück 70.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.