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Wiener Morgenzeitung · 1923-06-24 · Heft 1567 (24.6.1923) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1567 (24.6.1923)
Date
1923-06-24
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Wien, Sonntag svkchcrft'wes Geschäft. Die Geschäfte amt den Siedereien irr Roh« Ware waren nur unbedeutend. Der Pariser ZuckierrnaNkt folgte den New-Yorker Bewcgungen umsoinehr, als die Bedarfsnachifrage nur sehr gering war. Diie Märkte in Antwerpen sowie ,in Amsterdam, lagen gleichfalls überwiegend nach unten. In Kuba ging die Zahl der arbeitenden. Zentralemans acht zurück, gegen 30 und 47 gleichzeitig in den beiden Vorjahren. Die Gesanttanküuste bälaufen sich .auf 3420-000 Tonnen gegen 2,988.000, bezw. 2M9.000 Tonnen gleÄ)gei-tig in den Vorjahre. Die Vorräte betrugen in den letzten drei Jahren 061.000, bezw. 992.570, bezw. 1/360.644 Tonnen. Kaffee. Die Tendenz für Santos Priures Wille -und Santos fuperior sprach sich ettvas matter aus, lvährcnd die übrigen Gattungen unLeränderten Stand behielten. Es notieren die genannten Gattungen 40.-500, resp. 3-9.000 K. Ferner Rio 3. Wille 35.500 K., Rio 7 Johnson 33.200 K. und Sül de Minas. 35.500 K. J'm Auslande waren Brasilofferten für Herhstverfchiffungen um einen tveiteren Schilling emräßigt. Pvovse für prompte Ware sind unverändert. Das Geschäft in verzollten Kaffee liegt gänzlich darnieder. Leder und Häute. Die Tewdte-ng für Leder blieb in der BenichtÄvoche fest, HäLse erführen eure Erhöhung von 1000 K. Auch Häute lagen ftst. namentlich RvWnite, Schaffelle und Kitzfelle/ Auf den englischen Zahmhäuteanktionien war die Nachfrage rege und die Preise konnten sich im allgemeinen behaupten. Nur für La Plata-Gefrierhäute bestand wenig Kauflust. Auf den holländischen Märkten interessiert die vor einigen Tagen stattgofundene Amsterdanrer Zahnchäuteaultion, die besser verlief, als man erwartet hatte. Bei guter Nachfrage nach Ochsen-, BullM- und Fersenhäuten, worin auch für deutschje Rechnung gekauft wurde, Rie'ben Preise unverändert. Auf den polnischen Märkten notierten gssa^ene Rindechäute 5500 Mark, Schaffelle 4500 Mark pro Kilogramm, Kalb-fellei 63.000 Mark, Rotzhäüte, 130.000 Mark, Ziegenfelle 43.000 Mark, Hafenfelle 11.000 Mark, Kaninchenfelle 8000 Mark, Rohfelle. 10.000 Mark, Zickelselle 11.000 Mark, Katzenfelle 8000 Mark pro Stück. Auf dem Posener Ledermarkt war die Stimmung fest. Es notierten: Sohlenleder mittlerer Qualität 40.000 Mark, schweres inländisches Sohlenleder 42.000 Mark, schwarzes Juchte nieder 50.000 Mark pro Kilogramm, farbiges. Juchtenleder 15.000 Mark pro Fuß. Scrttlerloder 54.000 Mark. Rindsleder 58.000 Mark, graues Leder 54.000 Mark pro Kilogramm. Zn den. Vere-inigten Staaten hat man für lanoihaariae" La P'lata-Salzhäüte kr'u. Interesse, so daß für die europäischen Käufer die Möglichkeit besteht, sich hierin einen Teil bester Ware zu sichern. Baumwollgarn.«. J'm Wochenlau.se> gestaltete sich die Tendenz etwas fester und Preise zogen um je einen Punkt an. W notierten: Nr. o-10 Ben-gaNops pro Juli-August —.63 Dollar, Nr. 16 Sekunda Surat —.74 Dollar, Nr. 20 —.78 Dollar, Nr. 16-24 Lalb-Amerika —L3 Dollar, Nr. 16-30 Rein-Amerika —.88 Dollar, Nr. 36-42 Mttol-AnkriLa 1.06 Dollar, Nr. 36-42 Hochprima Amerika 1.23 Dollar Pro Kilogramm ab Fabrik exklusive Packung. Baumwollzwirne. Preise zvgem um je einen Punkt gegen die Bovwoche an. Es notieren: Nr. 10-12 Bengal 2- und Hach pro JM-August _Wiener Morrgerrzeitung. _ —.67 Dollar, Nr. 16-2 Sekunda Surat —.79 Dollar, Nr. 20-2 —.84 Dollar,. Nr. .20-2 Amerika —.95 Dollar, Nr. 30-2 1.03 Dollar, Nr.- 40-2 1.20 Dollar.pro. Kilograimn abrFabrik exklusive Packung (trocken,.-mittel,, naßscharf' 1 Kabel Cents ^lufschlag hro^ Kilogramm). Rohe Bantmwolltzewebe notieren/durchgehends um einen- Pilnkt schwächer, von —.63 bis —--76 in schiweizarischen Franken. Pörse für landwirtschaftliche Produtte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeittmg".) In der Tschecho-Slotva-kei befürchtet man eine Gefährdung der Er-rrte durch andauernde Rogenfälle. weshalb auch -in den -k'tzten Tagen größere Abschlüsse in Mehlen in der Tschecho- Slowakei selbst zur Durchführu-ug gelangten. In Ungarn und Jugoslawien ist dcr Stand der Wintersaaten günstig, dagegen ist die Entwicklung der Somimersaaten rückständig. Es -ist unzweifelhaft mit einer Ernteverziigernng zu rechnen. -Auch bei arns dürfte der Schnitt eine Verspätung erfahren, doch wird der Stand des Wintergetreides noch immer günstig beurteilt, allerdings müßte chestens ein Witterungsmnschwinrg eintr-eden, da die AUsveist der Pfla-rrzen sich nur bei w-arnren Wetter vollziehen kann. Die Tendenz der ge-stvigm Börse zeigte in Brotgetreide keine Aenderrmg. zumal der Mchlabsatz nicht die geringste Besserung zeigt. Sowohl -in Weizen, wie insbesondere irr KoM konnte umn wieder zu billigeren Prers-e-n ankomuren. Auch ln N'.'uem Getreide hielt sich das Geschäft in allevb-escheidelrstev Grenzen. Gerste ist nur in Futtevwäre befragt. Braugerste findet nur in besonders schonen Qualitäten Käufer. In der Slowakei selbst ist biie Tendenz fester, die Preise stellen sich auf 1^0 tschech. K. ab Station, ohne daß das Geschäft belangreichen Umfang zeigt. Mais ist sehr günstig gefragt. Die Tatsache, daß neue Bezüge sich mom.'utan unrentabel erweisen, verweist den Konsum zur Gänze auf. das hier lagernde Material. das kaum mehr reichlichen Umfang aufwe'ist. Die hier in Geltung stehenden Preise für Hafer hab.'n mehr Material nach Oiengezogen, wodurch die Preise eher ruhiger zu beur- -teileu sind. Bohnen liegen fest behauptet bei günstiger Exportuachftag-'. Das Geschäft ist belanglos, weil es an Material fchlt. Hirse ist besser gefragt, der Lokobedarf nimmt zu «unveränderten Preisen in Hirse und Brein Ware aus dem Markte. Die Tendenz in Rauhfntter zeigt keine Aendermrg. Nach wie vor überwiegt das -ungarische Offert. Das Mehlgeschäft wird weiter von der zweiten Hand beherrscht, welche 'die Mühlennotiergttgen unterbietet. Roggenmchle vollkommen vernachlässigt. Auch in Kleie laßt der Absatz viel zu. wünschen übrig. (£8 notieren pro Kilogramm ab Wien (exklusive der Pauschglwarenumsatzsteuer): Weizen inländischer 3500 bis 3600 K., bulgarischer 3700 K., Manitoba 4100 bis 4200 K., Roggen inländischer 2400 bis 2550 K., Gerste inländische 2500 bis 2600 K., tschecho-slowakische 2700 bis 2900 K., Futtergerste 2200 bis 2300 K., Jugomais 2650 bis 2750 K., Hafer 2750 bis 2850 K., Reis italienischer 7800 bis 8000 K., Burma 5300 bis 5400 K., Bmchreis 4200 bis 4300 K., Buchweizen 3050 Vis 3100 K., Hirse 2750 bis 2850 K., Hirsebrein 4800 bis 5390 K., Mohn 14.500 bis 15.200 K., Weißbohnen ungarische 3800 bis 4200 K., Kocherbsen ungarische 3000 bis 4000 K., Großlinsen rumänische oder russische 11.000 bis 12.000 K., Kartoffeln inländische .420 bis 450 K., Rollgerste fein 4400 chis 4600 K., grob 3o00 bis 3700 K., Malz rumänisches 4300 bis 4400 K., Malzkeime 1900 bis 2000 K., Biertrebern 1350 bis 1460 K., Wicke 2800 bis 3100 K., Zuckerrübenschnitten entlaugt 1700 bis 24. Jam 1923 Nr. 1569) -;-----—H 1800 K., Leinsaat 4200 bis 4500 K., Hanffaat 5300 bis 5600 K., Preßheu oberösterreichisches 1700 bis 1800.K. ab. Station, Preßbeu ungarisches 1100 bis 1200 K. ab Grenze, Stroh 'ungarisches 850 bis 950 K. ab Grenze, Schaübstroh 1200 bis 1350 K. ab Station, Weizengrieß inländischer 6400 bis 6600 K., Weizenmehl Nulter inländisches 6000 K., nngarifches 5300 bis 5500 K., (2.45 bis 2.55 tschech. K.), Brotmehl inländisches In .4600 K., Futtermehl la 2200 bis 2300 K., Roggenmehl inländisches Ia .4200 K., Weizenkleie inländische 1300 bis 1850 ausländische 1250 bis 1300 K., Roggenkleie 1300 bis 1360 K. Baumwollmartt. Nerv-Dork» 22. Juni. Baumwollzufuhren in den atlanü und Golfhäfeu 5000, im Innern —.—.Ausfuhr nach Großbritannien 1000, nach dem Kontinent 8000. Lokalmarkt miäälimr: ' —(gestern 28.50). Tendenz^ Unregelmäßig. Tenniue: Juli 27.68, August 26.86, September 25.80, Oktober 25.14, November 24.85, Dezember 34.65 Jänner 24.35, Februar —, März 24.29, April —, Mai Die Devisenkurse. Berlin, 23. Juni. (Devisenkurse.) — Amsterdam 47.181.- (53.266.50), Belgien 6384.- (7132.-), Christiania 20.147.50 (22.543.60), Kopenhagen 21.745.50 (24.388.50), Stockholm 32.119.50 (36.159.60), Italienische 6466.— (61-44.60), London 558.600.- (626.430.-), New-York 121.196.- (195.660.-),: Parts 7606.- (8354.-), Schweiz 21.745.60 *24.339.-), Spanien > 17.955.- (20.074.50), Wien 170.82 (193.61), Praa3640.60 (4084.50), - Budapest 13.56 (15.56), Sofia 1386.50 (1745.60), Belgrad 1376.80 (1546.—). Berlin» 29. Juni. (Notenkurse.) — Noten Dollar 121.296.- (136.258.-), Pfund 558.600.- (627.926.-), Italienische 5451.- (6084.60), Polnische -.- (128.-), Tschechoslowakische 3615.75 (4079.75), Oesterr. gestempelte 160.65 (189.50). Budapest» 23. Juni. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 3237 bis 3357, Bukarest 41.— bis 46.—, Kopenhagen 1480 bis 1540, Christiania 1372 bis 1432, London 38.110 bi» 39.310, Berlin 0.0680 bis 0.0760. Italien 372.-bis 392.-, Pari, 512.- bis 532.-, Prag 247.- bis 259.-, Stockholm 2190 bis 2290,' Zürich 1480 bis 1540,, Wien 0.1165 bis 0.1265, Sofia 106.— bis 110.-, Belgrad 94.- bis 98.-, New-York 8260 LiS 8560, Warschau 0.0740 bis 0.0820, Brüssel 437.— bis 457.-. Amsterdam, 23. Juni. (Devisenkurse.) London 11.77 bis 11.77%, Berlin 0.0020 bis 0.0021, Paris 15.82V, bis 15.871/,, Schweiz 45.72'/, bis 45.80. Wien 0.0035% bis 0.0036%, Kopenhagen 45.60 bis 45.80, Stockholm 67.60 bis 67.80, Christiania 42.30 bis 42.50, New-York 254.87 bis 255.25, Brüssel 13.47'/, bis 13.62'/,, Madrid 37.75 biS 37.95. Italien 11.55 bis 11.66, Budapest 0.02'/« bis 0.08%, Helfingfors 7.- bis 7.10, Prag 7.63'/, bis 7.67'/,. Warschau» 22. Juni. (Devisen.) Berlin 0.73, London 457.100, New-York 99.000.—, Prag 3000.—, Men 1.40'/,. New-DorK» 22. Juni. (Devisen.) London 461%., Paris 620.76, Berlin 0.07%, Mailand 460.75, Zürich 1793.-, Kopenhagen 1795, Stockholm 2662.-, Christiania 1663, Amsterdam 3921.—, Prag 299.75, Men 0.14%, Budapest 1'/„ Bukarest 51.—, Warschau 0.09%, Madrid 1484.50, Helsingsors 276.50, Brüssel 529.—, Kmada 2%6 unter pari, Brasilien 9455, Argentinien 3557, Belgrad 115.60. Anlässlich des XIII- ZionisteilkongreSSeS welcher am 6. August 1923 in Karlsbad seinen Anfang nimmt, werden wir im Rahmen unserer Hauptausgabe eine erscheinen lassen. Die Kongreßausgabe der „Wiener Morgenzeitung" wird eine ausführliches zusammenhängende« protokollartige Darstellung der Verhandlungen und Vorgänge am Zionistenkongreß enthalten. Verwaltung und Redaktion der „Wiener Morgenzeitung“ treffen alle Vorbereitungen, um die Berichterstattung aufs verlässlichste und rascheste durchzuföhren. Diese Vorkehrungen machen es möglich, dass der Leser ausführliche Berichte über den Kongreß in der jedem Körigreßtage folgenden, in der Früh erscheinenden Ausgabe vorfinden wird. Durch rascheste Expedition wird Sorge getragen; dass die Bezieher die Kongreßausgabe der „Wiener Morgenzeitung" vor allen in Betracht kommenden Organen erhalten werden. Die Kongreßausgabe wird 15 Nummern (vom 6. bis 19. August) umfassen. Als erste Nummer v^ird am 5. August — am Vortage des Kongreßbeginnes — eine KONGRESS-FESTNUMMER erscheinen, welche Beiträge zionistischer Führer über die Verhandlungsgegenstände des Kongresses und aktuelle zionistische Probleme enthalten wird. Für die Kongreßausgabe werden SONDER ABONNEMENTS unter folgenden Bedingungen entgegengenommen : Rfniuionraiofl rinf IfniinvnRsnonohilB Oesterreich: K 15»Ö00, Deutschland: Mk. 15>000» Jugoslawien: Dinar 20, Tschecho-Slowakei: DBZUyöPnilot! Ml MlllgiliDOlloydBI!. Kl. IO, Polen: poln. Mk. 15.000, Holland: holl. fl. 0.75, Schweiz: Frcs. 1.20, England: sh. 1.50, Italien: Lire 5, Amerika: Dollar —.25» Frankreich u. Belgien: Frcs. 4, Rumänien Lei 40, für das übrige Ausland: Schweizer Frcs. 1.20. Gleichzeitig mit den Bestellungen hat die Lieberweisung des Betrages zu erfolgen, da sonst die Versendung der Ausgabe nicht erfolgen kann. WM» Bestellungen werden von den Verschleißstellen sowie von der Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung“, Wien, II., Taborstrasse 1, entgegengenommen und müssen unter gleichzeitiger Lieberweisung des entfallenden Betrages bis spätestens 3. August im Besitz der Verwaltung sein. Der Geschäftswelt bietet die Koitgroßausgabe eine besondere, nicht bald wiederkehrende Gelegenheit, erfolgreich zu inserieren und neue« wertvolle Auslandsverbindungen zu erreichen. Bei Anfragen wollen Größe u. Erscheinungstage des gewünschten Inserats angegeben werden, wo dann äußerste Offerte erfolgt. Normaler Anzeigentarif Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung“, Wien, II.,Taborstraße Nr. 1-3 L= Telephone 44-0-38 und 43-3-19 OH 14

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