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Wiener Morgenzeitung · 1923-06-22 · Heft 1565 (22.6.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1565 (22.6.1923)
Date
1923-06-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Wiener Morgenzeitung Nr. E T»,^ Mr», Freiing „ kmm um ,.. ..Ol»»- -> ■■■' ’■ — ..*■■■"'*■■ * Eine Straßenfzene. Die Schrüftsiellerin Helene 'iStaf#«, WickeuibuMasse, geriet gestern. vorMttags mit ihrer Wirtschafterin in Streit, in dessen BerAnf sie die Wirt- Berin an den Haaren rieß, Lertratzte . und. in ein Ainmier indem sie sie einNerrte: Ae Wirtschafterin öffnete ein er und schrie gellend um HAfe und eö stand.zu bMrchten, da'' sie sich in die Tiefe stürzen wolle.' SichecheitMvache befreite die Iran. Das Puvliämn ncchm gegen Frau Kafka GtellnnK, sie wurde^dem Kommissariat überstellt nnd wegen Vetbvechens der GnschränLuna der perfönllichen Freiheit der StaaMniwaWhatft angezeigt. Die Aron hat leichte Vevletzungm «Etten. * Jüdische EltemversiniMUg 2V. Am 20. d. fand in tau Rümnen der B'MlschuLe. 20. Bez., Othmavgasse 46. eine GöieMveMnMl^^ Mt. Lehrer Heir^berg entwickle in foranvollmdoter Weise die Beidvntnng des HÄraifchen Schuiwerkes 'm Wien und betonte 'die WrchtWoit der Errichtimta eines Küldilschen Kinderigaritens im 20. Beqiirkk. Nicht übersehen dürfe man auch die bevMs in dieisam Jahre erreichten Gvfolge. Herr Dr. Kllaver sprach über die Wlwi des füdiischM Schu!lweisens, nur in wirklich Mten Mischen Schulten liegt die Gewähr einer vichtiKen EMeAvng der Kinder; eine Gchcchr eines chauivimistischen NaLionallismuS belstche sicherlich nicht, ebenso zeigen eine AnzM sehr bedmtender Männer, die WZ Wech' ten Talmuch Dhoochchullen heNvovgemrigen sind, am besten, dass die Mische Schule sicherlich nicht schade. MerNver-üiniMugen sind npitweindig. und eBvenlicheriweise bestehen derzait bereits in fast allen BeMkear solche, nur in den iudenreächsten Be- Arkkm', in der LeohoMtM und im 20. Bezivk. war es bisher nicht mvlMch. solche m schaffen. Die ante« Lehrer sollen vollauf UnterstützuM finden, unfähige, falls es solche gäbe» enffevirt tve-rden. Nach der Wahl eines vorbereiteMn Komitees mv BiMum eines Glterndewins 20 wurde die Bersammllnmg geschlossen. Die Damen SchneiÄmrsser, Lulstpyrter.'. Dendmann, Bvemerfftock. LenAerg und Herr MnaÄ werden schon während der Ferien die Vorbereitung für das. kommende Schulljail/r treffen. * Hochschule für Welthandel. Das Professorenkollegium der Hochschule für Welch anbei hat fitr die Studienjahre 1623/24 und 1924/28 den Professor für Wirtschaftsgeographie Hofrat Dr. H e i d e r i ch zum Rektor gewählt. Ms Prorektor wird Hoftat Dr. Josef Gruntzel fungieren. * D«Ko«tuaer Optlonsrverber» deren Gesuche abge» wiesen wurden, während das eine oder das andere Mitglied ihrer Familie die Staatsbürgerschaft erteilt tvurde, werden dringend stersucht, sich zur Entgegennahme wichtiger Mitteilungen bei der Geschäftsstelle des Bukowinaer Zentralverbandes in Wien,. 1. Bez., Salvatoraaffe 12, Fernsprecher 75-248 und 740, Klappe 83, einzusinden sowie an der anl Sonntag den 1. Juli um 9 Uhr vormittags stattfindenden Versammlung im Hotel Stephanie, 8. Bez., Taborstraße 13, teilzunehmm. , * Neue Telephonnummern. Die Annoncen-Expebltton M. Dukes Nachfolger A.-G., Wien, 1. Be»., Wollzeile 16, bittet ihre sehr geehrten Kunden, die neuen Telephonnumwern 78-6-70 Serie in Vormerkung zu nehmen. * Amtlicher Wetterbericht» Auch gestern blieb das Wetter noch stark veränderlich. In Wien wechselten kurze Regenschauer mit Sonnenschein. In den westlichen Alpenliwdern blieb eS starker bewölkt. Gegen vorgestern war die Temperatur wenig geändert. Die Zufuhr feuchter ozeanischer Lust auS dem Westen wird noch andanern. — Voraussage: Langsam fortschreitende Besserung, vor allem etwas warmer. Morgen wahrscheinlich noch veränderliches Wetter. * Eisige Wasserfälle nutz warmer Empfang eines Wieners in Amerika. Unter /diesen: Ditel lesen wir «in der New-Aovker „Ocean Ferrh": „Amerika in Ess innd Schnee" hätten einen Mten Titel gegeben für eiwrn Teil bex Reist', die Max Kellner, Leiter der White Star Line in Wien, im Jänner, Februar und Mtärz in den Vereinigten Staaten von MnevÄa rmd Kanada unternahm. Die nreiste Zeit seines Aufenthaltes hatte Herr Kellner kaltes Wetter «und weitaus am Mtesten war es bei den Niagarafällen, wo ihm Herr Founta'm E. Ward. Generaldirektor der Passageabteiklng der International Mercaniil.' Marine Cmnpany in Rew-Bork, die Naturwunder des Eises zeigte. Ein gutgelnWenes Bild zeigt die Herren Kellner und Ward vor einer Eiswand, die charakteristisch ist für die mosten Fälle im Winter. Herr Kellner wird sich Zeit,seines L.ibnis an einige Abenteuer erinnern, wie sie Über die gefährlichen Eisklippen ober und unter den Fallen turnten, die GiGöhk>j mit ihren Stalaktitenund Malagm'iten aufsuchtenund sich so die Zeit verkürzen. Wärmer aber als die gasrorenen Wasserfälle war die herzliche Aufnahme, die Herr Kellner auf ferner Nst'ise bei den Repräsentanten der Gesellschaft, der er angehort, fand. Hi.'rr Ward hat einen prosten Gskanntenikreis und, wenn er, Herrn Kellner überall so herzliche Ausnahme verschaffte, so ist dies ein Zeichen der iShmpathie für den Besuch aus Oest e rr e i ch. MntgeMch.) BMse Woche M Brüder SchMann! Infolge vorteilliaften Ankaufes großer Warenbestände ist das tvegeu seiner Kulanz Üestreuommierte Kaufhaus Brüder Schiff m a u n, 2. B e z., T a b o r st r a ß e 48, in der Lage, Waschwaren, Damen- und Herrenwäsche, fermer Leinsnwareu, Bettwäsche, Negenmäntel sowie , original englische Stoffe siir Damen und Herren in enormer Auswahl zu unerreicht billigen Preisen abzugebeu. Nachstehend einige Beispiele: Prima Webe. Chiffon ...... „ Streifgradl..... Bettzeuge. ........ Bettücher, 140 Zentinreter breit Matratzengradl. Blaudruck ......... Etamine in allen Farben . . Damenhemden... . Damengarnituren (dreiteilig) . Seideuiümver . .. Cretonyemoen (für Herren) . Unterhosen. Cpveredats.. . Englische Schafwollstoffe. . . Negenmäntel . ... . . . . pro Meter 11.000 K. 8.600 K. . 12.000 K. 8.800 „ 14.000 „ . st 12.000 K. 9.800 „ 19,800 „ \t ft 28.000 „ . „ „ 9.800 „ . // „ 7.900 .. 26.000 K. 19.800 „ * . * * i 98.000 „ ..... 69.000 „ > * »' ... 29.800 „ 18.000 „ « « « ♦ p * « 39.800 „ * » » » * * 0 * 46.000 „ » » 125.000 „ Seteilte, Bortriise und Betsammlnngen. ZeireMiß rachiBrigittena«. Morgen, 4Uhr nachmittags, im Bethaust, 20. Bez'. Trannfelsgajse 3, Vortrag Adolf V i n k a 8 «nd M. G e r st l. Themar »Die ^iele des Misracht." Gäste willkommen! »--Akademischer Verband Woale Zion. Heute, 8 Uhr abends, im jüdischen Arbeiterheim, 3.Bez., Blmnauergaffe l, Bortrag Mendel Singer: ^Die Aufgaben der poalezionMchen Weltkonferenz." Technisches Museum. Samstag» 3 Uhr nachmittags, FMmnaSvortrag von Ing. Dr. F. Sedlaeekr „Elektro- " Hnntag, 10 Uhr vormittags, im großen Lürsaal Lichtbildervorttag von Ing. E. Stelzer; Technischer Monatsbericht über neue Erkenntnisse und Erfindungen^. Vorftihrung der Ftlmauftrahme des jpcmensteinwttkes in Oberösterreich. — Mittwoch, 10 Uhr vormittag», im Hvrsaal FtlmvorMruug für die Wiener. Schulen: „Die Menev «Äraßenbahn", ein Ulm «ttsteht." ,.w. SPiittcUungeji atu dem Pitblttum. ^Anfang Juli erscheint:...^ ADOLF BOHM III. vollkommen neubearbeitete Auflage (Nach dem Stande vom 30. April 1923) // Mit einer Karte Preis für Deutschland und Oesterreich österr. K 9000 Bestellungen nimmt entgegen: Sammelstelle des Jüdischen Nationaifond, Wien, II., Zirkusgasie 33 im Bürgenland Ist sofort su libirmhinm Näheres; Restaurateur Zöllner, II., Hammerpurgstallgasse 7 im OesterreichischeS Musen m, 1. Bez., Stttbenrina. Sonntag sind die Samrnlungen einschließlich der Schaustellung ehemaliger Hostnobilien sowie die Larisch-Ausstellung und die Ausstellung der Neuerwerbungen der Bibliothek von 9 bis 1 Uhr geöffnet (200 K.), Bibliothek und Lesesale von 9 bis l Uhr (freier Eintritts Halb 11 Uhr: Führung durch die Sammlung „Gotische Plastik". Die Schaustellung der ehemaligen Hoftafel- und Silberkmnmer (Hofburg, Michaelertrakt) ist an Sonntagen von 9 bis 1 Uhr, an Donnerstagen von 9 bis 2 Uhr zugänglich (Inländer 5000 K., Ausländer 10.000 K., illustrierter Führer 8000 K.) Urania: Heute: Großer Saal: 6 Uhr: Zum ersten Male: Tiergeschichten. — Dornröschen. Halb 8 Uhr: Das Singspiel. — Die Nürnberger Puppe. — Me Hochzeit bei Laternenschein. — Kleiner Saal: Halb 8 Uhrr Hans Maurer: Kreuz und quer durch die Niederen Tauern. — Knr'Sf aalt Halb 7 Uhr: Oberstleutnant Edm. G l a i s e- Horstenau: Politische und militärische Geschichte des Weltkrieges. V. - K l u V1 a a l r Halb 8 Uhr: Prof. Dr. Richard K o r n: Nietzsche als Erzieher. IV.. tzmähmng. Die LebeMlmUeimSrkte. GemUe, das sehr gesucht ist, war gestem wieder reichlicher ««geboten. Kohl und Kohlrüben sind etwas im Preise zurückgeganaen. Eine Neuhett auf den Märkten waren Frühlartoffel onS Niedoröfterre ich, die aber nicht billiger waren als die italienischen Frühkartoffeln. Im Großhandel kostete ein Kilogramm 2000 bis 2100 K. Man muß erwarten, daß sich die nächsten Sendungen billiger stellen, da die enormen Frachtspesen, die die italienischen Kartoffeln verteuern, fast gänzlich wegfallen. Me Viehmätte iw St. Marx sind gut beschickt, auch die FleischankÜnste in der Großmarkthalls fielen günstig aus. In der Großmarkchalle wurde Schweinefleisch um 1000 K. pro Kilogramm billigtt. w<.vssv$Rii ar- *■ Sühne md Kunst. Kammerspieie. ^Gpetchen" mtt Erika Gkäffnsr. Diejse Groteske von Davis und L>i'Pschütz ist noch ebenso wiMmMoll, wie damals, Äs sie mit der Ruttersheim in der Titelrolle Furore machte. Erika GllSßnor, die Außerordentliche, fptc-lt das Gretchsn> autzerordemMch. Das soll diesmal nicht unbedingt eine Lolbpreifung sein, Stück, HaMung, Text, sind ihr Hekuda. Aber sie spielt ihr „Sketchen", sm nn'Mrndenes, frech'iichenswevteS Ding, das der vürgerffchen Moral, Wchltäterai, UntertänMit, Mveibervi «nd Gpicherei die Zunge zeigt. Sie ist diszdMnLoS, macht ans der Rolle was sie will — ober man kann Hr nicht böse fsm, trotz der Zirgabeu, Einlagen, Seitenspriüntze. Sie hat Geist, ist allen SMcken überlegen, die ihr immer bloß ein AMrß si-rch, toiM hmreißend mit ihrem Charme, ihrem ätzenden Witz und ihrer verruchten Mimik. Wenn sie iwr. efo Quäntchen Frische und Humor an ihren: Partner, Herr» Riedil, abtreten Könnte! Ausgezeichnet Frau Fraydrich und Herr Farkas, voll Vetdimst die übrig MAwlirkenden, % Barockmuseum. LHKeich es das Barock ist, welches der kimstilerischen ArchiitektMik des älteren Wen seine haupüsüchiliche Note gibt nnd ohgMch der Barockzeit i-n> der Kultnugchchichte Wiens m. breiter Raum gebührt, hat es bisher keim Stätte ge-' gehen, die dem Kunstfreund einen übevsichÄichen Bliü t'Mr das österwichiische Barock ermöglicht hätte. Di'che Lücke, ist npffmchr MchgeMt, seit dank der Initiative heimischer Fa Gent eim unteren Bchrcheve, dem Sommevsttz des Pvin-en EnMn, das Barockmwftum eröffnet wurde. In diesen Räumen war bisher beikarmMch die- „modevne Gallerte" in ichrÄangem Provfforilum MtergöLvacht und dies in einer Weise, die weder den auDestellten Werken, «och den> herEchen Räumen Genüge zu tun mochte. Nun, da die unttOMche Berbarrikadierung gewichen ist und die MuMe frei geworden sind, ist es erst möglich, die prachtvolle NaumLunst m bewundern, die sich hier in den mit Decken- und Wandgemällden, verschiedene,r biinstlerischeu ManervEeidungen und pWischen Dekorationen 'geschmückten - Wänden auslM. Atzrken verschiedener MnsAr, während der Bau sMst 'bekannstich eine SchUpffmy von Lukäs HMbrand ist. . In' dieises aristokratische Interieur sind Meisterwerke des österreichischen Barock, die bisher an den verschiedensten Stellen perstrent und vWsgch kaum, Lniaäuvit^ 22. Juni 1923 Seite 5 nisch eingesngt, und künstlerische Spavsamkeit hat. dafür gesorgt, daß mair^anm den Eindruck hat, sich in einer Sammlung zu frcifhubett. Die..Art der Aesamtaufftellung, welche überall auf den Raum Bedacht nünmtt, kann man schlechterdings als vordMich bezeichnen. Der ,Maue Saal" vereinigt verschiedene Vertreter des Wiener Barock. Unter diesen Gemälden fesselln namentilich die'Bildnisse von Martin van MeytenS, ein prächtiges FamMeMildnis von Kuhetziky und ein Porträt von Jakob van Schnippen. WetterK seien die dckvvatlven Tier- und Wumenstiücke von Franz Werner T a M m und die vergoldeten BwnyMsten Fran^ des Ersten nnd Maria Therelsias von F. t. M essers chmidt angeführt. Der rvlKende,/ÄroteÄewsaal", mit feinen phantas'ievollen und delikaten Wand- und DeüenmaLeveien ein Kunstwerk für sich, enthält eine Reihe interessanter Zeichrmwgen verschiedener Maler, eine interessante tmß> reiche Kollioklivn von Medaillen fowie eine schöne PlasM von Mattielli und einen feffelnden Entwurf von MerviNe für ein Denkmal Katharina der Zltmuiten in Blei. Die „Marmovgalerie", ein prächtiiyev Raum, in dem Weih mit Rot und Gold einen schönen ZusammeMang ergibt, während die Krönung der Saaldekoration ein plastischer „Triumph des Prinzen Eugen" im MtteffM der Decke bildet, enthält in den Wandnischen etliche Marmorstguren des vom Prinzen Eugen auö Venedig berufenen Bildhauers Donlenivo Parodi. Int Saale sMst ist eine Reihe von Plastiken Messerschmidts zu sehen, von denen namentilich di« Hartbleiftgur Maria Theresias im ungarischen KrötMugs-ornat und die cmsdru'kLvollen EhavaikterPlastiLen (der Griesgrämige, der SchaWnarv ustv.) erwähnt seien. Entzückend ist der „SpiegeffM", dessen Wände mit vergoldeten HichjvevtäsÄnngen und Spiegeln bekleidet sind. Das Mittelfeld der Decke zeigt ein Fresko mit der Darstellung von Luna und Endymion. Eine Arbeit von bemerkenswerter Feinheit ist die hier aufgestellte bacchische Szene von Grass>i. Das ,Maullpertschkadinett" enthält 18 Bilder dieses österreichischen Barockmalers, welche eine gute Charakteristik von MauGertsch' Malweise bilden, an den namentlich das Streben nach Farben« abtönung- und Hwnonie. bezeichneten. Die großen Gemälde im „roten Saale" (Troger, Mildorfer, Maulpertsch) wirken heute wohl recht kalt. Der ,/geMbe Saal" mit seinem reichen Jnnenschmuck bildet einen trefflichen Nähmen für die prächtigen Plastiken von Rafael Donn er, die wohl zu dem Bedeutendsten gehören, das die Sammilung auWwovsen hat. Im ,-gwßen Marmorfaäk" mit seiner Apothe.otse des Prinzen Eugen als Deckensresko. und den wichen architmt ou'schen Wandmalereien, durch welche der Raum wundervoll g-eWsdert wich, haben die Figuren zum Brunnen Donners auf dem Nmen Markt, ein Besitz der StM Wien, Aufstellung gefunden. In dem sich anschließenden Sffzzenkäbinett fesseln ein paar kleinere Arbeiten (Unterberger» Maulperisch); das MavmorkkMnett enthält drei Plastiken dop Balthasar Moll, der „grüne Saal" ist vornchmUch dem „K r e mse r Schmidt", einer der bedeutendsten Erlscheinungen des österreichischen Barock, gewidmet, der durch etliche wertvolle Bilder (Judith, Oipferung der Tochter Ichhtas, das letzte Abendmahl) gut rchräisentiert ist. AuS dem,-Ländschiaftenraum" .seien die feinen, zart getönten Gemälde von Christian Hi'lfgott Brand' und die Bildnisse van Christian B eybold besonders genaMt. So hinterläßt der Besuch dieiser neuen Sammlung, die so gar nicht den Eindruck einer „Galerie" macht, die schafften Erinnerung:.. Manches vergessene Werk erscheint hier ins gchührende Licht gestellt, ein GesamMerMck über eine reiche isterreichische Kunsteipoche wird hier geboten. Diese neue Sammlung bedeutet eine wertvolle Bereicherung des Mene» KutObestandes. —vu—. Borstandskrife bei den Philharmonikern. Vor ihrer Wreijse nach SüdaMvilla, die a>m 26. d. $x* foigcu wird, halben die WichaumonÄer auschemeud noch eiine V orst andskrise zu llbepstÄM. Nach MtteVungeu Mer LolaUorresPondcuz soll nämffch der Vorstand des Vereins der PH'.U>armouiker Pros. Mar kl in der heulte staGfiudenden Geueralvevsaimm'lul.tg demissionieren, da ihm der Ausschtiß F'Dinc Dispens von der GüdamerWa-Reise evte-A hat. Es scheint sich hier noch ünlrner um DMerengM wegen dieser Reist zu hrudeln. ' . Schubert-Abend Leo Slezak. Kammevsäuger Leo SlezÄ hat die DireWru der Sdaatsoper verstäMgt, daß er von seiner Irthisposition wieiderheMstellt ist, Iufoligckeffen wird der seil'her abgesagte Schubert-Abend im Reidautensaal Dor.- n orst ag den 23. d. mit dem beveiits früher veröffenOichten Programm staHiwden. Der Borverikans,findet an dep Kassen der BtindestlMtar, 1. Bez-, BrÄunerstraße. 14, zir den gewöhnlichen Preisen statt. Max Reinhardt hat m>it dem heutigen, Tage die Direktiou des Jostfstädter Theaters Mvrnammen. Die neue Dicektioin onstievi vorläufig tWich vor) halöb 12 bis halb 1 Ubr im JoseWdter Theater. . Aus den LheaLem. ' B n r gt h e a t e r. Morgen, 6 Uhr abends, „D i e V e r s ch w 8 r u n g d e 8 F i e 8 k o zu Genua". A k a d e m i e t h e a t e r. Morgen, halb 8 Uhr abends, „Das K o nz e r t". Volksoper. Heuts „Der T r o N b a d o u r" mit den Gästen Iauet Larson .als Leonore und Pedro Lafuente als Mamieo. Morgen, neu einstüdiert, „B o e c a c c i o". Neue Wiener Bühne. Donnerstag den 38. d. findet die Premiere des vierattigen Lustspiels „Der König tu Paris" hon. G. A. Catllavet, Robert de Fler» Md Emanuel Aröue statt. — Arnold Korff spiett die Rolle des Königs von Cerdagne. Die E x l - B ü h n e . bringt heute im A P l o», thvater Karl Gchönherrs Drama „D e r W zur Auffichrung. 90754^

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