Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1563 (20.6.1923)
- Date
- 1923-06-20
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980644--15148-3001948- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
WM «ELA» KäüiSwi «che _Men, Mittwoch_ Das Große Staatstheater hat in der abgelaufenen Saison zwölf Opern von vier russischen und drei ausländischen Komponisten in 123 Vorstellungen zur Aufführung gebracht, darunter drei Premieren: „Aida", ,Lohengrin" und „Eine Nacht vor Weihnachten" von Rimsky-Korssakow. Die wundervolle Inszenierung der „Aida", in der sich Schönheit Stil, Farbenpracht und monunlentale Einfachheit vereinigten, dürfte alle Aufführungen dieser Oper in Westeuropa übertroffen haben. Das kann man aber nicht von ,Lohengrin" be-. baupten, desien Milieu Utld Kolorit die Regie nicht genug berücksichtigte. Besonders erwähnenswert ist die glänzende Leistung des hervorragenden Künstlers Miga, desien Telramund die höchsten Ansprüche befriedigte. Im allgemeinen verfügt das Große Staatstheater über eine Reihe von Künstlern, unter anderem die Frauen Njeschdanowa, Djerschinskaja und Obuchowa und die Herren Pjetrow, Sawransky, Sobinow und Miga, die einem jeden Theater zum Ruhme gereichen würden. Das Simin-Theater hat ausschließlich Neuaufführungen gebracht, nämlich 21 Opern von sieben rusiischen und elf ausländischen Komponisten, ohne daß es über nötige Dekorationen und entsprechende Requisiten verfügt hätte. Diejse Vergeudung von Kräften gestattete nur eine ungenügende, mangelhafte Vorbereitung, so daß die Erstaufführung recht häufig nur den Namen einer Generalprobe verdiente und die Oper erst nach mehreren Wiederholungen richtig studiert war. Insgesamt wurden 181 Vorstellungen gegeben. In der nächsten Saison wird sich das Simin-Theater lediglich der Vertiefung und Vervollkommnung der bereits aufgeführten Opern widmen. Im Neuen Theater, das eine Zweigabteilung des Großen Staatstheaters ist, wurden nur fünf Opern herausgebracht, alle von ftemden Komponisten. Insgesamt fanden 51 Vorstellungen statt. Ein herrlicher Abend, eigenartig und künstlerisch vollwertig war die Aufführung von „Rigoletto" unter Leitung von Petrowsky. Ganz hervorragend und in der Geschichte der Oper ohne Zweifel bahnbrechend sind die sogenannten „Studien des Großen Staatstheaters", die schon das dritte Jahr der berühmte Stanis lawsky leitet. In der ganzen Saison wurden nur zwei Opern gespielt: „Eugen Onegin" von Tschajkowsky und „Weither" von Maffenet. In beiden Aufführungen wurde nicht nur auf Musik und Gesang, sondern, auch auf die Schauspielkunst das größte Gewicht gelegt. Mimik, Bewegungen, Tonfall, 9iuancen, die ganze Inszenierung — alles trug den Stempel erschütternder Wahrhaftigkeit. Hier war kein Sänger, der vor die Rampe tritt und mit pathetischer Geste das Publikum um Liebe cmfleht, während seine unglückliche Partnerin ihre Schleppe richtet und den Wink des Souffleurs abwartet. Aufpeitschende Leidenschaften, qualvolle Schmerzen, belebende Hoffnungen, versengende Schnsucht, auflachende Freude — das wirkliche Leben wurde hier dargestellt. Wer das Glück hatte, einer dieser Aufführungen beizuwohnen, wird sich ihrer noch in späten Jahren erinnern. - Um sich ein lückenloses Bild der abgelaufeneu Saison zu schaffen, muß man noch die G eis amtlei stun g berücksichtigen. Insgesamt wurden in allen drei Theatern 31 Opern von neun russischen und zwölf ausländischen Komponisten in 878 Vorstellungen aufgeführt. Den Rekord schlug Verdi. Vier seiner Oper gingen 67 mal in Szene. („Traviata" und „Rigoletto" je 22 mal, „Aida" 21 mal und „Troubadour" 2 mal). Den weiten Platz nahm R i m s k y - K o r s s a k o w ein, dessen Opern 44 mal gespielt wurden. Dann folgen mit sinkenden Aufführungsziffer:: Tschajkowsky, Massenet, Bizet, Halevy, Rubinstein, Dargomyschsky, Wagner, Meyerveer, Rossini, Auber, Naprawnik, Jppolitow-Jwanow, Puceini, Mascagni und Leoncavallo. Außerdem hat noch das Simin-Theater anfsallenderweise siebenmal Offenbachs „Ritter Blaubart" gegeben. Das diesjährige Repertoire der russischen Opernbühnen weist im Vergleiche zum Vorjahre eine große Reichhaltigkeit in der Auswahl der Tonwerka auf und eine Abkehr von der bisher jso beliebten Phantastik macht sich deutlich bemerkbar. Wiener Gastspiel der Aotter-Bühnen. Der Direktion des Carl-TheaterS ist es gelungen, die Berliner Rotter-Vühne, das fiihrende deutsche Theaterunternehmen, zum ersten Male für ein Gastspiel in Wien zu gewinne::. Die Rotter-Bühnen kommen nach Wien mit der großen Berliner Theatersensation, dem Kaiser-Wilhelm-Bismarck-Schaufpiel „Die Entlassung" in der Originalinszenierung des Berliner Residenz-Theaters. Das Gastspiel der Berliner Gäste beginnt am Sonntag den 1. Juli. Tine griechische „Oedlpus-Aufführung im Akademie. theater. Auf vielseitige Anregung findet mit Unterstützung deS Bundesministeriums für Unterricht am Mittwoch den 27. d., 3 Uhr nachmittags, im A k a d e m i e t h e a t e r, 3. Bez., Lifztstraße 1, eine Wiederholung der mit größtem Erfolge vom Bundesgymnafium in Wiener-Neustadt im dortigen Stadttheater aufgeführten Tragödie „K ö n kg O e d i p u s", im g r i e ch i sch e n Originaltext, mit stilgetreuer Musik, statt. —- Aus den Theater«. Operntheaterr Die Fr e tt a g-Vallettvorstellung wird dahin a b g e ä n d e r t, daß statt „Scheheraz a d e" das neu einstudierte Ballett „Klein-JdaS Blumen" zusammen mit „C a r n a v a l" und „Josephslegende" gegeben wird. Burgtheater: Morgen, 7 Uhr, „Einen Jur will er sich mache n". Akademirtheater: Morgen, halb 8 Uhr/ „D e r g «t e K S n i g". Bolksoperr Heute „M o r a x t" mit Hans Duhan a. G. — Morgen „HoffmannsErzählunge n". I o h an nS traust-Theater: Vor den Ferien finden noch, zehn Aufführungen der Operette „Katja, die Tänzerin" statt. Die E xl-B üh n e bringt heute im Ap o llotheater als sechsten Abend im Zyklus österreichischer Volksschriftfteller davieraktiae Volksstück „Pater I a k o b" von Karl Morre zum erste« Male zur Aufführung. _Wiener MorgerrzeUung._ Serichtssaal. -er dritte Tirra-Proreß. Budapest, 19. Jmvl. (Töl. der ,FLr. Movg-nzziturg".) Bor der SöniOchm Tafel hat gestern düe BorivfiMgSverhandlung in dem Prozeß wogen der am 31.' Oktober 1918 erfolgten Ermordung des Grafen Stephan Tisza bagoimen. Es ist dies die dritte BervanldÜung in Wafer Affäre. Ursprünglich war im August 192V Vier Soldaten, die der Teilnahme am Mord angeklagt waren, der Prozeß gemacht worden. Einer wurde fvetigesprochen, die anderen drei, Dobo, ^tanykovsky und Oberleutnant Hüttner, wurden verurieiü. D0bo und Hütttier sird im Kerker gestorben. Dann wurden vom MMtärgericht die Gendarmen Siephan Rakoezi unid Genossen, die Tisza nicht genügend geschützt hatten, zu hohen Kerkerstrafen verurteilt. Am 18. April 1981 begann dann vor dem Budapester Straf,geöichtshoif der Prozeß gegen -die angeblichen Anstifter zum Morde, die PMiMten Paul Kery urw Ladislaus Fenyes rvnd den gotvesenen Ministerpräsidenten Stephan Friedrich sowie gegen den chemakigen Oberleutnant Ladislaus Lengyel und die beiden Agenten Marzell Gär-tner.und Engen Vago, fck.öer Mittäterschaf', beschuldigt wurden. Nach viermonatiger Verhandlung wurde die Anklage gegen Stephan Friedrich fallen gelassen. Im Laufe der Schlußreden ließ der öfse:-.t>."iche Ankläger mich die gegen Ladislaus Lengyel echobene Anklage fallen. So blieben nur vier Personen unter Anklage. Von di-e'en verurreilie der Gerichtshof den Angeklagten Paul Kery wegen AuMtung zum Verbrechen des Mordes zum Tode, den Angeklagten Marzell Gärtner wegen MiMerschast zu vierem Jahren Zuchthaus. Fenyes mid Vago wurden ftergesprochen. Der öf-feEche ArÄäger appellierte gegen die Freffprechung Fenyes^ nahm aber die Freijprechnng Vagos zur Kenntnis, so -aß nun auch dieser Ar «Magie aus dem Prozeß ausschied. Kery wurde in: Woge der Austauschaktion mit -anderen verurteilten Politikern und Kommunisten nach Rußland ansgelieser:. Somit verÄÄriben ftir die Appelbationsverha-M-un-g nur der verurrerlte Marzell G ä r t r-e r und der freigasprochene Ladislaus F enyes.als Angeklagte. Für diesen Prozeß sind sechs Tage in Aussicht genommen. Der Angeklagte Ladislaus Fenyes. der bekannte vadikäldcmoktat'ische Journalist, teilte/bei Abnahme der Generalien aus die Frage nach seiner Rsliigion mit, er 'er von Geburt reformiert, fei jedoch währertd der LerhaMttmg . des Tisza- Prozesses aus dem Verband der kÄvinischen Kirchengeme'inde ausgeschlossen worden. KinSesnurd über Anstiftung der Mutter. Pet-ronella Mar«sch, welche drei BoMchulklasien in BGHmen besucht hat, aber weder-lesen noch schreiben kann, IM« seit 1918 mit dom Mmvevgchiistn Thomas Rei-ter ir.> gemainsamem Haushalt und gebar im Juni 1919 ein Mädchen. Sie behielt das Kind mrsangs bei. sich, als aber die No: sie zwang, dauerndem Erwerb nachgugehrn, wollte sie das Kind -unterbringen, faiD aber keinen Kostplatz. Anfangs Juni 1920 fuhr sie mit dem Kinde zu ihrer Mutter, der Bergmanns- Witwe Anna Marüsch nach Zanzecz im Böh.norwÄd und kehrte nach 14 Tagen ohne Kind zurück. Ihrem Lebensgefährten, der sie später ehelichte, teilte'sie mit, das Kind sei. in einorn Krankenhaus gestorben. Er antwortete, wie die Mavesch angab: „Js ka. Scheid'. not." Nach zwei Jahren erst wurde von der Gendarmerie ftsbgestellt, daß Potronella Mawsch-RMter und^ ihr? Mutter das einjährige Kind ermordet und ur-ter einem Baum vergralben hatten. Gegen die Frau Mid ihre Mutter wurde die Anklage tvogen Kindesmordes erhoben. Das Verfahren gegen die Mutter ist beim Kveisgericht Pisek anhängitz, Peitwneüa Reiter/die durch ihre Hoirat Oesterreicherin wurde, hatte sich'vor dem: Wiener /Schwurgericht gestern zu verantworten. Die VerhaMung ergab das heute schon üMche Elendsbild. Die Angeklagte deranttvoLtete sich damit, sie sei von ihrer Mutter zu der Tat augestiftet worden; die Mutter habe zu reden angesarvgen, es wäre besser, wenn dä.s Kind stürbe. Der vor/ Krankheit und Not verdnmpsten Angeklagten, der das Elend in ihrer Ehe von Angen stand, lvuchtete das ein, was die Mutter sagte und sie leistete keinen Widerstand gegen den *Anrchz zum Verbrechen. Die Geschwornen beantworteten die Hauptfrage aus Mord mit 1-1 Nein gegen 1 Ja. Die Eventualsrage ans entfernte Mitschuld am Moride wurde mit 8 gegen 4 Stimmen bejaht. Die Geschwornen baten in einem büsonideren Zusatz mit Rüasicht aus die Notlage -der Angeklagten -um besonder« Milde des Gerichtshofes. Dieser erkannte auf einelnhalb Jahre schweren Kerkers für Petrorrella Reiter. Sie nahm das Urleiil ruhig es.tgogen und hielt sich Bedenkzeit offen. Ein Rohling/ Der Kutscher Franz Posch geriet im Wirtshaus -mit dem Joses W'ieslböck in Streit Md sie begannen zu raufen. Dalbri verdroß es -ihn, daß Wiesböck gegen die Schläge, die ihm Posch veräbreichte, KicmAch unempsindlich Weib. Daher tauchte er seine Finger in Wasier und hieraus in das Salgfaß urd steckte dom Posch die sailzigen Finger in die Augen. Mesböck schrie vor Schmerz ans und hatte Angst, zu er- Wnden. Ms ein'ige Gäste r«ach diesem Vorfall ans Posch einzuwivken versuchten, von Wiesböck aibzulasien, bomb-ardierle er sie mit Biergläsern. Der Rohling hatte sich vor dem Bezirksgericht Fünlshaus zu verantworten und wurde im Hinblick daraus, daß die Augen Wiesböcks keinen Schaden erlitten hatten, mix zu 100.000 K. Geldstrafe, eventuell 48 Sttvrrden Arrest verurteilt. SV. Juni 1928 Nr. 1663 Bollswirt. Eestempette Krone Anszahlung Wien In Zürich notierte QMWU Centimes. 0.0078 V2 Sentimes. die österreichische Krone . . 0.0078*/, o 8 M am 18. Jmi) die öftere, gestempelte Krone 0.0078», ( 0.0078V» am 18. Juni) die tschechische Krone . . . 16.71 (16.69 am 18. Juni) die Mark.. 0.0040 ( 0.0040 am 16. Juni) $oflcmb 218.65 (218.30 am 18. Juni) New-Jork. 556.75 (666.75 am 18. Jllüi) London . 25.78 ( 25.68 am 18. Juni) Paris . . . .. 34.75 ( 34.70 am 18. Juni) »»»,»»,, 25.25 ( 26.40 am 18. Juni) Belgrad. 6.25 ( 6.10 am 18. Juni) Bukarest.. 2.75 ( 2.75 am 18. Juni) Sofia.. 7.20 ( 7.10 am 18. Juni) Budapest. 0.07 ( 0.07 am 18. Juni) Warschau ........ 0.0040 ( 0.0150 am 18. Juni) Sie Jevisenpreise. Die Reichsmark Oeld Kurs vom Ware Geld 18. lnlli Ware 4 27810.- 27910.- 27780.- 27880.- 6 807.— 899.— 777.— 779.- 6 807.— 8 9.- 777.— 779.- 8 0.455 0,495 0.445 0.485 4'!, , 3684. - 3696. 3744. 3756.- 6 7.70 7.8o*) 8.32 8.42 6 349.- 35t.- 349.- 351.- 5 11585.- 11615.- 11635.- 11665.— 5 12545.- 12575.- 12485,- 12 >15.- 3 327500.- 328100,-326900.- 327501.- 5V. . 10335- 11365.— 10335.- 10365.— 6 3211.- 3219.- 3211.— 3219.— 4 70985.- 71135.- 70985.- 71135.— 5 4369.— 4381.- 4394.- 44(6.— 5 2127.- 2133.— 2125.- 2131.— 7 V, , 929.- 83!.— 924.- 926.- 4*1 , 1863.3.- 18670. — 18630.- 18i.7').- 6 0.46 0 80t) 0.62 0.56 3 12745.7- 12775.- 12740.- 12770.— 7r650.- 70953.- 70650.- 70950.- 70550.— 70850.- 70550.- 70850.- 3625.- 3655.- 3685.- 3715.- 908.- 912.- 898.- 902.- 838!- 892!- 878!- 882.'- 12410. - 12470. - 12340. - 12400.- 0.44 0.52 0.435 0.515t) 326800.- 325200.- 32 6!0.— 325000.- 4340.- 4335.- Starke Senkung der Devise Warschau. unverändert. In Z ü r i ch blieb die DeviseBerlin unverändert. Hingegen ist die D e v i s e W a r s ch a u um 20 Prozent von 0.0150 auf 0.040 gesunken. In Berlin haben die ftemden Devisen starke Schwankungen durchgemacht. So notierten das Pfund 643.387 gegen 680.793 am Vortage. Der Dollar blieb unverändert. .Die österreichische gestempelte Krone notierte 212.45 gegen 201.75. In W i e n stieg die L e w a von 898 auf 908. Auch die Reichsmark besserte sich von 43.50 auf 44 Heller. Hingegen fiel der f r a n z ö f i s ch e F r a n k e n von 4345 auf 4310. Nachstehend die offiziellen Notierungen: Gle'ringkursc der Osterreictiisctaen Hationalbank vom 19. Juni 1928. , Devisen (Schecks und Aus- Zahlungen) fuß Amsterdam t. 1 holl. Gulden Agram 1 jug. Kronen . . . Belgrad I Dinar ..... Berlin 1 deutsche Reichsmark Brüssel I belgische Francs . Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest I Lei. Chrlstiania I norweg. Kronen Kopenhagen 1, dänische Kronor London t Pfund Sterling , . Madrid I Pesetas . . , . . Mailand 1 Lire. New York I Dollar.j 4 Paris I Francs.. Prag I tschecho-slow. Kronen . Sofia 1 Lewa . Stockholm t schwedlscheKronor . Warschau 1 polnische Mark . , Zürich 1 schweizerische Francs . Nöten Amerikan. Noten v. 5 Dollar auiw. , » kleinere . . . Betglsctfe Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva . an 100 , . » n kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner » , Deutsche Noten zu 1000 Mark. , ■ an 100 a ' * » n n kleinere. . . . Engl. Noten von 5 Livre&t. auiw. „ n kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire auiw. „ „ kleinere . . . Jugosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar a a a a 100 a a a n kleinere . » Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. „ „ kleinere... . . Rumänische Noten zul000u.5001.e) » » kleinere ... Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel a Ban 100 b a a a kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Prancs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.lOOOaufw. n , kleinere . Ungar. Noten (neue Eni.) zu lOOOKr. , , zu 10.000 Kr. , . , a , kleinere ... » . *) Aus Auslandsabgaben nur 50% übernommen, t) Da gerichtsweise der TeviseHandel in Polen eingestellt, konnten die Bedarfsanmeldungen nur mit 50°/, befriedigt' werden. Der Sturz der polnischen Mark. Aus Warschau schreibt man uns: Das unaufhaltsame Fallen der polnischen Mark hat in der Bevölkerung lebhafte Unruhe erzeugt, die sich nicht bloß im Parlament, sondern auch in der Presse widerspiegelt. Die Presse, sofern sie nicht ganz rechtsstehend ist, weist auf die politischen Ursachen des Marksturzes hin, insbesondere darauf, daß der Demission PiPtdskis im Auslande große Bedeutung beigemessen wird, um so mehr, als. die heutige, vorwiegend den Rechtsparteien entnommene Negierung durch, den von diesen Parteien bestimmten nationalistischen Charakter der Wirtschaft im Auslande nicht als fördernd für die Entwicklung Polens angesehen wird. Hauptsächlich maßgebend, für den Fall der Valuta sind jedoch die finanziellen Verhältnisse. Polen hat keine Goldvaluta und der Notenumlauf vermehrt sich vor allem infolge der unrichtigen Exportpolitik, welche Lebensmittel ausführt und Luxusware wieder einführt. Ferner wird darauf hingewiesen, daß die Deviisenpolitik der Negierung, welche, wie in Oesterreich, gerade in der Zeit, als fremde Valuten benöttgt wurden, einem großen Teil der Bankhäuser und Wechselcoms:- toire das Devisenhandelsrecht entzogen und es einigen privilegierten Firmen übertragen hat, dem Stand der polnischen Mark besonders abträglich wurde. Als man diese Verordnungen zum Teile wieder aufhob, war cs schon zu spät, da der Bedarf an ausländischen Devisen immer größer geworden war. Dazu kommt noch, daß der Dollar und andere Äuslandsvaluten stündlich steigen, da in den privilegierten Devisenbanken keine Devisen zu erhalten sind. Die Fabrikanten und Kauflrute, die 325300.- 3255-30.- 4310.- 2766 V.— 3177.50 3157.50 796.- 786!- 11450.- 27860.- 3192.50 3172.50 800.- 790.— 11510.— 27630.— 3177.50 3157.50 767.- 758!- 11500.— 326200.- 326M-0.- 4365.— 27830.— 3192.50 3172.50 771.- 762!- 11560.- 0.40 0.48 0.45 0.53 0.35 0.43 0.40 0.48 361.— 363.- 359.- 361.— 341.— 343.- 339.- 341.- 18420*.- laiöü- 1842.1 18500*.- 12650,- 12710.- 12645,- 12705.- 10210.- 10270.- 10210.- 10270.- 2110.- 2120. - 2108.- 2118.— 2105. - 2115.- 21(3. - 2113.— 6.90 7.10 6.90 7.10 ^85 ~6!85