Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1562 (19.6.1923)
- Date
- 1923-06-19
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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®Äfc 8 Wiük, MnlÄklA hin- und herpendM, und sich, da sie in der Kunst Schiffbvuch leidet, für ihren Graf«: entscheidet, ist ein cbenfo bMger Linfall wie die Tournee nach Dollarien und der sprechende Mnd. — An der Stirnseite des Büvgerthoaters Drangen goldene Worte von der echten Kunst und aus der Bühne singt awm die Verse: „Sie haben die schönsten Beim, mein Fräulein, das genügt" oder „die Hauptsache ist die Hopserei"... Die schönste:: Beine von Elly Kre-ilh, die so reizend;u hopsen und zu tanzen versteht, hatten auch teil an dem starken Erfolge. Grete Holm, die NnvcrwüsWche, toar in stänzender Laune und im Bollbe>fitze ihrer schönen Stinvme, sie Herren Krön egg und Norden — letzterer auch als Regisseur recht verdienstlich —, Zeis'l und Wurms er, hanfchnlz und Schöpfer spielten und sangen in edlem Wettstreite. Der Komponist darf mit der Aufführung zufrieden -ein. stb. , Die ,,Geisha"-Auffiihrung im Belvedere-Park. Auf der Freilichtbühne im Belvedere-Park findet morgen Mittwoch die nehrfach verschobene erste „Geisha"-Aufführung statt. Zu dieser Vorstellung haben nur Karten mit dem Aufdrucke „erste >Geisha"--Aufführung" Gültigkeit. Beginn halb 11 Uhr abends, rnde gegen 1 Uhr nachts. Stach Schluß Sonderverkehr der Straßenbahn. Frankfurter Musikwoche. Unter der künstlerischen Leitung >on Hermann S ch e r ch e n findet gegenwärtig eine groß angeegte musikalische Veranstaltung zu Frankfurt statt, und war sieben Kammermusikkonzerte, die zum größten teile Uraufführungen enthalten, ansonsten Tonstücke moderier Komponisten, die in Frankftlrt zum ersten Male' aufgeührt werden. Unter anderem enthält das Programm Arnold schönbergs „Tie hängenden Gärten" und seinen a capellalhor „Friede auf Erdm", ferner Ernst Kochs Tonstück für Tenor und Kammerorchester „Tie chinesische Flöte" (Uraufiihrung), neue Tondichtungen von Paul Hindemith. fünf Sesänge mit KarnmerorHester von Franz Schreck er. Zum irsten Male wird auch Bmsonis „Fantasia contrapuntisttca" n der neuen Bearbeitung für zwei Klaviere zu Gehör gebracht. ,/Die dunkle Stadt", ein mystisches Drama von Ernst Sa cm ei st er, hatte bei der Uraufführung in Stettin starken Erfolg. Der Held der Tragödie, die m klangvollen, altertümeln- >en Versen geschrieben ist, nimmt den Kampf des Geistes gegen nittelaltuimhen Ungeist auf und stirbt auf dem Scheiterhaufen. Am den Theatern. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr, „Cyrano von Zcraerac". . Akademietheater. Morgen, halb 8 Uhr, „Die }rau von vierzig Jahren". . ' Operntheater. In der heutigen Vorstellung des Dperntheaters „Violanie" singt Herr Schubert zum ersten Nale in Wien die Partie des Alfonso, gleichfalls zum ersten Male singt Fräulein Geiersbach die Titelrolle, der Simone ft Herrn Duhan übertragen. Musikalische Leitung Herr Alain. Der Oper folgt das neu einstudierte Ballett „Klem-Idas Blumen". — Frau Elsa Alfen gastiert im Operntheater am Donnerstag als Brünhilde in „Siegfried" und am Sonntag ils Brünhrlde in der „Götterdämmerung". — Kapellmeister Siemens Krauß von der Staatsvper ist von der Leitung der -noch die Wiener Tribüne, Konzert-, Theater- und Verlags» ichellschast geplanten Aufführung der 8. Mahler-Symphonie urnckgetreten. . „. . , v .. Bolksoper. Heute „Tannhau, er". Als Etüabeth ,astiert Fräulein Jannei Larson Dom Covent-Garden-Theater n London. __ . . „-r Deutsches Bolkstheater. Dre heutige Urauffuv-!una von Hölderlins nachgelassener dramatischer Dichtung Der Tod des Emvedokles" in der Bearbeitung und Einrichtung von Wilhelm v. Scholz mit Ludwig. Wüllner als Lmpedokles beginnt um 7 Uhr. - Das Johann Strauß-Theater beabsichtigt für rie kommende Spielzeit Neuinszenierungen der Operetten „Girofle-Girosla" und „Mamsell Angot" von Zecoeqn. . __ Gerichtssaal. Bon der Mutter ermortzet. Therese Lackner, die, tote wir in unserem gestrigen Blatt berichteten, wegen Ermordung ihres Kindes vor den Geschworn-en stand, gibt an, daß sie seit dem neunten Lebensjahre in Dienst sicht. Bon ihrer Dienstgeberin hat sie für das Kind Lebensmittel erhalten. Bors.: War es für das Kind genug? — An geil.: Ja, aber für mettren Schwager und seine Familie nicht. Ans weiteres Befragen des Vorsitzenden sagt sie, daß das Knd gssuttd war und daß sie es sehr gern hatte. . Die Arvgskla^e schÄdert dann, wie es zu der Tragödie gekommen sei. Ihr Schwager hckbe in sie gedrängt, den Namen Kmdesvaiers zu .nennen. Die habe sich jedoch getveiyevt, den Namen zu verraten. Die Angeklagte erzählt swckenld, sie sei zu der Schwester gekommen, halbe sich das Kind und die Sachen geben lassen, ohne daß sie gefragt wurde oder gesagt habe, Inas sie jetzt mite dem Kind machen wolle. Dann sei sie mit dem Kind zur ,LauWd" (Patin) gegangen, damit ,/sie das Kind noch einmal sieht". — Vors.: Da hüben Sie also schon die Absicht gehabt, das Kind zu töten. — Die AngeUagte weint und flüstert eMich: Ja. Sie schildert dann die Tat selbst. Sie habe dem zweieinhatlbljährigen Kinde Nase und Mund mit der rechten Hand zu ge halten. An die Einzelheiten will sie sich jetzt nicht mehr erinnern können, in früheren Verhören hat sie aber gesagt, es habe sieben Minuten gedauert. Dann ging sie zur Taufpatin zurück, urd in dem Dorfe entstand eine Aufregung, weil man den Verdacht hatte, daß sie den: Kinde etwas angrtan habe. Tags darauf wurde sie .verhaftet und legte bei der Gendarmerie ein volles Geständnis ab. Der Vorfitzerrde versucht, die Angeklagte heute dazu^zu bringen, den Kindesvater zu nennen. Aber sie weigert sich nach wie vor. Sie habe ihm schwören müssen, seinen Nomen nnhr zu nennen uns es habe ja sowieso keinen Zweck mehr. Die Geschwornen bejahten einstimmig die Schuldfrage auf Mord, worauf der Gerichtshof die angeklagte Therese Lackner zu acht Jahren sckweren Kerkers verurteilte. Der Verteidiger hielt sich Bedenkzeit offen. Nach der Verkündigung des Urteils schrie die Angeklagte verzweifelt auf, fiel tveincnd ans die Bank nieder und schluchzte ummterbrocheii, bis sie aus dem Saale gefiihrt wurde. Wiener Morgrnzettimg. 19. Fm>t ms_- " 9h. lMi Gestempelte Krone --- 0.00787, Centimes. Auszahlung Wien --- 0.0078-/, Gentimer. In Zürich notierte Me österreichische Krone . . v.0078'/g(V.6078Vs am 16. Imst) die österr. gestempelte Krone 0.0078ff,( 0.0078'/, am 16. Juni) die tschechische Krone . . . 16.69 (16.66'/» am 16. JMi) die Mark ........ 0.0046 ( 0.0049 am 16. Juni) Holland. 218.30 (218.20 am 16. Juni) New-Aork. 556.75 . (556.75 am 16. Juni) London. 25.68 ( 25.68 am 16. Juni) Paris.\ . . 34.70 ( 35.10 am 16. Juni) Mailand ........ 26.40 ( 25.62 am 16. Juni) Belgrad......... 6.10 ( 6.10 am 16. Juni) Bukarest 2.75 ( 2.80 am 16. JMi) Sofia. 7.10 ( 7.25 am 16. Juni) Budapest. 0.07 ( 0.07 am 16. Juni) Warschau 0.0050 ( 0.0065 am 16. Juni) Helmg'snnden. Von Dr. Heinrich Schreiber. Die Auflösung des Reiches tvar das Signal für oiren gewaltigen Aufbruch des FinanMpitals. Nicht daß es land- Mchtig der Heimat 5>ett Rücken kehren mochte; selbst die Steuerflucht hatte, wenn man nicht gerade demagogischen Berechtigungen traut, nicht allzu flinke Beine. Allein die Politische Neuorientierung hatte fügsich auch die wirtschaftliche und finanzpolitische Neuordnung, man nennt sie richtig auch „Umgruppierung", im Gefolge. Dazu trat die Verschiebung in den GeEwerhältnissen mQ die Veränderung der Währungen. Zwei gewichtige Ereignisse wirkten derart elementar zusammen: der Umsturz und der GeWsturz, so daß dem Zusammenbruch der Aufbruch ausgescheuchter Kapitalsinteressen auf dem Fuße folgte, der sich in einer maß- und regeWosen Abwanderung anflostc. Zusammenbruch der militärischen und kapitalistischen Front traf aufeinander, die Heeresmassen und Kapitalsmassen fluteten ab und strebten auseinander und es dauerte beträchtlich lange, bis in diese Bewegung Ordnung kam und länger noch, bis sie abfttltete. Zwischendurch schob sich außerdenr der Ausverkauf und Aufkauf ffrupellloser Profitsncht, die cm: Herde der neustaatlichen Auseinandersetzung und der finanziellen Umschichtung ihr Süppchen kochte und den:. Wandertrieb diese Nahrung reichte. Das Wandem ward der Aktie Lust. Gar manche lief auf diese Weise auf und davon über die Grenze, der enggewordenen Heimat, gar manche taumelte von öiner .Hanld in die andere, um die Wonnen der Fremde auszukosten. Es scheint aber, daß manche Aktie, die leichten Sinr.es abgetvandert war, genug bekommen hat und vom Heimweh gepackt fft. Mannigfach hört man die schwermütige Weise eÄlingen, „in der HePrat ist es schön!" — just ebenso, wie die Männer und Kriegsleu-te gesummt und gesungen hatten, die es nach urisagbaren Kämpfen und Leiden nach Hause gesogen hat. Unser VoAsdichter hat dafür das trauliche „Hsimg'funden" gefunden, das unwiderstehlich ans Hery greP, weil es vom Herzensgründe kommt. Die Theorie, die kalte, graue Weisheit» r.ennt es Repatriierung. Eine Rückwanderung setzt ei», die nach abenteuerlichen Kreuz- und. Querfahrten der Entfremdung wieder an den heimischen Gestaden landet, die es satt hat, sich weitechin in der Rolle des Mädchens aus der Fremde zu gefallen und sich, darnach sehnt, wieder das Vaterhaus zu betreten und den Ihren um den Hals zu fallen. Auch ein solches Wiedersehen macht Freude und entlockt dem verdutzten Auge die Träne der Rührung. Ja, die Wege des Herrn sind unevforschlich, im Guten und im Bösen nicht zu ergründen und man preist seinen Namen immerdar, zumal aber dann, wenn eine gütige Vorsehung die Schritte zum rechten wendet. Gütig .scheint nun das Schicksal vor allem im Revier der Alpinen gewaltet zu haben. Das ist der erste und wohl auch der kräftigste Zugvogel, der wieder das schützende Dach autffucht, das er eines Tages schnöde verlassen hat, mir zunächst nach dem lockenden Süden ahzustechen und sich später nordwärts, in die rheinischen Montanbüsche, zu schlagen. Indessen es bchagte chm auch da nicht allzulange und die Me/ verläßliche Hand, die chn so lange gewartet und geayt hatte, streckt sich chm treuherzig entgegen, Ml den losen Flüchtling einzufangen und chm wieder das tvarme Nest zu beveiten. Es heißt Zwar, eine Schwalbe macht keinen Sommer, allein unbesorgt, es. werden andere nachkomlüen; sie sind, wie die richtige Empfindung .wittert, sicher schon aus dm: Rückwege, weil Sanierung, - VMevbundcmleche, StabMsierung des Gökdwertes und atldeve Symptome die gebesserte Lage erkennen lassen. Man spürt, daß ein günstiger Wind zu 'Hause weht und daß das Land nrd seine Finanzlente nur darauf warten, die ,/verloremn" Mien, die nach langer Irrfahrt reuig hoimg'funden haben, liebevoll und mit offenen Armen zu empfangen. Ja noch mchr, zur Rückwanderung dar Wtien gesellt sich eine Zuwanderung des Kapitals, aber nicht mehr, um bloß auWukaufen, fonfcent um mijMyerben unv mitzuwivken, wie sich. dies wieder einmal in der: neugeschcrfsenen Arbeits- und Ir. te ressen gern ei>nschaflt zwischen heimischer Patronan>; und franMischsm JüdustviÄapitäl bekundet. Fortsetzung des Marksturzes. Der Dollar 148.000 Mark. — Eine Krone 2 Mark. Die Katastrophe der deutschen Währung nimmt ihren. Fortgang. Nachdem in den letzten Tagen eine gewisse Berühigung emgetreten toor,'.^>ie deutsche Reichsmark gestern neuerlich gesunken und notierte in. Zürich 0.0040 gegen 0.0049.' In Verbindung damit .ist auch eine neuerlich.e Valutenhausse, die schon Samstag ihren Anfang genommen hatte, in Berlin eingetreten. Die Devisen gingen sprunghaft in die Höhe. Der I Dollar notierte 147.63 gegen 145.460 am Vortage^ das Pfund 660.798 gegen 628.676, der fvanMischo Franken 9162 gege» 7231.50. Selbst die österreichische Krone stieg von 166.30 aus 201.76. Selbstverständlich ist der Devisenpanik die Wektew hauste gefolgt. Die Deroute ist voMmmen. Die Panik vor der Mark dauert an und äußert sich in den merkwürdigste» Erscheinungen. Es wird alles Mögliche gekauft, um sich nur deL Markgeldes zu entäußern. Selbstverständlich. haben auch, zahl« reiche deutsche Kapitalisten sich östlerreichische Papiere ange» schafft, um dem weiteren Kursstürze der Mark zu entgehen. In Zürich ist die Dev'ise Budapest unverändert geblieben und notierte 0.07. Die Devise Sofia hat sich von 7.26 auf 7.10 gesenkt. Bemerkenswert ist die starLe Senikung der Devise Warschau von 0.0065 aus 0.0050. Hingegen blieben die Devise Wien und d i e g e st e m p e l t e K r o n e mos dem Niveau von 0.007860 wie. am Vorlage. Im gestrigen Wiener Clearing sind keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen, nur die Devise Warschau senkte sich von 3.76 auf 2.75 uud die Mark von 3.46 auf 2. Nachstehend die offiziellen Notierungen: Gle^ringknrse der Österreichischen Nationalbank vom 18. Juni 1923. Devisen (Schecks und Aus- Z(ns. Zahlungen) fuß 0e,<1 Kurs vom. 15. Juni Ware Geld Wart Amsterdam f. 1 holt. Gulden , Agram 1 jug. Kronen . . . » Betgrad 1 Dinar ...... Berlin 1 deutsche Reichsmark , BrQssel I belgische Francs . . , Budapest 1 ungarische Kronen , Bukarest 1 Lei. . Christianla 1 norweg. Kronen . Kopenhagen 1 dänische Kronor . London 1 Pfund Sterling ... Madrid 1 Pesetas ,,,,,, Mailand 1 Lire. » New York 1 Dollar. » » . » , Paris 1 Francs. . Prag 1 tschecho-slow, Kronen , Sofia I Lewa . . . Stockholm I schwedischeKronor . Warschau 1 polnische Mark . . Zürich 1 schweizerische Francs . 4 27780.- 27880.- 27800.— 27900.- ß 777.— 779,- 779.— 781.- 0 777.- 779.- 779.- 781.- g 0.445 0.485*1) 0.63 0.6! 4»/. 3744.- 3756.- 3854.- 3866.- 6 8.32 8.42 8.20 8.3« 6 349.- 351.- 354.- 356.- 5 11635.- 11665.— 1'085.- 11715.- 5 12485,- 1215.- 12815.— 3 326900.— 327500.—327200.— 3278'».- SV, 10335.- 10365,- 10385- 10415.- 6 3211.- 3219.- 3276.- 3284.- 4 70985,- 71135,- 70985.- 71135.7- 5 4394.- 4406.— 4494.— 4506.- 5 2123.- 2131.— 2122.— 2128.- 7V, 924.- 926.- 919.- 021.- 41/, 18630.- 18070.- 18630.— 18670.- 6 0.52 0.56f) 0.74 0.81 3 12740.- 12770,- 12735.- 12765.- Noten Amerikan. Noten v. 5 Dollar aufw, n „ kleinere . . , Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva . » » i» 100 » » v ff* kleinere * Dänische Noten 100 Kroner , » Deutsche Noten zu 1000 Mark» , » DB 100 D * » , „ kleinere. . . . Engl. Noten von 5 Livrest. aufw. jf g kleinere f Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden » Italienische Noten v. 100 Lire aufw. « kleinere . . . Jugosl, Noten ungest. zu 1000 Dinar D DD 100 „ «dd kleinere . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. , p kleinere.... Rumänische Noten zulOOOu. 500Lel kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel D DD» 100 D DD» kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.lOOO aufw, , „ kleinere Ungar. Noten (neue Eni.) zu lOOOKr. , zu 10,000 Kr. ... » . kleinere. 70650.- 70950.- 75650.— 70950.- 70550.- 70850.- 70550.— 70850.- 3685.- 3715.— 3795.- 3825.- 898.- 902.- 898.- 962.- .8wl- 882!- 878!- 882!- 12340. - 12400. - 12570.— 12630.- 0.435 0.515t) 0.62 0.7* 3252ÖÖ*- 326200*.- 3255Öo!- 326500*.- 325000.- 326^.00.— 325300.- 326300.- 4335.- 4365.— 4435.- 4465.- 27539.- 27830.- 2765“'.— 27850.- 3177.50 3192.50 3248.50 3257.8 3157.50 3172.50 3222.50 3237.9 767.- 771.- 770.— 774.- 7581- 7fö!- 76?!- 765*,- 11500.— 11560.— 11560.— 11620.- 0.45 0.53t) 0.66 0.71 0.40 0.48 0.63 0.71 359.- 361.- 364.— 366.- 339.- 341.- 344.— 346.- 1842'/!— 18500*,- 18420*.— 18500!- 1_J45,— 12705.- 12640.- 12700.- 10210.- 10270.- 10260.— 10320,- 2108.- 2118.— 2105.- 2115.- 2103.- 2113.- 2100.- 2110.- 6.90 7.10 7.70 7.91 Ü85 Hös?!65 *) Aus Auslandsabgaben übernommen. ff) Geänderte Spmnung. nichts. von den übrigen 70 % Gitte große amerilanische Insolvenz. Mener Banken in Mitleidenschaft gezogen. Wie aus New-Aork t^egraphievt wird, hat das Bank« haus Knauth, Nachod und Kühne, welches auf dew New-Aorker Platz großes Anschen genoß, die Zahlungen eingestellt und sich insolvent erklärt. In der letzten Zeit hatte die Firma ein ausgedehntes Geschäft in Mreditiven für Reisende, besonders für solche, welche sich nach Europa begaben. Diese Insolvenz hat in Berliner BaMreisen große Aufregung veruvsacht. In hiesigen BanKreisen verlautet, daß auch der Wiener Platz, besonders einige Banken, in Mitleidenschaft gezogen sind. Es sollen dies solche Banken sein, lvelche in letzter Zeit mit Deutschland in regen gcschästlichen Beziehungen standen. Das -insolvente Bankhaus hatte nämlich eine eigene groß« Filiale in Leipzig besessen und fungierte als Korrespondent Vov reichsdeutschen und Wiener Banken, die auf dem Unewag über dieses Bankhaus mit den Vereinigten Staaten.in Verbindung , standen. In der letzten Zeit gestalteten sich diese. Bezi-chungeu des Bankhauses Knauth, Nachod und Kühne zum Wiener Plcch sehr innig, da das Bankhaus allgemein als ersMastiges Jnsti tut galt und in Devisenoperationen schr großzügig war. Ir Deutschland wird diese Jnsollvenz infolge der weiteren Konsv . quenzen, die sie für einige deutsche Banken halben könnte, be> schönigt. Es wurde in Berlin verbreitet, daß die Verbindlich ketten des insolventen Bankhauses durch seine Mtiven nacl einer gewlisten Zett eventuell gedeckt werden könnten. Bov läufig ist eine Uebersicht Wer die VerbiMichketten des Inst« tuies, welches in letzter Zeit große Hausteifpekulationen mit da Mark eingcgangen war, nicht zu übersehen. Die bloßen Vev : bindlichlkeiten aus den Akkreditiven der Bank für Reisende soll« nach günstigen Schätzungen eine Million Dolla« üb erste ig e n. Aus bei hiesigen finanziellen Kreisen auf tele phonische Anfragen in Leipzig und Berlin eiingezogenen Nach richten ist zu entnchmen, daß die Situation derzeit noch voll, kommen unübersichtlich *i ft., Die .in Deutschland zm Verfügung der Gläubiger stehenden Aktiven sollen gering sein Neuregelung der Metz- «nd Getteideaurfuhr Wie uns aus Buka re st gemeldet wird, hat sich dv : 'letzte Ministerrat auch mit der Frage der Freigabe dcs Vieh und Getreidchandels beschäftigt und folgende Beschlüsse gefaßt Die Ausfuhr von Vieh tvird ohne K o n t i n g e n t i e r u'n, froigegeben, und zwar können ausgesühvt werden ' Ochse« Kühe, Büffel nnd Widder.' Die Ausfuhrgebühr' beträgt fü Großvieh 10.000, für Widder 700 Lei für das Stück. Stier» maOLM