Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1562 (19.6.1923)
- Date
- 1923-06-19
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Mm, Dienstag MeueH Mrgeyreit»««. Ne ftSdtifchen Unternehmungen. An TebarnngsübeMntz von 2543 Millionen. DK Rechnungsabschlüsse der städtischen Untemehnmngen das Jahr 1900 wurden gestern den zuständigen GemeindekatsauSschüssen vorgelegt. Aus den Berichten über die einzelnen taktischen Unternchmungen sind folgende Daten hervorzuheben: Die städtischen Gaswerke velsen einen GebarungSübers chuß von 719 Milkonen Kronen auf. Die Gaserzeugung im Jahre 1922 betrug t83 Millionen Kubikmeter. Die Zahl der Gasmesser betrug 182.147, wovon 86.668 im Berichtsjahre neu angeschlossen ourden, die Länge des Hauptrohrnetzes 1,5 Millionen Meter. Vas Gaswerk hatte 18.917 Flammen der öffentlichen Beleuchtung zu versorgen. Die Instandhaltung des Straßenrohrnetzes »erursachte Ausgaben in der Höhe von 960 Milliarden, die Instandhaltung de Gasmesser kostete 7 Milliarden Kronen. Das Gaswerk beschäftigte 699 Angestellte und 2779 Bedienstete und Arbeiter. Die Elektrizitätswerke Wetzen mit einem Gebarungsübersch'uß von 846 Millionen ab. Sie erzeugten 809 Millionen Kilowattstunden tnd gaben 217 Millionen Kilowattstunden ab. Die Anzahl »er Zähler betrug 234.346, die der Pauschalanschlüsse 34.129, »er Mietinstallationen 13.600. Der Personalstand war 921 An» zestellte und 2tz67 Bedienstete und Arbeiter. Zu den Elektrizilätswerken gehört auch das Bergwerk in Zillingdorf; dort vurden bei einem Personalstand von 52 Angestellten und!284 Arbeitern 4,2 Millionen Meterzentner Kohle gefördert. Die Anzahl der Neuanschlüsse an das Elektrizitätsnetz betrug .*1616. Die Straßenbahn verzeichnet 180 Millionen Gebarungsüberschutz, denen ein Betriebsabgang der Kraftstellwägenlinie Pötzleinsdorf—Salmannsdorf von-69 Millionen gegenüberstehK Im Betrieb standen 1682 Triebwagen und 1680 Anhängewagen, mit welchen insgesamt 440 Millionen Personen befördert wurden. Das Personal umfaßt 1072 Angestellte und 14.114 Bedienstete und Arbester. Die städtischen Lagerhäuser, deren Gebarungsüberschutz 368 Millionen Kronen beträgt, weisen einen Umsatz von 8 Millionen' Zentner auf, der einem Warenwerte von 971 Milliarden Kronen entspricht. Die Lagerhäuser beschäftigten 388 Angestellte'und 600 Bedienstete und Arbeiter. Bei der städtischen Leichenbestattung besteht ein Gebarungsabgang von 82 Millionen. Sie verfügt über 262 Wagen und 63 Pferde und hat einen Personalstand von 132 Angestellten und 244 Bediensteten und Arbeitern. Insgesamt hat sie 19.162 Leichenbegängnisse besorgt, wovon 4268 Gratisleichen waren. Das städtische Brauhaus hat 190.000 Hektoliter Bier erzeugt und einen Reingewinn von 493 Millionen erzielt. Die städtische Benzinstelle bilanziert ohne Gewinn oder Verlust, die städtische Ankündigungsunternehmung hat bei einem Umsatz im Werte von 1,5 Milliarden Kronen einen Ueberschuß von 30 Millionen aufzuweisen. Zusammen haben die städtischen Unternehmungen das Bilanzjahr 1922 mit einem Ueberschuß von 2643 Millionen Kronen geschlossen, denen ein Betriebsabgang von 151 Millionen gegenübersteht. Durch SyphNs hervorgerusen worden war, ist bei 70 Prozent Haie Heilung eingetveten, darunter ist itj 40 Prozent vollständige AckeitsfähiMt erzielt worden. Gewöhnlich werden iO Prozent der in die Anstalt kommenden Patienten als un- -eikbar angesehen und auch bei diesen hat sich die Malariaimpfung als vollkommen wirkungsvoll erwiesen. Meiste Lokalchroutt. Gestern habe« i« Wien fünf Personen SMsttnvck Vvvwt oder versucht.; Dem Vureandiener Adam Kraft wurden auf der MÄtrischen 32,6 Millionen KroriM gestoWen, die er in der LMomptckank behoben hatte. Der VhvmAer Wilhelm Goldlust ist seit Freitag stüh tuS seiner elterlichen Wohnung verschwunden, ohne daß mwn bisher ein LöbenSzsicheiN von ihm hätte. , ,.e Dr. Kack Jelt die GiÄlv eines Geektion für die ' 'evnde * Dekwtärstelle. Unser Gesnnmi .littek, welcher seit mehr als Jahre! aevalserkretärs der Zionistischen westlichen Bezirk« Wiens Willigkeit und Umsicht verschen hat, i>.. genötigt, sein Mandat mrückKülegen.' Die Stellung eines Ge> neralsekretärs der Zionistischer Sektion Kr die westlichen Beücke Mens wird daher neuerdings zu besetzen sein. MMige Bewerber haben schriftliche Offerte an den Obmann der Sektion, Herrn Dr. Max Bernhardt, Wien, 6. Bez., Gsterhazhigajse 84, unter Bekanntgabe ihrer Gchältsanspvüche zu richten. Gefordert wird: Zugehovigkeit zur Zionistischen Ovaanisation, Devtvautheit mit organisatorischen Arbeiten, Ma. schinschreiben und St-eno>graphie. * Gemeiuderat Josef Bombeck gestorben. Nach längerem Leiden ist im 41. Lebensjahre Gemeinderat Josef Bombe« geltorben. 9 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends im Sekretariate (obige Adresse) erfolgen. Mittwoch «den 20. d. findet zur Besprechung dieser Schulgründung sowie dringender Ekziehungsfragen im Festsaale, 16. Bez., Hevklotzgasse Ä. eine Versammlung statt, bei welcher eingehende Referate erstattet werden. Denisgaffe 33. Die Ein- .... ........ 2kys- Unterrichtssprache), 20. Bez., Denisaasse 33, finden an jedem Montag und Freitag von 11 bis 1 Uhr mittags in der Kanzlei der Schule statt. Für unbemittelte Schüler halbe, eventuell ganze Schulgeldbefreiung. * Erhöhung der Eisenbahntarife in Ungarn. Wie die Budapester Mütter melden, werden sämtliche ungarischen Eisenbahnunternehmungen und Schiffah r: sgeseuschasten vom 34. d. angefangen die Personentar-ife um 100. die Gchäckstav'.fe um .60 Pro-ent erhöhen. zwischen Warschau und DattW. wird. nun auf " ' an D> geborene Baron Eugen Rothschild hat doner Gericht ersucht, ihn in die Rechte auf sein in England befindliches Vermögen wieder einzusetzen. Ms Grund hat RvchschM die Tatsache angegeben, daß er im JE 1620 die t sche ch o-slowakisch e Gta at sangehö rigk eit angenommen habe und infolgedessen nicht mchr den BOimmunfrn des Vertrages von Saint-Germain unterliegt. Ein Urteil t noch nicht Mallt. . * Sabbatdispens in Zürich. Me uns aus Zürich gemeldet wird, hat die städtische ^Zenträffchulpslege vor einiger seit ein Gesuch der Jüdischen Kultusaemeinde von Zürich um Bewilligung, des Sahba idispenses, das heißt um Befreiung der jüdischen Kinder an SamStayen vom teichnen, Schreiben usw. in der Schule abgelehnt. egen diese Entscheidung rekurrierte die Kultusgemeinde an die Bezicksschulpffege, welche Mnmchr dem Gesuch mit 17 gegen 14 Stimmen entsprochen hat. * Das neue ^Lehrerdienstgesetz. Noch in dieser Woche wird M der Wiener Gemeinderat als Landtag mit einer Anzahl Beschlüssen, Verordnungen und sonstigen Voruten Best' tft vielen Gesetzen, Ischristen verstreuten Bestimmungen über die rechtlichen Ber hältnisse der Lehrerschast zusammenfaffend und einheitlich regelt. Die Regelung bedeutet in vielen; Punkten einen beträchtlichen Fortschritt gegenüber dem gegenwärtigen Stand der Rechtsverhältnisse, insbesondere bringen die neuen Vorschriften über die Qualifikation und das Disziplinarverfahren oen Lehrern die Erfüllung langerstrebter Forderungen. ' * Der Clown qlS Lehrer. Auf einem pädagogischer: Kongreß in London erzählte die amerikanische Lehrerin Miß Colbourne von der neuesten Erfindung in Amerika, GlownS zu verwenden, um den Kindern gävisse Prinzipien etn-upräaen. Da man bemerkte, daß die ©päffe der Clowns «inen tiefen Eindruck auf die Kinder machten, ließ man einen Bajazzo in die Schulen kommen, damit er durch komische Geschichten und Gesten oen Kleinen'die gesündesten Gele ich U, die reich an Kalorien und Vitaminen sind, zum Essen anempfehle. Das System scheint ausgezeichnete Resultate gezeitigt zu haben, wie Miß Colbourne versicherte. Die Kinder «ihren unter dem lebhaftem Eindruck per von der spaßhaften Bortstellung empfangenen Lchren nach Hause zurück und , vergessen selten die .ihnen vom Spaßmacher empfohlenen Gerichte. * Jüdische Volksschule für die Bezirke 12-15, Im September d. I. soll die erste Masse einer jüdischen Wölksschn'le im Herklotzgasse 21, eröffnet werden. Die M»d wollen Anmeldungen ehestens täglich (DamSkH MMommmverü von Effenbähnve Grund, eines Abkommens' zwischen "Deutschland u nd Polen erleichtert werden. Die Zuge von- Warschau nach DaiM werden über Mlawa gehen und -von Deutsch- Eulen bis Malbura durch deutsches Tevri-. tvr.ium (60 Kilometer), dann wieder auf polnischem und eMich auf Danziger TerrAvrium fahren. Die Reise wird jetzt nur sechs Stunden dauern und in spezrellen Zügen oder ZngVteilen vor sich aehen. Auf dem deuffchon Gebiet Wecken Ke Bahnen fest verMoffen und Gin- und Austteigen nicht mbgVich sein. DMr aber wick den Reisenden die Revision er- Srt. Ausländische Pässe und Bisa werden nicht notwendig r, da diese Warschau—Dangiger direkten Zuge als exr v i t o r i a l gelten sollen. * Lebensmüde. Gestern mittags hat sich die Nabbinersgattin Frieda G. aus der im -dritten Stockwecke gelsgenm Wohnung in den Hof gestürzt und erlitt schwere Verletzungen. Me Ursache der Tat ist unbekannt. . — In seiner Wohnung i« der MaAergasse hat sich der Handslsangestellte Leo G. auS unglücklicher Liebe mit Opium zu veDgifton versucht. * Späte Aufklärung einesgroße» Mchldiebstahls. Im Februar IM war aas den: Hrndelskai im Prater nach der Enrladrma eines Schleppschiffes mit Mchlein ganzer Waggon Meh-l -verschwunden. W svurde damals festgeftM/ daß der Waggon offiziell.gar nicht entladen worden war und Ke amgeleitete Untersuchung ergab, daß der Waggon leer beim Elevator 3 gestanden hatte. Der Verdacht, das MeW -gestohlen zu halben, lenkte sich gegen den Part-iefichrer Maurer, ein gewalttätiges und. übel beleumundetes Subjekt. Die gegen ihn und mehrere Arbei'ter seiner Partie eingelrttete Strafuntersuchung tvucke eingestellt. Maurer befindet sich gegenwärtig im LandeSgevichte, weil er seine damaliger: Genossen geMrlich bedroht hatte. Gesterrr hat. er aus Rache Angaben über den Mchldiebstahl auf denr Prateckai -gemacht, die zur Verhaftung der Arbeiter Holt) und Wiskocil führten. * Tschechische Gesandtschaft irr Wie». Die Telchhonnummern der Gesandtschaft der Dschecho-slowakischen RchuWt (Wien, 1. Bez., ÄM-owitzplatz 2) trecken ab 20. d. geändert. Die neuen Nummern sind: 73.'64L, 73.646, 78.647 mtd 73.648. Die Teilephonnummern des Gvneralkonisula-tes der Vschech-oflowakischen Republik m Wien, 18. Bez., Penzingerstriaße Ri. 11—18, Reiben unverändert. * Ein großer Betrug an der Budapester Kreditbank. Aus Budcwcst wick gemeldet: Die Polizei hat gsgen beit chemaliveu Bankbeamten Köpinics, der der Kreditbank in betrügerischer Weife 140 Millionen Kronen entlockt hat, einen Haftbefehl erlassen. Die ilntersuchung ergab, daß Mpinics ber der Polizei eine Anzeige gegen einen Valütaschw-indler erstattet hatte, den er entlarven wollte. Zur Durchsührung dieses Untern-chmenS ließ er sich dann von der Bank 14o Millionen Kronen ausfolgen, worauf er die 'ihm behufs Fchtnahme des Valut-afchwindlerS begleitenden Detektivs auf raffinierte Weise sirrefühvte, und das Gebäude durch einen Seitenausgang verließ. Äöpinics hat sich nach der rumänischen Grenze gewendet, um auf serbisches Gebiet zu gelangen. - * Amtlicher Mttervertcht. In gam Mitteleuropa herrschte bei nordwestlichen Milden kaltes Wetter mit verändevlicher Bewölkung. Auf den Alpengipfeln liegt Schiree Die Jugspitze batte Morgens — 11 Grad, vre Tqlstationen Tirols bis 5 Grad. In den fernen Alpen-blieb es auch tagsüber trübe bei Niederschlägen. Wien halte zeitweise Sonnenschein. In Nrodostenropa ist es warm. Finnland hatte schon morgens über 16 Grad. Voraussage: Herrschender Wettercharakter anhaltend, zunächst veränderliche Bewölkung, zeitweise sonnig, kalt, nordwestliche Winde. * Neue Telephonnummern im Dorotheum. Ab morgen den 20. d. gelten für . die Hauptanstalt des Dorotheumö nur die Itummer» der Serie 73-6-1L ,19. Jwni. 1923 .." Sette « Vereine. Vorträge und VersamMungea. . E h u g .i wri XX. Heute, halb 8 Uhr abends, in Hebräischen Schule, 20. Bez., Othmargasfe 46, Vortrag Jßmarm,) Rerttation Herr Neumann. — Z e i 11 Mi 8 rachi, 2. Bez.,! PraterstraHe 43/11. Heute, 8 Uhr abmds, wichtige Mitgllederversammlnng. um zuverlässiges- Erscheinen witd gebeten.' U r a n i är Heuter Großer Saalr-b Uhrr Körpersport. Halb 8 Uhrr Das Singspiel. Die Nürnberger Pvppe. Die! Hochzeit Lei Laternenschein. — K le i n e r S a alt Halo 8Uhrr! Schriftsteller Otto E ß l e r: Wom Wienerwald zum Dachstein.! — K u r 8 s a a l: Halb 7 Uhr: Rechnungsdirektor Robert! B a l l e r r Einführung in die photographische Praxis. V. 8 Uhrr; Ing. Josef L ö w y r Die Technik des Menschen und der Tiere j und die Probleme des ErfindenS. III. — K l u b s a a lr Hach! 6 Uhr: Dr. Richard T e n g l e r r Riccarda HuchS philosophische! Schäften. Halb 8 Uhr: Prof. Dr. Richard Kor nNietzsche als' Erzieher. III. _ MUtung. Sie Lebensmittelmklrtte. Die Nachfrage war geistern auf den Mäckde-n im allgemeinen gering. Die Flleffchipreitse blicken voMommen unverändert. Auf den Griürwarenmärkt-en ist eline Verteuerung für Sal-at eingetveten, etwas billMr waren grüne EMen. Die übrigen GöirM-ePreilse blicken voMommen unverändert. Kirschen -muß'tM um 600 bis 2000 K. pro Kilogramm teurer bezahlt wecken. RONACQER Qaatspiel der Komischen Oper aus Berlin Uhwiderruflich nur bis bis 30. Juni r 185 1/.8 Uhr die grosse Atisstatttu^srevue Vs® vUr ,CvroM 6 Balletts! 200 Bühne und Kunst. LammersPielzeit im Raimund-Theater. In der Posse vierzehn Tage Arrest" von Rudolf Oester reicher und Julius Horst gcht ein Znaimer Äeimfatrikant einer Filmdiva auf den Leim, ein Rechtsanwalt, der es mit dem Recht nicht genau nimmt, kommt chm ins Gehege und fchließlich versteckt er sich als Einbrecher in einem Müdchenpenfionat, das ungefähr ein distinguiertes Freudenhaus ist, unter dem Bette feiner eigenen Frau, die ihn in gerichtlicher Strafhaft wähnt und dort zufällig Äbernachtet. Das WmiSgkichste und Unsinnigste, hier wird's Ereignis! Der Wiener Posse ist cken der Sinn für harmlose Dustigkeit durchaus verloren gegangen, sie will sich keinen Jux mchr machen, foNdortt lebt von EindemtigLeiten und erfindet prickelnde Situationen: Diesmal ein ägyptischer Tanz —.von Meister Lehar reizvoll vertont — 'ferner Filmatelier, männliche EnMeidung nnd Mädchenpenisionat zur Nachtzeit. Die Musik von Edmund Ehsler vereinigt Gemüt und Humor, ohne originell sein zu wollen. Der Erfolg stellte sich dank der sprühender Laune von Frau Werginz und des lustigen SpivbeS der Herren Glawaifch und Lichienderg mit wienerischer Heftigkeit ein. stb. zwei bemetteuswerte AmstellMgea in MM. Max BckermE im Wtich«: KMfchaaS. — Eine Veranstaltung des BritishMufenm in Zürich. Man schrMt uns aus Zürich unter dem 16. Juni: Hertte wurde im Züricher Kvnsthcms eine große AusstellMg von Wecken. Max Äickevmcmns eröffnet, welche fast hundert bedeutende Gennällde des Altmeisters enthWt und nlbeckies eine fast vollkommene Uckersicht ülber. die Zeichnungen, Radiemngen md Lithoigvaphien Lickevmanns anS «Üen Perivlden feiner SchaffenAzeii bickvl. Jnsbesvrdere die Reichhaltigkeit der Ausstellimg an Radierungen ist gantz außerorldeMich. In einer kurgen Ansprache Mrrvigte 5dorffrrvatVr Dr. Ba-timann die Bcldeutnng Max Lickermanns. — Große AngjiehungÄkraisit M auch eine Ausftelklnug englischer Graphiken, die ffu Aufträge der englffchen Regierung voirn Briltifh- Mufe'nm und vom Boack of Trade iu> Zürich veranstaltet wurde, Migefähr zweitausend Nummern.umfaßt und einen ilsborMck über die engjlffche Graphik vom Beginn des neunzehnteu Jahrh-uinderts bis zur Gegenwart gilbt. AnläMich der EröGmng der Ausstellung, die im KunfHalon Wvllfslberg ansgchöichndt nntergckracht ist, hob der britische GeneraWonfnl -hervor, daß diese Airsstelln>nig die erste offigielike Veranstaltung Engllands auf dem Kontinent fei. „Drei arme Teufel." (Bürgertheater.) Seit Jahr und Tag ist in Wien keine Operette von Charles Weinberger zur NeuanjWhrung gelangt. Vor .mehr als oinckr Menischenalter dMitierte der noch in de-r ' klassischen Operette wurzelnde DoMchter «M seinen „Pagen- . streichen" und vor etwa einen: Jahrgehnt hatte sein ,/Frech- 'ling" einen netten Erfolg. Nun komnrt er mit seiiven „Drei arme Teufel", die er eine „Wiener Operette" nennt. Die Mufik ift auch.so.recht lvie-mrifch, närrisch verliebt, von schmachtenden Walzern erfüllt, in denen die Geigen singen und ' jauchten. Auch ni'it modernen Schiebeitänzen versucht es der . SechHiAr, er muß cken, um bei der großen Operettenkonkur- . renz bestehen zu können, mit >der Zeit gehen, wenn er auch nicht vom Herzen mittnnkann. Wie sehr die Operette zur macktgangigen HandelAvave . herabgesunken ist, ersieht man aus dem Libretto, das Heinz R e i ch t r.t und Rudolf O e st e r r e i ch e r gorneinsam der-, brachen haben. Geteiltes Verschulden ick) hier doppeltes Ver- ' schulden'. Die junge Geigerin, die Mischen Kunst und Liebe