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Wiener Morgenzeitung · 1923-06-16 · Heft 1559 (16.6.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1559 (16.6.1923)
Date
1923-06-16
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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nwnm w» npiTfpv^^.^ •fnp^iV WWWWH VeAek VH«, . Gams kay muntt ™ 16. IM 1923 . Re. 185. Volkswirt. Gestempelte Krone ---- 0.0078% Seiltimer. Auszahlung Wien --- 0.0078% öentimer. In Zürich notiextc sie österreichische Krone . . 0.00786/9 (0.0078s/a am 14. Juni) Üe österr. gestempelte Krone 9.0078°/. ( 0.0078'/. am 14. Juni) ne tschechische Krone . . . 16.66 ( 16.65 am 14. Juni) rie Mark . . 0.0051 ( 0.0053 am 14. Juni) Holland ......... 218.30 (218.15 am 14. Juni) fteto-Dork ...... . . 557.— (557.60 am 14. Juni) London .. 25.70 ( 25.71 aut 14. Juni) Paris ... . 35.35 ( 35.35 am 14. Juni) Mailand V. . ... . . 25.80 ( 25.80 am 14. Juni) Belgrad......... 6.15 ( 6.05 am 14. Juni) Bukarest .V 2.85 ( 2.85 am 14. Juni) Sofia6.95 ( 6.80 am 14. Juni) Budapest . 0.071/, ( 0.08 am 14. Juni) Warschau ........ 0.0078'/. ( 0.0078-/, mn 14. Juni) Ser internatiomle Balutenmarkt. Auls de« intern-Monalen MärAen hat die Mark nur eine Kerne SeiÄnrg erfahren. Sie ist in Zürich von 0.0068 oiof -.0061 abgelbvöcksöt. Es scheint vorilänf-ig ein gewisser StilltanL in der AbwärtZbeiwegung ein getreten zu sein. Auch in Berlin sind die Balntenverändermigen nicht mehr so stark ivie in den Vortagen. Das Pfund notierte 494.760 gegen 495.750 am Vortage, der Dollar 107.031 gegen 106.735, der französische Franken 6858 gegen 6633, die österreichische Krone 1.47,30 gegen» 1.47,10. In Zürich haben sie anderen Valuten nur geringfügige Aendernngen aufyuwoisen. Die Devise Budapest svnAe sich auf ihr früheres Niveau von 0.07,50, dagegen blieb die Devise Warschau unverändert. Bemerkenswert-ist die weitere Steigerung der Devise Sofia. Sic nonierie 6.95 gegenüber 6L0 am Bortage. Im gestrigen Wiener Clearing notierten: Zins tue Kurs vom 14. Juni ,* Geld Ware Geld Ware 4 27800.- 27900.- 278CO.- 27900.- 6 779.- 78!.— 774.— 776.- 6 779.- 781.- 774.- 776.- 8 4','. 0.63 0.W 0.62 0.68 3354.- 3866.- 3324.- 3836.- G 8.20 8.30 8.90 9.-*) 6 354.- 356.- 356.- 358.- 5 11685.- 11715.- 11635.- U665.— 5 12785.— 12*15.- 12335.- 12415.- 3 327200.- 327800.-327200.- 32780C.— s>/, 10385- 10415.- 10385.- 10415.- 6 3276.- 3284.- 3286.- 3294.- 4 70985.- 71135.- 70985.- 71135.- 5 4494.— 4506.- 4469.- 4481.- 5 2122.- 2128.— 2124.- 2130.- 7V, 919.- »21.— 879.- 88!.- 4',- 18630.- 18670.- 18630.- 18070.- 6 0.74 0.80 0.77 0.83 3 12735.- 12765.- 12740.- 12770.- ßlearingkurse der Österreichischen Mionalbank vom 15. Juni 1923. Devisen (Schecks und Aus Zahlungen) Amsterdam k. 1 holl. Gulden Agram I jug. Kronen . . . Belgrad 1 Dinar ..... Berlin 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei. Christiania 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor London 1 Pfund Sterling . . Madrid 1 Pesetas ..... Mailand 1 Lire ...... New York 1 Dollar. Paris 1 Francs ...... Prag 1 tschecho-slow. Kronen Sofia 1 Lewa . Stockholm 1 schwedischeKronor Warschau 1 polnische Mark . Zürich 1 schweizerische Francs Noten Amerikan. Noten v. 5 Dollar aufw. . „ kleinere . . » Belgische Noten 10V Francs . . Bulgarische Noten zu 1VVV Leva . » » » 1® B » » , kleinere. . , Dänische Noten 100 Kroner , . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . i» . » 8 00 ... » . kleinere. . . . Engl. Noten von 5 Livrest. aufw. „ „ kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. . , kleinere . . . Jugosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar n a . » 100 . ... kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. » , kleinere.... Rumänische Noten zulOOO-u.üOOLei . » kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel . » . . 100 . ... kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor , Schweizerische Noten 100 Francs. »panische Noten 100 Pesetas . . tschecho-slow. Not. v.1000aufw. „ „ kleinere Jngar.Noten (neue Um.) zu JOCOKr. . , zu 10.000 Kr, . . . . . kleinere ..... 70650.- 70950.- 70650.- 70950.- 70550.- 70850.- 70550.- 70850.- 3795.— 3325.- 3765.- 3795.- 898.- %2.- 787.- 858.- 862.- 878'.- 882.- 838.- 12570.- 12630. - 12550.- 12310.- 0.62 0.74 0.61 0.37 3255ÖÖ!- 32650(L- 3235«!- 32G500!— 325300.— 325300.— 325300.- 326300.- 4435.— 4465.- 4410.— 4440.- 2765'1.— 27850.- 27650.- 27850.- 3242.50 3257.50 3252.50 3267.50 3222.50 3237.50 3232.50 3247.50 770.- 774.- 765.- 769.- 761.— 765,— 75?'.- 76l!— 11560.- 11620.- 11510.- 11570.— 0.66 0.78 0.64 0.76 0.63 0.75 0.59 0.7t 354.- 369.- 366.- 368.- 344.- 346.- 346.- 348.- —.— 18420.— 18307!- 184217!- 18580*.- 12640.— 12700.- 12645.- 12705.- 10260.— 10320.- 10220.- 10320.- 2105.- 2115.— 2107.- 2117.— 2100. - 2110.- Ä02. - 2121.— 7.70 7.90 8.10 8.30 7.65 7^85 8!oj 9.25 Sie Kaufmannschaft fordert die dolle Handelsfreiheit. Während gestern Minister Schürfs sich im NationÄ-;vu entschieden für eine Revision des österreichischen Zollrariss wt schutzZöllneri-fchem Sinne aussprach, fand um dieseWe Zeit im Gremium der Ka-Hmannschaft eine außerordentliche Ver-öands.'agung der bedernendsten' kaufmännischen Korporationen Oeisterroichs starr, welche die Befreiung des Handels von allen Berkehrsbeschräitkun-gen im Innsrn und nach außen forderte. Der Präsident des Wiener Gremiums, Sputz er, erklärte: Die Aufhebung der unerträglichen Hemmnisse und SHwrrvvgkeilLn im Verkehr ini-r dem Auslande, die Dssevtiigung der ans der Kriegszeit übernommenen Ein- und Ausfuhroer tö o t c sind also ebenso eine Sanierungsmaßnvhme wie die endliche Aushebung des Preistreibereigesetzes und die Wiedergewinnung der freien Preisrege lung auf dent Markte, ohne tvr'lche eine gckeMiche Entwicklung eines leistungsfähigen WirlischaftÄelbens und danrii die Voraussetzung für die Orldmmg im StaatshauZhabte wicht imvgflich ist. Auch die MHichrung der durch eine üibsrftüryte (tSeisetz-gsbung in das UfeÄvs-e aargeschwollenen soPalpölitischen Lasten in tiv fiir das Erwerbslelben erträgliches Maß ist eine Forderung^ die wir nicht nur ncunens des Kaufinannsstandes, sondern auch im Interesse des Staates erheben müssen. Nach einer leibhaften Debatte schloß die Tagung mit der «ustiimmigen Slnnahme folgender Resolrition: „Die österreichische Kaufinaunschaft hat das größte iFntereffe daran, daß die Bemühungen um den AVschlluß neuer Handlüsverträge fortgesetzt und die bestehenden Hordel svertrage entsprechend ansgebaut werden. Die Kanftncmnschaft muß verlangen, daß zur Durchsetzung rechtlicher Ansprüche gegenlseitige Rechtshilfeverträge abgeschlossen wevden. Die! Voraussetzung für eine erfolgreiche AußenhandelspoibwA und '.ür die Durchsetzung der für unser ganzes Wirtschaft sbüben unerlläWchen Forderungen ist jedoch, daß in Oesterreich 11€116ft jene Beschränkungen fallen gelassen Lverdcn, die dem freien» Warenaustausch mit den anderen Staaten entgegenstehen. Die Kauifünannlfchcht muß es auf das bielffte beklagen, daß an Stelle eines Abbaues all dieser, vielfach aus der Kriegszeit stammenden Behinderungen und entgegen den allgemeinen, von der österreichischen Gesamtregicrur.'g gegebenen Richtlinien die Erlassung neuer Einfuhrverbote in Erwägung gezogen und bclstehende Verbote bis zur vollständigen Prohibition gehankchabt werden. Die Beschränkungen (die Einho'bnng von geradezu!s>rcchibitiven Einfuhrabgaben des bisher einfuhvfteien Postverkehrs) neben 'dem Zoll, die Verweigerung von Ginlsuhrbewilligungen aus inldnstriepMtlsch-en Gründen, die Behinderung der Ausfuhr aus Gründen der PreispoilsiÄ, sind Erschrinu-ngen einer vollkommen verfehlten WirtschaftspoilrtÄ. Der Verbandstag des Hauptverbandes der österreichischen Ka-ufinaimschcht muß neuerdings mit allem Nachdruck die Beseitigung aller dieser Hemmnisse verlangen. Die Frage, inwieweit der österreichischen Industrie linjÄlgL imgünstiger Produktionsbedingungen ein Schutz gegenüber dem Ausland gewähnt werden kann, ist lediglich durch eine vemimftige Zollpolitil zu lösen. SoMen sich jedoch die in die Oeffntlichkeit gelaugten Nachrichten über die Einführung eines sogenannten MaximMarifts nelben dem Anwendungsgolltarif betvahrheiten, wäre die Kauftnannschaift zur schärfsten Abüvehr gezwungen. Der Verbandstag des Hauptverbandes der österreichischen Kaufmannschaft verlangt daher die rechtzeitige Vorlage des Zolltarifentwurfe s, mn der Kaufmannschaft die Möglichkeit zu geben, zu den einzelnen Positionen Stellung zu nahmen urd um diese für unsere wirtschaftliche Zukunft wichtige Angelegenheit in der breiten OüffenÄichkeit erörtern zu können. Die Alpine-Affäre. Wie die gestrige ,-Stunde" nieldet, Svendet sich eine Gruppe von Aktionären der Alpine in einer Eingabe an den FmanIministor mit dem Ersuchen, im Interesse bei schwer geschädigten Aktionäre der Alpmegesellschast unverzüglich einzugreifen. Int Falle diesos Ansuchen nicht die erwünschte Wirkung haben sollte, sind die Mionäre entschlossen, auf zivilrechtlichem Wege Schadenersatzansprüche gegen die interessieneu Dellval-tungsräte und Führer der Syndikate zu sollen, gleichzeitig aber auch die Strafanzeige wegen fraudulofen Gebarens zu erstatten. treter Josef Zwetzbacher, mit gewohnter Tatkraft bemüht ist, diese Musterschau möglichst reichhaltig und instruktiv zu gestalten. Die Ausstellung für Nahrungs¬ und Genußmittel wird in gleichfalls sieben Gruppen alles pmfassen, was durch industrielle und gewerbliche Verarbeituüg für die Ernährung und an Genußmitteln derzeit in Oesterreich erzeugt wird oder au§ dem Auslände eingefuhrt werden darf. Die bedeutendsten Firmen der NahrungL- und Genußmittelbranche haben ihre Beteiligung an dicher Anstellung bereits angemeldet. Der Anmeldeausschuß wurde mit 30. Juni d. I. festgesetzt und können bis zu diesem Zeitmnkte Bewerbungen um die Zulassung zu dieser AuStellung bei der Wiener Messe A.-G., Men. 7. Bez., Museumtraße 1. eingebracht werden. . Die Hälfte der ZoichmmqSftist der Völkerbundanleihe vertrichen. Die Hälfte der Zeichnungsfrist der Bökkerbundauleihe ist vorübergegangen. Das JMteresse an d>:>r Gefundung des Staates hat in weite Bevölkevungskreise Eingang gefunden. Jeder Staatsbürger ist daran mlevessiert, wertbeständiges Geld zu haben, mit dem er rechnen kann, und irrnen gesundsn Boden NKter sich zu fühlen, auf dem er wirtschaften kann. Die ZeichnungSamneldungen auf die BMerbundanleihe, die aus den kleinsten Dörfern zu uns gekommen sind, beweisen, daß die Bevölkerung Oesterreichs willens ist, an dem Aufbau und -der wirtschaftlichen Entwicklung Oesterreichs mitzuarberten. Die Derlausgabe «der Völkerbundanleihe, die die österreichische Bevölkerung zu zeichnen hat, 16 Millionen Dollar, sind aber noch nicht voll g'Keichnet. Mag sein, daß noch nicht ieder die Vorteile voll erkant hat. die die Anleihe bietet, -die Einkommen-- 'iteuerbeftevung von bcm Betrage, den er zur Zeichnung aufwendet. die dauernde, sichere und glrichmäßige, mehr als 8 prozentige Berzmsnng -des Kapitals, das er angelegt hat. die Sichechei't des angsle-gten Kapitals, die durch die gar-antievenden Auslandsstaaten, durch Frankreich. England, Italien. Tsch.'cho->SlM>-akei nftv., gewährleistet ist. oder daß er augenblicklich nicht das ganze für -den vollen ZeichnungSbetrag nötige Gold zur Verfügung hat. Doch da hilft ia die Ratenzahlung, die der Staat nrit denselben Begünstigungen ausgestattet -hat ^wie die Volleinzahlung. Jedenfalls darf die österreichische Bevölkerung nicht hinter den Cngländ rn. Amerikanem und Schwaden zurückbläibrn, die innerhalb weniger Stunden -die ganze, in ihren Ländern zur Zeichnung gelangte Aus-gahe der Völkovbuwdanleihe aufgenomnren haben. Jeder beeile sich mit -der Zeichnung, da feine Anmeldung nicht mehr berücksichtigt werden könnte, wenn der Betrag von 16 Millionen Dollar, den Oesterreich anfzubringen hat, gezeichnet iTt. Zentral-Europäische Länderbank. Der Coupon Nr. 1 pro 1022 -der Stammugd Prioritäts-ALtien wird ah 16. Juni 1023 eingelöst. Die gestrige Meldung wird dahin richtig gestellt, daß der Coupon der Stamm-A'ktien nach Abzug der französischen Stenern mit 2,23 Franken honoriert wird. Mntgoltlich.) Polens Banknotenumlauf. Dem Ausweis der polnischen Darlehenskasse zufolge botrug der gesamte Banknotemvmlauf am 31. Mai d. I. 2,733.800,000.000 polnische Mark und die Verschuldung des Staates beim Emiffionsinstitnt 2,377.000,000.000 polnische Mark. Nationale Bank und Wechselstube« A. G. In der am 13. d. unter Vorsitz des Präsidenten Josef Thun und Hohenstein abgehaltenen Generalversammlung wurde der Geschäftsbericht für das abgelaufene Geschäftsiahr (1. Jänner bis 31. Dezember 1922) einstimmig genehmigt. Es wurde beschlossen. eine Dividende von 50 Prozent zu verteilen. Der Coupon pro 200 K. gelangt an der Kasse des Instituts, 9. Bez., Kolingasse 19, zur Auszahlung. (Entgeltlich.) Mittwoch keine Börse. A-m Mittwoch den 20. Juni 1928 entfällt die Börsev-r-samm-tung in der Eff-ektenfektion. Die Mündelsicherheit der Völkerbundanleihe. Wie jede Staatvanleihe. so ist auch die bis 30. d. zur Zeichnung aufuegende niternattonal garantierte österreichische Staatsanleihe 19^3—1943, dre Völkerbundanleihe, mit Mündelsicherheit ausgeftattet, das heigt. Vormünder. Kuratoren usw., die die Vermögensverwaltung von Pflegebefohlenen, schutzbedürstigen ^brsonen fuhren, können die ihnen anvertrauten Vermögen m Volkerbundanleihe anlegem Die Möglichkeit, Völkerbundanleche zu zeichnen, dürfte nun viele Vormünder und Kuratoren der Sorge um das Mündelaut entheben. Denn derartige Vorterle, wie sie bei dieser Anleihe zu finden sind, hat noch reine Anleihe aufzuweisen gehabt, die jemals auf einem internaüonalen Finanzplatze zur Auflegung gelangt ist. auch war noch nre eine Staatsanleihe mit solchen Sicherheiten ausgestattet wie diese. Die Vorteile liegen außer in den Steuerbegünstigungen darin, daß der Zeichnungspreis, obwohl die Anlethe in Dollar angelegt wird, also keinerlei Gefahr eines Vcr. mogensverlustes in sich birgt, bloß 93 Prozent beträgt, das beißt, der Zeichner kann für 9,3 Dollar oder den entsprechenden Wert in Kronen' umgerechnet zu 70.800 K. für einen Dollar. Völkerbundanleihe im Werte von 10 Dollar erwerben. Bon diesem Betrage lverden alljährlich über 7,5 Prozent des zur Zeichnung verwendeten Kapitals an Zinsen bezahlt, und zwar so lange, bis die gezeichneten Stücke auf Grund einer alljährlich stattfindenden Verlosung, die im Jahre 1924 erstmalig vorgenomnien wird, zur Rückzahlung gelangen. Rückgezahlt wird aber nicht der gezeichnete Betrag, sondern der volle Nominalwert, also 10 Dollar, obwohl der Zeichner nur 9,3 Dollar aufgewendet hat. Die Sicherheit der Anleihe ist dadurch gegeben, daß für die Rückzahlung und Berzinj'nng nicht nur der die Anleihe aufnehmende Staat Oesterreich haftet, sondern neben ihm das Ausland, das die Anleihe garantrerl hat. Diese Auslandsstaaten hinterlegen nämlich bei der Schweizerischen Nationalbank für den gesamten Betrag der in Oesterreich zur Zeichnung gelangenden Ausgabe, das ist 13 Millionen Dollar, eigene Schuldverschreibungen samt Zinsencoupons. die so lange bei der Nationalbank verbleiben als nicht die Anleihe zurückgezahlt ist. Wurde Oesterreich au° irgendeinem Grunde die zur Einlösung, bezrebnngsweift Zinseuzahlung. erforderlichen Gelder nicht zur Verfugunc stellen. Iso werden die fälligen Zinsen von den Garantiestaater auf Grund dieser Schnldverschreibnngen geleistet. Die Garantiestaaten müssen selbst daitn die Zahlungen vornehmen wenn ein Krieg ausgebrochen ist oder feindselige Beziehungen herrschen, die bisher stets den Abbruch des Zinsendienstes bedeutet hoben. Neue Attraktionen der Wiener Messe. Die in der Zeit vom L bis 8. September d. I. stattfindende 6. Wiener internatiyuale Messe wird Attraktionen bringen, die auch dem größeren Publikum zugänglich sind und voraussichtlich lebhaften Anklang finden werden. Es sind dies: eine Musterschau landwirtschaftlicher Erzeugnisse, verbunden mit einer Weinkost, und eine Ausstellung für Nahrungs- und Genußmittel. Die landwirtschaftliche Musterschau wird eine Nebersicht über die Pro» oukte der österreichischen Landwirte in sieben Gruppen bieten, in denen der landwirtschaftliche Pflanzenbau, der Weinbau, der Obst-, Gemüse- und Gartenbau, die Forstwirtschaft, die landwirtschaftlichen Bedarfsartikel, wie Torf. Kraftfutter, Kunstdünger usw., die Erzeugnisse aus landwirtschaftlichen Betrieben (Butter. Käse, Obst, Honig usw.) und de8 landwirtschaftlichen Unterrichts- und Bersuchswesens vertreten sein werden. In der Gruvpe Weinbau werden Proben der exquisitesten, in Oesterreich gezogenen Weinsorten zur Abgabe gelangem Die Veranstaltung der landwirtschaftlichen Musterschau liegt in den Händen der niederösterreichischen Landwirtimaftskammer, deren Präsident. LandeShauptmann-Stellver¬ Wiener Börse. Wenn auch dem gestrigen Verkehr jedes Anlnw fehlte und der Gefchäftsumfang verhältnismäßig gering war, so ist dennoch nicht eine gewisse feste Grundtendenz zu verkennen -gewesen. Dte Spekulation war besonders zurückhaltend. Schwächere Spekulationselemente nahmen Gewinnrealisationen vor. Dies drückte das Niveau einiger Papiere. Hingegen machte sich weiterhin für einzelne Bankpapiere andauerndes ausländisches Interesse geltend» welche« diesen Papieren zu weiteren Kursavancen verhaft. So profitierten in der Kulisse Oesterreichische Kredit 7000 K., Depositenbank 2200 K. Dagegen waren Anglobank um 10.000 K., Ungar. Kredit um 87.000 K., Länderbank um 8000 K. niedriger. Staatsbahn verloren 15.000 K. und Alpine 20"0 K. Das Niveau einzelner ungarischer Papiere hob sich, da die Budapester Abgaben gestern schwächer waren als am Vortage und da auch in Budapest das Geschäft eine ruhigere Entwicklung genommen hatte. Infolgedessen infvigsdessen besserten sich auch Saffigo um 76.000 K., Rimramuranyer um 11.000 K. .Hi.ngegsn verloren Unig. Hofherr 26.000 K. Viel bemerTit wurde «das Sinken ewiger Jnbustviepapiere. Dies durfte mit der Gefahr einer neuerliche -Verschlechterung des Gcfchcfftsganges der Industrie zusammen» hängen. Der Mckgong der Devisen auf den m'Eeur-opäischon Plätzen ha! auch einersents die Korvkuirreng der Industrien dieser Staaten gestärkt. a-nLereriselts aber die Kimisumifähigkeiit derf-elfiben geschwächt. Die Folge davon ist das oberwähnte , Abbröckeln der Kurse der Jmdustriepapiere. Dies -war wohl nicht so sehr 'm der Kulisse als viel stärker im Schranken zu beobachten, Wo zahlreiche Judustriepapiove um 30.000 «bis 40.000 K. -niedriger als am Vortage schlossen. Im Schranken waren auf 'beit meisten Gebieten Rückgänge §u verzeichnen, nur auf -dem Petroleuminartt ließ sich eine gewisse Besserung in einzelnen Papieren konstatieren. 0o besserten sich Schodnica mn 100.000 K., Lumen um 4000 K., Karpathen -um 26.000 K. Hingegen büßten Fanco 230.000 K. ein. Von den Maschineuwerten verloren Denefch u. Friödmann 30.000 K.» Breitfeld 50.000 K., Haid 1600 'St Hingegen besserten sich Astm um 10.000 K. Von Papievwsrten senkten sich Heinrichslhalsr -mn 9000 K., Neusiedler um 60.000 «K., Bernay um IOjOOO K. Von den Montanwerten stiegen die Drüxer um 90.000 K., hingegen verloren Mitternbevger 16.000 K., Obevungarrsche Berg 45.000 K., Silesta 6000 K. Bemerkenswert war auf diesem Gebiete die Steigcvimg der Veitscher Magnelsiit um -eine Million. .Dampftchisfarn»« büßten 80.000 K., Graz Köflacher 15.000 K. ein. Bezugsrechte: Alpine Montan 140.000 bis 144.000 Kronen. Trifailer Kohle 255.000 K. Der Anila gemarkt zeigte eine schwache Haltung, einige Renten büßten infolge Abga-ben etwas ein,, die «tsch-echo-slowakischen Eisenbahnobligationen hiÄten sich. Bon den Exoten notiorten: Anzeigen-Ges. 70.000 bis 72.000 K., Eos 3800 bis 4200 K., Erdöl 95.800 bis 38.600 K.. Mrazn'ica 117.000 bis 122.000 K., Schubert u. Co. 16.500 bis 17^00 K., Universale Bau 29.000 bis 91.000 K.» Sti. irische Kohle 70.000 IbiS 76.000 St

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