Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1558 (15.6.1923)
- Date
- 1923-06-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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CeflM Mekl, FreAatz ^jcrjnt werden wir mit den Erlebnissen im Hause des SäMiegervaters Jrthro Wer Raguel genannt), mit der Erscheinung des brennenden Dornibuischs, mit der Einleitung zum Pessach des Auszuges bekannt gemacht. SeMl der Untergang der Aegypter im Roten Meere und die ersten Wanderungen der Israeliten (Oase Etim) werden hier muh bchaudelt; die letzten Fragmente, die dies ertzählcn, scheinen Botenberichte zu sein. Die gesamte Handlung scheint in Midjan 5«. spielen. Ueber die Heimat uNd Lebenszeit des Dichters wissen wir leider nichts; vermutungsweise wird angenommen, daß er in Saunaria zu Hause war und im 2. Jahrhundert vor Christi «lebt hat. Er heißt bei zwei Kirchcnfchriiftstelleru ,-der Dichter Mischer Tragödien^', danach dürfen wir Wohl annehmen, daß er noch mehr Dramen verfaßt Hai; auch dürfte er Vorläufer und Nachahmer gehabt haben. (Eine französische Uebersetzung der erhaltenen Verse von K. Ruiper ist 1903 in der „Revue des etudes juives" (46) erschienen.) DübinGN. A. P. Die Wilnaer Truppe in Lewbora. Die Wilnaer.Tr.nvpe brachte in Lenckera Schnitzlers .^Liebelei" zur Auf- Mrung und erzielte mit dresem Stück bedeutenden Erfolg. Die Kridit hebt in der von Fritz Stein irMemerten Vorstellung besonders den Hans Weyring des Herrn Weislitz hervor. Aus den Theatem. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, „Einen Zuxwillerstchmachen". Akademietheater. Morgen, halb 8 Uhr abends, ,DerKreis". Volks oper. Heute „Mozart" mit Hans Duhan in der Titelrolle. Deutsches Volkstheater. In der heute, halb 7 Uhr abends, stattfindenden Aufführung von Shakespeares „H a m l e t", die -en 4. Jlbend des volkstümlichen Zyklus bildet, spielt Herr Jakob Feldhammer zum ersten Male die Titelrolle. Raimund-Theater. Morgen findet die Erstaufführung der Posse mit Gesang „Vierzehn Tage Arrest"statt. R e n a t s s a u c e b ü h n e. Heute, 8 Uhr abends, beginnt das Tegernseer Bauerntheater sein Gastspiel mit der Komödie „D e r s i e b e n t e Bu a*. Kammerspiele. Heute, 7 Uhr abends, findet die Premiere der breiartigen Groteske „Gleichen" von Gustav Davis und Leopold Lipschütz mit Erika Gl aßner in der TÜelrolle statt; in der Nachtvorstellung (10 Uhr abends) wird daS Lnstspiel „Epsteins Witwe" mit Gisela W e r b e z i r! gegeben. Roland-Bühne. Heute gelangt der Schwank „D i e leere Wohnung" von Antonius und Aldermann zur Uraufführung. Anfang '/F Uhr abends. Die Exl-Bühne bringt heute im Apollo- Theater rum ersten Male das vierattige Schauspiel „A nd r e H o f e r von Franz Kranewitter zur Aufführung. Morgen geht zum ersten Male die Komödie „DerNarrenzettel" in Szene. Gerichtssaal. Sin Budavester Pogromjouruailst. Aus Budapest wird uns geschrieben: Der berüchtigte Pogromjournalist Stephan Lendvai, der sich erst vor einigen Tagen wegen einer Reihe von Pressevergehen zu verantworten hatte, stand wieder unter der Anklage der begangenen Aufreizung vor dem Strafgericht, und zwar wegen eines „Rasse oder Konfession" betitelten Artikels, welcher die gemeinsten Ausfälle gegen das Judentum enthalt. Lendvai erklärte, er habe den Artikel im öffentlichen Interesse geschrieben, sein Verteidiger plädierte gegen seine Freisprechung, weil Lendvai vielleicht mit dem Strafgesetz in Konflikt geraten sei, aber nicht mtt den Zielen der ungarischen Nation. Zur Entwicklung der Menschheit sei die Aufreizung notwendig. Lendvai wurde wegen des Vergehens der Aufreizung zum Klassenhaß unter Zubilligung mildernder Umstände zu einem Aag Gefängnis verurteilt. Die Begründung des Gerichtshofes ist echtes Horthy-Magyarien. Es heißt darin, der Angeklagte sei in der gerechtfertigten Kritik der Mißbräuche einer Geffellschaftsklasse — als eine solche fei das Judentum infolge seiner gegenwärtigen Stellung im öffentlichen Leben 311 betrachten — zu weit gegangeri. So bedrohlich auch das Streben der Juden, immer mehr Raum zu gewinnen, sei, erscheine die Behauptung des Angeklagten, daß die Juden den Ruin des Handels, des Gewerbes, der Landwirtschaft und der Integrität des Landes verursacht hätten, übertrieben. Demnach seien die inkriminierten Auslassungen des Arttkels geeignet, die christlichen Gesellschaftsklassen zum Hasse gegen die jüdische aufzureizen. Gegen dieses Urteil appellierten der Staatsanwalt und der Verteidiger. Strenger Partschutz. Vor dem Bezirksgericht Favoriten hatte sich gestern der 60 jährige Kutscher Joses Ney dl wegen Diebstahls zu verantworten, begangen dadurch, daß er in der Parkanlage am Südbahnhof nächst dem Gürtel mehrere Dlüienzweige abbrach. Der Garteninspektor Engelbert Graf gab *it, daß cs sich um Blütenzweige derPrimustriloba handelt, einem asiatischen Baum oder Strauch, der zu een Zierden der Anlage gehört. Nach einem solchen „Attentat" ist der Bannt mindestens zswei bis drei. Jahre ruiniert. Der Schaden ist in Geld. schwer zu bewerten. Der Angeklagte erklärte. daß er den Wert der Blütenzweige nicht gekannt habe; er habe seiner Kostfrau, der er zu großen: Dank verpflichtet fei, eine Freude machen wollen. In gewinnsüchtiger Absicht, daß er etwa die Zweige hätte verkaufen wollen, habe er nicht gehandelt. Der Richter, Landesgerichtsrat Dr. Schaudorfer, verurteilte den Angeklagten wegen Uebertretung des Diebstahls (Wert 150.000 K.) zu vier Tagen A r r e st. In der Begründung wurde ausgeführt, daß es eine Rohheit und Brutalität genannt werden müsse, die Zierde einer Parkanlage, einen Baum, dessen Anblick jedem Parkbesucher Freude und Genuß gewährt, auf Jahre hinaus zu zerstören. Der Garteninspektor gibt an, daß der Angeklagte 13 Blütenzweige «bgerisse» hat. Ein solcher Bandalismus fordert zur strengsten Kchttftmg heraus. ~ mimt MvrsNWSm«. Gestempelte Krone ---0.V078'/. «euftmes. Anszahlung Wie« — 0.8078°/, Senil««. In Zürich notierte die österreichische Krone . . 0.0076«/« (0.0078'/» am 13. Juni) die österr. gestempelte Krone 0.0078'/, ( 0.0078'/, am 18. Juck) die tschechische Krone . . . 16.65 ( 16.61 am 18. Juni) die Mark. 0.0053 ( 0.0058 am 13. Juni) Holland.. 218.30 (218.15 * am 13. Juck) New-Aork. 557.60 (556.75 am 13. Juni) London. 25.71 ( 25.69 am 13. Juni) Paris . 35.35 ( 35.70 am 13. Juni) Mailand. 25.80 ( 25.85 am 13. Juni) Belgrad ......... 6.05 ( 6.20 am 13. Zuck) Bukarest.. 2.85 ( 2.88 am 13. Juck) Sofia.. 6.80 ( 6.30 am 13. Juni) Budapest. 0.08 ( 0.07«/4 am 13. Juni) Warschau. 0.0078'/,( 0.0078'/, am 13. Juck) Ae Levisenpreise. Unaufhalisames Sinke« der Reichsmark. Aus Z ü r i ch wurde gestern wieder eine empfindliche Abschwächung der R e i ch S m a r t von 0.0058 auf 0.0053 gemeldet. Auch der f r a n z ö s i s ch e F r a n k e u fiel von 35.70 auf 35.35 und die polnische Mark von 0.0080 auf 0.0075. Hingegen stieg die t s ch e ch i s ch e Kr 0 n e von 16.61 auf 16 65, die Devise Sofia von 6.30 auf 6.80. Ferner bessette sich die ungarisch eKroue von 0.0775 auf 0.08, die gestempelte österreichische Krone von 0.007850 auf 0.007875 und Z a h l u n g W i e n von 0.007650 auf 0.0078625. DaS Abwartsgleiten der Reichsmark auf den tatet* nationalen Plätzen bewirkte ein neuerliches Anschwellen der ftemden Zahlungsmittel in B e r l i n. So ging der D 0 l l a r von 97.056 auf 105.735 in die Höhe, da» Pfund stieg von 452.965 auf 495.750, derfranzösischeFranken von 6209 auf 6633, die t s ch e ch i s ch e K r 0 n e vo» 2882.76 auf 3162.— und die gestempelte österreichische K r 0 n e von 132.65 auf 147.10. Im gestrigen Wiener Clearing notierte die Reichsmark 81 gegen 68 Heller am Vortage. Die ts ch echischeKrone wurde auf 2107 (gegen 2103) htaaufgesetzt. Die übrigen ftemden Zahlungsmittel waren nur unwesentlich verändert. Nachstehend die offizielle» Notierungen: ßlearingkom der Österreichischen Hatlonal&aift vom 14. Juni 1923. Geld Devisen (Schecks und Aus- 2,Bju Zahlungen) m Amsterdam }. 1 Volt. Golden . 4 278CO.— Agram 1 jag. Kronen . , . . 6 774.— Belgrad 1 Dinar ...... S 774.— Berlin 1 deutsche Reichsmark , 8 0.62 Brüssel I belgische Francs . , 4'.'. 3824.- Budapest 1 ungarische Kronen , 6 ' 8.90 Bukarest t Lei ....... 6 3%.— Chrlstiania 1 norweg. Kronen . 5 11635,— Kopenhagen 1 dänische Kronor . 3 12385,— London I Pfund Sterling ... 3 3278».- Madrld I Pesetas ..»»». 8'/, 10385.— Mailand 1 Lire 6 3286.— New York t Dollar4 70965.- Paria 1 Francs ....... 5 4469,— Prag I tschecho-slow. Kronen . 5 2124.— Sofia I Lewa ... 7*/, 879.— Stockholm 1 schwedischeKronor , 4*j, 18630.— Warschau 1 polnische Mark . , 6 0.77 Zürich 1 schweizerische Francs , 3 12740.- Noten Kurs vom 13. -Tont War« Geld Ware 27900.- 27800.- 776.- 784.— 776.- 784.- 0.68 0.68 3836.- 3909.- 9.—*) 9.15 358.- 363.- 11665.- 11635.- 12415.- 12485.- 32780T.-327200. - 10415.- 10485- 3294.- 3286.- 71135.- 70965.- 4481.- 4544.— 2139.- 2120.- 881.- 8(1.- 18170,— 18680.- 0.g3 0J7 12770.- 12755.— 27900.- 0.74 3921.- 9.25 365.- 11665.- 12515,— 327800.- 11515.- 3294.— 71135.- 4566.- 2126«— 813,- 18720.— 0,93 12785.- Amerikan, Noten v. 5 Dollar aufw. » n kleinere . , . Belgische Noten 100 Francs ‘, , Bulgarische Noten zu 1000 Leva , * * »",,^00 » » » kleinere... Dänische Noten 100 Kroner , , Deutsche Noten zu 1000 Marie» , ■ ■ » 100 . , kleinere.... Engl. Noten von 5 Livresl. aufw. . „ kleinere . . . . . Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw, » kleinere . . . Jugosl, Noten ungest. zu 1000 Dinar . . » . ,100 . , kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw, » » kleinere.... Rumänische Noten zuiOOOu. 500Lei » » kleinere . . . Russ. Noten (Roman,) zn 500 Rubel » ■ > * too t » » » kleinere » , Schwedische Noten 100 Kronor , Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.iOOOaufw. „ , kleinere . Ungar, Noten (neue Em.) zu lQOOKr. , , zu 10,000 Kr, » » . , kleinere. 7.1650.- 70950.- 75850.- 70950.- 70550.— 70850.- 70550.- 70850.- 3765.- 3795.- 3850,- 3880.- 787.- 790.- 794.- 858.— 862.- 838.- 770.- 774.- 12550.- 12310.— 12350.— 12410. - 0.61 0L7 0.68 0.80 325m- 3265ÖÖ!- 325500*- 3265ÖÖ!- 325300.- 326300.- 325300.- 325300.- 4410.— 4440.- 4485.- 4515.- 27650.- 27850.- 27651^- 27850.- 3252.50 3267.50 325150 3267.50 3232.50 3247.50 3232^0 3247.50 765.- 769.- 775,— 779.- 757.'- 76l!— 766!- 77«!- 11510.— 11570.— 11510,— 11570.- 0.64 0.76 0.74 086 0.59 0.71 0.69 0J1 36«.- 368.- 373»— 375.- 346.- 348.- 353,- 3*5.- 1842fjC— 18580*— I849VÜ 185»!- 12645.- 12705.- 12660.- 12720,- 10220.- 10320.— 10380;- 10420.- 2107.- 2117.- 2103,- 2113.- 2002.- 212t.- 2098.- 2108.- 8.10 8.30 8,60 8.70 ÜÖ5 Ü25 "M5 l!» Sie Aiplne-AWre. Eugestriges Nachmittagsbllatt bringt eine Darstellung Wer die von uns wiederholt schon «LwLhcke TvanSaktion der Alpinen MonitangeseNfch-aft, bÄroffend di« K>apitÄsevhoihmvg und Schaffung einer KoksbafiS für dieses Uarternchmen und stellt einen Zusammeichmig Kvüschen diesen Transaktionen und dem Interesse der NiederSsterreichrschen Eslkomptegssellschast mit Schneider-Crenzoi, her. Dis Matt richtet aus diesem Argusse die schärfsten Angriffe gegen die maßgebenden Persöckichbeiten, cke diese TmuSEiou durch» geführt hoLen. LHne auf das Merttovffche der Sache üingiogchen, M»inck man doch den Eindruck, als ob ein« mit dom G^rge deri Beii-. haMungen fchr,.gut"' taisämüerde Hcmd bei diesen Angriffen m>tt im O^efe hätte. Es scheint wohll im Jrrteresse der angegriffenen Perföwkichke'üen geilegen, der Löffenttichkert Klarheit über bkfe Angoleyetchsit zu schaffe«^ zumal, da fie « chver tzechöckicheu _15, IM 1928 _ Bfe, 1SB8 ' Wh re schwer argogriffen sind, und auch das Prestige des Wiener Finan-.m^^kte-S eine rsstilose Aufflävung «vi hotsht. Gestern cmWtauchte Gerüchte vovm* ttt vä oad<« wissen, daß schwerwiegende Ausein<lnde.rlsetzuu. gen zwischen allen daran bet-Mgten JntevessenKreisen skattigeftmiden haben, welche vielleicht nicht ohne sichtlbave Koniseguew, zen blekben dnriften. 2er Susummeubruch der deutsche« Wirtschaft. Katastrophales Anwachsen des deutschen Notenumlaufes. Die Beanspruchung der ReichSbanik hat sich nach dem Ausweis vom 7. d. in beträchttichcm Umifauge fortgssetzt. DaS Wechlsebportofeuille der Baut stieg in der ersten Juniwoche um 604,5, aus 4019,2 Milliarden Mark. Da das Reich neue, sehr evhMiche Arsorderumgen au die ReichsbanL stellt, so erfuhr der Schatzanlweffunysbesta.nd der ReichSbant trotz einer bedeckenden Steigerung des Absatzes von ReichSschatzam weffnngen im freien DerLchr eine Devmehrumg um 426A aus 8448,4 Milliarden Mark. Die gesamte Kapitalsackage hob stch demgemäß um 1041,9, aus 18.140,2 Mlliarden Mavk. Aus der anderen Seit« wuchsen die fremden Gelder der Bant um 560, aus 5648 Mlliarden Mark. Der Neubedarf an Zahlungsmitteln war, wenn auch geringer als zum MonaiZschluß, so doch nach wie vor autzerordenÄich gwß. Der BantnotenumLaus stieg werter um 745,8» auf 9809,6 Milliarden Mart, der UrckAif ar.« DavlehrnSbaffenscheinen um 59, auf 12,4 Milliarden Mark. Im GMbestande der Bank ist di« Jnanspruchnuhme des Golddepots im AuAande mit einer Million Göldmart zu erwähnen; das unbelastete Golbdepot verminderte sich infolge« dessen auf ISO Millionen Goldmart. Der GoldtassenLestand der Bant blieb unverändert auf 576,9 Mllionen Goldmart. Dve Bestände m Musigen Ms unedLem Metall nahmen mn 1, auf 16,1 Mlliarden Mark zu. Die Darlehenskassen des Reiches liehen in der BsrichtSwoche 902,8 Milliarden Mart aus; ihre Darlehmsbestät.de erreichten damit 8207,5 Milliarden Mark. Da der Reichsbank ein dieser Bermchrung entsprechender Betrag an Darlehenstassenf^einen von den Darlehenskassen zusloß, so haben sich die Bestände der Bant an solchen Scheinen auf 2195 Milliarden Mart erhöht. Die Erhöhung der Kohlenpreise. Berlin, 14. Juni. (Tel.-Komp.) Nachdem erst vor vierzehn Tagen die Kohlenpreise in Deutschland uim 50 PrvgenL erhöht wurden, wurde in der gestrigen Sitzung des Reichst kohlenvetbattdes und des Reichskohlenvates beschlossen, die Kohlenpreise Än allgemeinen abermals um über 60 Prozent in die Höhe zu setzen. Die Regelung der Lohnfragen. Berlin, 14. Juni. (Tel.-Komp.) Der Dundesvorstainjd des Al^emetten deutschen Geiwevischastsbundes beschloß, gemeinsomre Verhandlungen und Schritte der güwertschasMchen SpitzenverbÄLe in der Frage der Sicherung >der Whne gegen bk EMvertnng durch Valutasturg und Teuerung herbcigufichren. Die Gewerkschaften wurden ausgesordert, diese Ausgestvltuwg der LohnpMit zu prüfen. Der Verkauf der Phönixwerke nach dem Auslande. Berk«, 14. Juni. stL«L.^Komp.) Die SoMdcmokvaten haben im Reichstag eine Interpellation über den Bevöauf der Attüenmajoritüt der MöniAverte und der Scheideimcmdel A.G. <m das Ausland einaebvacht. Die Interpellanten fragen, weilche Maßnahmen die ReichLvoaierung gegen diese Formen der Kapitals- und Steuerflucht sowie gegen die Gefahren der liebersremduM wichtiger Teile der deutschen BMAwirtschaft m ergreifen gedenke. Das Reichsfttanzminffterrrvm hat bereits eine Untersuchung darüber eingeleitet, ob die Transaktion bei den Phönh-vevken Steuerhintevziehungen oder Verstößen gegen das Kapttalssluchtgesetz Vorschub leisten könne. Ebenso besaßt sich das Reichswirffchastsministerium mit der Angelegenheit m der Richtnng. üb durch die Ueibersremdung des Unternehmens gewisse Interessen der deutschen Mrtschcht nnd der Versorgung der inländischen Mäxkte geifährdet Werden können. Briftsch-östeneWsche Bank. Heute fand eine Sitzung des VevwaltiungsrateS de» Britisch-österreichischen Banb» und Handels-Mtiengesellschast statt, in welcher der Rechnungsabschluß über daS Jahr 1922» dem ersten Geschäftsjahr deS Institutes vorgelogt wurde. Derselbe weist nach Vornahme von Abschreibungen in der Höhe von 946-808.365^6 K. einen Reingewinn von 1.995,481232.85 Kronen aus. Der für den 30. d. einberusenen Generalversammlung wird die V'crtoilung einer Dividende von 600 K. vorgefchlagen werden. Ein Betrag von 660,000.000 K. wird de» Reservefonds -ugeführt und der Betrag von 161,346.421.90 SL aus neue Rechnung vorgetvagen werden. Der GenerMersmmn'ttmg wird ein Antrag aus SV« höh-nng des Aktienkapitals um Nominale eine Mlliavde Krone» zur Beschlußfassung vorgelegt werden. Die vorliegenden Abschlußrechnnngon zeigen, daß stch die Bank in ihrem ersten Geschäftsjahr erfteulich entwickelt bat uiife ihre Geschäfte einen bedeckenden Umfang angenommen Hobe». Die Bank hat sich in erster Linie der Pflege des lmoftr»- den Bankgeschäftes .gewkdmet. Der Umfang dieses Gofchafte« spiegelt stch m der Höhe der Debitoren und Kreditoren wwee. Unter Effekten nnd Beteiligungen ist auch dir Beteiligm«- der Bank an der Gnriflton der 6nnd 8progentigen Goldschatzscheine und an der Subskription der Notenbanr^Aktien vx» «chuck. Sowohl die BOmrtzwG der EfMen, wie der Wamm