Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1558 (15.6.1923)
- Date
- 1923-06-15
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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I Wiener Moegenzettttns. 15. Ju«i 1923 k*. vsm Zer deutsche Wehrbund. Wie der Bürgerkrieg vorbereitet lvitd» Wir Haben berichtet, daß die Hauptvevsammlupg des deutschen Weh rd und es letzten Sonntag durch Ansprachen aller hakeilkveuzlerischen Führer von Waber bis Riehl ausgezeichnet wurde. Nach ihnen begrüßte auch der Bundeskanzler Dr. Seipel die Versanmüung, die nach seiner Auffassung die Sympathien der Bevolftrung für die Wehrmacht zurüikzubrmgen geeignet sei. Man erhält jetzt dmch eine Beröffentlichmrg der „Ar. beiterzeitung" einen Einblick in die Ziele dieser Organisation^ die zu den HakeiEreugverbänden gehört und als Heimtvehr gilt, also in die Kategorie der vorn Hcruptverband der Industrie als staatserhaltend subventionierten Formationen gehört. Das zitierte Blatt Publiziert ein., „streng geheimes Memorandum" -es Wehrbundes, dem wir das sagende entnehmen: . Deutsche Wehrbund ist den Bestinnmmgen des. Medensvertrages vom Saint-Germain entsprechend nach mürtarlschen Eharakter des Deutschen Wehrbundes hindeuten wurden. Wir haben uns daher entschlossen, alle militärischen Bezeichnungen durch möglichst unverfängliche zu ersetzen twn" und demnach scheiden wir die Mitglieder des Deutschen Wehrbundes m Schutzleute. Wehrleute und in Hilfsdienstler. Den „Schwarm" nennen wir „Zchnerschaft", den „Zug" bezeichnen wrr mit „Riege", die „Kompagnie" mit „Sippe" das „Bataijlon" mit .„Abteilung"; das „Regiment zeichn«r wir mit „Riege", die „Kompagnie" mit „Sippe" und das „Bataillon" mit .„Abteilung"; das „Regiment" mit „Gruppe" die „Brigade" mit „Obergruppe". Statt Komma«, dant" ist der Ausdruck „Führer^ zu gebrauchen. Auch für die Waffen und Munition werden Decknamen eingeführt, und zwar: für Faustwaffe (Revolver, Pistole) Fäustel, für Gewehr Holzstab, für Schießübungen Holzstabubungen mit Maschinengewehr Schleuder, für Handmaschmengewehr HantSchleuder, für Minenwerfer Sprachrohr, für Geschütz Fernrohr, für Protze Stativ, für Patrone Füllsel,' für Patronenmagazin Füllrahmen. für gefülltes Magazm FÜllun» für Maschinengewehrgurte Schleudergurte, für Handgranate Faustball, für Mine zum Mmenwerfer Stoßball, für Artrl» lerremunition Wurfbälle, für Säbel Schläger, für Bajonett Berstecker, für Patronentasche Füllschachtel und für Stahlhelm Haube. Der Deutsche Wehrbund ist „der Wien und Niederösterreich umfassende Teil des über ganz Deutschland sich erstrecken« den Dentschösterfreichischen Selbstschutzes" ., „ eine # ausschließNch «ilitarische Organssation, wenngleich dieser militärische Charakter auch wegen der Friedensvertrage nirgends nach außen hin in Erscheinung treten darf". Die . ' Ausgabe MS Wehrbnnde» ist diese: . Es mutz unmöglich gemacht werden, datz eine kleine, rücksichtslose Minderheit sich noch weiterhin anzumaßen wagt, durch Terror chre persönlichen Interessen zum Nachteil veL Ganzen durchzusetzen. Und wie die alte Armee durch ihr bloßes BmHandeiffein jeglichen Terror- und Putschversuch im vorhinein ausschloß und nur äußerst Kelten zum Ein« schreiten mit der Waffe gezwungen war, so wird auch eine mächtige Fretwilligenorganisa tion allen staatsfeindliche» Elementen im voraus die Lust an umstüty« lerischen Unternehmungen benehmen, wenn sie em, diszipliniertes, militärisch festgefügtes und verläßliches Instrument in der Hand ihrer Führer ist. Jedes Mitglied hat ein Gelöbnis Vorgesetzten militärischen Gehorsam und strengste Verschwiegenheit zu bewahren, sich der militärischen Ausbildung zu unterwerfen — „wöchentlich eine JnstruknonSstunde* — und leben Monat die „Kontrollversamlung" zu besuche«. Aus den „allgemeinen Grundsätzen über die militärische Verwendung ist der „Aufmarschplän" von Interesse: Brechen an irgend einer Stelle eines Kreises Unruhen aus, denen , die lokalen Selbsffchuhkräfte nicht gewachsen smd, so haben die alarmierten näheren und weiteren OrtS» Sn sogleich konzentrisch auf allen Straßen gegen dm cherd anzurücken. Ein solcher konzentrischer Anmarsch von Masseri wirkt geradezu Wunder. Kommt es zum tatsächlich bewaffneten Einschreiten gegen Umsturz, dann sind kleine, gut bewaffnete, aus besonders ausgesuchten beherzten Männern zusammengesetzte Stoßtrupps unter besonders energischer Führung von ausschlaggebender Bedeutung. Diese Stoßtrupps sind nicht stärker als acht bis zehn Mann, wie die Sturmtmpps mit Stahlhelm, Karabiner, Handgranaten und Grabenmesser ausgerüstet, und führen ein leichtes Maschinengewehr mit. Mit solchen Stoßtrupps, die rücksichtslos auf treten, ist insbesondere eine Räumung von Straßen eines Ortes in wenigen Minuten durchgefübrt. Es genügen zumeist einige Schüsse aus dem Maschinengewehr, um jede Straße zu räumen und freizuhalten. Diesen Stoßtrupps obliegen auch, sonst eine Reihe , besonderer Aufgaben, wie zum Beispiel Aushebung feindlicher Führer, Schutz der eigenen Führer, Aushebung feindlicher Depots, Erstürmung besetzter Objekte, Ueberfälle allen Art und wirksamster Gegenterror. Schon aus diesen Aufgaben erhellt, daß die Stoßtrupps aus besonders kühnen, ausgesuchten und waffengeübten, physffch und besonders leistungsfähigen Männern gebildet werden müssen. Sie müssen aus ihren Führer vereidigt werden, weil nur jene Stoßtrupps ihre schweren Aufgaben ohne besondere Gefahr für den einzelnen erfüllen können, bei denen sich jeder aus den anderen unbedingt verlassen kann. Es ist anzustreben, in jeder Sippe zwei bis drei derartige Stoßtrupps, die aber besonders evident geführt nnd besonders ausgebildet werden, einzuteilen. Den Nachrichtenstellen obliegt es, einen Beobachtungsdienst durch freiwillige Mitarbeiter eiuzuleiten. Dieser Beobachtungsdienst in der Weise einzuleiten, daß Personen, die infolge der Lage ihrer Wohnung oder Werkstatte oder durch ihren Beruf hierzu geeignet erscheinen, ersucht werden, die Führer der feindlichen Organisationen, deren Verkehr, inSb^ondere auswärtige Besuche, ferner feindliche Kanzleien und Versammlungen usw..- unauffällig beobachten. Die Landesleitung des Deutsche» Wehrbundes für Wien und Niederösterreich setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Landesleiter: Fabrikant Klemens S ch e i b l e r, Wien; Kreisleiter für Wien (Kreis A): Zahntechniker Rudolf Ullik, Men; Kreisleiter für das Viertel ober dem Manhartsberg (SreiS V): Dr. Hans Ionisch, Langenlqis; Kreisleiter für das Viertel ober dem Wienerwald (Kreis C): Notar Edmund Vogel, Amstetten; Kreisleiter für das Viertel unter dem Manhartsberg (Kreis D): Professor Anton K. Ä-ivV e. Laa; Kreisleiter für das Viertel unter dem Wiener walo (Kreis E): Buchhändler Adolf Seidl, Baden; Stabsletter: Oberst Friedrich Wilhelm Buley, Wien: Kreisführer für das Viertel ober dem Manhartsberg (Kreis B>- Major Pokorny, Langenlois; Kreisführer für das Viertel ober dem Wtenevwald (Kress E): Oberstleutnant Kirchmever, Biehofen bei M. Pölten; KrerSführer für das Mertel unter dem Manhartsberg (Kreis D): Major Karl Bako, Laa; Kreisführer für das Viertel unter dem Wienerwald (KreS E): Oberstleutnant Kaunitz er, Mödling. ' Seide 2 Wien, Freitag Von Prof. Artur Freud.*) III. Die Erklärung dafür, wieso man plötzlich zu dem überraschenden Projekt greisen konnte, Nichtzionisten in die Jewish Agency aichgmehanen, liegt in den Unterlassungen einer dreijährigen Vergangenheit. Die Iahreskonftrenz von 1929 hat ein Chaos zurückgelassen, aus dem bloß der Gedanke des Keren Hajessod in klareren Umvissen hervorleuchtete, aber man bstt kostbar Zeit verstreichen lassen, bevor die Arbeit für ihn ins erste Tempo kam, weil die Pa- Men fehlten und man in den Landesovganffationen lange Monate auf genaue Richtlinien und Instruktionen wartete. Man hat 1929 in London in einer Resolution die eheste Einberufung eines all-jüdischen . demokratischen Weltkongresses gefordert, der in allen nationalen Angelegenheiten im Namen des jüdischen Bokkes handeln und sprechen sollte, einen ähnlichen Antrag em Jahr später in Karlsbad der Exekutive zur gemeinsamen Beratung mit dem Aktionskomitee überwiesen, um vor einem Jahre den lediglich für den Wiederaufbau Palästinas bestilmmten Weltkongreß Zu beschließen, der ein Weg zur Verwirklichung des Grundsatzes sein sollte, daß die Jewish Agency das gesamte jüdische Volk repräsentiere. Man hat sich drei Jahre nacheinander hinter nMüosen Beschlüssen geeckt, ohne sich di« Schwierigkeiten der Durchführung vor Augen zu halten. Hätte man mit der Reräffrevung dieses Beschkusses, welche ja lange Zeit zur Durchführung braucht, sogleich b^onnen, so hätte man alsbald die Schwierigkeiten mannigfacher Art erkennen, und zu der Einsicht kommen müssen, daß der Weltkongreß nicht am Anfänge, sondern am Ende einer systematischen Arbeit zur Heranziehung der Nichtzionisten sichen muß, wie Wir es hier vor geraumer Zeit dargelegt haben. Nun ist man auf einmal zur Erkenntnis gelangt, daß der Weltkongreß gegenwärtig nicht zu schaffen fft. Mer die Leitung hat es verabsäumt, die großen Parolen für die Heranziehung jenes großen Reservoirs von Juden zur fialästrna-Avbettzu geben, di», ohneZiomsten im eigentlichen Sinne zu sein, zweffeKos Kr den Palästina-Gedanken zu gewinnen sind, man^hat nur da und dort den Versuch gemacht, auf dem Wege von VerhaMungen durch die einzelnen Landesovganffatronen die nichtzionistischen Schichten und Vereinigungen hevarMFrchen, eine Arbeit, die systematisch und entschkrssen hätte geschehen müssen; man hat in dauernder VeÄennMg der psychologischen Situation <£«= meint, daß ein pathetischer Aufruf des Kongress^ an das. .gesamte genüge, um ehte Palästina-Bereitschaft der breitesten Schichten zu. produzieren, und vergessen, der Keren HaModPvopagcmda jene Ausdehnung itnb Intensität zu geben, die viele Menschen «fordert, welche ihr ihre ganze, ungeteilte Kraft und Ml widme«. Damit alle, die Bevfaumnisse gut gemacht werden, soll nunmehr die Jewish Agency die Brücken zu dm Nichtzionisten schlagen. Werden sich diese vor ihrem Eintritt in sie genau stiputtevten Bestimmungen beugen, dir von der Taffache ausgehen, daß es um den Ausbau einer nationalen Heimstätte geht und nicht um ein Werk der PhiÄmtropie, daß den seelischen Ausschwung, den dies Werk erfordert, nur im allgemeine Idee zu schaffm vermag, die wir die nationale normen, und daß hierzu Dolkserzichung yrck) -Erueuevumg die unbedingte Voraussetzung bildet? Üns scheint, daß dieser Versuch nicht den Erfolg verspricht, dessen Aussichten es ratsam erscheinen lassen könnten, alle Bedenken und Brfürchbm^en hrntauzusetzen. Jedenfalls aber kann man hier nicht davon sprechen, daß auf solchem Wege der Zionfftffchen Organisation „neue Kräfte aufgepfropft" würden, die im Verlauf der Ereignisse leicht n Gofihr käme, jeden Einfluß zu drctt?ren nnd infolgedessen in taufend Splitter zu verfallen, ,da eine Zionfftische ExMtive ohne Einfluß und Macht, ein Kongreß mit Muforffchen Rechten keinerlei bindende Kraft besäßen. Ist also dieses Programm der gömffchten Jewish Agemy mit Vorsicht und Skepsis $u behcmdÄn, so kann es keinem Zweifel unterliegen, daß das Ziel selbst, dir Verbreitung der Palästina-Arbeit, mit aller Energie angegangen werden mutz. Unseres Erachtens gKt es hier nur einen Wey und ihn wefft dir Konstitution des Keren Hajessod, welche wrchl die Hälfte der Kontrolle und des Einflusses den Zionisten läßt, aber auch die Rechte der „Zertifikatsinhäbe^ zu wahren sucht. Ger besteht'keine Gefahr: einmal hat der Nichtzionist, der amt Keren.Hajessod mitzubestimmen hat, seinen Palästina-Willen bereits durch die Leistung erwiesen, -die auch die Rechte geben muß, uiw ferner liegt es in der Logik der Tatsachen, daß der ziomstffche Emftuß aus den Keren ^Hajessod nie schwinden wird, wett er in gemdev Proportion mit der Zahl der zur Leistung heraugezogenen Nichtzionisten wachsen wird, schon weil die richttge große Werbearbeit für den Palästina- Aufbaufonds gleichzeitig ein Werk der Erziehung zmn Zionisnms darstellt und auf solche Wrffe der Bewegung stets neue Kräfte zuströmen werden. Selbst weM man di« Bestimmung van der Teilung der Einflußsphären fallen ließe und einfach jedem Beitvagleffter dasselbe Recht gäbe, ohne der Zionfftffchen Organisation von vornherein Privilegien einzuräumen, tvave nichts zu besorgen, weil der «forderliche zionistffchr Einfluß immer sieben fein wird. Das ziemlich komplizierte Stvitut des Keren Hajessod, welches unter anderen Generalversammlungen der Zertisttatsinhaber, einen Council und ein Divoktorium vorsieht, fft nicht so sakrosankt, daß es nicht .revidievt. werden konnte und namentlich bleibt noch immer die Frage zu *) Siche ^Aener. Mvvgenzeitimg vom Ä). und *8. Mm» erwögen, d& dem Fonds nicht der Charakter eines reinen Opfer fand 8 gegeben werden solle, statt wie b^hev em Pvc^entvevhältnis zwischen Qpferwttttgkeit und -Pflicht auf der einen und Gewinnantetten auf der anderen Sette zu belassen. Es bleibt auch wetterhin zu untersuchen, ob die im Statut vorgesehene Zwrckböstdmmmg für gemeinnützige und rein wirtschaftliche Unternehmungen nicht der Aufbrmgung von Mitteln für wirffchaftliche Anlagen entgegenwirkt. Festge'hcttten werden muß an dem Grundsatz, der für Zionisten bestehende« Opfer- und Maasferpslicht, an den evziehevffchen Aufgaben des Fonds, der jedoch anderer Propagan^da- und Samelmethchen und eines entsprechenden Apparates von Menschen bedarf, an dem es bisher gefehlt'hat. Es müssen Aare Parole« ergehen, welche die Zionfftffchen Landesorganüsatiomn allenthalben verpflichten, mtt allen jüdischen Gruppen in sofortige Verhandlungen zu treten und gemeinisame Komitees zu schaffen, auch der Gedanke der Palästina-Landeskong resse fft allen Ernstes zu erörtern. Drr erste Zionfftenkvngveß nach der Ratifizierung des Pal^strm- Mandats darf nicht mit einer überstürzten Liguidremng der Organffatiou beginnen, für welche , die Zeit noch nicht gekommen ist urw die Juitegvitüt der Organffatron, deren Bestand noch immer eine Notwendigjkett darstellt, wird' besser Lurch die Schaffung eines föderativ en .Ber-, haltnisses zwffchen ihr wßs den Richtzionfften gewahrt werden» als durch die Verwässerung der Jewish Agency. , . ';; Sefterreich. Handel. Berlehr. Fudastrie und »aute«. Die Budgetdebatte Mt rm Ngtior.alrat in bleiemer Langwette weiter. Gestern wurden die Kapitel ^Handel, Industrie, Gewerbe, Bauten, Verkehrswesen und Sozrailffievung" besprochen. Die VerhcrMuny nimmt, da sich auch die letzten Garnituren unter den Ratiomrlcäien noch rasch vor Torschluß ihren Wählern in ErinMEuig bringen wollen, einen so schleppenden PMauf, daß man heute schon damit rechnen mutz, datz die Budgetdebatte noch die ganze rächste Woche in Anspruch nehmen wird. Hvechurch Lommt die Regierung in ein zeMches Gedränge, da die bäuerlichen Abgeordneten längstens Witte IM Wien verlassen wollen und bis dahin außer bent Budget «och die neu« Wahlordnung, der Zolltarif. das Gesetz über die Reo-rgamisaition der Bundesbahnen und eine Menge kleinerer Vorlagen erledigt werden Men. U-ebevdies ist die Regierung durch den noch urgMten KoniM mit den Boamtenorganisattonen in ihrer Bewegunysfreiheit stark bchmdevt und eine Aenderung der Besoldungsordnnng müßte jedeniMs auch den Nationalrat passieren, ebenso wie daS Abbaugesetz für die Privatbahnen, das uffpvünglich iw BermLnungsweige eÄassen werden sollte. Die Bevtret« der Beamtenovganisationen haben nach der NaltionalratssitzrMg die Jnitervention der drei Präsidenten des NattiorvaLvates cmgevufen, die auch -»sagten, ein Einvernehmen mit der Regierung vorbvretten zu wollen. Die Nationalratssitzung seMst bol wenig Bemerkenswertes, es sei denn, daß sich düe Abgwlidnsten im Gegensatz zum Vortage aller gegenseitigen Anrempslunigen enthieAen. Mg. Zwanzger kam auf die ZenttmgsimeüLmdg zu sprechen, daß der Wutte-iKonzern alle jene Bergbaubetriebe, die seinem KMenverdausslongevn nicht beigetveten sind, skr diesen zu gewinnen trachte, um eine Ur.taOiettmg der Kohlenpresse zu vechindern. Es sei Äso wieder ei« Angriff auf die Kdhlenkonsumenten geplant, eS haben nämiliich diefeniym, die dem Wutte-Konzern angethbren, bisher die.Kohlen billiger verbaust. Dr. .Wutte will nun diese Betriebe zum Beitritt zwingen, um den Kohlen- Markt volfftäiidig zu beherrschen und die PreiSbildumg beeinflussen zu können. 'Redner fragte sWeßlich die Regierung, ob di« Meldungen über den beabsichtigten Berkalff VM staMchen Bergwerken auf Wahrheit beruhen. Gegen einen solchen Pban müsse er sich auf das enitschäederffte verwahren. Abg. Dr. Hampel bezeichnete es als eine bchonden AufgcLe des Nnstigen Rationalrates, den Wust von Steuergesetzen zu beseitigen, i« dem sich kein Mensch mehr , auskenne. Die Intensivierung der Arbett lasse noch viel zu wünschen übrig, die Abschaffung aller sogenannten kleinen Feiertage müsse fortgesetzt werden. Es sei ein unerträglicher Gedanke, daß fr B. heuer im Mai an acht Feiertagen, daS fft em volles Monatsdrittel, nicht gearbeitet wurde. Mch die legung der beiden Nationalseierta^e ans die dar«ch< folgerchen KolMtage wäre M erwägen. UWWWWWMWWWW«